Medientechnologe/Medientechnologin Druckverarbeitung
Medientechnologe/-technologin Druckverarbeitung
Was ist Medientechnologe/Medientechnologin Druckverarbeitung?
Steckbrief
Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Ingenieurwissenschaften →Der Beruf Medientechnologe/Medientechnologin Druckverarbeitung in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften:
3D Printing
Bachelor · Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung
Acoustical Engineering
Master · Hochschule Mittweida
Additive Manufacturing
Master · Universität Paderborn
Additive Manufacturing - Materials, Development and Lightweight Construction
Bachelor · Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut
Advanced Computational Methods in Civil Engineering
Master · RWTH Aachen University
Advanced Hydraulic Engineering
Master · Hochschule Biberach
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Medientechnologen/-technologinnen Druckverarbeitung werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. industrielle Betriebe der Zeitungs-, Akzidenz- und Buchproduktion): ProduktionshallenBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit: für die Länder Brandenburg (Auszubildende aus dem Umkreis Berlin besuchen nach Absprachen zwischen Berlin und Brandenburg die Berufsschule in Berlin), Sachsen und Sachsen-Anhalt in Leipzig (Sachsen):Gutenbergschule Berufliches Schulzentrum der Stadt Leipzig für die Länder Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein in Neumünster (Schleswig-Holstein):Walther-Lehmkuhl-Schule Reg. Berufsbildungszentrum der Stadt Neumünster für die Länder Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Pößneck (Thüringen):Staatliches Berufsschulzentrum Hermsdorf-Schleiz-PößneckQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)
▶ Steckbrief
BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Medientechnologen und -technologinnen Druckverarbeitung stellen Printerzeugnisse in integrierten Prozessen fertig. Sie prüfen die aus der Druckerei kommenden bedruckten Bogen und wählen die geeigneten Verarbeitungstechnologien und -prozesse nach wirtschaftlichen, technischen und ökologischen Aspekten aus. Sie richten die Verarbeitungsanlagen und Prozesskontrollsysteme ein bzw. konfigurieren diese und sorgen dafür, dass die notwendigen Produktionsmittel bereitstehen.In der Zeitungsproduktion überwachen sie z.B. Einsteck-, Verteil- und Abtransportsysteme. In der Buchproduktion verarbeiten sie die vom Druck kommenden Bogen etwa mit Schneide-, Zusammentrag- und Bindeaggregaten oder stellen in der Akzidenzproduktion Prospekte mit Falz- und Veredelungstechniken fertig. Mit Probedurchläufen stellen sie fest, ob die Auftragsanforderungen erreicht werden. Dann starten sie den Produktionsprozess, den sie laufend steuern und überwachen. Sie greifen bei Störungen ein und sorgen für die regelmäßige Wartung und Instandhaltung der Anlagen.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Medientechnologen und -technologinnen Druckverarbeitung finden Beschäftigungin industriellen Betrieben der Zeitungs-, Akzidenz- und Buchproduktionin VerlagenArbeitsorte:Medientechno...
