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Strahlenschutzfachkraft

Weiterbildung Mathematik, Naturwissenschaften KldB B 42333

Was ist Strahlenschutzfachkraft?

Aufgaben und TätigkeitenStrahlenschutzfachkräfte stellen sicher, dass Unternehmen und Einrichtungen die gesetzlichen Vorschriften einhalten, die für den Umgang mit radioaktiven Stoffen oder ionisierender Strahlung wie z.B. Röntgenstrahlung gelten. Sie führen u.a. Dosisleistungs-, Kontaminations- oder nuklidspezifische Messungen durch, werten die Ergebnisse aus und dokumentieren sie. Außerdem übernehmen sie das Abfallmanagement und deklarieren Reststoffe und radioaktive Abfälle. Sie berechnen Abschirmungen für radioaktive Strahlung und planen Maßnahmen, die einen unkontrollierten Austritt radioaktiver Stoffe verhindern. Sie greifen im Notfall sofort ein und leiten z.B. bei einer erhöhten Strahlenbelastung den Störungseinsatz. Darüber hinaus begleiten und überwachen sie Transporte radioaktiver Stoffe oder wirken bei der Stilllegung radioaktiver Anlagen mit.Arbeitsbereiche und -orteBeschäftigungsbetriebe:Strahlenschutzfachkräfte sind beschäftigtin Unternehmen mit kerntechnischen Anlagen (z.B. Atomkraftwerke, kerntechnische Forschungseinrichtungen)bei Herstellerfirmen für nukleartechnischen Anlagenbauin spezialisierten EntsorgungsbetriebenArbeitsorte:Strahlenschutzfachkräfte arbeiten meistin den Räumlichkeiten von kerntechnischen Anlagen (z.B. in Untersuchungs- und Laborräumen)auf Deponien für radioaktive Abfälleim Freien (z.B. bei Wasseruntersuchungen)Sie arbeiten ggf. auchin Schulungs- und BeratungsräumenVoraussetzungenVoraussetzung für die Zulassung zur Weiterbildungsprüfung ist i.d.R.:eine abgeschlossene Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf und mind. eine 2-jährige Berufspraxis, davon mind. 1 Jahr im Bereich Strahlenschutz in kerntechnischen Anlagenodermind. 5-jährige Berufspraxis, davon mind. 1 Jahr als einschlägige Tätigkeit im Strahlenschutz in kerntechnischen Anlagen Inhalte der WeiterbildungDie Inhalte können je nach Bildungsangebot variieren.mathematische und naturwissenschaftliche Grundlagen des praktischen StrahlenschutzesKerntechnikStrahlenschutzbestimmungenMesstechnikGrundlagen des praktischen StrahlenschutzesArbeitssicherheitpraktischer Strahlenschutz

Steckbrief

Berufstyp: Weiterbildungsberuf Weiterbildungsart: Weiterbildung nach Regelungen der Industrie- und Handelskammern Teilnahme: an Vorbereitungslehrgängen nicht erforderlich Weiterbildungsdauer: Ca. 6 Monate (Teilzeit)

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Mathematik, Naturwissenschaften →

Der Beruf Strahlenschutzfachkraft in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Mathematik, Naturwissenschaften:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Vorbereitungslehrgänge auf die Prüfung finden an Bildungseinrichtungen der Industrie- und Handelskammern und sonstigen Bildungseinrichtungen statt.Lernorte sindbei Präsenzveranstaltungen: Schulungsräumebei Fernunterricht: zu Hause, ggf. Schulungsräume bei Präsenzphasen

