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Klebefachkraft

Grundberuf Ingenieurwissenschaften KldB B 22182

Was ist Klebefachkraft?

Als **Klebefachkraft** in Deutschland planen, organisieren und implementieren Fachkräfte sorgfältig Klebeprozesse, um Bauteile aus verschiedenen Materialien (z. B. Glas, Metall, Kunststoff, Keramik) zu verbinden. Diese Spezialisten leiten Klebearbeiten unter Berücksichtigung der Materialeigenschaften, statischen Anforderungen und der zukünftigen Einsatzbedingungen der Teile. Zu ihren Aufgaben gehören die Entscheidung über die Oberflächenvorbereitung (wie Schleifen, Reinigen, Grundieren), die Auswahl und das Mischen geeigneter Klebstoffe, die Kontrolle der Klebetechniken, die Durchführung von Qualitätskontrollen und die Korrektur potenzieller Fehler.

**Klebefachkräfte** arbeiten häufig in Produktions- und Werkstatthallen, manchmal auch in Prüflaboren; sie bedienen Klebemaschinen und -anlagen und führen deren Wartung und kleinere Reparaturen durch. Da sie mit Chemikalien (Klebstoffe und Lösungsmittel, die gesundheitsschädlich sein können) arbeiten, müssen sie möglicherweise Schutzkleidung und -ausrüstung (wie Atemschutzmasken, Handschuhe) tragen. Darüber hinaus leiten sie andere Mitarbeiter, Klebstoffanwender und Auszubildende in den theoretischen und praktischen Aspekten von Klebeprozessen an. Ihre primären Arbeitsfelder umfassen den Maschinen- und Metallbau, die Automobilindustrie, die kunststoff- und kautschukverarbeitende Industrie sowie Unternehmen, die elektrische Mess- und Steuergeräte herstellen.

Dieser Beruf wird in Deutschland typischerweise durch eine **Ausbildung** erworben. Es handelt sich um einen **Grundberuf** im Ingenieurwesen, und von den Kandidaten werden technische Kenntnisse und praktische Fähigkeiten erwartet. Die Dauer und der Inhalt des Programms können je nach Bundesland und Bildungseinrichtung variieren, dauern aber im Allgemeinen mehrere Jahre und bieten eine praxisorientierte Ausbildung. Für internationale Studierende und Fachkräfte, die eine Karriere in diesem Bereich in Deutschland anstreben, ist es wichtig, über Deutschkenntnisse zu verfügen und die notwendigen Schritte zur **Denklik** Ihrer Berufsqualifikationen in Deutschland zu unternehmen. Das Jobpotenzial ist hoch, insbesondere aufgrund der kontinuierlichen Nachfrage in der Automobil-, Maschinenbau- und Kunststoffindustrie.

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Ingenieurwissenschaften →

Der Beruf Klebefachkraft in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften:

Detaillierte Informationen

▶ Medien

adhäsion KLEBEN & DICHTENAutomobil IndustrieBranchenanalyse kunststoffverarbeitenden IndustrieF + K - Fahrzeug + KarosserieGAK - Gummi Fasern KunststoffeIndustrieanzeigerIndustryArena - Business Netzwerk der FertigungsindustrieKGK - Kautschuk Gummi Kunststoffe

▶ Arbeitsorte

Klebefachkräfte arbeiten meistin Werk- und ProduktionshallenSie arbeiten ggf. auchin Prüflabors

▶ Kompetenzen

Kernkompetenzen, die in diesem Beruf grundsätzlich erforderlich sind:KlebenKlebstoffe, LeimeWerkstoffkunde, WerkstoffphysikWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:ArbeitsvorbereitungGlasklebenKeramikKunststofftechnikKunststoffverarbeitungOberflächen behandeln, veredelnQualitätsprüfung, QualitätssicherungWartung, Reparatur, Instandhaltung

▶ Arbeitssituation

Klebefachkräfte überwachen den Einsatz der Klebetechnik und richten z.B. Klebemaschinen ein. Bei einigen Arbeiten tragen sie Schutzkleidung wie Atemschutz und Arbeitshandschuhe. Vorwiegend arbeiten sie in Produktionshallen. Hier kann Maschinenlärm herrschen, Staub und der Geruch von Klebstoffen können in der Luft liegen. In Großbetrieben, vor allem im Bereich Produktion, ist Schichtarbeit keine Seltenheit. Beim Umgang mit den z.T. gesundheitsgefährdenden Klebstoffen halten Klebefachkräfte gewissenhaft die Bestimmungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes ein. Für das Erstellen und Erläutern von Arbeitsanweisungen benötigen sie ein gutes sprachliches Ausdrucksvermögen.