▶ BERUF AKTUELL
BerufsbezeichnungMedientechnologe/-technologin DruckverarbeitungBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer3 JahreWas macht man in diesem Beruf?Medientechnologen und -technologinnen Druckverarbeitung stellen Printerzeugnisse in integrierten Prozessen fertig. Sie prüfen die aus der Druckerei kommenden bedruckten Bogen und wählen die geeigneten Verarbeitungstechnologien und -prozesse nach wirtschaftlichen, technischen und ökologischen Aspekten aus. Sie richten die Verarbeitungsanlagen und Prozesskontrollsysteme ein bzw. konfigurieren diese und sorgen dafür, dass die notwendigen Produktionsmittel bereitstehen.In der Zeitungsproduktion überwachen sie z.B. Einsteck-, Verteil- und Abtransportsysteme. In der Buchproduktion verarbeiten sie die vom Druck kommenden Bogen etwa mit Schneide-, Zusammentrag- und Bindeaggregaten oder stellen in der Akzidenzproduktion Prospekte mit Falz- und Veredelungstechniken fertig. Mit Probedurchläufen stellen sie fest, ob die Auftragsanforderungen erreicht werden. Dann starten sie den Produktionsprozess, den sie laufend steuern und überwachen. Sie greifen bei Störungen ein und sorgen für die regelmäßige Wartung und Instandhaltung der Anlagen.Wo arbeitet man?Medientechnologen und -technologinnen Druckverarbeitung finden Beschäftigungin industriellen Betrieben der Zeitungs-, Akzidenz- und Buchproduktionin VerlagenWeitereBerufe mit PapierBerufe rund um Druck und Medien
▶ Ausbildungsdauer
3 Jahre
▶ Ausbildungsaufbau
Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. - 18. Ausbildungsmonat:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:Pflichtqualifikationen:Planen des Ablaufs von VerarbeitungsaufträgenRüsten und Konfigurieren von VerarbeitungsanlagenSteuern und Überwachen von Produktionsprozessen1. und 2. Ausbildungsjahr:Ausbildung in der Berufsschule in folgenden Lernfeldern:Betriebliche Strukturen und Arbeitsabläufe darstellen und vergleichenVorprodukte und ihre Daten beurteilen und nutzenWerkstoffe unterscheiden und einsetzenVerfahrenstechniken auftragsbezogen auswählen und anwendenBogen und Bahnen schneidenBogen falzenProdukte fügenProduktionsmittel instand haltenZwischenprüfung vor Ende des 2. Ausbildungsjahres19. - 36. Ausbildungsmonat:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:Pflichtqualifikationen:Verarbeitungstechnologien und -prozesseInstand halten von VerarbeitungsanlagenWahlqualifikationen entsprechend den Auswahllisten I und II im Ausbildungsrahmenplan3. Ausbildungsjahr:Ausbildung in der Berufsschule in folgenden Lernfeldern:Fertigungsabläufe planen und steuernProdukte industriell herstellenProdukte planen und realisierenAbschlussprüfung nach dem 3. Ausbildungsjahr
▶ Ausbildungskosten
Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)
▶ Ausbildungsinhalte
Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:wie man Vorprodukte auf Vollständigkeit und Verarbeitungsfähigkeit, Seiten- und Nutzenanordnung prüft und dabei Druckweiterverarbeitungsvorgaben und Ausschießregeln berücksichtigtwie Kontrollelemente für die Weiterverarbeitung geprüft werdenwie Auftragsdaten für die Maschinensteuerung übernommen und Maschinen produkt- und produktionsorientiert eingerichtet werdenwie Prozesskontrollen durchgeführt, Störungen im Prozess und an Maschinen behoben und der Materialfluss sichergestellt werden könnenwie man Verarbeitungstechniken im Prozessablauf hinsichtlich der zu erzielenden Produktqualität auswählt und dabei Kostenaspekte und Ressourcenschonung berücksichtigtwie man Funktionen von Maschinenteilen prüft (z.B. Sensoren, mechanische, pneumatische, hydraulische oder elektronische Maschinenteile)Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:in berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. Werkstoffe unterscheiden und einsetzen, Produkte planen und realisieren)in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde
