Was ist Maßschneider/Maßschneiderin?
Steckbrief
Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Mathematik, Naturwissenschaften →Der Beruf Maßschneider/Maßschneiderin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Mathematik, Naturwissenschaften:
- Biodiversity Sciences
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Bioinformatik
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Life Science Innovation
Master · Hochschule Albstadt-Sigmaringen
- Medizinische Physik
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Physik
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Polymer Materials Science
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Maßschneider/innen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe des Schneiderhandwerks): Werkstätten, MaßateliersBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Brandenburg (Auszubildende aus dem Umkreis Berlin besuchen nach Absprache zwischen Berlin und Brandenburg die Berufsschule in Berlin), Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Plauen (Sachsen):Berufliches Schulzentrum (BSZ) e.o.plauenfür die Länder Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein in Lübeck (Schleswig-Holstein):Dorothea-Schlözer-Schule Berufliche Schulen der Hansestadt LübeckQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)
▶ Steckbrief
BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf? Maßschneider/innen stellen nach eigenen oder vorgegebenen Entwürfen Damenkleider, Kostüme, Mäntel, Röcke, Anzüge oder Freizeitkleidung in Maßarbeit her. Sie beraten ihre Kunden bei der Auswahl von Stoffen, Farben und Bekleidungszubehör sowie hinsichtlich der Schnittführung. Entwürfe und Schnittmuster entwickeln sie oft am Computer. Schließlich erstellen sie Schnittschablonen und schneiden Stoffe mustergerecht zu. Die Näharbeiten führen sie zumeist mithilfe von Nähmaschinen aus, manchmal ist aber auch Handarbeit erforderlich. Abschließend bügeln sie das Kleidungsstück und führen nach der Anprobe letzte Passformkorrekturen durch. Dann übergeben sie dem Kunden bzw. der Kundin die fertige Bekleidung und nehmen die Bezahlung entgegen. Sie stellen jedoch nicht nur neue Kleidung her, sondern ändern, modernisieren oder reparieren auch getragene Kleidungsstücke.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Maßschneider/innen finden Beschäftigungin handwerklichen Maß- und Änderungsschneidereienin Kostüm- und Ausstattungsabteilungen von Theatern, bei Filmstudios oder Fernsehanstaltenin Bekleidungshäusern mit ÄnderungsdienstArbeitsorte:Maßschneider/innen arbeiten in erster Liniein Schneiderateliers bzw. -werkstättenan DampfbügelautomatenDarüber hinaus arbeiten si...
▶ BERUF AKTUELL
BerufsbezeichnungMaßschneider/inBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer3 JahreWas macht man in diesem Beruf? Maßschneider/innen stellen nach eigenen oder vorgegebenen Entwürfen Damenkleider, Kostüme, Mäntel, Röcke, Anzüge oder Freizeitkleidung in Maßarbeit her. Sie beraten ihre Kunden bei der Auswahl von Stoffen, Farben und Bekleidungszubehör sowie hinsichtlich der Schnittführung. Entwürfe und Schnittmuster entwickeln sie oft am Computer. Schließlich erstellen sie Schnittschablonen und schneiden Stoffe mustergerecht zu. Die Näharbeiten führen sie zumeist mithilfe von Nähmaschinen aus, manchmal ist aber auch Handarbeit erforderlich. Abschließend bügeln sie das Kleidungsstück und führen nach der Anprobe letzte Passformkorrekturen durch. Dann übergeben sie dem Kunden bzw. der Kundin die fertige Bekleidung und nehmen die Bezahlung entgegen. Sie stellen jedoch nicht nur neue Kleidung her, sondern ändern, modernisieren oder reparieren auch getragene Kleidungsstücke.Wo arbeitet man?Maßschneider/innen finden Beschäftigungin handwerklichen Maß- und Änderungsschneidereienin Kostüm- und Ausstattungsabteilungen von Theatern, bei Filmstudios oder Fernsehanstaltenin Bekleidungshäusern mit ÄnderungsdienstWeitereBerufe mit BekleidungBerufe mit Textilien
▶ Ausbildungsdauer
3 Jahre
▶ Ausbildungsaufbau
Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. und 2. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen, KundenorientierungAnwenden von Informations- und KommunikationstechnikenAuswählen und Vorbereiten von Werk- und HilfsstoffenNutzen und Warten von Werkzeugen, Arbeitsgeräten, Maschinen und ZusatzeinrichtungenAusführen von gestalterischen ArbeitenZuschneiden von Werk- und Hilfsstoffen sowie Grundkonstruktion von SchnittenBügeln und Fixieren von Werk- und HilfsstoffenAusführen von Näh- und TeilarbeitenDurchführen von qualitätssichernden MaßnahmenVertiefung der Kenntnisse aus dem ersten AusbildungsjahrFertigstellen von Bekleidung Ausbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:Auswählen eines Werkstoffes für ein einfaches BekleidungsstückNähen eines KleinteilsBügeln eines WerkstückesZuschneiden von Werk- und HilfsstoffenKonstruieren einer BekleidungsgrundformEinarbeiten von fertigungstechnischem Zubehör in ein BekleidungsstückGestalten von KleinteilenAbwandeln von BekleidungsgrundschnittenFertigen eines GroßstückesVerändern und Aufarbeiten von BekleidungZwischenprüfung vor Ende des 2. Ausbildungsjahres3. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:Verändern und Aufarbeiten...
