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Ingenieur/Ingenieurin für Kunststofftechnik

Ingenieur/in - Kunststofftechnik

Grundberuf Ingenieurwissenschaften KldB B 22104

Was ist Ingenieur/Ingenieurin für Kunststofftechnik?

Kunststofftechnikingenieure in Deutschland sind Spezialisten, die die Verarbeitung und Produktion von Kunststoffen, von den Rohmaterialien bis zu den fertigen Formteilen, planen, organisieren und überwachen. Diese Ingenieure entwickeln neue Kunststoffmaterialien, verbessern bestehende Produktions- und Recyclingprozesse und konstruieren und bauen auch Kunststoffverarbeitungsmaschinen und -anlagen.

Ihre Verantwortungsbereiche sind sehr breit gefächert und reichen von der Entwicklung neuer Kunststoffprodukte und Produktionsmethoden bis zur Optimierung bestehender Prozesse. In der Produktionssteuerung planen sie die Kunststoffproduktion, stellen die Einhaltung von Qualitätsstandards sicher und verbessern kontinuierlich Arbeitsabläufe. Darüber hinaus können sie technische Beratungsdienstleistungen für Kunden anbieten, Lieferprozesse optimieren, an Recyclingprojekten teilnehmen oder im technischen Vertrieb tätig sein. Diese Ingenieure können auch an Forschungsprojekten teilnehmen oder in der Wissenschaft tätig sein, indem sie an Universitäten lehren. Zu den primären Arbeitsplätzen gehören Büros, Entwicklungs- und Prüflabore sowie Produktions- und Fertigungsstätten; manchmal gibt es auch Möglichkeiten für Außendiensttätigkeiten oder die Arbeit im Homeoffice.

Um diesen Beruf in Deutschland auszuüben, ist in der Regel ein Hochschulstudium im Ingenieurwesen erforderlich.

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Ingenieurwissenschaften →

Der Beruf Ingenieur/Ingenieurin für Kunststofftechnik in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften:

Detaillierte Informationen

Medien

BG RCI.magazinBlasformen & ExtrusionswerkzeugeBranchenanalyse kunststoffverarbeitenden IndustrieForschung im Ingenieurwesen. Engineering ResearchGAK - Gummi Fasern Kunststoffeingenieur.deKI Kunststoff InformationKM Kunststoff MagazinKunststoffeK-ZEITUNGOnline-Zeitschrift Kunststofftechnikplasteurope - Europäische Plattform für die Kunststoffindustrieplasticker - the home of plasticsthink ING. Netzwerk für Schüler und StudierendeVDI nachrichten

Trends

Biokunststoffe: Grünabfälle statt ErdölBioplastik soll fossile Rohstoffe einsparen, weniger CO2 freisetzen und biologisch abbaubar oder kompostierbar sein. Viele Biokunststoffe werden bisher aus nachwachsenden Rohstoffen wie Mais, Weizen oder Zuckerrohr hergestellt. Diese sind zwar biobasiert, aber nicht immer biologisch abbaubar. Zudem kann ihr Anbau Luft, Wasser und Boden belasten. Der Fokus verlagert sich daher zunehmend auf Biokunststoffe der 2. Generation. Sie werden aus pflanzlichen Abfällen und Reststoffen hergestellt und benötigen keine zusätzlichen Anbauflächen - ein Schritt zur Reduzierung der Flächennutzung. Fach- und Führungskräfte stellen sich auf die neuen Verfahren und Technologien ein und erwerben das nötige Wissen.Intelligente Werkstoffe (Smart Materials) mittels 4-D-DruckIntelligente Werkstoffe - zukünftig hergestellt mittels 4-D-Druckverfahren - sollen auf ihre Umgebung (Licht, Temperatur oder magnetische Felder) reagieren und so ihre Form ändern können. Flüssigkeiten werden z.B. in einem Magnetfeld fest, Kunststoffe falten sich durch Kontakt mit Feuchtigkeit zusammen, geformte Werkstücke aus Formgedächtnismetall nehmen bei einer bestimmten Temperatur wieder ihre ursprüngliche Form an. Mögliche Anwendungsgebiete sind u.a. die Automobilentwicklung, Medizin- und Textiltechnik, Architektur sowie Luft- und Raumfahrt. Fach- und Führungskräfte in den entsprechenden Bereichen werden sich mit diesen Entwicklungen vertraut machen.Leasing von kollaborativen Robotern...

