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Uhrmacher/Uhrmacherin

Uhrmacher/in

Ausbildung Ingenieurwissenschaften KldB B 24532

Was ist Uhrmacher/Uhrmacherin?

Was macht man in diesem Beruf?Uhrmacher/innen, die in Handwerksbetrieben tätig sind, prüfen, reparieren und warten mechanische und elektronische Klein- und Großuhren. Außerdem stellen sie Zeitmessgeräte aller Art her. Um Schäden am Uhrwerk feststellen und reparieren zu können, zerlegen sie Klein- und Großuhren, beheben den Fehler, setzen die Uhren wieder zusammen und justieren sie. Einzelteile wie Gehäuse, Uhrzeiger oder Pendel fertigen sie bei älteren Uhren manchmal selbst an, häufig verwenden sie auch industriell vorgefertigte Baugruppen. Darüber hinaus restaurieren sie alte Uhren und setzen Schmuckstücke wieder instand. Ihre Kunden bedienen und beraten sie im Laden oder in der Werkstatt.In der Industrie werden Uhren maschinell sowie in Serie hergestellt. Hier fertigen Uhrmacher/innen Einzelteile für Klein- und Großuhren an, programmieren und bedienen CNC-Maschinen und überwachen die Produktion.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Uhrmacher/innen finden Beschäftigung in erster Liniein der handwerklichen oder industriellen Uhrenherstellungin Reparatur- und ServicewerkstättenArbeitsorte:Uhrmacher/innen arbeiten in erster Liniein Werkstättenin ProduktionshallenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Verkaufsräumen und in Büroräumen.Welcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [23.0%]23mittlerer Bildungsabschluss [28.0%]28Hochschulreife [48.0%]48Sonstige [1.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussAusbildungsbereich HandwerkAusbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)mittlerer Bildungsabschluss [38.0%]38Hochschulreife [54.0%]54Sonstige [8.0%]8Ausbildungsbereich Industrie und HandelWorauf kommt es an?Anforderungen:Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Montieren kleinster Bauteile, beim Fräsen, Feilen und Schleifen von Bauteilen)Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis (z.B. beim Bearbeiten von Werkstücken durch manuelles und maschinelles Spanen, bei Wartungs- und Reparaturarbeiten)Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Ausführen von Präzisionsarbeiten, beim Umgang mit teuren oder historischen Uhren)Kundenorientierung und Sinn für Ästhetik (z.B. bei der Kundenberatung)Schulfächer: Werken/Technik (z.B. um Bohr-, Dreh- oder Fräsmaschinen zu bedienen)Physik (z.B. um die Funktionsweisen von Zeitmessgeräten zu verstehen)Mathematik (z.B. um Funktionsstörungen zu berechnen)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.267 € (Industrie)2. Ausbildungsjahr: 1.338 € (Industrie)3. Ausbildungsjahr: 1.443 € (Industrie)

Steckbrief

Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in Industrie und Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Ingenieurwissenschaften →

Der Beruf Uhrmacher/Uhrmacherin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Uhrmacher/innen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe des Uhrmacherhandwerks): WerkstättenBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit: für die Länder Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland in Würzburg (Bayern):Franz-Oberthür-Schule Städtisches Berufsbildungszentrum für die Länder Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein in Hamburg (Hamburg):Berufliche Schule Farmsen Medien Technik (BS 19)für die Länder Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Freital (Sachsen):Uhrmacherschule GlashütteQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Steckbrief

BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in Industrie und Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Uhrmacher/innen, die in Handwerksbetrieben tätig sind, prüfen, reparieren und warten mechanische und elektronische Klein- und Großuhren. Außerdem stellen sie Zeitmessgeräte aller Art her. Um Schäden am Uhrwerk feststellen und reparieren zu können, zerlegen sie Klein- und Großuhren, beheben den Fehler, setzen die Uhren wieder zusammen und justieren sie. Einzelteile wie Gehäuse, Uhrzeiger oder Pendel fertigen sie bei älteren Uhren manchmal selbst an, häufig verwenden sie auch industriell vorgefertigte Baugruppen. Darüber hinaus restaurieren sie alte Uhren und setzen Schmuckstücke wieder instand. Ihre Kunden bedienen und beraten sie im Laden oder in der Werkstatt.In der Industrie werden Uhren maschinell sowie in Serie hergestellt. Hier fertigen Uhrmacher/innen Einzelteile für Klein- und Großuhren an, programmieren und bedienen CNC-Maschinen und überwachen die Produktion.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Uhrmacher/innen finden Beschäftigung in erster Liniein der handwerklichen oder industriellen Uhrenherstellungin Reparatur- und ServicewerkstättenArbeitsorte:Uhrmacher/innen arbeiten in erster Liniein Werkstättenin ProduktionshallenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Verkaufsräumen und in Büroräumen.Welcher Schulabschluss wird...