Steckbrief

BerufstypWeiterbildungsberufWeiterbildungsartWeiterbildung nach Regelungen der Industrie- und HandelskammernTeilnahme an Vorbereitungslehrgängen nicht erforderlichWeiterbildungsdauerCa. 6 Monate (Teilzeit)Aufgaben und TätigkeitenStrahlenschutzfachkräfte stellen sicher, dass Unternehmen und Einrichtungen die gesetzlichen Vorschriften einhalten, die für den Umgang mit radioaktiven Stoffen oder ionisierender Strahlung wie z.B. Röntgenstrahlung gelten. Sie führen u.a. Dosisleistungs-, Kontaminations- oder nuklidspezifische Messungen durch, werten die Ergebnisse aus und dokumentieren sie. Außerdem übernehmen sie das Abfallmanagement und deklarieren Reststoffe und radioaktive Abfälle. Sie berechnen Abschirmungen für radioaktive Strahlung und planen Maßnahmen, die einen unkontrollierten Austritt radioaktiver Stoffe verhindern. Sie greifen im Notfall sofort ein und leiten z.B. bei einer erhöhten Strahlenbelastung den Störungseinsatz. Darüber hinaus begleiten und überwachen sie Transporte radioaktiver Stoffe oder wirken bei der Stilllegung radioaktiver Anlagen mit.Arbeitsbereiche und -orteBeschäftigungsbetriebe:Strahlenschutzfachkräfte sind beschäftigtin Unternehmen mit kerntechnischen Anlagen (z.B. Atomkraftwerke, kerntechnische Forschungseinrichtungen)bei Herstellerfirmen für nukleartechnischen Anlagenbauin spezialisierten EntsorgungsbetriebenArbeitsorte:Strahlenschutzfachkräfte arbeiten meistin den Räumlichkeiten von kerntechnischen Anlagen (z.B. in Untersuchungs- und Laborräumen)a...

Weiterbildungsdauer

Teilzeit: ca. 6 Monate

Weiterbildungskosten

Für den Besuch von Vorbereitungslehrgängen fallen in der Regel Lehrgangsgebühren an, für die Prüfung selbst in der Regel Prüfungsgebühren. Ggf. entstehen weitere Kosten, z.B. für Arbeitsmaterialien, Fahrten zur Weiterbildungsstätte oder für auswärtige Unterbringung.FörderungsmöglichkeitenFörderung besonders begabter junger Fachkräfte: Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) - Weiterbildungsstipendium

Weiterbildungsinhalte

mathematische und naturwissenschaftliche Grundlagen des praktischen StrahlenschutzesKerntechnikStrahlenschutzbestimmungenMesstechnikGrundlagen des praktischen StrahlenschutzesArbeitssicherheitpraktischer Strahlenschutz

Wichtige Vorkenntnisse

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Bereichen sind gute Voraussetzungen, um die Weiterbildungsprüfung erfolgreich zu bestehen:Chemie/Physik/Mathematik: z.B. um radioaktive Strahlung und deren Reaktionen zu analysierenMesstechnik: z.B. um Strahlungsmessungen durchzuführen und auszuwertenStrahlenschutzbestimmungen: z.B. um die gesetzlichen Vorschriften des Strahlenschutzes zu berücksichtigen

Weiterbildungssituation

Die Weiterbildung besteht aus theoretischem Unterricht und ggf. Übungen.Je nach Bildungsanbieter sollte man sich auf folgende Bedingungen einstellen:Unterrichtszeitbei Vollzeitunterricht: ganztägiger Unterricht an mindestens vier Wochentagenbei Teilzeitunterricht: i.d.R. berufsbegleitende Weiterbildung am Wochenende oder am AbendLernformbei Präsenzveranstaltungen: Unterricht im Klassenverband an der Bildungseinrichtung (ggf. nicht am Wohnort)bei Fernunterricht: individuelle Bearbeitung des Lernstoffs von zu Hause aus (hohe Anforderungen an Selbstdisziplin und Arbeitsorganisation); ggf. zusätzlich Präsenzphasen an der Bildungseinrichtung

Weiterbildung im Ausland

Für eine Weiterbildung im Ausland gibt es z.B. folgende Möglichkeit:SchweizWeiterbildungsangebote: wab - Die Weiterbildungsdatenbank der Schweiz(z.B. mit dem Suchbegriff "Strahlenschutz")Dokumentation beruflicher AuslandserfahrungenDer Europass bietet die Möglichkeit, im Ausland absolvierte Lernaufenthalte zu dokumentieren.Weitere Informationen zum Europass

Weiterbildungsvergütung

Die Teilnahme an einer Weiterbildung wird nicht vergütet.

