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Ingenieur/Ingenieurin für Druck- und Medientechnik

Ingenieur/in - Druck- und Medientechnik

Grundberuf Ingenieurwissenschaften KldB B 23414

Was ist Ingenieur/Ingenieurin für Druck- und Medientechnik?

Ingenieure für Druck- und Medientechnik in Deutschland gestalten die Prozesse der Informationsaufbereitung und -präsentation auf Basis verschiedener Technologien, optimieren die Produktion von gedruckten und digitalen Medien und übernehmen sowohl technische als auch kaufmännische Aufgaben,

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Ingenieurwissenschaften →

Der Beruf Ingenieur/Ingenieurin für Druck- und Medientechnik in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften:

Detaillierte Informationen

▶ Medien

3Druck.com - Das Magazin für 3D-DrucktechnologienDeutscher DruckerDruck & MedienDruckspiegelForschung im Ingenieurwesen. Engineering Researchingenieur.demediencommunityPaperazzoprint.dethink ING. Netzwerk für Schüler und StudierendeVDI nachrichtenWorld of Print

▶ Trends

Druckindustrie 4.0Druckereien sind künftig bereits bei der Datenübernahme über die Cloud mit Kunden und Kundinnen verbunden. Der Druckprozess verläuft softwaregesteuert. Assistenzsysteme lesen Informationen aus und organisieren Aufgaben selbstständig. Die Fachkräfte kontrollieren die Arbeitsgänge der Maschinen in Echtzeit und greifen nur dann ein, wenn es nötig ist. Die technischen Lösungen entlasten Fachkräfte von Routineaufgaben, wodurch sich ihre Rolle ändert: Aus den Ausführenden werden Prozessmanager bzw. Prozessmanagerinnen.Leasing von kollaborativen Robotern (Cobots)Kollaborative Roboter (Cobots) unterstützen Fachkräfte in der Industrie und verbessern durch Automatisierung sowohl die Produktionsgeschwindigkeit als auch die Qualität. Ihre Anschaffung kann jedoch hohe Kosten verursachen, besonders für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Leasing-Modelle schaffen hier Abhilfe, da sie die Einstiegskosten senken und den Zugang zur Technologie erleichtern. Immer mehr Anbieter reagieren mit entsprechenden Angeboten auf das wachsende Interesse. Führungskräfte in der Industrie prüfen daher zunehmend die Optionen für Cobot-Leasing.

▶ Interessen

Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um in diesem Studienberuf erfolgreich zu sein. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an organisatorisch-prüfenden Tätigkeitenz.B. Überprüfen bedruckter und gefalzter Bögen vor der Bindungz.B. Testen der Palettierungsautomaten auf fehlerfreie Funktionalitätz.B. Überwachen der Inbetriebnahme der Falz- und BindeanlagenInteresse an theoretisch-abstrakten Tätigkeitenz.B. Analysieren der Produktionsabläufe in der Druckereiz.B. Entwickeln optimierter ArbeitsverfahrenInteresse an praktisch-konkreten Tätigkeitenz.B. Wahrnehmen produktionstechnischer Aufgaben zur Herstellung von Print-Medien

▶ Arbeitsorte

Ingenieure und Ingenieurinnen der Druck- und Medientechnik arbeiten in erster Liniein Büroräumen in Produktionsräumen und -hallenin Aufnahmestudiosin BesprechungsräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

▶ Kompetenzen

Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:ArbeitsvorbereitungBetriebsmitteleinsatz planenDrucktechnikDruckvorstufeDruckweiterverarbeitungEntwicklungReprotechnik, ReprografieWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:Autonomes DruckenBildbearbeitung, digitalComputeranimationDigital-Asset-Management - DAMDigitaldruckDTP-Anwendungen einsetzenFertigungs-, AuftragssteuerungFertigungstechnikForschungKalkulationLehrtätigkeit (Hochschule)MaschinentechnikMediendesignMedientechnikMess-, Steuer-, Regeltechnik (MSR)Multimedia-KonzeptionProduktmanagementQualitätsmanagementScreendesignTypografie, SchriftgestaltungWeitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:Kompetenzgruppe "Grafik-, Bildbearbeitungs-, DTP-, Multimediasoftware"