BERUF AKTUELL

BerufsbezeichnungUhrmacher/inBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer3 JahreWas macht man in diesem Beruf?Uhrmacher/innen, die in Handwerksbetrieben tätig sind, prüfen, reparieren und warten mechanische und elektronische Klein- und Großuhren. Außerdem stellen sie Zeitmessgeräte aller Art her. Um Schäden am Uhrwerk feststellen und reparieren zu können, zerlegen sie Klein- und Großuhren, beheben den Fehler, setzen die Uhren wieder zusammen und justieren sie. Einzelteile wie Gehäuse, Uhrzeiger oder Pendel fertigen sie bei älteren Uhren manchmal selbst an, häufig verwenden sie auch industriell vorgefertigte Baugruppen. Darüber hinaus restaurieren sie alte Uhren und setzen Schmuckstücke wieder instand. Ihre Kunden bedienen und beraten sie im Laden oder in der Werkstatt.In der Industrie werden Uhren maschinell sowie in Serie hergestellt. Hier fertigen Uhrmacher/innen Einzelteile für Klein- und Großuhren an, programmieren und bedienen CNC-Maschinen und überwachen die Produktion.Wo arbeitet man?Uhrmacher/innen finden Beschäftigung in erster Liniein der handwerklichen oder industriellen Uhrenherstellungin Reparatur- und ServicewerkstättenWeitereBerufe in der Feinmechanik und im WerkzeugbauBerufe mit Schmuck

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Ausbildungsaufbau

Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. und 2. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:Planen, Vorbereiten und Durchführen von Arbeitsabläufen sowie Kontrollieren und Beurteilen der Arbeitsergebnissebetriebliche und technische KommunikationQualitätsmanagementPrüfen, Anreißen und MessenWarten von BetriebsmittelnUnterscheiden, Zuordnen und Handhaben von Werk- und HilfsstoffenWärmebehandlung und Werkstoffprüfungmanuelles und maschinelles SpanenProgrammieren und Handhaben von numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen oder Spanen mit konventionellen WerkzeugmaschinenFügenBehandeln und Schützen von OberflächenMessen und Prüfen elektrischer GrößenInstandhalten von mechanischen und elektronischen Uhren, Uhrenanlagen und deren KomponentenMontieren und DemontierenKundenservice und -beratungBeschaffung, Lagerung und VerkaufKostenrechnung und KalkulationAusbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:Systeme der Zeitmessung unterscheidenWerkzeuge und Uhrenteile herstellenmechanische Großuhren warten und instand setzenFunktionsprinzipien elektrischer Großuhrwerke analysierenmechanische Schwingsysteme und Hemmungen in Großuhren warten und instand setzenGroßuhrenteile konstruieren und fertigenmechanische Kleinuhren warten und instand setzenFunktionsprinzi...

Ausbildungskosten

Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise: Flächen auf Ebenheit, Winkligkeit und Formgenauigkeit zu prüfenwie man numerisch gesteuerte Werkzeugmaschinen programmiert und handhabt oder wie man mit konventionellen Werkzeugmaschinen spantwie man Schleif- und Poliermittel sowie Werkzeuge und Verfahren nach der herzustellenden Oberflächenqualität auswählt und anwendetwie Uhrwerke nach Vorgaben manuell und mit Ultraschall gereinigt werdenwie Teile auf Rundlauf und Seitenschlag geprüft werdenwie man die Ganggenauigkeit überprüftwie man Uhren und Uhrenanlagen in Betrieb nimmt und die Endkontrolle durchführtwie man die Wasserdichtheit überprüftBatterien unter Berücksichtigung der Stromaufnahme von Antriebssystemen zu ersetzenwie man Stoßsicherungen und automatische Aufzugsmechanismen montiert und demontiertDarüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:in berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. Systeme der Zeitmessung unterscheiden, Uhrgehäuse, Ausstattungsteile und industriell gefertigten Schmuck pflegen und aufarbeiten)in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde

Ausbildungssituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): Gehäuse reinigen, Uhrenarmbänder anbringen, Batterien austauschen, Uhren zerlegen, reinigen und wieder zusammensetzenUmgebung: Werkstätten (z.T. Maschinenlärm)Kleidung: z.T. Schutzkleidung, z.B. Gehörschutz, SchutzbrilleArbeitszeit: z.T. Schichtarbeit (in Industriebetrieben)Anforderungen:Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Montieren kleinster Bauteile, beim Fräsen, Feilen und Schleifen von Bauteilen)Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis (z.B. beim Bearbeiten von Werkstücken durch manuelles und maschinelles Spanen, bei Wartungs- und Reparaturarbeiten)Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Ausführen von Präzisionsarbeiten, beim Umgang mit teuren oder historischen Uhren)Kundenorientierung und Sinn für Ästhetik (z.B. bei der Kundenberatung)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht

