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Ingenieur/Ingenieurin für Gießereitechnik

Ingenieur/in - Gießereitechnik

Grundberuf Ingenieurwissenschaften KldB B 24134

Was ist Ingenieur/Ingenieurin für Gießereitechnik?

Ingenieure der Gießereitechnik in Deutschland sind Spezialisten, die Form-, Schmelz- und Gießprozesse leiten und für die Produktion und Qualitätskontrolle von Schmelzanlagen und Rohmaterialien verantwortlich sind. Diese Ingenieure entwerfen, konstruieren und testen verschiedene Bauelemente und Komponenten; sie planen und optimieren auch Produktionsanlagen und -prozesse. Zu ihren Aufgaben gehören die Anwendung verschiedener Gießverfahren wie Sandguss, Kokillenguss, Präzisionsguss oder Kunstguss, die Qualitätskontrolle der Rohmaterialien, die Organisation von Schmelzbetrieben und die Überwachung der Produktion.

Ihre Verantwortlichkeiten umfassen auch die Entwicklung von Prototypen vom Modellbau bis zur Serienproduktion, die Erstellung von Konstruktionszeichnungen und die Inspektion von Zwischen-/Endprodukten. Sie analysieren potenzielle Mängel, entwickeln Verbesserungsvorschläge und optimieren kontinuierlich die Produktqualität. Darüber hinaus organisieren sie die Beschaffung von Betriebsmitteln, beraten Kunden in technischen Fragen und stellen die Einhaltung von Arbeitsschutz- und Umweltschutzvorschriften sicher. Einige Ingenieure können auch in der Wissenschaft tätig sein, indem sie an Forschungsprojekten teilnehmen oder an Universitäten lehren.

Um diesen Beruf in Deutschland auszuüben, ist in der Regel ein Hochschulstudium erforderlich. Von Kandidaten wird erwartet, dass sie einen Bachelor- oder Masterabschluss in Gießereitechnik, Materialwissenschaften oder einem verwandten Ingenieurfach besitzen. Die Hochschulausbildung vermittelt berufliche Kompetenz durch theoretisches Wissen sowie praktische Anwendungen und Projektarbeit. Für türkische Studierende und Fachkräfte, die eine Tätigkeit in diesem Bereich in Deutschland in Betracht ziehen, sind Deutschkenntnisse (mindestens B2-Niveau) neben dem technischen Wissen sowohl für die Ausbildung als auch für das Berufsleben von entscheidender Bedeutung.

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Ingenieurwissenschaften →

Der Beruf Ingenieur/Ingenieurin für Gießereitechnik in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften:

Detaillierte Informationen

Medien

Ausbildung in der GiessereiForschung im Ingenieurwesen. Engineering ResearchGIESSEREIingenieur.destahl und eisenthink ING. Netzwerk für Schüler und StudierendeVDI nachrichten

Trends

Grüner Stahl - Klimaneutrale StahlproduktionStahlproduzenten arbeiten zunehmend an klimaneutralen Verfahren der Stahlherstellung, um den CO2-Ausstoß zu verringern. Die Produktion von grünem Stahl ist z.B. durch den Einsatz von Wasserstoff anstatt von Kohle und mithilfe elektrischer Lichtbogenöfen möglich. Die Elektrolyse ist ein weiteres Verfahren der klimaneutralen Stahlherstellung. Dabei wird Eisenoxid mittels elektrischer Spannung in Eisen und Sauerstoff getrennt. Fach- und Führungskräfte der Stahlindustrie werden sich zukünftig verstärkt mit grünem Stahl beschäftigen.Innovation durch WasserstoffWasserstoff, der alternativ zu fossilen Brennstoffen und Energiequellen per Elektrolyse aus Sonnen- oder Windstrom erzeugt wird, dient als Schlüsselelement der deutschen Energiewende. Er hilft dabei, den CO2-Ausstoß in Industrie und Verkehr zu verringern. In Zukunft sollen Lastwägen, Schiffe, Flugzeuge und Züge mit Wasserstoffantrieb Güter und Menschen transportieren. Grüner Wasserstoff soll u.a. auch als Rohstoff in der Chemie- und Kosmetikindustrie dienen oder zum Betreiben von Anlagen im Maschinenbau. Fach- und Führungskräfte in den entsprechenden Bereichen werden sich mit diesen Entwicklungen vertraut machen.3-D-Druck in der GießereiMit 3-D-Druck können dreidimensionale Objekte wie Gusskerne oder -formen hergestellt werden. Auf der Grundlage von digitalen Informationen trägt der 3-D-Drucker dabei schichtweise Materialien aufeinander auf. Diese Technik kommt heute schon zum Eins...

