Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik (weiterführend)
Was ist Mikroteknik ve Mikrosistem Tekniği Uzmanı (İleri Seviye)?
Mikrotechnik- und Mikrosystemtechnik-Spezialisten arbeiten in der Regel in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen (F&E), in Reinräumen und in Hightech-Laboren. Zu ihren Aufgaben gehören die Modellierung von Mikrokomponenten und -systemen mithilfe von CAD-Software (Computer-Aided Design), die Durchführung von Leistungsanalysen durch Simulationen sowie die Herstellung und Prüfung von Prototypen. Darüber hinaus sind die Optimierung von Produktionsprozessen, die Festlegung von Qualitätskontrollstandards und die Erforschung neuer Materialien wichtige Bestandteile dieses Berufs. In ihren Arbeitsumgebungen werden fortschrittliche Werkzeuge wie hochpräzise Produktionsanlagen, Elektronenmikroskope, Lasersysteme und spezielle Sensortechnologien eingesetzt.
Um in Deutschland ein fortgeschrittenes Spezialwissen im Bereich Mikrotechnik und Mikrosystemtechnik zu erlangen, ist in der Regel ein Masterstudium nach einem Bachelorabschluss in einem verwandten Ingenieur- oder Naturwissenschaftsbereich (z. B. Elektrotechnik, Maschinenbau, Physik oder Materialwissenschaft) erforderlich. Dieser "weiterführende" Charakter zeigt, dass eine tiefgehende Beherrschung und Spezialisierung des Themas notwendig ist.
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Ingenieurwissenschaften →Der Beruf Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik (weiterführend) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften:
3D Printing
Bachelor · Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung
Acoustical Engineering
Master · Hochschule Mittweida
Additive Manufacturing
Master · Universität Paderborn
Additive Manufacturing - Materials, Development and Lightweight Construction
Bachelor · Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut
Advanced Computational Methods in Civil Engineering
Master · RWTH Aachen University
Advanced Hydraulic Engineering
Master · Hochschule Biberach
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Das Studium findet an Universitäten und Fachhochschulen statt.Lernorte sindan der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliotheken, Laborszu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)
▶ Studiendauer
Regelstudiendauer: 2-4 Semester
▶ Studienkosten
Studienkosten Einschreib- und Verwaltungsgebühren sowie Semesterbeiträge (z.B. für das Studierendenwerk, die verfasste Studierendenschaft, Semesterticket)ggf. Studiengebühren Gebühren für "Langzeitstudierende", für ein Zweitstudium oder nach Verbrauch eines festgesetzten Studienguthabens Aufwendungen für Lernmittel und Studienbedarf, z.B. für Fachliteratur, Exkursionen Beiträge für eine studentische Krankenversicherung (i.d.R. bei Überschreiten der Altersgrenze von 25 Jahren oder bestimmter Einkommensgrenzen)FörderungsmöglichkeitenInformationen: Deutsches Studierendenwerk - FinanzierungsmöglichkeitenBundesgesetz über individuelle Förderung der Ausbildung (Bundesausbildungsförderungsgesetz - BAföG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 07.12.2010 (BGBl. I S. 1952), zuletzt geändert durch Artikel 11 Abs. 1 des Gesetzes vom 16.04.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 107)
▶ Studieninhalte
Module, z.B.:Aufbau- und VerbindungstechnikBiomedizinische MikrosystemeCharakterisierung von HalbleitersensorenKonstruktionMess- und RegelungstechnikMikromechanikMikrooptikMikrosensorikMikro- und NanoelektronikMiniaturisierte EnergieversorgungssystemeMolekulare NanotechnologienNanodiagnostikNanofluidik/MikroreaktionstechnikQualität und ZuverlässigkeitWerkstoffePraktische Studieninhalte:Je nach Hochschule Praktika, Praxismodule, Praxissemester (z.B. in Unternehmen der Fahrzeugbranche), Auslandssemester
▶ Studiensituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Lehrveranstaltungen: während des Semesters in den Hörsälen und Seminarräumen der Hochschule Vorlesungen und Seminare besuchen; ggf. zu Hause an Online-Lehrveranstaltungen teilnehmenPraktische Übungen: z.B. im Labor die Konzeption und Herstellung von Mikrosystemen erprobenEigenständige Arbeit: Lehrveranstaltungen vor- und nachbereiten, in Bibliotheken recherchieren, Referate vorbereiten, Hausarbeiten anfertigen (auch in der vorlesungsfreien Zeit)Wissenschaftliche Forschung: Fertigkeiten im wissenschaftlichen Arbeiten vertiefenOrganisation und Planung: das Studium eigenverantwortlich planen, vorgegebene Studienzeiten einhalten, Studien- und Prüfungsleistungen rechtzeitig erbringen (Selbstdisziplin und Organisationstalent erforderlich)Berufsvorbereitung: ggf. Praktika absolvieren (z.B. in Unternehmen der Fahrzeug- oder Telekommunikationsbranche), Berufseinstieg vorbereiten