▶ Ausbildungskosten
Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)
▶ Ausbildungsinhalte
Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:wie man Skizzen und Zeichnungen erstellt und anwendetwie man Schnittschablonen erstellt, Schnittteile zuordnet und die Werkteile ausschneidetmit welchen Sticharten verschiedene Näharbeiten ausgeführt werdenwie Entwürfe gestaltet und ausgearbeitet und den Kunden präsentiert werdenwie man Kundenwünsche ermittelt, Körpermaße feststellt, die Kunden berät und Modellschnitte erstelltwie Teilarbeiten, z.B. Kragen, Ärmel und Taschen, ausgeführt und Kleidungsstücke unter Berücksichtigung verschiedener Verarbeitungsweisen und Materialien fertiggestellt werden was bei der Anprobe und bei notwendigen Änderungen zu beachten ist und wie das fertige Produkt schließlich den Kunden präsentiert wirdwie man Bekleidung repariert, modernisiert und an geänderte Kundenbedürfnisse anpasst was bei der Festlegung von Stich- und Nahtarten zu beachten istnach welchen Kriterien man Kosten abschätzt und das Material disponiertIm Schwerpunkt Damen:wie man Kleider, Gesellschaftskleidung wie Abend- oder Brautkleider, Kostüme, Jacken und Mäntel fertigstelltIm Schwerpunkt Herren:wie man Sakkos, Anzüge, Gesellschaftskleidung wie Smoking oder Frack, Jacken und Mäntel fertigstellt Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:in berufsspezifischen Lernfeldern...
▶ Ausbildungssituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): Maßnehmen, Schnittschablonen herstellen, Stoffe zuschneiden, Näharbeiten ausführen, bügeln, Anproben durchführen, Kleidungsstücke ändern, Kunden beratenUmgebung: Textilstaub, Dampf oder chemische Gerüche in der WerkstattAnforderungen:Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Umgang mit feinen Nadeln und Fäden, beim Zuschneiden von Stoffen)Kreativität und Sinn für Ästhetik (z.B. bei Entwurf und Herstellung von Kleidungsstücken)Kundenorientierung (z.B. beim Eingehen auf Kundenwünsche)Handwerkliches Geschick (z.B. beim Einrichten, Bedienen, Warten von Nähmaschinen)Sorgfalt und Beobachtungsgenauigkeit (z.B. beim Umgang mit empfindlichen Stoffen, beim Verbessern der Passform von Kleidungsstücken)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht
▶ Ausbildung im Ausland
Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in
▶ Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel Bekleidungslohngewerbe (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 979 €2. Ausbildungsjahr: 1.075 €3. Ausbildungsjahr: 1.207 €Quelle:IG Metall, Stand November 2024Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Wichtige Schulfächer
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Werken/Textiles Gestalten: z.B. um Stoffe für ein Bekleidungsstück zuzuschneidenKunst: z.B. um Skizzen anzufertigen oder eigene Kreationen zu entwerfenMathematik: z.B. um Preise für Änderungen zu kalkulieren oder den Bedarf an Ober- und Futterstoffen zu ermittelnDeutsch: z.B. um Kunden/Kundinnen zu beraten oder Aufträge entgegenzunehmen
▶ Zusatzqualifikationen
Die Zusatzqualifikation "Betriebsassistent/in im Handwerk" richtet sich an Auszubildende mit Fachoberschul- oder Hochschulreife. Die Auszubildenden erwerben parallel zur handwerklichen Ausbildung kaufmännische Kenntnisse. Sie besuchen zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. in Rechnungswesen oder Wirtschaftslehre. Zudem legen sie die Prüfung zum Fachmann bzw. zur Fachfrau für kaufmännische Betriebsführung (HwO) ab und weisen den erfolgreichen Besuch des Fremdsprachenunterrichts nach. Die zuständige Handwerkskammer erteilt weitere Informationen, z.B.:HWK Düsseldorf – Betriebsassistent/in im HandwerkDie Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/in