Interessen

Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um in diesem Studienberuf erfolgreich zu sein. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an organisatorisch-prüfenden Tätigkeitenz.B. Kontrollieren der Qualität der Rohstoffez.B. Organisieren der Betriebsabläufe in einer Gießereiz.B. Überwachen der Fertigungsprozesse bei der Herstellung von GussstückenInteresse an theoretisch-abstrakten Tätigkeitenz.B. Durchführen einer Spektralanalyse des Metallsz.B. Entwickeln neuartiger LegierungenInteresse an praktisch-konkreten Tätigkeitenz.B. Erstellen von Konstruktionszeichnungen und Prototypen

Arbeitsorte

Ingenieuren und Ingenieurinnen für Gießereitechnik arbeiten in erster Liniein Büroräumen in Produktions- und Fertigungsstättenin Entwicklungs- und Prüflaboratorienin BesprechungsräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:ArbeitsvorbereitungBetriebsmitteleinsatz planenCAD (Computer Aided Design)-Systeme anwendenEntwicklungFertigungstechnikFormstoffaufbereitung (Gießerei)GießereitechnikKonstruktionMaschinentechnikProzesssteuerung (Hüttentechnik)Schmelztechnik (Metall)WerkstoffprüfungWerkzeugbauWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:AluminiumhüttentechnikCIM-Systeme anwendenComputer-Aided Manufacturing - CAMEisen- und StahlhüttentechnikForschungGutachter-, SachverständigentätigkeitHüttentechnikKalkulationLegierenLehrtätigkeit (Hochschule)Mess-, Steuer-, Regeltechnik (MSR)MetallografieMetallvergütungProjektmanagementQualitätsmanagementTechnische MechanikVerfahrenstechnikWalzwerktechnikWartung, Reparatur, InstandhaltungWerkstofftechnikWeitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:Kompetenzgruppe "CAD-/CAM-Anwendungen"

Digitalisierung

Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Ingenieure und Ingenieurinnen für Gießereitechnik ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:3-D-Druck (z.B. Fertigungsanlagen für den 3-D-Druck von Gussformen entwickeln)3-D-Laserscanning (z.B. Verfahren für die automatische Vermessung von Gussformen entwickeln, um Qualitätssicherungsprozesse zu optimieren)3-D-Simulation (z.B. Gießereiprozesse und Gießtechniken simulieren, um Fertigungsprozesse zu optimieren)Apps für Überwachung der Produktionsprozesse (z.B. Fertigungsprozesse bei der Herstellung von Gussstücken überwachen)Augmented Reality Operation (z.B. an der Entwicklung von Programmen für Augmented Reality Operations mitarbeiten)Automatische optische Inspektion - AOI (z.B. optische Prüfsysteme für die Qualitätssicherung industrieller Erzeugnisse entwickeln)Collaborative Robots - Cobots (z.B. Cobots für den Einsatz in der Produktion und Fertigung entwickeln und optimiere)Digitaler Zwilling (z.B. Fertigungsanlagen mithilfe eines virtuellen Abbilds optimieren)Dokumentenmanagementsysteme - DMS (z.B. Materialpläne, Stücklisten, Konstruktionszeichnungen und Leistungsverzeichnisse digital verwalten)Echtzeitdatensysteme (z.B. Fertigungseinrichtungen mithilfe der Auswertung von Maschinen- und Prozessdaten in Echtzeit optimieren und vorausschauend warten)KI-gestütztes Generatives Design (z.B. Paramet...

