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Produktionstechnik (weiterführend)

Weiterbildung Ingenieurwissenschaften KldB B 27304

Was ist Produktionstechnik (weiterführend)?

Das Fachgebiet Produktionstechnik (Spezialisierung) in Deutschland ist eine fortgeschrittene Ingenieurdisziplin, die sich auf die Konzeption, Planung, Implementierung und kontinuierliche Verbesserung von Produktionsprozessen konzentriert. Fachkräfte in diesem Bereich arbeiten daran, die Produktionssysteme von Unternehmen effizienter, wirtschaftlicher und nachhaltiger zu gestalten.

Diese Spezialisten haben ein breites Aufgabenspektrum, von der Optimierung von Produktionslinien und der Entwicklung von Qualitätskontrollsystemen bis hin zur Integration von Automatisierungslösungen und der Verbesserung des Lieferkettenmanagements. Sie sind typischerweise in verschiedenen Industriesektoren tätig, wie z. B. der Automobilindustrie, dem Maschinenbau, der Elektronik und der Luft- und Raumfahrt, in Produktionsstätten, Forschungs- und Entwicklungsabteilungen (F&E) oder Beratungsunternehmen. Ihre Arbeitsumgebungen umfassen sowohl bürobasierte Analyse- und Planungsprozesse als auch praktische Überwachungs- und Entwicklungsarbeiten in der Produktion. Bei der Ausübung ihrer Tätigkeiten nutzen sie moderne Technologien wie CAD/CAM-Software (computer-aided design/manufacturing), Simulationsprogramme, ERP-Systeme (Enterprise Resource Planning) und fortschrittliche Datenanalysetools.

Um diesen Beruf in Deutschland auszuüben, ist in der Regel ein Hochschulabschluss (Bachelor oder Diplom) in einem Ingenieurfach (z. B. Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen) erforderlich. Der Begriff „Weiterführend“ (further education/specialization) weist darauf hin, dass diejenigen, die sich in diesem Bereich spezialisieren möchten, typischerweise ein Masterstudium oder ein entsprechendes Weiterbildungsprogramm absolvieren müssen. Diese Programme vermitteln vertiefte Kenntnisse und Fähigkeiten in Bereichen wie Produktionsprozessen, Automatisierung, Logistik, Qualitätsmanagement und Industrie 4.0.

Für türkische Studierende und Fachkräfte in Deutschland

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Ingenieurwissenschaften →

Der Beruf Produktionstechnik (weiterführend) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Das Studium findet an Universitäten und Fachhochschulen statt.Lernorte sind an der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliotheken, Labors, Werkstättenzu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)

Studiendauer

Regelstudiendauer: 2-4 Semester

Studienkosten

Studienkosten Einschreib- und Verwaltungsgebühren sowie Semesterbeiträge (z.B. für das Studierendenwerk, die verfasste Studierendenschaft, Semesterticket)ggf. Studiengebühren Gebühren für "Langzeitstudierende", für ein Zweitstudium oder nach Verbrauch eines festgesetzten Studienguthabens Aufwendungen für Lernmittel und Studienbedarf, z.B. für Fachliteratur, Exkursionen Beiträge für eine studentische Krankenversicherung (i.d.R. bei Überschreiten der Altersgrenze von 25 Jahren oder bestimmter Einkommensgrenzen)FörderungsmöglichkeitenInformationen: Deutsches Studierendenwerk - FinanzierungsmöglichkeitenBundesgesetz über individuelle Förderung der Ausbildung (Bundesausbildungsförderungsgesetz - BAföG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 07.12.2010 (BGBl. I S. 1952), zuletzt geändert durch Artikel 11 Abs. 1 des Gesetzes vom 16.04.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 107)

Studieninhalte

Pflichtmodule, z.B.:Automatisierungstechnik Erweiterte Methoden der geometrischen ProduktionsmesstechnikNachhaltigkeit in der ProduktionHandhabungstechnik und IndustrieroboterPhysikalische MessverfahrenSysteme der ProduktionWahlpflichtmodule, z.B.:Anlagenplanung und ApparateauslegungAutomatisierungs- und SteuerungstechnikFertigungstechnikMechanische VerfahrenstechnikIndustrielle ÖkologiePraktische Studieninhalte:Je nach Hochschule Praktika, Praxismodule, Praxissemester (z.B. in Maschinenbaubetrieben, ggf. auch im Ausland)

Studiensituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Lehrveranstaltungen: während des Semesters in den Hörsälen und Seminarräumen der Hochschule Vorlesungen und Seminare besuchen; ggf. zu Hause an Online-Lehrveranstaltungen teilnehmenBerufsbegleitendes Studium: unter der Woche tagsüber im Beruf tätig und in den Abendstunden oder am Wochenende an der Hochschule Eigenständige Arbeit: Lehrveranstaltungen vor- und nachbereiten, in Bibliotheken recherchieren, Referate vorbereiten, Hausarbeiten anfertigen (auch in der vorlesungsfreien Zeit)Wissenschaftliche Forschung: Fertigkeiten im wissenschaftlichen Arbeiten vertiefen Organisation und Planung: das Studium eigenverantwortlich planen, vorgegebene Studienzeiten einhalten, Studien- und Prüfungsleistungen rechtzeitig erbringen (Selbstdisziplin und Organisationstalent erforderlich)Berufsvorbereitung: ggf. Praktika absolvieren (z.B. in Maschinenbaubetrieben), Berufseinstieg vorbereiten

Studium im Ausland

Studierende können Teile des Studiums im Ausland durchlaufen, z.B.:FrankreichBinationaler konsekutiver deutsch-französischer Masterstudiengang "Produktion und Automatisierung"Hochschulen: Hochschule München, École Polytechnique Fondation (EPF) (Sceaux/Paris)Abschluss: Master of Engineering (M.Eng.), Diplôme d´IngénieursWeitere Informationen: Hochschule München: Deutsch-Französischer Bachelor-/Masterstudiengang Produktion und Automatisierung

Studienalternativen

Folgende Studienfächer können Alternativen für das Studienfach Produktionstechnik (weiterführend) sein:Bereich Mechatronik und AutomatisierungstechnikAutomatisierungstechnik (weiterführend)Robotik, Autonome Systeme (weiterführend)Mechatronik (weiterführend)Elektrotechnik (weiterführend)Gemeinsamkeiten:automationstechnische Systeme entwickelnProduktionsprozesse mithilfe automatisierter Prozesse effizienter gestaltenBereich Maschinen- und AnlagenbauMaschinenbau (weiterführend)Verfahrenstechnik (weiterführend)Verpackungstechnik (weiterführend)Gemeinsamkeiten:komplexe technische Systeme, z.B. automatisierte Fertigungsstraßen, planen und entwickelnProduktionsabläufe planen, leiten, optimieren und überwachen

Zugangsstudienfächer

Hochschulen setzen z.B. folgende Abschlüsse voraus:Produktionstechnik (grundständig)Automatisierungstechnik (grundständig)Maschinenbau (grundständig)Systems Engineering (grundständig)Verfahrenstechnik (grundständig)

Zusatzqualifikationen

Zusatz- und Schlüsselqualifikationen erleichtern einen erfolgreichen Berufseinstieg. Folgende Themen kommen z.B. infrage:BetriebswirtschaftPräsentationstechnikZeitmanagementAuch Wahlpflichtmodule wie z.B. Industrielle Steuerungstechnik können Zusatzqualifikationen vermitteln. Praktika z.B. in Maschinenbaubetrieben bereiten gezielt auf das Berufsleben vor.Angebote zum Erwerb von Zusatz- und Schlüsselqualifikationen finden sich bei den Career Centern der Hochschulen (siehe Kontaktdaten der jeweiligen Hochschule):Hochschulen in Deutschland - Hochschulsuche des Hochschulkompass

Das Studium im Überblick

Das weiterführende Studienfach vertieft Kenntnisse aus dem grundständigen Studienfach und ggf. einer Berufstätigkeit. Meist spezialisieren sich Studierende auf bestimmte Themen. Das können z.B. Automatisierungstechnik oder Produktionsmanagement sein. Daneben gibt es Masterstudiengänge, die ein breites Spektrum der Produktionstechnik abdecken.Das Studium führt zu einem zweiten Hochschulabschluss.Physiotherapie gibt es auch als Teilzeitstudiengang.

Studiengangsbezeichnungen

Beispiele Additive Manufacturing and Lightweight Design (Master) Advanced Precision Engineering (Master) Manufacturing Technology (Master) Production Engineering and Management (Master) Produktionsoptimierung (Master) Produktionstechnik (Maschinenbau und Verfahrenstechnik) (Master) Produktion und Automatisierung (Master) Prozess Engineering und Produktionsmanagement (Master) Smart Production Engineering (Master) Systems Engineering for Manufacturing (Master)

Mögliche Tätigkeitsfelder

Für Masterabsolventen der Produktionstechnik bieten sich unterschiedliche Tätigkeitsfelder in der freien Wirtschaft an, z.B. Produktionsplanung, -steuerung, Qualitätssicherung, -management oder Verfahrens-, Produktentwicklung.Wer eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule anstrebt, muss i.d.R. promovieren. Eine Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft und Forschung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Entwicklung des Studienfachs

1970:Einrichtung eigenständiger Studiengänge: Kombination von Elementen aus dem Maschinenbau und der Verfahrenstechnik1999:Beginn des Bologna-Prozesses: Reform der europäischen Hochschullandschaft u.a. mit folgenden Zielen:Schaffung eines einheitlichen europäischen HochschulraumsHarmonisierung von Studiengängen und Studienabschlüssen: Einführung von Bachelor- und MasterstudiengängenVerbesserung der Mobilität von Studierenden und Lehrenden

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

Abschlussgradeje nach StudiengangMaster of Business Administration (MBA)Master of Engineering (M.Eng.)Master of Science (M.Sc.)

