Regie (weiterführend)
Was ist Regie (weiterführend)?
Ihre Aufgabenbereiche können die Analyse von Drehbüchern, die Besetzung (Casting), die Leitung von Probenprozessen, die Zusammenarbeit mit technischen Teams (Licht, Ton, Bühnenbild) sowie die Budgetplanung umfassen. Dank ihrer Spezialisierung im Bereich „Sprache & Kultur“ spielen sie eine Schlüsselrolle in mehrsprachigen oder kulturell sensiblen Produktionen, indem sie die Nuancen einer bestimmten Sprache oder Kultur in die Werke einfließen lassen. Ihre Arbeitsumgebungen sind in der Regel Theaterbühnen, Filmsets, Studios, Produktionsbüros oder Veranstaltungsorte für kulturelle Events. Zu den von ihnen verwendeten Werkzeugen gehören Drehbücher, Storyboards, Kamera- und Tontechnik, Schnittsoftware und Kommunikationsplattformen.
Um diesen Beruf in Deutschland zu ergreifen, ist in der Regel nach einem Hochschulstudium (Studium) oder einer Berufsausbildung (Ausbildung) in einem relevanten Bereich der Abschluss von „Weiterbildung (fortgeschrittene Ausbildung/Spezialisierung)“-Programmen erforderlich. Kunstakademien, Filmhochschulen oder Abteilungen für Theater, Film, Medien oder Kulturwissenschaften an Universitäten
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Sprach- und Kulturwissenschaften →Der Beruf Regie (weiterführend) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Sprach- und Kulturwissenschaften:
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Das Studium findet an Kunst- und Musikhochschulen statt.Lernorte sind an der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliotheken, Bühnen, Studioszu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)
▶ Studiendauer
Regelstudiendauer: 2-4 Semester
▶ Studienkosten
Studienkosten Einschreib- und Verwaltungsgebühren sowie Semesterbeiträge (z.B. für das Studierendenwerk, die verfasste Studierendenschaft, Semesterticket)ggf. Studiengebühren Gebühren für "Langzeitstudierende", für ein Zweitstudium oder nach Verbrauch eines festgesetzten Studienguthabens Aufwendungen für Lernmittel und Studienbedarf, z.B. für Fachliteratur, Exkursionen Beiträge für eine studentische Krankenversicherung (i.d.R. bei Überschreiten der Altersgrenze von 25 Jahren oder bestimmter Einkommensgrenzen)FörderungsmöglichkeitenInformationen: Deutsches Studierendenwerk - FinanzierungsmöglichkeitenBundesgesetz über individuelle Förderung der Ausbildung (Bundesausbildungsförderungsgesetz - BAföG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 07.12.2010 (BGBl. I S. 1952), zuletzt geändert durch Artikel 11 Abs. 1 des Gesetzes vom 16.04.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 107)
▶ Studieninhalte
Module, z.B.:BeleuchtungDramaturgie SchauspielDramaturgie Musiktheater Gegenwärtige TheaterästhetikKonzeption RegiepraxisSprache (z.B. Italienisch, Wahlsprache Gesang)Stoff- und ProjektentwicklungTheorie Spielfilmregie/DokumentarfilmregieVideopraxis Zusammenspiel mit anderen Gewerken (z.B. Schauspiel, Drehbuch, Szenographie)Praktische Studieninhalte:Ggf. Praktika (z.B. bei Rundfunk- und Fernsehanstalten)
▶ Auswahlverfahren
Die Hochschulen führen ggf. Eignungsprüfungen oder Auswahlgespräche durch.