Arbeitssituation

Ingenieure und Ingenieurinnen für Gießereitechnik übernehmen eigenverantwortlich leitende Aufgaben bei der Neuentwicklung, Optimierung und Fertigung von metallischen Gussteilen. Neben technischem Verständnis sind hier organisatorisches Geschick und betriebswirtschaftliches Denken gefragt. Wenn sie ein Team führen, motivieren sie ihre Mitarbeiter/innen und koordinieren deren Zusammenarbeit. Dabei sind kommunikative Fähigkeiten und Durchsetzungsvermögen erforderlich, im Kundengespräch Verhandlungsgeschick. Bei Tätigkeiten im Vertrieb sind Ingenieure und Ingenieurinnen für Gießereitechnik oft unterwegs, auch im Ausland.Häufig arbeiten Ingenieure und Ingenieurinnen für Gießereitechnik im Büro am Computer, z.B. wenn sie Entwürfe, Konstruktionszeichnungen oder Angebote erstellen. In Testlabors und an Prüfständen kontrollieren sie z.B. die Funktion produzierter Maschinenteile und stellen somit die Qualität sicher. In den Werkhallen und an den Schmelzöfen sind sie Hitze, Lärm, Staub und Rauch ausgesetzt. Hier tragen sie Schutzkleidung. Wenn Störungen an Produktionsanlagen behoben werden müssen, arbeiten Ingenieure und Ingenieurinnen für Gießereitechnik häufig unter Zeitdruck. Bei überwachenden Tätigkeiten in der Fertigung richtet sich ihre Arbeitszeit nach den Produktionsrhythmen des jeweiligen Betriebs, sodass auch Schichtarbeit anfallen kann.

Existenzgründung

Ingenieure und Ingenieurinnen für Gießereitechnik können z.B. in folgenden Bereichen freiberuflich arbeiten:mit einem eigenen Ingenieurbüro für Beratungs-, Planungs- oder Konstruktionsdienstleistungenals Gutachter/inals Sachverständige/rNach Eintragung in die Handwerksrolle können sie sich z.B. auch mit einem Betrieb des Metallbauerhandwerks selbstständig machen.Informationen zur Existenzgründung z.B. durch:Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI)

Verdienst/Einkommen

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 5.261 € bis 6.650 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Branchen im Einzelnen

Metallerzeugung, GießereiGießereienHerstellung von Stahlrohren, Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus StahlMaschinenbau, WerkzeugbauHerstellung von Verbrennungsmotoren, ohne Motoren für Luft- und StraßenfahrzeugeHerstellung von TurbinenHerstellung von Werkzeugmaschinen, z.B. Gehäuse für HandbohrmaschinenKraftfahrzeugeHerstellung von Kraftwagen und KraftwagenmotorenHerstellung von sonstigen Teilen und sonstigem Zubehör für Kraftwagen, z.B. MotorengehäuseZweiräderHerstellung von KrafträdernLuft-, RaumfahrzeugeLuft- und RaumfahrzeugbauSchienenfahrzeugeHerstellung von Lokomotiven und anderen SchienenfahrzeugenAbfallwirtschaft, RecyclingRückgewinnung sortierter Werkstoffe

Zugang zur Tätigkeit

Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Metallurgie, Hüttenwesen.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Zugangsstudienfächer

Metallurgie, Hüttenwesen (grundständig)Metallurgie, Hüttenwesen (weiterführend)

Arbeitsbereiche/Branchen

Ingenieure und Ingenieurinnen für Gießereitechnik finden Beschäftigungin Eisen-, Stahl-, Leicht- und Buntmetallgießereienin Betrieben des Maschinen- und Fahrzeugbausin Ingenieurbüros und an Forschungsinstituten

Tätigkeitsbezeichnungen

Ingenieur/in - GießereitechnikAuch übliche Berufsbezeichnung/SynonymGießereiingenieur/inAbweichende Berufsbezeichnung der ehemaligen DDRDiplom Ingenieur (Uni)/Diplom Ingenieurin (Uni) - Fachrichtung MetallformungBerufsbezeichnung in englischer SpracheFoundry engineer (m/f)Berufsbezeichnung in französischer SpracheIngénieur/Ingénieure en fonderie

Sonstige Zugangsbedingungen

Hinweis zum Führen von Berufsbezeichnungen:Die Bezeichnung "Ingenieur" bzw. "Ingenieurin" ist geschützt. Um den gesetzlich geschützten Titel "Beratender Ingenieur" bzw. "Beratende Ingenieurin" führen zu können, sind mehrjährige Fachpraxis, die Mitgliedschaft in einer Länderingenieurkammer und die Eintragung in die dortige Liste der Beratenden Ingenieure und Ingenieurinnen Voraussetzung.

