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Ingenieur/Ingenieurin für Mikrosystemtechnik

Ingenieur/in - Mikrosystemtechnik

Grundberuf Ingenieurwissenschaften KldB B 26324

Was ist Ingenieur/Ingenieurin für Mikrosystemtechnik?

In Deutschland sind Mikrosystemtechnik-Ingenieure Spezialisten, die Geräte und Systeme entwickeln, die elektronische, mechanische und optische Funktionen auf kleinstem Raum vereinen. Diese Ingenieure entwerfen Geräte, Anlagen und Prozesse für sehr kleine technische Systeme und Technologien; zum Beispiel integrieren sie elektronische, mechanische und optische Komponenten in Produkte wie Speicherelemente für Chipkarten oder Solarzellen. Die von ihnen entwickelten Systeme erfassen und verarbeiten Daten oder führen spezifische Aktionen aus. Ingenieure überführen diese Innovationen in die industrielle Produktion, überwachen und optimieren dabei die Produktionsprozesse. Sie arbeiten in Bereichen, die hohe Präzision erfordern, wie der Herstellung von Mikrochips, Solarzellen oder Sensoren. Darüber hinaus übernehmen sie vielfältige Aufgaben wie Qualitätssicherung, die Beratung von Unternehmen und die Erstellung von Angeboten für Kunden. Sie können in vielen verschiedenen Abteilungen tätig sein, darunter Produktionsplanung und -steuerung, Qualitätssicherung, Kundenservice oder Vertrieb.

Dieser Beruf ist ein Ingenieurfeld in Deutschland, das typischerweise ein Hochschulstudium (Studium) erfordert. Eine Spezialisierung in diesem Bereich ist mit einem Bachelor- und/oder Masterabschluss in Mikrosystemtechnik oder verwandten Ingenieurwissenschaften möglich. Für türkische Studierende und Fachkräfte, die als Mikrosystemtechnik-Ingenieur in Deutschland arbeiten möchten, ist die Anerkennung der Gleichwertigkeit ihres Ingenieurdiploms (Denklik) in Deutschland von großer Bedeutung. Des Weiteren ist eine gute Beherrschung der deutschen Sprache (im Allgemeinen mindestens B2-Niveau) eine unerlässliche Voraussetzung für den beruflichen Erfolg und die Integration in Deutschland. Da die Mikrosystemtechnik ein sich ständig weiterentwickelndes und innovatives Feld ist, bieten sich qualifizierten Ingenieuren Beschäftigungsmöglichkeiten bei Herstellern elektronischer Komponenten, IT-Technologien, industrieller Prozessleittechnik, elektromedizinischer oder optischer Gerätehersteller sowie in Ingenieurbüros und Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen.

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Ingenieurwissenschaften →

Der Beruf Ingenieur/Ingenieurin für Mikrosystemtechnik in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften:

Detaillierte Informationen

Medien

[me] - Mechatronik & EngineeringDenkfabrik Digitale ArbeitsgesellschaftDeutsche Akademie der TechnikwissenschaftenDigital ManufacturingForschung im Ingenieurwesen. Engineering Researchingenieur.deMicrosystem TechnologiesMikroproduktionPlattform Industrie 4.0think ING. Netzwerk für Schüler und StudierendeVDE YoungNetVDI nachrichten

Trends

Künstliche Intelligenz (KI) in der NanotechnologieIn der Forschung werden mithilfe der Nanotechnologie Materialeigenschaften von Stoffen auf molekularer Ebene verändert. Künstliche Intelligenz (KI) erweitert zunehmend die Anwendungsmöglichkeiten: In der Medizin überwachen KI-Nanobots Körperzustände, in der Oberflächenbearbeitung beeinflussen KI-gesteuerte Mikroskope Moleküle gezielt auf kleinster Ebene. Führungskräfte in der Nanotechnologie erforschen aktiv, wie sie KI einsetzen, um bestehende Verfahren zu verbessern und neue Anwendungen zu entwickeln.Intelligente Werkstoffe (Smart Materials) mittels 4-D-DruckIntelligente Werkstoffe - zukünftig hergestellt mittels 4-D-Druckverfahren - sollen auf ihre Umgebung (Licht, Temperatur oder magnetische Felder) reagieren und so ihre Form ändern können. Flüssigkeiten werden z.B. in einem Magnetfeld fest, Kunststoffe falten sich durch Kontakt mit Feuchtigkeit zusammen, geformte Werkstücke aus Formgedächtnismetall nehmen bei einer bestimmten Temperatur wieder ihre ursprüngliche Form an. Mögliche Anwendungsgebiete sind u.a. die Automobilentwicklung, Medizin- und Textiltechnik, Architektur sowie Luft- und Raumfahrt. Fach- und Führungskräfte in den entsprechenden Bereichen werden sich mit diesen Entwicklungen vertraut machen.Industrie 4.0 in der ElektrotechnikIndustrieunternehmen digitalisieren und vernetzen zunehmend ihre gesamte Wertschöpfungskette. Elektroingenieure und -ingenieurinnen planen und entwickeln Cyber-physische Systeme (CPS)....