Weiterbildungsalternativen

Folgende Weiterbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Strahlenschutzfachkraft an:Bereich Umwelt- und NaturschutzStaatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Maschinentechnik Schwerpunkt Verfahrens- und Umwelttechnik/Bachelor Professional in TechnikStaatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Umweltschutztechnik Schwerpunkt Verfahrenstechnik/Bachelor Professional in TechnikGemeinsamkeit:Fach- und Führungsaufgaben bei chemischen Messverfahren im Umwelt- und Strahlenschutz übernehmenBereich LaborStaatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Physiktechnik/Bachelor Professional in TechnikGemeinsamkeit:Fach- und Führungsaufgaben bei physikalischen Messverfahren im Umwelt- und Strahlenschutz übernehmen

Entwicklung der Weiterbildung

2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung der Weiterbildungsabschlüsse "Geprüfte/r Berufsspezialist/in", "Bachelor Professional" und "Master Professional", um die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung zu betonen. Das Führen der Berufsbezeichnungen ist abhängig vom Erlass entsprechender neuer Fortbildungsregelungen.

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

AbschlussbezeichnungStrahlenschutzfachkraft

Die Weiterbildung im Überblick

Strahlenschutzfachkraft ist eine berufliche Weiterbildung. Die Prüfung ist nach Rechtsvorschriften der jeweiligen Industrie- und Handelskammer geregelt.Zugangsvoraussetzungen, Dauer und Abschussbezeichnungen können je nach zuständiger Kammer unterschiedlich sein.Für die Zulassung zur Prüfung ist es nicht erforderlich, an einem Lehrgang teilzunehmen.

Perspektiven nach der Weiterbildung

Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Weiterbildung arbeiten Strahlenschutzfachkräfte z.B. in Unternehmen mit kerntechnischen Anlagen.Die Beschäftigungsfähigkeit sichernDurch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Strahlenschutz bis hin zu Umweltrecht.Beruflich weiterkommenAufbauend auf bereits vorhandenen Qualifikationen können speziell für Weiterbildungsabsolventen konzipierte Aufstiegsweiterbildungen das Kompetenzprofil erweitern und ergänzen. Naheliegend ist es, eine Weiterbildung als Techniker/in der Fachrichtung Physiktechnik zu absolvieren.Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Umwelttechnik erwerben.

Rechtliche Regelungen für die Weiterbildung

Zur PrüfungDie zuständigen Industrie- und Handelskammern erlassen Prüfungsvorschriften. Beispiel für die Regelung einer Industrie- und Handelskammer:Besondere Rechtsvorschriften für die Fortbildungsprüfung zur Strahlenschutzfachkraft vom 30.06.2011 (IHK Aachen)Übersicht der zuständigen Industrie- und Handelskammern:Strahlenschutzfachkraft, Regelungen der zuständigen Stellen für die berufliche Fortbildung

Zugangsvoraussetzungen für die Weiterbildung

Voraussetzung für die Zulassung zur Weiterbildungsprüfung ist i.d.R.:eine abgeschlossene Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf und mind. eine 2-jährige Berufspraxis, davon mind. 1 Jahr im Bereich Strahlenschutz in kerntechnischen Anlagenodermind. 5-jährige Berufspraxis, davon mind. 1 Jahr als einschlägige Tätigkeit im Strahlenschutz in kerntechnischen Anlagen

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Strahlenschutzfachkraft

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Strahlenschutzfachkraft in Deutschland?