▶ Verdienst/Einkommen

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 3.497 € bis 3.843 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

▶ Branchen im Einzelnen

Maschinenbau, WerkzeugbauInstallation von Industriemaschinen und -ausrüstungen, z.B. Herstellen von industriellen ProzesssteuerungseinrichtungenHerstellung von Verbrennungsmotoren, ohne Motoren für Luft- und StraßenfahrzeugeHerstellung von TurbinenHerstellung von sonstigen nicht wirtschaftszweigspezifischen Maschinen a. n. g., z.B. IndustrieöfenHerstellung von WerkzeugmaschinenHerstellung von sonstigen ArmaturenElektrische Anlagen und BauteileHerstellung von elektrischen HaushaltsgerätenSonstige KonsumgüterHerstellung von nichtelektrischen HaushaltsgerätenMetallbearbeitung, Metallbau, SchweißenHerstellung von Verpackungen und Verschlüssen aus Eisen, Stahl und NE-MetallHerstellung von allen anderen Metallwaren a. n. g.KraftfahrzeugeHerstellung von Kraftwagen und KraftwagenmotorenHerstellung von Karosserien, Aufbauten und AnhängernHerstellung von sonstigen Teilen und sonstigem Zubehör für KraftwagenSchienenfahrzeugeHerstellung von Lokomotiven und anderen SchienenfahrzeugenSchiffe, BooteBoots- und YachtbauBau von Schiffen und schwimmenden Vorrichtungen für zivile Zwecke, ohne Boots- und YachtbauLuft-, RaumfahrzeugeLuft- und RaumfahrzeugbauKunststoff, Kautschuk, VulkanisationHerstellung von sonstigen Gummiwaren a. n. g., z.B. Bekleidungsartikel, die geschweißt oder geklebt werdenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen, z.B. Bodenbeläge, SanitärwarenHerstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus KunststoffenHerstellung von sonstigen Kunststoffwaren a. n....

▶ Zugang zur Tätigkeit

Arbeitgebende erwarten häufig eine Ausbildung in Metalltechnik oder Kunststoff- und Kautschuktechnik bzw. eine Weiterbildung in Klebetechnik.

▶ Arbeitsbereiche/Branchen

Klebefachkräfte sind beschäftigtim Maschinen- und Metallbauin der Fahrzeugindustriein der Kunststoff und Kautschuk verarbeitenden Industriebei Herstellenden von elektrischen Mess- und Kontrollgerätenbei Herstellenden von optischen und fotografischen Geräten oder Uhren

▶ Tätigkeitsbezeichnungen

KlebefachkraftAuch übliche Berufsbezeichnungen/SynonymeEuropean Adhesive Specialist (EAS) (m/f)Klebetechniker/in

▶ Die Tätigkeit im Überblick

Klebefachkräfte planen Klebeprozesse und führen sie durch, um Bauteile aus unterschiedlichen Werkstoffen zusammenzufügen.

▶ Stellen- und Bewerberbörsen

aktuelle-jobs.deKunststoffe.deKunststoffWeb.deplasticker

▶ Verbände und Organisationen

DVS - Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e.V.Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e.V. (GKV)IG Metall (IGM)Industrieverband Klebstoffe e.V.

▶ Arbeitsbedingungen im Einzelnen

Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (Klebegeräte und -maschinen)Handarbeit (z.B. Auszubildenden die Ausführung klebetechnischer Arbeitsanweisungen erläutern und vorführen)Tragen von Schutzkleidung, -ausrüstung (bei Umgang mit gesundheitsschädlichen Substanzen ggf. Atemschutz und Schutzhandschuhe tragen)Arbeit in Werkstätten, Werk-/Produktionshallen (z.B. bei der Arbeit in Werkhallen der Luftfahrt- und Schiffbauindustrie)Umgang mit Chemikalien (teils gesundheitsschädliche Klebstoffe)Arbeit bei Rauch, Staub, Gasen, Dämpfen (z.B. Lösungsmitteldämpfe)Arbeit unter Geruchseinflussunregelmäßige Arbeitszeiten (je nach Auftragslage ggf. Mehrarbeit nötig)

▶ Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Materialien, Werk- und Hilfsstoffe, z.B.: Werkstücke aus Metall, Kunststoff, Glas oder Keramik, Ein- und Mehrkomponenten-Klebstoffe, Grundierungen, Primer, FolienAnlagen, Maschinen und Geräte, z.B.: Heiß- und Kaltklebeanlagen, Schleif- und Poliermaschinen, KlebepistolenUnterlagen, z.B.: Arbeitsanweisungen, Prüfberichte, Arbeits- und Gesundheitsschutzvorschriften

▶ Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Klebefachkräfte planen, organisieren und überwachen Klebeverfahren. Dabei berücksichtigen sie die Besonderheiten der jeweiligen Materialien sowie Statik und Beanspruchung bzw. Konstruktion der späteren Baugruppen. Sie entscheiden über die Vorbereitung der Oberflächen, prüfen Klebeverbindungen, erkennen Qualitätsfehler und veranlassen Korrekturen. Mitunter tragen sie Klebstoffmischungen selbst auf, fügen die Werkstücke zusammen und kontrollieren die Ergebnisse. Klebefachkräfte pflegen und warten Klebemaschinen bzw. -geräte und führen kleinere Reparaturen selbst aus. Darüber hinaus leiten sie Mitarbeitende, Klebepraktiker bzw. Klebepraktikerinnen und Auszubildende in Theorie und Praxis des Klebens an.

