Kunstgeschichte (weiterführend)
Was ist Kunstgeschichte (weiterführend)?
Um diesen Beruf in Deutschland auszuüben, ist in der Regel ein Hochschulstudium erforderlich. Nach Abschluss eines Bachelorstudiums in Kunstgeschichte werden Weiterbildungswege wie Master- oder Promotionsprogramme (Doktorat) eingeschlagen, um fortgeschrittene Kenntnisse und Fachwissen zu erwerben. Diese Programme bieten die Möglichkeit zur vertieften Spezialisierung auf eine bestimmte Epoche oder Kunstrichtung und erfordern in der Regel ausgeprägte Forschungsfähigkeiten und kritisches Denkvermögen.
Für internationale Studierende, die eine Weiterbildung in Kunstgeschichte in Deutschland anstreben, sind gute Deutschkenntnisse (in der Regel Niveau C1) und die Anerkennung (Denklik) ihrer bisherigen akademischen Abschlüsse in Deutschland von großer Bedeutung. Eine Karriere in diesem Bereich erfordert einen starken akademischen Hintergrund sowie kulturelle Neugier und Detailgenauigkeit. Berufliche Möglichkeiten konzentrieren sich in der Regel auf akademische Einrichtungen, Museen, Kunstgalerien und Organisationen zur Bewahrung des Kulturerbes.
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Sprach- und Kulturwissenschaften →Der Beruf Kunstgeschichte (weiterführend) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Sprach- und Kulturwissenschaften:
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Das Studium findet an Universitäten statt.Lernorte sind an der Universität: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Übungs- und Ausstellungsräume, Magazine, Bibliothekenzu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)
▶ Studiendauer
Regelstudiendauer: 2-4 Semester
▶ Studienkosten
Studienkosten Einschreib- und Verwaltungsgebühren sowie Semesterbeiträge (z.B. für das Studierendenwerk, die verfasste Studierendenschaft, Semesterticket)ggf. Studiengebühren Gebühren für "Langzeitstudierende", für ein Zweitstudium oder nach Verbrauch eines festgesetzten Studienguthabens Aufwendungen für Lernmittel und Studienbedarf, z.B. für Fachliteratur, Exkursionen Beiträge für eine studentische Krankenversicherung (i.d.R. bei Überschreiten der Altersgrenze von 25 Jahren oder bestimmter Einkommensgrenzen)FörderungsmöglichkeitenInformationen: Deutsches Studierendenwerk - FinanzierungsmöglichkeitenBundesgesetz über individuelle Förderung der Ausbildung (Bundesausbildungsförderungsgesetz - BAföG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 07.12.2010 (BGBl. I S. 1952), zuletzt geändert durch Artikel 11 Abs. 1 des Gesetzes vom 16.04.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 107)
▶ Studieninhalte
Pflichtmodule, z.B.:Architekturgeschichte, Städtebau/UrbanistikAspekte der BildwissenschaftenAusstellungs- und MedienpraxisDigitale KunstgeschichteGeschichte und Analyse der künstlerischen MedienPraxisbezogenes Studium vor OriginalenTheorie und Methodik der Kunstgeschichte sowie QuellenkundeWahlpflichtmodule, z.B.:Bildende KunstGeschichtswissenschaft/ArchäologieKunsthistorische MedienkompetenzKunstkritikKünstlerische TechnikenPhilosophiePraktische Studieninhalte:Ggf. Praktika (z.B. in Museen)
▶ Studiensituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Lehrveranstaltungen: während des Semesters in den Hörsälen und Seminarräumen der Hochschule Vorlesungen und Seminare besuchen; ggf. zu Hause an Online-Lehrveranstaltungen teilnehmen Praktische Übungen: z.B. in Übungs- und Ausstellungsräumen sowie Magazinen den Umgang mit fachspezifischem Quellenmaterial üben Eigenständige Arbeit: Lehrveranstaltungen vor- und nachbereiten, in Bibliotheken recherchieren, Referate vorbereiten, Hausarbeiten anfertigen (auch in der vorlesungsfreien Zeit)Wissenschaftliche Forschung: Fertigkeiten im wissenschaftlichen Arbeiten vertiefen Organisation und Planung: das Studium eigenverantwortlich planen, vorgegebene Studienzeiten einhalten, Studien- und Prüfungsleistungen rechtzeitig erbringen (Selbstdisziplin und Organisationstalent erforderlich)Berufsvorbereitung: ggf. Praktika absolvieren (z.B. in Museen, Kulturbehörden, Denkmalämtern oder im Rahmen der Organisation von Ausstellungen), Berufseinstieg vorbereiten
▶ Studium im Ausland
