Sporttechnik (weiterführend)
Was ist Sporttechnik (weiterführend)?
Fachkräfte in diesem Bereich übernehmen ein breites Spektrum an Aufgaben, von der Forschung und Entwicklung neuer Sportmaterialien bis zur Verbesserung bestehender Ausrüstung (z. B. Skier, Fahrräder, Laufschuhe). Zu ihren Aufgaben gehören auch die Konstruktion von Sportanlagen wie Stadien und Trainingszentren, die Leistungsanalyse für Athleten und Qualitätskontrollprozesse für Produkte. Typische Arbeitsumfelder sind die Forschungsabteilungen von Sportgeräteherstellern
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Ingenieurwissenschaften →Der Beruf Sporttechnik (weiterführend) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften:
3D Printing
Bachelor · Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung
Acoustical Engineering
Master · Hochschule Mittweida
Additive Manufacturing
Master · Universität Paderborn
Additive Manufacturing - Materials, Development and Lightweight Construction
Bachelor · Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut
Advanced Computational Methods in Civil Engineering
Master · RWTH Aachen University
Advanced Hydraulic Engineering
Master · Hochschule Biberach
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Das Studium findet an Universitäten und Fachhochschulen statt.Lernorte sind an der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliotheken, Labors, Werkstättenzu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)
▶ Studiendauer
Regelstudiendauer: 2-4 Semester
▶ Studienkosten
Studienkosten Einschreib- und Verwaltungsgebühren sowie Semesterbeiträge (z.B. für das Studierendenwerk, die verfasste Studierendenschaft, Semesterticket)ggf. Studiengebühren Gebühren für "Langzeitstudierende", für ein Zweitstudium oder nach Verbrauch eines festgesetzten Studienguthabens Aufwendungen für Lernmittel und Studienbedarf, z.B. für Fachliteratur, Exkursionen Beiträge für eine studentische Krankenversicherung (i.d.R. bei Überschreiten der Altersgrenze von 25 Jahren oder bestimmter Einkommensgrenzen)FörderungsmöglichkeitenInformationen: Deutsches Studierendenwerk - FinanzierungsmöglichkeitenBundesgesetz über individuelle Förderung der Ausbildung (Bundesausbildungsförderungsgesetz - BAföG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 07.12.2010 (BGBl. I S. 1952), zuletzt geändert durch Artikel 11 Abs. 1 des Gesetzes vom 16.04.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 107)
▶ Studieninhalte
Pflichtmodule, z.B.:Anatomie/Physiologie Additive Fertigungsverfahren (3D-Druck)Anwendungsfelder der SportwissenschaftProduktentwicklungRechnerunterstütztes KonstruierenSport-BiomechanikSportstätten- und -geräteentwicklungSportwissenschaftliche Grundlagen und Sporttechnologie in der AnwendungTechnische MechanikWerkstoffe und ihre AnwendungenWahlpflichtmodule, z.B.:TrainingswissenschaftenSportökologieSportmanagementFügetechnik und LasermaterialbearbeitungVirtual Reality-ModellierungPraktische Studieninhalte:Je nach Hochschule Praktika, Praxismodule, Praxissemester (z.B. bei Sportgeräteherstellern)