▶ Studiensituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Lehrveranstaltungen: während des Semesters in den Hörsälen und Seminarräumen der Hochschule Vorlesungen und Seminare besuchen; ggf. zu Hause an Online-Lehrveranstaltungen teilnehmen Praktische Übungen: z.B. in hochschuleigenen Fachräumen Inszenierungsprojekte erarbeiten Eigenständige Arbeit: Lehrveranstaltungen vor- und nachbereiten, in Bibliotheken recherchieren, Referate vorbereiten, Hausarbeiten anfertigen (auch in der vorlesungsfreien Zeit)Wissenschaftliche Forschung: Fertigkeiten im wissenschaftlichen Arbeiten vertiefen Organisation und Planung: das Studium eigenverantwortlich planen, vorgegebene Studienzeiten einhalten, Studien- und Prüfungsleistungen rechtzeitig erbringen (Selbstdisziplin und Organisationstalent erforderlich)Berufsvorbereitung: ggf. Praktika absolvieren, Berufseinstieg vorbereiten
▶ Studienalternativen
Folgende Studienfächer können Alternativen für das Studienfach Regie (weiterführend) sein:Bereich Kunst und KulturDramaturgie (weiterführend)Choreografie (weiterführend)Musiktheater, Musical (weiterführend)Tanz (weiterführend)Schauspiel (weiterführend)Theaterwissenschaft (weiterführend)Theaterpädagogik (weiterführend)Gemeinsamkeiten:Werke der darstellenden Kunst künstlerisch und organisatorisch realisierenggf. Werke in ihrer Entstehungs- und Wirkungsgeschichte erforschen und theaterpädagogisch aufbereitenBereich Film, Funk und FernsehenFilm-, Fernsehproduktion (weiterführend)Gemeinsamkeit:an der Produktion von Werken der darstellenden Kunst mitwirken
▶ Zugangsstudienfächer
Hochschulen setzen z.B. folgende Abschlüsse voraus:Regie (grundständig)Film-, Fernsehproduktion (grundständig)Film-, Fernsehkamera (grundständig)Dramaturgie (grundständig)
▶ Zusatzqualifikationen
Zusatz- und Schlüsselqualifikationen erleichtern einen erfolgreichen Berufseinstieg. Folgende Themen kommen z.B. infrage:BetriebswirtschaftInterkulturelle KompetenzRhetorikAuch Praktika, z.B. im Theater oder in Produktionsfirmen, bereiten gezielt auf das Berufsleben vor.Angebote zum Erwerb von Zusatz- und Schlüsselqualifikationen finden sich bei den Career Centern der Hochschulen (siehe Kontaktdaten der jeweiligen Hochschule):Hochschulen in Deutschland - Hochschulsuche des Hochschulkompass
▶ Das Studium im Überblick
Das weiterführende Studienfach vertieft Kenntnisse aus dem grundständigen Studienfach und ggf. einer Berufstätigkeit. Meist spezialisieren sich Studierende auf bestimmte Themen. Das können z.B. Animation, Musiktheater- oder Schauspielregie. sein. Daneben gibt es Masterstudiengänge, die ein breites Spektrum der Regie abdecken.Das Studium führt zu einem zweiten Hochschulabschluss.
▶ Studiengangsbezeichnungen
BeispieleAnimationsregie (Master)Musik/Theater/Regie (Master)Musikregie (Master)Musiktheaterregie (Master)Regie (Master)Regie - Musiktheater und Schauspiel (Master)
▶ Mögliche Tätigkeitsfelder
Für Masterabsolventen im Bereich Regie bieten sich unterschiedliche Tätigkeitsfelder in der freien Wirtschaft an, z.B. Theater-, Film- und Fernsehproduktion oder Kunst-, Kulturmanagement.Wer eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule anstrebt, muss i.d.R. promovieren. Eine Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft und Forschung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.
▶ Entwicklung des Studienfachs
Ende des 19. Jahrhunderts:Entwicklung der modernen Auffassung von TheaterregieUm 1900:Theater als Unterhaltungsform für ein immer breiteres Publikum; Entstehung der ersten Filme erhöhter Bedarf an qualifizierten Fachkräften für die Konzeption und Leitung von InszenierungenAb 1980:Etablierung erster eigenständiger Studiengänge1999:Beginn des Bologna-Prozesses: Reform der europäischen Hochschullandschaft u.a. mit folgenden Zielen:Schaffung eines einheitlichen europäischen HochschulraumsHarmonisierung von Studiengängen und Studienabschlüssen: Einführung von Bachelor- und MasterstudiengängenVerbesserung der Mobilität von Studierenden und Lehrenden
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
AbschlussgradeMaster of Arts (M.A.)Master of Fine Arts (M.FA.)Master of Music (M.Mus.)
