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Musikwissenschaftler/Musikwissenschaftlerin

Musikwissenschaftler/in

Grundberuf Sprach- und Kulturwissenschaften KldB B 94114

Was ist Musikwissenschaftler/Musikwissenschaftlerin?

Musikwissenschaftler/Musikwissenschaftlerinnen sind Fachleute in Deutschland, die die Grundlagen der Musik, ihre verschiedenen Formen und Wirkungsmechanismen mit einem wissenschaftlichen Ansatz untersuchen. Dieser Beruf erfordert eine tiefgehende Analyse und Interpretation der historischen, kulturellen, ästhetischen und theoretischen Dimensionen der Musik. Musikwissenschaftler/Musikwissenschaftlerinnen, vokal und instrumental

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Sprach- und Kulturwissenschaften →

Der Beruf Musikwissenschaftler/Musikwissenschaftlerin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Sprach- und Kulturwissenschaften:

Detaillierte Informationen

Medien

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Trends

Künstliche Intelligenz (KI) in der MusikMittlerweile ist Software auf dem Markt, die mittels KI-Technologie Musik komponiert. Sie produziert u.a. Musikstücke sowie Geräuschkulissen und Hintergrundmusik für Computerspiele. Die Software basiert auf Deep-Learning, wodurch sie Muster in Musikkompositionen entschlüsselt, und in verschiedenen Varianten reproduziert. Zudem kann sie Musiksammlungen pflegen und diese z.B. nach Genre, Tempo und Tonart kategorisieren und zusammenstellen. Fach- und Führungskräfte der Musik- oder Gamingbranche sollten sich mit dieser Technologie auseinandersetzen und die Einsatzmöglichkeiten prüfen.

Interessen

Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um in diesem Studienberuf erfolgreich zu sein. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an theoretisch-abstrakten Tätigkeitenz.B. Analysieren von Partiturenz.B. Auswerten und Interpretieren alter Werkausgabenz.B. Erforschen von Funktionsweisen musikalischer WerkeInteresse an kreativ-gestaltenden Tätigkeitenz.B. Zusammenstellen von Musikprogrammenz.B. Mitwirken an Spielplangestaltungen und musikalischen Theaterstücken

Arbeitsorte

Musikwissenschaftler und Musikwissenschaftlerinnen arbeiten in erster Liniein Büroräumenin Unterrichtsräumen und Hörsälenin Bibliotheks- und Archivräumen in Proberäumenin Konzert- und Opernsälen, auf Bühnenin AufnahmestudiosDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:ForschungMusikwissenschaftenWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:Fachpublikationen erstellenKulturgeschichteKulturmanagement, -verwaltungLehrtätigkeit (Hochschule)MusikerziehungMusikmanagementÖffentlichkeitsarbeit, Public RelationsProjektmanagementQuellenmaterial auswerten (Geschichte)Recherche, InformationsbeschaffungSozialwissenschaftenUnterricht, Schulung (außerschulischer Bereich)VortragstätigkeitWeitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:Kompetenzgruppe "Musikinstrumente"Kompetenzgruppe "Musiksparten"

Digitalisierung

Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Musikwissenschaftler/innen ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:Audio-Mining-Systeme (z.B. für die Durchführung von Forschungsprojekten Audio-Mining-Systeme einsetzen)Digital-Asset-Management - DAM (z.B. musikalische Werke aus DAM-Systemen abrufen und analysieren)Digitale Tafel (z.B. Fachvorträge und Lehrveranstaltungen mithilfe einer digitalen Tafel durchführen)Dokumentenkamera (z.B. mit einer Dokumentenkamera hochauflösende Bilder von Notenblättern für Lehrveranstaltungen präsentieren)Dokumentenmanagementsysteme - DMS (z.B. Musikanalysen, Forschungsprojekte und Fachvorträge digital verwalten)Lernplattformen und -Apps (z.B. für Lehrveranstaltungen an Universitäten zusätzliche Aufgaben auf Lernplattformen bereitstellen)Massive Open Online Course - MOOC (z.B. an Universitäten MOOC-Kurse anbieten)Open Educational Resources - OER (z.B. lizenzfreie musikwissenschaftliche Informationen im Internet kostenlos zur Verfügung stellen)Text-Mining-Systeme (z.B. wissenschaftliche Texte kategorisieren und auswerten)