▶ Digitalisierung

Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Ingenieure und Ingenieurinnen der Druck- und Medientechnik ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:3-D-Simulation (z.B. neue Herstellungs- und Verarbeitungsverfahren simulieren, um Produktionsprozesse zu optimieren)Apps für Überwachung der Produktionsprozesse (z.B. vernetzte Produktionssysteme überwachen)Augmented Reality Operation (z.B. an der Entwicklung von Maschinenwartungsprogrammen für Augmented Reality Operations mitarbeiten)Automatische optische Inspektion - AOI (z.B. optische Prüfsysteme für die Qualitätssicherung von Printprodukten entwickeln)Autonomes Drucken (z.B. an der Entwicklung von vollautomatisierten und intelligenten Druckmaschinen mitwirken, die selbstständig Druckvorgänge starten und autonom darüber entscheiden, wann die vordefinierten Qualitätsparamater erreicht sind)Collaborative Robots - Cobots (z.B. Cobots in Fertigungsprozesse einplanen)Color Reader (z.B. Farben für Plakate ermitteln; Farbtonvergleich zur Qualitätssicherung durchführen)Computer-Aided Manufacturing - CAM (z.B. Regel- und Steuerungsprogramme für Produktionsanlagen erstellen)Digital-Asset-Management - DAM (z.B. Druckvorlagen und Grafiken aus DAM-Systemen abrufen, um Medienprodukte zu erstellen)Digitaler Zwilling (z.B. Produktionsabläufe mithilfe eines virtuellen Abbilds optimieren)Dokumentenmanagementsys...

▶ Arbeitssituation

Ingenieure und Ingenieurinnen der Druck- und Medientechnik übernehmen eigenverantwortlich technische, organisatorische oder betriebswirtschaftliche Aufgaben an der Schnittstelle von Produktion und Betriebswirtschaft in Betrieben der Druck- und Medienindustrie. Dazu benötigen sie eine sorgfältige Arbeitsweise, technisches Verständnis, analytisches und betriebswirtschaftliches Denken. Wenn sie ein Team führen, motivieren sie ihre Mitarbeiter/innen und koordinieren deren Zusammenarbeit. Dabei sind kommunikative Fähigkeiten und Durchsetzungsvermögen erforderlich, im Kundengespräch und bei der Neukundengewinnung Verhandlungsgeschick. Bei Tätigkeiten im Vertrieb sind sie viel unterwegs, auch im Ausland. Häufig sind Ingenieure und Ingenieurinnen der Druck- und Medientechnik im Büro am Computer tätig, z.B. wenn sie Fertigungsabläufe konzipieren oder Angebote erstellen. Sie kontrollieren und optimieren technische Maschinen und Anlagen, z.B. Tiefdruck-, Rollen- oder Bogenoffsetmaschinen. Wenn Störungen an Produktionsanlagen zu beheben sind, müssen die Ingenieure und Ingenieurinnen rasch und entschieden reagieren. Bei überwachenden Tätigkeiten in der Fertigung richtet sich ihre Arbeitszeit nach den Produktionsrhythmen des jeweiligen Betriebs, sodass auch Schichtarbeit anfallen kann.

▶ Existenzgründung

Ingenieure und Ingenieurinnen der Druck- und Medientechnik können z.B. in folgenden Bereichen freiberuflich arbeiten:mit einem eigenen Druckereibetriebmit einem eigenen Betrieb der Satz- und/oder ReproduktionstechnikInformationen zur Existenzgründung z.B. durch:Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI)

▶ Verdienst/Einkommen

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 4.335 € bis 4.889 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