▶ Ausbildungssituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): z.B. Papier, Pappe und Karton maschinell zuschneiden, fertige Erzeugnisse verpacken, Versand vorbereitenUmgebung: Produktionshallen (Maschinenlärm), Leitstände (Bildschirmarbeit)Kleidung: Schutzkleidung (Sicherheitsschuhe, Arbeitskittel, Handschuhe, Gehörschutz)Arbeitszeit: oft SchichtbetriebAnforderungen: Sorgfalt (z.B. Einhalten der Maße bei Schneide- oder Falzarbeiten) Handwerkliches Geschick (z.B. bei Einstell-, Umrüst- und Wartungsarbeiten)Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim manuellen Schneiden, Falzen, Heften und Binden)Entscheidungsfähigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit (z.B. schnelles Eingreifen bei Störungen im maschinellen Weiterverarbeitungsprozess) Technisches Verständnis (bei Wartung und Reparatur der Maschinen und Anlagen)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht
▶ Ausbildung im Ausland
Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in
▶ Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel Druckindustrie (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.152 €2. Ausbildungsjahr: 1.209 €3. Ausbildungsjahr: 1.267 €Quelle:Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand Juli 2025Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Wichtige Schulfächer
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Werken/Technik: z.B. um Druckerzeugnisse weiterzuverarbeitenMathematik: z.B. um Flächen, Gewichte oder Maße zu berechnen
▶ Zusatzqualifikationen
Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/in
▶ Ausbildungsalternativen
Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Medientechnologe/-technologin Druckverarbeitung an:Bereich Druck und MedienMedientechnologe/Medientechnologin DruckMedientechnologe/Medientechnologin SiebdruckBuchbinder/BuchbinderinGemeinsamkeit:Druck- oder Druckweiterverarbeitungsmaschinen einrichten und steuernBereich PapierPackmitteltechnologe/PackmitteltechnologinGemeinsamkeit:Produktionsanlagen und Maschinen zur Be- und Verarbeitung von Papier einrichten, steuern und warten
▶ Entwicklung der Ausbildung
2011:Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz tritt in Kraft2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): z.B. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren. Verbessert wird auch die Durchlässigkeit innerhalb der beruflichen Bildung. So können Ausbildungsordnungen vorsehen, dass Auszubildende bei nicht bestandener Abschluss- bzw. Gesellenprüfung in einem Beruf, der auf einem zweijährigen Ausbildungsberuf aufbaut, den Abschluss der zweijährigen Ausbildung erwerben. 2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.
▶ Die Ausbildung im Überblick
Medientechnologe/-technologin Druckverarbeitung ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in der Industrie.
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
AbschlussbezeichnungMedientechnologe Druckverarbeitung/Medientechnologin Druckverarbeitung
▶ Perspektiven nach der Ausbildung
Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Medientechnologen und -technologinnen Druckverarbeitung verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in".Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Ausbildung arbeiten Medientechnologen/-technologinnen Druckverarbeitung in industriellen Betrieben der Zeitungs-, Akzidenz- und Buchproduktion.Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Druckweiterverarbeitung bis hin zu Maschinenüberwachung.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Industriemeister/in der Fachrichtung Printmedien abzulegen.Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Druck- und Medientechnik erwerben.
▶ Schulische Vorbildung in der Praxis
Im Jahr 2024 gab es 120 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 38 Prozent verfügten über einen mittleren Bildungsabschluss, 30 Prozent besaßen einen Hauptschulabschluss. 15 Prozent verfügten über die Hochschulreife, 5 Prozent konnten keinen Hauptschulabschluss vorweisen. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [5.0%]5Hauptschulabschluss* [30.0%]30mittlerer Bildungsabschluss [38.0%]38Hochschulreife [15.0%]15Sonstige [12.0%]12*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussQuelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).
▶ Spezialisierung während der Ausbildung
Die Ausbildung wird durch Wahlqualifikationen vertieft, je nach Ausbildungsbetrieb z.B.: ZeitungsproduktionAkzidenzproduktionBuchproduktionUnternehmensspezifisch wird eine dieser Wahlqualifikationen ausgewählt. Dazu passend wählt man zwei weitere Wahlqualifikationen, z.B. Linienführung und Klebebindetechnik zur Spezialisierung Zeitungsproduktion.
