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Nanowissenschaft (weiterführend)

Weiterbildung Ingenieurwissenschaften KldB B 26324

Was ist Nanowissenschaft (weiterführend)?

Ein Spezialist mit fortgeschrittener Ausbildung in den Nanowissenschaften in Deutschland ist ein Forscher oder Ingenieur, der die Eigenschaften, das Verhalten und die Wechselwirkungen von Materie auf atomarer und molekularer Ebene untersucht, um neue Materialien und Technologien zu entwickeln. Dieser Beruf erfordert die Arbeit im Nanometerbereich (ein Milliardstel Meter) und befindet sich typischerweise an der Spitze der wissenschaftlichen Forschung. Nanowissenschafts-Spezialisten synthetisieren neue Nanomaterialien im Labor, charakterisieren deren physikalische, chemische und biologische Eigenschaften mithilfe fortschrittlicher Instrumente und nutzen diese Informationen, um innovative Anwendungen in verschiedenen Sektoren wie Elektronik, Medizin, Energie, Umwelt und Materialwissenschaften zu konzipieren. Ihre Arbeitsumfelder sind typischerweise universitäre Forschungslabore, öffentliche Forschungsinstitute oder die F&E-Abteilungen (Forschung und Entwicklung) großer Technologie-, Chemie-, Pharma- und Elektronikunternehmen im privaten Sektor. Bei der Ausübung ihrer Tätigkeiten nutzen sie Hightech-Werkzeuge wie Elektronenmikroskope (REM, TEM), Rasterkraftmikroskope (AFM), spektroskopische Analysegeräte und fortschrittliche Computersimulationssoftware.

Um dieses fortgeschrittene Spezialisierungsfeld in Deutschland zu erreichen, ist in der Regel ein einschlägiges Hochschulstudium erforderlich. Von Kandidaten werden Bachelor- und Masterabschlüsse in einem Fach wie Physik, Chemie, Biologie, Materialwissenschaften oder Ingenieurwissenschaften erwartet. Der Begriff „fortgeschrittene Ausbildung“ deutet darauf hin, dass die Spezialisierung in diesem Bereich typischerweise durch eine Promotion (Doktorgrad) oder Postdoc-Forschung erfolgt. Expertise auf diesem Niveau erfordert fundiertes theoretisches Wissen und umfassende praktische Laborerfahrung.

Für türkische Studierende oder Fachkräfte, die eine Karriere in diesem Bereich in Deutschland anstreben, gibt es wichtige Hinweise. Zunächst ist die Anerkennung türkischer Hochschulabschlüsse in Deutschland notwendig; Informationen zu diesem Prozess können von offiziellen Quellen wie der Anabin-Datenbank bezogen werden. Fortgeschrittene Deutschkenntnisse (Niveau C1) sind für den Alltag und das Arbeitsumfeld von entscheidender Bedeutung, während gute Englischkenntnisse zudem für die wissenschaftliche Arbeit und internationale Publikationen unerlässlich sind. Da Hightech-Bereiche wie die Nanowissenschaften wettbewerbsintensiv sind, verschaffen ein starker akademischer Hintergrund und Forschungserfahrung einen Vorteil im Bewerbungsprozess.

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Ingenieurwissenschaften →

Der Beruf Nanowissenschaft (weiterführend) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Das Studium findet an Universitäten und Fachhochschulen statt.Lernorte sindan der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliotheken, Laborszu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)

Studiendauer

Regelstudiendauer: 2-4 Semester

Studienkosten

Studienkosten Einschreib- und Verwaltungsgebühren sowie Semesterbeiträge (z.B. für das Studierendenwerk, die verfasste Studierendenschaft, Semesterticket)ggf. Studiengebühren Gebühren für "Langzeitstudierende", für ein Zweitstudium oder nach Verbrauch eines festgesetzten Studienguthabens Aufwendungen für Lernmittel und Studienbedarf, z.B. für Fachliteratur, Exkursionen Beiträge für eine studentische Krankenversicherung (i.d.R. bei Überschreiten der Altersgrenze von 25 Jahren oder bestimmter Einkommensgrenzen)FörderungsmöglichkeitenInformationen: Deutsches Studierendenwerk - FinanzierungsmöglichkeitenBundesgesetz über individuelle Förderung der Ausbildung (Bundesausbildungsförderungsgesetz - BAföG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 07.12.2010 (BGBl. I S. 1952), zuletzt geändert durch Artikel 11 Abs. 1 des Gesetzes vom 16.04.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 107)

