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Ingenieur/Ingenieurin für Verfahrenstechnik

Ingenieur/in - Verfahrenstechnik

Grundberuf Ingenieurwissenschaften KldB B 25104

Was ist Ingenieur/Ingenieurin für Verfahrenstechnik?

In Deutschland entwickeln und betreiben Verfahrenstechnik Ingenieure/Ingenieurinnen Prozesse zur Herstellung von Gütern aus Rohstoffen. Zusätzlich planen und optimieren sie Maschinen und Anlagen in Industrieanlagen.

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Ingenieurwissenschaften →

Der Beruf Ingenieur/Ingenieurin für Verfahrenstechnik in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften:

Detaillierte Informationen

Medien

Informationsangebote der Bundesagentur für ArbeitFilm VerfahrenstechnikFilm Verfahrenstechnik - Energietechnik - UmwelttechnikWeitere Informationsangeboteat - Automatisierungstechnikatp magazin - Automatisierungstechnische PraxisChemie Ingenieur TechnikDeutsche Akademie der TechnikwissenschaftenForschung im Ingenieurwesen. Engineering ResearchHTM Journal of Heat Treatment and MaterialsIndustrielle AutomationIndustryArena - Business Netzwerk der FertigungsindustriekjVI - kreative junge VerfahrensingenieurePlattform Industrie 4.0think ING. Netzwerk für Schüler und StudierendeVDI nachrichtenVERFAHRENSTECHNIK

Trends

Biokunststoffe: Grünabfälle statt ErdölBioplastik soll fossile Rohstoffe einsparen, weniger CO2 freisetzen und biologisch abbaubar oder kompostierbar sein. Viele Biokunststoffe werden bisher aus nachwachsenden Rohstoffen wie Mais, Weizen oder Zuckerrohr hergestellt. Diese sind zwar biobasiert, aber nicht immer biologisch abbaubar. Zudem kann ihr Anbau Luft, Wasser und Boden belasten. Der Fokus verlagert sich daher zunehmend auf Biokunststoffe der 2. Generation. Sie werden aus pflanzlichen Abfällen und Reststoffen hergestellt und benötigen keine zusätzlichen Anbauflächen - ein Schritt zur Reduzierung der Flächennutzung. Fach- und Führungskräfte stellen sich auf die neuen Verfahren und Technologien ein und erwerben das nötige Wissen.Künstliche Intelligenz (KI) in der NanotechnologieIn der Forschung werden mithilfe der Nanotechnologie Materialeigenschaften von Stoffen auf molekularer Ebene verändert. Künstliche Intelligenz (KI) erweitert zunehmend die Anwendungsmöglichkeiten: In der Medizin überwachen KI-Nanobots Körperzustände, in der Oberflächenbearbeitung beeinflussen KI-gesteuerte Mikroskope Moleküle gezielt auf kleinster Ebene. Führungskräfte in der Nanotechnologie erforschen aktiv, wie sie KI einsetzen, um bestehende Verfahren zu verbessern und neue Anwendungen zu entwickeln.Künstliche Intelligenz (KI) in der FertigungIn der automatisierten Fertigung sind Anlagen digital vernetzt und steuern sich teils selbst. Künstliche Intelligenz (KI) soll künftig Software- und Hardware...

Interessen

Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um in diesem Studienberuf erfolgreich zu sein. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an organisatorisch-prüfenden Tätigkeitenz.B. Überwachen eines Beschichtungsprozesses mit Plasmaz.B. Kontrollieren von thermischen Beschichtungenz.B. Testen eines Verfahrensablaufs im LabormaßstabInteresse an theoretisch-abstrakten Tätigkeitenz.B. Entwickeln einer Rezeptur für einen keramischen Werkstoffz.B. Ermitteln der chemischen Zusammensetzung und Größe der TeilchenInteresse an praktisch-konkreten Tätigkeitenz.B. Konstruieren von Teilen für eine Schmelzanlage

