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Packmitteltechnologe/Packmitteltechnologin

Packmitteltechnologe/-technologin

Ausbildung Ingenieurwissenschaften KldB B 23122

Was ist Packmitteltechnologe/Packmitteltechnologin?

Was macht man in diesem Beruf?Packmitteltechnologen und -technologinnen gestalten und fertigen Packmittel, die den Produktinhalt optimal schützen und gleichzeitig für das Produkt werben. Bei der Entwicklung berücksichtigen sie daher sowohl die praktische Funktion als auch ästhetische und werbende Aspekte. Nach Kundenvorgaben und unter Berücksichtigung ökologischer Überlegungen gestalten sie am Computer beispielsweise Konturen für Stanzformen, stellen maschinell oder manuell Muster her, prüfen diese und sprechen sie mit den Kunden ab. In der Packmittelfertigung planen sie den Materialbedarf sowie die Produktionsprozesse, rüsten die Fertigungsanlagen und stellen Prozesskontrollsysteme ein. Sie steuern und überwachen den Herstellungsprozess vom Leitstand aus, gewährleisten den Materialfluss und halten Stanz- und Druckmaschinen instand. Außerdem übernehmen sie Aufgaben im betrieblichen Qualitätsmanagement und führen im Labor Serienkontrollen durch.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Packmitteltechnologen und -technologinnen finden Beschäftigung in erster Liniebei Herstellern von Kartonagen und Umschlägen aus Papier und Pappebei Herstellen von Packmitteln aus KunststoffArbeitsorte:Packmitteltechnologen und -technologinnen arbeiten in erster Liniein Produktionshallen an Leitständen vollautomatischer ProduktionsanlagenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchin Prüflaborsin Büroräumen am ComputerWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [1.0%]Hauptschulabschluss* [29.0%]29mittlerer Bildungsabschluss [54.0%]54Hochschulreife [14.0%]14Sonstige [2.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen:Entscheidungsfähigkeit und Reaktionsfähigkeit (z.B. schnelles Eingreifen bei Störungen)Beobachtungsgenauigkeit und Aufmerksamkeit (z.B. beim Überwachen vollautomatischer Produktionsmaschinen)Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis (z.B. bei Wartung und Reparatur von Produktionsmaschinen)Geschicklichkeit und Sorgfalt (z.B. beim Wechsel von Papierrollen, beim exakten Einstellen von Stanz-, Falz- und Druckmaschinen) Räumliches Vorstellungsvermögen (z.B. für das Lesen und Anfertigen von technischen Zeichnungen)Schulfächer:Werken/Technik (z.B. um Werkstücke zu bohren, schleifen und feilen)Physik (z.B. um pneumatische und hydraulische Steuerungen nach Plan aufzubauen)Mathematik (z.B. beim Berechnen des Materialbedarfs)Kunst (z.B. beim Entwerfen und Gestalten von Packmitteln)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.190 €2. Ausbildungsjahr: 1.270 €3. Ausbildungsjahr: 1.370 €

Steckbrief

Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Ingenieurwissenschaften →

Der Beruf Packmitteltechnologe/Packmitteltechnologin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften:

Detaillierte Informationen

▶ Lernorte

Packmitteltechnologen/-technologinnen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Hersteller von Kartonagen und Umschlägen aus Papier und Pappe oder Packmitteln aus Kunststoff): ProduktionshallenBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Brandenburg (Auszubildende aus dem Umkreis Berlin besuchen nach Absprachen zwischen Berlin und Brandenburg die Berufsschule in Berlin), Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein in Elmshorn (Schleswig-Holstein):Berufliche Schule Elmshorn Landesberufsschule für Packmitteltechnologenfür die Länder Brandenburg (Auszubildende aus dem Umkreis Berlin besuchen nach Absprachen zwischen Berlin und Brandenburg die Berufsschule in Berlin), Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Altenburg (Thüringen):Johann-Friedrich-Pierer-Schule Berufliches Schulzentrum für Gewerbe und TechnikQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