Arbeits- und Sozialverhalten

Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. Bereitschaft, engagiert und zeitlich flexibel die Reparatur und Wartung von Gießereianlagen beim Kunden sicherzustellen)Durchhaltevermögen / Zielstrebigkeit (z.B. Beharrlichkeit zeigen bei aufwendiger, langwieriger Fehlersuche; Durchführen von langwierigen Angebotsverhandlungen im Vertrieb von Gießereianlagen und Gussprodukten)Sorgfalt (z.B. sorgfältiges Konstruieren von Gussformen für den Präzisionsguss)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Optimieren von Gussverfahren und Gießprozessen)Umsicht (z.B. bei der Steuerung von Schmelz- und Gießvorgängen)Kreativität (z.B. Einfallsreichtum bei der Entwicklung von Gussbauteilen sowie beim Erstellen von Konstruktionsentwürfen)Lernbereitschaft (z.B. sich auf dem Laufenden halten über neue Entwicklungen im Bereich der Gießereitechnik)

Die Tätigkeit im Überblick

Ingenieure und Ingenieurinnen für Gießereitechnik steuern Form-, Schmelz- und Gießvorgänge und sind für die Fertigungs- und Qualitätskontrolle des Schmelzbetriebes und der Rohstoffe zuständig. Sie entwerfen, konstruieren und erproben Bauteile und Komponenten, planen Fertigungsanlagen und -abläufe.

Stellen- und Bewerberbörsen

ingenieurwebJustEngineersNet

Verbände und Organisationen

Arbeitgeberverband GesamtmetallBerufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM)Bundesingenieurkammer (BIngK) Bundesgemeinschaft der Ingenieure e.V.Bundesverband der deutschen Gießerei-Industrie e.V. (BDG)Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)IG Metall (IGM)VDMA Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.Verein Deutscher Gießereifachleute (VDG) e.V.Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI)

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

Verantwortung für Personen (z.B. Mitarbeiter/innen anleiten und führen)Kundenkontakt (z.B. enge Absprachen mit den Spezialisten der Auftraggeberseite bei der Installation und Inbetriebnahme von Gießereianlagen)häufige Abwesenheit vom Wohnort (z.B. in der technischen Anwenderbetreuung oder im Vertrieb)Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. in der Produktion: computergesteuerte Gießereianlagen)Bildschirmarbeit (z.B. mithilfe von CAD oder CAM Konstruktionsaufgaben am Rechner wahrnehmen)Tragen von Schutzkleidung, -ausrüstung (z.B. Schutzanzüge, Schutzhelm und Sicherheitsschuhe)Arbeit in Büroräumen (z.B. Konstruktionszeichnungen erstellen und Prototypen konstruieren)Arbeit in Werkstätten, Werk-/ProduktionshallenArbeit im Labor (Entwicklungs- und Prüflaboratorien)Arbeit bei Kälte, Hitze, Nässe, Feuchtigkeit, Zugluft (z.T. hohe Temperaturen in Produktions- und Werkhallen)Arbeit bei Rauch, Staub, Gasen, Dämpfen (während der Fertigungsprozesse in Produktionsstätten)Arbeit unter Lärm (laufende Produktionsmaschinen)unregelmäßige Arbeitszeiten (Arbeitszeiten nach den Erfordernissen der Produktionsprozesse)Schichtarbeit (bei überwachenden Tätigkeiten in der Fertigung: Arbeitszeit entsprechend den Produktionsrhythmen des Betriebes)