▶ Rechtliche Regelungen für die Ausbildung
Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung zum Medientechnologen Druckverarbeitung und zur Medientechnologin Druckverarbeitung (Druckverarbeiter-Ausbildungsverordnung - DruckverarbAusbV) vom 20.05.2011 (BGBl. I S. 976)Rahmenlehrplan für die Ausbildungsberufe Buchbinder/Buchbinderin, Medientechnologe Druckverarbeitung/Medientechnologin Druckverarbeitung (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 25.03.2011)
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
▶ Anrechnungs- und Fortsetzungsmöglichkeiten
Eine abgeschlossene Ausbildung als Maschinen- und Anlagenführer/in mit dem Schwerpunkt Druckweiter- und Papierverarbeitung kann auf die Ausbildung zum Medientechnologen/zur Medientechnologin Druckverarbeitung angerechnet werden.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Medientechnologe/Medientechnologin Druckverarbeitung
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Medientechnologe/Medientechnologin Druckverarbeitung in Deutschland? ▼
Was macht man in diesem Beruf?Medientechnologen und -technologinnen Druckverarbeitung stellen Printerzeugnisse in integrierten Prozessen fertig. Sie prüfen die aus der Druckerei kommenden bedruckten Bogen und wählen die geeigneten Verarbeitungstechnologien und -prozesse nach wirtschaftlichen, technischen und ökologischen Aspekten aus. Sie richten die Verarbeitungsanlagen und Prozesskontrollsysteme ein bzw. konfigurieren diese und sorgen dafür, dass die notwendigen Produktionsmittel bereitstehen.In der Zeitungsproduktion überwachen sie z.B. Einsteck-, Verteil- und Abtransportsysteme. In der Buchproduktion verarbeiten sie die vom Druck kommenden Bogen etwa mit Schneide-, Zusammentrag- und Bindeaggregaten oder stellen in der Akzidenzproduktion Prospekte mit Falz- und Veredelungstechniken fertig. Mit Probedurchläufen stellen sie fest, ob die Auftragsanforderungen erreicht werden. Dann starten sie den Produktionsprozess, den sie laufend steuern und überwachen. Sie greifen bei Störungen ein und sorgen für die regelmäßige Wartung und Instandhaltung der Anlagen.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Medientechnologen und -technologinnen Druckverarbeitung finden Beschäftigungin industriellen Betrieben der Zeitungs-, Akzidenz- und Buchproduktionin VerlagenArbeitsorte:Medientechnologen und -technologinnen Druckverarbeitung arbeiten in erster Liniein Produktionshallenin Lagerhallen und VersandräumenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [5.0%]5Hauptschulabschluss* [30.0%]30mittlerer Bildungsabschluss [38.0%]38Hochschulreife [15.0%]15Sonstige [12.0%]12*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen: Sorgfalt (z.B. Einhalten der Maße bei Schneide- oder Falzarbeiten) Handwerkliches Geschick (z.B. bei Einstell-, Umrüst- und Wartungsarbeiten)Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim manuellen Schneiden, Falzen, Heften und Binden)Entscheidungsfähigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit (z.B. schnelles Eingreifen bei Störungen im maschinellen Weiterverarbeitungsprozess) Technisches Verständnis (bei Wartung und Reparatur der Maschinen und Anlagen)Schulfächer:Werken /Technik (z.B. um Druckerzeugnisse weiterzuverarbeiten)Mathematik (z.B. um Flächen, Gewichte oder Maße zu berechnen)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.152 €2. Ausbildungsjahr: 1.209 €3. Ausbildungsjahr: 1.267 €
Ist Medientechnologe/Medientechnologin Druckverarbeitung eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Medientechnologe/Medientechnologin Druckverarbeitung" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.
Wie kann ich in Deutschland als Medientechnologe/Medientechnologin Druckverarbeitung qualifiziert werden? ▼
In Deutschland folgt "Medientechnologe/Medientechnologin Druckverarbeitung" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.
Wo arbeiten Medientechnologe/Medientechnologin Druckverarbeitung in Deutschland typischerweise? ▼
Medientechnologen/-technologinnen Druckverarbeitung werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. industrielle Betriebe der Zeitungs-, Akzidenz- und Buchproduktion): ProduktionshallenBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit: für die Länder Brandenburg (Auszubildende aus dem Umkreis Berlin besuchen nach Absprachen zwischen Berlin und Brandenburg die Berufsschule in Berlin), Sachsen und Sachsen-Anhalt in Leipzig (Sachsen):Gutenbergschule Berufliches Schulzentrum der Stadt Leipzig für die Länder Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein in Neumünster (Schleswig-Holstein):Walther-Lehmkuhl-Schule Reg. Berufsbildungszentrum der Stadt Neumünster für die Länder Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Pößneck (Thüringen):Staatliches Berufsschulzentrum Hermsdorf-Schleiz-PößneckQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)
Wie hoch ist das typische Gehalt für Medientechnologe/Medientechnologin Druckverarbeitung in Deutschland? ▼
Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.