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Orthopädieschuhmacher/Orthopädieschuhmacherin

Orthopädieschuhmacher/in

Ausbildung Mathematik, Naturwissenschaften KldB B 28332

Was ist Orthopädieschuhmacher/Orthopädieschuhmacherin?

Was macht man in diesem Beruf?Orthopädieschuhmacher/innen stellen anhand von ärztlichen Verordnungen orthopädische Maßschuhe her bzw. arbeiten Konfektionsschuhe um und passen sie individuell an. Ebenso fertigen sie Innenschuhe, Einlagen, Korrekturschienen, Orthesen, Prothesen und weitere Hilfsmittel oder passen sie an. Hierfür machen sie Lauf- bzw. Ganguntersuchungen, nehmen Maß an den Kunden bzw. Patienten, erstellen Modelle und Abdrücke und verarbeiten die Materialien wie Oberleder oder Sohlen passgenau. Dabei beachten sie stets die biomechanische Wirkung und Passform sowie ästhetische Aspekte. Sie beraten ihre Kunden und Patienten beispielsweise über vorbeugende und gesundheitsverbessernde Maßnahmen, geben Tipps zur Handhabung und Wirkungsweise der Hilfsmittel sowie zur orthopädieschuhtechnischen Versorgung. Auch das Präsentieren und Verkaufen von Produkten und Dienstleistungen fällt in ihr Aufgabengebiet. Menschen aller Altersgruppen zählen zu ihrem Kunden- bzw. Patientenkreis, darunter Menschen mit Behinderungen, Diabetes- oder Rheumakranke, aber auch Spitzen- oder Breitensportler/innen. Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Orthopädieschuhmacher/innen finden Beschäftigung in erster Linie in Fachbetrieben des Orthopädieschuhmacher-Handwerks in Sanitätshäusern oder in Kliniken und RehabilitationseinrichtungenArbeitsorte:Orthopädieschuhmacher/innen arbeiten in erster Liniein Werkstätten oder in Werkhallenin Verkaufs- oder Mess- und AnprobierräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Praxis- und Behandlungsräumen.Welcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [1.0%]Hauptschulabschluss* [21.0%]21mittlerer Bildungsabschluss [46.0%]46Hochschulreife [29.0%]29Sonstige [3.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen: Handwerkliches Geschick (z.B. beim Schleifen, Schärfen, Fräsen, Walken, Schäumen oder Formen von Schuhteilen)Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Zuschneiden von Leder, Absätzen und Sohlen) Sorgfalt (z.B. beim Anmessen und Anpassen von konfektionierten Schuhen, beim Anfertigen von Prothesen) Kunden- und Serviceorientierung (z.B. Kundenberatung bei der Anprobe orthopädischer Schuhe)Schulfächer:Werken/Technik (z.B. um Schuhböden, Schäfte und Einlagen zu bearbeiten und herzustellen)Mathematik (z.B. um den Materialbedarf und die Kosten zu ermitteln)Biologie (z.B. um Fehlstellungen einzuordnen und Gangbilder zu analysieren)Deutsch (z.B. um die Kundschaft zu beraten)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat (je nach Bundesland unterschiedlich):1. Ausbildungsjahr: 724 € bis 860 €2. Ausbildungsjahr: 854 € bis 980 €3. Ausbildungsjahr: 977 € bis 1.100 €4. Ausbildungsjahr: 1.014 € bis 1.200 €

Steckbrief

Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Mathematik, Naturwissenschaften →

Der Beruf Orthopädieschuhmacher/Orthopädieschuhmacherin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Mathematik, Naturwissenschaften:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Orthopädieschuhmacher/innen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe des Orthopädieschuhmacher-Handwerks, Sanitätshäuser mit Orthopädieschuhtechnikabteilung): Werkstätten, VerkaufsräumeBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz in Stuttgart (Baden-Württemberg):Kerschensteinerschule Stuttgartfür die Länder Hessen und Saarland in Frankfurt (Hessen):Paul-Ehrlich-Schulefür die Länder Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein in Lübeck (Schleswig-Holstein):Berufsschule der Handwerkskammer Lübeck in der Hansestadt Lübeckfür die Länder Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Gotha (Thüringen):Staatliches Berufsschulzentrum "Hugo Mairich"Quelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Steckbrief

BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer 3,5 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Orthopädieschuhmacher/innen stellen anhand von ärztlichen Verordnungen orthopädische Maßschuhe her bzw. arbeiten Konfektionsschuhe um und passen sie individuell an. Ebenso fertigen sie Innenschuhe, Einlagen, Korrekturschienen, Orthesen, Prothesen und weitere Hilfsmittel oder passen sie an. Hierfür machen sie Lauf- bzw. Ganguntersuchungen, nehmen Maß an den Kunden bzw. Patienten, erstellen Modelle und Abdrücke und verarbeiten die Materialien wie Oberleder oder Sohlen passgenau. Dabei beachten sie stets die biomechanische Wirkung und Passform sowie ästhetische Aspekte. Sie beraten ihre Kunden und Patienten beispielsweise über vorbeugende und gesundheitsverbessernde Maßnahmen, geben Tipps zur Handhabung und Wirkungsweise der Hilfsmittel sowie zur orthopädieschuhtechnischen Versorgung. Auch das Präsentieren und Verkaufen von Produkten und Dienstleistungen fällt in ihr Aufgabengebiet. Menschen aller Altersgruppen zählen zu ihrem Kunden- bzw. Patientenkreis, darunter Menschen mit Behinderungen, Diabetes- oder Rheumakranke, aber auch Spitzen- oder Breitensportler/innen. Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Orthopädieschuhmacher/innen finden Beschäftigung in erster Linie in Fachbetrieben des Orthopädieschuhmacher-Handwerks in Sanitätshäusern oder in...

BERUF AKTUELL

BerufsbezeichnungOrthopädieschuhmacher/inBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer3,5 JahreWas macht man in diesem Beruf?Orthopädieschuhmacher/innen stellen anhand von ärztlichen Verordnungen orthopädische Maßschuhe her bzw. arbeiten Konfektionsschuhe um und passen sie individuell an. Ebenso fertigen sie Innenschuhe, Einlagen, Korrekturschienen, Orthesen, Prothesen und weitere Hilfsmittel oder passen sie an. Hierfür machen sie Lauf- bzw. Ganguntersuchungen, nehmen Maß an den Kunden bzw. Patienten, erstellen Modelle und Abdrücke und verarbeiten die Materialien wie Oberleder oder Sohlen passgenau. Dabei beachten sie stets die biomechanische Wirkung und Passform sowie ästhetische Aspekte. Sie beraten ihre Kunden und Patienten beispielsweise über vorbeugende und gesundheitsverbessernde Maßnahmen, geben Tipps zur Handhabung und Wirkungsweise der Hilfsmittel sowie zur orthopädieschuhtechnischen Versorgung. Auch das Präsentieren und Verkaufen von Produkten und Dienstleistungen fällt in ihr Aufgabengebiet. Menschen aller Altersgruppen zählen zu ihrem Kunden- bzw. Patientenkreis, darunter Menschen mit Behinderungen, Diabetes- oder Rheumakranke, aber auch Spitzen- oder Breitensportler/innen. Wo arbeitet man?Orthopädieschuhmacher/innen finden Beschäftigung in erster Linie in Fachbetrieben des Orthopädieschuhmacher-Handwerks in Sanitätshäusern oder in Kliniken und RehabilitationseinrichtungenWeitereBerufe in der Medizin- und RehatechnikBerufe mit BekleidungBerufe mit Leder