▶ Studiensituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Lehrveranstaltungen: während des Semesters in den Hörsälen und Seminarräumen der Hochschule Vorlesungen und Seminare besuchen; ggf. zu Hause an Online-Lehrveranstaltungen teilnehmenBerufsbegleitendes Studium: unter der Woche tagsüber im Beruf tätig und in den Abendstunden oder am Wochenende an der Hochschule Praktische Übungen: z.B. im Labor Tests und Messungen bei der Entwicklung von Sportschuhen oder Sportgeräten durchführen Eigenständige Arbeit: Lehrveranstaltungen vor- und nachbereiten, in Bibliotheken recherchieren, Referate vorbereiten, Hausarbeiten anfertigen (auch in der vorlesungsfreien Zeit)Wissenschaftliche Forschung: Fertigkeiten im wissenschaftlichen Arbeiten vertiefen Organisation und Planung: das Studium eigenverantwortlich planen, vorgegebene Studienzeiten einhalten, Studien- und Prüfungsleistungen rechtzeitig erbringen (Selbstdisziplin und Organisationstalent erforderlich)Berufsvorbereitung: ggf. Praktika absolvieren (z.B. in Unternehmen der Sportgeräteherstellung bzw. Sporttechnologie), Berufseinstieg vorbereiten
▶ Studienalternativen
Folgende Studienfächer können Alternativen für das Studienfach Sporttechnik (weiterführend) sein:Bereich Sport und BewegungSportwissenschaft (weiterführend)Gemeinsamkeit:Konzepte zur Zertifizierung, Normierung und Überprüfung sporttechnischer Ausrüstungen und Geräte entwickelnBereich Medizin- und RehatechnikOrthopädie-, Rehatechnik (weiterführend)Gemeinsamkeiten:Trainings-, Therapie-, Diagnose- und Messgeräte entwickeln und an die individuellen Bedürfnisse des Kunden anpassenKundenbedürfnisse analysieren, geeignete Materialien auswählenBereich Entwicklung, Konstruktion und CADKonstruktionstechnik (weiterführend)Produktentwicklung (weiterführend)Gemeinsamkeit:Sportgeräte entwickeln und konstruieren bzw. bestehende Geräte optimieren
▶ Zugangsstudienfächer
Hochschulen setzen z.B. folgende Abschlüsse voraus:Sporttechnik (grundständig)Medizinische Technik (grundständig)Sportwissenschaft (grundständig)Ingenieurwissenschaft (grundständig)
▶ Zusatzqualifikationen
Zusatz- und Schlüsselqualifikationen erleichtern einen erfolgreichen Berufseinstieg. Folgende Themen kommen z.B. infrage:FremdsprachenArbeitsmethodikPräsentationstechnikenKommunikationAuch Wahlpflicht- und Wahlmodule bspw. zum Thema Virtual Reality-Modellierung oder Sportmanagement können Zusatzqualifikationen vermitteln.Praktika z.B. bei Sportgeräteherstellern bereiten gezielt auf das Berufsleben vor.Angebote zum Erwerb von Zusatz- und Schlüsselqualifikationen finden sich bei den Career Centern der Hochschulen (siehe Kontaktdaten der jeweiligen Hochschule):Hochschulen in Deutschland - Hochschulsuche des Hochschulkompass
▶ Das Studium im Überblick
Das weiterführende Studienfach Sporttechnik vertieft Kenntnisse aus dem grundständigen Studienfach und ggf. einer Berufstätigkeit, z.B. in Sport- und Ingenieurwissenschaft. Das Studium führt zu einem zweiten Hochschulabschluss.Sporttechnik gibt es auch als Teilzeit- oder Fernstudiengang.
▶ Studiengangsbezeichnungen
BeispieleHuman Technology in Sports and Medicine (Master)Sports Engineering (Master)Sports Technology (Master)Sport- und Gesundheitstechnologie (Master)
▶ Mögliche Tätigkeitsfelder
Für Masterabsolventen der Sporttechnik bieten sich unterschiedliche Tätigkeitsfelder in der freien Wirtschaft an, z.B. Verfahrens-, Produktentwicklung oder Qualitätssicherung, -management.Wer eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule anstrebt, muss i.d.R. promovieren. Eine Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft und Forschung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.