Interessen

Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um in diesem Studienberuf erfolgreich zu sein. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an theoretisch-abstrakten Tätigkeitenz.B. Analysieren von Halbleitern unter dem Mikroskopz.B. Untersuchen von Mikrofluidenz.B. Auswerten von ErstluftmessungenInteresse an organisatorisch-prüfenden Tätigkeitenz.B. Kontrollieren und Sicherstellen der Qualitätsnormen für Mikrosystemez.B. Überwachen der Fertigungsprozesse in der MikrochipherstellungInteresse an praktisch-konkreten Tätigkeitenz.B. Bedienen von 3D-Fräsmaschinen zur Herstellung von Mikrosystemen

Arbeitsorte

Ingenieure und Ingenieurinnen für Mikrosystemtechnik arbeiten in erster Liniein Büroräumenin Forschungs- und Entwicklungslabors, Mess- und Versuchsräumen in Produktions- und Fertigungsstättenin Reinräumenin BesprechungsräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:ArbeitsvorbereitungBetriebsmitteleinsatz planenElektronikEntwicklungFeinwerktechnikInformationstechnik, ComputertechnikKonstruktionMikroelektronikMikromechanikMikrosystemtechnikNanotechnologiePhotonik-SchaltkreiseTechnische InformatikWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:Automatisierungstechnik, ProzessautomatisierungCAD (Computer Aided Design)-Systeme anwendenCIM-Systeme anwendenComputer-Aided Manufacturing - CAMElektrotechnikForschungHalbleitertechnikKalkulationKI-gestütztes Generatives DesignKundendienstLasertechnikLehrtätigkeit (Hochschule)Mess-, Steuer-, Regeltechnik (MSR)MikrooptikMikrosensorikOptoelektronikProjektmanagementQualitätsmanagementSchaltungstechnikVirtual PrototypingWeitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:Kompetenzgruppe "CAD-/CAM-Anwendungen"

Digitalisierung

Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Ingenieure und Ingenieurinnen der Mikrosystemtechnik ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:3-D-Druck (z.B. Prototypen für miniaturisierte technische Systeme entwickeln; digitale Datensätze für das Bedrucken von Oberflächen mit elektronischen Bauteilen konzipieren)3-D-Laserscanning (z.B. Laserscanning-Verfahren für die Qualitätssicherung entwickeln und einsetzen)3-D-Simulation (z.B. neue miniaturisierte Bauteile und Systeme entwickeln und testen)4-D-Druck (z.B. neue Bauteile entwickeln, die sich aufgrund von äußeren Einflüssen selbstständig ändern)Aktorik (z.B. Aktoren zur Steuerung von Mikrosystemen entwickeln und optimieren)Apps für Überwachung der Produktionsprozesse (z.B. vernetzte Anlagen für die Fertigung mikroelektronischer Systeme überwachen)Automatische optische Inspektion - AOI (z.B. AOI-Systeme für die Qualitätssicherung von Leiterplatten entwickeln)Collaborative Robots - Cobots (z.B. Cobots für den Einsatz in der Produktion und Fertigung entwickeln und optimiere)Digitaler Zwilling (z.B. Ablauf bei der Produktion miniaturisierter Bauteile und Systeme mithilfe eines virtuellen Abbilds optimieren)Dokumentenmanagementsysteme - DMS (z.B. Schalt- und Materialpläne, Versuchsprotokolle und andere technische Unterlagen digital verwalten)Embedded Systems (z.B. eingebettete mikroelektronisch...