▶ Branchen im Einzelnen

VerlageVerlegen von Büchern und Zeitungen sowie sonstiges Verlagswesen, ohne Software, z.B. MultimediaproduktionenDruck, Druckweiterverarbeitung, Medienvorstufe, -produktionDrucken von ZeitungenDruck- und MedienvorstufeSonstiges DruckenBinden von Druckerzeugnissen und damit verbundene DienstleistungenSoftwareentwicklung, -bereitstellungProgrammierungstätigkeiten a. n. g., z.B. Entwicklung web-basierter Datenbanken, E-Commerce-AngeboteOnline-Bereitstellung von SoftwareVerlegen von Software, z.B. VertriebIT-DienstleistungenDatenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten, z.B. InternetservicesWerbungTätigkeiten von WerbeagenturenVermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und WerbeflächenPapierverarbeitung, VerpackungsmittelherstellungHerstellung von Wellpapier und -pappe sowie von Verpackungsmitteln aus Papier, Karton und PappeFilm-, Video-, AudioproduktionHerstellung von sonstigen Videofilmen, von Filmen und FernsehprogrammenHerstellung von VlogsHerstellung von Tonaufnahmen (Tonstudios)Nachbearbeitung und sonstige FilmtechnikHörfunk, Fernsehen, sonstige MedienverbreitungHörfunkveranstalter und Verbreitung von AudioinhaltenFernsehveranstalter und Verbreitung von VideoinhaltenPublizistikSonstige Verbreitung von Medieninhalten a. n. g.AutomatisierungstechnikHerstellung von elektrischen Mess-, Kontroll-, Navigations- u. ä. Instrumenten und VorrichtungenMaschinenbau, WerkzeugbauInstallation von Industriemaschinen und -ausrüstungen, insbesondere für die Grafik- und Druck...

▶ Zugang zur Tätigkeit

Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Druck- und Medientechnik.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

▶ Zugangsstudienfächer

Druck-, Medientechnik (grundständig)Druck-, Medientechnik (weiterführend)

▶ Arbeitsbereiche/Branchen

Ingenieure und Ingenieurinnen der Druck- und Medientechnik finden Beschäftigung z.B.in Betrieben der Informations- und Kommunikationswirtschaft, z.B. in Verlagen und größeren Druckereienbei Softwarefirmen, PR- und Werbeagenturenbei Herstellern von Druckmaschinen oder Verpackungsmittelnbei öffentlich-rechtlichen und privaten Fernseh- und Hörfunksendern sowie bei Film- und Fernsehproduktionsfirmenin Ingenieurbüros für technische Fachplanung

▶ Tätigkeitsbezeichnungen

Ingenieur/in - Druck- und MedientechnikAuch übliche Berufsbezeichnung/SynonymDruckingenieur/inAbweichende Berufsbezeichnung der ehemaligen DDRDiplom Ingenieur (Uni)/ Diplom Ingenieurin (Uni) - Fachrichtung Polygraphische TechnikBerufsbezeichnung in englischer SpracheEngineer (m/f) - printing technology

▶ Sonstige Zugangsbedingungen

Hinweis zum Führen von Berufsbezeichnungen:Die Bezeichnung "Ingenieur" bzw. "Ingenieurin" ist geschützt. Um den gesetzlich geschützten Titel "Beratender Ingenieur" bzw. "Beratende Ingenieurin" führen zu können, sind mehrjährige Fachpraxis, die Mitgliedschaft in einer Länderingenieurkammer und die Eintragung in die dortige Liste der Beratenden Ingenieure und Ingenieurinnen Voraussetzung.

▶ Arbeits- und Sozialverhalten

Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. Bereitschaft, engagiert Fertigungsabläufe für Einmal- bzw. Sonderaufträge immer wieder neu zu planen und zu koordinieren)Durchhaltevermögen / Zielstrebigkeit (z.B. Durchführen von langwierigen Angebotsverhandlungen im Vertrieb von Print- und Online-Produkten)Sorgfalt (z.B. genaues Prüfen von Printerzeugnissen auf Übereinstimmung mit den festgelegten Qualitätsnormen)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Planen, Steuern und Überwachen von Fertigungs- und Produktionsprozessen)Kreativität (z.B. Einfallsreichtum bei der Entwicklung von Lösungen für die Medienproduktion)Lernbereitschaft (z.B. sich auf dem Laufenden halten über neue Entwicklungen und Technologien im Bereich Druck- und Medientechnik)

▶ Die Tätigkeit im Überblick

Ingenieure und Ingenieurinnen der Druck- und Medientechnik gestalten den Prozess der Informationsaufbereitung und -darstellung auf Basis verschiedener Technologien. Dabei optimieren sie die Produktion von Print- und digitalen Medien und übernehmen sowohl technische als auch kaufmännische Aufgaben.

