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Kanalbauer/Kanalbauerin

Kanalbauer/in

Ausbildung Ingenieurwissenschaften KldB B 32252

Was ist Kanalbauer/Kanalbauerin?

Was macht man in diesem Beruf?Kanalbauer/innen verlegen Rohre aus Beton, Steinzeug, Kunststoff und Metall. Sie bauen Abwassersysteme und -leitungen vom kleinen Hausanschluss bis hin zu großen Abwassersammlern. Hierzu vermessen sie zunächst die Arbeitsstrecke und sichern die Baustelle.Anschließend heben sie Schächte und Gräben aus, legen diese trocken und sichern sie beispielsweise mit Kanaldielen oder Spundwandprofilen ab. Sie verlegen die Rohre und überprüfen deren Dichtheit, um sicherzustellen, dass keine Abwässer ins Grundwasser sickern. Außerdem halten sie Abwassereinrichtungen instand und sanieren alte Rohre.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Kanalbauer/innen finden Beschäftigungbei Tiefbauunternehmenin der Abwasserwirtschaftbei BauämternArbeitsorte:Kanalbauer/innen arbeiten in erster Linieim Freien auf Baustellenunterirdisch, z.B. beim Sanieren von AbwasserkanälenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [6.0%]6Hauptschulabschluss* [34.0%]34mittlerer Bildungsabschluss [41.0%]41Hochschulreife [15.0%]15Sonstige [4.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussAusbildungsbereich Industrie und HandelAusbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [53.0%]53mittlerer Bildungsabschluss [27.0%]27Hochschulreife [13.0%]13Sonstige [7.0%]7*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussAusbildungsbereich HandwerkWorauf kommt es an?Anforderungen:Handwerkliches Geschick (z.B. beim Einbauen von Kanalisationsrohren und -bauteilen)Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Verfüllen und Verdichten von Böden mit Spezialmaschinen)Sorgfalt und Umsicht (z.B. beim Abdichten von Abwasserleitungen, beim Ausschachten von Kanalgräben mit Baumaschinen)Schulfächer:Werken/Technik (z.B. für die Arbeit mit verschiedenen Werkzeugen und Geräten; technisches Zeichnen)Mathematik (z.B. für das richtige Einmessen von Rohren und Schächten nach Bauplänen, für Flächen- und Materialberechnungen)Physik (z.B. für das Verständnis der Wirkung von Kräften und Hebelarten)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €3. Ausbildungsjahr: 1.610 €

Steckbrief

BesonderheitAusbildungsberuf wird zum 01.08.2026 vom neu geordneten Beruf Kanalbauer/in für Infrastrukturtechnik abgelöst Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in Industrie und Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Ingenieurwissenschaften →

Der Beruf Kanalbauer/Kanalbauerin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Kanalbauer/innen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe der Bauindustrie): BaustellenBerufsschule: UnterrichtsräumeDaneben sind Teile der Ausbildung in überbetrieblichen Ausbildungsstätten zu absolvieren.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit: für die Länder Baden-Württemberg, Bayern und Hessen in Würzburg (Bayern):Josef-Greising-Schule Städtisches Gewerbliches Berufsbildungszentrum IIQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Aktuelles

Ausbildung in der Bauwirtschaft wird modernisiertDie Ausbildung in den 19 anerkannten Ausbildungsberufen der Bauwirtschaft wird modernisiert und sowohl inhaltlich als auch strukturell angepasst. Der technische Fortschritt sowie insbesondere die gestiegenen Anforderungen des Umwelt- und Verbraucherschutzes, z.B. in Bezug auf Energieeinsparung und Vermeidung von CO2-Emissionen, machen eine Neuordnung der Ausbildung erforderlich. Sowohl beim Neubau als auch beim Bauen im Bestand haben sich die Anforderungen an die Berufe im Baugewerbe verändert: Beispielsweise werden Gebäude immer smarter und technische Anlagen, Werkzeuge und Maschinen sind immer mehr vernetzt. Die Auswirkungen neuer Technologien und Verfahren sowie der Digitalisierung auf die Tätigkeiten in der Bauwirtschaft werden in der neuen Ausbildungsordnung ebenso berücksichtigt wie das Thema Nachhaltigkeit. Im Zuge der Neuordnung wird der Beruf Kanalbauer/in in "Kanalbauer/in für Infrastrukturtechnik" umbenannt. Aktuelle Rechtsgrundlage für alle 19 Bauberufe ist die "Verordnung über die Berufsausbildung in der Bauwirtschaft". Künftig werden die Berufe im Hochbau, im Ausbau und im Tiefbau in drei Verordnungen geregelt. Die modernisierte Ausbildungsordnung tritt am 01.08.2026 in Kraft.