▶ Steckbrief

BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Packmitteltechnologen und -technologinnen gestalten und fertigen Packmittel, die den Produktinhalt optimal schützen und gleichzeitig für das Produkt werben. Bei der Entwicklung berücksichtigen sie daher sowohl die praktische Funktion als auch ästhetische und werbende Aspekte. Nach Kundenvorgaben und unter Berücksichtigung ökologischer Überlegungen gestalten sie am Computer beispielsweise Konturen für Stanzformen, stellen maschinell oder manuell Muster her, prüfen diese und sprechen sie mit den Kunden ab. In der Packmittelfertigung planen sie den Materialbedarf sowie die Produktionsprozesse, rüsten die Fertigungsanlagen und stellen Prozesskontrollsysteme ein. Sie steuern und überwachen den Herstellungsprozess vom Leitstand aus, gewährleisten den Materialfluss und halten Stanz- und Druckmaschinen instand. Außerdem übernehmen sie Aufgaben im betrieblichen Qualitätsmanagement und führen im Labor Serienkontrollen durch.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Packmitteltechnologen und -technologinnen finden Beschäftigung in erster Liniebei Herstellern von Kartonagen und Umschlägen aus Papier und Pappebei Herstellen von Packmitteln aus KunststoffArbeitsorte:Packmitteltechnologen und -technologinnen arbeiten in erster Liniein Produktionshallen an Lei...

▶ BERUF AKTUELL

BerufsbezeichnungPackmitteltechnologe/-technologinBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer3 JahreWas macht man in diesem Beruf?Packmitteltechnologen und -technologinnen gestalten und fertigen Packmittel, die den Produktinhalt optimal schützen und gleichzeitig für das Produkt werben. Bei der Entwicklung berücksichtigen sie daher sowohl die praktische Funktion als auch ästhetische und werbende Aspekte. Nach Kundenvorgaben und unter Berücksichtigung ökologischer Überlegungen gestalten sie am Computer beispielsweise Konturen für Stanzformen, stellen maschinell oder manuell Muster her, prüfen diese und sprechen sie mit den Kunden ab. In der Packmittelfertigung planen sie den Materialbedarf sowie die Produktionsprozesse, rüsten die Fertigungsanlagen und stellen Prozesskontrollsysteme ein. Sie steuern und überwachen den Herstellungsprozess vom Leitstand aus, gewährleisten den Materialfluss und halten Stanz- und Druckmaschinen instand. Außerdem übernehmen sie Aufgaben im betrieblichen Qualitätsmanagement und führen im Labor Serienkontrollen durch.Wo arbeitet man?Packmitteltechnologen und -technologinnen finden Beschäftigung in erster Liniebei Herstellern von Kartonagen und Umschlägen aus Papier und Pappebei Herstellen von Packmitteln aus KunststoffWeitereBerufe mit KunststoffBerufe mit Papier

▶ Ausbildungsdauer

3 Jahre

▶ Ausbildungsaufbau

Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. - 18. Ausbildungsmonat:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:Pflichtqualifikationen:Entwickeln von PackmittelnVorbereiten und Planen von ProduktionsprozessenRüsten von FertigungsanlagenSteuern und Überwachen von ProduktionsprozessenInstandhaltungzwei Wahlqualifikationen gemäß Auswahlliste I:MetallbearbeitungSteuerungstechnikspezielle Fertigungsverfahrencomputergesteuerte Mustererstellung1. und 2. Ausbildungsjahr:Ausbildung in der Berufsschule in folgenden Lernfeldern:1. Ausbildungsjahr:Packmittelfunktionen ermitteln und betriebliche Strukturen vergleichenPackstoffe auswählenstandardisierte Packmittel herstellenBaugruppen überwachen und instand halten2. Ausbildungsjahr:Werkzeuge herstellen und vorbereitenMaterialfluss gewährleisten und Fertigungsanlagen rüstenlogistische Prozesse steuernPackmittel entwickeln und Produktionsprozesse planenZwischenprüfung vor Ende des 2. Ausbildungsjahres19. - 36. Ausbildungsmonat:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:Pflichtqualifikationen:Vertiefen der Kenntnisse aus den ersten 18 Monatenzwei Wahlqualifikationen gemäß Auswahlliste II:StanzformenbauVeredelungstechnikLeitstandtechnik und InlineproduktionLaborMechanik und Steuerungstechnikcomputergesteue...

