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Ingenieur/Ingenieurin für Geotechnik

Ingenieur/in - Geotechnik

Grundberuf Mathematik, Naturwissenschaften KldB B 42114

Was ist Ingenieur/Ingenieurin für Geotechnik?

In Deutschland sind Geotechniker (Ingenieur/Ingenieurin für Geotechnik) Fachleute, die sich auf die Lösung komplexer Probleme im Zusammenhang mit dem Untergrund und dem Boden spezialisiert haben. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Bewertung von Rohstoffexploration, Bauprojekten, Grundwasserentnahme und den Umweltauswirkungen der Landnutzung. Diese Ingenieure untersuchen gründlich geologische Bedingungen, erforschen Rohstoffvorkommen, bewerten deren Abbaubarkeit und entwickeln unterirdische Lagerstätten. Im Außendienst planen und führen sie Messungen und Bohrungen durch und analysieren gesammelte Wasser- und Bodenproben im Labor. Sie kartieren die gewonnenen Daten und untersuchen die potenziellen Auswirkungen von Veränderungen des Grundwasserspiegels, der Landnutzung oder früherer Kontaminationen. Im Labor analysieren sie Schadstoffe und die chemisch-physikalischen Eigenschaften von Wasser und erstellen Umweltverträglichkeitsprüfungen und Gutachten. Darüber hinaus tragen sie zur Entwicklung geotechnischer Methoden bei und übernehmen Aufgaben wie die Planung, Koordination von Arbeitsabläufen und die Verwaltung des Einsatzes von Maschinen/Geräten bei großen Bauprojekten (z. B. die Bestimmung von Tunneltrassen). Ihre Arbeitsumgebungen sind oft im Außendienst,

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Mathematik, Naturwissenschaften →

Der Beruf Ingenieur/Ingenieurin für Geotechnik in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Mathematik, Naturwissenschaften:

Detaillierte Informationen

Medien

BG RCI.magazinForschung im Ingenieurwesen. Engineering ResearchGeoInformaticaGeological JournalGeo-Marine LettersGeophysical Journal InternationalGeophysik.de - Geophysik - Ingenieurgeophysik - UmweltgeophysikGeoResourcesgeotechnikgis.Point - Das Portal für Geoinformation, Geo-IT und Geodäsieingenieur.dethink ING. Netzwerk für Schüler und StudierendeVDI nachrichtenZDGG - Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaftenzfv Zeitschrift für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement

Interessen

Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um in diesem Studienberuf erfolgreich zu sein. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an organisatorisch-prüfenden Tätigkeitenz.B. Dokumentieren der Gesteinsstruktur in einen Steinbruchz.B. Prüfen des Gesteins auf Festigkeit mit dem Geologenhammerz.B. Testen der Rutschfestigkeit einer Böschung auf einer BaustelleInteresse an theoretisch-abstrakten Tätigkeitenz.B. Untersuchen physikalischer und chemischer Parameter von Wasseranalysenz.B. Analysieren von KohlevorkommenInteresse an praktisch-konkreten Tätigkeitenz.B. Bohren von Sprenglöchern im Berg- und Tunnelbau

Arbeitsorte

Ingenieure und Ingenieurinnen für Geotechnik arbeiten in erster Linieim Freien im Laborin Büroräumenin BesprechungsräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:BaugrunduntersuchungBodenmechanikErdbauExploitation (Nutzbarmachen von Lagerstätten)Exploration (Erschließen von Lagerstätten)FlachbohrtechnikGeologieGeophysikGeotechnikKartografieLaborarbeiten, LabortechnikLagerstättenkundeProspektion (Erkunden von Bodenschätzen)SpezialtiefbauTiefbohrtechnikVermessungWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:3-D-LaserscanningAbfallbehandlungsanlagen projektierenBergrechtBodensanierungBodenschutzErdöl-, Erdgasgewinnung, -förderungErdwärmenutzungErosionsschutzGeochemieGeoinformatikGeoradarGeothermiekraftwerke projektierenGutachter-, SachverständigentätigkeitHydrogeologieLuftbildauswertungNachbergbauOnshore-Windkraftanlagen projektierenPetrologie, -grafieRecyclinganlagen projektierenRekultivierungTektonikUmweltanalytikUmweltrechtUmweltverträglichkeitsprüfungWasserwirtschaftWeitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:Kompetenzgruppe "Geoinformationssysteme, Kartografie-, Vermessungssoftware"