▶ Studium im Ausland
Studierende können Teile des Studiums im Ausland durchlaufen, z.B.:Dänemark Masterstudiengang Medical Microtechnology Hochschulen: Technische Hochschule Lübeck, Universität Lübeck und University of Southern Denmark, SønderborgAbschluss: Master of Science (M. Sc.)Weitere Informationen: Technische Hochschule Lübeck: Masterstudiengang Medical Microtechnology
▶ Studienalternativen
Folgende Studienfächer können Alternativen für das Studienfach Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik (weiterführend) sein:Bereich Mechatronik und AutomatisierungstechnikMikroelektronik (weiterführend)Automatisierungstechnik (weiterführend)Mechatronik (weiterführend)Robotik, Autonome Systeme (weiterführend)Sensortechnik (weiterführend)Elektrotechnik (weiterführend)Gemeinsamkeiten:mikrotechnische Systeme mit elektronischen, mechanischen und optischen Komponenten entwickelnelektro- und informationstechnische Kenntnisse erwerben
▶ Zugangsstudienfächer
Hochschulen setzen z.B. folgende Abschlüsse voraus:Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik (grundständig)Elektrotechnik (grundständig)Informations-, Kommunikationstechnik (grundständig)Sensortechnik (grundständig)
▶ Zusatzqualifikationen
Zusatz- und Schlüsselqualifikationen erleichtern einen erfolgreichen Berufseinstieg. Folgende Themen kommen z.B. infrage:BetriebswirtschaftPräsentationstechnikZeitmanagementPraktika, z.B. in Unternehmen der Fahrzeug- oder Telekommunikationsbranche, bereiten gezielt auf das Berufsleben vor.Angebote zum Erwerb von Zusatz- und Schlüsselqualifikationen finden sich bei den Career Centern der Hochschulen (siehe Kontaktdaten der jeweiligen Hochschule):Hochschulen in Deutschland - Hochschulsuche des Hochschulkompass
▶ Das Studium im Überblick
Das weiterführende Studienfach vertieft Kenntnisse aus dem grundständigen Studienfach und ggf. einer Berufstätigkeit. Meist spezialisieren sich Studierende auf bestimmte Themen. Das können z.B. Mikromechanik oder Mikrooptik sein. Daneben gibt es Masterstudiengänge, die ein breites Spektrum der Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik abdecken.Das Studium führt zu einem zweiten Hochschulabschluss. Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik gibt es auch als Teilzeitstudiengang.
▶ Studiengangsbezeichnungen
BeispieleElectrical and Microsystems Engineering (Master)Maschinenbau (Mikrotechnik, Gerätetechnik und Technische Optik) (Master)Medical Microtechnology (Master)Micro and Nano Systems (Master)Microsystems Engineering (Master)Mikrosystemtechnik (Master)Mikro- und Nanotechnologien (Master)Systems Engineering for Micro-Electro-Mechanical Systems or Biomedical Micro Engineering (Master)
▶ Mögliche Tätigkeitsfelder
Für Masterabsolventen im Bereich Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik bieten sich unterschiedliche Tätigkeitsfelder in der freien Wirtschaft an, z.B. Verfahrens-, Produktentwicklung oder Qualitätssicherung, -management.Wer eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule anstrebt, muss i.d.R. promovieren. Eine Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft und Forschung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.
▶ Entwicklung des Studienfachs
Ende des 20. Jahrhunderts: zunehmende Entwicklung elektronischer Kleinstgeräte (sog. Miniaturisierung)Herausbildung der Mikrotechnik bzw. Mikrosystemtechnik zu einem eigenen FachgebietAb 1990:Etablierung eigenständiger Studiengänge1999:Beginn des Bologna-Prozesses: Reform der europäischen Hochschullandschaft u.a. mit folgenden Zielen:Schaffung eines einheitlichen europäischen HochschulraumsHarmonisierung von Studiengängen und Studienabschlüssen: Einführung von Bachelor- und MasterstudiengängenVerbesserung der Mobilität von Studierenden und Lehrenden
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
Abschlussgradeje nach StudiengangMaster of Engineering (M.Eng.)Master of Science (M.Sc.)
