Was ist Löter/Löterin?
Löter/Löterin arbeiten typischerweise in Fabrik- und Produktionshallen sowie in Werkstätten, wo sie Bedingungen wie manuelle Arbeit, die Verwendung von Schutzausrüstung (Handschuhe, Brillen), Rauch, Staub, Gas, Dämpfe und Maschinenlärm antreffen können. Für Aufgaben, die eine besonders präzise und filigrane Arbeitsweise erfordern, verwenden sie Werkzeuge wie Lupen oder Mikroskope, um kleine Teile zu löten. Sie finden ein breites Spektrum an Beschäftigungsmöglichkeiten in der Produktion von elektronischen Bauteilen, Geräten und Anlagen, in der Herstellung feinmechanischer Geräte, im Maschinenbau, im Fahrzeugbau und sogar in der Schmuckindustrie.
Löter/Löterin gilt in Deutschland als „Grundberuf“, und der Einstieg in dieses Berufsfeld erfolgt typischerweise über eine berufliche Ausbildung. Während dieser Ausbildung werden grundlegende Kompetenzen wie Löttechniken (Weichlöten, Hartlöten, Feinlöten, SMD-Technik), Metallbearbeitung, Qualitätskontrolle und Wartung erworben. Für Studierende oder Fachkräfte aus der Türkei, die diesen Beruf in Deutschland ausüben möchten, ist es wichtig, über Deutschkenntnisse zu verfügen und sich über die Anerkennungsprozesse (Denklik) ihrer Berufsqualifikationen zu informieren. In diesem Berufsfeld, in dem praktische Fähigkeiten und technisches Wissen von größter Bedeutung sind, ist die Fähigkeit, sorgfältig und akribisch zu arbeiten, für den Erfolg von entscheidender Bedeutung.
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Ingenieurwissenschaften →Der Beruf Löter/Löterin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften:
3D Printing
Bachelor · Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung
Acoustical Engineering
Master · Hochschule Mittweida
Additive Manufacturing
Master · Universität Paderborn
Additive Manufacturing - Materials, Development and Lightweight Construction
Bachelor · Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut
Advanced Computational Methods in Civil Engineering
Master · RWTH Aachen University
Advanced Hydraulic Engineering
Master · Hochschule Biberach
Detaillierte Informationen
▶ Medien
Bildung im DVSBLECHTECHNIK. schweißen - schneiden - umformender praktiker - Portal und Fachzeitschrift für Schweißen und verwandte VerfahrenSchweißen und Schneiden
▶ Arbeitsorte
Löter und Löterinnen arbeiten meistin Werk- und Produktionshallenin Werkstätten
▶ Kompetenzen
Kernkompetenzen, die in diesem Beruf grundsätzlich erforderlich sind:BestückenFeinlötenHartlötenLötenSMD-Technik (Surface Mounted Devices - Oberflächenmontage)WeichlötenWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:BlechbearbeitungCrimpenMaschinenführung, Anlagenführung, -bedienungQualitätsprüfung, QualitätssicherungWartung, Reparatur, InstandhaltungWeitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:Kompetenzgruppe " Schweiß-, Lötverfahren"
▶ Arbeitssituation
Löter/innen verlöten Metallteile bzw. elektronische Bauelemente unter Einsatz von Spezialzangen, Lötkolben oder anderen Vorrichtungen. I.d.R. tragen sie Arbeitsschutzkleidung, Handschuhe oder Schutzbrille. Sie arbeiten überwiegend in Werk- und Produktionshallen. Dort sind sie Maschinenlärm und mit Rauchgasen und Dämpfen belasteter Atemluft ausgesetzt. Meist sind sie im Sitzen tätig. In vielen Betrieben ist Schichtarbeit üblich.Sorgfalt und Präzision sind bei der manuellen Arbeit sehr wichtig, damit die Arbeiten maßgenau und fehlerfrei ausgeführt werden. Gewissenhaft kontrollieren Löter/innen daher auch die Qualität der Werkstücke. Gutes Sehvermögen und Geschicklichkeit sind nötig, wenn sie Kleinteile unter der Lupe oder dem Mikroskop löten. Sie arbeiten weitgehend eigenständig, halten sich jedoch immer an Vorlagen oder technische Zeichnungen.