Arbeitsorte

Ingenieure und Ingenieurinnen der Verfahrenstechnik arbeiten in erster Liniein Büroräumen in Produktionsanlagenin Laborsin BesprechungsräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:AnlagenbauAnlagenplanungArbeitsvorbereitungBetriebsmitteleinsatz planenBioverfahrenstechnikEntwicklungKonstruktionMaschinentechnikMess-, Steuer-, Regeltechnik (MSR)Messmethoden (Umgang, bestimmen etc.)MethodenentwicklungProblemlösungsmethode 5WProzessanalytikTechnische MechanikVerfahrenstechnikWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:Automatisierungstechnik, ProzessautomatisierungBatterietechnikBiogasanlagen projektierenBiogasgewinnungBiokraftstoffeBiokunststoffeBiomasse (energetische Nutzung)BioprintingBioraffinerienBrennstofftechnikBrennstoffzellentechnikChemische EnergiespeicherChemische VerfahrenstechnikDimensionierungElektrochemieElektrochemische EnergiespeicherElektrotechnikF-Gas-VerordnungFilteranlagenGrüner StahlGrünes AmmoniakKI-gestütztes Generatives DesignOrganic-Solid-Flow-BatterienPower-to-Chemicals-VerfahrenPower-to-Gas-VerfahrenPower-to-Heat-VerfahrenPower-to-Liquid-VerfahrenTechnische PhysikThermische EnergiespeicherThermodynamikUmwelttechnikWasserstofftechnikWeitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:Kompetenzgruppe "CAD-/CAM-Anwendungen"

Digitalisierung

Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Ingenieure und Ingenieurinnen der Verfahrenstechnik ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:3-D-Druck (z.B. 3-D-Druck-Herstellungsverfahren für Laborprodukte entwickeln)3-D-Laserscanning (z.B. Verfahren für die Qualitätssicherung entwickeln)3-D-Simulation (z.B. neue Produktionsverfahren und -anlagen entwickeln und testen)4-D-Druck (z.B. Produkte entwickeln, die ihre Form aufgrund von äußeren Einflüssen selbstständig ändern)Aktorik (z.B. Aktoren für verfahrenstechnische Systeme entwickeln)Apps für Überwachung der Produktionsprozesse (z.B. vernetzte Fertigungseinrichtungen überwachen)Augmented Reality Operation (z.B. an der Entwicklung von Programmen für Augmented Reality Operations mitarbeiten)Automatische Identifizierung - Auto-ID (z.B. RFID-Identifikationssysteme für die Fertigungsautomatisierung entwickeln)Automatische optische Inspektion - AOI (z.B. optische Prüfsysteme für die Qualitätssicherung industrieller Erzeugnisse entwickeln)Bioprinting (z.B. Bioprinter entwerfen und konstruieren; Qualitätssicherung von Bioprintern gewährleisten)Collaborative Robots - Cobots (z.B. Cobots in Fertigungsprozesse einplanen)Computed Axial Lithography - CAL (z.B. CAL-Herstellungsverfahren für Laborprodukte entwickeln)Computer-Aided Manufacturing - CAM (z.B. Regel- und Steuerungsprogramme für Fertigungssys...

Arbeitssituation

Ingenieure und Ingenieurinnen der Verfahrenstechnik übernehmen eigenverantwortlich technische, organisatorische oder betriebswirtschaftliche Aufgaben bei der Entwicklung von Produktionsanlagen und -verfahren. Dazu benötigen sie eine sorgfältige Arbeitsweise, technisches Verständnis, analytisches und betriebswirtschaftliches Denken. Wenn Störungen an Produktionsanlagen zu beheben sind, müssen sie rasch und entschieden reagieren. Führen sie ein Team, motivieren sie ihre Mitarbeiter/innen und koordinieren deren Zusammenarbeit. Dabei sind kommunikative Fähigkeiten und Durchsetzungsvermögen erforderlich, im Kundengespräch Verhandlungsgeschick. Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen sind z.B. im Rahmen internationaler Projekte gefragt. Bei Tätigkeiten im Vertrieb sind Ingenieure und Ingenieurinnen der Verfahrenstechnik viel unterwegs, auch im Ausland.Häufig sind Ingenieure und Ingenieurinnen der Verfahrenstechnik im Büro am Computer tätig, z.B. wenn sie Entwürfe, Konstruktionszeichnungen oder Angebote erstellen. Sie arbeiten mit technischen Maschinen und Anlagen, z.B. mit chemisch-technischen Produktionsanlagen. An Prüfständen und in Werk- und Produktionshallen kontrollieren sie z.B. die Eigenschaften von Rohmaterialien und Endprodukten und stellen somit die Qualität sicher. Bei überwachenden Tätigkeiten in der Fertigung richtet sich ihre Arbeitszeit nach den Produktionsrhythmen des jeweiligen Betriebs, sodass auch Schichtarbeit anfallen kann.