Arbeitssituation

Ingenieure und Ingenieurinnen der Mikrosystemtechnik übernehmen eigenverantwortlich technische, organisatorische oder betriebswirtschaftliche Aufgaben bei der Neuentwicklung, Optimierung, Fertigung oder Instandhaltung von mikrosystemtechnischen Geräten und Anlagen. Dazu benötigen sie eine sorgfältige Arbeitsweise, technisches Verständnis, analytisches und betriebswirtschaftliches Denken. Wenn Störungen an Systemen zu beheben sind, müssen sie rasch und entschieden reagieren. Führen sie ein Team, motivieren sie ihre Mitarbeiter/innen und koordinieren deren Zusammenarbeit. Dabei sind kommunikative Fähigkeiten und Durchsetzungsvermögen erforderlich, im Kundengespräch Verhandlungsgeschick. Geschicklichkeit ist bei der Fertigung von Prototypen, die Technik auf kleinstem Raum integrieren, unerlässlich. Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen sind z.B. im Rahmen internationaler Projekte gefragt. Bei Tätigkeiten im Vertrieb sind Ingenieure und Ingenieurinnen der Mikrosystemtechnik viel unterwegs, auch im Ausland.Häufig sind sie im Büro am Computer tätig, z.B. wenn sie Entwürfe oder Angebote erstellen oder Programmierarbeiten erledigen. Sie arbeiten mit technischen Geräten und Anlagen, z.B. mit 3-D-Fräsmaschinen, Streiflichtmessgeräten oder Mikroskopen. In Testlabors und an Prüfständen kontrollieren sie z.B. die Funktion produzierter Bauteile und stellen somit die Qualität sicher. Hier und in der Produktion halten sie sich in klimatisierten Reinräumen auf und tragen bes...

Existenzgründung

Ingenieure und Ingenieurinnen für Mikrosystemtechnik haben verschiedene Möglichkeiten sich selbstständig zu machen:z.B. durch Gründung oder Übernahme eines Ingenieurbüros für Beratungs-, Planungs-, Projektierungs- oder Konstruktionsdienstleistungenz.B. durch eine Tätigkeit als Gutachter/in, Sachverständige/r oder Beratende/r Ingenieur/inInformationen zur Existenzgründung z.B. durch:Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI)

Verdienst/Einkommen

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 5.261 € bis 6.650 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Branchen im Einzelnen

Elektrische Anlagen und BauteileHerstellung von elektronischen Bauelementen, z.B. Halbleiter, Mikroschaltungen, ChipsKraftfahrzeugeHerstellung elektrischer und elektronischer Ausrüstungsgegenstände für Kraftwagen, z.B. AirbagsensorenInformations-, TelekommunikationstechnikHerstellung von Datenverarbeitungsgeräten und peripheren Geräten, insbesondere ComputerchipsHerstellung von Geräten und Einrichtungen der TelekommunikationstechnikTelekommunikationSonstige Telekommunikation a. n. g., z.B. Betreiber von Fest- oder MobilfunknetzenMedizinische Technik, Orthopädie, ZahntechnikHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten, z.B. Bauteile für Hörgeräte und HerzschrittmacherAutomatisierungstechnikHerstellung von elektrischen Mess-, Kontroll-, Navigations- u. ä. Instrumenten und VorrichtungenMaschinenbau, WerkzeugbauInstallation von Industriemaschinen und -ausrüstungen, z.B. industrielle ProzesssteuerungseinrichtungenFeinmechanik, OptikHerstellung von nicht elektrischen Mess-, Kontroll-, Navigations- u. ä. Instrumenten und VorrichtungenHerstellung von optischen und fotografischen Instrumenten und GerätenLuft-, RaumfahrzeugeLuft- und Raumfahrzeugbau für zivile ZweckeIngenieurdienstleistungenIngenieurbüros für Fachplanung von sonstigen technischen AnlagenNatur-, Ingenieur-, Agrarwissenschaften und MedizinSonstige Forschung und Entwicklung im Bereich Natur-, Ingenieur-, Agrarwissenschaften und Medizin, z.B. Forschungs- und Entwicklungslabors v...