▶ Verdienst/Einkommen
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 3.412 € bis 3.583 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Branchen im Einzelnen
Elektrische Anlagen und BauteileHerstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von bestückten LeiterplattenHerstellung von elektrischen HaushaltsgerätenAutomatisierungstechnikHerstellung von elektrischen Mess-, Kontroll-, Navigations- u. ä. Instrumenten und Vorrichtungen, z.B. TelefongeräteMaschinenbau, WerkzeugbauHerstellung von Büromaschinen, ohne Datenverarbeitungsgeräte und periphere GeräteInformations-, TelekommunikationstechnikHerstellung von Datenverarbeitungsgeräten und peripheren Geräten, z.B. ComputerHerstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik, z.B. Fernsehgeräte, digitale FotoapparateHerstellung von Geräten und Einrichtungen der Telekommunikationstechnik, z.B. TelefongeräteKraftfahrzeugeHerstellung elektrischer und elektronischer Ausrüstungsgegenstände für KraftwagenSchmuckwarenHerstellung von Schmuck, Gold- und Silberschmiedewaren, ohne Fantasieschmuck
▶ Zugang zur Tätigkeit
Arbeitgebende setzen keinen bestimmten Bildungsgang voraus, eine metall- oder elektrotechnische Ausbildung kann aber hilfreich sein.
▶ Arbeitsbereiche/Branchen
Löter und Löterinnen finden Beschäftigungbei der Herstellung von elektronischen Bauelementen, Ausrüstungen und Gerätenbei der Herstellung feinmechanischer Geräteim Maschinenbauin Betrieben des Fahrzeugbausin der Schmuckindustrie
▶ Tätigkeitsbezeichnungen
Löter/inBerufsbezeichnung in englischer SpracheSolderer (m/f)
▶ Die Tätigkeit im Überblick
Löter und Löterinnen stellen Verbindungen zwischen verschiedenen Metallen her und setzen je nach Anwendungszweck das Weich- oder Hartlötverfahren ein.
▶ Stellen- und Bewerberbörsen
aktuelle-jobs.deFish4Jobs | Construction
▶ Verbände und Organisationen
Arbeitgeberverband GesamtmetallBerufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM)IG Metall (IGM)Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung e.V. (WSM)
▶ Arbeitsbedingungen im Einzelnen
Handarbeit (z.B. mittels Spezialzangen oder -halterungen Metallteile und Lot zusammenbringen)Tragen von Schutzkleidung, -ausrüstung (z.B. Handschuhe oder Schutzbrille)Arbeit in Werkstätten, Werk-/Produktionshallen (z.B. in der Elektrobranche, im Maschinenbau oder bei Herstellern feinmechanischer Geräte)Arbeit bei Rauch, Staub, Gasen, Dämpfen (z.B. Rauchgase, Dämpfe von Flussmitteln)Arbeit unter Lärm (Maschinenlärm)SchichtarbeitPräzisions-, Feinarbeit (z.B. Kleinteile unter der Lupe oder dem Mikroskop löten)
▶ Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel
Werkstücke und Bauelemente, z.B.: Leiterplatten, elektronische und SMD-Bauelemente, Bleche, Drähte, Metalle zur SchmuckherstellungGeräte und Werkzeuge, z.B.: Lötkolben, Heißluftgeräte, Spezialzangen und -halterungen, Mikroskope, LupenUnterlagen, z.B.: Löt- oder Schaltpläne, Qualitätsrichtlinien, Sicherheitsbestimmungen
▶ Aufgaben und Tätigkeiten kompakt
Löter und Löterinnen reinigen die Lötstellen der Verbindungsteile von Fetten, Schmutz, Farben und Oxiden. Mittels Spezialzangen oder -halterungen bringen sie die Metallteile und das Lot zusammen. Anschließend erhitzen sie den Lötbereich, bis das geschmolzene Lot zwischen beide Metallteile fließt. So entsteht eine feste und dichte Verbindung. Falls nötig, glätten sie die Lötstelle. Zudem prüfen sie z.B. bestückte Leiterplatten mit technischen Hilfsmitteln auf Qualitätskriterien und beheben Fehler.
▶ Zugangsberufe/Zugangstätigkeiten
Fachkraft für Metalltechnik Fachrichtung MontagetechnikFertigungsmechaniker/Fertigungsmechanikerin
▶ Weiterbildung (berufliche Anpassung)
Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Lötverfahren, Produktions-, Fertigungstechnik, Metallbearbeitung).