Ausbildungsdauer

3,5 Jahre

Ausbildungsaufbau

Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. - 18. Ausbildungsmonat:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:Beurteilen von Anatomie, Physiologie und Pathologie der Stütz- und BewegungsorganeBearbeiten von Werk- und HilfsstoffenAnmessen von orthopädieschuhtechnischen HilfsmittelnBeraten und Betreuen von Kunden und PatientenEntwickeln und Vorbereiten von ModellenHerstellen und Instandsetzen von orthopädischen MaßschuhenAnfertigen von orthopädischen ElementenAnbringen von orthopädischen Zurichtungen an KonfektionsschuhenAnfertigen von Einlagen, Innenschuhen, Unterschenkel- und Fußorthesen sowie von Fußprothesen1. und 2. Ausbildungsjahr:Ausbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:1. AusbildungsjahrBeruf und Betrieb präsentierenOrthopädische Schuhe und Konfektionsschuhe beurteilen und reparierenOrthopädieschuhtechnische Einbauelemente herstellenOrthopädieschuhtechnische Schuhzurichtungen anbringen2. AusbildungsjahrOrthopädische Einlagen herstellen und anpassenOrthopädische Bettungen herstellenSchäfte für orthopädieschuhtechnische Versorgungen herstellenPatienten und Kunden über vorbeugende und gesundheitsverbessernde Maßnahmen beratenTeil 1 der Gesellenprüfung am Ende des 2. Ausbildungsjahres19. - 42. Ausbildungsmonat:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in ü...

Ausbildungskosten

Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:wie man die Anatomie, Physiologie und Pathologie der Stütz- und Bewegungsorgane sowie orthopädische Krankheitsbilder beurteiltwie Fuß- und Beinuntersuchungen vorgenommen und Messpunkte festgelegt werdenwie man die Wirkung orthopädieschuhtechnischer Maßnahmen erklärt und auf eventuelle Folgeerscheinungen hinweistwie Schaftmodelle hergestellt und Schäfte auf Bodenteile aufgezwickt, Schuhteile verbunden und Abschlussarbeiten ausgeführt werdenwie man orthopädische Einlagen nach Indikation fertigt und deren Wirkung überprüftwie man technische Materialien wie Carbon oder Faserverbundstoffe be- und verarbeitetwie die Passform und die Funktion von orthopädischen Elementen bei der Anprobe überprüft und angepasst werden könnenwie Konfektionsschuhe vorbereitet und orthopädische Zurichtungen unter Berücksichtigung biomechanischer Wirkungsweisen angefertigt werdenwie man Orthesen und Prothesen verschiedener Art konstruiert und anfertigtwie man medizinische Fußpflegemaßnahmen ausführtwie man teilkonfektionierte Schuhe, Verband- und Entlastungsschuhe bzw. konfektionierte Therapieschuhe auswählt und modifiziert sowie die biomechanische Wirkung und Passform überprüftDarüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:in berufsspezifischen Lernf...

Ausbildungssituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): z.B. Trittspuren anfertigen, Oberleder zuschneiden, stanzen und vorrichten, Passform bei Anproben überprüfenUmgebung: in Werkstätten unter Einfluss von Dämpfen und Gerüchen, in Verkaufsräumen mit KundenkontaktKleidung: z.T. Schutzkleidung (z.B. Mundschutz und Einweghandschuhe in der medizinischen Fußpflege)Arbeitszeit: z.T. SamstagsarbeitAnforderungen: Handwerkliches Geschick (z.B. beim Schleifen, Schärfen, Fräsen, Walken, Schäumen oder Formen von Schuhteilen)Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Zuschneiden von Leder, Absätzen und Sohlen) Sorgfalt (z.B. beim Anmessen und Anpassen von konfektionierten Schuhen, beim Anfertigen von Prothesen) Kunden- und Serviceorientierung (z.B. Eingehen auf Kunden bei der Anprobe orthopädischer Schuhe)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht

Ausbildung im Ausland

Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel Orthopädieschuhmacherhandwerk (monatlich brutto - je nach Bundesland):1. Ausbildungsjahr: 724 € bis 860 €2. Ausbildungsjahr: 854 € bis 980 €3. Ausbildungsjahr: 977 € bis 1.100 €4. Ausbildungsjahr: 1.014 € bis 1.200 €Quellen:Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Werken/Technik: z.B. um Schuhböden, Schäfte und Einlagen zu bearbeiten und herzustellenMathematik: z.B. um den Materialbedarf und die Kosten zu ermittelnBiologie: z.B. um Fehlstellungen einzuordnen und Gangbilder zu analysierenDeutsch: z.B. um die Kundschaft zu beraten

