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Kanalbauer/Kanalbauerin für Infrastrukturtechnik

Kanalbauer/in - Infrastrukturtechnik

Ausbildung Ingenieurwissenschaften KldB B 32252

Was ist Kanalbauer/Kanalbauerin für Infrastrukturtechnik?

Was macht man in diesem Beruf?Kanalbauer/innen für Infrastrukturtechnik verlegen Rohre aus verschiedenen Materialien, z.B. Beton, Stein, Stahlbeton, Kunststoff und Metall. Sie bauen Abwassersysteme und -leitungen vom Hausanschluss bis hin zu Abwassersammlern in der Kanalisation. Hierzu vermessen sie zunächst die Arbeitsstrecke und sichern die Baustelle.Anschließend heben sie Schächte und Gräben aus, legen diese trocken und sichern sie gegen Wassereinfluss beispielsweise mit Spundwandprofilen ab. Sie verlegen die Rohre, installieren Kanalschächte und überprüfen deren Dichtheit, um sicherzustellen, dass keine Abwässer ins Grundwasser sickern. Außerdem halten sie Abwassereinrichtungen instand und sanieren Kanalsysteme. Darüber hinaus stellen sie auch Kabelschächte her und legen Kabel und Kabelschutzrohre aus.Wo arbeitet man?Kanalbauer/innen für Infrastrukturtechnik finden Beschäftigungbei Tiefbauunternehmenin der Abwasserwirtschaftbei BauämternArbeitsorte:Kanalbauer/innen für Infrastrukturtechnik arbeiten in erster Linieauf Baustellen im Freienunterirdisch, z.B. beim Sanieren von KanalsystemenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende im Vorläuferberuf Kanalbauer bzw. Kanalbauerin folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [6.0%]6Hauptschulabschluss* [34.0%]34mittlerer Bildungsabschluss [41.0%]41Hochschulreife [15.0%]15Sonstige [4.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussAusbildungsbereich Industrie und HandelAusbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [53.0%]53mittlerer Bildungsabschluss [27.0%]27Hochschulreife [13.0%]13Sonstige [7.0%]7*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussAusbildungsbereich HandwerkWorauf kommt es an?Anforderungen:Handwerkliches Geschick (z.B. beim Einbauen von Kanalisationsrohren und -bauteilen)Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Verfüllen und Verdichten von Böden mit Spezialmaschinen)Sorgfalt und Umsicht (z.B. beim Abdichten von Abwasserleitungen, beim Ausschachten von Kanalgräben mit Baumaschinen)Schulfächer:Werken/Technik (z.B. um mit Werkzeugen und Baugeräten zu arbeiten)Mathematik (z.B. um Vermessungen durchzuführen sowie Flächen und Material zu berechnen)Physik (z.B. um die Wirkung von Kräften und Hebelarten zu verstehen)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €3. Ausbildungsjahr: 1.610 €

Steckbrief

BesonderheitNeu geordneter Ausbildungsberuf; Ausbildung ist ab dem Ausbildungsjahr 2026/2027 möglich Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Ingenieurwissenschaften →

Der Beruf Kanalbauer/Kanalbauerin für Infrastrukturtechnik in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Kanalbauer/innen für Infrastrukturtechnik werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe der Bauindustrie): BaustellenBerufsschule: UnterrichtsräumeDaneben sind Teile der Ausbildung in überbetrieblichen Ausbildungsstätten zu absolvieren.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit: für die Länder Baden-Württemberg, Bayern und Hessen in Würzburg (Bayern):Josef-Greising-Schule Städtisches Gewerbliches Berufsbildungszentrum IIQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Aktuelles