Interessen

Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um in diesem Studienberuf erfolgreich zu sein. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an organisatorisch-prüfenden Tätigkeitenz.B. Dokumentieren des Materialverhaltens beim Laserschweißenz.B. Überprüfen der Belastbarkeit eines Bauteils bei hohen bzw. tiefen Temperaturenz.B. Protokollieren der Resultate von Schweißversuchen mit UltraschallInteresse an theoretisch-abstrakten Tätigkeitenz.B. Entwickeln eines Verfahrens zur Oberflächenbehandlung am Plasmareaktorz.B. Analysieren und ggf. Verbessern der HerstellungsprozesseInteresse an praktisch-konkreten Tätigkeitenz.B. Herstellen von Schaumplatten aus einer neuartigen Rohstoffmischung

Arbeitsorte

Ingenieure und Ingenieurinnen für Kunststofftechnik arbeiten in erster Liniein Büroräumenin Entwicklungs- und Prüflaboratorienin Produktions- und Fertigungsstättenim Außendienst an wechselnden Arbeitsortenin BesprechungsräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:ArbeitsvorbereitungBeschichtungstechnikBetriebsmitteleinsatz planenEntwicklungFertigungstechnikKautschuktechnologieKunststoffherstellungKunststofftechnikMaschinentechnikWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:BetriebswirtschaftslehreBiokunststoffeCAD (Computer Aided Design)-Systeme anwendenChemische VerfahrenstechnikFaserverbundwerkstoffeInstandhaltungsmanagementKalkulationKI-gestütztes Generatives DesignKonstruktionKunststoffrecyclingLehrtätigkeit (Hochschule)LogistikMaterialwirtschaftPolymer-, KunststoffchemieProduktmanagementProjektierungProjektmanagementQualitätsmanagementSmarte KunststoffeSyntheseVertriebWeitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:Kompetenzgruppe "CAD-/CAM-Anwendungen"

Digitalisierung

Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Ingenieure und Ingenieurinnen für Kunststofftechnik ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:3-D-Druck (z.B. Kunststofferzeugnisse zu Testzwecken im 3-D-Druckverfahren herstellen)3-D-Laserscanning (z.B. Laserscanverfahren für den Herstellungsprozess von Kunststoffen entwickeln)3-D-Simulation (z.B. neue Produktionsverfahren und -anlagen mithilfe von Simulationen entwickeln und testen)4-D-Druck (z.B. Kunststoffbauteile herstellen, die ihre Form aufgrund von äußeren Einflüssen selbstständig ändern)Aktorik (z.B. Aktoren in kunststoffverarbeitende Anlagen einplanen)Apps für Überwachung der Produktionsprozesse (z.B. vernetzte Produktionssysteme überwachen)Augmented Reality Operation (z.B. an der Entwicklung von Maschinenwartungsprogrammen für Augmented Reality Operations mitarbeiten)Automatische optische Inspektion - AOI (z.B. an der Entwicklung von optischen Prüfsystemen für die Qualitätssicherung von Kunststofferzeugnissen mitwirken)Collaborative Robots - Cobots (z.B. Cobots in Fertigungsprozesse einplanen)Computed Axial Lithography - CAL (z.B. Kunststoffe für CAL-Druckverfahren optimieren; CAL-Verfahren zum Herstellen von Kunststofferzeugnissen weiterentwickeln)Computer-Aided Manufacturing - CAM (z.B. Regel- und Steuerungsprogramme für Produktionsanlagen erstellen)Digitaler Zwilling (z.B. Produkti...

