Technischer Umweltfachwirt/Technische Umweltfachwirtin
Fachwirt/in - Umweltschutz
Was ist Technischer Umweltfachwirt/Technische Umweltfachwirtin?
Steckbrief
Berufstyp: Weiterbildungsberuf: Fachwirt/in Weiterbildungsart: Weiterbildungsprüfung nach Regelungen der Industrie- und Handelskammern Teilnahme: an Vorbereitungslehrgängen nicht erforderlich Weiterbildungsdauer: Unterschiedlich, 3-16 Monate - je nach Bildungsangebot und Unterrichtszeit (Vollzeit/Teilzeit)
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Mathematik, Naturwissenschaften →Der Beruf Technischer Umweltfachwirt/Technische Umweltfachwirtin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Mathematik, Naturwissenschaften:
- Biodiversity Sciences
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Bioinformatik
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Life Science Innovation
Master · Hochschule Albstadt-Sigmaringen
- Medizinische Physik
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Physik
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Polymer Materials Science
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Vorbereitungslehrgänge auf die Prüfung finden z.B. an Bildungszentren von Industrie- und Handelskammern und anderen Bildungseinrichtungen statt.Lernorte sindSchulungsräume
▶ Steckbrief
BerufstypWeiterbildungsberuf: Fachwirt/inWeiterbildungsartWeiterbildungsprüfung nach Regelungen der Industrie- und HandelskammernTeilnahme an Vorbereitungslehrgängen nicht erforderlichWeiterbildungsdauerUnterschiedlich, 3-16 Monate - je nach Bildungsangebot und Unterrichtszeit (Vollzeit/Teilzeit)Aufgaben und TätigkeitenUmweltschutzfachwirte und -fachwirtinnen setzen Abfall- und Gewässerschutzbestimmungen in einem Betrieb um. Sie bestimmen z.B. Gefahrgut und veranlassen dessen sachgerechte Entsorgung. Zudem führen sie in Unternehmen umweltfreundliche und günstige Produktionsmethoden ein und schlagen innovative Energietechniken vor. Sie beraten Kundschaft gezielt zu gesundheits- und umweltverträglichen Produkten, Fertigungsverfahren und Materialien. Als betriebliche Gewässerschutzbeauftragte, Abfallbeauftragte oder Gefahrgutbeauftragte übernehmen sie Aufgaben im Bereich der Selbstkontrolle, der für manche Betriebe gesetzlich vorgeschriebenen ist. Darüber hinaus führen sie Schulungen zum betrieblichen Umweltschutz für die Geschäftsleitung sowie Mitarbeitende durch.Arbeitsbereiche und -orteBeschäftigungsbetriebe:Umweltschutzfachwirte und -fachwirtinnen sind in Unternehmen in nahezu allen Wirtschaftsbereichen beschäftigt.Arbeitsorte:Umweltschutzfachwirte und -fachwirtinnen arbeiten meistin Büro- und Besprechungsräumenim Labor (z.B. zur Untersuchung von Gewässer-, Boden-, Abfallproben)bei Kunden/Kundinnen (in Betrieben, Werkstätten oder auf Baustellen)Sie arbeiten ggf. auchim Homeo...
▶ Weiterbildungsdauer
Unterschiedlich, je nach Bildungsangebot:Vollzeit: ca. 3 MonateTeilzeit: 16 Monate
▶ Weiterbildungskosten
Für den Besuch von Vorbereitungslehrgängen fallen Lehrgangsgebühren an, für die Prüfung selbst Prüfungsgebühren. Ggf. entstehen weitere Kosten, z.B. für Arbeitsmaterialien, Fahrten zur Weiterbildungsstätte oder für auswärtige Unterbringung.FörderungsmöglichkeitenVorbereitungslehrgänge auf die Fachwirtprüfung können gemäß Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz finanziell gefördert werden.Weitere Informationen: Aufstiegs-BAföG - Aufstieg mit FörderungFörderung besonders begabter junger Fachkräfte: Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) - Weiterbildungsstipendium
▶ Weiterbildungsinhalte
Wirtschaftsbezogene QualifikationenVolks- und BetriebswirtschaftRechnungswesenRecht und SteuernUnternehmensführungHandlungsspezifische QualifikationenUmweltmanagement, z.B. Verfahren zur Bewertung von Umweltaspekten, Erstellung von Umweltinformationen und UmweltberichtenGefahrstoffe, z.B. Einstufung und Kennzeichnung von Stoffen, Zubereitungen und AbfällenKreislauf- und Abfallwirtschaft, z.B. betriebsbezogene Umweltaspekte bei der Produktentwicklung Immissionsschutz, z.B. Energieeinsatz und -einsparung, Ermittlung und Bewertung von Emissionen und ImmissionenGewässerschutz, z.B. Einschätzung und Bewertung abwasserrelevanter Inhaltsstoffe, Verfahren zur Abwasserreduzierung
▶ Wichtige Vorkenntnisse
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Bereichen sind gute Voraussetzungen, um die Weiterbildungsprüfung erfolgreich zu bestehen:Wirtschaft/Recht: z.B. um Kunden/Kundinnen über Umweltrecht zu beratenMathematik: z.B. um Investitionskosten von Umweltschutzmaßnahmen zu kalkulieren
▶ Weiterbildungssituation
Die Weiterbildung besteht aus theoretischem Unterricht und ggf. Übungen.Je nach Bildungsanbieter sollte man sich auf folgende Bedingungen einstellen:Unterrichtszeitbei Vollzeitunterricht: ganztägiger Unterricht an mindestens vier Wochentagenbei Teilzeitunterricht: i.d.R. berufsbegleitende Weiterbildung am Wochenende oder am AbendLernformi.d.R. Präsenzveranstaltungen: Unterricht im Klassenverband an der Bildungseinrichtung (ggf. nicht am Wohnort)
▶ Weiterbildungsvergütung
Die Teilnahme an Vorbereitungslehrgängen wird nicht vergütet.