Studierende können Teile des Studiums im Ausland durchlaufen, z.B.:Frankreich Binationaler deutsch-französischer Masterstudiengang "Kunstgeschichte und Museologie" Hochschulen: Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, École du Louvre in ParisAbschluss: Master of Arts (M.A.), DiplômeWeitere Informationen: Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg: Internationaler Master für Kunstgeschichte und Museologie (IMKM)
▶ Studienalternativen
Folgende Studienfächer können Alternativen für das Studienfach Kunstgeschichte (weiterführend) sein:Bereich Kunst und KulturKunstwissenschaft (weiterführend)Gemeinsamkeit:Kenntnisse in Bereichen wie Kunsttheorie und Ästhetik, Kunstgeschichte und Kunstbetrieb, Analyse und Interpretation von Kunstwerken erwerbenBereich Geschichte und ArchäologieGeschichte (weiterführend)Archäologie (weiterführend)Mediävistik (weiterführend)Museologie (weiterführend)Gemeinsamkeit:Kenntnisse in Bereichen wie Geschichte und Kunstgeschichte, Quellenkunde und Quellenanalyse erwerbenBereich Museen, Restaurierung und DenkmalschutzDenkmalpflege (weiterführend)Restaurierung (weiterführend)Konservierung (weiterführend)Gemeinsamkeit:Kenntnisse in Bereichen wie Geschichte, Epochen der Kunst und Archäologie, über Quellen- und Inschriftenkunde sowie über Prinzipien der Sanierung und Erhaltung von Kulturdenkmälern erwerben
▶ Zugangsstudienfächer
Hochschulen setzen z.B. folgende Abschlüsse voraus:Kunstgeschichte (grundständig)Kunstwissenschaft (grundständig)Museologie (grundständig)Kunstpädagogik (grundständig)Konservierung (grundständig)Restaurierung (grundständig)
▶ Zusatzqualifikationen
Zusatz- und Schlüsselqualifikationen erleichtern einen erfolgreichen Berufseinstieg. Folgende Themen kommen z.B. infrage:FremdsprachenRhetorikAuch Wahlpflicht- und Wahlmodule, z.B. zum Thema Kunstkritik, können Zusatzqualifikationen vermitteln- Praktika, z.B. in Museen, Kulturbehörden, Denkmalämtern oder im Rahmen der Organisation von Ausstellungen, bereiten gezielt auf das Berufsleben vor. Angebote zum Erwerb von Zusatz- und Schlüsselqualifikationen finden sich bei den Career Centern der Hochschulen (siehe Kontaktdaten der jeweiligen Hochschule):Hochschulen in Deutschland - Hochschulsuche des Hochschulkompass
▶ Das Studium im Überblick
Das weiterführende Studienfach vertieft Kenntnisse aus dem grundständigen Studienfach und ggf. einer Berufstätigkeit. Meist spezialisieren sich Studierende auf bestimmte Themen. Das können z.B. Bildwissenschaft oder bestimmte Epochen der Kunstgeschichten sein. Daneben gibt es Masterstudiengänge, die ein breites Spektrum der Kunstgeschichte abdecken.Das Studium führt zu einem zweiten Hochschulabschluss.Das Studienfach kann teilweise mit anderen Fächern kombiniert werden.Kunstgeschichte gibt es auch als Teilzeitstudiengang.
▶ Studiengangsbezeichnungen
Beispiele Europäische und Asiatische Kunstgeschichte (Master) Islamische Kunstgeschichte und Archäologie (Master) Kunstgeschichte: Werke, Kontexte, Diskurse (Master) Kunstgeschichte im globalen Kontext mit dem Schwerpunkt Europa und Amerika (Master) Kunstgeschichte im globalen Kontext mit dem Studienschwerpunkt Afrika (Master) Kunstgeschichte Ostasiens (Master) Kunstgeschichte und Filmwissenschaft (Master) Kunstgeschichte und Museologie (Master) Kunst- und Kulturgeschichte (Master) Spätantike und Byzantinische Kunstgeschichte (Master)
▶ Kombinationsmöglichkeiten
Das Studienfach Kunstgeschichte kann je nach Hochschule z.B. mit einem der folgenden Fächer kombiniert werden: Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft (weiterführend)Allgemeine und vergleichende Sprachwissenschaft (weiterführend)Archäologie (weiterführend)Geschichte (weiterführend)Philosophie, Ethik (weiterführend)Politikwissenschaft (weiterführend)Soziologie (weiterführend)
▶ Mögliche Tätigkeitsfelder
Für Masterabsolventen der Kunstgeschichte bieten sich unterschiedliche Tätigkeitsfelder an, z.B. Ausstellungsmanagement, -planung, Kunst-, Kulturmanagement oder Vertrieb, Verkauf (Kunst-, Antiquitätenhandel).Wer eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule anstrebt, muss i.d.R. promovieren. Eine Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft und Forschung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.
