Zum Inhalt springen

Ingenieur/Ingenieurin für Farben, Lacke

Ingenieur/in - Farben, Lacke

Grundberuf Ingenieurwissenschaften KldB B 22204

Was ist Ingenieur/Ingenieurin für Farben, Lacke?

In Deutschland entwickeln Lack- und Farbeningenieure Lacke, Farben und Beschichtungsmaterialien aus verschiedenen Rohstoffen. Diese Ingenieure leiten und steuern Produktionsprozesse, optimieren Anwendungstechniken und arbeiten an der Verbesserung der Eigenschaften und Qualität bestehender Produkte. Sie sind typischerweise in den Bereichen Forschung und Entwicklung (F&E) sowie Produktion tätig; sie analysieren Lack- und Farbrohstoffe, bewerten deren Verwendbarkeit und entwickeln Produktionsprozesse bis zur Serienreife neuer Produkte. Des Weiteren planen, leiten und optimieren sie den Produktionsablauf und definieren und implementieren Standards zur Qualitätssicherung. Sie können auch wichtige Rollen in verschiedenen Abteilungen wie Kundenservice, technischer Beratung, Einkauf, Logistik und technischem Vertrieb übernehmen.

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Ingenieurwissenschaften →

Der Beruf Ingenieur/Ingenieurin für Farben, Lacke in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften:

Detaillierte Informationen

Medien

BAVC-Transformationsstudie: Chemie-Arbeitswelten 2030besserlackieren.deBG RCI.magazinDer Future Skills Report Chemie 2.0FARBE UND LACKForschung im Ingenieurwesen. Engineering ResearchForschungsbericht: Qualität der Arbeit, Beschäftigung und Beschäftigungsfähigkeit im Wechselspiel von Technologie, Organisation und Qualifikation (QuaTOQ) - Branchenbericht: Chemie- und Pharmaindustrieingenieur.demo - Magazin für Oberflächentechnikthink ING. Netzwerk für Schüler und StudierendeVDI nachrichtenWir sind Farbe

Trends

Voll automatisiertes Lackieren in kleinen LosgrößenBislang ist die Programmierung voll automatisierter Lackierprozesse noch aufwendig und wird deshalb bei niedrigen Stückzahlen kaum eingesetzt. Die smarte Lackierzelle erfasst, vermisst und lackiert die Objekte mithilfe eines 3-D-Scans selbstständig und prüft am Ende die Schichtdicke des Lacks. Dadurch können auch kleine Chargen und Einzelstücke automatisiert lackiert werden. Außerdem führt die neue Technik zu geringeren Produktionszeiten und senkt den Energie- und Lackverbrauch. Fach- und Führungskräfte werden sich mit dem Einsatz dieses neuen Hilfsmittels vertraut machen.Smarte BeschichtungenAls Smarte Beschichtungen bezeichnet man innovative Oberflächen, die auf externe Reize reagieren. Sie reparieren sich z.B. bei Kratzern und Abnutzungserscheinungen selbst, wehren Bakterien und Viren ab oder verändern sich je nach Temperatur oder Lichteinwirkung. Die Technologien bieten Zusatznutzen wie höhere Leistung, längere Produktlebensdauer oder geringere Wartungskosten. Sie werden z.B. in der Auto-, Elektro- und Konsumgüterindustrie eingesetzt. Aufgrund des hohen Innovationspotentials sollten sich Fachkräfte in der Entwicklung von Lacken und Beschichtungen mit diesem Thema vertraut machen.

Interessen

Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um in diesem Studienberuf erfolgreich zu sein. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an organisatorisch-prüfenden Tätigkeitenz.B. Überwachen des Fertigungsprozessesz.B. Eintragen der Messergebnisse in eine Datenbankz.B. Überprüfen der Qualität der EndprodukteInteresse an theoretisch-abstrakten Tätigkeitenz.B. Analysieren von Farbprobenz.B. Entwickeln eines wirksamen und umweltverträglichen BeschichtungsstoffsInteresse an praktisch-konkreten Tätigkeitenz.B. Abwiegen der Zutaten für die Farb- bzw. Lackproduktion