Aufgaben und TätigkeitenStrahlenschutzfachkräfte stellen sicher, dass Unternehmen und Einrichtungen die gesetzlichen Vorschriften einhalten, die für den Umgang mit radioaktiven Stoffen oder ionisierender Strahlung wie z.B. Röntgenstrahlung gelten. Sie führen u.a. Dosisleistungs-, Kontaminations- oder nuklidspezifische Messungen durch, werten die Ergebnisse aus und dokumentieren sie. Außerdem übernehmen sie das Abfallmanagement und deklarieren Reststoffe und radioaktive Abfälle. Sie berechnen Abschirmungen für radioaktive Strahlung und planen Maßnahmen, die einen unkontrollierten Austritt radioaktiver Stoffe verhindern. Sie greifen im Notfall sofort ein und leiten z.B. bei einer erhöhten Strahlenbelastung den Störungseinsatz. Darüber hinaus begleiten und überwachen sie Transporte radioaktiver Stoffe oder wirken bei der Stilllegung radioaktiver Anlagen mit.Arbeitsbereiche und -orteBeschäftigungsbetriebe:Strahlenschutzfachkräfte sind beschäftigtin Unternehmen mit kerntechnischen Anlagen (z.B. Atomkraftwerke, kerntechnische Forschungseinrichtungen)bei Herstellerfirmen für nukleartechnischen Anlagenbauin spezialisierten EntsorgungsbetriebenArbeitsorte:Strahlenschutzfachkräfte arbeiten meistin den Räumlichkeiten von kerntechnischen Anlagen (z.B. in Untersuchungs- und Laborräumen)auf Deponien für radioaktive Abfälleim Freien (z.B. bei Wasseruntersuchungen)Sie arbeiten ggf. auchin Schulungs- und BeratungsräumenVoraussetzungenVoraussetzung für die Zulassung zur Weiterbildungsprüfung ist i.d.R.:eine abgeschlossene Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf und mind. eine 2-jährige Berufspraxis, davon mind. 1 Jahr im Bereich Strahlenschutz in kerntechnischen Anlagenodermind. 5-jährige Berufspraxis, davon mind. 1 Jahr als einschlägige Tätigkeit im Strahlenschutz in kerntechnischen Anlagen Inhalte der WeiterbildungDie Inhalte können je nach Bildungsangebot variieren.mathematische und naturwissenschaftliche Grundlagen des praktischen StrahlenschutzesKerntechnikStrahlenschutzbestimmungenMesstechnikGrundlagen des praktischen StrahlenschutzesArbeitssicherheitpraktischer Strahlenschutz

Ist Strahlenschutzfachkraft eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Strahlenschutzfachkraft" einer Weiterbildung — fortgeschrittene Spezialisierung, die auf einer bestehenden Ausbildung oder einem Abschluss aufbaut (z. B. Meister, Fachwirt, zertifizierter Kurs).

Wie kann ich in Deutschland als Strahlenschutzfachkraft qualifiziert werden?

Voraussetzung für die Zulassung zur Weiterbildungsprüfung ist i.d.R.:eine abgeschlossene Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf und mind. eine 2-jährige Berufspraxis, davon mind. 1 Jahr im Bereich Strahlenschutz in kerntechnischen Anlagenodermind. 5-jährige Berufspraxis, davon mind. 1 Jahr als einschlägige Tätigkeit im Strahlenschutz in kerntechnischen Anlagen

Wo arbeiten Strahlenschutzfachkraft in Deutschland typischerweise?

Vorbereitungslehrgänge auf die Prüfung finden an Bildungseinrichtungen der Industrie- und Handelskammern und sonstigen Bildungseinrichtungen statt.Lernorte sindbei Präsenzveranstaltungen: Schulungsräumebei Fernunterricht: zu Hause, ggf. Schulungsräume bei Präsenzphasen

Wie hoch ist das typische Gehalt für Strahlenschutzfachkraft in Deutschland?

Die Teilnahme an einer Weiterbildung wird nicht vergütet.

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