Ausbildung in der Bauwirtschaft wird modernisiertDie Ausbildung in den 19 anerkannten Ausbildungsberufen der Bauwirtschaft wird modernisiert und sowohl inhaltlich als auch strukturell angepasst. Der technische Fortschritt sowie insbesondere die gestiegenen Anforderungen des Umwelt- und Verbraucherschutzes, z.B. in Bezug auf Energieeinsparung und Vermeidung von CO2-Emissionen, machen eine Neuordnung der Ausbildung erforderlich. Sowohl beim Neubau als auch beim Bauen im Bestand haben sich die Anforderungen an die Berufe im Baugewerbe verändert: Beispielsweise werden Gebäude immer smarter und technische Anlagen, Werkzeuge und Maschinen sind immer mehr vernetzt. Die Auswirkungen neuer Technologien und Verfahren sowie der Digitalisierung auf die Tätigkeiten in der Bauwirtschaft werden in der neuen Ausbildungsordnung ebenso berücksichtigt wie das Thema Nachhaltigkeit. Im Zuge der Neuordnung wird der Beruf Kanalbauer/in in "Kanalbauer/in für Infrastrukturtechnik" umbenannt. Aktuelle Rechtsgrundlage für alle 19 Bauberufe ist die "Verordnung über die Berufsausbildung in der Bauwirtschaft". Künftig werden die Berufe im Hochbau, im Ausbau und im Tiefbau in drei Verordnungen geregelt. Die modernisierte Ausbildungsordnung tritt am 01.08.2026 in Kraft.

Steckbrief

BesonderheitNeu geordneter Ausbildungsberuf; Ausbildung ist ab dem Ausbildungsjahr 2026/2027 möglichBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Kanalbauer/innen für Infrastrukturtechnik verlegen Rohre aus verschiedenen Materialien, z.B. Beton, Stein, Stahlbeton, Kunststoff und Metall. Sie bauen Abwassersysteme und -leitungen vom Hausanschluss bis hin zu Abwassersammlern in der Kanalisation. Hierzu vermessen sie zunächst die Arbeitsstrecke und sichern die Baustelle.Anschließend heben sie Schächte und Gräben aus, legen diese trocken und sichern sie gegen Wassereinfluss beispielsweise mit Spundwandprofilen ab. Sie verlegen die Rohre, installieren Kanalschächte und überprüfen deren Dichtheit, um sicherzustellen, dass keine Abwässer ins Grundwasser sickern. Außerdem halten sie Abwassereinrichtungen instand und sanieren Kanalsysteme. Darüber hinaus stellen sie auch Kabelschächte her und legen Kabel und Kabelschutzrohre aus.Wo arbeitet man?Kanalbauer/innen für Infrastrukturtechnik finden Beschäftigungbei Tiefbauunternehmenin der Abwasserwirtschaftbei BauämternArbeitsorte:Kanalbauer/innen für Infrastrukturtechnik arbeiten in erster Linieauf Baustellen im Freienunterirdisch, z.B. beim Sanieren von KanalsystemenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vor...

BERUF AKTUELL

BerufsbezeichnungKanalbauer/in für InfrastrukturtechnikBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer3 JahreWas macht man in diesem Beruf?Kanalbauer/innen für Infrastrukturtechnik verlegen Rohre aus verschiedenen Materialien, z.B. Beton, Stein, Stahlbeton, Kunststoff und Metall. Sie bauen Abwassersysteme und -leitungen vom Hausanschluss bis hin zu Abwassersammlern in der Kanalisation. Hierzu vermessen sie zunächst die Arbeitsstrecke und sichern die Baustelle.Anschließend heben sie Schächte und Gräben aus, legen diese trocken und sichern sie gegen Wassereinfluss beispielsweise mit Spundwandprofilen ab. Sie verlegen die Rohre, installieren Kanalschächte und überprüfen deren Dichtheit, um sicherzustellen, dass keine Abwässer ins Grundwasser sickern. Außerdem halten sie Abwassereinrichtungen instand und sanieren Kanalsysteme. Darüber hinaus stellen sie auch Kabelschächte her und legen Kabel und Kabelschutzrohre aus.Wo arbeitet man?WeitereBerufe im TiefbauBerufe in der Versorgung und Installation