Steckbrief

BesonderheitAusbildungsberuf wird zum 01.08.2026 vom neu geordneten Beruf Kanalbauer/in für Infrastrukturtechnik abgelöstBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in Industrie und Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Kanalbauer/innen verlegen Rohre aus Beton, Steinzeug, Kunststoff und Metall. Sie bauen Abwassersysteme und -leitungen vom kleinen Hausanschluss bis hin zu großen Abwassersammlern. Hierzu vermessen sie zunächst die Arbeitsstrecke und sichern die Baustelle.Anschließend heben sie Schächte und Gräben aus, legen diese trocken und sichern sie beispielsweise mit Kanaldielen oder Spundwandprofilen ab. Sie verlegen die Rohre und überprüfen deren Dichtheit, um sicherzustellen, dass keine Abwässer ins Grundwasser sickern. Außerdem halten sie Abwassereinrichtungen instand und sanieren alte Rohre.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Kanalbauer/innen finden Beschäftigungbei Tiefbauunternehmenin der Abwasserwirtschaftbei BauämternArbeitsorte:Kanalbauer/innen arbeiten in erster Linieim Freien auf Baustellenunterirdisch, z.B. beim Sanieren von AbwasserkanälenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [6.0%]6Hauptschulabschl...

BERUF AKTUELL

BerufsbezeichnungKanalbauer/inBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer3 JahreWas macht man in diesem Beruf?Kanalbauer/innen verlegen Rohre aus Beton, Steinzeug, Kunststoff und Metall. Sie bauen Abwassersysteme und -leitungen vom kleinen Hausanschluss bis hin zu großen Abwassersammlern. Hierzu vermessen sie zunächst die Arbeitsstrecke und sichern die Baustelle.Anschließend heben sie Schächte und Gräben aus, legen diese trocken und sichern sie beispielsweise mit Kanaldielen oder Spundwandprofilen ab. Sie verlegen die Rohre und überprüfen deren Dichtheit, um sicherzustellen, dass keine Abwässer ins Grundwasser sickern. Außerdem halten sie Abwassereinrichtungen instand und sanieren alte Rohre.Wo arbeitet man?Kanalbauer/innen finden Beschäftigungbei Tiefbauunternehmenin der Abwasserwirtschaftbei BauämternWeitereBerufe im Tiefbau

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Ausbildungsaufbau

Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb und in überbetrieblichen Lehrgängen: Auftragsübernahme, Leistungserfassung, Arbeitsplan und ArbeitsablaufErrichten, Sichern und Räumen von BaustellenPrüfen, Lagern und Auswählen von Bau- und BauhilfsstoffenLesen und Anwenden von Zeichnungen, Anfertigen von SkizzenDurchführen von MessungenBearbeiten von Holz und Herstellen von HolzverbindungenHerstellen von Bauteilen aus Beton und StahlbetonHerstellen von Baukörpern aus SteinenHerstellen von Baugruben und Gräben, Verbauen und WasserhaltungHerstellen von VerkehrswegenEinbauen und Anschließen von Ver- und EntsorgungssystemenAusbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern: Einrichten einer BaustelleErschließen und Gründen eines BauwerkesMauern eines einschaligen BaukörpersHerstellen einer HolzkonstruktionHerstellen eines StahlbetonbauteilesBeschichten und Bekleiden eines BauteilesZwischenprüfung am Ende des 1. Ausbildungsjahres2. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb und in überbetrieblichen Lehrgängen: Vertiefen der Kenntnisse aus dem 1. Ausbildungsjahrqualitätssichernde Maßnahmen und BerichtswesenAusbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern: Sichern einer Baustelle im VerkehrsraumHerstellen eines RohrgrabensHerstellen eines SchachtesEinbauen von Freispie...

Ausbildungskosten

Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:welche Werkzeuge, Baugeräte und -maschinen es gibt und wie sie gehandhabt werdenwas man beim Herstellen von Mörtel- und Betonmischungen, Bewehrungen, Dämmungen, Wandputz und Estrich beachten musswelche Arbeiten beim Aushub, Verbauen und Aussteifen von Gräben erforderlich sind wie Bohrlöcher verfüllt und verdichtet werden wie man Zementestrich herstellt und nachbehandelt welche Grundregeln für Stahlbetonbewehrungen gelten wie Einstiegsschächte, Regeneinläufe und Schachtabdeckungen eingebaut und versetzt werden was beim Einbau von Kanalisationsrohren und -bauteilen wichtig ist wie man Kanalgräben und Schächte aussteift worauf es beim Handhaben von Vermessungsgeräten ankommtDarüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:in berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. Wiederherstellen von Pflaster und Straßenbelägen, Sanieren einer Freispiegelleitung)in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde

Ausbildungssituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): Baumaterialien transportieren, Gräben ausheben und absichern, Rohre verlegen, Baumaschinen bedienenUmgebung: Witterungseinflüsse im Freien, Nässe, Gerüche in Abwasserkanalsystemen, wechselnde Arbeitsorte, MaschinenlärmKleidung: Schutzkleidung (z.B. Helm, Handschuhe, Sicherheitsschuhe, ggf. Gehör- und Atemschutz)Anforderungen:Handwerkliches Geschick (z.B. beim Einbauen von Kanalisationsrohren und -bauteilen)Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Verfüllen und Verdichten von Böden mit Spezialmaschinen)Sorgfalt und Umsicht (z.B. beim Abdichten von Abwasserleitungen, beim Ausschachten von Kanalgräben mit Baumaschinen)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht

Ausbildung im Ausland

Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel Baugewerbe neue Bundesländer - ohne Berlin (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €3. Ausbildungsjahr: 1.610 €Beispiel Baugewerbe alte Bundesländer - ohne Berlin (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €3. Ausbildungsjahr: 1.610 €Beispiel Baugewerbe Berlin (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €3. Ausbildungsjahr: 1.610 €Quellen:Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Werken/Technik:Kenntnisse im Bereich Werken und Technik erleichtern den Auszubildenden die Arbeit mit unterschiedlichen Baumaterialien, Werkzeugen und Geräten. Für die Arbeit nach Bauskizzen und -plänen sind Erfahrungen im Technischen Zeichnen hilfreich.Mathematik:Kenntnisse in Mathematik, insbesondere sicheres Beherrschen der Grundrechenarten und geometrisches Zeichnen, sind wichtig, z.B. für das richtige Einmessen von Rohren und Schächten nach Bauplänen oder für Flächen- und Materialberechnungen.Physik:Für das Verständnis der Wirkung von Kräften und Hebelarten sind Physikkenntnisse hilfreich.

Zusatzqualifikationen

Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/in

Ausbildungsalternativen

Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Kanalbauer/in an:Bereich TiefbauBrunnenbauer/BrunnenbauerinRohrleitungsbauer/RohrleitungsbauerinSpezialtiefbauer/SpezialtiefbauerinStraßenbauer/StraßenbauerinWasserbauer/WasserbauerinLeitungsbauer/Leitungsbauerin für InfrastrukturtechnikGemeinsamkeit:Tiefbauarbeiten ausführen

Entwicklung der Ausbildung

1942:Schaffung des Berufs1974: Inkrafttreten der Verordnung über die Berufsausbildung in der Bauwirtschaft nach dem BerufsbildungsgesetzStaatliche Anerkennung des Berufs im Bereich Industrie 1999:Neuordnung der Berufsausbildung in der Bauwirtschaft Modernisierung der Ausbildungsinhalte, u.a. Berücksichtigung höherer Anforderungen im Umweltschutz, Verwendung neuer Bau- und Bauhilfsstoffe 2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): z.B. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren. Verbessert wird auch die Durchlässigkeit innerhalb der beruflichen Bildung. So können Ausbildungsordnungen vorsehen, dass Auszubildende bei nicht bestandener Abschluss- bzw. Gesellenprüfung in einem Beruf, der auf einem zweijährigen Ausbildungsberuf aufbaut, den Abschluss der zweijährigen Ausbildung erwerben. 2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.

Die Ausbildung im Überblick

Die Ausbildung des Berufs Kanalbauer/in wird neu geordnet. Die Berufsbezeichnung lautet künftig Kanalbauer/in für Infrastrukturtechnik. Die Ausbildungsregelung tritt am 1. August 2026 in Kraft. Kanalbauer/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in der Industrie. Die Ausbildung findet auch im Handwerk statt.

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

Abschlussbezeichnung Kanalbauer/Kanalbauerin

Perspektiven nach der Ausbildung

Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Kanalbauer/innen verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in".Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Ausbildung arbeiten Kanalbauer/innen vor allem in Tief- und Kanalbaubetrieben.Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Tief- und Kanalbau bis hin zu Bausanierung.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Polier/in im Bereich Tiefbau abzulegen. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Bauingenieurwesen erwerben.

Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2024 gab es im Ausbildungsbereich Industrie und Handel 93 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 41 Prozent verfügten über einen mittleren Bildungsabschluss, 34 Prozent besaßen einen Hauptschulabschluss. 15 Prozent verfügten über die Hochschulreife, 6 Prozent konnten keinen Hauptschulabschluss vorweisen. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [6.0%]6Hauptschulabschluss* [34.0%]34mittlerer Bildungsabschluss [41.0%]41Hochschulreife [15.0%]15Sonstige [4.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussAusbildungsbereich Industrie und HandelIm Ausbildungsbereich Handwerk gab es 45 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 53 Prozent verfügten über einen Hauptschulabschluss, 27 Prozent besaßen einen mittleren Bildungsabschluss. 13 Prozent verfügten über die Hochschulreife. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [53.0%]53mittlerer Bildungsabschluss [27.0%]27Hochschulreife [13.0%]13Sonstige [7.0%]7*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussAusbildungsbereich HandwerkQuelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Rechtliche Regelungen für die Ausbildung

Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung in der Bauwirtschaft (BauWiAusbV) vom 02.06.1999 (BGBl. I S. 1102), zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 20.02.2009 (BGBl. I S. 399)Rahmenlehrplan für die Ausbildungsberufe in der Bauwirtschaft (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 05.02.1999)

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Anrechnungs- und Fortsetzungsmöglichkeiten

Eine abgeschlossene Ausbildung zum Tiefbaufacharbeiter/zur Tiefbaufacharbeiterin, z.B. mit dem Schwerpunkt Kanalbauarbeiten, kann auf die Ausbildung zum Kanalbauer/zur Kanalbauerin angerechnet werden.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Kanalbauer/Kanalbauerin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Kanalbauer/Kanalbauerin in Deutschland?

Was macht man in diesem Beruf?Kanalbauer/innen verlegen Rohre aus Beton, Steinzeug, Kunststoff und Metall. Sie bauen Abwassersysteme und -leitungen vom kleinen Hausanschluss bis hin zu großen Abwassersammlern. Hierzu vermessen sie zunächst die Arbeitsstrecke und sichern die Baustelle.Anschließend heben sie Schächte und Gräben aus, legen diese trocken und sichern sie beispielsweise mit Kanaldielen oder Spundwandprofilen ab. Sie verlegen die Rohre und überprüfen deren Dichtheit, um sicherzustellen, dass keine Abwässer ins Grundwasser sickern. Außerdem halten sie Abwassereinrichtungen instand und sanieren alte Rohre.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Kanalbauer/innen finden Beschäftigungbei Tiefbauunternehmenin der Abwasserwirtschaftbei BauämternArbeitsorte:Kanalbauer/innen arbeiten in erster Linieim Freien auf Baustellenunterirdisch, z.B. beim Sanieren von AbwasserkanälenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [6.0%]6Hauptschulabschluss* [34.0%]34mittlerer Bildungsabschluss [41.0%]41Hochschulreife [15.0%]15Sonstige [4.0%]je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussAusbildungsbereich Industrie und HandelAusbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss [53.0%]53mittlerer Bildungsabschluss [27.0%]27Hochschulreife [13.0%]13Sonstige [7.0%]7*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussAusbildungsbereich HandwerkWorauf kommt es an?Anforderungen:Handwerkliches Geschick (z.B. beim Einbauen von Kanalisationsrohren und -bauteilen)Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Verfüllen und Verdichten von Böden mit Spezialmaschinen)Sorgfalt und Umsicht (z.B. beim Abdichten von Abwasserleitungen, beim Ausschachten von Kanalgräben mit Baumaschinen)Schulfächer:Werken/Technik (z.B. für die Arbeit mit verschiedenen Werkzeugen und Geräten; technisches Zeichnen)Mathematik (z.B. für das richtige Einmessen von Rohren und Schächten nach Bauplänen, für Flächen- und Materialberechnungen)Physik (z.B. für das Verständnis der Wirkung von Kräften und Hebelarten)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €3. Ausbildungsjahr: 1.610 €

Ist Kanalbauer/Kanalbauerin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Kanalbauer/Kanalbauerin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.

Wie kann ich in Deutschland als Kanalbauer/Kanalbauerin qualifiziert werden?

In Deutschland folgt "Kanalbauer/Kanalbauerin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.

Wo arbeiten Kanalbauer/Kanalbauerin in Deutschland typischerweise?

Kanalbauer/innen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe der Bauindustrie): BaustellenBerufsschule: UnterrichtsräumeDaneben sind Teile der Ausbildung in überbetrieblichen Ausbildungsstätten zu absolvieren.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit: für die Länder Baden-Württemberg, Bayern und Hessen in Würzburg (Bayern):Josef-Greising-Schule Städtisches Gewerbliches Berufsbildungszentrum IIQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Kanalbauer/Kanalbauerin in Deutschland?

Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.

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