▶ Ausbildungskosten

Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

▶ Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:wie Packmittel unter Berücksichtigung von Wirkung, Funktion und Normen gestaltet werden und wie man Muster herstelltProduktionsabläufe vorzubereiten, zu planen und die Eigenschaften von Vorprodukten und Materialien zu berücksichtigenwie man Produkt- und Prozessdaten erstellt und bei der Planung von Aufträgen nutztwie man Auftragsdaten für die Maschinensteuerung übernimmt und Maschinen produkt- und produktionsorientiert einrichtetwie die Produktion unter Berücksichtigung von Leistung und Ausschussminimierung gesteuert wird und wie produktspezifische Prozessdaten interpretiert und dokumentiert werdensteuerungstechnische und mechanische Baugruppen an Maschinen und Anlagen zu überwachen und Funktionsabläufe zu überprüfenwas beim produktbezogenen Durchführen und Dokumentieren qualitätssichernder Maßnahmen zu beachten istwas bei der Verpackung und Lagerung der gefertigten Produkte zu beachten istwie man Maßnahmen zur Instandhaltung veranlasst und bei Störungen Problemlösungen entwickeltWerkstoffe zu be- und verarbeiten, insbesondere durch Feilen, Trennen, Bohren und Kaltfügendie Wartung und Reinigung von mechanischen, hydraulischen, pneumatischen und elektrisch betriebenen Komponenten und Systemen durchzuführen sowie Verschleißteile auszutauschenDarüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschu...

▶ Ausbildungssituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): Fertigungsanlagen bedienen und beschicken, Auftragsdaten übernehmen, produktspezifische Prozessdaten dokumentieren, Muster manuell und maschinell herstellenUmgebung: Maschinenlärm in Produktionshallen, Bildschirmarbeit in BüroräumenKleidung: Schutzkleidung (z.B. Gehörschutz)Arbeitszeit: SchichtarbeitAnforderungen:Entscheidungsfähigkeit und Reaktionsfähigkeit (z.B. schnelles Eingreifen bei Störungen)Beobachtungsgenauigkeit und Aufmerksamkeit (z.B. beim Überwachen vollautomatischer Produktionsmaschinen)Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis (z.B. bei Wartung und Reparatur von Produktionsmaschinen)Geschicklichkeit und Sorgfalt (z.B. beim Wechsel von Papierrollen, beim exakten Einstellen von Stanz-, Falz- und Druckmaschinen) Räumliches Vorstellungsvermögen (z.B. für das Lesen und Anfertigen von technischen Zeichnungen)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht

▶ Ausbildung im Ausland

Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in

▶ Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel Papier, Pappe und Kunststoff verarbeitende Industrie (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.190 €2. Ausbildungsjahr: 1.270 €3. Ausbildungsjahr: 1.370 €Quelle:Tarifregister Bremen, Stand Mai 2026Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

▶ Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Werken/Technik: z.B. um Werkstücke zu bohren, schleifen und feilenPhysik: z.B. um pneumatische und hydraulische Steuerungen nach Plan aufzubauenMathematik: z.B. um den Materialbedarf zu berechnenKunst: z.B. um Packmittel entwerfen und gestalten zu können

▶ Zusatzqualifikationen

Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/in

▶ Ausbildungsalternativen

Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Packmitteltechnologe/-technologin an:Bereich PapierPapiertechnologe/PapiertechnologinMedientechnologe/Medientechnologin DruckverarbeitungMedientechnologe/Medientechnologin DruckMedientechnologe/Medientechnologin SiebdruckGemeinsamkeit:Maschinen und Anlagen der Papierverarbeitung bzw. der Drucktechnik einrichten und bedienen