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Ausbildungsaufbau

Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb und in überbetrieblichen Lehrgängen:Einrichten, Sichern und Räumen von Baustellen; Prüfen, Lagern und Auswählen von Bau- und BauhilfsstoffenLesen und Anwenden von Zeichnungen, Anfertigen von Skizzen, auch digitalDurchführen von Messungen mittels sowohl analoger als auch digitaler MessgeräteBearbeiten von Holz und Holzwerkstoffen sowie Herstellen von HolzbauteilenHerstellen von Bauteilen aus Beton und Stahlbeton sowie von Baukörpern aus SteinenBearbeiten von Holz und Herstellen von HolzverbindungenHerstellen von Baugruben und Gräben, Verbauen und WasserhaltungHerstellen von VerkehrswegenHerstellen von Infrastrukturleitungen und BohrungenUmbauen und Rückbauen von BaukörpernAusbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern: Baustellen einrichtenBauwerke erschließen und gründenEinschalige Baukörper mauernStahlbetonbauteile herstellenHolzkonstruktionen herstellenBauteile beschichten und bekleiden2. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb und in überbetrieblichen Lehrgängen: Vertiefen der Kenntnisse aus dem 1. AusbildungsjahrDurchführen von qualitätssichernden Maßnahmen und Übergeben der LeistungenAusbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern: Arbeitsstellen im Verkehrsraum einrichten und sichernLeitungsgräben un...

Ausbildungskosten

Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:wie man Werkzeuge, Baugeräte und Maschinen bedient und instand hältwie man Messungen analog sowie digital durchführtworauf beim Prüfen, Lagern und Auswählen von Bau- und Bauhilfsstoffen zu achten istwie man Pläne, Zeichnungen und Skizzen liest sowie analog und digital anfertigtwie man Holz bearbeitet und Holzbauteile herstelltwie man Bauteile aus Beton und Stahlbeton und Baukörper aus Steinen herstelltwelche Arbeiten beim Aushub, Verbauen und Aussteifen von Baugruben und Gräben erforderlich sind worauf man beim Herstellen von Verkehrswegen achten muss, z.B. ungebundene Erdtragschichten wiederherstellen welche Gefahrenquellen (z.B. Einsturzgefahr, Wassereinbruch, Gasaustritt) es beim Ausheben von Baugruben und Gräben gibt und wie man sie vermeidetworauf beim Herstellen von Schachtbauwerken und Sonderbauwerken zu achten istwie man Abwasserleitungen einbaut, z.B. Druckrohrleitungenwie man Kanäle saniert und instand hältDarüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs, Umweltschutz und Nachhaltigkeit sowie digitalisierte Arbeitswelt vermittelt.In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:in berufsspezifischen Lernfeldernin allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde

Ausbildungssituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): Baumaterialien transportieren, Gräben ausheben und absichern, Rohre verlegen, Baumaschinen bedienenUmgebung: Witterungseinflüsse im Freien, Nässe, Gerüche in Abwasserkanalsystemen, wechselnde Baustellen, MaschinenlärmKleidung: Schutzkleidung (z.B. Helm, Handschuhe, Sicherheitsschuhe, ggf. Gehör- und Atemschutz)Anforderungen:Handwerkliches Geschick (z.B. beim Einbauen von Kanalisationsrohren und -bauteilen)Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Verfüllen und Verdichten von Böden mit Spezialmaschinen)Sorgfalt und Umsicht (z.B. beim Abdichten von Abwasserleitungen, beim Ausschachten von Kanalgräben mit Baumaschinen)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht

Ausbildung im Ausland

Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel Baugewerbe neue Bundesländer - ohne Berlin (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €3. Ausbildungsjahr: 1.610 €Beispiel Baugewerbe alte Bundesländer - ohne Berlin (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €3. Ausbildungsjahr: 1.610 €Beispiel Baugewerbe Berlin (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €3. Ausbildungsjahr: 1.610 €Quellen:Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Werken/Technik: z.B. um mit Werkzeugen und Baugeräten zu arbeiten Mathematik: z.B. um Vermessungen durchzuführen sowie Flächen und Material zu berechnenPhysik: z.B. um die Wirkung von Kräften und Hebelarten zu verstehen

Zusatzqualifikationen

Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/in

Ausbildungsalternativen

Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Kanalbauer/in für Infrastrukturtechnik an:Bereich TiefbauBrunnenbauer/BrunnenbauerinLeitungsbauer/Leitungsbauerin für InfrastrukturtechnikRohrleitungsbauer/RohrleitungsbauerinSpezialtiefbauer/SpezialtiefbauerinStraßenbauer/StraßenbauerinWasserbauer/WasserbauerinGemeinsamkeit:Tiefbauarbeiten ausführen