Vergütung während des Studiums

Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.

Rechtliche Regelungen für das Studium

BundesebeneHochschulrahmengesetz (HRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 19.01.1999 (BGBl. I S. 18), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 15.11.2019 (BGBl. I S. 1622)Ländergemeinsame Strukturvorgaben gemäß § 9 Absatz 2 HRG für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen (Beschluss der KMK vom 10.10.2003 i.d.F. vom 04.02.2010)Qualifikationsrahmen für deutsche Hochschulabschlüsse (Im Zusammenwirken von Hochschulrektorenkonferenz, Kultusministerkonferenz und in Abstimmung mit Bundesministerium für Bildung und Forschung erarbeitet und von der Kultusministerkonferenz am 16.02.2017 beschlossen)LandesebeneHochschulgesetze in Verbindung mit Verwaltungsvorschriften, z.B. über die Akkreditierung von StudiengängenQualifikations- oder HochschulzugangsverordnungenHochschulebeneSatzung der Hochschule Studien- und Prüfungsordnungen für die Studiengänge im jeweiligen Studienfach

Zugangsvoraussetzungen für das Studium

Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Produktionstechnik vorausgesetzt.Bei weiterbildenden Studiengängen ist eine mindestens 1-jährige Berufspraxis erforderlich.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls sind Kenntnisse in Englisch nachzuweisen.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Produktionstechnik (weiterführend)

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Produktionstechnik (weiterführend) in Deutschland?

Das Fachgebiet Produktionstechnik (Spezialisierung) in Deutschland ist eine fortgeschrittene Ingenieurdisziplin, die sich auf die Konzeption, Planung, Implementierung und kontinuierliche Verbesserung von Produktionsprozessen konzentriert. Fachkräfte in diesem Bereich arbeiten daran, die Produktionssysteme von Unternehmen effizienter, wirtschaftlicher und nachhaltiger zu gestalten.

Diese Spezialisten haben ein breites Aufgabenspektrum, von der Optimierung von Produktionslinien und der Entwicklung von Qualitätskontrollsystemen bis hin zur Integration von Automatisierungslösungen und der Verbesserung des Lieferkettenmanagements. Sie sind typischerweise in verschiedenen Industriesektoren tätig, wie z. B. der Automobilindustrie, dem Maschinenbau, der Elektronik und der Luft- und Raumfahrt, in Produktionsstätten, Forschungs- und Entwicklungsabteilungen (F&E) oder Beratungsunternehmen. Ihre Arbeitsumgebungen umfassen sowohl bürobasierte Analyse- und Planungsprozesse als auch praktische Überwachungs- und Entwicklungsarbeiten in der Produktion. Bei der Ausübung ihrer Tätigkeiten nutzen sie moderne Technologien wie CAD/CAM-Software (computer-aided design/manufacturing), Simulationsprogramme, ERP-Systeme (Enterprise Resource Planning) und fortschrittliche Datenanalysetools.

Um diesen Beruf in Deutschland auszuüben, ist in der Regel ein Hochschulabschluss (Bachelor oder Diplom) in einem Ingenieurfach (z. B. Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen) erforderlich. Der Begriff „Weiterführend“ (further education/specialization) weist darauf hin, dass diejenigen, die sich in diesem Bereich spezialisieren möchten, typischerweise ein Masterstudium oder ein entsprechendes Weiterbildungsprogramm absolvieren müssen. Diese Programme vermitteln vertiefte Kenntnisse und Fähigkeiten in Bereichen wie Produktionsprozessen, Automatisierung, Logistik, Qualitätsmanagement und Industrie 4.0.

Für türkische Studierende und Fachkräfte in Deutschland

Ist Produktionstechnik (weiterführend) eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Produktionstechnik (weiterführend)" einer Weiterbildung — fortgeschrittene Spezialisierung, die auf einer bestehenden Ausbildung oder einem Abschluss aufbaut (z. B. Meister, Fachwirt, zertifizierter Kurs).

Wie kann ich in Deutschland als Produktionstechnik (weiterführend) qualifiziert werden?

Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Produktionstechnik vorausgesetzt.Bei weiterbildenden Studiengängen ist eine mindestens 1-jährige Berufspraxis erforderlich.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls sind Kenntnisse in Englisch nachzuweisen.

Wo arbeiten Produktionstechnik (weiterführend) in Deutschland typischerweise?

Das Studium findet an Universitäten und Fachhochschulen statt.Lernorte sind an der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliotheken, Labors, Werkstättenzu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Produktionstechnik (weiterführend) in Deutschland?

Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.

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