Studieninhalte

Pflichtmodule, z.B.:Einführung in die Automatisierungstechnik (Nano)FluiddynamikGrundlagen der OberflächenphysikKolloidprozesstechnikMesstechnik nanodisperser SystemeNanoelektronikNanokristalline MaterialienNano-Optoelektronik und Nano-PhotonikPhysikalische MaterialchemieThermoelektrikWahlpflichtmodule, z.B.:Atom- und MolekülphysikMikro- und Nanotechnik in der BiomedizinNachhaltige NanotechnologiePhotovoltaikTest und Zuverlässigkeit digitaler SystemePraktische Studieninhalte:Je nach Hochschule Praktika, Praxismodule, Praxissemester (z.B. in Unternehmen der chemischen Industrie), Forschungsprojekte, Auslandssemester

Studiensituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Lehrveranstaltungen: während des Semesters in den Hörsälen und Seminarräumen der Hochschule Vorlesungen und Seminare besuchen; ggf. zu Hause an Online-Lehrveranstaltungen teilnehmenPraktische Übungen: z.B. im Labor optische und elektronische Messungen durchführenEigenständige Arbeit: Lehrveranstaltungen vor- und nachbereiten, in Bibliotheken recherchieren, Referate vorbereiten, Hausarbeiten anfertigen (auch in der vorlesungsfreien Zeit)Wissenschaftliche Forschung: Fertigkeiten im wissenschaftlichen Arbeiten vertiefenOrganisation und Planung: das Studium eigenverantwortlich planen, vorgegebene Studienzeiten einhalten, Studien- und Prüfungsleistungen rechtzeitig erbringen (Selbstdisziplin und Organisationstalent erforderlich)Berufsvorbereitung: ggf. Praktika absolvieren (z.B. in Entwicklungs- und Prüflaboratorien der Informationstechnik), Berufseinstieg vorbereiten

Studienalternativen

Folgende Studienfächer können Alternativen für das Studienfach Nanowissenschaft (weiterführend) sein:Bereich NanotechnologieMaterialwissenschaft (weiterführend)Werkstoffwissenschaft, -technik (weiterführend)Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik (weiterführend)Mikroelektronik (weiterführend)Biotechnologie (weiterführend)Gemeinsamkeit:physikalische Prozesse der Nano- bzw. Mikrotechnologie analysieren und für technische Anwendungen nutzbar machenBereich LaborMolekularwissenschaft (weiterführend)Bionik (weiterführend)Chemie (weiterführend)Gemeinsamkeit:Laboruntersuchungen mit Werkstoffen unterschiedlicher Struktur durchführen

Zugangsstudienfächer

Hochschulen setzen z.B. folgende Abschlüsse voraus:Nanowissenschaft (grundständig)Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik (grundständig)Sensortechnik (grundständig)

Zusatzqualifikationen

Zusatz- und Schlüsselqualifikationen erleichtern einen erfolgreichen Berufseinstieg. Folgende Themen kommen z.B. infrage:WissensmanagementPräsentation physikalischer InhalteAuch Wahlpflicht- und Wahlmodule, z.B. zu den Themen Lasermaterialbearbeitung und Nachhaltige Nanotechnologie, können Zusatzqualifikationen vermitteln.Praktika, z.B. in Entwicklungs- und Prüflaboratorien der Informationstechnik, bereiten gezielt auf das Berufsleben vor.Angebote zum Erwerb von Zusatz- und Schlüsselqualifikationen finden sich bei den Career Centern der Hochschulen (siehe Kontaktdaten der jeweiligen Hochschule):Hochschulen in Deutschland - Hochschulsuche des Hochschulkompass