▶ Stellen- und Bewerberbörsen

BIngK BundesingenieurkammerDruck & Medien - Stellenmarktget in (Engineering)HORIZONTJobsingenieur.deingenieur1.deingenieurwebJustEngineersNetKress Jobsmedien.jobsmedienjobs.chprint.de

▶ Verbände und Organisationen

Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse BG ETEMBundesingenieurkammer (BIngK) Bundesgemeinschaft der Ingenieure e.V.Bundesverb. Informationswirt., Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom)Bundesverband Druck und Medien e.V. (bvdm)Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschungver.di - Vereinte DienstleistungsgewerkschaftVerein Deutscher Druckingenieure e.V. (VDD)Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI)

▶ Arbeitsbedingungen im Einzelnen

Verantwortung für Personen (z.B. Mitarbeiter/innen anleiten und führen)Kundenkontakt (z.B. Kunden/Kundinnen beraten, betreuen und gewinnen)Bildschirmarbeit (z.B. Farbmanagement für Druckmaschinen kalibrieren)Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. Tiefdruck-, Rollen- oder Bogenoffsetmaschinen)Arbeit in Büroräumen (z.B. Termin- und Organisationspläne erstellen, Produktionsprozesse optimieren)Arbeit in Werkstätten, Werk-/Produktionshallen (bei der Druckvorbereitung)Arbeit unter Geruchseinfluss (z.B. Gerüche von Druckfarben)unregelmäßige Arbeitszeiten (z.B. bei der Fehlerbehebung und Instandhaltung von Anlagen)Schichtarbeit (bei überwachenden Tätigkeiten in der Fertigung: Arbeitszeit entsprechend den Produktionsrhythmen des Betriebes)

▶ Berufliche Einsatzmöglichkeiten

Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:Einkauf, BeschaffungEinkäufer/EinkäuferinLeiter/Leiterin des EinkaufsLager-, Materialwirtschaft, LogistikLeiter/Leiterin für LogistikLeiter/Leiterin - MaterialwirtschaftSupply-Chain-Manager/Supply-Chain-ManagerinLehrtätigkeit an HochschulenDozent/Dozentin an Hochschulen und AkademienStudiengangkoordinator/StudiengangkoordinatorinManagement, UnternehmensführungBetriebsleiter/Betriebsleiterin - technischProduktionsplanung, -steuerungArbeitsplanungsingenieur/ArbeitsplanungsingenieurinArbeitsvorbereiter/ArbeitsvorbereiterinLeiter/Leiterin in der ArbeitsvorbereitungLeiter/Leiterin in der Produktion und FertigungProduktionsingenieur/ProduktionsingenieurinQualitätssicherung, -managementLeiter/Leiterin im QualitätsmanagementQualitätsingenieur/QualitätsingenieurinLeiter/Leiterin in der QualitätssicherungQualitätsmanager/QualitätsmanagerinTechnisches Zeichnen, CAD, KonstruktionBerechnungsingenieur/BerechnungsingenieurinKonstruktionsingenieur/KonstruktionsingenieurinVerfahrens-, ProduktentwicklungApplication-Engineer/-Manager/inForschungs- und Entwicklungsingenieur/Forschungs- und EntwicklungsingenieurinLeiter/Leiterin in der Forschung und EntwicklungProduktentwickler/ProduktentwicklerinProduktingenieur/ProduktingenieurinProjektingenieur/ProjektingenieurinZulassungsbeauftragter/ZulassungsbeauftragteVertrieb, VerkaufLeiter/Leiterin - VertriebVertriebsingenieur/VertriebsingenieurinWartung, Instandhaltung, KundendienstBetrie...