Zugang zur Tätigkeit

Vorausgesetzt wird ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Zugangsstudienfächer

Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik (grundständig)Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik (weiterführend)

Arbeitsbereiche/Branchen

Ingenieure und Ingenieurinnen der Mikrosystemtechnik finden Beschäftigung z.B. bei Herstellern von elektronischen Bauelementen wie Halbleitern, Mikroschaltungen oder Chipsbei Herstellern von Geräten und Einrichtungen der IT-Technikbei Herstellern von industriellen Prozesssteuerungseinrichtungen, elektromedizinischen oder optischen und fotografischen Gerätenin Ingenieurbüros, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen

Tätigkeitsbezeichnungen

Ingenieur/in - MikrosystemtechnikAbweichende Berufsbezeichnung der ehemaligen DDRDiplom Ingenieur (Uni)/ Diplom Ingenieurin (Uni) - Fachrichtung MikroelektronikBerufsbezeichnungen in französischer SpracheIngénieur/Ingénieure en microtechniquesIngénieur/Ingénieure en mécanique et microtechniquesIngénieur/Ingénieure en systèmes et microsystèmes embarqués

Sonstige Zugangsbedingungen

Hinweis zum Führen von Berufsbezeichnungen:Die Bezeichnung "Ingenieur" bzw. "Ingenieurin" ist geschützt. Den Titel "Beratender Ingenieur" bzw. "Beratende Ingenieurin" dürfen Personen führen, die mehrjährige Fachpraxis, die Mitgliedschaft in einer Länderingenieurkammer und die Eintragung in die dortige Liste der Beratenden Ingenieure und Ingenieurinnen vorweisen können.

Arbeits- und Sozialverhalten

Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. Bereitschaft, engagiert und zeitlich flexibel die Reparatur und Instandhaltung von mikrosystemtechnischen Anlagen und Geräten beim Kunden sicherzustellen)Durchhaltevermögen / Zielstrebigkeit (z.B. Beharrlichkeit zeigen bei aufwändigen, langwierigen Schwachstellenanalysen; Durchführen von langwierigen Angebotsverhandlungen im Vertrieb von mikrosystemtechnischen Erzeugnissen)Sorgfalt (z.B. exaktes Kontrollieren der Funktion produzierter Bauteile in Testlabors oder an Prüfständen)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Planen, Steuern und Überwachen von Fertigungs- und Produktionsprozessen)Kreativität (z.B. Einfallsreichtum bei der Entwicklung von Produkten der Mikrosystemtechnik)Lernbereitschaft (z.B. sich auf dem Laufenden halten über neue CAD-, CAE-, CAM-Anwendungen und Simulationsprogramme)

Die Tätigkeit im Überblick

Ingenieure und Ingenieurinnen der Mikrosystemtechnik entwickeln Geräte und Systeme, die elektronische, mechanische und optische Funktionen auf kleinstem Raum integrieren. Sie arbeiten u.a. in der Produktionsplanung und -steuerung, der Qualitätssicherung, im Kundenservice oder im Vertrieb.

Stellen- und Bewerberbörsen

BIngK BundesingenieurkammerComputerwoche.deget in (Engineering)Hollabrunner Technik Leistungszentrumictjob.deictjobs.chingenieur.deingenieur1.deingenieurwebJustEngineersNetMarkt&Technik Job

Verbände und Organisationen

Arbeitgeberverband GesamtmetallBerufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse BG ETEMBundesingenieurkammer (BIngK) Bundesgemeinschaft der Ingenieure e.V.Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik e.V. (GFaI)IG Metall (IGM)IVAM e.V. Fachverband für MikrotechnikSPECTARIS - Dt. Ind.-Verband f. opt., medizin. und mechatron. Technologien e.V.Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE)Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI)ZVEI Elektro-und Digitalindustrie

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

Verantwortung für Personen (Mitarbeiter/innen anleiten und führen)Kundenkontakt (z.B. einzelne Kunden oder Unternehmen bei der Anschaffung von Produkten der Mikrosystemtechnik und bei der Einführung neuer Systeme beraten und betreuen)Präzisions-, Feinarbeit (z.B. Prototypen fertigen, die moderne Technik auf kleinstem Raum integrieren)häufige Abwesenheit vom Wohnort (in der Montageüberwachung und der technischen Anwendungsberatung)Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und AnlagenBildschirmarbeit (z.B. Anwendungssoftware für Mikrosystemchips programmieren)Tragen von Schutzkleidung, -ausrüstung (z.B. Schutzkleidung, Handschuhe und Mundschutz beim Arbeiten in Reinräumen)Arbeit in BüroräumenArbeit im Labor (z.B. mikrosystemtechnische Elemente aufgrund ihrer Empfindlichkeit in Reinräumen bearbeiten)Arbeit in Werkstätten, Werk-/Produktionshallen (Produktions- und Fertigungsstätten)unregelmäßige Arbeitszeiten (bei Instandhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen beim Kunden vor Ort)Schichtarbeit (bei überwachenden Tätigkeiten in der Fertigung: Arbeitszeit entsprechend den Produktionsrhythmen des Betriebes)