Existenzgründung

Ingenieure und Ingenieurinnen der Verfahrenstechnik können sich in verschiedenen Feldern selbstständig machen:Ingenieurbüros für Planungs-, Projektierungs- oder Konstruktionsdienstleistungen gründen oder übernehmen.Gutachter/inSachverständige/rBeratende/r Ingenieur/inNach Eintragung in die Handwerksrolle ist es möglich, sich z.B. mit einem Betrieb im Metallbauer- oder Feinwerkmechanikerhandwerk selbstständig zu machen.Informationen zur Existenzgründung z.B. durch:Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI)

Verdienst/Einkommen

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 4.489 € bis 6.765 €Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (monatlich): 5.066 € bis 6.439 €Quellen:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L)Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Branchen im Einzelnen

ChemieHerstellung von sonstigen anorganischen Grundstoffen und ChemikalienHerstellung von sonstigen organischen Grundstoffen und ChemikalienHerstellung von Kunststoffen in PrimärformenHerstellung von Mineralölerzeugnissen und von fossilen BrennstoffenHerstellung von flüssigen BiokraftstoffenPharmazieHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen ErzeugnissenAbfallwirtschaft, RecyclingRückgewinnung sortierter WerkstoffeAbfallbeseitigung ohne VerwertungAbwasserwirtschaftBetrieb von KläranlagenEnergieversorgungElektrizitätserzeugung aus erneuerbaren EnergieträgernWärme- und KälteverteilungWärme- und KälteerzeugungWasserversorgungWassergewinnung mit Fremdbezug zur VerteilungMetallerzeugung, GießereiStahlgießereienErzeugung von Roheisen, Stahl und FerrolegierungenAufbereitung von KernbrennstoffenBaustoffeHerstellung von Zement, Kalk und gebranntem GipsGlasHerstellung von HohlglasKeramikHerstellung von sonstigen Porzellan- und keramischen ErzeugnissenFarben, LackeHerstellung von Anstrichmitteln, Druckfarben und KittenPapier-, ZellstoffherstellungHerstellung von Holz- und ZellstoffHerstellung von Papier, Karton und PappeElektrische Anlagen und BauteileHerstellung von Elektromotoren, Generatoren und TransformatorenHerstellung von elektronischen BauelementenPapierverarbeitung, VerpackungsmittelherstellungHerstellung von Wellpapier und -pappe sowie von Verpackungsmitteln aus Papier, Karton und PappeHerstellung von sonstigen Waren aus Papier, Karton und Pa...

Zugang zur Tätigkeit

Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium in der Verfahrenstechnik.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Zugangsstudienfächer

Verfahrenstechnik (grundständig)Verfahrenstechnik (weiterführend)

Arbeitsbereiche/Branchen

Ingenieure und Ingenieurinnen der Verfahrenstechnik finden Beschäftigung in Betrieben der chemischen Industrie, Ver- und Entsorgung, Hüttenindustrie, Baustoff-, Elektro- und Lebensmittelindustrie, Papier- und Textilindustrie, des Maschinenbausin Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energienin Ingenieurbüros für technische Fachplanung

Tätigkeitsbezeichnungen

Ingenieur/in - VerfahrenstechnikAuch übliche Berufsbezeichnungen/SynonymeProzessingenieur/in (Verfahrenstechnik)Verfahrensingenieur/inAbweichende Berufsbezeichnungen der ehemaligen DDRDiplom Ingenieur (Uni)/ Diplom Ingenieurin (Uni) - Fachrichtung AnlagenbauDiplom-Ingenieur/Diplom-Ingenieurin (Uni) Fachrichtung Apparate und Anlagen der Stoffumwandlung/StoffwirtschaftDiplom Ingenieur (Uni)/Diplom Ingenieurin (Uni) - Fachrichtung GrundstoffverfahrenstechnikDiplom Ingenieur (Uni)/ Diplom Ingenieurin (Uni) - Fachrichtung KohleveredlungDiplom-Ingenieur/Diplom-Ingenieurin (Uni) Fachrichtung ProzessverfahrenstechnikDiplom Ingenieur (Uni)/ Diplom Ingenieurin (Uni) - Fachrichtung SystemverfahrenstechnikBerufsbezeichnung in englischer SpracheProcess engineer (m/f)Berufsbezeichnungen in französischer SpracheIngénieur/Ingénieure - génie des procédésIngénieur/Ingénieure - procédés