▶ Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Unterlagen, z.B.: Personaleinsatzpläne, Marktanalysen, Qualitätsrichtlinien, technische Regelwerke, Termin- und Organisationspläne, Kalkulationsunterlagen, Angebote, Dokumentationen, Fachliteratur, Rechtsvorschriften,Büroausstattung und Software, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon, Beamer, DTP- und Layout-ProgrammeErzeugnisse, z.B.: Speichermedien, PrintprodukteAnlagen, z.B.: Falz- und Bindeanlagen, (Digital-)DruckmaschinenRoh- und Hilfsstoffe, z.B.: Papier, Bedruckstoffe, Druckfarben

▶ Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Ingenieure und Ingenieurinnen der Druck- und Medientechnik konzipieren, koordinieren und realisieren Print- und Medienprodukte. Oft übernehmen sie als Abteilungsleiter und Abteilungsleiterinnen Verantwortung in Bereichen wie Druckvorstufe, Druckverfahren, Computeranimation oder Videoclipherstellung. Sie planen und steuern Arbeitsabläufe, stellen die nötigen Betriebsmittel bereit und sichern die Produktqualität. Außerdem achten sie auf eine wirtschaftliche Produktion, indem sie Kosten und Budget im Blick behalten. Darüber hinaus beraten sie Kunden, entwickeln Konzepte und erstellen Kalkulationen sowie Angebote.

▶ Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Druckvorstufe, Drucktechnik, Mediengestaltung, Forschung und Entwicklung oder Projektmanagement).Darüber hinaus kann sich der Trend zur Druckindustrie 4.0 zu einem wichtigen Weiterbildungsthema für Ingenieure und Ingenieurinnen der Druck- und Medientechnik entwickeln.

▶ Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Aufstiegsweiterbildung, speziell konzipiert für Hochschulabsolventen, baut auf vorhandenen Qualifikationen auf. Sie bietet die Möglichkeit, das Kompetenzprofil zu erweitern und Karrierechancen auszubauen (z.B. durch eine Weiterbildung als REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering).Bachelorabsolventen können ihre Berufs- und Karrierechancen durch ein weiterführendes Studium ausbauen, z.B. im Studienfach Druck-, Medientechnik, Medienproduktion oder Medienwirtschaft, -management.Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

▶ Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

Entwicklung und Produktiontechnisch optimale Lösungen unter Beachtung werkstoff- und maschinentechnischer Kriterien erarbeitenproduktionstechnische Aufgaben zur Herstellung von Print- und AV-Medien wahrnehmenmultimediale und interaktive Online-Produktionsprozesse umsetzen, z.B. Web-to-print-Anwendungen, die das Erzeugen von Druckvorlagen online ermöglichenFertigungsabläufe in den verschiedenen Produktionsstufen der Druck- und Medienindustrie planen, organisieren, steuern, überwachen und leitenrationellere Arbeitsverfahren entwickelnProzessoptimierung und QualitätssicherungQualität von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen beurteilenMaterialflussanalysen erarbeiten, Produktionsabläufe analysierenbetriebliche Prozesse und Produktionstechniken unter technologischen und ökonomischen Gesichtspunkten bewerten Printproduktionen sowie elektronische Publikationsformen hinsichtlich der Qualität bewerten und ggf. verbessern Aufträge und Termine überwachenWartungs- und Reparaturarbeiten einleitenProduktqualität sicherstellen, Qualitätsstandards festlegen, Qualitätsvorschriften erstellenBetriebswirtschaft und KundenberatungInvestitionsentscheidungen vorbereitenKunden beraten und betreuen, Neukunden gewinnenAngebote und Konzepte für die Kunden ausarbeiten, dabei die Markensprache des Kunden beachtenMarkt- und Preisbeobachtungen durchführenKalkulationen erstellenForschung und Lehrean Forschungsvorhaben mitwirkenVorlesungen und Seminare vorbereiten bzw. abhalten, Unterricht nachbereiten, ggf. Prü...

▶ Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)

Folgende weitere Beschäftigungsalternativen bieten sich für den Beruf Ingenieur/in der Druck- und Medientechnik an:Tätigkeitsfeld Produktionsplanung, -steuerungIngenieur/Ingenieurin für PapiertechnikWirtschaftsingenieur/WirtschaftsingenieurinGemeinsamkeiten:Kenntnisse in der (Weiter-)Verarbeitung von Papier- und Druckerzeugnissen anwendenFertigungsabläufe planen, steuern und leitenHinweis: Die genannten Jobalternativen erfordern ggf. eine längere Einarbeitung oder eine Zusatzausbildung.