Arbeitssituation

Ingenieure und Ingenieurinnen für Kunststofftechnik übernehmen eigenverantwortlich technische oder organisatorische Aufgaben bei der Entwicklung und Herstellung von Kunststoffen sowie von Anlagen für die Kunststoffherstellung. Dazu benötigen sie eine sorgfältige Arbeitsweise, technisches Verständnis, analytisches und betriebswirtschaftliches Denken. Wenn sie ein Team führen, motivieren sie ihre Mitarbeiter/innen und koordinieren deren Zusammenarbeit. Dabei sind kommunikative Fähigkeiten und Durchsetzungsvermögen erforderlich, im Kundengespräch Verhandlungsgeschick. Bei Tätigkeiten im Vertrieb sind Ingenieure und Ingenieurinnen für Kunststofftechnik viel unterwegs, auch im Ausland.Sie arbeiten mit technischen Maschinen und Anlagen, z.B. mit Spritzguss- oder Kunststoffpressanlagen. Im Büro erstellen sie am Computer z.B. Angebote oder entwerfen Konstruktionszeichnungen für Maschinen. Wenn sie in der Kunststofffertigung Produktionsprozesse überwachen oder im Labor Proben analysieren, tragen sie z.T. Schutzkleidung wie Laborkittel, Schutzbrille oder Schutzhandschuhe. Sie kommen mit Chemikalien in Kontakt; Gerüche und Ausdünstungen von Kunststoffen liegen in der Luft. Wenn Störungen an Produktionsanlagen zu beheben sind, müssen Ingenieure und Ingenieurinnen für Kunststofftechnik rasch und entschieden reagieren. Bei überwachenden Tätigkeiten in der Fertigung richtet sich ihre Arbeitszeit nach den Produktionsrhythmen des jeweiligen Betriebs, sodass auch Schichtarbeit anfallen kann. W...

Verdienst/Einkommen

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 5.767 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Branchen im Einzelnen

Kunststoff, Kautschuk, VulkanisationHerstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Haushalts- oder Hauswirtschaftsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Büro- oder Schulartikeln aus KunststoffenHerstellung von sonstigen Kunststoffwaren a. n. g., z.B. IsolierzubehörChemieHerstellung von Kunststoffen in PrimärformenMaschinenbau, WerkzeugbauHerstellung von Maschinen für die Verarbeitung von Kunststoffen und KautschukHerstellung von Verbrennungsmotoren, ohne Motoren für Luft- und Straßenfahrzeuge, z.B. GehäusefertigungHerstellung von Turbinen, z.B. GehäusefertigungHerstellung von sonstigen nicht wirtschaftszweigspezifischen Maschinen a. n. g., z.B. FörderbänderHerstellung von Werkzeugmaschinen, z.B. HandbohrmaschinenKraftfahrzeugeHerstellung von sonstigen Teilen und sonstigem Zubehör für Kraftwagen, z.B. Lenkräder, Armaturenverkleidungen aus KunststoffHerstellung von Kraftwagen und Kraftwagenmotoren, z.B. Innenverkleidungen aus KunststoffSchienenfahrzeugeHerstellung von Lokomotiven und anderen Schienenfahrzeugen, z.B. Innenausstattung für EisenbahnwaggonsSchiffe, BooteBoots- und Yachtbau, z.B. Ruder- oder SchlauchbooteBau von Schiffen und schwimmenden Vorrichtungen für zivile Zwecke, ohne Boots- und Yachtbau, z.B. Innenausstattung von KreuzfahrtschiffenLuft-, RaumfahrzeugeLuft- und Raumfahrzeugbau, z.B. Innenverkleidungen für FlugzeugeE...

Zugang zur Tätigkeit

Vorausgesetzt wird ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Kunststofftechnik.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Zugangsstudienfächer

Kunststofftechnik (grundständig)Kunststofftechnik (weiterführend)

Arbeitsbereiche/Branchen

Ingenieure und Ingenieurinnen für Kunststofftechnik finden Beschäftigung z.B.in Betrieben der kunststoffherstellenden, -verarbeitenden und chemischen Industrie im Maschinen-, Fahrzeug- und Flugzeugbauin Betrieben der Elektroindustrie, der Möbelherstellung und des Kunststoffrecyclingsin Ingenieurbüros für technische Fachplanungin der öffentlichen Verwaltung, z.B. bei Materialprüfungsämtern, und bei technischen Überwachungsorganisationenan Hochschulen und in Forschungseinrichtungen

Tätigkeitsbezeichnungen

Ingenieur/in - KunststofftechnikAuch übliche Berufsbezeichnung/SynonymKunststoffingenieur/inAbweichende Berufsbezeichnungen der ehemaligen DDRDiplom Ingenieur (Uni)/ Diplom Ingenieurin (Uni) - Fachrichtung Plast- und ElasttechnikDiplom Ingenieur (Uni)/Diplom Ingenieurin (Uni) - Fachrichtung PolymerwerkstofftechnikBerufsbezeichnungen in französischer SpracheIngénieur/Ingénieure en matériaux plastiquesIngénieur/Ingénieure en plasturgieIngénieur/Ingénieure plasturgiste