Sonstige Zugangsbedingungen

Hinweis zum Führen von Berufsbezeichnungen:Die Bezeichnung "Ingenieur" bzw. "Ingenieurin" ist geschützt. Um den gesetzlich geschützten Titel "Beratender Ingenieur" bzw. "Beratende Ingenieurin" zu führen, gibt es mehrere Voraussetzungen. Dazu gehören u.a. mehrjährige Fachpraxis und die Mitgliedschaft in einer Länderingenieurkammer. In die dortige Liste der Beratenden Ingenieure und Ingenieurinnen müssen sie ebenfalls eingetragen sein.

Arbeits- und Sozialverhalten

Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. Bereitschaft, engagiert und zeitlich flexibel die Reparatur und Wartung von verfahrenstechnischen Anlagen beim Kunden sicherzustellen)Durchhaltevermögen / Zielstrebigkeit (z.B. Beharrlichkeit zeigen bei aufwendiger, langwieriger Fehlersuche; Durchführen von langwierigen Angebotsverhandlungen im Vertrieb von verfahrenstechnischen Anlagen)Sorgfalt (z.B. präzises Ermitteln von Zusammensetzungen und Konzentrationen chemischer Ausgangsstoffe)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Planen und Steuern von verfahrenstechnischen Prozessen)Kreativität (z.B. Einfallsreichtum bei der Entwicklung von Fertigungsverfahren und verfahrenstechnischen Anlagen)Lernbereitschaft (z.B. sich auf dem Laufenden halten über neue Entwicklungen im Bereich der Verfahrenstechnik)

Die Tätigkeit im Überblick

Ingenieure und Ingenieurinnen der Verfahrenstechnik entwickeln und betreiben Prozesse zur Produktherstellung aus Rohstoffen. Außerdem planen und verbessern sie Apparate sowie Anlagen und arbeiten oft auch im technischen Vertrieb, in der Anwendungs- oder Kundenberatung oder Verwaltung von Industrieunternehmen.

Stellen- und Bewerberbörsen

BIngK Bundesingenieurkammerget in (Engineering)Hollabrunner Technik LeistungszentrumIndustryArenaingenieur.deingenieur1.deingenieurwebJustEngineersNetMarkt&Technik Job

Verbände und Organisationen

Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse BG ETEMBundesarbeitgeberverband Chemie e.V. (BAVC)Bundesingenieurkammer (BIngK) Bundesgemeinschaft der Ingenieure e.V.DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)HDH Hauptverb. der Dt. Holz u. Kunststoffe verarb. Ind. u. verw. Industriezweige e.V.IGBCE - Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und EnergieVDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (VDI-GVC)Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI)

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

Verantwortung für Personen (z.B. Mitarbeiter/innen anleiten und führen)Kundenkontakt (z.B. Kunden/Kundinnen und Anwender/innen betreuen und beraten)häufige Abwesenheit vom Wohnort (bei der Montage von Anlagen und in der technischen Beratung)Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. Mess- und Regelsysteme, Produktionsanlagen, Anlagen für die Additive Fertigung)Bildschirmarbeit (z.B. Bau- und Montagezeichnungen für die Fertigung erstellen)Arbeit in Büroräumen (z.B. im Unternehmensmanagement, in der Geschäftsleitung mitarbeiten)Arbeit in Werkstätten, Werk-/Produktionshallen (z.B. Funktionen der Produktionsanlagen überprüfen)unregelmäßige Arbeitszeiten (z.B. bei der Fehlerbehebung und Instandhaltung von Anlagen)Schichtarbeit (bei überwachenden Tätigkeiten in der Fertigung: Arbeitszeit entsprechend den Produktionsrhythmen des Betriebes)