Ausbildung im Ausland

Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel Schmuck-, Uhren- und Edelmetallindustrie (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.267 €2. Ausbildungsjahr: 1.338 €3. Ausbildungsjahr: 1.443 €Quelle:IG Metall, Stand April 2025Aktuell besteht nur im Bundesland Baden-Württemberg eine tarifvertragliche Regelung für die Industrie.Im Bereich Handwerk liegen derzeit keine tarifvertraglichen Vereinbarungen vor.Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Werken/Technik: z.B. um Bohr-, Dreh- oder Fräsmaschinen zu bedienenPhysik: z.B. um die Funktionsweisen von Zeitmessgeräten zu verstehenMathematik: z.B. um Funktionsstörungen zu berechnen

Zusatzqualifikationen

Die Zusatzqualifikation "Betriebsassistent/in im Handwerk" richtet sich an Auszubildende mit Fachoberschul- oder Hochschulreife. Die Auszubildenden erwerben parallel zur handwerklichen Ausbildung kaufmännische Kenntnisse. Sie besuchen zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. in Rechnungswesen oder Wirtschaftslehre. Zudem legen sie die Prüfung zum Fachmann bzw. zur Fachfrau für kaufmännische Betriebsführung (HwO) ab und weisen den erfolgreichen Besuch des Fremdsprachenunterrichts nach. Die zuständige Handwerkskammer erteilt weitere Informationen, z.B.:HWK Düsseldorf – Betriebsassistent/in im HandwerkDie Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/in

Ausbildungsalternativen

Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Uhrmacher/in an:Bereich Feinmechanik und WerkzeugbauFeinwerkmechaniker/FeinwerkmechanikerinChirurgiemechaniker/ChirurgiemechanikerinBüchsenmacher/BüchsenmacherinIndustriemechaniker/IndustriemechanikerinWerkzeugmechaniker/WerkzeugmechanikerinGemeinsamkeit:feinwerktechnische Bauteile herstellen und montieren, ggf. Reparaturarbeiten durchführenBereich SchmuckGold- und Silberschmied/Gold- und Silberschmiedin Fachrichtung SilberschmiedenGold- und Silberschmied/Gold- und Silberschmiedin Fachrichtung GoldschmiedenGemeinsamkeit:Schmuckobjekte herstellen und reparieren, handwerkliche Feinarbeiten ausführen

Entwicklung der Ausbildung

1934:Erstmals Eintrag im Verzeichnis der Gewerbe, die handwerksmäßig betrieben werden können1976:Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz für den Beruf Uhrmacher/in für die Bereiche Handwerk und Industrie tritt in KraftAufhebung der Vorläuferberufe Kleinuhrenmacher/in und Remonteur/in2001:Neue Ausbildungsordnung für den Beruf Uhrmacher/in, u.a. mit Berücksichtigung von Qualitätsmanagement und Umweltschutz 2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren.2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.

Die Ausbildung im Überblick

Uhrmacher/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in Industrie und Handwerk.

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

AbschlussbezeichnungUhrmacher/Uhrmacherin

Perspektiven nach der Ausbildung

Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Uhrmacher/innen verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. als Betriebsassistent/in im Handwerk oder im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in".Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Ausbildung arbeiten Uhrmacher/innen vor allem in der industriellen Uhrenherstellung sowie in handwerklichen Reparatur- und Servicewerkstätten.Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Feinwerktechnik bis hin zu Spanende Metallverformung.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Uhrmachermeister/in abzulegen. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik erwerben. Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einem Betrieb des Uhrmacher-Handwerks oder einem Verkaufsgeschäft für Zeitmessgeräte und Schmuck mit integrierter Werkstatt.

Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2024 gab es im Ausbildungsbereich Handwerk 60 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 48 Prozent verfügten über die Hochschulreife, 28 Prozent besaßen einen mittleren Bildungsabschluss. 23 Prozent verfügten über einen Hauptschulabschluss. 5 Prozent der Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen hatten vor Ausbildungsbeginn eine Berufsfachschule absolviert. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [23.0%]23mittlerer Bildungsabschluss [28.0%]28Hochschulreife [48.0%]48Sonstige [1.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussAusbildungsbereich HandwerkIm Ausbildungsbereich Industrie und Handel gab es 39 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 54 Prozent verfügten über die Hochschulreife, 38 Prozent besaßen einen mittleren Bildungsabschluss. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)mittlerer Bildungsabschluss [38.0%]38Hochschulreife [54.0%]54Sonstige [8.0%]8Ausbildungsbereich Industrie und HandelQuelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Rechtliche Regelungen für die Ausbildung

Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung zum Uhrmacher/zur Uhrmacherin (UhrmAusbV) vom 02.07.2001 (BGBl. I S. 1476), berichtigt am 22.11.2001 (BGBl. I S. 3230)Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Uhrmacher/Uhrmacherin (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 29.6.2001)

Ausbildungsvergütung (Baden-Württemberg)

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Schmuck-, Uhren- und Edelmetallindustrie (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.267 €2. Ausbildungsjahr: 1.338 €3. Ausbildungsjahr: 1.443 €Quelle:IG Metall, Stand April 2025Im Bereich Handwerk liegen derzeit keine tarifvertraglichen Vereinbarungen vor.Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Uhrmacher/Uhrmacherin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Uhrmacher/Uhrmacherin in Deutschland?

Was macht man in diesem Beruf?Uhrmacher/innen, die in Handwerksbetrieben tätig sind, prüfen, reparieren und warten mechanische und elektronische Klein- und Großuhren. Außerdem stellen sie Zeitmessgeräte aller Art her. Um Schäden am Uhrwerk feststellen und reparieren zu können, zerlegen sie Klein- und Großuhren, beheben den Fehler, setzen die Uhren wieder zusammen und justieren sie. Einzelteile wie Gehäuse, Uhrzeiger oder Pendel fertigen sie bei älteren Uhren manchmal selbst an, häufig verwenden sie auch industriell vorgefertigte Baugruppen. Darüber hinaus restaurieren sie alte Uhren und setzen Schmuckstücke wieder instand. Ihre Kunden bedienen und beraten sie im Laden oder in der Werkstatt.In der Industrie werden Uhren maschinell sowie in Serie hergestellt. Hier fertigen Uhrmacher/innen Einzelteile für Klein- und Großuhren an, programmieren und bedienen CNC-Maschinen und überwachen die Produktion.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Uhrmacher/innen finden Beschäftigung in erster Liniein der handwerklichen oder industriellen Uhrenherstellungin Reparatur- und ServicewerkstättenArbeitsorte:Uhrmacher/innen arbeiten in erster Liniein Werkstättenin ProduktionshallenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Verkaufsräumen und in Büroräumen.Welcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [23.0%]23mittlerer Bildungsabschluss [28.0%]28Hochschulreife [48.0%]48Sonstige [1.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussAusbildungsbereich HandwerkAusbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)mittlerer Bildungsabschluss [38.0%]38Hochschulreife [54.0%]54Sonstige [8.0%]8Ausbildungsbereich Industrie und HandelWorauf kommt es an?Anforderungen:Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Montieren kleinster Bauteile, beim Fräsen, Feilen und Schleifen von Bauteilen)Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis (z.B. beim Bearbeiten von Werkstücken durch manuelles und maschinelles Spanen, bei Wartungs- und Reparaturarbeiten)Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Ausführen von Präzisionsarbeiten, beim Umgang mit teuren oder historischen Uhren)Kundenorientierung und Sinn für Ästhetik (z.B. bei der Kundenberatung)Schulfächer: Werken/Technik (z.B. um Bohr-, Dreh- oder Fräsmaschinen zu bedienen)Physik (z.B. um die Funktionsweisen von Zeitmessgeräten zu verstehen)Mathematik (z.B. um Funktionsstörungen zu berechnen)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.267 € (Industrie)2. Ausbildungsjahr: 1.338 € (Industrie)3. Ausbildungsjahr: 1.443 € (Industrie)

Ist Uhrmacher/Uhrmacherin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Uhrmacher/Uhrmacherin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.

Wie kann ich in Deutschland als Uhrmacher/Uhrmacherin qualifiziert werden?

In Deutschland folgt "Uhrmacher/Uhrmacherin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.

Wo arbeiten Uhrmacher/Uhrmacherin in Deutschland typischerweise?

Uhrmacher/innen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe des Uhrmacherhandwerks): WerkstättenBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit: für die Länder Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland in Würzburg (Bayern):Franz-Oberthür-Schule Städtisches Berufsbildungszentrum für die Länder Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein in Hamburg (Hamburg):Berufliche Schule Farmsen Medien Technik (BS 19)für die Länder Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Freital (Sachsen):Uhrmacherschule GlashütteQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Uhrmacher/Uhrmacherin in Deutschland?

Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.

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