Digitalisierung

Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Ingenieure und Ingenieurinnen der Geotechnik ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:3-D-Laserscanning (z.B. Vermessungen von Bohrlöchern mit einem 3-D-Laserscanner durchführen)Bergbauroboter (z.B. Erkundungsbohrungen durchführen, um Lagerstätten für Sand, Kies, Kupfer, Quarz, Kohle oder Erdöl zu finden)Building Information Modeling - BIM (z.B. beim Tunnelbau Baugrunduntersuchungen anstellen und BIM-Baugrundmodelle erstellen)Digitale Topografische Karten - DTK (z.B. vorhandenes digitales Kartenmaterial sichten, um die geologischen Verhältnisse des Untergrundes zu bewerten)Dokumentenmanagementsysteme - DMS (z.B. Gutachten zu Grundwasservorräten, Baugrunduntersuchungen oder zur Planung von Deponiestandorten digital verwalten und zur Verfügung stellen)Drohnentechnik (z.B. Auswirkungen von Eingriffen durch Grundwasserentnahme, Bodennutzung und andere Oberflächenveränderungen untersuchen)Geoinformationssysteme - GIS (z.B. neu entdeckte Rohstoffvorkommen digital kartieren)Laborinformationssysteme - LIS (z.B. Boden- und Wasserproben auf Schadstoffe hin analysieren)Open Data (z.B. Geodaten für Berechnungen nutzen)Predictive Analytics (z.B. bei geplanten Baumaßnahmen Vorhersagen über Umwelteinflüsse treffen, um Schutzmaßnahmen zu entwickeln)Wartungs- und Instandhaltungsroboter (z.B. autonome Roboter fü...

Arbeitssituation

Ingenieure und Ingenieurinnen der Geotechnik übernehmen eigenverantwortlich planende, technische, organisatorische oder betriebswirtschaftliche Aufgaben bei einschlägigen Bauunternehmen und Betrieben der Abfallindustrie sowie bei Behörden. Dazu benötigen sie eine sorgfältige Arbeitsweise, technisches Verständnis, analytisches und betriebswirtschaftliches Denken. Sie tragen hohe Verantwortung, weil viele ihrer Arbeiten sicherheitsrelevant sind. Daher beachten sie die Einhaltung rechtlicher Vorschriften und technischer Normen genau. Führen sie ein Team, motivieren sie ihre Mitarbeiter/innen und koordinieren deren Zusammenarbeit. Dabei sind kommunikative Fähigkeiten und Durchsetzungsvermögen erforderlich, im Kundengespräch Verhandlungsgeschick. Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen sind im Rahmen internationaler Projekte gefragt. Bei Tätigkeiten im Vertrieb sind Ingenieure und Ingenieurinnen der Geotechnik viel unterwegs, auch im Ausland.Häufig sind Ingenieure und Ingenieurinnen der Geotechnik im Büro am Computer tätig, zum Beispiel wenn sie mit Geoinformationssystemen arbeiten. In Labors führen sie unter anderem geochemische Untersuchungen durch. Hier und bei geologischen Feldarbeiten tragen sie Schutzkleidung, zum Beispiel Schutzbrille oder Schutzhelm. Im Freien sind sie der Witterung ausgesetzt. Bei Bohrungen kann es zu unregelmäßigen Arbeitszeiten kommen.