Berufliche Einsatzmöglichkeiten

Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:Einkauf, BeschaffungLeiter/Leiterin des EinkaufsEinkäufer/EinkäuferinLager-, Materialwirtschaft, LogistikLeiter/Leiterin für LogistikLeiter/Leiterin - MaterialwirtschaftSupply-Chain-Manager/Supply-Chain-ManagerinLehrtätigkeit an HochschulenDozent/Dozentin an Hochschulen und AkademienStudiengangkoordinator/StudiengangkoordinatorinManagement, UnternehmensführungBetriebsleiter/Betriebsleiterin - technischProduktionsplanung, -steuerungArbeitsplanungsingenieur/ArbeitsplanungsingenieurinArbeitsvorbereiter/ArbeitsvorbereiterinLeiter/Leiterin in der ArbeitsvorbereitungLeiter/Leiterin in der Produktion und FertigungProduktionsingenieur/ProduktionsingenieurinQualitätssicherung, -managementLeiter/Leiterin im QualitätsmanagementQualitätsingenieur/QualitätsingenieurinQualitätsmanager/QualitätsmanagerinTechnisches Zeichnen, CAD, KonstruktionBerechnungsingenieur/BerechnungsingenieurinNormungsexperte/NormungsexpertinKonstruktionsingenieur/KonstruktionsingenieurinVerfahrens-, ProduktentwicklungApplication-Engineer/-Manager/inForschungs- und Entwicklungsingenieur/Forschungs- und EntwicklungsingenieurinLeiter/Leiterin in der Forschung und EntwicklungProduktentwickler/ProduktentwicklerinProduktingenieur/ProduktingenieurinProjektingenieur/ProjektingenieurinZulassungsbeauftragter/ZulassungsbeauftragteVertrieb, VerkaufLeiter/Leiterin - VertriebVertriebsingenieur/VertriebsingenieurinWartung, Instandhaltung, KundendienstBetriebsingenie...

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Werkstoffe, z.B.: Gusseisen, Stahl- und Temperguss, Nichteisen-Metalle wie Kupfer oder Aluminium bzw. Legierungen wie Messing oder BronzeTechnische Anlagen, Geräte und Hilfsmittel, z.B.: Gießereianlagen und -maschinen, ggf. Anlagen für die Additive Fertigung (3-D-Druck), Schmelzöfen, rechnergestützte Mess- und Prüfgeräte, GussformenUnterlagen, z.B.: Materialpläne, Stücklisten, Konstruktionszeichnungen, Leistungsverzeichnisse, Terminpläne, Kalkulationsunterlagen, Werkstoffnormen, sicherheits- und umweltschutztechnische Bestimmungen Büroausstattung und Software, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon, CAD-, CAM- und 3-D-Software

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Ingenieure und Ingenieurinnen für Gießereitechnik entwickeln und optimieren Gießereianlagen und -prozesse und passen sie an neue Produktanforderungen an. Sie wenden gießtechnische Verfahren wie Sand-, Kokillen-, Präzisions- oder Kunstguss an, kontrollieren Rohstoffqualität, organisieren den Schmelzbetrieb und überwachen die Fertigung. Vom Modellbau bis zur Serienfertigung konstruieren sie Prototypen, erstellen Konstruktionszeichnungen und prüfen Zwischen- und Endprodukte. Bei Mängeln erarbeiten sie Verbesserungsvorschläge und optimieren die Qualität. Außerdem organisieren sie die Beschaffung von Betriebsmitteln und beraten Kunden zu technischen Frage.

Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Gießereitechnik, Konstruktion, Werkstoffwissenschaft, CAD).Darüber hinaus könne sich die Trends, 3-D-Druck in der Gießerei einzusetzen sowie Stahl klimaneutral zu produzieren, zu wichtigen Weiterbildungsthemen für Ingenieure und Ingenieurinnen für Gießereitechnik entwickeln.

Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Aufstiegsweiterbildung, speziell konzipiert für Hochschulabsolventen, baut auf vorhandenen Qualifikationen auf. Sie bietet die Möglichkeit, das Kompetenzprofil zu erweitern und Karrierechancen auszubauen (z.B. durch eine Weiterbildung als REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering).Bachelorabsolventen können ihre Berufs- und Karrierechancen durch ein weiterführendes Studium ausbauen, z.B. im Studienfach Metallurgie, Hüttenwesen oder Werkstoffwissenschaft, -technik.Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