▶ Zugangsberufe/Zugangstätigkeiten

Fachkraft für Metalltechnik Fachrichtung MontagetechnikKunststoff- und Kautschuktechnologe/Kunststoff- und Kautschuktechnologin Fachrichtung BauteileKunststoff- und Kautschuktechnologe/Kunststoff- und Kautschuktechnologin Fachrichtung Kunststofffenster

▶ Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Klebtechniken, Kunststoffverarbeitung, Produktionstechnik).

▶ Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Weitere Berufs- und Karrierechancen eröffnen sich - je nach beruflicher Vorbildung - durch eine Aufstiegsweiterbildung (z.B. als Industriemeister/in der Fachrichtung Kunststoff und Kautschuk bzw. als Techniker/in der Fachrichtung Kunststoff- und Kautschuktechnik) oder ein grundständigesStudium (z.B. im Studienfach Kunststofftechnik).Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung ein Studium möglich. Weitere Informationen:Zugang zur Hochschule in den einzelnen Bundesländern

▶ Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

Klebeverfahren planen, durchführen und überwachenBesonderheiten der Werkstoffe berücksichtigen, z.B. Glas, Metall, Kunststoff oder Keramikspätere Beanspruchung der Baugruppen, Statik und Konstruktionsregeln beachtenOberflächen analysieren und vorbehandeln lassen oder dies selbst erledigen, z.B. schleifen, reinigen oder grundierenKlebstoffe auswählen und ggf. mischenKlebstoffauftrag und Fügeverfahren steuern sowie Klebeprozess überwachen, ggf. Klebstoffe selbst auftragen und Werkstücke zusammenfügenQualitätssicherungs- und Prüfverfahren für Klebeverbindungen auswählen und anwendenMaschinen und Anlagen für die Klebeprozesse pflegen, warten und instand haltenMitarbeitende, Klebepraktiker/Klebepraktikerinnen und Auszubildende anleiten

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Klebefachkraft

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Klebefachkraft in Deutschland? ▼

Als Klebefachkraft in Deutschland planen, organisieren und implementieren Fachkräfte sorgfältig Klebeprozesse, um Bauteile aus verschiedenen Materialien (z. B. Glas, Metall, Kunststoff, Keramik) zu verbinden. Diese Spezialisten leiten Klebearbeiten unter Berücksichtigung der Materialeigenschaften, statischen Anforderungen und der zukünftigen Einsatzbedingungen der Teile. Zu ihren Aufgaben gehören die Entscheidung über die Oberflächenvorbereitung (wie Schleifen, Reinigen, Grundieren), die Auswahl und das Mischen geeigneter Klebstoffe, die Kontrolle der Klebetechniken, die Durchführung von Qualitätskontrollen und die Korrektur potenzieller Fehler.

Klebefachkräfte arbeiten häufig in Produktions- und Werkstatthallen, manchmal auch in Prüflaboren; sie bedienen Klebemaschinen und -anlagen und führen deren Wartung und kleinere Reparaturen durch. Da sie mit Chemikalien (Klebstoffe und Lösungsmittel, die gesundheitsschädlich sein können) arbeiten, müssen sie möglicherweise Schutzkleidung und -ausrüstung (wie Atemschutzmasken, Handschuhe) tragen. Darüber hinaus leiten sie andere Mitarbeiter, Klebstoffanwender und Auszubildende in den theoretischen und praktischen Aspekten von Klebeprozessen an. Ihre primären Arbeitsfelder umfassen den Maschinen- und Metallbau, die Automobilindustrie, die kunststoff- und kautschukverarbeitende Industrie sowie Unternehmen, die elektrische Mess- und Steuergeräte herstellen.

Dieser Beruf wird in Deutschland typischerweise durch eine Ausbildung erworben. Es handelt sich um einen Grundberuf im Ingenieurwesen, und von den Kandidaten werden technische Kenntnisse und praktische Fähigkeiten erwartet. Die Dauer und der Inhalt des Programms können je nach Bundesland und Bildungseinrichtung variieren, dauern aber im Allgemeinen mehrere Jahre und bieten eine praxisorientierte Ausbildung. Für internationale Studierende und Fachkräfte, die eine Karriere in diesem Bereich in Deutschland anstreben, ist es wichtig, über Deutschkenntnisse zu verfügen und die notwendigen Schritte zur Denklik Ihrer Berufsqualifikationen in Deutschland zu unternehmen. Das Jobpotenzial ist hoch, insbesondere aufgrund der kontinuierlichen Nachfrage in der Automobil-, Maschinenbau- und Kunststoffindustrie.

Ist Klebefachkraft eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼

In Deutschland folgt "Klebefachkraft" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Klebefachkraft qualifiziert werden? ▼

Arbeitgebende erwarten häufig eine Ausbildung in Metalltechnik oder Kunststoff- und Kautschuktechnik bzw. eine Weiterbildung in Klebetechnik.

Wo arbeiten Klebefachkraft in Deutschland typischerweise? ▼

Klebefachkräfte arbeiten meistin Werk- und ProduktionshallenSie arbeiten ggf. auchin Prüflabors

Wie hoch ist das typische Gehalt für Klebefachkraft in Deutschland? ▼

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 3.497 € bis 3.843 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

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