▶ Vergütung während des Studiums
Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.
▶ Rechtliche Regelungen für das Studium
BundesebeneHochschulrahmengesetz (HRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 19.01.1999 (BGBl. I S. 18), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 15.11.2019 (BGBl. I S. 1622)Ländergemeinsame Strukturvorgaben gemäß § 9 Absatz 2 HRG für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen (Beschluss der KMK vom 10.10.2003 i.d.F. vom 04.02.2010)Qualifikationsrahmen für deutsche Hochschulabschlüsse (Im Zusammenwirken von Hochschulrektorenkonferenz, Kultusministerkonferenz und in Abstimmung mit Bundesministerium für Bildung und Forschung erarbeitet und von der Kultusministerkonferenz am 16.02.2017 beschlossen)LandesebeneHochschulgesetze in Verbindung mit Verwaltungsvorschriften, z.B. über die Akkreditierung von StudiengängenQualifikations- oder HochschulzugangsverordnungenHochschulebeneSatzung der Hochschule Studien- und Prüfungsordnungen für die Studiengänge im jeweiligen Studienfach
▶ Zugangsvoraussetzungen für das Studium
Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Regie vorausgesetzt.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls sind Vorpraktika nachzuweisen und künstlerische Arbeitsproben (z.B. Regiekonzepte) vorzulegen.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Regie (weiterführend)
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Regie (weiterführend) in Deutschland? ▼
Der Beruf Regie (fortgeschrittene Spezialisierung) definiert in Deutschland in der Regel Fachleute, die in Bereichen wie darstellende Künste, Film, Radio, Fernsehen oder kulturellen Projekten kreative und künstlerische Leitungsaufgaben übernehmen. Diese Spezialisten legen die künstlerische Vision eines Werkes oder Projekts fest, koordinieren alle kreativen Prozesse, insbesondere mit Fokus auf sprachliche und kulturelle Kontexte, und sind für die Qualität des Endprodukts verantwortlich.
Ihre Aufgabenbereiche können die Analyse von Drehbüchern, die Besetzung (Casting), die Leitung von Probenprozessen, die Zusammenarbeit mit technischen Teams (Licht, Ton, Bühnenbild) sowie die Budgetplanung umfassen. Dank ihrer Spezialisierung im Bereich „Sprache & Kultur“ spielen sie eine Schlüsselrolle in mehrsprachigen oder kulturell sensiblen Produktionen, indem sie die Nuancen einer bestimmten Sprache oder Kultur in die Werke einfließen lassen. Ihre Arbeitsumgebungen sind in der Regel Theaterbühnen, Filmsets, Studios, Produktionsbüros oder Veranstaltungsorte für kulturelle Events. Zu den von ihnen verwendeten Werkzeugen gehören Drehbücher, Storyboards, Kamera- und Tontechnik, Schnittsoftware und Kommunikationsplattformen.
Um diesen Beruf in Deutschland zu ergreifen, ist in der Regel nach einem Hochschulstudium (Studium) oder einer Berufsausbildung (Ausbildung) in einem relevanten Bereich der Abschluss von „Weiterbildung (fortgeschrittene Ausbildung/Spezialisierung)“-Programmen erforderlich. Kunstakademien, Filmhochschulen oder Abteilungen für Theater, Film, Medien oder Kulturwissenschaften an Universitäten
Ist Regie (weiterführend) eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Regie (weiterführend)" einer Weiterbildung — fortgeschrittene Spezialisierung, die auf einer bestehenden Ausbildung oder einem Abschluss aufbaut (z. B. Meister, Fachwirt, zertifizierter Kurs).
Wie kann ich in Deutschland als Regie (weiterführend) qualifiziert werden? ▼
Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Regie vorausgesetzt.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls sind Vorpraktika nachzuweisen und künstlerische Arbeitsproben (z.B. Regiekonzepte) vorzulegen.
Wo arbeiten Regie (weiterführend) in Deutschland typischerweise? ▼
Das Studium findet an Kunst- und Musikhochschulen statt.Lernorte sind an der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliotheken, Bühnen, Studioszu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)
Wie hoch ist das typische Gehalt für Regie (weiterführend) in Deutschland? ▼
Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.