Berufliche Einsatzmöglichkeiten

Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:Einkauf, BeschaffungEinkäufer/EinkäuferinLeiter/Leiterin des EinkaufsLager-, Materialwirtschaft, LogistikLeiter/Leiterin für LogistikLeiter/Leiterin - MaterialwirtschaftSupply-Chain-Manager/Supply-Chain-ManagerinLehrtätigkeit an HochschulenDozent/Dozentin an Hochschulen und AkademienStudiengangkoordinator/StudiengangkoordinatorinManagement, UnternehmensführungBetriebsleiter/Betriebsleiterin - technischProduktionsplanung, -steuerungArbeitsplanungsingenieur/ArbeitsplanungsingenieurinArbeitsvorbereiter/ArbeitsvorbereiterinLeiter/Leiterin in der ArbeitsvorbereitungLeiter/Leiterin in der Produktion und FertigungProduktionsingenieur/ProduktionsingenieurinQualitätssicherung, -managementLeiter/Leiterin im QualitätsmanagementQualitätsingenieur/QualitätsingenieurinLeiter/Leiterin in der QualitätssicherungQualitätsmanager/QualitätsmanagerinFMEA-Moderator/FMEA-ModeratorinTechnisches Zeichnen, CAD, KonstruktionBerechnungsingenieur/BerechnungsingenieurinKonstruktionsingenieur/KonstruktionsingenieurinNormungsexperte/NormungsexpertinVerfahrens-, Produktentwicklung3-D-Druck-Spezialist/3-D-Druck-SpezialistinApplication-Engineer/-Manager/inForschungs- und Entwicklungsingenieur/Forschungs- und EntwicklungsingenieurinLeiter/Leiterin in der Forschung und EntwicklungMessingenieur/MessingenieurinProduktentwickler/ProduktentwicklerinProduktingenieur/ProduktingenieurinProjektingenieur/ProjektingenieurinZulassungsbeauftragter/Zulassungsb...

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Produkte, z.B.: Chips, Bauteile der Mikrosystemtechnik, WaferAnlagen und Geräte, z.B.: Versuchs- und Fertigungsanlagen, Spektroskope, RasterelektronenmikroskopeUnterlagen, z.B.: Montage- und Schaltpläne, Versuchsprotokolle, Konstruktionszeichnungen, Angebotsunterlagen, Produktions-, Material-, Terminpläne, Stücklisten, Kalkulationsunterlagen, Prüfberichte, Expertisen, Präsentationsmaterialien, Qualitätsrichtlinien, Umweltschutz- und UnfallverhütungsvorschriftenSoftware, z.B.: CAD-Systeme, Simulationsprogramme und AnwendungssoftwareBüroausstattung, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Ingenieure und Ingenieurinnen der Mikrosystemtechnik konzipieren Geräte, Anlagen und Prozesse für sehr kleine technische Systeme und Technologien. Sie integrieren elektronische, mechanische und optische Bauteile in Systeme, z.B. Speicherelemente von Chipkarten oder Solarzellen. Die Systeme erfassen und verarbeiten Daten oder führen Aktionen aus. Ihre Entwicklungen übertragen sie in die industrielle Fertigung, wo sie Produktionsabläufe überwachen und optimieren. Die Herstellung der Mikrochips, Solarzellen oder Sensoren erfordert höchste Präzision. Daneben übernehmen sie die Qualitätssicherung, beraten Unternehmen und erstellen Angebote für Kunden und Kundinnen.

Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Mikro-, Nanotechnik, Elektronik, Konstruktion, Medizintechnik, Forschung und Entwicklung oder Projektmanagement).Darüber hinaus kann sich der Trend, den Herausforderungen der Umsetzung von Industrie 4.0 zu begegnen, zu einem wichtigen Weiterbildungsthema für Ingenieure und Ingenieurinnen der Mikrosystemtechnik entwickeln. Die Einbindung intelligenter Werkstoffe in konkrete technische Anwendungen bietet ebenfalls Weiterbildungspotenzial.

Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Aufstiegsweiterbildung, speziell konzipiert für Hochschulabsolventen, baut auf vorhandenen Qualifikationen auf. Sie bietet die Möglichkeit, das Kompetenzprofil zu erweitern und Karrierechancen auszubauen (z.B. durch eine Weiterbildung als REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering).Bachelorabsolventen können ihre Berufs- und Karrierechancen durch ein weiterführendes Studium ausbauen, z.B. im Studienfach Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik. Mikroelektronik oder Sensortechnik.Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

Entwicklung, Produktion und QualitätssicherungFertigung/Produktion von Erzeugnissen der Mikrosystemtechnik planen, optimieren und überwachen Produktionsablauf unter Berücksichtigung terminlicher Vorgaben und der vorhandenen Maschinen- und Personalkapazität planenFertigungs- und Montageeinrichtungen und -abläufe einsetzen, disponieren, steuern, überwachen und instand haltenwirtschaftliche Fertigungs-/Montageanlagen und -verfahren planen und einsetzenfachspezifische Anwendungssoftware entwickeln und anpassen Einhaltung der einschlägigen Umweltschutz- und Unfallverhütungsvorschriften und -bestimmungen umsetzen und überwachenWeitere AufgabenKunden und/oder Unternehmen bei der Anschaffung von Produkten und bei der Einführung neuer Systeme beraten und betreuenGroßkunden im In- und Ausland gewinnen und betreuen Mitarbeiter/innen des Fachhandels schulenbei der Produktinformation und Öffentlichkeitsarbeit mitwirken Versuche vorbereiten, durchführen und auswerten Gutachten und Expertisen erstellenForschung und Lehrean Forschungsvorhaben mitwirkenVorlesungen und Seminare vorbereiten bzw. abhalten, Unterricht nachbereiten, ggf. Prüfungen abnehmenForschungsberichte verfassen

Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)

Folgende weitere Beschäftigungsalternativen bieten sich für den Beruf Ingenieur/in der Mikrosystemtechnik an:Tätigkeitsfeld Verfahrens-, ProduktentwicklungIngenieur/Ingenieurin für SensortechnikIngenieur/Ingenieurin für NanotechnologieIngenieur/Ingenieurin für FeinwerktechnikIngenieur/Ingenieurin für FahrzeugelektronikIngenieur/Ingenieurin für MechatronikIngenieur/Ingenieurin für AutomatisierungstechnikIngenieur/Ingenieurin für Informations-, KommunikationstechnikWirtschaftsingenieur/WirtschaftsingenieurinGemeinsamkeiten:feinwerk- bzw. elektrotechnische Geräte und Anlagen entwickelnFührungsaufgaben bei der Entwicklung technischer Produkte übernehmenKonstruktionsunterlagen erstellentechnische Berechnungen durchführenHinweis: Die genannten Jobalternativen erfordern ggf. eine längere Einarbeitung oder eine Zusatzausbildung.

Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)

Worum geht es?Ingenieure und Ingenieurinnen der Mikrosystemtechnik entwickeln und fertigen Geräte und Systeme, die elektronische, mechanische und optische Funktionen auf kleinstem Raum integrieren. Daneben sind sie unter anderem in der Produktionsplanung und -steuerung, der Qualitätssicherung, im Kundenservice oder im Vertrieb tätig.EntwicklungIngenieure und Ingenieurinnen der Mikrosystemtechnik entwickeln Systeme, die selbstständig auf ihre Umwelt reagieren können. Registriert der Sensor am Mikrochip eines Airbags einen Aufprall, verarbeitet er dieses Signal elektrisch weiter, misst es, wertet das Ergebnis aus und steuert dann den Aktor an, der den Airbag auslöst. Die Ingenieure und Ingenieurinnen suchen in Forschung und Entwicklung nach Möglichkeiten, das Potenzial der Mikrosystemtechnik bestmöglich anzuwenden. Dabei werden sie von CAD-Technik unterstützt. Soll beispielsweise ein neues Navigationssystem entwickelt werden, führen sie Versuche durch und entwickeln Simulationsmodelle, Pläne und Prototypen. ProduktionIn den Herstellerbetrieben der Mikrosystemtechnik sorgen die Ingenieure und Ingenieurinnen für einen reibungslosen Produktionsablauf. Sie planen den Mitarbeitereinsatz, steuern die Fertigungs- und Montageeinrichtungen und optimieren die Herstellung. Grundlage für die Produktion von Mikrochips und Solarzellen sind kreisrunde Siliziumscheiben, sogenannte Wafer, auf die z.B. fotoempfindliche Lacke aufgetragen oder Leiterbahnen geätzt werden. Ingenieure und Ingenieurin...

Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten

Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt.Fähigkeitennumerisches (rechnerisches) Denken (z.B. Berechnen elektronischer, mechanischer und optischer Bauteile für die Integration in Systeme)figural-räumliches Denken (z.B. Konstruieren mikrotechnischer Systeme mit CAD-Technik, etwa für Mikrochips oder Solarzellen)Technisches Verständnis (z.B. Verstehen und Entwickeln miniaturisierter technischer Systeme; Verstehen von und Umgehen mit Rasterelektronenmikroskopen, spektroskopischen oder thermoelektrischen Verfahren)Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Planen von Produktionsabläufen, Betriebsmitteleinsatz und Personalbedarf)Kenntnisse und FertigkeitenRechenfertigkeiten (z.B. Berechnen von Schaltungen, von Leistung und Funktion mikrosystemtechnischer Geräte und Anlagen)

Rechtliche Regelungen für die Tätigkeit

Ingenieurrecht der einzelnen Bundesländer Die Länderregelungen orientieren sich am Musteringenieur(kammer)gesetz (Stand: 18.11.2003, beschlossen von der Wirtschaftsministerkonferenz am 10./11.12.2003), geändert durch Beschluss der Wirtschaftsministerkonferenz vom 26./27.06.2018Gleichwertigkeit ausländischer BerufsqualifikationenRichtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen vom 30.09.2005 (ABl. EU L 255, S. 22), zuletzt geändert durch Delegierten Beschluss (EU) 2025/2187 vom 30.07.2025 (ABl. EU L 2187, S. 1)

Charakteristische körperliche Anforderungen

Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. Fehler auf Wafern korrigieren; Dioden und andere sehr kleine elektronische Bauteile einbauen)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. im Reinraum mikrosystemische Produkte überprüfen; Anwendungssoftware für Mikrosystemchips programmieren)Farbsehvermögen (z.B. Farbcodes elektronischer Bauteile und Kabel erkennen)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. Kundenanliegen verstehen)Gesunde Atemwege und Lunge (z.B. unter Reinraumbedingungen in klimatisierten Räumen in Schutzkleidung mit Mundschutz arbeiten)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Ingenieur/in der Mikrosystemtechnik an:Job- und Besetzungsalternativenfür berufliche Schwerpunkte (i.d.R. kurze Einarbeitung):Ingenieur/Ingenieurin für Mikroelektronikin angrenzenden Berufen:Ingenieur/Ingenieurin für Elektrotechnikmit niedrigerem Qualifikationsniveau:Geprüfter Prozessmanager/Geprüfte Prozessmanagerin - MikrotechnologieStaatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung MikrosystemtechnikEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen

Anerkennung von ausländischen Qualifikationen

Die Tätigkeit unter der Bezeichnung "Ingenieur/in" oder "Beratende/r Ingenieur/in" ist gemäß den landesrechtlichen Ingenieurkammergesetzen reglementiert.Um auf dem deutschen Arbeitsmarkt tätig zu werden, ist für Ingenieure und Ingenieurinnen mit ausländischer Berufsqualifikation grundsätzlich keine berufliche Anerkennung erforderlich. Ohne Gleichwertigkeitsbescheinigung darf jedoch nicht die Berufsbezeichnung "Ingenieur/in" oder "Beratende/r Ingenieur/in" geführt werden.Hierfür muss die Gleichwertigkeit der ausländischen Berufsqualifikationen mit dem deutschen Abschluss durch die zuständige Stelle festgestellt werden.Zuständige Stellen sind z.B. Länderingenieurkammern, Regierungspräsidien oder Bezirksregierungen. Bei der Suche nach der zuständigen Stelle für die berufliche Anerkennung helfen der Anerkennungs-Finder und die Fachstelle Beratung und Qualifizierung des IQ-Netzwerks weiter.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte

Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen

Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Eingeschränkte Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. Fehler auf Wafern korrigieren; Dioden und andere sehr kleine elektronische Bauteile einbauen)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. im Reinraum mikrosystemische Produkte überprüfen; Anwendungssoftware für Mikrosystemchips programmieren)Farbsinnstörungen (z.B. Farbcodes elektronischer Bauteile und Kabel erkennen)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. Kundenanliegen verstehen)Chronische oder allergische Atemwegs- und Lungenerkrankungen (z.B. unter Reinraumbedingungen in klimatisierten Räumen in Schutzkleidung mit Mundschutz arbeiten)Stoffwechselkrankheiten (z.B. Schichtarbeit bei überwachenden Tätigkeiten in der Fertigung)Chronische Magen- oder Darmleiden (z.B. Schichtarbeit bei überwachenden Tätigkeiten in der Fertigung)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)