▶ Entwicklung der Ausbildung

1964:Anerkennung des Lehrberufs Verpackungsmittelmechaniker/inAufhebung der Vorläuferberufe Beutelmaschinenführer/in, Faltschachtelmacher/in und Kartonagenmacher/in1985:Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz tritt in Kraft2001:Strukturelle Reformierung, Gliederung der Ausbildungsinhalte in Pflicht- und Wahlqualifikationseinheiten2011:Modernisierung der Ausbildungsordnung, Flexibilisierung der Ausbildungsinhalte durch Zulassung von Wahlqualifikationen vor der Zwischenprüfung Umbenennung in Packmitteltechnologe/-technologin Aufhebung des Vorläuferberufs Verpackungsmittelmechaniker/Verpackungsmittelmechanikerin2019:Änderungsverordnung für die Berufsausbildung: neue Prüfungsbereiche "Auftragsplanung", "Packmittelproduktion", "Prozesstechnologie" sowie "Wirtschafts- und Sozialkunde"2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): z.B. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren. Verbessert wird auch die Durchlässigkeit innerhalb der beruflichen Bildung. So können Ausbildungsordnungen vorsehen, dass Auszubildende bei nicht bestandener Abschluss- bzw. Gesellenprüfung in einem Beruf, der auf einem zweijährigen Ausbildungsberuf aufbaut, den Abschluss der zweijährigen Ausbildung erwerben. 2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankeru...

▶ Die Ausbildung im Überblick

Packmitteltechnologe/-technologin ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in der Industrie.

▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen

AbschlussbezeichnungPackmitteltechnologe/Packmitteltechnologin

▶ Perspektiven nach der Ausbildung

Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Packmitteltechnologen und -technologinnen verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in".Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Ausbildung arbeiten Packmitteltechnologen und -technologinnen in Betrieben der Papier und Kunststoff verarbeitenden Industrie.Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Verpackungsmittelherstellung bis hin zu Steuerungstechnik.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Industriemeister/in der Fachrichtung Papier- und Kunststoffverarbeitung abzulegen. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Verpackungstechnik erwerben. Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einem Fachvertrieb für Packmittel.

▶ Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2024 gab es 216 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 54 Prozent verfügten über einen mittleren Bildungsabschluss, 29 Prozent besaßen einen Hauptschulabschluss. 14 Prozent verfügten über die Hochschulreife, 1 Prozent konnte keinen Hauptschulabschluss vorweisen. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [1.0%]Hauptschulabschluss* [29.0%]29mittlerer Bildungsabschluss [54.0%]54Hochschulreife [14.0%]14Sonstige [2.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussQuelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

▶ Spezialisierung während der Ausbildung

Die Ausbildung wird durch Wahlqualifikationen vertieft, je nach Ausbildungsbetrieb z.B.:Leitstandtechnik und InlineproduktionMetallbearbeitungSteuerungstechnikspezielle Fertigungsverfahrencomputergestützte Mustererstellungcomputergestützte Packmittelentwicklung und Design

▶ Rechtliche Regelungen für die Ausbildung

Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung zum Packmitteltechnologen und zur Packmitteltechnologin (Packmittel-Ausbildungsverordnung - PackmAusbV) vom 20.05.2011 (BGBl. I S. 988), geändert durch Verordnung vom 03.04.2018 (BGBl. I S. 429)Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Packmitteltechnologe/Packmitteltechnologin (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 25.03.2011)

▶ Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

▶ Anrechnungs- und Fortsetzungsmöglichkeiten

Eine abgeschlossene Ausbildung als Maschinen- und Anlagenführer/in mit dem Schwerpunkt Druckweiter- und Papierverarbeitung kann auf die Ausbildung zum Packmitteltechnologen/zur Packmitteltechnologin angerechnet werden.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Packmitteltechnologe/Packmitteltechnologin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Packmitteltechnologe/Packmitteltechnologin in Deutschland? ▼