▶ Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)
Weitere Berufs- und Karrierechancen eröffnen sich durch eine Aufstiegsweiterbildung (z.B. als Industriemeister/in der Fachrichtung Metall) oder ein grundständigesStudium (z.B. im Studienfach Maschinenbau).Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung ein Studium möglich. Weitere Informationen:Zugang zur Hochschule in den einzelnen Bundesländern
▶ Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen
Arbeitsaufgaben planen und vorbereiten Vorgaben der Arbeitsvorbereitung berücksichtigen, Löt- und Montagepläne lesen Lötgeräte und -materialien sowie Halbzeuge zusammenstellen, z.B. Bleche, Halbleiterplatten, Drähte, Bauelemente Arbeitsabläufe festlegenBauteile zum Löten vorbereiten, löten und prüfenBauteile säubern, fixieren, nach Maß und Winkligkeit ausrichtenggf. Flussmittel aufbringen, Lötbereich und Lötmittel erhitzen, bis sich die Metallteile zu einer Einheit verbindenLötstellen auf Qualitätskriterien prüfen, z.B. mit Lupe oder MikroskopLötstellen nachbehandeln, z.B. glätten, entgraten oder schleifenan der Qualitätssicherung mitwirken, Fehler dokumentieren und Verbesserungsmaßnahmen entwickeln
▶ Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen
Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Kräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Löter/in an:Job- und Besetzungsalternativenmit niedrigerem Qualifikationsniveau:Helfer/Helferin für ElektroHelfer/Helferin in der MetallbearbeitungEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Löter/Löterin
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Löter/Löterin in Deutschland? ▼
Löter/Löterin sind Fachkräfte in Deutschland, die dauerhafte Verbindungen zwischen verschiedenen Metallen herstellen, indem sie je nach Anwendungszweck fachmännisch Weich- oder Hartlötverfahren einsetzen. Fachleute in diesem Bereich reinigen sorgfältig die Lötstellen der zu verbindenden Teile und entfernen dabei Öl, Schmutz, Farbe und Oxide. Anschließend führen sie die Metallteile und das Lötmaterial mit speziellen Zangen oder Haltern zusammen. Danach erhitzen sie den Lötbereich, bis das geschmolzene Lot zwischen die beiden Metallteile fließt und eine starke und dichte Verbindung herstellt. Bei Bedarf korrigieren sie die Lötstelle, überprüfen bestückte Leiterplatten mit technischen Hilfsmitteln auf Qualitätskriterien und beheben Fehler.
Löter/Löterin arbeiten typischerweise in Fabrik- und Produktionshallen sowie in Werkstätten, wo sie Bedingungen wie manuelle Arbeit, die Verwendung von Schutzausrüstung (Handschuhe, Brillen), Rauch, Staub, Gas, Dämpfe und Maschinenlärm antreffen können. Für Aufgaben, die eine besonders präzise und filigrane Arbeitsweise erfordern, verwenden sie Werkzeuge wie Lupen oder Mikroskope, um kleine Teile zu löten. Sie finden ein breites Spektrum an Beschäftigungsmöglichkeiten in der Produktion von elektronischen Bauteilen, Geräten und Anlagen, in der Herstellung feinmechanischer Geräte, im Maschinenbau, im Fahrzeugbau und sogar in der Schmuckindustrie.
Löter/Löterin gilt in Deutschland als „Grundberuf“, und der Einstieg in dieses Berufsfeld erfolgt typischerweise über eine berufliche Ausbildung. Während dieser Ausbildung werden grundlegende Kompetenzen wie Löttechniken (Weichlöten, Hartlöten, Feinlöten, SMD-Technik), Metallbearbeitung, Qualitätskontrolle und Wartung erworben. Für Studierende oder Fachkräfte aus der Türkei, die diesen Beruf in Deutschland ausüben möchten, ist es wichtig, über Deutschkenntnisse zu verfügen und sich über die Anerkennungsprozesse (Denklik) ihrer Berufsqualifikationen zu informieren. In diesem Berufsfeld, in dem praktische Fähigkeiten und technisches Wissen von größter Bedeutung sind, ist die Fähigkeit, sorgfältig und akribisch zu arbeiten, für den Erfolg von entscheidender Bedeutung.
Ist Löter/Löterin eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Löter/Löterin" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.
Wie kann ich in Deutschland als Löter/Löterin qualifiziert werden? ▼
Arbeitgebende setzen keinen bestimmten Bildungsgang voraus, eine metall- oder elektrotechnische Ausbildung kann aber hilfreich sein.
Wo arbeiten Löter/Löterin in Deutschland typischerweise? ▼
Löter und Löterinnen arbeiten meistin Werk- und Produktionshallenin Werkstätten
Wie hoch ist das typische Gehalt für Löter/Löterin in Deutschland? ▼
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 3.412 € bis 3.583 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.