▶ Vergütung während des Studiums
Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.
▶ Rechtliche Regelungen für das Studium
BundesebeneHochschulrahmengesetz (HRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 19.01.1999 (BGBl. I S. 18), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 15.11.2019 (BGBl. I S. 1622)Ländergemeinsame Strukturvorgaben gemäß § 9 Absatz 2 HRG für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen (Beschluss der KMK vom 10.10.2003 i.d.F. vom 04.02.2010)Qualifikationsrahmen für deutsche Hochschulabschlüsse (Im Zusammenwirken von Hochschulrektorenkonferenz, Kultusministerkonferenz und in Abstimmung mit Bundesministerium für Bildung und Forschung erarbeitet und von der Kultusministerkonferenz am 16.02.2017 beschlossen)LandesebeneHochschulgesetze in Verbindung mit Verwaltungsvorschriften, z.B. über die Akkreditierung von StudiengängenQualifikations- oder HochschulzugangsverordnungenHochschulebeneSatzung der Hochschule Studien- und Prüfungsordnungen für die Studiengänge im jeweiligen Studienfach
▶ Zugangsvoraussetzungen für das Studium
Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik vorausgesetzt.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls sind Kenntnisse in Englisch nachzuweisen.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Mikroteknik ve Mikrosistem Tekniği Uzmanı (İleri Seviye)
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik (weiterführend) in Deutschland? ▼
Mikrotechnik- und Mikrosystemtechnik-Spezialist (Fortgeschrittenes Niveau) zu sein, ist ein Ingenieurberuf in Deutschland, der sich auf die Entwicklung und Produktion hochpräziser und miniaturisierter Systeme konzentriert, die die Zukunftstechnologien gestalten. Diese Spezialisten entwerfen, analysieren und realisieren Komponenten und Systeme, deren Größe bis zu einem Tausendstel Millimeter beträgt. Ihr Ziel ist es, kleinere, leichtere, leistungsfähigere und energieeffizientere Geräte zu schaffen. Dieses fortgeschrittene Spezialgebiet führt zu bahnbrechenden Innovationen, insbesondere in Branchen wie Medizintechnik, Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt, Elektronik und Kommunikation.
Mikrotechnik- und Mikrosystemtechnik-Spezialisten arbeiten in der Regel in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen (F&E), in Reinräumen und in Hightech-Laboren. Zu ihren Aufgaben gehören die Modellierung von Mikrokomponenten und -systemen mithilfe von CAD-Software (Computer-Aided Design), die Durchführung von Leistungsanalysen durch Simulationen sowie die Herstellung und Prüfung von Prototypen. Darüber hinaus sind die Optimierung von Produktionsprozessen, die Festlegung von Qualitätskontrollstandards und die Erforschung neuer Materialien wichtige Bestandteile dieses Berufs. In ihren Arbeitsumgebungen werden fortschrittliche Werkzeuge wie hochpräzise Produktionsanlagen, Elektronenmikroskope, Lasersysteme und spezielle Sensortechnologien eingesetzt.
Um in Deutschland ein fortgeschrittenes Spezialwissen im Bereich Mikrotechnik und Mikrosystemtechnik zu erlangen, ist in der Regel ein Masterstudium nach einem Bachelorabschluss in einem verwandten Ingenieur- oder Naturwissenschaftsbereich (z. B. Elektrotechnik, Maschinenbau, Physik oder Materialwissenschaft) erforderlich. Dieser "weiterführende" Charakter zeigt, dass eine tiefgehende Beherrschung und Spezialisierung des Themas notwendig ist.
Ist Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik (weiterführend) eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik (weiterführend)" einer Weiterbildung — fortgeschrittene Spezialisierung, die auf einer bestehenden Ausbildung oder einem Abschluss aufbaut (z. B. Meister, Fachwirt, zertifizierter Kurs).
Wie kann ich in Deutschland als Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik (weiterführend) qualifiziert werden? ▼
Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik vorausgesetzt.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls sind Kenntnisse in Englisch nachzuweisen.
Wo arbeiten Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik (weiterführend) in Deutschland typischerweise? ▼
Das Studium findet an Universitäten und Fachhochschulen statt.Lernorte sindan der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliotheken, Laborszu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)
Wie hoch ist das typische Gehalt für Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik (weiterführend) in Deutschland? ▼
Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.