Das Studium im Überblick

Das weiterführende Studienfach vertieft Kenntnisse aus dem grundständigen Studienfach und ggf. einer Berufstätigkeit in Natur- und Materialwissenschaften, Mathematik, Informatik und Technik.Das Studium führt zu einem zweiten Hochschulabschluss.Nanowissenschaft gibt es auch als Teilzeitstudiengang.

Studiengangsbezeichnungen

BeispieleAdvanced Semiconductor Nanotechnologies (Master)Embedded Intelligence Nanosystems Engineering (Master)Nanoelectronic Systems (Master)NanoEngineering (Master)Nanoscience and Nanotechnology (Master)Nanotechnologie (Master)Nanowissenschaft (Master)

Mögliche Tätigkeitsfelder

Für Masterabsolventen der Nanowissenschaft bieten sich unterschiedliche Tätigkeitsfelder in der freien Wirtschaft an, z.B. Verfahrens-, Produktentwicklung oder Qualitätssicherung, -management.Wer eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule anstrebt, muss i.d.R. promovieren. Eine Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft und Forschung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Entwicklung des Studienfachs

1950er-Jahre:Entdeckung der Möglichkeit zur Manipulation von Materie auf Atomebene durch Richard FeynmanEinführung der Nanowissenschaft als Forschungsdisziplin in Chemie, Physik und Ingenieurwissenschaften1980er-Jahre:Entdeckung von Strukturen im Nanometerbereich durch erste erfolgreiche Experimente mit dem sog. Rastertunnelmikroskop (RTM)1990er-Jahre:Entstehung erster Nanotechnologiezentren bzw. staatlich geförderter Kompetenzzentren in Deutschland1999:Beginn des Bologna-Prozesses: Reform der europäischen Hochschullandschaft u.a. mit folgenden Zielen:Schaffung eines einheitlichen europäischen HochschulraumsHarmonisierung von Studiengängen und Studienabschlüssen: Einführung von Bachelor- und MasterstudiengängenVerbesserung der Mobilität von Studierenden und Lehrenden2003:Etablierung des ersten eigenständigen Studiengangs

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

Abschlussgradeje nach StudiengangMaster of Engineering (M.Eng.)Master of Science (M.Sc.)

Vergütung während des Studiums

Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.

Rechtliche Regelungen für das Studium

BundesebeneHochschulrahmengesetz (HRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 19.01.1999 (BGBl. I S. 18), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 15.11.2019 (BGBl. I S. 1622)Ländergemeinsame Strukturvorgaben gemäß § 9 Absatz 2 HRG für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen (Beschluss der KMK vom 10.10.2003 i.d.F. vom 04.02.2010)Qualifikationsrahmen für deutsche Hochschulabschlüsse (Im Zusammenwirken von Hochschulrektorenkonferenz, Kultusministerkonferenz und in Abstimmung mit Bundesministerium für Bildung und Forschung erarbeitet und von der Kultusministerkonferenz am 16.02.2017 beschlossen)LandesebeneHochschulgesetze in Verbindung mit Verwaltungsvorschriften, z.B. über die Akkreditierung von StudiengängenQualifikations- oder HochschulzugangsverordnungenHochschulebeneSatzung der Hochschule Studien- und Prüfungsordnungen für die Studiengänge im jeweiligen Studienfach

Zugangsvoraussetzungen für das Studium

Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Nanowissenschaft vorausgesetzt.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Bei dualen Studiengängen wird i.d.R. ein Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit einem geeigneten Unternehmen (sog. Praxispartner) vorausgesetzt.Gegebenenfalls sind Kenntnisse in Englisch nachzuweisen.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Nanowissenschaft (weiterführend)

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Nanowissenschaft (weiterführend) in Deutschland?