▶ Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)

Worum geht es?Ingenieure und Ingenieurinnen der Druck- und Medientechnik gestalten den Prozess der Informationsaufbereitung und -darstellung auf Basis verschiedener Technologien. Dabei optimieren sie die Produktion von Print- und digitalen Medien und übernehmen sowohl technische als auch kaufmännische Aufgaben.Produktionsprozesse planen, überwachen und optimierenDie Ingenieure und Ingenieurinnen sind für die Planung, Arbeitsvorbereitung, Disposition, Fertigungsüberwachung und -steuerung verantwortlich. Sie erstellen Termin- und Organisationspläne, optimieren Produktionsprozesse, entwickeln Rationalisierungsmaßnahmen und überwachen den kostengünstigen Einsatz der Maschinen und Betriebsmittel - sei es, dass eine Zeitung, ein Flyer, eine CD-ROM hergestellt oder (z.B. bei einer Film- und Fernsehproduktionsfirma) eine Videoproduktion vertont werden soll. Dabei gehört auch die Kosten- und Leistungskontrolle auf der Basis von Plan- und Ist-Daten zum Arbeitsalltag. Wenn nötig, greifen die Ingenieure und Ingenieurinnen in den Betriebsablauf ein und korrigieren Plandaten. Produkte, die nicht regelmäßig hergestellt werden, z.B. Druckerzeugnisse wie Kataloge, erfordern einen hohen organisatorischen und technischen Aufwand. Hier müssen die Fertigungsabläufe immer wieder neu koordiniert werden.Neue Technologien, neue MärkteSoll eine neue Technologie eingeführt werden, erarbeiten Ingenieure und Ingenieurinnen der Druck- und Medientechnik Konzepte zur Vorgehensweise und betreuen die Projekte...

▶ Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten

Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt.Fähigkeitennumerisches (rechnerisches) Denken (z.B. Erstellen von Kostenkalkulationen und Materialbedarfsberechnungen für die Produktion von Print- und digitalen Medien)Technisches Verständnis (z.B. Bewerten betrieblicher Prozesse und Produktionstechniken unter technologischen Gesichtspunkten; Erarbeiten technisch optimaler Lösungen unter Beachtung werkstoff- und maschinentechnischer Kriterien; Erkennen von Wartungs- und Reparaturbedarf an Druckmaschinen)Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Planen und Steuern von Arbeitsabläufen in den verschiedenen Produktionsstufen der Druck- und Medienindustrie)Kenntnisse und FertigkeitenRechenfertigkeiten (z.B. Berechnen der Kosten von drucktechnischen Maschinen und Anlagen)

▶ Rechtliche Regelungen für die Tätigkeit

Ingenieurrecht der einzelnen Bundesländer Die Länderregelungen orientieren sich am Musteringenieur(kammer)gesetz (Stand: 18.11.2003, beschlossen von der Wirtschaftsministerkonferenz am 10./11.12.2003), geändert durch Beschluss der Wirtschaftsministerkonferenz vom 26./27.06.2018Gleichwertigkeit ausländischer BerufsqualifikationenRichtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen vom 30.09.2005 (ABl. EU L 255, S. 22), zuletzt geändert durch Delegierten Beschluss (EU) 2025/2187 vom 30.07.2025 (ABl. EU L 2187, S. 1)

▶ Charakteristische körperliche Anforderungen

Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. bei Betriebsstörungen von Druckmaschinen manuell eingreifen)Ungestörtes Sprechvermögen (z.B. Kunden beraten und betreuen; Neukunden gewinnen)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. am Bildschirm Fertigungsabläufe konzipieren oder Angebote erstellen)Farbsehvermögen (z.B. Beurteilen der Qualität von Druckfarben)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. Aufträge mit Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in der Nähe lärmender Tiefdruck- oder Bogenoffsetmaschinen besprechen)Gesunde Atemwege und Lunge (z.B. im Offsetdruck durch Feuchtwasser mit allergenen Schimmelpilzen in Kontakt kommen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