Arbeitsorte

Ingenieure und Ingenieurinnen für Farben und Lacke arbeiten in erster Liniein Büro- und Besprechungsräumenin Laborsin Produktionshallenim Freien zu Begutachtungen im Bauten- und KorrosionsschutzDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:ArbeitsvorbereitungBeschichtungstechnikBetriebsmitteleinsatz planenChemische Untersuchungs- und MessverfahrenEntwicklungFarben-, LacktechnikFarbenchemie, LackchemieFertigungstechnikKalkulationKorrosionsschutzPolymer-, KunststoffchemieWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:Anorganische ChemieBetriebswirtschaftslehreChemische VerfahrenstechnikCIM-Systeme anwendenComputer-Aided Manufacturing - CAMFertigungs-, AuftragssteuerungForschungLaborarbeiten, LabortechnikLehrtätigkeit (Hochschule)Mess-, Steuer-, Regeltechnik (MSR)MesstechnikOberflächentechnikOrganische ChemiePhysikalische ChemieProduktmanagementProzessleittechnikQualitätsmanagementVertriebWerkstofftechnik

Digitalisierung

Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Ingenieure und Ingenieurinnen für Farben und Lacke ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:3-D-Laserscanning (z.B. automatisierte Lackiersysteme entwickeln, die Objekte vor der Lackierung dreidimensional vermessen)3-D-Simulation (z.B. Verfahren für die Farb- und Lackherstellung simulieren, um die Produkte virtuell auf ihr Verhalten zu testen)Aktorik (z.B. Aktoren in Produktionsanlagen einplanen)Apps für Überwachung der Produktionsprozesse (z.B. vernetzte Produktionssysteme überwachen)Augmented Reality Operation (z.B. an der Entwicklung von Maschinenwartungsprogrammen für Augmented Reality Operations mitarbeiten)Collaborative Robots - Cobots (z.B. Cobots für den Einsatz in der Produktion und Fertigung entwickeln und optimiere)Color Reader (z.B. Farbechtheit eines Lacks durch optischen Vergleich prüfen)Computer-Aided Manufacturing - CAM (z.B. Regel- und Steuerungsprogramme für Produktionsanlagen erstellen)Digitaler Zwilling (z.B. Produktionsabläufe mithilfe eines virtuellen Abbilds optimieren)Dokumentenmanagementsysteme - DMS (z.B. Referenzen für Farben dokumentieren und digital verwalten)Embedded Systems (z.B. eingebettete Systeme von Produktionsanlagen prüfen und weiterentwickeln)Industrieroboter (z.B. Industrieroboter in Produktionsprozesse einplanen)IoT-Plattformen (z.B. Produktionsanlagen ü...

Arbeitssituation

Ingenieure und Ingenieurinnen für Farben und Lacke übernehmen eigenverantwortlich technische, organisatorische oder betriebswirtschaftliche Aufgaben bei der Entwicklung und Herstellung von Lacken sowie von Anlagen für die Lackherstellung. Dazu benötigen sie eine sorgfältige Arbeitsweise, technisches Verständnis, analytisches und betriebswirtschaftliches Denken. Wenn sie ein Team führen, motivieren sie ihre Mitarbeiter/innen und koordinieren deren Zusammenarbeit. Dabei sind kommunikative Fähigkeiten und Durchsetzungsvermögen erforderlich, im Kundengespräch Verhandlungsgeschick. Bei Tätigkeiten im Vertrieb sind Ingenieure und Ingenieurinnen für Farben und Lacke viel unterwegs, auch im Ausland.Sie arbeiten mit technischen Maschinen und Anlagen, z.B. mit Fertigungsanlagen zur Farbenherstellung. Im Büro erstellen sie am Computer z.B. Angebote oder entwerfen Konstruktionszeichnungen für Maschinen. Wenn sie in der Lackfertigung Produktionsprozesse überwachen oder im Labor Farbproben analysieren, tragen sie z.T. Schutzkleidung wie Laborkittel, Schutzbrille oder Schutzhandschuhe. Sie kommen mit Chemikalien in Kontakt; Gerüche und Ausdünstungen von Farben und Lacken liegen in der Luft. Wenn Störungen an Produktionsanlagen zu beheben sind, müssen Ingenieure und Ingenieurinnen für Farben und Lacke rasch und entschieden reagieren. Bei überwachenden Tätigkeiten in der Fertigung richtet sich ihre Arbeitszeit nach den Produktionsrhythmen des jeweiligen Betriebs, sodass auch Schichtarbeit anf...