Ein Spezialist mit fortgeschrittener Ausbildung in den Nanowissenschaften in Deutschland ist ein Forscher oder Ingenieur, der die Eigenschaften, das Verhalten und die Wechselwirkungen von Materie auf atomarer und molekularer Ebene untersucht, um neue Materialien und Technologien zu entwickeln. Dieser Beruf erfordert die Arbeit im Nanometerbereich (ein Milliardstel Meter) und befindet sich typischerweise an der Spitze der wissenschaftlichen Forschung. Nanowissenschafts-Spezialisten synthetisieren neue Nanomaterialien im Labor, charakterisieren deren physikalische, chemische und biologische Eigenschaften mithilfe fortschrittlicher Instrumente und nutzen diese Informationen, um innovative Anwendungen in verschiedenen Sektoren wie Elektronik, Medizin, Energie, Umwelt und Materialwissenschaften zu konzipieren. Ihre Arbeitsumfelder sind typischerweise universitäre Forschungslabore, öffentliche Forschungsinstitute oder die F&E-Abteilungen (Forschung und Entwicklung) großer Technologie-, Chemie-, Pharma- und Elektronikunternehmen im privaten Sektor. Bei der Ausübung ihrer Tätigkeiten nutzen sie Hightech-Werkzeuge wie Elektronenmikroskope (REM, TEM), Rasterkraftmikroskope (AFM), spektroskopische Analysegeräte und fortschrittliche Computersimulationssoftware.

Um dieses fortgeschrittene Spezialisierungsfeld in Deutschland zu erreichen, ist in der Regel ein einschlägiges Hochschulstudium erforderlich. Von Kandidaten werden Bachelor- und Masterabschlüsse in einem Fach wie Physik, Chemie, Biologie, Materialwissenschaften oder Ingenieurwissenschaften erwartet. Der Begriff „fortgeschrittene Ausbildung“ deutet darauf hin, dass die Spezialisierung in diesem Bereich typischerweise durch eine Promotion (Doktorgrad) oder Postdoc-Forschung erfolgt. Expertise auf diesem Niveau erfordert fundiertes theoretisches Wissen und umfassende praktische Laborerfahrung.

Für türkische Studierende oder Fachkräfte, die eine Karriere in diesem Bereich in Deutschland anstreben, gibt es wichtige Hinweise. Zunächst ist die Anerkennung türkischer Hochschulabschlüsse in Deutschland notwendig; Informationen zu diesem Prozess können von offiziellen Quellen wie der Anabin-Datenbank bezogen werden. Fortgeschrittene Deutschkenntnisse (Niveau C1) sind für den Alltag und das Arbeitsumfeld von entscheidender Bedeutung, während gute Englischkenntnisse zudem für die wissenschaftliche Arbeit und internationale Publikationen unerlässlich sind. Da Hightech-Bereiche wie die Nanowissenschaften wettbewerbsintensiv sind, verschaffen ein starker akademischer Hintergrund und Forschungserfahrung einen Vorteil im Bewerbungsprozess.

Ist Nanowissenschaft (weiterführend) eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Nanowissenschaft (weiterführend)" einer Weiterbildung — fortgeschrittene Spezialisierung, die auf einer bestehenden Ausbildung oder einem Abschluss aufbaut (z. B. Meister, Fachwirt, zertifizierter Kurs).

Wie kann ich in Deutschland als Nanowissenschaft (weiterführend) qualifiziert werden?

Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Nanowissenschaft vorausgesetzt.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Bei dualen Studiengängen wird i.d.R. ein Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit einem geeigneten Unternehmen (sog. Praxispartner) vorausgesetzt.Gegebenenfalls sind Kenntnisse in Englisch nachzuweisen.

Wo arbeiten Nanowissenschaft (weiterführend) in Deutschland typischerweise?

Das Studium findet an Universitäten und Fachhochschulen statt.Lernorte sindan der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliotheken, Laborszu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Nanowissenschaft (weiterführend) in Deutschland?

Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.

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