▶ Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Ingenieur/in der Druck- und Medientechnik an:Job- und Besetzungsalternativenin angrenzenden Berufen:Ingenieur/Ingenieurin für Medientechnik/Multimediamit niedrigerem Qualifikationsniveau:Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Druck- und Medientechnik/Bachelor Professional in TechnikEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen

▶ Anerkennung von ausländischen Qualifikationen

Die Tätigkeit unter der Bezeichnung "Ingenieur/in" oder "Beratende/r Ingenieur/in" ist gemäß den landesrechtlichen Ingenieurkammergesetzen reglementiert.Um auf dem deutschen Arbeitsmarkt tätig zu werden, ist für Ingenieure und Ingenieurinnen mit ausländischer Berufsqualifikation grundsätzlich keine berufliche Anerkennung erforderlich. Ohne Gleichwertigkeitsbescheinigung darf jedoch nicht die Berufsbezeichnung "Ingenieur/in" oder "Beratende/r Ingenieur/in" geführt werden.Hierfür muss die Gleichwertigkeit der ausländischen Berufsqualifikationen mit dem deutschen Abschluss durch die zuständige Stelle festgestellt werden.Zuständige Stellen sind z.B. Länderingenieurkammern, Regierungspräsidien oder Bezirksregierungen. Bei der Suche nach der zuständigen Stelle für die berufliche Anerkennung helfen der Anerkennungs-Finder und die Fachstelle Beratung und Qualifizierung des IQ-Netzwerks weiter.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte

▶ Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen

Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Eingeschränkte Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. bei Betriebsstörungen von Druckmaschinen manuell eingreifen)Sprachstörung, Sprachfehler (z.B. Kunden beraten und betreuen; Neukunden gewinnen)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. am Bildschirm Fertigungsabläufe konzipieren oder Angebote erstellen)Farbsinnstörungen (z.B. Beurteilen der Qualität von Druckfarben)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. Aufträge mit Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in der Nähe lärmender Tiefdruck- oder Bogenoffsetmaschinen besprechen)Chronische oder allergische Atemwegs- und Lungenerkrankungen (z.B. im Offsetdruck durch Feuchtwasser mit allergenen Schimmelpilzen in Kontakt kommen)Stoffwechselkrankheiten (z.B. Schichtarbeit bei überwachenden Tätigkeiten in der Fertigung)Chronische Magen- oder Darmleiden (z.B. Schichtarbeit bei überwachenden Tätigkeiten in der Fertigung)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Be...

▶ Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)

Folgende weitere Besetzungsalternative bietet sich für den Beruf Ingenieur/in der Druck- und Medientechnik an:Tätigkeitsfeld Produktionsplanung, -steuerungIngenieur/Ingenieurin für PapiertechnikGemeinsamkeiten:Kenntnisse in der (Weiter-)Verarbeitung von Papier- und Druckerzeugnissen anwendenFertigungsabläufe planen, steuern und leitenHinweis: Die genannte Besetzungsalternative erfordert ggf. eine Einarbeitung, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Ingenieur/Ingenieurin für Druck- und Medientechnik

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Ingenieur/Ingenieurin für Druck- und Medientechnik in Deutschland? ▼

Ingenieure für Druck- und Medientechnik in Deutschland gestalten die Prozesse der Informationsaufbereitung und -präsentation auf Basis verschiedener Technologien, optimieren die Produktion von gedruckten und digitalen Medien und übernehmen sowohl technische als auch kaufmännische Aufgaben,

Ist Ingenieur/Ingenieurin für Druck- und Medientechnik eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼

In Deutschland folgt "Ingenieur/Ingenieurin für Druck- und Medientechnik" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Ingenieur/Ingenieurin für Druck- und Medientechnik qualifiziert werden? ▼

Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Druck- und Medientechnik.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Wo arbeiten Ingenieur/Ingenieurin für Druck- und Medientechnik in Deutschland typischerweise? ▼

Ingenieure und Ingenieurinnen der Druck- und Medientechnik arbeiten in erster Liniein Büroräumen in Produktionsräumen und -hallenin Aufnahmestudiosin BesprechungsräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Wie hoch ist das typische Gehalt für Ingenieur/Ingenieurin für Druck- und Medientechnik in Deutschland? ▼

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 4.335 € bis 4.889 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

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