Existenzgründung

Ingenieure und Ingenieurinnen für Farben und Lacke können z.B. in folgenden Bereichen freiberuflich arbeiten:mit einem eigenen Betrieb für den Vertrieb von Farben, Lacken und Produkten für KorrosionsschutzNach Eintragung in die Handwerksrolle können sie z.B. auch einen eigenen Betrieb im Maler- und Lackiererhandwerk gründen. Informationen zur Existenzgründung z.B. durch:Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI)

Verdienst/Einkommen

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 5.424 € bis 6.439 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Branchen im Einzelnen

Farben, LackeHerstellung von Anstrichmitteln, Druckfarben und KittenChemieHerstellung von Farbstoffen und PigmentenHerstellung von sonstigen chemischen Erzeugnissen a. n. g., z.B. Bautenschutzmittel, KorrosionsschutzMaschinenbau, WerkzeugbauHerstellung von nicht wirtschaftszweigspezifischen Maschinen, z.B. Qualitätssicherung Lackierung und AnstrichHerstellung von Maschinen für sonstige bestimmte Wirtschaftszweige, z.B. Qualitätssicherung Lackierung und AnstrichHerstellung von Werkzeugmaschinen, z.B. Qualitätssicherung Lackierung und AnstrichHerstellung von sonstigen nicht wirtschaftszweigspezifischen Maschinen, z.B. Qualitätssicherung Lackierung und AnstrichSonstige Dienstleistungen für Unternehmen und PrivathaushalteAlle anderen Tätigkeiten typischerweise freiberuflicher, wissenschaftlicher oder technischer Art a. n. g. (ohne Künstler- und Modelagenturen), z.B. Beratung zu Farb- und LacktechnikVerwertungsgesellschaften zur Wahrnehmung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten, z.B. Beantragen von Schutzrechten für neue Lack- und BeschichtungssystemeErbringung sonstiger Vermittlungs- und Vermarktungsdienstleistungen für Patente, z.B. Beantragen von Patenten für neue Lack- und BeschichtungssystemeTechnische, physikalische, chemische UntersuchungTechnische, physikalische und chemische Untersuchung, z.B. Sachverständige im Bauten- und KorrosionsschutzNatur-, Ingenieur-, Agrarwissenschaften und MedizinSonstige Forschung und Entwicklung im Bereich Natur-, Ingenieur-, Agrarwi...

Zugang zur Tätigkeit

Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Chemieingenieurwesen.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Zugangsstudienfächer

Chemieingenieurwesen (grundständig)Chemieingenieurwesen (weiterführend)

Arbeitsbereiche/Branchen

Ingenieure und Ingenieurinnen für Farben und Lacke finden Beschäftigung z.B.in Betrieben der Farben- und Lackindustrie, bei Herstellern von Lackrohstoffenin Betrieben des Maschinen- und Anlagenbaus von Lack- und Anstrichmittelnim Bereich der Anwendungs- und Oberflächentechnik in Industrie und Handwerkim Sachverständigenwesen für Korrosions- und Bautenschutz

Tätigkeitsbezeichnungen

Ingenieur/in - Farben, LackeAuch übliche Berufsbezeichnung/SynonymLackingenieur/inAbweichende Berufsbezeichnung der ehemaligen DDRDiplom Ingenieur (Uni)/ Diplom Ingenieurin (Uni) - Fachrichtung Chemische TechnikBerufsbezeichnung in englischer SpracheChemical engineer (m/f)Berufsbezeichnungen in französischer SpracheIngénieur/Ingénieure chimisteIngénieur/Ingénieure chimiste - peinture

Sonstige Zugangsbedingungen

Hinweis zum Führen von Berufsbezeichnungen:Die Bezeichnung "Ingenieur" bzw. "Ingenieurin" ist geschützt. Um den gesetzlich geschützten Titel "Beratender Ingenieur" bzw. "Beratende Ingenieurin" führen zu können, sind mehrjährige Fachpraxis, die Mitgliedschaft in einer Länderingenieurkammer und die Eintragung in die dortige Liste der Beratenden Ingenieure und Ingenieurinnen Voraussetzung.

