Rohstoffingenieurwesen (weiterführend)
Was ist Rohstoffingenieurwesen (weiterführend)?
Um diesen Beruf in Deutschland auszuüben, benötigt man in der Regel einen Bachelorabschluss in einer verwandten Ingenieurdisziplin (z.B. Bergbauingenieurwesen, Materialwissenschaften, Geologisches Ingenieurwesen), gefolgt von einem Masterstudiengang im "Rohstoffingenieurwesen" oder einem ähnlichen Fachbereich. Diese weiterführende Ausbildung bietet eine vertiefte Spezialisierung und einen forschungsorientierten Lernprozess, der auf dem grundständigen Studium aufbaut. Für türkische Studierende, die in diesem Bereich in Deutschland studieren möchten, ist die Anerkennung (Denklik) ihres Bachelorabschlusses aus der Türkei in Deutschland von großer Bedeutung. Darüber hinaus sind für die meisten Masterstudiengänge fortgeschrittene Deutschkenntnisse (üblicherweise Niveau C1) oder, für einige internationale Programme, gute Englischkenntnisse erforderlich. Angesichts Deutschlands führender Position im Rohstoffmanagement und in der Nachhaltigkeit besteht eine hohe Nachfrage nach Fachingenieuren in diesem Bereich, und Absolventen stehen vielfältige Karrieremöglichkeiten offen.
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Ingenieurwissenschaften →Der Beruf Rohstoffingenieurwesen (weiterführend) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften:
3D Printing
Bachelor · Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung
Acoustical Engineering
Master · Hochschule Mittweida
Additive Manufacturing
Master · Universität Paderborn
Additive Manufacturing - Materials, Development and Lightweight Construction
Bachelor · Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut
Advanced Computational Methods in Civil Engineering
Master · RWTH Aachen University
Advanced Hydraulic Engineering
Master · Hochschule Biberach
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Das Studium findet an Universitäten und Fachhochschulen statt.Lernorte sind an der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliotheken, Labors, Fachräumezu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)
▶ Studiendauer
Regelstudiendauer: 2-4 Semester
▶ Studienkosten
Studienkosten Einschreib- und Verwaltungsgebühren sowie Semesterbeiträge (z.B. für das Studierendenwerk, die verfasste Studierendenschaft, Semesterticket)ggf. Studiengebühren Gebühren für "Langzeitstudierende", für ein Zweitstudium oder nach Verbrauch eines festgesetzten Studienguthabens Aufwendungen für Lernmittel und Studienbedarf, z.B. für Fachliteratur, Exkursionen Beiträge für eine studentische Krankenversicherung (i.d.R. bei Überschreiten der Altersgrenze von 25 Jahren oder bestimmter Einkommensgrenzen)FörderungsmöglichkeitenInformationen: Deutsches Studierendenwerk - FinanzierungsmöglichkeitenBundesgesetz über individuelle Förderung der Ausbildung (Bundesausbildungsförderungsgesetz - BAföG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 07.12.2010 (BGBl. I S. 1952), zuletzt geändert durch Artikel 11 Abs. 1 des Gesetzes vom 16.04.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 107)
▶ Studieninhalte
Module, z.B.:Chemische VerfahrenstechnikControlling, Leadership and Corporate GovernanceElective Module Process EngineeringGeomaticsHandhabung disperser SystemeHealth and Safety, Environmental AspectsInternet of Things und Digitalisierung für die KreislaufwirtschaftMineral Resources Mining-Induced Ground MovementsThermische TrennverfahrenPraktische Studieninhalte:Je nach Hochschule Praktika, Praxismodule, Praxissemester (z.B. in Bergbaubetrieben)
▶ Studiensituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Lehrveranstaltungen: während des Semesters in den Hörsälen und Seminarräumen der Hochschule Vorlesungen und Seminare besuchen; ggf. zu Hause an Online-Lehrveranstaltungen teilnehmenPraktische Übungen: z.B. rohstoffgeologische GeländeübungenEigenständige Arbeit: Lehrveranstaltungen vor- und nachbereiten, in Bibliotheken recherchieren, Referate vorbereiten, Hausarbeiten anfertigen (auch in der vorlesungsfreien Zeit)Wissenschaftliche Forschung: Fertigkeiten im wissenschaftlichen Arbeiten vertiefenOrganisation und Planung: das Studium eigenverantwortlich planen, vorgegebene Studienzeiten einhalten, Studien- und Prüfungsleistungen rechtzeitig erbringen (Selbstdisziplin und Organisationstalent erforderlich)Berufsvorbereitung: ggf. Praktika absolvieren (z.B. bei einem Bergwerksunternehmen), Berufseinstieg vorbereiten