Sonstige Zugangsbedingungen

Hinweis zum Führen von Berufsbezeichnungen:Die Bezeichnung "Ingenieur" bzw. "Ingenieurin" ist geschützt. Den Titel "Beratender Ingenieur" bzw. "Beratende Ingenieurin" dürfen Personen führen, die mehrjährige Fachpraxis, die Mitgliedschaft in einer Länderingenieurkammer und die Eintragung in die dortige Liste der Beratenden Ingenieure und Ingenieurinnen vorweisen können.

Arbeits- und Sozialverhalten

Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. Bereitschaft, engagiert und zeitlich flexibel die Reparatur und Wartung von Kunststoffverarbeitungsmaschinen bei Auftraggebenden sicherzustellen)Durchhaltevermögen / Zielstrebigkeit (z.B. Beharrlichkeit zeigen bei aufwändiger, langwieriger Fehlersuche; Durchführen von langwierigen Angebotsverhandlungen im Vertrieb von Kunststoffprodukten und -verarbeitungsmaschinen)Sorgfalt (z.B. exaktes Prüfen von Proben der Ausgangsmaterialien und Endprodukte, um die Qualität zu sichern)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Planen, Steuern und Überwachen von Fertigungs- und Produktionsprozessen)Kreativität (z.B. Einfallsreichtum bei der Entwicklung neuer Kunststoffwerkstoffe und -erzeugnisse sowie beim Erstellen von Konstruktionsentwürfen)Lernbereitschaft (z.B. sich auf dem Laufenden halten über neue Kunststoffmaterialien und -verarbeitungstechniken)

Die Tätigkeit im Überblick

Ingenieure und Ingenieurinnen für Kunststofftechnik planen, organisieren und überwachen die Be- und Verarbeitung von Kunststoff, vom Rohstoff bis zu Formteilen. Sie entwickeln neue Kunststoffe, verbessern Fertigungs- und Recyclingverfahren und konstruieren Maschinen zur Kunststoffverarbeitung.

Stellen- und Bewerberbörsen

BIngK Bundesingenieurkammerget in (Engineering)ingenieur.deingenieur1.deIngenieurcenter DeutschlandingenieurwebJustEngineersNetKunststoffe.deKunststoff-Institut LüdenscheidKunststoffWeb.deplasticker

Verbände und Organisationen

Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI)Bundesingenieurkammer (BIngK) Bundesgemeinschaft der Ingenieure e.V.Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e.V. (GKV)Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung e.V. (HPV)HDH Hauptverb. der Dt. Holz u. Kunststoffe verarb. Ind. u. verw. Industriezweige e.V.IGBCE - Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und EnergieVDI-Gesellschaft Materials Engineering (VDI - GME)Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI)wdk Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie e.V.

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

Verantwortung für Personen (z.B. Mitarbeitende anleiten und führen)Kundenkontakt (z.B. Kunden/Kundinnen über die jeweiligen Einsatzmöglichkeiten technischer Kunststoffe beraten)häufige Abwesenheit vom Wohnort (z.B. im Kundenservice oder in der technischen Anwendungsberatung)Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. Kunststoffbearbeitungsmaschinen wie Spritzguss- oder Kunststoffpressanlagen)Bildschirmarbeit (z.B. am PC Konstruktionsaufgaben mit CAD-Anwendungen durchführen)Tragen von Schutzkleidung, -ausrüstung (z.B. Laborkittel, Schutzbrille und Handschuhe)Arbeit in Büroräumen (in Konstruktionsbüros)Arbeit in Werkstätten, Werk-/Produktionshallen (in Produktions- und Fertigungsstätten)Arbeit im Labor (in Entwicklungs- und Prüflaboratorien)Arbeit bei Rauch, Staub, Gasen, Dämpfen (z.B. gasförmige Chemikalien, Ausdünstungen von Kunststoffen)Arbeit unter Geruchseinfluss (z.B. bei der Kunststoffformung)Umgang mit Chemikalien (im Labor)Unfallgefahr (z.B. beim Umgang mit Chemikalien oder erhitzten Kunststoffen)Arbeit bei künstlicher Beleuchtung (z.B. Arbeiten mit UV-empfindlichen Stoffen)unregelmäßige Arbeitszeiten (z.B. bei der Fehlerbehebung und Instandhaltung von Anlagen)Schichtarbeit (bei überwachenden Tätigkeiten in der Fertigung: Arbeitszeit entsprechend den Produktionsrhythmen des Betriebes)