Was macht man in diesem Beruf?Packmitteltechnologen und -technologinnen gestalten und fertigen Packmittel, die den Produktinhalt optimal schützen und gleichzeitig für das Produkt werben. Bei der Entwicklung berücksichtigen sie daher sowohl die praktische Funktion als auch ästhetische und werbende Aspekte. Nach Kundenvorgaben und unter Berücksichtigung ökologischer Überlegungen gestalten sie am Computer beispielsweise Konturen für Stanzformen, stellen maschinell oder manuell Muster her, prüfen diese und sprechen sie mit den Kunden ab. In der Packmittelfertigung planen sie den Materialbedarf sowie die Produktionsprozesse, rüsten die Fertigungsanlagen und stellen Prozesskontrollsysteme ein. Sie steuern und überwachen den Herstellungsprozess vom Leitstand aus, gewährleisten den Materialfluss und halten Stanz- und Druckmaschinen instand. Außerdem übernehmen sie Aufgaben im betrieblichen Qualitätsmanagement und führen im Labor Serienkontrollen durch.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Packmitteltechnologen und -technologinnen finden Beschäftigung in erster Liniebei Herstellern von Kartonagen und Umschlägen aus Papier und Pappebei Herstellen von Packmitteln aus KunststoffArbeitsorte:Packmitteltechnologen und -technologinnen arbeiten in erster Liniein Produktionshallen an Leitständen vollautomatischer ProduktionsanlagenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchin Prüflaborsin Büroräumen am ComputerWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [1.0%]Hauptschulabschluss* [29.0%]29mittlerer Bildungsabschluss [54.0%]54Hochschulreife [14.0%]14Sonstige [2.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen:Entscheidungsfähigkeit und Reaktionsfähigkeit (z.B. schnelles Eingreifen bei Störungen)Beobachtungsgenauigkeit und Aufmerksamkeit (z.B. beim Überwachen vollautomatischer Produktionsmaschinen)Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis (z.B. bei Wartung und Reparatur von Produktionsmaschinen)Geschicklichkeit und Sorgfalt (z.B. beim Wechsel von Papierrollen, beim exakten Einstellen von Stanz-, Falz- und Druckmaschinen) Räumliches Vorstellungsvermögen (z.B. für das Lesen und Anfertigen von technischen Zeichnungen)Schulfächer:Werken/Technik (z.B. um Werkstücke zu bohren, schleifen und feilen)Physik (z.B. um pneumatische und hydraulische Steuerungen nach Plan aufzubauen)Mathematik (z.B. beim Berechnen des Materialbedarfs)Kunst (z.B. beim Entwerfen und Gestalten von Packmitteln)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.190 €2. Ausbildungsjahr: 1.270 €3. Ausbildungsjahr: 1.370 €

Ist Packmitteltechnologe/Packmitteltechnologin eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼

In Deutschland folgt "Packmitteltechnologe/Packmitteltechnologin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.

Wie kann ich in Deutschland als Packmitteltechnologe/Packmitteltechnologin qualifiziert werden? ▼

In Deutschland folgt "Packmitteltechnologe/Packmitteltechnologin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.

Wo arbeiten Packmitteltechnologe/Packmitteltechnologin in Deutschland typischerweise? ▼

Packmitteltechnologen/-technologinnen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Hersteller von Kartonagen und Umschlägen aus Papier und Pappe oder Packmitteln aus Kunststoff): ProduktionshallenBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Brandenburg (Auszubildende aus dem Umkreis Berlin besuchen nach Absprachen zwischen Berlin und Brandenburg die Berufsschule in Berlin), Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein in Elmshorn (Schleswig-Holstein):Berufliche Schule Elmshorn Landesberufsschule für Packmitteltechnologenfür die Länder Brandenburg (Auszubildende aus dem Umkreis Berlin besuchen nach Absprachen zwischen Berlin und Brandenburg die Berufsschule in Berlin), Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Altenburg (Thüringen):Johann-Friedrich-Pierer-Schule Berufliches Schulzentrum für Gewerbe und TechnikQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Packmitteltechnologe/Packmitteltechnologin in Deutschland? ▼

Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.

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