▶ Studium im Ausland
Studierende können Teile des Studiums im Ausland durchlaufen, z.B.:Verschiedene LänderMasterstudiengang "Petroleum Engineering" Hochschulen: Technische Universität Clausthal und Partnerhochschulen, z.B. in Ägypten, China oder Russland Abschluss: Master of Science (M.Sc.)Weitere Informationen: Technische Universität Clausthal - Masterstudiengang Petroleum Engineering
▶ Studienalternativen
Folgende Studienfächer können Alternativen für das Studienfach Rohstoffingenieurwesen (weiterführend) sein:Bereich EnergietechnikEnergie-, Ressourcenmanagement (weiterführend)Energietechnik (weiterführend)Erneuerbare Energien (weiterführend)Gemeinsamkeit:technische Berechnungen durchführen; Kenntnisse zur Einschätzung von Umweltrisiken erwerbenBereich GeowissenschaftenGeophysik (weiterführend)Geotechnologie (weiterführend)Geowissenschaften (weiterführend)Gemeinsamkeiten:geowissenschaftliche Kenntnisse und Kenntnisse zur Einschätzung von Umweltrisiken erwerbenMaßnahmen zur Umweltsicherheit planen und organisieren
▶ Zugangsstudienfächer
Hochschulen setzen z.B. folgende Abschlüsse voraus:Rohstoffingenieurwesen (grundständig)Ingenieurwissenschaft (grundständig)
▶ Zusatzqualifikationen
Zusatz- und Schlüsselqualifikationen erleichtern einen erfolgreichen Berufseinstieg. Infrage kommen z.B. die Themen Projekt- und Kostenmanagement. Auch Wahlpflichtmodule wie zum Thema Bergbau und Umwelt können Zusatzqualifikationen vermitteln. Praktika z.B. bei einem Bergwerksunternehmen bereiten gezielt auf das Berufsleben vor.Angebote zum Erwerb von Zusatz- und Schlüsselqualifikationen finden sich bei den Career Centern der Hochschulen (siehe Kontaktdaten der jeweiligen Hochschule):Hochschulen in Deutschland - Hochschulsuche des Hochschulkompass
▶ Das Studium im Überblick
Das weiterführende Studienfach vertieft Kenntnisse aus dem grundständigen Studienfach und ggf. einer Berufstätigkeit. Meist spezialisieren sich Studierende auf bestimmte Themen. Das kann z.B. die Gewinnung mineralischer Rohstoffe sein. Daneben gibt es Masterstudiengänge, die ein breites Spektrum des Rohstoffingenieurwesens abdecken.Das Studium führt zu einem zweiten Hochschulabschluss.
▶ Studiengangsbezeichnungen
BeispieleMineral Resource and Process Engineering (Master)Mining Engineering (Master)Petroleum Engineering (Master)
▶ Mögliche Tätigkeitsfelder
Für Masterabsolventen des Rohstoffingenieurwesens bieten sich unterschiedliche Tätigkeitsfelder in der freien Wirtschaft an, z.B. Rohstoffgewinnung, Verfahrens-, Produktentwicklung oder Gutachter-, Sachverständigentätigkeit.Wer eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule anstrebt, muss i.d.R. promovieren. Eine Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft und Forschung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.
▶ Entwicklung des Studienfachs
18. Jahrhundert:Gründung der ersten Bergbauakademien zur Ausbildung von Fachleuten für Bergbau und Eisenverhüttung19. Jahrhundert: wachsender Bedarf an qualifizierten Fachkräften für die Exploration, Förderung und die Aufbereitung von Rohstoffen infolge der IndustrialisierungEinführung erster montanwissenschaftlicher StudiengängeAb 1950: Entwicklung neuer Baumaterialien, alternativer Energieformen und ressourcenschonender Bau- bzw. Produktionsverfahren wegen Rohstoffknappheitmontanwissenschaftliche Studienfächer, z.B. Rohstoffingenieurwesen, werden seltener1999:Beginn des Bologna-Prozesses: Reform der europäischen Hochschullandschaft u.a. mit folgenden Zielen:Schaffung eines einheitlichen europäischen HochschulraumsHarmonisierung von Studiengängen und Studienabschlüssen: Einführung von Bachelor- und MasterstudiengängenVerbesserung der Mobilität von Studierenden und Lehrenden
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
AbschlussgradMaster of Science (M.Sc.)
▶ Vergütung während des Studiums
Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.