▶ Entwicklung des Studienfachs
1799:Begründung der ersten Professur für Kunstgeschichte in Göttingen1860:Einrichtung des ersten eigenständigen Studiengangs an der Universität Bonn1999:Beginn des Bologna-Prozesses: Reform der europäischen Hochschullandschaft u.a. mit folgenden Zielen:Schaffung eines einheitlichen europäischen HochschulraumsHarmonisierung von Studiengängen und Studienabschlüssen: Einführung von Bachelor- und MasterstudiengängenVerbesserung der Mobilität von Studierenden und Lehrenden
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
AbschlussgradMaster of Arts (M.A.)
▶ Vergütung während des Studiums
Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.
▶ Rechtliche Regelungen für das Studium
BundesebeneHochschulrahmengesetz (HRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 19.01.1999 (BGBl. I S. 18), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 15.11.2019 (BGBl. I S. 1622)Ländergemeinsame Strukturvorgaben gemäß § 9 Absatz 2 HRG für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen (Beschluss der KMK vom 10.10.2003 i.d.F. vom 04.02.2010)Qualifikationsrahmen für deutsche Hochschulabschlüsse (Im Zusammenwirken von Hochschulrektorenkonferenz, Kultusministerkonferenz und in Abstimmung mit Bundesministerium für Bildung und Forschung erarbeitet und von der Kultusministerkonferenz am 16.02.2017 beschlossen)LandesebeneHochschulgesetze in Verbindung mit Verwaltungsvorschriften, z.B. über die Akkreditierung von StudiengängenQualifikations- oder HochschulzugangsverordnungenHochschulebeneSatzung der Hochschule Studien- und Prüfungsordnungen für die Studiengänge im jeweiligen Studienfach
▶ Zugangsvoraussetzungen für das Studium
Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Kunstgeschichte vorausgesetzt.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls sind Kenntnisse in Latein, Italienisch und Englisch nachzuweisen.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Kunstgeschichte (weiterführend)
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Kunstgeschichte (weiterführend) in Deutschland? ▼
Fachkräfte im Bereich Kunstgeschichte (Weiterbildung) in Deutschland sind Expertinnen und Experten, die Kunstwerke, architektonische Strukturen und Elemente des Kulturerbes im historischen, ästhetischen und soziokulturellen Kontext untersuchen, erforschen und interpretieren. Diese Fachleute können in verschiedenen Umgebungen wie Museen, Galerien, Archiven, Universitäten und Forschungseinrichtungen tätig sein. Zu ihren Aufgaben gehören die Katalogisierung von Kunstwerken, die Kuratierung von Ausstellungen, die Beratung bei Restaurierungsprojekten, die Erstellung von Publikationen, die Lehre und die Durchführung wissenschaftlicher Forschung. Bei ihrer Arbeit nutzen sie typischerweise historische Dokumente, digitale Datenbanken, visuelle Analysetechniken und verschiedene Forschungsmethoden.
Um diesen Beruf in Deutschland auszuüben, ist in der Regel ein Hochschulstudium erforderlich. Nach Abschluss eines Bachelorstudiums in Kunstgeschichte werden Weiterbildungswege wie Master- oder Promotionsprogramme (Doktorat) eingeschlagen, um fortgeschrittene Kenntnisse und Fachwissen zu erwerben. Diese Programme bieten die Möglichkeit zur vertieften Spezialisierung auf eine bestimmte Epoche oder Kunstrichtung und erfordern in der Regel ausgeprägte Forschungsfähigkeiten und kritisches Denkvermögen.
Für internationale Studierende, die eine Weiterbildung in Kunstgeschichte in Deutschland anstreben, sind gute Deutschkenntnisse (in der Regel Niveau C1) und die Anerkennung (Denklik) ihrer bisherigen akademischen Abschlüsse in Deutschland von großer Bedeutung. Eine Karriere in diesem Bereich erfordert einen starken akademischen Hintergrund sowie kulturelle Neugier und Detailgenauigkeit. Berufliche Möglichkeiten konzentrieren sich in der Regel auf akademische Einrichtungen, Museen, Kunstgalerien und Organisationen zur Bewahrung des Kulturerbes.
Ist Kunstgeschichte (weiterführend) eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Kunstgeschichte (weiterführend)" einer Weiterbildung — fortgeschrittene Spezialisierung, die auf einer bestehenden Ausbildung oder einem Abschluss aufbaut (z. B. Meister, Fachwirt, zertifizierter Kurs).
Wie kann ich in Deutschland als Kunstgeschichte (weiterführend) qualifiziert werden? ▼
Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Kunstgeschichte vorausgesetzt.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls sind Kenntnisse in Latein, Italienisch und Englisch nachzuweisen.
Wo arbeiten Kunstgeschichte (weiterführend) in Deutschland typischerweise? ▼
Das Studium findet an Universitäten statt.Lernorte sind an der Universität: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Übungs- und Ausstellungsräume, Magazine, Bibliothekenzu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)
Wie hoch ist das typische Gehalt für Kunstgeschichte (weiterführend) in Deutschland? ▼
Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.