Folgende weitere Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Ingenieur/in der Mikrosystemtechnik an:Tätigkeitsfeld Verfahrens-, ProduktentwicklungIngenieur/Ingenieurin für FeinwerktechnikIngenieur/Ingenieurin für AutomatisierungstechnikIngenieur/Ingenieurin für MechatronikIngenieur/Ingenieurin für FahrzeugelektronikIngenieur/Ingenieurin für Informations-, KommunikationstechnikIngenieur/Ingenieurin für NanotechnologieGemeinsamkeiten:feinwerk- bzw. elektrotechnische Geräte und Anlagen entwickelnFührungsaufgaben bei der Entwicklung technischer Produkte übernehmenKonstruktionsunterlagen erstellentechnische Berechnungen durchführenHinweis: Die genannten Besetzungsalternativen erfordern ggf. eine Einarbeitung, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Ingenieur/Ingenieurin für Mikrosystemtechnik

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Ingenieur/Ingenieurin für Mikrosystemtechnik in Deutschland?

In Deutschland sind Mikrosystemtechnik-Ingenieure Spezialisten, die Geräte und Systeme entwickeln, die elektronische, mechanische und optische Funktionen auf kleinstem Raum vereinen. Diese Ingenieure entwerfen Geräte, Anlagen und Prozesse für sehr kleine technische Systeme und Technologien; zum Beispiel integrieren sie elektronische, mechanische und optische Komponenten in Produkte wie Speicherelemente für Chipkarten oder Solarzellen. Die von ihnen entwickelten Systeme erfassen und verarbeiten Daten oder führen spezifische Aktionen aus. Ingenieure überführen diese Innovationen in die industrielle Produktion, überwachen und optimieren dabei die Produktionsprozesse. Sie arbeiten in Bereichen, die hohe Präzision erfordern, wie der Herstellung von Mikrochips, Solarzellen oder Sensoren. Darüber hinaus übernehmen sie vielfältige Aufgaben wie Qualitätssicherung, die Beratung von Unternehmen und die Erstellung von Angeboten für Kunden. Sie können in vielen verschiedenen Abteilungen tätig sein, darunter Produktionsplanung und -steuerung, Qualitätssicherung, Kundenservice oder Vertrieb.

Dieser Beruf ist ein Ingenieurfeld in Deutschland, das typischerweise ein Hochschulstudium (Studium) erfordert. Eine Spezialisierung in diesem Bereich ist mit einem Bachelor- und/oder Masterabschluss in Mikrosystemtechnik oder verwandten Ingenieurwissenschaften möglich. Für türkische Studierende und Fachkräfte, die als Mikrosystemtechnik-Ingenieur in Deutschland arbeiten möchten, ist die Anerkennung der Gleichwertigkeit ihres Ingenieurdiploms (Denklik) in Deutschland von großer Bedeutung. Des Weiteren ist eine gute Beherrschung der deutschen Sprache (im Allgemeinen mindestens B2-Niveau) eine unerlässliche Voraussetzung für den beruflichen Erfolg und die Integration in Deutschland. Da die Mikrosystemtechnik ein sich ständig weiterentwickelndes und innovatives Feld ist, bieten sich qualifizierten Ingenieuren Beschäftigungsmöglichkeiten bei Herstellern elektronischer Komponenten, IT-Technologien, industrieller Prozessleittechnik, elektromedizinischer oder optischer Gerätehersteller sowie in Ingenieurbüros und Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen.

Ist Ingenieur/Ingenieurin für Mikrosystemtechnik eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Ingenieur/Ingenieurin für Mikrosystemtechnik" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Ingenieur/Ingenieurin für Mikrosystemtechnik qualifiziert werden?

Vorausgesetzt wird ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Wo arbeiten Ingenieur/Ingenieurin für Mikrosystemtechnik in Deutschland typischerweise?

Ingenieure und Ingenieurinnen für Mikrosystemtechnik arbeiten in erster Liniein Büroräumenin Forschungs- und Entwicklungslabors, Mess- und Versuchsräumen in Produktions- und Fertigungsstättenin Reinräumenin BesprechungsräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Wie hoch ist das typische Gehalt für Ingenieur/Ingenieurin für Mikrosystemtechnik in Deutschland?

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 5.261 € bis 6.650 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

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