Existenzgründung

Ingenieure und Ingenieurinnen der Geotechnik können z.B. in folgenden Bereichen freiberuflich arbeiten:mit einem eigenen Ingenieurbüro im Bereich Beratungs-, Planungs- oder Projektierungsdienstleistungenals Beratende/r Ingenieur/inals Gutachter/inals Sachverständige/rInformationen zur Existenzgründung z.B. durch:Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI)

Verdienst/Einkommen

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 3.385 € bis 4.739 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Branchen im Einzelnen

Architektur, BauplanungArchitekturbüros für Garten- und LandschaftsgestaltungArchitekturbüros für Orts-, Regional- und LandesplanungIngenieurdienstleistungenVermessungsbürosIngenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungIngenieurbüros für Fachplanung von sonstigen technischen AnlagenTechnische, physikalische, chemische UntersuchungTechnische, physikalische und chemische UntersuchungAbbruch, Baustellenvorbereitung, GerüstbauTest- und SuchbohrungTiefbau, Straßenbau, WasserbauBrücken- und Tunnelbau, z.B. Analyse der geologischen FormationenBau von Straßen, z.B. BaugrunduntersuchungBau von Bahnverkehrsstrecken, z.B. BaugrunduntersuchungSonstiger Tiefbau, z.B. Baugrunduntersuchung, Planen von Renaturierungsmaßnahmen, Rollbahnen und SportanlagenSpezialisierte Bautätigkeiten im Tiefbau, z.B. BaugrunduntersuchungErdöl, ErdgasGewinnung von ErdölGewinnung von ErdgasErbringung von Dienstleistungen für die Gewinnung von Erdöl und ErdgasSteine, ErdenGewinnung von SalzGewinnung von Natursteinen, Kies, Sand, Ton und KaolinBergbau auf chemische und DüngemittelmineraleWasserversorgungWassergewinnung mit Fremdbezug zur VerteilungWassergewinnung ohne Fremdbezug zur VerteilungBergbauBraunkohlenbergbauErzbergbauAbfallwirtschaft, RecyclingAbfallbeseitigung ohne Verwertung, z.B. Untersuchen möglicher DeponiestandorteBeseitigung von anderen Umweltverschmutzungen und sonstige Tätigkeiten in der Abfallbewirtschaftung, z.B. AltlastenbeseitigungMaschinenbau, WerkzeugbauHerstellung von B...

Zugang zur Tätigkeit

Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Geotechnologie.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Zugangsstudienfächer

Geotechnologie (grundständig)Geotechnologie (weiterführend)

Arbeitsbereiche/Branchen

Ingenieure und Ingenieurinnen der Geotechnik finden Beschäftigung z.B. in Architekturbüros z.B. für Orts-, Regional- und Landesplanung in Vermessungs- und Ingenieurbürosin Bauunternehmen, z.B. Baugrunduntersuchungin Betrieben der Rohstoffgewinnung und -aufbereitungbei Wasserwerken, Abfalldeponien sowie Herstellern von Bergwerksmaschinen

Tätigkeitsbezeichnungen

Ingenieur/in - GeotechnikAbweichende Berufsbezeichnung der ehemaligen DDRDiplom-Ingenieur/Diplom-Ingenieurin (Uni) Fachrichtung Bergbau - GeotechnikBerufsbezeichnung in englischer SpracheGeotechnical engineer (m/f)Berufsbezeichnung in französischer SpracheIngénieur/Ingénieure en géotechnique

Sonstige Zugangsbedingungen

Hinweis zum Führen von Berufsbezeichnungen:Die Bezeichnung "Ingenieur" bzw. "Ingenieurin" ist geschützt. Um den gesetzlich geschützten Titel "Beratender Ingenieur" bzw. "Beratende Ingenieurin" führen zu können, sind mehrjährige Fachpraxis, die Mitgliedschaft in einer Länderingenieurkammer und die Eintragung in die dortige Liste der Beratenden Ingenieure und Ingenieurinnen Voraussetzung.