Arbeits- und Sozialverhalten

Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. Bereitschaft, bei Arbeitsengpässen zusätzliche, fachlich anspruchsvolle Labor- und Prüftätigkeiten tatkräftig und engagiert zu übernehmen)Durchhaltevermögen / Zielstrebigkeit (z.B. trotz Rückschlägen beharrlich an der Entwicklung neuer Anstrichmittel, Farben und Lacke arbeiten)Sorgfalt (z.B. fehlerfreies Planen und Durchführen von Versuchen im Labor)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Planen, Steuern und Überwachen von Fertigungs- und Produktionsprozessen)Kreativität (z.B. Einfallsreichtum bei der Entwicklung neuer Farben und Lacke)Lernbereitschaft (z.B. sich auf dem Laufenden halten über neue Entwicklungen im Bereich der Beschichtungstechnik)

Die Tätigkeit im Überblick

Ingenieure und Ingenieurinnen für Farben und Lacke entwickeln Anstrichmittel, Farben und Lacke aus unterschiedlichen Rohstoffen. Sie steuern und kontrollieren Produktionsprozesse, optimieren Applikationstechniken und verbessern Eigenschaften und Qualität vorhandener Produkte.

Stellen- und Bewerberbörsen

Analytik-NewsBIngK BundesingenieurkammerChemie.de Karriereget in (Engineering)ingenieur.deingenieur1.deIngenieurcenter DeutschlandingenieurwebJustEngineersNet

Verbände und Organisationen

Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI)Bundesarbeitgeberverband Chemie e.V. (BAVC)Bundesingenieurkammer (BIngK) Bundesgemeinschaft der Ingenieure e.V.Bundesverband Farbe Gestaltung BautenschutzDeutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)IGBCE - Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und EnergieVerband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V. (VdL)Verband der Ingenieure des Lack- und Farbenfaches e.V. (VILF)Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI)

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

Verantwortung für Personen (z.B. Mitarbeitende anleiten und führen)Kundenkontakt (z.B. Kunden/Kundinnen in anwendungstechnischer Hinsicht beraten)häufige Abwesenheit vom Wohnort (z.B. in der technischen Kundenberatung)Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. Fertigungsanlagen)Bildschirmarbeit (z.B. Simulationen und Recherchen durchführen)Tragen von Schutzkleidung, -ausrüstung (z.B. Laborkittel, Schutzbrille und Handschuhe tragen)Arbeit in Büroräumen (z.B. Ergebnisse auswerten und Daten präsentieren)Arbeit in Werkstätten, Werk-/Produktionshallen (z.B. Arbeitsprozesse in der Fertigung steuern)Arbeit im Labor (z.B. neue Farben und Lacke entwickeln und testen)Arbeit bei Rauch, Staub, Gasen, Dämpfen (z.B. gasförmige Chemikalien)Arbeit unter Geruchseinfluss (z.B. Lösungsmittel, Lacke)Umgang mit Chemikalien (unterschiedliche feste, flüssige und gasförmige Chemikalien)Unfallgefahr (z.B. beim Umgang mit Chemikalien)unregelmäßige Arbeitszeiten (z.B. bei der Fehlerbehebung und Instandhaltung von Anlagen)Schichtarbeit (bei überwachenden Tätigkeiten in der Fertigung: Arbeitszeit entsprechend den Produktionsrhythmen des Betriebes)