Entwicklung und KonstruktionWerk- und Hilfsstoffe auswählengeeignete Gussverfahren und Gießprozesse bestimmen und optimieren (z.B. Sandguss, Kokillenguss, Präzisions- oder Kunstguss)Konstruktionszeichnungen erstellen, Prototypen konstruiereninnovative Produktlösungen entwickeln und einführen neue Legierungen entwickelnProduktion, Prozessoptimierung und QualitätssicherungQualitätskontrollen durchführen (Rohstoffe, Zwischen- und Endprodukte)Fehlerquellen analysieren und gegebenenfalls behebenVorschläge zur kontinuierlichen Verbesserung von Gießereiprozessen entwickelnFertigungsprozesse überwachenden Produktionsprozess vom Modellbau bis zum Serienteil fachlich unterstützen Anlagen abnehmenOrganisation und KoordinationGießereien oder einzelne Abteilungen in verschiedenen Führungsebenen leitenBetriebsabläufe unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten (Kosten, Termine, Qualität, Investitionen, Kalkulation) planen, organisieren und weiterentwickelnkosten-, termin- und qualitätsgerechte Beschaffung aller für den betrieblichen und fertigungstechnischen Ablauf benötigten Teile organisieren (z.B. Angebote einholen, Aufträge erteilen)sicherheits- und umweltschutztechnische Bestimmungen überwachenKundenberatung und GutachtertätigkeitKunden technisch beraten Kundenabnahmen betreuen Gutachten erstellenForschung und Lehrean Forschungsvorhaben mitwirkenVorlesungen und Seminare vorbereiten bzw. abhalten, Unterricht nachbereiten, ggf. Prüfungen abnehmenForschungsberichte verfassen

Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)

Folgende weitere Beschäftigungsalternativen bieten sich für den Beruf Ingenieur/in für Gießereitechnik an:Tätigkeitsfeld Verfahrens-, ProduktentwicklungIngenieur/Ingenieurin für VerfahrenstechnikIngenieur/Ingenieurin für Glas, Keramik, BindemittelIngenieur/Ingenieurin für MaschinenbauWirtschaftsingenieur/WirtschaftsingenieurinGemeinsamkeiten:Führungsaufgaben bei der Entwicklung von Maschinen, Geräten und Anlagen sowie neuer Produkte und Verfahren übernehmentechnische Berechnungen durchführenKonstruktionsunterlagen erstellenHinweis: Die genannten Jobalternativen erfordern ggf. eine längere Einarbeitung oder eine Zusatzausbildung.

Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)

Worum geht es?Ingenieure und Ingenieurinnen für Gießereitechnik steuern Form-, Schmelz- und Gießvorgänge und sind für die Fertigungs- und Qualitätskontrolle des Schmelzbetriebes und der Rohstoffe zuständig. Sie entwerfen, konstruieren und erproben Bauteile und Komponenten, planen Fertigungsanlagen und -abläufe.Entwicklung von GussformenUnabhängig davon, wie groß oder klein ein Bauteil ist, wie komplex bzw. schwierig die Konstruktion aussieht, die Ingenieure und Ingenieurinnen müssen maßstabsgetreue Gussformen fertigen, die einen exakten Abformprozess ermöglichen. Mithilfe von CAD-Systemen modellieren sie Bauteile und generieren deren Negativformen. Am Computer simulieren sie zudem Gießtechniken, etwa Sand- oder Kokillenguss, wählen die bestmögliche Gusskonstruktion und das Material für die Gussform aus. Erst wenn die optimale Kombination aller Faktoren für die vorliegende Aufgabenstellung gefunden ist, werden die Gussformen mithilfe von CAM-Anlagen angefertigt. Im nächsten Schritt überwachen die Ingenieure und Ingenieurinnen die Formproduktion und später die Formmontage, d.h. das Zusammensetzen mehrerer Gussformenteile zu Gussformen sowie deren Einbau in die Fertigungsmaschinen. Um kostengünstig und schnell Gussformen, Prototypen bzw. kleine Anzahlen an Bauteilen herstellen und testen zu können, verwenden Ingenieure und Ingenieurinnen für Gießereitechnik vor allem zwei Verfahren: das sogenannte Rapid-Prototyping zur schnellen Herstellung von Musterbauteilen, ausgehend von Kon...

Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten

Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt.Fähigkeitennumerisches (rechnerisches) Denken (z.B. Berechnen von Projektanforderungen bei der Neuentwicklung, Optimierung und Fertigung metallischer Gussteile)figural-räumliches Denken (z.B. Lesen, Anfertigen und Umsetzen technischer Zeichnungen und Skizzen bei der Neuentwicklung metallischer Gussteile)Technisches Verständnis (z.B. Verstehen der Funktionsweise von Gießereianlagen und Gießereiprozessen; Verstehen von CAD-Systemen und CAM-Anlagen)Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Planen und Organisieren von Betriebsabläufen in Gießereien oder einzelnen Abteilungen; Planen des Mitarbeitereinsatzes)Kenntnisse und FertigkeitenRechenfertigkeiten (z.B. Berechnen der Maße von Gussformen)

Rechtliche Regelungen für die Tätigkeit

Ingenieurrecht der einzelnen Bundesländer Die Länderregelungen orientieren sich am Musteringenieur(kammer)gesetz (Stand: 18.11.2003, beschlossen von der Wirtschaftsministerkonferenz am 10./11.12.2003), geändert durch Beschluss der Wirtschaftsministerkonferenz vom 26./27.06.2018Gleichwertigkeit ausländischer BerufsqualifikationenRichtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen vom 30.09.2005 (ABl. EU L 255, S. 22), zuletzt geändert durch Delegierten Beschluss (EU) 2025/2187 vom 30.07.2025 (ABl. EU L 2187, S. 1)

Charakteristische körperliche Anforderungen

Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Robuste Gesundheit (z.B. bei Strahlungshitze in der Nähe von Metallschmelzen arbeiten)Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. in der Produktion mitarbeiten; Fehlerquellen beheben)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. Konstruktionsaufgaben am Bildschirm erledigen)Räumliches Sehvermögen (z.B. Fertigungsmaschinen, -anlagen und -geräte konstruieren und erproben)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. Aufträge mit Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in der Nähe laufender Produktionsmaschinen besprechen; Kundenwünsche verstehen)Gesunde Atemwege und Lunge (z.B. unter Einwirkung von Rauch, Staub, Gasen und Dämpfen arbeiten)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Ingenieur/in für Gießereitechnik an:Job- und Besetzungsalternativenin angrenzenden Berufen:Ingenieur/Ingenieurin für Hüttentechnikmit niedrigerem Qualifikationsniveau:Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Gießereitechnik/Bachelor Professional in TechnikStaatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung HüttentechnikEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen

Anerkennung von ausländischen Qualifikationen

Die Tätigkeit unter der Bezeichnung "Ingenieur/in" oder "Beratende/r Ingenieur/in" ist gemäß den landesrechtlichen Ingenieurkammergesetzen reglementiert.Um auf dem deutschen Arbeitsmarkt tätig zu werden, ist für Ingenieure und Ingenieurinnen mit ausländischer Berufsqualifikation grundsätzlich keine berufliche Anerkennung erforderlich. Ohne Gleichwertigkeitsbescheinigung darf jedoch nicht die Berufsbezeichnung "Ingenieur/in" oder "Beratende/r Ingenieur/in" geführt werden.Hierfür muss die Gleichwertigkeit der ausländischen Berufsqualifikationen mit dem deutschen Abschluss durch die zuständige Stelle festgestellt werden.Zuständige Stellen sind z.B. Länderingenieurkammern, Regierungspräsidien oder Bezirksregierungen. Bei der Suche nach der zuständigen Stelle für die berufliche Anerkennung helfen der Anerkennungs-Finder und die Fachstelle Beratung und Qualifizierung des IQ-Netzwerks weiter.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte

Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen

Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Infektanfälligkeit, chronische Infektionskrankheiten (z.B. bei Strahlungshitze in der Nähe von Metallschmelzen arbeiten)Eingeschränkte Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. in der Produktion mitarbeiten; Fehlerquellen beheben)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. Konstruktionsaufgaben am Bildschirm erledigen)Fehlendes/gestörtes räumliches Sehvermögen (z.B. Fertigungsmaschinen, -anlagen und -geräte konstruieren und erproben)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. Aufträge mit Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in der Nähe laufender Produktionsmaschinen besprechen; Kundenwünsche verstehen)Chronische oder allergische Atemwegs- und Lungenerkrankungen (z.B. unter Einwirkung von Rauch, Staub, Gasen und Dämpfen arbeiten)Stoffwechselkrankheiten (z.B. Schichtarbeit bei überwachenden Tätigkeiten in der Fertigung)Chronische Magen- oder Darmleiden (z.B. Schichtarbeit bei überwachenden Tätigkeiten in der Fertigung)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder...

Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)

Folgende weitere Besetzungsalternative bietet sich für den Beruf Ingenieur/in für Gießereitechnik an:Tätigkeitsfeld Verfahrens-, ProduktentwicklungIngenieur/Ingenieurin für VerfahrenstechnikGemeinsamkeiten:Führungsaufgaben bei der Entwicklung neuer Verfahren übernehmentechnische Berechnungen durchführenHinweis: Die genannte Besetzungsalternative erfordert ggf. eine Einarbeitung, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Ingenieur/Ingenieurin für Gießereitechnik

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Ingenieur/Ingenieurin für Gießereitechnik in Deutschland?

Ingenieure der Gießereitechnik in Deutschland sind Spezialisten, die Form-, Schmelz- und Gießprozesse leiten und für die Produktion und Qualitätskontrolle von Schmelzanlagen und Rohmaterialien verantwortlich sind. Diese Ingenieure entwerfen, konstruieren und testen verschiedene Bauelemente und Komponenten; sie planen und optimieren auch Produktionsanlagen und -prozesse. Zu ihren Aufgaben gehören die Anwendung verschiedener Gießverfahren wie Sandguss, Kokillenguss, Präzisionsguss oder Kunstguss, die Qualitätskontrolle der Rohmaterialien, die Organisation von Schmelzbetrieben und die Überwachung der Produktion.

Ihre Verantwortlichkeiten umfassen auch die Entwicklung von Prototypen vom Modellbau bis zur Serienproduktion, die Erstellung von Konstruktionszeichnungen und die Inspektion von Zwischen-/Endprodukten. Sie analysieren potenzielle Mängel, entwickeln Verbesserungsvorschläge und optimieren kontinuierlich die Produktqualität. Darüber hinaus organisieren sie die Beschaffung von Betriebsmitteln, beraten Kunden in technischen Fragen und stellen die Einhaltung von Arbeitsschutz- und Umweltschutzvorschriften sicher. Einige Ingenieure können auch in der Wissenschaft tätig sein, indem sie an Forschungsprojekten teilnehmen oder an Universitäten lehren.

Um diesen Beruf in Deutschland auszuüben, ist in der Regel ein Hochschulstudium erforderlich. Von Kandidaten wird erwartet, dass sie einen Bachelor- oder Masterabschluss in Gießereitechnik, Materialwissenschaften oder einem verwandten Ingenieurfach besitzen. Die Hochschulausbildung vermittelt berufliche Kompetenz durch theoretisches Wissen sowie praktische Anwendungen und Projektarbeit. Für türkische Studierende und Fachkräfte, die eine Tätigkeit in diesem Bereich in Deutschland in Betracht ziehen, sind Deutschkenntnisse (mindestens B2-Niveau) neben dem technischen Wissen sowohl für die Ausbildung als auch für das Berufsleben von entscheidender Bedeutung.

Ist Ingenieur/Ingenieurin für Gießereitechnik eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Ingenieur/Ingenieurin für Gießereitechnik" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Ingenieur/Ingenieurin für Gießereitechnik qualifiziert werden?

Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Metallurgie, Hüttenwesen.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Wo arbeiten Ingenieur/Ingenieurin für Gießereitechnik in Deutschland typischerweise?

Ingenieuren und Ingenieurinnen für Gießereitechnik arbeiten in erster Liniein Büroräumen in Produktions- und Fertigungsstättenin Entwicklungs- und Prüflaboratorienin BesprechungsräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Wie hoch ist das typische Gehalt für Ingenieur/Ingenieurin für Gießereitechnik in Deutschland?

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 5.261 € bis 6.650 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

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