Arbeitssituation

Musikwissenschaftler/innen setzen ihre umfassenden Kenntnisse der Musikliteratur wie auch ihr Gespür für Trends ein, wenn sie z.B. in der Musikdramaturgie Spielplan- oder Programmvorschläge erstellen oder passende Stücke suchen. Bei der Analyse von Musikaufführungen, der Auswertung alter Werkausgaben oder der Begutachtung von Musikmanuskripten bzw. Notenmaterial kommen ihnen ihre methodischen und analytischen Fähigkeiten zugute. Ihr argumentatives Geschick und ihre Durchsetzungsfähigkeit stellen sie unter Beweis, wenn sie der Intendanz oder der Programmleitung ihre Ideen unterbreiten. Interdisziplinäres Denken und Teamfähigkeit ermöglichen die Zusammenarbeit mit Experten der Kunstgeschichte, Literaturwissenschaften, Ethnologie, Psychologie oder Informatik bei fachübergreifenden Forschungsprojekten. Die Fähigkeit zum übergreifenden Denken ist auch bei der Produktion von Musikeditionen erforderlich, in der Konzertveranstaltung, im Kulturmanagement oder Journalismus. Ihre kommunikativen Fähigkeiten setzen Musikwissenschaftler/innen u.a. in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ein. In der Erwachsenenbildung oder in der Lehre an Hochschulen wenden sie zudem pädagogische sowie fachdidaktische Kenntnisse an und messen die Qualität ihrer Lehre an den Fortschritten und Rückmeldungen ihrer Studierenden.Im Büro am Schreibtisch werten sie z.B. Forschungsergebnisse aus, schreiben Berichte und Analysen, verfassen Presse- oder Katalogtexte oder bereiten Vorlesungen vor. Wenn sie Inszenieru...

Existenzgründung

Musikwissenschaftler und Musikwissenschaftlerinnen können sich z.B. als freier Journalist bzw. freie Journalistin oder freier Verlagslektor bzw. freie Verlagslektorin selbstständig machen. Sie können auch eine eigene Agentur für musikalische Events gründen.

Verdienst/Einkommen

Aufgrund des großen beruflichen Spektrums sind keine repräsentativen Angaben möglich.

Branchen im Einzelnen

Hochschulen, Fachhochschulen, Berufs-, FachakademienUniversitäten, auch MusikhochschulenEinrichtungen des tertiären Bildungsbereichs a. n. g., insbesondere Musikakademien, KonservatorienAufstiegsfortbildung, Schulen der beruflichen Fortbildung, insbesondere Musikakademien, KonservatorienArchiv, Bibliothek, DokumentationBibliotheken, v.a. MusikbibliothekenArchive, v.a. MusikarchiveRechts-, Wirtschafts-, Sozial-, Sprach-, Kultur- und KunstwissenschaftenForschung und Entwicklung im Bereich Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie im Bereich Sprach-, Kultur- und Kunstwissenschaften, insbesondere MusikwissenschaftKunst, Kultur, MuseenOpern und MusicalsKonzertveranstalterMuseen und SammlungenBallettTheater-, Wort- und LiteraturveranstalterOrchester, Chöre sowie sonstige Musikerinnen und MusikerFilm-, Video-, AudioproduktionHerstellung von Tonaufnahmen (Tonstudios), z.B. Dokumentationsreihen über MusikgeschichteHörfunk, Fernsehen, sonstige MedienverbreitungHörfunkveranstalter und Verbreitung von Audioinhalten, z.B. Radiosender mit dem Schwerpunkt MusikVerlageMusikverlageVerlegen von Zeitschriften, z.B. FachzeitschriftenVerlegen von BüchernÖffentliche VerwaltungÖffentliche Verwaltung der Kultur und des Sports, z.B. Konzert- und Kulturmanagement bei kommunalen Kulturämtern

Zugang zur Tätigkeit

Voraussetzung ist ein abgeschlossenes grundständiges Studium der Musikwissenschaft.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Zugangsstudienfächer

Musikwissenschaft (grundständig)Musikwissenschaft (weiterführend)

Arbeitsbereiche/Branchen

Musikwissenschaftler und Musikwissenschaftlerinnen finden Beschäftigung z.B.an Hochschulen und Forschungsinstitutenin Musikarchiven und -bibliothekenan Musiktheaternbei Konzertveranstalternbei Fernsehen und Hörfunkbei Film-, Video- und Audioproduktionenbei Verlagenbei Kulturämtern

Tätigkeitsbezeichnungen

Musikwissenschaftler/inBerufsbezeichnung in französischer SpracheMusicien-chercheur/Musicienne-chercheuse