Arbeits- und Sozialverhalten

Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. Bereitschaft, bei Arbeitsengpässen zusätzliche, fachlich anspruchsvolle umwelt- und erkundungsgeologische Laboruntersuchungen engagiert und zeitlich flexibel zu übernehmen)Durchhaltevermögen / Zielstrebigkeit (z.B. trotz Rückschlägen Beharrlichkeit zeigen bei der Erkundung von Lagerstätten)Sorgfalt (z.B. gewissenhaftes Messen und Analysieren von bodenrelevanten Schadstoffgehalten)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Vorbereiten und Durchführen von Probenahmen im Gelände, auf Baustellen bzw. bei Bohrungen)Flexibilität (z.B. Durchführen geologischer Untersuchungen an wechselnden Arbeitsorten mit unterschiedlichen Arbeitsbedingungen)Lernbereitschaft (z.B. sich auf dem Laufenden halten über neue Entwicklungen im Bereich der Geologietechnik sowie über Änderungen im Bau- und Umweltrecht)

Die Tätigkeit im Überblick

Ingenieure und Ingenieurinnen der Geotechnik führen geotechnische Untersuchungen durch, um Rohstoffe zu erkunden und die Folgen von Rohstoffgewinnung, Bauprojekten, Grundwasserentnahmen und Bodennutzung abzuschätzen. Sie analysieren Wasser- und Bodenproben, erstellen Gutachten und wirken an der Planung größerer Bauvorhaben mit.

Stellen- und Bewerberbörsen

Alfred-Wegener-Institut für Polar- und MeeresforschungBDG - Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler e.V.BIngK BundesingenieurkammerBundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen (BAV)Earthworks-jobs.comGEOjobs.deget in (Engineering)greenjobs.deingenieur1.deingenieurwebJustEngineersNetStellenmarkt-Umweltschutz.de

Verbände und Organisationen

Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI)Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler e.V. (BDG)Bundesingenieurkammer (BIngK) Bundesgemeinschaft der Ingenieure e.V.Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)Deutsche Gesellschaft für Geotechnik e.V. (DGGT)European Federation of Geologists (EFG)Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU)Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI)

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

Verantwortung für Personen (z.B. Mitarbeiter/innen anleiten und führen)Präzisions-, Feinarbeit (z.B. geologische Kartierungen durchführen)Kundenkontakt (z.B. Bauprojekte abwickeln, Aufträge akquirieren, Angebote einholen, Aufträge vergeben)häufige Abwesenheit vom Wohnort (in der Kundenbetreuung und -beratung)Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. mit Bohranlagen)Bildschirmarbeit (z.B. bei der Arbeit mit spezieller 3-D-Software zur Exploration von Rohstoffen und mit Geoinformationssystemen)Arbeit in Büroräumen (z.B. Planungs-, Berechnungs- und Projektierungsarbeiten, Gutachten erstellen)Arbeit im Freien (z.B. bei Bohrungen für Bodenproben)Arbeit im LaborArbeit bei Kälte, Hitze, Nässe, Feuchtigkeit, Zugluftunregelmäßige Arbeitszeiten