▶ Entwicklung des Studienfachs
Ab den 1990er-Jahren:zunehmend technisch optimierte Geräte aus High-Tech-Materialien statt traditioneller Sportgeräte und Ausrüstungsgegenstände aus Holz, Metall oder Kunststoffsteigender Bedarf an Fachkräften mit ingenieurwissenschaftlichen, bewegungswissenschaftlichen und sportmedizinischen Kenntnissen für die Entwicklung moderner Sporttechnikerhöhter Bedarf an technisch anspruchsvollen Mess- und Computersystemen, z.B. für die:LeistungsstanddiagnoseBewegungsaufzeichnungBewegungsanalyseAb 1993:Einführung des interdisziplinären Studiengangs Sportwissenschaften mit Schwerpunkt Informatik an der Technischen Universität Darmstadtspäter: Etablierung weiterer Studiengänge an der Schnittstelle von Sport- und Ingenieurwissenschaften1997:Begründung des interdisziplinären Studiengangs Sport und Technik an der Universität Magdeburg1999:Beginn des Bologna-Prozesses: Reform der europäischen Hochschullandschaft u.a. mit folgenden Zielen:Schaffung eines einheitlichen europäischen HochschulraumsHarmonisierung von Studiengängen und Studienabschlüssen: Einführung von Bachelor- und MasterstudiengängenVerbesserung der Mobilität von Studierenden und Lehrenden
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
AbschlussgradMaster of Science (M.Sc.)
▶ Vergütung während des Studiums
Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.
▶ Rechtliche Regelungen für das Studium
BundesebeneHochschulrahmengesetz (HRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 19.01.1999 (BGBl. I S. 18), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 15.11.2019 (BGBl. I S. 1622)Ländergemeinsame Strukturvorgaben gemäß § 9 Absatz 2 HRG für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen (Beschluss der KMK vom 10.10.2003 i.d.F. vom 04.02.2010)Qualifikationsrahmen für deutsche Hochschulabschlüsse (Im Zusammenwirken von Hochschulrektorenkonferenz, Kultusministerkonferenz und in Abstimmung mit Bundesministerium für Bildung und Forschung erarbeitet und von der Kultusministerkonferenz am 16.02.2017 beschlossen)LandesebeneHochschulgesetze in Verbindung mit Verwaltungsvorschriften, z.B. über die Akkreditierung von StudiengängenQualifikations- oder HochschulzugangsverordnungenHochschulebeneSatzung der Hochschule Studien- und Prüfungsordnungen für die Studiengänge im jeweiligen Studienfach
▶ Zugangsvoraussetzungen für das Studium
Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Sporttechnik vorausgesetzt.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls sind Englischkenntnisse nachzuweisen.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Sporttechnik (weiterführend)
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Sporttechnik (weiterführend) in Deutschland? ▼
In Deutschland ist der Bereich „Sportingenieurwesen (Weiterbildung)“ eine Ingenieurspezialisierung, die sich auf die Entwicklung, die Konstruktion, die Prüfung und die Optimierung von Sportgeräten, -anlagen und -systemen konzentriert. Dieser Beruf hat zum Ziel, die sportliche Leistung, Sicherheit und das Sporterlebnis zu steigern, indem er ingenieurwissenschaftliche Prinzipien mit Sportwissenschaft kombiniert.
Fachkräfte in diesem Bereich übernehmen ein breites Spektrum an Aufgaben, von der Forschung und Entwicklung neuer Sportmaterialien bis zur Verbesserung bestehender Ausrüstung (z. B. Skier, Fahrräder, Laufschuhe). Zu ihren Aufgaben gehören auch die Konstruktion von Sportanlagen wie Stadien und Trainingszentren, die Leistungsanalyse für Athleten und Qualitätskontrollprozesse für Produkte. Typische Arbeitsumfelder sind die Forschungsabteilungen von Sportgeräteherstellern
Ist Sporttechnik (weiterführend) eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Sporttechnik (weiterführend)" einer Weiterbildung — fortgeschrittene Spezialisierung, die auf einer bestehenden Ausbildung oder einem Abschluss aufbaut (z. B. Meister, Fachwirt, zertifizierter Kurs).
Wie kann ich in Deutschland als Sporttechnik (weiterführend) qualifiziert werden? ▼
Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Sporttechnik vorausgesetzt.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls sind Englischkenntnisse nachzuweisen.
Wo arbeiten Sporttechnik (weiterführend) in Deutschland typischerweise? ▼
Das Studium findet an Universitäten und Fachhochschulen statt.Lernorte sind an der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliotheken, Labors, Werkstättenzu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)
Wie hoch ist das typische Gehalt für Sporttechnik (weiterführend) in Deutschland? ▼
Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.