Berufliche Einsatzmöglichkeiten

Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:Einkauf, BeschaffungEinkäufer/EinkäuferinLeiter/Leiterin des EinkaufsGutachter-, SachverständigentätigkeitMaschinen- und Anlagensicherheitssachverständiger/Maschinen- und AnlagensicherheitssachverständigeLager-, Materialwirtschaft, LogistikLeiter/Leiterin für LogistikLeiter/Leiterin - MaterialwirtschaftSupply-Chain-Manager/Supply-Chain-ManagerinLehrtätigkeit an HochschulenDozent/Dozentin an Hochschulen und AkademienStudiengangkoordinator/StudiengangkoordinatorinManagement, UnternehmensführungFremdfirmenkoordinator/FremdfirmenkoordinatorinBetriebsleiter/Betriebsleiterin - technischProduktionsplanung, -steuerungArbeitsplanungsingenieur/ArbeitsplanungsingenieurinArbeitsvorbereiter/ArbeitsvorbereiterinLeiter/Leiterin in der ArbeitsvorbereitungLeiter/Leiterin in der Produktion und FertigungProduktionsingenieur/ProduktionsingenieurinQualitätssicherung, -managementLeiter/Leiterin im QualitätsmanagementQualitätsingenieur/QualitätsingenieurinQualitätsmanager/QualitätsmanagerinLeiter/Leiterin in der QualitätssicherungFMEA-Moderator/FMEA-ModeratorinCE-Beauftragter/CE-BeauftragteTechnisches Zeichnen, CAD, KonstruktionBerechnungsingenieur/BerechnungsingenieurinKonstruktionsingenieur/KonstruktionsingenieurinNormungsexperte/NormungsexpertinUmweltberatung, -managementStörfallbeauftragter/StörfallbeauftragteVerfahrens-, ProduktentwicklungApplication-Engineer/-Manager/inForschungs- und Entwicklungsingenieur/Forschungs- und Entwi...

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Technische Geräte, Systeme und Anlagen, z.B.: Mess- und Prüfgeräte zur mechanischen, optischen und elektrotechnischen bzw. elektronischen Messung, Cobots, Mess- und Regelsysteme, Produktionsanlagen, Apparate, ggf. Anlagen für die Additive Fertigung (3-D-Druck) Software, z.B.: CAD-, CAQ- und CAM-Anwendungen, ggf. Machine-Learning-AnwendungenUnterlagen, z.B.: Bau-, Material- und Schaltpläne, Rohr- und Apparatepläne, Stücklisten, Entwürfe, Konstruktionszeichnungen, Kalkulationsunterlagen, Terminpläne, Rechtsvorschriften (z.B. Sicherheits- und Arbeitsschutzbestimmungen)Büroausstattung, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Ingenieure und Ingenieurinnen der Verfahrenstechnik entwickeln neue Herstellungsverfahren, die in Pilotanlagen getestet werden. Sie erfassen deren physikalische, chemische und biologische Zusammenhänge und beschreiben sie mathematisch oder in Fließbildern. Anschließend übertragen sie die Ergebnisse vom Labor- auf den Produktionsmaßstab. Für die Produktion konstruieren sie Maschinen, Anlagen und Apparate, erarbeiten Bauunterlagen (z.B. Rohrleitungspläne), stellen Anlagenteile her oder beschaffen sie. Ggf. optimieren sie auch bestehende Herstellungsprozesse und achten dabei auf Qualitätsstandards. Darüber hinaus erstellen sie Risikoanalysen und Arbeitsanweisungen und führen Weiterbildungen durch.

Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Verfahrenstechnik, Maschinen-, Anlagenbau, Konstruktion, Forschung und Entwicklung). Darüber hinaus kann sich der Trend zur Gewinnung und Verwendung von Biokunststoffen, deren Ausgangsstoffe aus Grünabfällen hergestellt werden, zu einem wichtigen Weiterbildungsthema für Ingenieure und Ingenieurinnen der Verfahrenstechnik entwickeln.

Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Aufstiegsweiterbildung, speziell konzipiert für Hochschulabsolventen, baut auf vorhandenen Qualifikationen auf. Sie bietet die Möglichkeit, das Kompetenzprofil zu erweitern und Karrierechancen auszubauen (z.B. durch eine Weiterbildung als REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering).Bachelorabsolventen können ihre Berufs- und Karrierechancen durch ein weiterführendes Studium ausbauen, z.B. im Studienfach Verfahrenstechnik, Chemieingenieurwesen oder Maschinenbau.Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

Verfahrenstechnische ProzesseVerfahren festlegen Stoffmengen für die Verfahrensumsetzung in der endgültigen Anlage umrechnenggf. Validierungsaktivitäten entwickeln und dokumentierencharakteristische Stoffwerte ermittelnVersuche im Labor- und Technikumsmaßstab durchführenVerfahrenstechnische AnlagenAnlagenschema entwickeln und festlegenGröße der Anlagenteile und Apparate bestimmen, konstruktive Details ausarbeiten und festlegenBauunterlagen erstellen, z.B. Aufteilungsplan der Komponenten, RohrleitungspläneAnlagenteile herstellen (z.B. mithilfe von Cobots) oder beschaffen Probeläufe durchführen und überwachenProduktionsprozesse überwachen und die erforderlichen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten planen und veranlassen Einhaltung der Arbeitsschutz-, Sicherheits- und Umweltschutzvorschriften überwachen Produktionsverfahren und Anlagenkomponenten optimieren und weiterentwickelnOrganisation und Koordinationim Unternehmensmanagement, in der Geschäftsleitung mitarbeitendie Bereiche Einkauf, Materialwirtschaft, Vertrieb, betriebliches Rechnungswesen leiten oder darin mitarbeitenFührungs- und Leitungsaufgaben wahrnehmen, Mitarbeitende anleiten und beurteilenPrüfung und VertriebKundenberatung und -betreuungbetriebliche Aus- und Weiterbildung planen und überwachen, ggf. auch im Hinblick auf Themen wie digitale Vernetzung oder Additive Fertigung (3-D-Druck)Wirtschaftlichkeitsberechnungen durchführen, Angebote ausarbeitenals Sachverständige/r Gutachten und Prüfberichte erstellenRisikoan...

Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)

Folgende weitere Beschäftigungsalternativen bieten sich für den Beruf Ingenieur/in der Verfahrenstechnik an:Tätigkeitsfeld Verfahrens-, ProduktentwicklungIngenieur/Ingenieurin für AbfallwirtschaftIngenieur/Ingenieurin für BiotechnologieIngenieur/Ingenieurin für PharmatechnikIngenieur/Ingenieurin für WerkstofftechnikIngenieur/Ingenieurin für GießereitechnikIngenieur/Ingenieurin für Angewandte MechanikIngenieur/Ingenieurin für PhysikIngenieur/Ingenieurin für ElektrotechnikIngenieur/Ingenieurin für Umweltschutz/UmwelttechnikWirtschaftsingenieur/WirtschaftsingenieurinGemeinsamkeiten:Maschinen, Geräte und Anlagen entwickelnFührungsaufgaben bei der technischen Produktentwicklung übernehmenKonstruktionsunterlagen erstellentechnische Berechnungen durchführenHinweis: Die genannten Jobalternativen erfordern ggf. eine längere Einarbeitung oder eine Zusatzausbildung.

Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)

Worum geht es?Ingenieure und Ingenieurinnen der Verfahrenstechnik entwickeln, realisieren und betreiben Prozesse, in denen Produkte aus Rohstoffen gefertigt werden. Zudem planen, bauen und optimieren sie Apparate und Anlagen, die diese Verfahren umsetzen. Darüber hinaus arbeiten sie im technischen Vertrieb, in der Anwendungsberatung, im Kundendienst oder in der Verwaltung von Industrieunternehmen.Neue verfahrenstechnische Grundlagen schaffenVon Lebensmitteln über Kosmetika bis zu Kunststoffen: Ingenieure und Ingenieurinnen der Verfahrenstechnik sind mit zahlreichen Aufgaben rund um die Herstellung von Produkten der Verfahrenstechnik betraut. Für deren Fertigung schaffen sie neue verfahrenstechnische Grundlagen und entwickeln diese für die Gestaltung von technischen Prozessen weiter. Hierzu untersuchen sie, wie die Grundmaterialien beschaffen sein müssen, welche Eigenschaften das fertige Erzeugnis haben soll und welche Maschinen und Anlagen für die Produktion infrage kommen. Unter anderem entwickeln sie auch im Rahmen der regenerativen Energiewirtschaft Methoden zur Umwandlung von Abfallprodukten z.B. in Biogasanlagen oder Konzepte zur Wärme- und Kälteversorgung von Gewerbeimmobilien, z.B. auf Grundlage geothermischer Anlagen. Um mess- und produktionstechnische Verfahren zu entwickeln, setzen sie ggf. Methoden der Nanotechnologie ein.Anlagen planen und konstruierenBei der Planung, Projektierung und Konstruktion von Anlagen legen sie Einzelkomponenten wie Behälter, Rohre, Pumpe...

Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten

Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt.Fähigkeitennumerisches (rechnerisches) Denken (z.B. Analysieren und Berechnen von Projektanforderungen für den Anlagenbau)figural-räumliches Denken (z.B. Lesen, Anfertigen und Umsetzen von Konstruktionszeichnungen für den Bau von Fahrzeugen oder die Entwicklung von Produktionsanlagen und -verfahren)Beobachtungsgenauigkeit (z.B. Überwachen der Montage von Apparaten und Anlagen; an Prüfständen: Kontrollieren der Eigenschaften von Rohmaterialien und Endprodukten)Technisches Verständnis (z.B. Verstehen technischer Produktionsanlagen und Herstellungsprozesse; Verstehen verschiedenster Mess- und Prüfgeräte)Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Planen und Steuern von Entwicklungsprozessen von der Idee bis zur Einführung, dabei etwa Festlegen des Anlagenschemas und Zuordnen von Einzeloperationen der Verfahren zu den Anlagenkomponenten)Kenntnisse und FertigkeitenRechenfertigkeiten (z.B. Umrechnen von Stoffmengen für die Umsetzung des Verfahrens in der endgültigen Anlage)

Rechtliche Regelungen für die Tätigkeit

Ingenieurrecht der einzelnen Bundesländer Die Länderregelungen orientieren sich am Musteringenieur(kammer)gesetz (Stand: 18.11.2003, beschlossen von der Wirtschaftsministerkonferenz am 10./11.12.2003), geändert durch Beschluss der Wirtschaftsministerkonferenz vom 26./27.06.2018Gesetz zur Ordnung des Handwerks (Handwerksordnung) in der Fassung der Bekanntmachung vom 24.09.1998 (BGBl. I S. 3074; 2006 I S. 2095), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 03.04.2025 (BGBl. 2025 I Nr. 106)Verordnung über die Anerkennung von Prüfungen für die Eintragung in die Handwerksrolle (HwREintrV) vom 29.06.2005 (BGBl. I S. 1935), geändert durch Artikel 105 des Gesetzes vom 29.03.2017 (BGBl. I S. 626)Gleichwertigkeit ausländischer BerufsqualifikationenRichtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen vom 30.09.2005 (ABl. EU L 255, S. 22), zuletzt geändert durch Delegierten Beschluss (EU) 2025/2187 vom 30.07.2025 (ABl. EU L 2187, S. 1)

Charakteristische körperliche Anforderungen

Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Teile für Pilotanlagen herstellen und montieren)Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. mit empfindlichen Labor- und Messgeräten bei Versuchen im Testmaßstab hantieren)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. Bau- und Montagezeichnungen am Bildschirm erstellen)Räumliches Sehvermögen (z.B. verfahrenstechnische Maschinen und Anlagen konstruieren und erproben)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. Rückfragen von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen zur chemischen Zusammensetzung von Stoffen verstehen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Ingenieur/in der Verfahrenstechnik an:Job- und Besetzungsalternativenin angrenzenden Berufen:Ingenieur/Ingenieurin für ChemietechnikIngenieur/Ingenieurin für EnergietechnikIngenieur/Ingenieurin für Erneuerbare EnergienIngenieur/Ingenieurin für MaschinenbauIngenieur/Ingenieurin für Rohstoffgewinnung und -aufbereitungmit niedrigerem Qualifikationsniveau:Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Maschinentechnik Schwerpunkt AnlagentechnikStaatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Maschinentechnik Schwerpunkt Verfahrens- und Umwelttechnik/Bachelor Professional in TechnikStaatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Maschinentechnik Schwerpunkt Verfahrenstechnik/Bachelor Professional in TechnikStaatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Umweltschut...