Zusatzqualifikationen

Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/in

Ausbildungsalternativen

Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Orthopädieschuhmacher/in an:Bereich LederMaßschuhmacher/Maßschuhmacherin Fachrichtung MaßschuheMaßschuhmacher/Maßschuhmacherin Fachrichtung SchaftbauSchuhfertiger/SchuhfertigerinSattler/Sattlerin Fachrichtung ReitsportsattlereiSattler/Sattlerin Fachrichtung FeintäschnereiSattler/Sattlerin Fachrichtung FahrzeugsattlereiGemeinsamkeit:Lederteile nach Schablone/Muster zuschneiden, mit Spezialnähmaschinen verbindenBereich Medizin- und RehatechnikOrthopädietechnik-Mechaniker/Orthopädietechnik-MechanikerinGemeinsamkeit:orthopädische Hilfsmittel herstellen und verkaufen

Entwicklung der Ausbildung

1934:Erstmals Eintrag im Verzeichnis der Gewerbe, die als Handwerk betrieben werden können1959:Anerkennung des Berufsbilds für das Orthopädieschuhmacher-Handwerk 1982:Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz tritt in Kraft1999:Neuordnung der Ausbildung2015:Neue, modernisierte Ausbildungsordnung mit neuen Ausbildungsinhalten wie z.B. Anmessen und Anpassen von konfektionierten Schuhen oder Verkaufen von Dienstleistungen und Waren2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren.2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.

Die Ausbildung im Überblick

Orthopädieschuhmacher/in ist ein 3,5-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im Handwerk.

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

AbschlussbezeichnungOrthopädieschuhmacher/Orthopädieschuhmacherin

Ausbildungsvergütung (Sachsen)

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Orthopädieschuhmacherhandwerk (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 724 €2. Ausbildungsjahr: 854 €3. Ausbildungsjahr: 977 €4. Ausbildungsjahr: 1.014 €Quelle:Tarifregister Sachsen, Stand Januar 2026Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Perspektiven nach der Ausbildung

Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Orthopädieschuhmacher/innen verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in".Die passende Beschäftigung findenNach ihrer Ausbildung arbeiten Orthopädieschuhmacher/innen überwiegend in Fachbetrieben des Orthopädieschuhmacher-Handwerks und in Sanitätshäusern mit Orthopädieschuhtechnikabteilung.Die Beschäftigungsfähigkeit sichernDurch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Orthopädietechnik bis hin zu Fußpflege.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Orthopädieschuhmachermeister/in abzulegen. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Orthopädie-, Rehatechnik erwerben. Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einem eigenen Betrieb des Orthopädieschuhmacher-Handwerks oder des verwandten Orthopädietechniker-Handwerks.

Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2024 gab es 210 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 46 Prozent verfügten über einen mittleren Bildungsabschluss, 29 Prozent besaßen die Hochschulreife. 21 Prozent verfügten über einen Hauptschulabschluss, 1 Prozent konnte keinen Hauptschulabschluss vorweisen. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [1.0%]Hauptschulabschluss* [21.0%]21mittlerer Bildungsabschluss [46.0%]46Hochschulreife [29.0%]29Sonstige [3.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussQuelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Rechtliche Regelungen für die Ausbildung

Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung zum Orthopädieschuhmacher und zur Orthopädieschuhmacherin (Orthopädieschuhmacherausbildungsverordnung - OrthopschuhmAusbV) vom 16.07.2015 (BGBl. I S. 1298)Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Orthopädieschuhmacherin und Orthopädieschuhmacher (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 26.03.2015)

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsvergütung (Nordrhein-Westfalen)

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Orthopädieschuhmacherhandwerk (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 860 €2. Ausbildungsjahr: 980 €3. Ausbildungsjahr: 1.100 €4. Ausbildungsjahr: 1.200 €Quelle:Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand August 2025Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Orthopädieschuhmacher/Orthopädieschuhmacherin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Orthopädieschuhmacher/Orthopädieschuhmacherin in Deutschland?