▶ Ausbildungsalternativen
Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Maßschneider/in an:Bereich BekleidungStaatlich geprüfter Bekleidungstechnischer Assistent/Staatlich geprüfte Bekleidungstechnische AssistentinStaatlich geprüfter Modedesigner/Staatlich geprüfte ModedesignerinKürschner/KürschnerinTextilgestalter/Textilgestalterin im Handwerk Fachrichtung StickenTextilgestalter/Textilgestalterin im Handwerk Fachrichtung StrickenTextilgestalter/Textilgestalterin im Handwerk Fachrichtung WebenTextil- und Modeschneider/Textil- und ModeschneiderinGemeinsamkeit:Bekleidung bzw. textile Produkte gestalten und herstellen
▶ Entwicklung der Ausbildung
1934:Erstmals Eintrag der drei Berufe Damen-, Herren-, Wäscheschneider/in im Verzeichnis der Gewerbe, die als Handwerk betrieben werden können1980:Erlass von Ausbildungsordnungen nach dem Berufsbildungsgesetz 1998:Novellierung der HandwerksordnungZusammenfassung des Damen-, Herren- und Wäscheschneider-Handwerks zum Damen- und Herrenschneider-Handwerk mit den bisherigen Ausbildungsordnungen 2004:Zusammenfassung der bisherigen Ausbildungen Damenschneider/in, Herrenschneider/in und Wäscheschneider/in von 1980 zum neuen Beruf Maßschneider/inNeue Ausbildungsordnung für Maßschneider/innen tritt in KraftAufhebung der VorläuferberufeDamenschneider/DamenschneiderinHerrenschneider/HerrenschneiderinWäscheschneider/Wäscheschneiderin2011:Änderung der Handwerksordnung Umbenennung des Damen- und Herrenschneider-Handwerks in Maßschneider-Handwerk 2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): z.B. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren. Verbessert wird auch die Durchlässigkeit innerhalb der beruflichen Bildung. So können Ausbildungsordnungen vorsehen, dass Auszubildende bei nicht bestandener Abschluss- bzw. Gesellenprüfung in einem Beruf, der auf einem zweijährigen Ausbildungsberuf aufbaut, den Abschluss der zweijährigen Ausbildung erwerben. 2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handw...
▶ Die Ausbildung im Überblick
Maßschneider/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im Handwerk.
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
Abschlussbezeichnung Maßschneider/Maßschneiderin
▶ Perspektiven nach der Ausbildung
Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Maßschneider/innen verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" oder als "Betriebsassistent/in im Handwerk".Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Ausbildung arbeiten Maßschneider/innen vor allem in handwerklichen Maß- und Änderungsschneidereien.Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Schneiderei bis hin zu Computer Aided Design (CAD).Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Maßschneidermeister/in abzulegen. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Modedesign erwerben. Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einer eigenen Schneiderwerkstatt oder mit einem Schneideratelier.
▶ Schulische Vorbildung in der Praxis
Im Jahr 2024 gab es 168 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 56 Prozent verfügten über die Hochschulreife, 23 Prozent besaßen einen mittleren Bildungsabschluss. 17 Prozent verfügten über einen Hauptschulabschluss, 2 Prozent konnten keinen Hauptschulabschluss vorweisen. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [2.0%]Hauptschulabschluss* [17.0%]17mittlerer Bildungsabschluss [23.0%]23Hochschulreife [56.0%]56Sonstige [2.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussQuelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).