Entwicklung der Ausbildung

1942:Schaffung des Berufs1974: Inkrafttreten der Verordnung über die Berufsausbildung in der Bauwirtschaft nach dem BerufsbildungsgesetzStaatliche Anerkennung des Berufs im Bereich Industrie 1999:Neuordnung der Berufsausbildung in der Bauwirtschaft Modernisierung der Ausbildungsinhalte, u.a. Berücksichtigung höherer Anforderungen im Umweltschutz, Verwendung neuer Bau- und Bauhilfsstoffe 2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): z.B. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren. Verbessert wird auch die Durchlässigkeit innerhalb der beruflichen Bildung. So können Ausbildungsordnungen vorsehen, dass Auszubildende bei nicht bestandener Abschluss- bzw. Gesellenprüfung in einem Beruf, der auf einem zweijährigen Ausbildungsberuf aufbaut, den Abschluss der zweijährigen Ausbildung erwerben. 2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.Verordnung zur Neuordnung der Ausbildung in der Bauwirtschaft wird veröffentlicht. Ausbildung des Berufs Kanalbauer/in fü...

Die Ausbildung im Überblick

Die Ausbildung des Berufs Kanalbauer/in wird neu geordnet. Die Berufsbezeichnung lautet künftig Kanalbauer/in für Infrastrukturtechnik. Die Ausbildungsregelung tritt am 1. August 2026 in Kraft. Kanalbauer/in für Infrastrukturtechnik ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in der Industrie.

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

Abschlussbezeichnung Kanalbauer für Infrastrukturtechnik/Kanalbauerin für Infrastrukturtechnik

Perspektiven nach der Ausbildung

Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Kanalbauer/innen für Infrastrukturtechnik verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in".Die passende Beschäftigung findenNach ihrer Ausbildung arbeiten Kanalbauer/innen für Infrastrukturtechnik vor allem in Tief- und Kanalbaubetrieben.Die Beschäftigungsfähigkeit sichernDurch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Tief- und Kanalbau bis hin zu Bausanierung.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, sich zunächst als Werkpolier/in im Tiefbau zu qualifizieren sowie darauf aufbauend die Prüfung als Polier/in im Bereich Tiefbau zu absolvieren.Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Bauingenieurwesen erwerben.Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einem Kanalbaubetrieb oder - im Rahmen des Franchisings - mit einem Dienstleistungsbetrieb im Bereich Kanalsanierung.

Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2024 gab es im Vorläuferberuf Kanalbauer bzw. Kanalbauerin im Ausbildungsbereich Industrie und Handel 93 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 41 Prozent verfügten über einen mittleren Bildungsabschluss, 34 Prozent besaßen einen Hauptschulabschluss. 15 Prozent verfügten über die Hochschulreife, 6 Prozent konnten keinen Hauptschulabschluss vorweisen. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [6.0%]6Hauptschulabschluss* [34.0%]34mittlerer Bildungsabschluss [41.0%]41Hochschulreife [15.0%]15Sonstige [4.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussAusbildungsbereich Industrie und HandelIm Ausbildungsbereich Handwerk gab es 45 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 53 Prozent verfügten über einen Hauptschulabschluss, 27 Prozent besaßen einen mittleren Bildungsabschluss. 13 Prozent verfügten über die Hochschulreife. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [53.0%]53mittlerer Bildungsabschluss [27.0%]27Hochschulreife [13.0%]13Sonstige [7.0%]7*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussAusbildungsbereich HandwerkQuelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Rechtliche Regelungen für die Ausbildung

Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur Ausbildungab 01.08.2026:Verordnung über die Berufsausbildung in Tiefbauberufen (Tiefbauberufeausbildungsverordnung - TiefbauBAusbV), verkündet als Artikel 1 der Verordnung vom 03.06.2024 (BGBl. 2024 I Nr. 179), geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 17.12.2024 (BGBl. 2024 I Nr. 425)Rahmenlehrplan für die Berufsausbildung in Tiefbauberufen (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 29.09.2023)

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Anrechnungs- und Fortsetzungsmöglichkeiten

Eine abgeschlossene Ausbildung zum Tiefbaufacharbeiter/zur Tiefbaufacharbeiterin, z.B. mit dem Schwerpunkt Kanalbauarbeiten für Infrastrukturtechnik, kann auf die Ausbildung zum/zur Kanalbauer/Kanalbauerin für Infrastrukturtechnik angerechnet werden.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Kanalbauer/Kanalbauerin für Infrastrukturtechnik

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Kanalbauer/Kanalbauerin für Infrastrukturtechnik in Deutschland?