Arbeits- und Sozialverhalten

Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. Bereitschaft, als Musikdramaturg/in engagiert bei der Spielplangestaltung an Musiktheatern mitzuwirken)Sorgfalt (z.B. exaktes Analysieren, Interpretieren und Beschreiben von musikalischen Werken)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Planen und Organisieren von Musikfestivals und Konzerten)

Die Tätigkeit im Überblick

Musikwissenschaftler und Musikwissenschaftlerinnen beschäftigen sich mit den Grundlagen, Erscheinungsformen und Wirkungsweisen von Musik. Sie arbeiten z.B. in Wissenschaft und Lehre, in der Theater-, Film- und Fernsehproduktion, im Kunst- und Kulturmanagement oder im redaktionellen Bereich.

Stellen- und Bewerberbörsen

music-job.comnmz.deVioWorld

Verbände und Organisationen

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)Deutscher Musikrat e.V. gGmbHDeutscher Tonkünstlerverband e.V.Deutsches Musikinformationszentrum Deutscher Musikrat gGmbHGesellschaft für Musikforschung e.V.Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

Verantwortung für Personen (z.B. Studierende unterrichten und betreuen)Bildschirmarbeit (z.B. Erstellen von Musikdatenbanken, Berichten und Analysen)Arbeit in Büroräumen (z.B. alte Werkausgaben revidieren, Neuauflagen erarbeiten)Arbeit in Unterrichts-/Schulungsräumen (Lehrveranstaltungen in Hörsälen oder Seminarräumen vor einer Gruppe durchführen)unregelmäßige Arbeitszeiten (z.B. bei Veranstaltungen am Abend oder Wochenende)

Berufliche Einsatzmöglichkeiten

Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:Kunst-, KulturmanagementOrchesterdirektor/Orchesterdirektorin / Orchestergeschäftsführer/OrchestergeschäftsführerinLehrtätigkeit an HochschulenDozent/Dozentin an Hochschulen und AkademienStudiengangkoordinator/StudiengangkoordinatorinRedaktion, Journalismus, LektoratMusikredakteur/MusikredakteurinTheater-, Film- und FernsehproduktionDramaturg/DramaturginIntendant/IntendantinWissenschaftliche ForschungForschungsreferent/ForschungsreferentinLeiter einer Forschungsgruppe/Leiterin einer ForschungsgruppeWissenschaftlicher Mitarbeiter/Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Medien, Recherche- und Arbeitsunterlagen, z.B.: Konzert-, Ton- und Videoaufnahmen, Regiebücher, Partituren, Inszenierungskonzepte, Sekundärliteratur, Musikrezensionen, Vorlesungsmaterialien, Programmübersichten, FachliteraturGeräte und Zubehör, z.B.: Musikanlagen, Lautsprecher, TonträgerBüroausstattung, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Musikwissenschaftler und Musikwissenschaftlerinnen arbeiten in unterschiedlichen Bereichen. In der wissenschaftlichen Forschung analysieren und interpretieren sie Werke der Vokal- und Instrumentalmusik und veröffentlichen ihre Ergebnisse. An Hochschulen unterrichten sie Studierende, bereiten Vorlesungen und Seminare vor, korrigieren schriftliche Arbeiten und nehmen Prüfungen ab.Im Bereich Theater-, Musik- und Fernsehproduktion planen und gestalten Musikwissenschaftler und Musikwissenschaftlerinnen z.B. Programme für Konzerthäuser, betreuen Musicalinszenierungen oder organisieren Theaterfestivals. Im Verlagswesen lesen, prüfen und bearbeiten sie Manuskripte, entwickeln neue Medienprodukte und betreuen Autoren und Autorinnen. Für Online- und Printmedien, Fernsehen oder Hörfunk erstellen sie Beiträge wie Berichte, Reportagen oder Musiksendungen und bearbeiten diese redaktionell.

Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Musik, Theater, Musikmanagement, Erwachsenenbildung).Darüber hinaus kann sich der Trend, Künstliche Intelligenz auch in der Musik einzusetzen, zu einem wichtigen Weiterbildungsthema für Musikwissenschaftler/innen entwickeln.

Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Bachelorabsolventen können ihre Berufs- und Karrierechancen durch ein weiterführendes Studium ausbauen, z.B. im Studienfach Musikwissenschaft, Musikpädagogik oder Musiktherapie.Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

Verständnis für musikalische Werke, Musiktheorie und -geschichte vermittelnmusikalische Werke analysieren und z.B. im Rahmen einer Spielplangestaltung für die Aufführung auswählenTexte zum Thema Musik verfassen, bearbeiten und bewertenWissenschaft, Forschung, Lehremusikalische Werke verschiedener Epochen und Stile interpretieren und beschreiben, z.B. in Bezug auf ihre Entstehungsgeschichte oder ihre kompositorischen Strukturensatz- und kompositionstechnische Grundlagen untersuchen und beschreiben, z.B. moderne Kompositionstechniken, Satz- oder Harmonielehre Geschichte der Musiktheorie, -ästhetik und -pädagogik untersuchen, die kulturellen Funktionsweisen von Musik erforschenBau- und Funktionsweise sowie Geschichte von Musikinstrumenten einschließlich ihrer akustischen Grundlagen analysierenLehrveranstaltungen und Fachvorträge vorbereiten und durchführen schriftliche Arbeiten korrigieren, Prüfungen abnehmen Forschungsprojekte initiieren, durchführen und Ergebnisse veröffentlichen; Forschungsgelder beantragen Im KulturbetriebTheater-, Musik- und Fernsehproduktion: als Musikdramaturg/in bei der Spielplangestaltung an Musiktheatern mitwirken, Stücke prüfen und auswählen, Inszenierungen kritisch begleiten; Öffentlichkeitsarbeit mitgestalten, Programmhefte zusammenstellen, Pressekontakte pflegenKunst- und Kulturmanagement: Musik- und Theaterfestivals planen und organisieren, in Workshops Besucher/innen auf Aufführungen vorbereiten, die Programmgestaltung bei Konzerten übernehmenVer...

Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)

Folgende weitere Beschäftigungsalternativen bieten sich für den Beruf Musikwissenschaftler/in an:Tätigkeitsfeld Kunst-, KulturmanagementKulturmanager/KulturmanagerinGemeinsamkeiten:musikalische Produktionen vorbereiten, organisieren und begleitenin der Öffentlichkeitsarbeit oder Verwaltung des Kulturbetriebes mitarbeitenTätigkeitsfeld Wissenschaftliche ForschungMusikpädagoge/MusikpädagoginDirigent/DirigentinKomponist/KomponistinGemeinsamkeit:Kenntnisse aus Musiktheorie und -geschichte anwendenTätigkeitsfeld PersonaldienstleistungenCasting-Direktor/Casting-DirektorinKünstlervermittler/Künstlervermittlerin (nicht bei der Agentur für Arbeit)Gemeinsamkeiten:Kenntnisse der Musikszene sowie der aktuellen Vorlieben des Publikums anwendenErfahrungen im Umgang mit Musikern und MusikerinnenErfahrungen im Bereich Medien und Öffentlichkeitsarbeit einsetzenHinweis: Die genannten Jobalternativen erfordern ggf. eine längere Einarbeitung oder eine Zusatzausbildung.

Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)

Worum geht es?Musikwissenschaftler/innen beschäftigen sich mit den Grundlagen, Erscheinungsformen und Wirkungsweisen von Musik. Sie sind z.B. in Wissenschaft und Lehre, in der Theater-, Film- und Fernsehproduktion, im Kunst- und Kulturmanagement oder im redaktionellen Bereich tätig.In der wissenschaftlichen Forschung und LehreForschungsgebiete der historisch orientierten Musikwissenschaft sind die Entstehung, Erscheinung und klangliche Wiedergabe, die Funktion und Wirkung von Werken der europäischen Musikgeschichte. Die systematische Musikwissenschaft untersucht historische und aktuelle Systemzusammenhänge, die vom Ton als Gegenstand der Wahrnehmung über musiktheoretische Voraussetzungen, ästhetische Urteilsbildung bis hin zu kulturellen Funktionsweisen von Musik reichen können. In der Instrumentenkunde bzw. der Akustik analysieren Musikwissenschaftler/innen die Bau- und Funktionsweise sowie die Geschichte von Musikinstrumenten einschließlich ihrer akustischen Grundlagen sowie der musikalischen Aufführungspraxis. Im Bereich Tonsatz befassen sie sich mit kompositionstechnischen Grundlagen, mit Harmonielehre, Formanalyse und Notationskunde.Musikwissenschaftler/innen halten Forschungsergebnisse in Fachartikeln oder Büchern fest und machen sie so anderen Wissenschaftlern sowie Studierenden zugänglich. Auf Tagungen und Kongressen referieren sie über Erkenntnisse. Sie vermitteln in Lehrveranstaltungen Wissen an Studierende, betreuen wissenschaftliche Arbeiten und nehmen Prüfungen a...

Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten

Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt.Fähigkeitenverbales (sprachliches) Denken (z.B. Verfassen von Presseartikeln; Redigieren von musikwissenschaftlichen Manuskripten)Beobachtungsgenauigkeit (z.B. kritisches Beobachten und Analysieren von Musikaufführungen)Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Erstellen von Spielplan- oder Programmvorschlägen; Organisieren von Musik- und Theaterfestivals)Musikalische Befähigung (z.B. Bewerten von musikalischen Interpretationen)Sinn und Gespür für Ästhetik (z.B. Beschäftigung mit musikästhetischen Themen und Entwicklungen)Kenntnisse und FertigkeitenTextverständnis (z.B. Lesen und Verstehen musikwissenschaftlicher Quellen und Fachpublikationen)Schriftliches Ausdrucksvermögen und Rechtschreibsicherheit (z.B. Verfassen von Presseartikeln, Fachbeiträgen und wissenschaftlichen Arbeiten)

Charakteristische körperliche Anforderungen

Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Musikinstrumente für einen Kurs herrichten)Ungestörtes Sprechvermögen (z.B. musiktheoretische Zusammenhänge vermitteln)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. musiktheoretische Artikel lektorieren; Bildschirmarbeit)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. Musikaufführungen bewerten; für Forschungsarbeiten Partituren prüfen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Musikwissenschaftler/in an:Job- und Besetzungsalternativenfür Teiltätigkeiten und berufliche Einsatzmöglichkeiten (mit/ohne Einarbeitung):Dramaturg/DramaturginOrchesterdirektor/Orchesterdirektorin / Orchestergeschäftsführer/OrchestergeschäftsführerinEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen

Anerkennung von ausländischen Qualifikationen

Die Tätigkeit als Musikwissenschaftler/in ist nicht reglementiert.Um mit einem im Ausland erworbenen Abschluss in diesem Beruf zu arbeiten, ist keine berufliche Anerkennung notwendig. Jedoch besteht die Möglichkeit, für ausländische Hochschulabschlüsse eine individuelle Zeugnisbewertung durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) zu beantragen. Diese kann für Bewerbungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt hilfreich sein.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte

Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen

Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Eingeschränkte Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Musikinstrumente für einen Kurs herrichten)Sprachstörung, Sprachfehler (z.B. musiktheoretische Zusammenhänge vermitteln)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. musiktheoretische Artikel lektorieren; Bildschirmarbeit)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. Musikaufführungen bewerten; für Forschungsarbeiten Partituren prüfen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)

Folgende weitere Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Musikwissenschaftler/in an:Tätigkeitsfeld Musik, Gesang, KompositionMusikpädagoge/MusikpädagoginDirigent/DirigentinKomponist/KomponistinGemeinsamkeit:Kenntnisse aus der Musiktheorie und -geschichte anwendenHinweis: Die genannten Besetzungsalternativen erfordern ggf. eine Einarbeitung, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Musikwissenschaftler/Musikwissenschaftlerin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Musikwissenschaftler/Musikwissenschaftlerin in Deutschland?

Musikwissenschaftler/Musikwissenschaftlerinnen sind Fachleute in Deutschland, die die Grundlagen der Musik, ihre verschiedenen Formen und Wirkungsmechanismen mit einem wissenschaftlichen Ansatz untersuchen. Dieser Beruf erfordert eine tiefgehende Analyse und Interpretation der historischen, kulturellen, ästhetischen und theoretischen Dimensionen der Musik. Musikwissenschaftler/Musikwissenschaftlerinnen, vokal und instrumental

Ist Musikwissenschaftler/Musikwissenschaftlerin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Musikwissenschaftler/Musikwissenschaftlerin" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Musikwissenschaftler/Musikwissenschaftlerin qualifiziert werden?

Voraussetzung ist ein abgeschlossenes grundständiges Studium der Musikwissenschaft.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Wo arbeiten Musikwissenschaftler/Musikwissenschaftlerin in Deutschland typischerweise?

Musikwissenschaftler und Musikwissenschaftlerinnen arbeiten in erster Liniein Büroräumenin Unterrichtsräumen und Hörsälenin Bibliotheks- und Archivräumen in Proberäumenin Konzert- und Opernsälen, auf Bühnenin AufnahmestudiosDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Wie hoch ist das typische Gehalt für Musikwissenschaftler/Musikwissenschaftlerin in Deutschland?

Aufgrund des großen beruflichen Spektrums sind keine repräsentativen Angaben möglich.

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