Berufliche Einsatzmöglichkeiten

Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:Bauplanung, -leitungBauleiter/BauleiterinFinanz- und RechnungswesenBauabrechner/BauabrechnerinBaukalkulator/BaukalkulatorinGutachter-, SachverständigentätigkeitUmwelt-Auditor/Umwelt-AuditorinPrüfsachverständiger/Prüfsachverständige im EisenbahnbereichLaboranalyseLaborleiter/LaborleiterinLehrtätigkeit an HochschulenDozent/Dozentin an Hochschulen und AkademienStudiengangkoordinator/StudiengangkoordinatorinQualitätssicherung, -managementLeiter/Leiterin im QualitätsmanagementQualitätsingenieur/QualitätsingenieurinLeiter/Leiterin in der QualitätssicherungQualitätsmanager/QualitätsmanagerinVerfahrens-, ProduktentwicklungForschungs- und Entwicklungsingenieur/Forschungs- und EntwicklungsingenieurinLeiter/Leiterin in der Forschung und EntwicklungProjektingenieur/ProjektingenieurinWissenschaftliche ForschungForschungsreferent/ForschungsreferentinLeiter einer Forschungsgruppe/Leiterin einer ForschungsgruppeWissenschaftlicher Mitarbeiter/Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Untersuchungsobjekte, z.B.: Gesteins-, Boden- und WasserprobenGeräte, Werkzeuge und Zubehör, z.B.: Höhenmesser, Geologenkompasse, Nivelliergeräte, Theodolite, Rammsondiergeräte, Raupenbohrgeräte, Hydraulik- und Geologenhämmer, Bohrstöcke, Sägen, Mörser, Waagen, SiebsätzeLaborausstattung, z.B.: Mikroskope, SpektrometerHilfsstoffe, z.B.: Sprengstoff, ChemikalienTechnische Systeme und Software, z.B.: Geoinformationssysteme, 3-D-Software, StatistikprogrammeUnterlagen, z.B.: Sanierungskonzepte, topografische Karten, Bohrprofile, geologische Schnitte, Bau- und Nutzungspläne, Terminpläne, Angebots- und Auftragsunterlagen, Kalkulationsunterlagen, Gutachten, behördliche Genehmigungen, technische Normen, Rechtsvorschriften (z.B. Umweltschutzbestimmungen)Büroausstattung, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Ingenieure und Ingenieurinnen der Geotechnik erfassen geologische Verhältnisse, suchen nach Rohstoffen, prüfen deren Abbaubarkeit und erschließen unterirdische Speicher. Sie planen und führen Messungen und Bohrungen durch, werten Proben aus, kartieren die Ergebnisse und untersuchen Auswirkungen von Grundwasserentnahmen, Bodennutzung oder Altlasten. Im Labor analysieren sie Schadstoffe und Wasser, erstellen Gutachten, führen Umweltverträglichkeitsprüfungen durch und entwickeln geotechnische Verfahren weiter. Bei Bauvorhaben planen sie z. B. Tunnelverläufe, koordinieren Arbeitsabläufe und steuern den Einsatz von Maschinen und Geräten. Außerdem akquirieren sie Aufträge, erstellen Angebote, unterrichten an Hochschulen und können nach Master und Promotion eigenständige wissenschaftliche Tätigkeiten ausüben.

Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Geowissenschaften und Geoinformationssysteme, Rohstoffgewinnung, Forschung und Entwicklung oder Projektmanagement).

Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Aufstiegsweiterbildung, speziell konzipiert für Hochschulabsolventen, baut auf vorhandenen Qualifikationen auf. Sie bietet die Möglichkeit, das Kompetenzprofil zu erweitern und Karrierechancen auszubauen (z.B. durch eine Weiterbildung als REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering).Bachelorabsolventen können ihre Berufs- und Karrierechancen durch ein weiterführendes Studium ausbauen, z.B. im Studienfach Geotechnologie, Geowissenschaften oder Geophysik.Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

Geotechnische Untersuchungengeologische Daten, insbesondere von bodengeologischen Aufnahmen, hydro- und ingenieurgeologischen Untersuchungen, erfassen, geologische Kartierungen durchführenmittels Bohrungen unterirdische Trinkwasservorkommen erschließen Probenahme im Gelände, auf Baustellen bzw. bei Bohrungen ausführen, Proben vor- und aufbereitenReinzeichnung geologischer Feldaufnahmen vornehmen bzw. betreuen, Daten in Karten übertragen, physikalische Modelle entwickelnLaborarbeiten für hydro-, ingenieur-, umwelt- und erkundungsgeologische Untersuchungen durchführen, z.B. bodenrelevante Schadstoffgehalte, physikalische und chemische Parameter von Wasseranalysen bestimmenim Bergbau Abfallbewirtschaftungspläne für die Entsorgung von bergbaulichen Abfällen aufstellen Lagerstätten auf ihre Eignung zur Aufnahme von Reststoffen prüfenExploration von RohstoffenErdöl, Erdgas, Kohle und andere Rohstoffe erkunden und erschließenMessungen planen und durchführen und die Messergebnisse auswerten und interpretierenbei der (Weiter-)Entwicklung geotechnischer Verfahren mitwirkenGutachten und fachliche Stellungnahmen bzw. Umweltverträglichkeitsprüfungen anfertigen, z.B. zu Grundwasservorräten, Baugrunduntersuchungen oder zur Planung von DeponiestandortenErgiebigkeit von Lagerstätten mineralischer Rohstoffe mit mathematisch-statistischen Berechnungen ermittelnbei Fragen der Rohstoffversorgung beratenStellungnahmen zu Fachplanungen und Raum beanspruchenden Einzelplanungen erarbeitenBauprojekte...

Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)

Folgende weitere Beschäftigungsalternativen bieten sich für den Beruf Ingenieur/in der Geotechnik an:Tätigkeitsfeld RohstoffgewinnungIngenieur/Ingenieurin für Rohstoffgewinnung und -aufbereitungMineraloge/MineraloginGemeinsamkeiten:Rohstofflagerstätten erkunden und erschließenErgiebigkeit von Lagerstätten berechnenBergbaufolgen abschätzen, erkunden und sanierenTätigkeitsfeld Wissenschaftliche ForschungHydrologe/HydrologinGeoökologe/GeoökologinUmweltwissenschaftler/UmweltwissenschaftlerinGemeinsamkeiten:Physikalische Vorgänge der Erdoberfläche erforschenGeowissenschaftliche Daten erheben und auswertenGeologische Prozesse analysieren und modellierenHinweis: Die genannten Jobalternativen erfordern ggf. eine längere Einarbeitung oder eine Zusatzausbildung.

Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)

Worum geht es?Ingenieure und Ingenieurinnen der Geotechnik nehmen geotechnische Untersuchungen vor, um Rohstoffe zu erkunden oder die Folgen von Rohstoffgewinnung, Baumaßnahmen, Grundwasserentnahmen und Bodennutzung abzuschätzen. Darüber hinaus untersuchen sie Wasser- und Bodenproben, erstellen Gutachten und sind an der Planung von größeren Bauvorhaben beteiligt.Von Altlastensanierung bis WasserbauIngenieure und Ingenieurinnen der Geotechnik sind in allen Bereichen tätig, die mit der Erfassung geologischer Verhältnisse und den Auswirkungen von Eingriffen zu tun haben. Sie untersuchen bei größeren Bauvorhaben den Untergrund, wirken bei der Planung und Sicherung von Abfalldeponien mit, sanieren Altlasten oder erkunden und erschließen Rohstofflagerstätten. Mithilfe von Methoden der geologischen und geotechnischen Erkundung, von Versuchen und Berechnungen liefern sie die Grundlagen für eine wirtschaftliche und umweltgerechte Planung und Ausführung. Rohstoffsuche, Baugrunduntersuchung und DeponiebauIn Zusammenarbeit mit Geowissenschaftlern und -wissenschaftlerinnen sind Ingenieure und Ingenieurinnen der Geotechnik mit Aufgaben im Rahmen der Prospektion (Suche) und Exploration (Erkundung) von Lagerstätten mineralischer und fossiler Rohstoffe betraut, beispielsweise von Baurohstoffen, Erzen, Erdöl und Erdgas, Kohle und Spat.Bei der Baugrunduntersuchung für den Wohnungs-, Spezialtief-, Tunnel- und Bergbau nehmen Ingenieure und Ingenieurinnen der Geotechnik den Ist-Zustand eines Gebie...

Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten

Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt.Fähigkeitennumerisches (rechnerisches) Denken (z.B. Ermitteln der Ergiebigkeit von Lagerstätten mineralischer Rohstoffe mit mathematisch-statistischen Berechnungen)figural-räumliches Denken (z.B. Interpretieren von geologischen Karten und 3-D-Modellen)Beobachtungsgenauigkeit (z.B. Einschätzen der Rutschfestigkeit des Bodens an einer Böschung)Handgeschick (z.B. Aufstellen und Bedienen von Vermessungsgeräten; Positionieren von Messsonden)Auge-Hand-Koordination (z.B. Bedienen des Nivelliergerätes zur Bestimmung von Höhenunterschieden)Technisches Verständnis (z.B. Umgehen mit technischen Geräten für die Vermessung oder die Bodenerkundung)Zeichnerische Befähigung (z.B. Anfertigen topografischer Karten und geologischer Profilschnitte)Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Festlegen des Personal- und Maschineneinsatzes für Erdbaumaßnahmen)Räumliche Orientierung (z.B. Durchführen geotechnischer Untersuchungen in Bergwerken oder auf Deponien)Kenntnisse und FertigkeitenRechenfertigkeiten (z.B. Durchführen geostatistischer Berechnungen; Bearbeiten von Bauplanungsaufgaben mithilfe mathematischer Methoden)