▶ Rechtliche Regelungen für das Studium
BundesebeneHochschulrahmengesetz (HRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 19.01.1999 (BGBl. I S. 18), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 15.11.2019 (BGBl. I S. 1622)Ländergemeinsame Strukturvorgaben gemäß § 9 Absatz 2 HRG für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen (Beschluss der KMK vom 10.10.2003 i.d.F. vom 04.02.2010)Qualifikationsrahmen für deutsche Hochschulabschlüsse (Im Zusammenwirken von Hochschulrektorenkonferenz, Kultusministerkonferenz und in Abstimmung mit Bundesministerium für Bildung und Forschung erarbeitet und von der Kultusministerkonferenz am 16.02.2017 beschlossen)LandesebeneHochschulgesetze in Verbindung mit Verwaltungsvorschriften, z.B. über die Akkreditierung von StudiengängenQualifikations- oder HochschulzugangsverordnungenHochschulebeneSatzung der Hochschule Studien- und Prüfungsordnungen für die Studiengänge im jeweiligen Studienfach
▶ Zugangsvoraussetzungen für das Studium
Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Rohstoffingenieurwesen vorausgesetzt.Gegebenenfalls muss eine berufspraktische Tätigkeit nachgewiesen werden.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls sind Englischkenntnisse nachzuweisen.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Rohstoffingenieurwesen (weiterführend)
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Rohstoffingenieurwesen (weiterführend) in Deutschland? ▼
Rohstoffingenieurwesen (Weiterführende Ausbildung) in Deutschland ist ein entscheidendes Ingenieurfeld, das sich auf die nachhaltige Gewinnung, Verarbeitung, das Recycling und die effiziente Nutzung natürlicher Ressourcen konzentriert. Diese Spezialisierung zielt darauf ab, fortschrittliche Lösungen zu entwickeln, die den gesamten Lebenszyklus von Rohstoffen abdecken, insbesondere durch die Integration von Disziplinen wie Bergbau, Metallurgie, Mineralogie und Geologie. Rohstoffingenieure streben danach, sowohl Wirtschaftswachstum als auch Umweltschutz in Einklang zu bringen, indem sie innovative Ansätze für globale Herausforderungen wie Ressourcenverknappung und Umweltauswirkungen anbieten. Ihre Verantwortungsbereiche können die Entdeckung und Bewertung neuer Mineralvorkommen, die Optimierung bestehender Gewinnungsmethoden, die Entwicklung fortschrittlicher technologischer Prozesse zur Rückgewinnung wertvoller Ressourcen aus Abfallmaterialien, Umweltverträglichkeitsprüfungen und die Beratung bei internationalen Projekten umfassen. Arbeitsumgebungen sind typischerweise Forschungsinstitute, Universitäten, Bergbauunternehmen, Metallproduktionsstätten, Recyclingunternehmen oder öffentliche Einrichtungen. Fachleute in diesem Bereich nutzen oft moderne technologische Werkzeuge wie fortschrittliche Simulationssoftware, Laborausrüstung, geologische Forschungswerkzeuge und Datenanalysesysteme.
Um diesen Beruf in Deutschland auszuüben, benötigt man in der Regel einen Bachelorabschluss in einer verwandten Ingenieurdisziplin (z.B. Bergbauingenieurwesen, Materialwissenschaften, Geologisches Ingenieurwesen), gefolgt von einem Masterstudiengang im "Rohstoffingenieurwesen" oder einem ähnlichen Fachbereich. Diese weiterführende Ausbildung bietet eine vertiefte Spezialisierung und einen forschungsorientierten Lernprozess, der auf dem grundständigen Studium aufbaut. Für türkische Studierende, die in diesem Bereich in Deutschland studieren möchten, ist die Anerkennung (Denklik) ihres Bachelorabschlusses aus der Türkei in Deutschland von großer Bedeutung. Darüber hinaus sind für die meisten Masterstudiengänge fortgeschrittene Deutschkenntnisse (üblicherweise Niveau C1) oder, für einige internationale Programme, gute Englischkenntnisse erforderlich. Angesichts Deutschlands führender Position im Rohstoffmanagement und in der Nachhaltigkeit besteht eine hohe Nachfrage nach Fachingenieuren in diesem Bereich, und Absolventen stehen vielfältige Karrieremöglichkeiten offen.
Ist Rohstoffingenieurwesen (weiterführend) eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Rohstoffingenieurwesen (weiterführend)" einer Weiterbildung — fortgeschrittene Spezialisierung, die auf einer bestehenden Ausbildung oder einem Abschluss aufbaut (z. B. Meister, Fachwirt, zertifizierter Kurs).
Wie kann ich in Deutschland als Rohstoffingenieurwesen (weiterführend) qualifiziert werden? ▼
Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Rohstoffingenieurwesen vorausgesetzt.Gegebenenfalls muss eine berufspraktische Tätigkeit nachgewiesen werden.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls sind Englischkenntnisse nachzuweisen.
Wo arbeiten Rohstoffingenieurwesen (weiterführend) in Deutschland typischerweise? ▼
Das Studium findet an Universitäten und Fachhochschulen statt.Lernorte sind an der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliotheken, Labors, Fachräumezu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)
Wie hoch ist das typische Gehalt für Rohstoffingenieurwesen (weiterführend) in Deutschland? ▼
Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.