▶ Spezialisierung während der Ausbildung
Die Ausbildung erfolgt in einem der SchwerpunkteDamenHerren
▶ Rechtliche Regelungen für die Ausbildung
Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung zum Maßschneider/zur Maßschneiderin (MSchnAusbV) vom 15.04.2004 (BGBl. I S. 571), geändert durch Artikel 3 der Verordnung vom 09.05.2005 (BGBl. I S. 1292)Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Maßschneider/Maßschneiderin (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 25.03.2004)
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
▶ Anrechnungs- und Fortsetzungsmöglichkeiten
Eine abgeschlossene Ausbildung zum Änderungsschneider/zur Änderungsschneiderin kann auf die Ausbildung zum Maßschneider/zur Maßschneiderin angerechnet werden.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Maßschneider/Maßschneiderin
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Maßschneider/Maßschneiderin in Deutschland? ▼
Was macht man in diesem Beruf? Maßschneider/innen stellen nach eigenen oder vorgegebenen Entwürfen Damenkleider, Kostüme, Mäntel, Röcke, Anzüge oder Freizeitkleidung in Maßarbeit her. Sie beraten ihre Kunden bei der Auswahl von Stoffen, Farben und Bekleidungszubehör sowie hinsichtlich der Schnittführung. Entwürfe und Schnittmuster entwickeln sie oft am Computer. Schließlich erstellen sie Schnittschablonen und schneiden Stoffe mustergerecht zu. Die Näharbeiten führen sie zumeist mithilfe von Nähmaschinen aus, manchmal ist aber auch Handarbeit erforderlich. Abschließend bügeln sie das Kleidungsstück und führen nach der Anprobe letzte Passformkorrekturen durch. Dann übergeben sie dem Kunden bzw. der Kundin die fertige Bekleidung und nehmen die Bezahlung entgegen. Sie stellen jedoch nicht nur neue Kleidung her, sondern ändern, modernisieren oder reparieren auch getragene Kleidungsstücke.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Maßschneider/innen finden Beschäftigungin handwerklichen Maß- und Änderungsschneidereienin Kostüm- und Ausstattungsabteilungen von Theatern, bei Filmstudios oder Fernsehanstaltenin Bekleidungshäusern mit ÄnderungsdienstArbeitsorte:Maßschneider/innen arbeiten in erster Liniein Schneiderateliers bzw. -werkstättenan DampfbügelautomatenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchin Künstlergarderoben sowie auf Theaterbühnen und in Film- und FernsehstudiosWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [2.0%]Hauptschulabschluss* [17.0%]17mittlerer Bildungsabschluss [23.0%]23Hochschulreife [56.0%]56Sonstige [2.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen:Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Umgang mit feinen Nadeln und Fäden, beim Zuschneiden von Stoffen)Kreativität und Sinn für Ästhetik (z.B. bei Entwurf und Herstellung von Kleidungsstücken)Kundenorientierung (z.B. beim Eingehen auf Kundenwünsche)Handwerkliches Geschick (z.B. beim Einrichten, Bedienen, Warten von Nähmaschinen)Sorgfalt und Beobachtungsgenauigkeit (z.B. beim Umgang mit empfindlichen Stoffen, beim Verbessern der Passform von Kleidungsstücken)Schulfächer:Werken/Textiles Gestalten (z.B. um Stoffe für ein Bekleidungsstück zuzuschneiden)Kunst (z.B. um Skizzen anzufertigen oder eigene Kreationen zu entwerfen)Mathematik (z.B. um Preise für Änderungen zu kalkulieren oder den Bedarf an Ober- und Futterstoffen zu ermitteln)Deutsch (z.B. um Kunden/Kundinnen zu beraten oder Aufträge entgegenzunehmen)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 979 €2. Ausbildungsjahr: 1.075 €3. Ausbildungsjahr: 1.207 €
Ist Maßschneider/Maßschneiderin eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Maßschneider/Maßschneiderin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.
Wie kann ich in Deutschland als Maßschneider/Maßschneiderin qualifiziert werden? ▼
In Deutschland folgt "Maßschneider/Maßschneiderin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.
Wo arbeiten Maßschneider/Maßschneiderin in Deutschland typischerweise? ▼
Maßschneider/innen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe des Schneiderhandwerks): Werkstätten, MaßateliersBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Brandenburg (Auszubildende aus dem Umkreis Berlin besuchen nach Absprache zwischen Berlin und Brandenburg die Berufsschule in Berlin), Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Plauen (Sachsen):Berufliches Schulzentrum (BSZ) e.o.plauenfür die Länder Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein in Lübeck (Schleswig-Holstein):Dorothea-Schlözer-Schule Berufliche Schulen der Hansestadt LübeckQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)
Wie hoch ist das typische Gehalt für Maßschneider/Maßschneiderin in Deutschland? ▼
Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.