▶ Weiterbildungsalternativen
Folgende Weiterbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Umweltschutzfachwirt/in an:Bereich Umwelt- und NaturschutzStaatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Umweltschutztechnik (ohne Schwerpunkt)/Bachelor Professional in TechnikGemeinsamkeit:Fach- und Führungsaufgaben im Umweltmanagement und in Industriebetrieben wahrnehmenBereich Ver- und EntsorgungGeprüfter Meister/Geprüfte Meisterin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft und StädtereinigungGemeinsamkeit:Fach- und Führungsaufgaben in der Steuerung von umweltorientierten Tätigkeiten wahrnehmenBereich Schutz und SicherheitFachkraft für ArbeitssicherheitGemeinsamkeit:gesetzliche Bestimmungen in Umwelt- und Arbeitsschutz umsetzen und kontrollieren
▶ Entwicklung der Weiterbildung
1970er-Jahre:Entwicklung der Fachwirt-Weiterbildung unter der Federführung des Deutschen Industrie- und Handelstags (DIHT)1993:erstes Inkrafttreten einer Rechtsvorschrift für die IHK-Weiterbildungsprüfung2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung der Weiterbildungsabschlüsse "Geprüfte/r Berufsspezialist/in", "Bachelor Professional" und "Master Professional", um die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung zu betonen. Das Führen der Berufsbezeichnungen ist abhängig vom Erlass entsprechender neuer Fortbildungsregelungen.
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
AbschlussbezeichnungTechnischer Umweltfachwirt IHK/Technische Umweltfachwirtin IHK
▶ Die Weiterbildung im Überblick
Umweltschutzfachwirt bzw. Umweltschutzfachwirtin ist eine berufliche Weiterbildung. Die Prüfung ist nach Rechtsvorschriften der jeweiligen Industrie- und Handelskammern geregelt. Zugangsvoraussetzungen, Dauer der Weiterbildung und Abschlussbezeichnungen können je nach zuständiger Kammer unterschiedlich sein.Für die Zulassung zur Prüfung ist es nicht erforderlich, an einem Lehrgang teilzunehmen.
▶ Perspektiven nach der Weiterbildung
Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Weiterbildung arbeiten Umweltschutzfachwirte und -fachwirtinnen in Unternehmen nahezu aller Wirtschaftsbereiche.Die Beschäftigungsfähigkeit sichernDurch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Energiemanagement bis hin zu Umweltschutz.Beruflich weiterkommenMit ihrem Weiterbildungsabschluss können Umweltschutzfachwirte und -fachwirtinnen auch ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung Zugang zu einem Studium erhalten und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Umweltwissenschaft erwerben.Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. als Berater/in für Energie, Abfallentsorgung und Umweltschutz.