Rechtliche Regelungen für die Tätigkeit

Ingenieurrecht der einzelnen Bundesländer Die Länderregelungen orientieren sich am Musteringenieur(kammer)gesetz (Stand: 18.11.2003, beschlossen von der Wirtschaftsministerkonferenz am 10./11.12.2003), geändert durch Beschluss der Wirtschaftsministerkonferenz vom 26./27.06.2018Gleichwertigkeit ausländischer BerufsqualifikationenRichtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen vom 30.09.2005 (ABl. EU L 255, S. 22), zuletzt geändert durch Delegierten Beschluss (EU) 2025/2187 vom 30.07.2025 (ABl. EU L 2187, S. 1)

Charakteristische körperliche Anforderungen

Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Belastbarkeit der Wirbelsäule, Beine, Arme und Hände (z.B. Zwangshaltungen bei geologischen Feldarbeiten einnehmen)Robuste Gesundheit (z.B. bei Bohrungen für Bodenproben unter widrigen Witterungsbedingungen arbeiten)Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Vermessungsgeräte aufstellen und bedienen; Messsonden positionieren; topografische Karten und geologische Profilschnitte anfertigen)Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. Messeinrichtungen justieren)Sehvermögen für die Ferne - auch korrigiert (z.B. im Gelände geologische Profile erstellen)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. mit spezieller 3-D-Software zur Exploration von Rohstoffen und mit Geoinformationssystemen am Bildschirm arbeiten)Räumliches Sehvermögen (z.B. geologische Profile erstellen)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. Rückfragen des Bohrpersonals verstehen)Gesunde, widerstandsfähige Haut an Händen und Armen (z.B. während geochemischer Untersuchungen beim Abmessen und Umfüllen mit chemischer Substanzen in Kontakt kommen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen fes...

Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Ingenieur/in der Geotechnik an:Job- und Besetzungsalternativenin angrenzenden Berufen:Geoinformatiker/GeoinformatikerinGeologe/GeologinGeophysiker/GeophysikerinGeowissenschaftler/Geowissenschaftlerinmit niedrigerem Qualifikationsniveau:Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Geologietechnik/Bachelor Professional in TechnikEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen

Anerkennung von ausländischen Qualifikationen

Die Tätigkeit unter der Bezeichnung "Ingenieur/in" oder "Beratende/r Ingenieur/in" ist gemäß den landesrechtlichen Ingenieurkammergesetzen reglementiert.Um auf dem deutschen Arbeitsmarkt tätig zu werden, ist für Ingenieure und Ingenieurinnen mit ausländischer Berufsqualifikation grundsätzlich keine berufliche Anerkennung erforderlich. Ohne Gleichwertigkeitsbescheinigung darf jedoch nicht die Berufsbezeichnung "Ingenieur/in" oder "Beratende/r Ingenieur/in" geführt werden.Hierfür muss die Gleichwertigkeit der ausländischen Berufsqualifikationen mit dem deutschen Abschluss durch die zuständige Stelle festgestellt werden.Zuständige Stellen sind z.B. Länderingenieurkammern, Regierungspräsidien oder Bezirksregierungen. Bei der Suche nach der zuständigen Stelle für die berufliche Anerkennung helfen der Anerkennungs-Finder und die Fachstelle Beratung und Qualifizierung des IQ-Netzwerks weiter.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte

Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen

Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Eingeschränkte Belastbarkeit der Wirbelsäule, Beine, Arme und Hände (z.B. Zwangshaltungen bei geologischen Feldarbeiten einnehmen)Infektanfälligkeit, chronische Infektionskrankheiten (z.B. bei Bohrungen für Bodenproben unter widrigen Witterungsbedingungen arbeiten)Eingeschränkte Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Vermessungsgeräte aufstellen und bedienen; Messsonden positionieren; topografische Karten und geologische Profilschnitte anfertigen)Eingeschränkte Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. Messeinrichtungen justieren)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Ferne (z.B. im Gelände geologische Profile erstellen)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. mit spezieller 3-D-Software zur Exploration von Rohstoffen und mit Geoinformationssystemen am Bildschirm arbeiten)Fehlendes/gestörtes räumliches Sehvermögen (z.B. geologische Profile erstellen)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. Rückfragen des Bohrpersonals verstehen)Chronische oder allergische Hauterkrankungen oder mangelnde Widerstandsfähigkeit der Haut an Händen und Armen (z.B. während geochemischer Untersuchungen beim Abmessen und Umfü...

Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)

Folgende weitere Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Ingenieur/in der Geotechnik an:Tätigkeitsfeld RohstoffgewinnungIngenieur/Ingenieurin für Rohstoffgewinnung und -aufbereitungMineraloge/MineraloginGemeinsamkeiten:Rohstofflagerstätten erkunden und erschließenErgiebigkeit von Lagerstätten berechnenBergbaufolgen abschätzen, erkunden und sanierenTätigkeitsfeld Wissenschaftliche ForschungGeoökologe/GeoökologinHydrologe/HydrologinGemeinsamkeiten:physikalische Vorgänge der Erdoberfläche erforschengeowissenschaftliche Daten erheben und auswertengeologische Prozesse analysieren und modellierenHinweis: Die genannten Besetzungsalternativen erfordern ggf. eine Einarbeitung, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Ingenieur/Ingenieurin für Geotechnik

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Ingenieur/Ingenieurin für Geotechnik in Deutschland?

In Deutschland sind Geotechniker (Ingenieur/Ingenieurin für Geotechnik) Fachleute, die sich auf die Lösung komplexer Probleme im Zusammenhang mit dem Untergrund und dem Boden spezialisiert haben. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Bewertung von Rohstoffexploration, Bauprojekten, Grundwasserentnahme und den Umweltauswirkungen der Landnutzung. Diese Ingenieure untersuchen gründlich geologische Bedingungen, erforschen Rohstoffvorkommen, bewerten deren Abbaubarkeit und entwickeln unterirdische Lagerstätten. Im Außendienst planen und führen sie Messungen und Bohrungen durch und analysieren gesammelte Wasser- und Bodenproben im Labor. Sie kartieren die gewonnenen Daten und untersuchen die potenziellen Auswirkungen von Veränderungen des Grundwasserspiegels, der Landnutzung oder früherer Kontaminationen. Im Labor analysieren sie Schadstoffe und die chemisch-physikalischen Eigenschaften von Wasser und erstellen Umweltverträglichkeitsprüfungen und Gutachten. Darüber hinaus tragen sie zur Entwicklung geotechnischer Methoden bei und übernehmen Aufgaben wie die Planung, Koordination von Arbeitsabläufen und die Verwaltung des Einsatzes von Maschinen/Geräten bei großen Bauprojekten (z. B. die Bestimmung von Tunneltrassen). Ihre Arbeitsumgebungen sind oft im Außendienst,

Ist Ingenieur/Ingenieurin für Geotechnik eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Ingenieur/Ingenieurin für Geotechnik" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Ingenieur/Ingenieurin für Geotechnik qualifiziert werden?

Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Geotechnologie.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Wo arbeiten Ingenieur/Ingenieurin für Geotechnik in Deutschland typischerweise?

Ingenieure und Ingenieurinnen für Geotechnik arbeiten in erster Linieim Freien im Laborin Büroräumenin BesprechungsräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Wie hoch ist das typische Gehalt für Ingenieur/Ingenieurin für Geotechnik in Deutschland?

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 3.385 € bis 4.739 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

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