Berufliche Einsatzmöglichkeiten

Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:Einkauf, BeschaffungLeiter/Leiterin des EinkaufsEinkäufer/EinkäuferinLaboranalyseLaborleiter/LaborleiterinLager-, Materialwirtschaft, LogistikLeiter/Leiterin für LogistikLeiter/Leiterin - MaterialwirtschaftSupply-Chain-Manager/Supply-Chain-ManagerinLehrtätigkeit an HochschulenDozent/Dozentin an Hochschulen und AkademienStudiengangkoordinator/StudiengangkoordinatorinManagement, UnternehmensführungBetriebsleiter/Betriebsleiterin - technischProduktionsplanung, -steuerungArbeitsplanungsingenieur/ArbeitsplanungsingenieurinArbeitsvorbereiter/ArbeitsvorbereiterinLeiter/Leiterin in der ArbeitsvorbereitungLeiter/Leiterin in der Produktion und FertigungProduktionsingenieur/ProduktionsingenieurinQualitätssicherung, -managementLeiter/Leiterin im QualitätsmanagementQualitätsingenieur/QualitätsingenieurinQualitätsmanager/QualitätsmanagerinTechnisches Zeichnen, CAD, KonstruktionBerechnungsingenieur/BerechnungsingenieurinKonstruktionsingenieur/KonstruktionsingenieurinVerfahrens-, ProduktentwicklungApplication-Engineer/-Manager/inForschungs- und Entwicklungsingenieur/Forschungs- und EntwicklungsingenieurinLeiter/Leiterin in der Forschung und EntwicklungProduktentwickler/ProduktentwicklerinProduktingenieur/ProduktingenieurinProjektingenieur/ProjektingenieurinZulassungsbeauftragter/ZulassungsbeauftragteVertrieb, VerkaufLeiter/Leiterin - VertriebVertriebsingenieur/VertriebsingenieurinWartung, Instandhaltung, KundendienstBetriebsin...

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Materialien und Hilfsstoffe, z.B.: Farben, Lacke, Farbpigmente, Beschichtungsstoffe, Klebstoffe, LösungsmittelTechnische Anlagen und Geräte, z.B.: Produktionsanlagen für Farben, Lacke oder Farbpigmente, Recycling- und Ultrafiltrationsanlagen, Wasser- und Pulverlackiersysteme (für die Herstellung von Umweltlacken), Oberflächenbeschichtungsgeräte, Mess- und Diagnosegeräte, LaborgeräteUnterlagen, z.B.: Planungs- und Stücklisten, Arbeitsablauf-, Maschinenbelegungs-, Material- und Terminpläne, Versuchs- und Prüfdokumentationen, Qualitätsrichtlinien, Kalkulationsunterlagen, Rechtsvorschriften (z.B. Arbeits- und Umweltschutzvorschriften)Büroausstattung, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Ingenieure und Ingenieurinnen für Farben und Lacke sind vor allem in Entwicklung und Herstellung tätig. Sie analysieren Farb- und Lackrohstoffe und beurteilen deren Gebrauchswert, entwickeln und verbessern Verfahren für die Farb- und Lackherstellung bis zur Produktionsreife neuentwickelter Stoffe. Sie steuern und überwachen die Fertigung, erarbeiten die Qualitätsrichtlinien und setzen sie um. Außerdem können sie im Kundenservice, in der Anwendungsberatung, in Einkauf und Beschaffung und im technischen Vertrieb tätig sein.

Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Chemie, Verfahrenstechnik, Forschung und Entwicklung oder Projektmanagement).Darüber hinaus kann sich der Trend, sich selbst reparierende Beschichtungen zu realisieren, zu einem wichtigen Weiterbildungsthema für Ingenieure und Ingenieurinnen für Farben und Lacke entwickeln. Der Einsatz smarter Lackierzellen, die in kleinen Losgrößen Objekte voll automatisiert lackieren, bietet ebenso Weiterbildungspotenzial.

Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Aufstiegsweiterbildung, speziell konzipiert für Hochschulabsolventen, baut auf vorhandenen Qualifikationen auf. Sie bietet die Möglichkeit, das Kompetenzprofil zu erweitern und Karrierechancen auszubauen (z.B. durch eine Weiterbildung als REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering).Bachelorabsolventen können ihre Berufs- und Karrierechancen durch ein weiterführendes Studium ausbauen, z.B. im Studienfach Chemieingenieurwesen, Wirtschaftschemie oder Verfahrenstechnik.Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