▶ Rechtliche Regelungen für die Weiterbildung
Zur PrüfungDie zuständigen Industrie- und Handelskammern erlassen Prüfungsvorschriften, z.B.:Besondere Rechtsvorschrift zum anerkannten Abschluss Technischer Umweltfachwirt IHK/Technische Umweltfachwirtin IHK vom 02.12.2009 (IHK Nordschwarzwald)Übersicht der zuständigen Industrie- und Handelskammern:Technischer Umweltfachwirt (IHK)/Technische Umweltfachwirtin (IHK), Regelungen der zuständigen Stellen für die berufliche FortbildungWeiteresRahmenplan für die Ausbildung der Ausbilder und Ausbilderinnen, Empfehlung des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung vom 25.06.2009 (geänderte Fassung vom 20.06.2023)Ausbilder-Eignungsverordnung vom 21.01.2009 (BGBl. I S. 88)
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Weiterbildung
Voraussetzung für die Zulassung zur Weiterbildungsprüfung ist i.d.R.:eine Abschlussprüfung in einem anerkannten umweltschutzrelevanten, kaufmännischen oder gewerblich-technischen Ausbildungsberuf und entsprechende Berufspraxisodereine mindestens 5-jährige Berufspraxis
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Technischer Umweltfachwirt/Technische Umweltfachwirtin
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Technischer Umweltfachwirt/Technische Umweltfachwirtin in Deutschland? ▼
Aufgaben und TätigkeitenUmweltschutzfachwirte und -fachwirtinnen setzen Abfall- und Gewässerschutzbestimmungen in einem Betrieb um. Sie bestimmen z.B. Gefahrgut und veranlassen dessen sachgerechte Entsorgung. Zudem führen sie in Unternehmen umweltfreundliche und günstige Produktionsmethoden ein und schlagen innovative Energietechniken vor. Sie beraten Kundschaft gezielt zu gesundheits- und umweltverträglichen Produkten, Fertigungsverfahren und Materialien. Als betriebliche Gewässerschutzbeauftragte, Abfallbeauftragte oder Gefahrgutbeauftragte übernehmen sie Aufgaben im Bereich der Selbstkontrolle, der für manche Betriebe gesetzlich vorgeschriebenen ist. Darüber hinaus führen sie Schulungen zum betrieblichen Umweltschutz für die Geschäftsleitung sowie Mitarbeitende durch.Arbeitsbereiche und -orteBeschäftigungsbetriebe:Umweltschutzfachwirte und -fachwirtinnen sind in Unternehmen in nahezu allen Wirtschaftsbereichen beschäftigt.Arbeitsorte:Umweltschutzfachwirte und -fachwirtinnen arbeiten meistin Büro- und Besprechungsräumenim Labor (z.B. zur Untersuchung von Gewässer-, Boden-, Abfallproben)bei Kunden/Kundinnen (in Betrieben, Werkstätten oder auf Baustellen)Sie arbeiten ggf. auchim Homeoffice bzw. mobilVoraussetzungenVoraussetzung für die Zulassung zur Weiterbildungsprüfung ist i.d.R.:eine Abschlussprüfung in einem anerkannten umweltschutzrelevanten, kaufmännischen oder gewerblich-technischen Ausbildungsberuf und entsprechende Berufspraxis odereine mindestens 5-jährige BerufspraxisInhalte der WeiterbildungDie Inhalte können je nach Bildungsangebot variieren.Wirtschaftsbezogene QualifikationenVolks- und BetriebswirtschaftRechnungswesenRecht und SteuernUnternehmensführungHandlungsspezifische QualifikationenUmweltmanagement, z.B. Verfahren zur Bewertung von Umweltaspekten, Erstellung von Umweltinformationen und UmweltberichtenGefahrstoffe, z.B. Einstufung und Kennzeichnung von Stoffen, Zubereitungen und AbfällenKreislauf- und Abfallwirtschaft, z.B. betriebsbezogene Umweltaspekte bei der Produktentwicklung Immissionsschutz, z.B. Energieeinsatz und -einsparung, Ermittlung und Bewertung von Emissionen und ImmissionenGewässerschutz, z.B. Einschätzung und Bewertung abwasserrelevanter Inhaltsstoffe, Verfahren zur Abwasserreduzierung
Ist Technischer Umweltfachwirt/Technische Umweltfachwirtin eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Technischer Umweltfachwirt/Technische Umweltfachwirtin" einer Weiterbildung — fortgeschrittene Spezialisierung, die auf einer bestehenden Ausbildung oder einem Abschluss aufbaut (z. B. Meister, Fachwirt, zertifizierter Kurs).
Wie kann ich in Deutschland als Technischer Umweltfachwirt/Technische Umweltfachwirtin qualifiziert werden? ▼
Voraussetzung für die Zulassung zur Weiterbildungsprüfung ist i.d.R.:eine Abschlussprüfung in einem anerkannten umweltschutzrelevanten, kaufmännischen oder gewerblich-technischen Ausbildungsberuf und entsprechende Berufspraxisodereine mindestens 5-jährige Berufspraxis
Wo arbeiten Technischer Umweltfachwirt/Technische Umweltfachwirtin in Deutschland typischerweise? ▼
Vorbereitungslehrgänge auf die Prüfung finden z.B. an Bildungszentren von Industrie- und Handelskammern und anderen Bildungseinrichtungen statt.Lernorte sindSchulungsräume
Wie hoch ist das typische Gehalt für Technischer Umweltfachwirt/Technische Umweltfachwirtin in Deutschland? ▼
Die Teilnahme an Vorbereitungslehrgängen wird nicht vergütet.