Was macht man in diesem Beruf?Kanalbauer/innen für Infrastrukturtechnik verlegen Rohre aus verschiedenen Materialien, z.B. Beton, Stein, Stahlbeton, Kunststoff und Metall. Sie bauen Abwassersysteme und -leitungen vom Hausanschluss bis hin zu Abwassersammlern in der Kanalisation. Hierzu vermessen sie zunächst die Arbeitsstrecke und sichern die Baustelle.Anschließend heben sie Schächte und Gräben aus, legen diese trocken und sichern sie gegen Wassereinfluss beispielsweise mit Spundwandprofilen ab. Sie verlegen die Rohre, installieren Kanalschächte und überprüfen deren Dichtheit, um sicherzustellen, dass keine Abwässer ins Grundwasser sickern. Außerdem halten sie Abwassereinrichtungen instand und sanieren Kanalsysteme. Darüber hinaus stellen sie auch Kabelschächte her und legen Kabel und Kabelschutzrohre aus.Wo arbeitet man?Kanalbauer/innen für Infrastrukturtechnik finden Beschäftigungbei Tiefbauunternehmenin der Abwasserwirtschaftbei BauämternArbeitsorte:Kanalbauer/innen für Infrastrukturtechnik arbeiten in erster Linieauf Baustellen im Freienunterirdisch, z.B. beim Sanieren von KanalsystemenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende im Vorläuferberuf Kanalbauer bzw. Kanalbauerin folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [6.0%]6Hauptschulabschluss* [34.0%]34mittlerer Bildungsabschluss [41.0%]41Hochschulreife [15.0%]15Sonstige [4.0%]je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussAusbildungsbereich Industrie und HandelAusbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss [53.0%]53mittlerer Bildungsabschluss [27.0%]27Hochschulreife [13.0%]13Sonstige [7.0%]7*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussAusbildungsbereich HandwerkWorauf kommt es an?Anforderungen:Handwerkliches Geschick (z.B. beim Einbauen von Kanalisationsrohren und -bauteilen)Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Verfüllen und Verdichten von Böden mit Spezialmaschinen)Sorgfalt und Umsicht (z.B. beim Abdichten von Abwasserleitungen, beim Ausschachten von Kanalgräben mit Baumaschinen)Schulfächer:Werken/Technik (z.B. um mit Werkzeugen und Baugeräten zu arbeiten)Mathematik (z.B. um Vermessungen durchzuführen sowie Flächen und Material zu berechnen)Physik (z.B. um die Wirkung von Kräften und Hebelarten zu verstehen)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €3. Ausbildungsjahr: 1.610 €

Ist Kanalbauer/Kanalbauerin für Infrastrukturtechnik eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Kanalbauer/Kanalbauerin für Infrastrukturtechnik" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.

Wie kann ich in Deutschland als Kanalbauer/Kanalbauerin für Infrastrukturtechnik qualifiziert werden?

In Deutschland folgt "Kanalbauer/Kanalbauerin für Infrastrukturtechnik" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.

Wo arbeiten Kanalbauer/Kanalbauerin für Infrastrukturtechnik in Deutschland typischerweise?

Kanalbauer/innen für Infrastrukturtechnik werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe der Bauindustrie): BaustellenBerufsschule: UnterrichtsräumeDaneben sind Teile der Ausbildung in überbetrieblichen Ausbildungsstätten zu absolvieren.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit: für die Länder Baden-Württemberg, Bayern und Hessen in Würzburg (Bayern):Josef-Greising-Schule Städtisches Gewerbliches Berufsbildungszentrum IIQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Kanalbauer/Kanalbauerin für Infrastrukturtechnik in Deutschland?

Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.

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