Was macht man in diesem Beruf?Orthopädieschuhmacher/innen stellen anhand von ärztlichen Verordnungen orthopädische Maßschuhe her bzw. arbeiten Konfektionsschuhe um und passen sie individuell an. Ebenso fertigen sie Innenschuhe, Einlagen, Korrekturschienen, Orthesen, Prothesen und weitere Hilfsmittel oder passen sie an. Hierfür machen sie Lauf- bzw. Ganguntersuchungen, nehmen Maß an den Kunden bzw. Patienten, erstellen Modelle und Abdrücke und verarbeiten die Materialien wie Oberleder oder Sohlen passgenau. Dabei beachten sie stets die biomechanische Wirkung und Passform sowie ästhetische Aspekte. Sie beraten ihre Kunden und Patienten beispielsweise über vorbeugende und gesundheitsverbessernde Maßnahmen, geben Tipps zur Handhabung und Wirkungsweise der Hilfsmittel sowie zur orthopädieschuhtechnischen Versorgung. Auch das Präsentieren und Verkaufen von Produkten und Dienstleistungen fällt in ihr Aufgabengebiet. Menschen aller Altersgruppen zählen zu ihrem Kunden- bzw. Patientenkreis, darunter Menschen mit Behinderungen, Diabetes- oder Rheumakranke, aber auch Spitzen- oder Breitensportler/innen. Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Orthopädieschuhmacher/innen finden Beschäftigung in erster Linie in Fachbetrieben des Orthopädieschuhmacher-Handwerks in Sanitätshäusern oder in Kliniken und RehabilitationseinrichtungenArbeitsorte:Orthopädieschuhmacher/innen arbeiten in erster Liniein Werkstätten oder in Werkhallenin Verkaufs- oder Mess- und AnprobierräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Praxis- und Behandlungsräumen.Welcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [1.0%]Hauptschulabschluss* [21.0%]21mittlerer Bildungsabschluss [46.0%]46Hochschulreife [29.0%]29Sonstige [3.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen: Handwerkliches Geschick (z.B. beim Schleifen, Schärfen, Fräsen, Walken, Schäumen oder Formen von Schuhteilen)Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Zuschneiden von Leder, Absätzen und Sohlen) Sorgfalt (z.B. beim Anmessen und Anpassen von konfektionierten Schuhen, beim Anfertigen von Prothesen) Kunden- und Serviceorientierung (z.B. Kundenberatung bei der Anprobe orthopädischer Schuhe)Schulfächer:Werken/Technik (z.B. um Schuhböden, Schäfte und Einlagen zu bearbeiten und herzustellen)Mathematik (z.B. um den Materialbedarf und die Kosten zu ermitteln)Biologie (z.B. um Fehlstellungen einzuordnen und Gangbilder zu analysieren)Deutsch (z.B. um die Kundschaft zu beraten)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat (je nach Bundesland unterschiedlich):1. Ausbildungsjahr: 724 € bis 860 €2. Ausbildungsjahr: 854 € bis 980 €3. Ausbildungsjahr: 977 € bis 1.100 €4. Ausbildungsjahr: 1.014 € bis 1.200 €

Ist Orthopädieschuhmacher/Orthopädieschuhmacherin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Orthopädieschuhmacher/Orthopädieschuhmacherin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.

Wie kann ich in Deutschland als Orthopädieschuhmacher/Orthopädieschuhmacherin qualifiziert werden?

In Deutschland folgt "Orthopädieschuhmacher/Orthopädieschuhmacherin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.

Wo arbeiten Orthopädieschuhmacher/Orthopädieschuhmacherin in Deutschland typischerweise?

Orthopädieschuhmacher/innen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe des Orthopädieschuhmacher-Handwerks, Sanitätshäuser mit Orthopädieschuhtechnikabteilung): Werkstätten, VerkaufsräumeBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz in Stuttgart (Baden-Württemberg):Kerschensteinerschule Stuttgartfür die Länder Hessen und Saarland in Frankfurt (Hessen):Paul-Ehrlich-Schulefür die Länder Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein in Lübeck (Schleswig-Holstein):Berufsschule der Handwerkskammer Lübeck in der Hansestadt Lübeckfür die Länder Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Gotha (Thüringen):Staatliches Berufsschulzentrum "Hugo Mairich"Quelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Orthopädieschuhmacher/Orthopädieschuhmacherin in Deutschland?

Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.

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