Anerkennung von ausländischen Qualifikationen

Die Tätigkeit unter der Bezeichnung "Ingenieur/in" oder "Beratende/r Ingenieur/in" ist gemäß den landesrechtlichen Ingenieurkammergesetzen reglementiert.Um auf dem deutschen Arbeitsmarkt tätig zu werden, ist für Ingenieure und Ingenieurinnen mit ausländischer Berufsqualifikation grundsätzlich keine berufliche Anerkennung erforderlich. Ohne Gleichwertigkeitsbescheinigung darf jedoch nicht die Berufsbezeichnung "Ingenieur/in" oder "Beratende/r Ingenieur/in" geführt werden.Hierfür muss die Gleichwertigkeit der ausländischen Berufsqualifikationen mit dem deutschen Abschluss durch die zuständige Stelle festgestellt werden.Zuständige Stellen sind z.B. Länderingenieurkammern, Regierungspräsidien oder Bezirksregierungen. Bei der Suche nach der zuständigen Stelle für die berufliche Anerkennung helfen der Anerkennungs-Finder und die Fachstelle Beratung und Qualifizierung des IQ-Netzwerks weiter.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte

Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen

Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Eingeschränkte Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Teile für Pilotanlagen herstellen und montieren)Eingeschränkte Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. mit empfindlichen Labor- und Messgeräten bei Versuchen im Testmaßstab hantieren)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. Bau- und Montagezeichnungen am Bildschirm erstellen)Fehlendes/gestörtes räumliches Sehvermögen (z.B. verfahrenstechnische Maschinen und Anlagen konstruieren und erproben)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. Rückfragen von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen zur chemischen Zusammensetzung von Stoffen verstehen)Stoffwechselkrankheiten (z.B. Schichtarbeit bei überwachenden Tätigkeiten in der Fertigung)Chronische Magen- oder Darmleiden (z.B. Schichtarbeit bei überwachenden Tätigkeiten in der Fertigung)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)

Folgende weitere Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Ingenieur/in der Verfahrenstechnik an:Tätigkeitsfeld Verfahrens-, ProduktentwicklungIngenieur/Ingenieurin für BiotechnologieIngenieur/Ingenieurin für PharmatechnikIngenieur/Ingenieurin für AbfallwirtschaftIngenieur/Ingenieurin für WerkstofftechnikIngenieur/Ingenieurin für Angewandte MechanikGemeinsamkeiten:Maschinen, Geräte und Anlagen entwickelnFührungsaufgaben bei der technischen Produktentwicklung übernehmenKonstruktionsunterlagen erstellentechnische Berechnungen durchführenHinweis: Die genannten Besetzungsalternativen erfordern ggf. eine Einarbeitung, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Ingenieur/Ingenieurin für Verfahrenstechnik

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Ingenieur/Ingenieurin für Verfahrenstechnik in Deutschland?

In Deutschland entwickeln und betreiben Verfahrenstechnik Ingenieure/Ingenieurinnen Prozesse zur Herstellung von Gütern aus Rohstoffen. Zusätzlich planen und optimieren sie Maschinen und Anlagen in Industrieanlagen.

Ist Ingenieur/Ingenieurin für Verfahrenstechnik eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Ingenieur/Ingenieurin für Verfahrenstechnik" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Ingenieur/Ingenieurin für Verfahrenstechnik qualifiziert werden?

Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium in der Verfahrenstechnik.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Wo arbeiten Ingenieur/Ingenieurin für Verfahrenstechnik in Deutschland typischerweise?

Ingenieure und Ingenieurinnen der Verfahrenstechnik arbeiten in erster Liniein Büroräumen in Produktionsanlagenin Laborsin BesprechungsräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Wie hoch ist das typische Gehalt für Ingenieur/Ingenieurin für Verfahrenstechnik in Deutschland?

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 4.489 € bis 6.765 €Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (monatlich): 5.066 € bis 6.439 €Quellen:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L)Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

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