Berufliche Einsatzmöglichkeiten

Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:Einkauf, BeschaffungEinkäufer/EinkäuferinLeiter/Leiterin des EinkaufsKunststoff- und Kautschukherstellung und -verarbeitungKlebfachingenieur/KlebfachingenieurinLager-, Materialwirtschaft, LogistikLeiter/Leiterin für LogistikLeiter/Leiterin - MaterialwirtschaftSupply-Chain-Manager/Supply-Chain-ManagerinLehrtätigkeit an HochschulenDozent/Dozentin an Hochschulen und AkademienStudiengangkoordinator/StudiengangkoordinatorinManagement, UnternehmensführungBetriebsleiter/Betriebsleiterin - technischProduktionsplanung, -steuerungArbeitsplanungsingenieur/ArbeitsplanungsingenieurinArbeitsvorbereiter/ArbeitsvorbereiterinLeiter/Leiterin in der ArbeitsvorbereitungLeiter/Leiterin in der Produktion und FertigungProduktionsingenieur/ProduktionsingenieurinQualitätssicherung, -managementLeiter/Leiterin im QualitätsmanagementQualitätsingenieur/QualitätsingenieurinLeiter/Leiterin in der QualitätssicherungQualitätsmanager/QualitätsmanagerinFMEA-Moderator/FMEA-ModeratorinTechnisches Zeichnen, CAD, KonstruktionBerechnungsingenieur/BerechnungsingenieurinKonstruktionsingenieur/KonstruktionsingenieurinNormungsexperte/NormungsexpertinVerfahrens-, ProduktentwicklungApplication-Engineer/-Manager/inForschungs- und Entwicklungsingenieur/Forschungs- und EntwicklungsingenieurinLeiter/Leiterin in der Forschung und EntwicklungProduktentwickler/ProduktentwicklerinProduktingenieur/ProduktingenieurinProjektingenieur/Projektingenieurin3-D-Druck-Spezi...

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Erzeugnisse, z.B.: Kunststoffprototypen und -formteile, MaschinenbauelementeWerk- und Hilfsstoffe, z.B.: Kunststoffe (einschließlich Biokunststoffe), Lösungsmittel, ChemikalienAnlagen und Geräte, z.B.: Spritzguss- oder Kunststoffpressanlagen, CAM-Anlagen, Anlagen für die Additive Fertigung (3-D-Druck), Laborapparaturen, Messgeräte, CobotsUnterlagen, z.B.: Konstruktionszeichnungen, Stücklisten, Termin-, Arbeitsablauf-, Maschinenbelegungspläne, Qualitätsrichtlinien, Kalkulations-, Einkaufs- und Vertriebsunterlagen, technische RegelwerkeBüroausstattung und Software, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon, CAD- und Simulationsprogramme

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Ingenieure und Ingenieurinnen für Kunststofftechnik entwickeln Kunststoffe, Verarbeitungs- und Herstellungsverfahren oder verbessern bestehende Verfahren. Sie entwerfen und konstruieren Maschinen und Anlagen zur Be- und Verarbeitung. In der Fertigungssteuerung planen sie die Kunststoffherstellung, setzen Qualitätsrichtlinien mit um und verbessern Abläufe. Zudem arbeiten sie im Kundenservice, in der Beratung, im Recycling und im technischen Vertrieb mit.

Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Kunststoffverarbeitung, Werkstoff-, Materialwissenschaften, Produktions- und Fertigungstechnik, Verfahrenstechnik).Darüber hinaus kann sich der Trend, intelligente Werkstoffe zu entwickeln, zu einem wichtigen Weiterbildungsthema für Ingenieure und Ingenieurinnen für Kunststofftechnik entwickeln. Die Entwicklung und Verwendung von Biokunststoffen, deren Ausgangsstoffe aus Grünabfällen gewonnen werden, bietet ebenso Weiterbildungspotenzial.

Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Aufstiegsweiterbildung, speziell konzipiert für Hochschulabsolventen, baut auf vorhandenen Qualifikationen auf. Sie bietet die Möglichkeit, das Kompetenzprofil zu erweitern und Karrierechancen auszubauen (z.B. durch eine Weiterbildung als REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering).Bachelorabsolventen können ihre Berufs- und Karrierechancen durch ein weiterführendes Studium ausbauen, z.B. im Studienfach Kunststofftechnik, Werkstoffwissenschaft, -technik oder Produktionstechnik.Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

Entwicklung und Konstruktion neue Kunststoffwerkstoffe und -erzeugnisse sowie Maschinen und Anlagen entwickeln und erproben Produkte z.B. für den Fahrzeugbau, für Bauteile, Elektrogeräte mitentwickeln und bei der Herstellung und Prüfung mitarbeitenEntwicklungsprojekte dokumentieren und Konstruktionsunterlagen erstellen Entsorgungs- oder Recyclingverfahren für Kunststoffe verbessernProduktion und Qualitätswesendie Fertigung von z.B. Maschinen, Anlagen sowie Werkzeugen für die Formgebung planen und überwachendie Produktion steuern und überwachen den Einsatz von Personal und Betriebsmitteln, Termine und Kosten planenHerstellungsprozesse analysieren, Abläufe verbessern und die Qualität der Produkte sichernEinkauf, Vertrieb und SachbearbeitungKunden bei verarbeitungs- und anwendungstechnischen Problemen beratenBeschaffungsprozesse optimierenSachbearbeitungsaufgaben in Bereichen wie Aufsicht oder Umweltschutz übernehmenForschung und Lehrean Forschungsvorhaben mitwirkenVorlesungen und Seminare vorbereiten bzw. abhalten, Unterricht nachbereiten, ggf. Prüfungen abnehmenForschungsberichte verfassen

Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)

Folgende weitere Beschäftigungsalternativen bieten sich für den Beruf Ingenieur/in für Kunststofftechnik an:Tätigkeitsfeld Verfahrens-, ProduktentwicklungIngenieur/Ingenieurin für MaterialwissenschaftenIngenieur/Ingenieurin für VerpackungstechnikIngenieur/Ingenieurin für Farben, LackeWirtschaftsingenieur/WirtschaftsingenieurinGemeinsamkeiten:Führungsaufgaben bei der Entwicklung von Maschinen, Geräten und Anlagen sowie neuer Produkte und Verfahren übernehmentechnische Berechnungen durchführenKonstruktionsunterlagen erstellenHinweis: Die genannten Jobalternativen erfordern ggf. eine längere Einarbeitung oder eine Zusatzausbildung.

Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)

Worum geht es?Ingenieure und Ingenieurinnen für Kunststofftechnik planen, organisieren und überwachen Be- und Verarbeitungsverfahren für Rohstoffe, Halbzeuge und Formteile aus Kunststoff. Sie entwickeln neuartige Kunststoffe sowie Fertigungs- und Recyclingverfahren und konstruieren Kunststoffverarbeitungsmaschinen.Entwicklung und KonstruktionKunststoffe aller Art (einschließlich Gummi und Kautschuk) und die Maschinen zu ihrer Verarbeitung sind ihr Spezialgebiet: Ingenieure und Ingenieurinnen für Kunststofftechnik entwickeln neuartige Rohstoffmischungen (z.B. Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen), Produkte (z.B. Kunststofffasern) und Verfahren der Kunststoffherstellung und des Kunststoffrecyclings. Auch die Verarbeitungsmaschinen und Werkzeuge für die Kunststoff-Formgebung entwickeln oder optimieren sie, denn für neuartige Kunststoffe oder Kunststoffprodukte benötigt man oft auch neuartige Bearbeitungsmethoden. Bei Konstruktionsaufgaben arbeiten sie am Computer, z.B. mit CAD-Anwendungen.Fertigung und QualitätssicherungIngenieure und Ingenieurinnen für Kunststofftechnik planen und steuern auch die Fertigung. Sie führen beispielsweise Planungs- und Stücklisten, ermitteln Kennzahlen wie Arbeitszeiten, Arbeits- und Materialkosten, Maschinenlaufzeiten und den Material- und Energieverbrauch. Anhand dieser Ergebnisse erarbeiten sie dann Lösungen für rationellere Abläufe und Arbeitsprozesse. In der Produktionskontrolle sichern sie die Qualität der Produkte, indem sie regelmäßig P...

Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten

Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt.Fähigkeitennumerisches (rechnerisches) Denken (z.B. Ermitteln von Kennzahlen wie Arbeitszeiten, Arbeits- und Materialkosten oder Maschinenlaufzeiten bei der Fertigung von Kunststoffbe- und -verarbeitungsmaschinen)Technisches Verständnis (z.B. Entwerfen und Konstruieren von Maschinen und Anlagen für die Kunststoffbe- und -verarbeitung; Überwachen und Bewertender der technischen Produktionsprozesse)Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Planen der Fertigung von Kunststoffbe- und -verarbeitungsmaschinen sowie des dazu benötigten Einsatzes von Personal und Betriebsmitteln; Planen von Terminen und Kosten)Kenntnisse und FertigkeitenRechenfertigkeiten (z.B. Berechnen des Materialbedarfs für die Produktion von Anlagen zur Kunststoffverarbeitung)

Rechtliche Regelungen für die Tätigkeit

Ingenieurrecht der einzelnen Bundesländer Die Länderregelungen orientieren sich am Musteringenieur(kammer)gesetz (Stand: 18.11.2003, beschlossen von der Wirtschaftsministerkonferenz am 10./11.12.2003), geändert durch Beschluss der Wirtschaftsministerkonferenz vom 26./27.06.2018Gleichwertigkeit ausländischer BerufsqualifikationenRichtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen vom 30.09.2005 (ABl. EU L 255, S. 22), zuletzt geändert durch Delegierten Beschluss (EU) 2025/2187 vom 30.07.2025 (ABl. EU L 2187, S. 1)

Charakteristische körperliche Anforderungen

Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. neue Werkzeuge für die Kunststoff-Formgebung testen)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. am Bildschirm Konstruktionsaufgaben mit CAD-Anwendungen durchführen)Farbsehvermögen (z.B. Farben bei der Produktion einer Kunststofffolie überprüfen)Räumliches Sehvermögen (z.B. Kunststoffteile und das dazu notwendige Verarbeitungswerkzeug konstruieren und prüfen)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. Kundenfragen zu Einsatzmöglichkeiten technischer Kunststoffe verstehen)Gesunde, widerstandsfähige Haut an Händen und Armen (z.B. mit Chemikalien in Labor und Produktion umgehen)Gesunde Atemwege und Lunge (z.B. unter Einwirkung von gasförmigen Chemikalien und Kunststoffausdünstungen arbeiten)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Ingenieur/in für Kunststofftechnik an:Job- und Besetzungsalternativenin angrenzenden Berufen:Ingenieur/Ingenieurin für Chemietechnikmit niedrigerem Qualifikationsniveau:Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Kunststoff- und Kautschuktechnik/Bachelor Professional in TechnikStaatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Maschinentechnik Schwerpunkt Kunststoff-/Kautschuktechnik/Bachelor Professional in TechnikEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen

Anerkennung von ausländischen Qualifikationen

Die Tätigkeit unter der Bezeichnung "Ingenieur/in" oder "Beratende/r Ingenieur/in" ist gemäß den landesrechtlichen Ingenieurkammergesetzen reglementiert.Um auf dem deutschen Arbeitsmarkt tätig zu werden, ist für Ingenieure und Ingenieurinnen mit ausländischer Berufsqualifikation grundsätzlich keine berufliche Anerkennung erforderlich. Ohne Gleichwertigkeitsbescheinigung darf jedoch nicht die Berufsbezeichnung "Ingenieur/in" oder "Beratende/r Ingenieur/in" geführt werden.Hierfür muss die Gleichwertigkeit der ausländischen Berufsqualifikationen mit dem deutschen Abschluss durch die zuständige Stelle festgestellt werden.Zuständige Stellen sind z.B. Länderingenieurkammern, Regierungspräsidien oder Bezirksregierungen. Bei der Suche nach der zuständigen Stelle für die berufliche Anerkennung helfen der Anerkennungs-Finder und die Fachstelle Beratung und Qualifizierung des IQ-Netzwerks weiter.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte

Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen

Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Eingeschränkte Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. neue Werkzeuge für die Kunststoff-Formgebung testen)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. am Bildschirm Konstruktionsaufgaben mit CAD-Anwendungen durchführen)Farbsinnstörungen (z.B. Farben bei der Produktion einer Kunststofffolie überprüfen)Fehlendes/gestörtes räumliches Sehvermögen (z.B. Kunststoffteile und das dazu notwendige Verarbeitungswerkzeug konstruieren und prüfen)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. Kundenfragen zu Einsatzmöglichkeiten technischer Kunststoffe verstehen)Chronische oder allergische Hauterkrankungen oder mangelnde Widerstandsfähigkeit der Haut an Händen und Armen (z.B. mit Chemikalien in Labor und Produktion umgehen)Chronische oder allergische Atemwegs- und Lungenerkrankungen (z.B. unter Einwirkung von gasförmigen Chemikalien und Kunststoffausdünstungen arbeiten)Stoffwechselkrankheiten (z.B. Schichtarbeit bei überwachenden Tätigkeiten in der Fertigung)Chronische Magen- oder Darmleiden (z.B. Schichtarbeit bei überwachenden Tätigkeiten in der Fertigung)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtlich...

Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)

Folgende weitere Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Ingenieur/in für Kunststofftechnik an:Tätigkeitsfeld Verfahrens-, ProduktentwicklungIngenieur/Ingenieurin für MaterialwissenschaftenIngenieur/Ingenieurin für VerpackungstechnikGemeinsamkeiten:Führungsaufgaben bei der Entwicklung von Maschinen, Geräten und Anlagen sowie neuer Produkte und Verfahren übernehmentechnische Berechnungen durchführenKonstruktionsunterlagen erstellenHinweis: Die genannten Besetzungsalternativen erfordern ggf. eine Einarbeitung, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Ingenieur/Ingenieurin für Kunststofftechnik

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Ingenieur/Ingenieurin für Kunststofftechnik in Deutschland?

Kunststofftechnikingenieure in Deutschland sind Spezialisten, die die Verarbeitung und Produktion von Kunststoffen, von den Rohmaterialien bis zu den fertigen Formteilen, planen, organisieren und überwachen. Diese Ingenieure entwickeln neue Kunststoffmaterialien, verbessern bestehende Produktions- und Recyclingprozesse und konstruieren und bauen auch Kunststoffverarbeitungsmaschinen und -anlagen.

Ihre Verantwortungsbereiche sind sehr breit gefächert und reichen von der Entwicklung neuer Kunststoffprodukte und Produktionsmethoden bis zur Optimierung bestehender Prozesse. In der Produktionssteuerung planen sie die Kunststoffproduktion, stellen die Einhaltung von Qualitätsstandards sicher und verbessern kontinuierlich Arbeitsabläufe. Darüber hinaus können sie technische Beratungsdienstleistungen für Kunden anbieten, Lieferprozesse optimieren, an Recyclingprojekten teilnehmen oder im technischen Vertrieb tätig sein. Diese Ingenieure können auch an Forschungsprojekten teilnehmen oder in der Wissenschaft tätig sein, indem sie an Universitäten lehren. Zu den primären Arbeitsplätzen gehören Büros, Entwicklungs- und Prüflabore sowie Produktions- und Fertigungsstätten; manchmal gibt es auch Möglichkeiten für Außendiensttätigkeiten oder die Arbeit im Homeoffice.

Um diesen Beruf in Deutschland auszuüben, ist in der Regel ein Hochschulstudium im Ingenieurwesen erforderlich.

Ist Ingenieur/Ingenieurin für Kunststofftechnik eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Ingenieur/Ingenieurin für Kunststofftechnik" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Ingenieur/Ingenieurin für Kunststofftechnik qualifiziert werden?

Vorausgesetzt wird ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Kunststofftechnik.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Wo arbeiten Ingenieur/Ingenieurin für Kunststofftechnik in Deutschland typischerweise?

Ingenieure und Ingenieurinnen für Kunststofftechnik arbeiten in erster Liniein Büroräumenin Entwicklungs- und Prüflaboratorienin Produktions- und Fertigungsstättenim Außendienst an wechselnden Arbeitsortenin BesprechungsräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Wie hoch ist das typische Gehalt für Ingenieur/Ingenieurin für Kunststofftechnik in Deutschland?

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 5.767 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

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