Entwicklung und Optimierungzweckmäßige, praktische, wirtschaftliche und umweltverträgliche Lösungen auf ingenieurwissenschaftlicher Basis und unter Einbeziehung der neuesten technischen Erkenntnisse im Bereich Farben und Lacke erarbeitenneue Farben und Lacke für Holz-, Bauten- und Korrosionsschutz entwickeln und testendie Zusammensetzung von bereits auf dem Markt befindlichen Produkten analysieren und optimierenProdukte (Farben und Lacke) und chemisch-technische Verfahren analysieren, z.B. in Hinblick auf Umweltverträglichkeit oder WirtschaftlichkeitFertigungsmaschinen, -anlagen und -geräte projektieren, entwickeln, konstruieren und erproben Produktionbei der Überführung von neu entwickelten Farben, Lackgemischen und Anstrichen in die Produktion mitwirkenArbeitsprozesse in der Fertigung planen, steuern und optimierenQualitätssicherungsmaßnahmen durchsetzen, die Qualität von Rohstoffen und Produkten kontrollierenKosten- und Verbrauchszahlen ermittelnKundenberatung, Marketing und VertriebKunden in anwendungstechnischer Hinsicht beratenggf. bei der Markteinführung neuer Produkte mitwirken, Marktanalysen beauftragen und auswerten, bei Marketingmaßnahmen mitwirken, Angebote erstellen und Verträge abschließenWeitere AufgabenSachverständigenaufgaben z.B. für Gewerbeaufsichtsämter, technische Überwachungsvereine, Umweltschutzbehörden und Unternehmen in Fragen wie Bauten- und Korrosionsschutz oder Entsorgung von Lacken übernehmenKunden hinsichtlich der farbtechnischen Gestaltung z.B....

Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)

Folgende weitere Beschäftigungsalternativen bieten sich für den Beruf Ingenieur/in für Farben und Lacke an:Tätigkeitsfeld Verfahrens-, ProduktentwicklungIngenieur/Ingenieurin für VerfahrenstechnikIngenieur/Ingenieurin für KunststofftechnikIngenieur/Ingenieurin für MaterialwissenschaftenIngenieur/Ingenieurin für WerkstofftechnikWirtschaftsingenieur/WirtschaftsingenieurinGemeinsamkeiten:Führungsaufgaben bei der Entwicklung von Werkstoffen und deren Herstellungsverfahren übernehmentechnische Berechnungen durchführenKonstruktionsunterlagen erstellenHinweis: Die genannten Jobalternativen erfordern ggf. eine längere Einarbeitung oder eine Zusatzausbildung.

Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)

Worum geht es?Ingenieure und Ingenieurinnen für Farben und Lacke entwickeln Anstrichmittel, Farben und Lacke aus unterschiedlichen Rohstoffen. Sie steuern und kontrollieren Produktionsprozesse, optimieren Applikationstechniken und verbessern Eigenschaften und Qualität vorhandener Produkte.EntwicklungIngenieure und Ingenieurinnen für Farben und Lacke arbeiten daran, Beschichtungsstoffe noch wirksamer und gleichzeitig umweltverträglicher zu machen. Dafür analysieren sie im Labor die Zusammensetzung von Lacken und Farben und erproben in Versuchsreihen, ob andere Kombinationen oder der Einsatz neuer Zusatzstoffe eine Mischung verbessern. Sie testen auch, ob und wie Farbmittel mit dem Untergrund reagieren, ob beispielsweise bestimmte Zusammensetzungen Holz- oder Steinoberflächen angreifen oder sich harmonisch verbinden. Die Themen Multifunktionalität und Nachhaltigkeit von Anstrich- und Beschichtungsstoffen, z.B. durch biobasierte Grundstoffe, gehören zum Entwicklungsspektrum.Weitere Themengebiete sind die möglichst lange Haltbarkeit von Anstrichen z.B. im Korrosionsschutz, insbesondere aber auch die möglichst einfache, zeit- und kostensparende Verarbeitung durch verbesserte Maschinen und Anlagen. Wo früher für einen Schutzanstrich ein Rostumwandler, eine Grundierung und mehrere Anstriche nötig waren, genügt heute oft ein einziger Anstrich mit einer Farbe, die mehrere Eigenschaften in sich vereint.ProduktionIngenieure und Ingenieurinnen für Farben und Lacke planen, überwachen und...

Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten

Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt.Fähigkeitennumerisches (rechnerisches) Denken (z.B. Ermitteln von Kennzahlen wie Arbeitszeiten, Arbeits- und Materialkosten, Maschinenlaufzeiten und Material- und Energieverbrauch bei der Herstellung von Lacken sowie von Anlagen für die Lackherstellung)Technisches Verständnis (z.B. Überwachen und Bewerten technischer Produktionsprozesse bei der Fertigung von Farben, Lackgemischen und Anstrichen)Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Planen und Steuern der Arbeitsprozesse zur Farben- und Lackherstellung bzw. -verarbeitung)Kenntnisse und FertigkeitenRechenfertigkeiten (z.B. Berechnen von Stoffmengen zur Herstellung von Farben)

Rechtliche Regelungen für die Tätigkeit

Ingenieurrecht der einzelnen Bundesländer Die Länderregelungen orientieren sich am Musteringenieur(kammer)gesetz (Stand: 18.11.2003, beschlossen von der Wirtschaftsministerkonferenz am 10./11.12.2003), geändert durch Beschluss der Wirtschaftsministerkonferenz vom 26./27.06.2018Gesetz zur Ordnung des Handwerks (Handwerksordnung) in der Fassung der Bekanntmachung vom 24.09.1998 (BGBl. I S. 3074; 2006 I S. 2095), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 03.04.2025 (BGBl. 2025 I Nr. 106)Verordnung über die Anerkennung von Prüfungen für die Eintragung in die Handwerksrolle (HwREintrV) vom 29.06.2005 (BGBl. I S. 1935), geändert durch Artikel 105 des Gesetzes vom 29.03.2017 (BGBl. I S. 626)Gleichwertigkeit ausländischer BerufsqualifikationenRichtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen vom 30.09.2005 (ABl. EU L 255, S. 22), zuletzt geändert durch Delegierten Beschluss (EU) 2025/2187 vom 30.07.2025 (ABl. EU L 2187, S. 1)

Charakteristische körperliche Anforderungen

Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. neue Fertigungsmaschinen und -geräte erproben)Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. Lackproben mit empfindlichen Laborgeräten untersuchen)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. am Bildschirm Ergebnisse auswerten oder Simulationen durchführen)Farbsehvermögen (z.B. den Farbeindruck einer neuen Farbrezeptur beurteilen)Räumliches Sehvermögen (z.B. Fertigungsmaschinen, -anlagen und -geräte konstruieren und erproben)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. Fragen von Architekten und Architektinnen zu Gestaltungsvorschlägen verstehen)Gesunde, widerstandsfähige Haut an Händen und Armen (z.B. mit Farben, Lacken, Lösungs- und Reinigungsmittel hantieren)Gesunde Atemwege und Lunge (z.B. unter Einwirkung von Farb- und Lösungsmitteldämpfen arbeiten)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Ingenieur/in für Farben und Lacke an:Job- und Besetzungsalternativenin angrenzenden Berufen:Ingenieur/Ingenieurin für Chemietechnikmit niedrigerem Qualifikationsniveau:Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Farb- und Lacktechnik Schwerpunkt Anwendungs- und BetriebstechnikStaatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Farb- und Lacktechnik Schwerpunkt BetriebswirtschaftStaatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Farb- und Lacktechnik Schwerpunkt Gestaltung/Bachelor Professional in TechnikStaatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Farb- und Lacktechnik Schwerpunkt industrielle Beschichtungstechnik/Bachelor Professional in TechnikStaatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Farb- und Lacktechnik (ohne Schwerpunkt)/B...

Anerkennung von ausländischen Qualifikationen

Die Tätigkeit unter der Bezeichnung "Ingenieur/in" oder "Beratende/r Ingenieur/in" ist gemäß den landesrechtlichen Ingenieurkammergesetzen reglementiert.Um auf dem deutschen Arbeitsmarkt tätig zu werden, ist für Ingenieure und Ingenieurinnen mit ausländischer Berufsqualifikation grundsätzlich keine berufliche Anerkennung erforderlich. Ohne Gleichwertigkeitsbescheinigung darf jedoch nicht die Berufsbezeichnung "Ingenieur/in" oder "Beratende/r Ingenieur/in" geführt werden.Hierfür muss die Gleichwertigkeit der ausländischen Berufsqualifikationen mit dem deutschen Abschluss durch die zuständige Stelle festgestellt werden.Zuständige Stellen sind z.B. Länderingenieurkammern, Regierungspräsidien oder Bezirksregierungen. Bei der Suche nach der zuständigen Stelle für die berufliche Anerkennung helfen der Anerkennungs-Finder und die Fachstelle Beratung und Qualifizierung des IQ-Netzwerks weiter.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte

Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen

Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Eingeschränkte Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. neue Fertigungsmaschinen und -geräte erproben)Eingeschränkte Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. Lackproben mit empfindlichen Laborgeräten untersuchen)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. am Bildschirm Ergebnisse auswerten oder Simulationen durchführen)Farbsinnstörungen (z.B. den Farbeindruck einer neuen Farbrezeptur beurteilen)Fehlendes/gestörtes räumliches Sehvermögen (z.B. Fertigungsmaschinen, -anlagen und -geräte konstruieren und erproben)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. Fragen von Architekten und Architektinnen zu Gestaltungsvorschlägen verstehen)Chronische oder allergische Hauterkrankungen oder mangelnde Widerstandsfähigkeit der Haut an Händen und Armen (z.B. mit Farben, Lacken, Lösungs- und Reinigungsmittel hantieren)Chronische oder allergische Atemwegs- und Lungenerkrankungen (z.B. unter Einwirkung von Farb- und Lösungsmitteldämpfen arbeiten)Stoffwechselkrankheiten (z.B. Schichtarbeit bei überwachenden Tätigkeiten in der Fertigung)Chronische Magen- oder Darmleiden (z.B. Schichtarbeit bei überwachenden Tätigkeiten in der Fe...

Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)

Folgende weitere Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Ingenieur/in für Farben und Lacke an:Tätigkeitsfeld Verfahrens-, ProduktentwicklungIngenieur/Ingenieurin für KunststofftechnikIngenieur/Ingenieurin für VerfahrenstechnikGemeinsamkeiten:Führungsaufgaben bei der Entwicklung von Werkstoffen und deren Herstellungsverfahren übernehmentechnische Berechnungen durchführenKonstruktionsunterlagen erstellenHinweis: Die genannten Besetzungsalternativen erfordern ggf. eine Einarbeitung, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Ingenieur/Ingenieurin für Farben, Lacke

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Ingenieur/Ingenieurin für Farben, Lacke in Deutschland?

In Deutschland entwickeln Lack- und Farbeningenieure Lacke, Farben und Beschichtungsmaterialien aus verschiedenen Rohstoffen. Diese Ingenieure leiten und steuern Produktionsprozesse, optimieren Anwendungstechniken und arbeiten an der Verbesserung der Eigenschaften und Qualität bestehender Produkte. Sie sind typischerweise in den Bereichen Forschung und Entwicklung (F&E) sowie Produktion tätig; sie analysieren Lack- und Farbrohstoffe, bewerten deren Verwendbarkeit und entwickeln Produktionsprozesse bis zur Serienreife neuer Produkte. Des Weiteren planen, leiten und optimieren sie den Produktionsablauf und definieren und implementieren Standards zur Qualitätssicherung. Sie können auch wichtige Rollen in verschiedenen Abteilungen wie Kundenservice, technischer Beratung, Einkauf, Logistik und technischem Vertrieb übernehmen.

Ist Ingenieur/Ingenieurin für Farben, Lacke eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Ingenieur/Ingenieurin für Farben, Lacke" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Ingenieur/Ingenieurin für Farben, Lacke qualifiziert werden?

Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Chemieingenieurwesen.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Wo arbeiten Ingenieur/Ingenieurin für Farben, Lacke in Deutschland typischerweise?

Ingenieure und Ingenieurinnen für Farben und Lacke arbeiten in erster Liniein Büro- und Besprechungsräumenin Laborsin Produktionshallenim Freien zu Begutachtungen im Bauten- und KorrosionsschutzDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Wie hoch ist das typische Gehalt für Ingenieur/Ingenieurin für Farben, Lacke in Deutschland?

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 5.424 € bis 6.439 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Erhalte den wöchentlichen Deutschland-Guide in dein Postfach

Neue Blogbeiträge, Bewerbungsfristen, Stipendienankündigungen. Kein Spam, du kannst dich jederzeit abmelden.

Wöchentlicher Deutschland-Ratgeber — 1–2 E-Mails/Woche, kein Spam.

Wöchentlicher Deutschland-Leitfaden in deinem Posteingang

Kein Spam. Jederzeit abbestellen.