Industriekeramiker/Industriekeramikerin Verfahrenstechnik
Industriekeramiker/in Verfahrenstechnik
Was ist Industriekeramiker/Industriekeramikerin Verfahrenstechnik?
Steckbrief
Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Ingenieurwissenschaften →Der Beruf Industriekeramiker/Industriekeramikerin Verfahrenstechnik in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften:
3D Printing
Bachelor · Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung
Acoustical Engineering
Master · Hochschule Mittweida
Additive Manufacturing
Master · Universität Paderborn
Additive Manufacturing - Materials, Development and Lightweight Construction
Bachelor · Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut
Advanced Computational Methods in Civil Engineering
Master · RWTH Aachen University
Advanced Hydraulic Engineering
Master · Hochschule Biberach
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Industriekeramiker/innen Verfahrenstechnik werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe der Keramik- und Porzellanindustrie): ProduktionshallenBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Saarland und Schleswig-Holstein in Selb (Bayern):Staatliches Berufliches Schulzentrum für Produktdesign und Prüftechnik Selbfür die Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Hermsdorf (Thüringen):Staatliches Berufsschulzentrum Hermsdorf-Schleiz-PößneckQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)
▶ Steckbrief
BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Industriekeramiker/innen Verfahrenstechnik stellen keramische Massenartikel und - im Bereich der technischen Keramik - Hightech-Produkte her. Sie bereiten Rohstoffe wie Ton oder Kaolin zu keramischen Grundmassen auf, stellen Glasuren her und gießen Arbeitsformen aus Gips. Die keramischen Massen formen sie und stellen Rohlinge sowohl manuell als auch maschinell her, vor allem mithilfe von Formgebungsmaschinen wie Pressen, Gießmaschinen oder auch computergesteuerten Zerspanungsmaschinen. Diese richten die Industriekeramiker/innen ein, bedienen und überwachen sie. Sie bearbeiten und garnieren die Rohlinge, beispielsweise bringen sie Henkel an Tassen an. Anschließend überwachen sie das Trocknen und Brennen der Rohlinge. Nach dem Brennen glasieren und dekorieren sie die Oberflächen. Sie sortieren die Produkte und bearbeiten sie nach. Während des gesamten Herstellungsprozesses überwachen sie die Produktqualität, dokumentieren die Ergebnisse und haben dabei stets die Optimierung der Verfahren im Blick.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Industriekeramiker/innen Verfahrenstechnik finden Beschäftigungin Porzellanfabriken in Ziegeleienbei Herstellern von technischer Keramik, Sanitärkeramik, Rohren oder FliesenArbeitsorte:Industriekeramiker/innen V...
▶ BERUF AKTUELL
BerufsbezeichnungIndustriekeramiker/in VerfahrenstechnikBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer3 JahreWas macht man in diesem Beruf?Industriekeramiker/innen Verfahrenstechnik stellen keramische Massenartikel und - im Bereich der technischen Keramik - Hightech-Produkte her. Sie bereiten Rohstoffe wie Ton oder Kaolin zu keramischen Grundmassen auf, stellen Glasuren her und gießen Arbeitsformen aus Gips. Die keramischen Massen formen sie und stellen Rohlinge sowohl manuell als auch maschinell her, vor allem mithilfe von Formgebungsmaschinen wie Pressen, Gießmaschinen oder auch computergesteuerten Zerspanungsmaschinen. Diese richten die Industriekeramiker/innen ein, bedienen und überwachen sie. Sie bearbeiten und garnieren die Rohlinge, beispielsweise bringen sie Henkel an Tassen an. Anschließend überwachen sie das Trocknen und Brennen der Rohlinge. Nach dem Brennen glasieren und dekorieren sie die Oberflächen. Sie sortieren die Produkte und bearbeiten sie nach. Während des gesamten Herstellungsprozesses überwachen sie die Produktqualität, dokumentieren die Ergebnisse und haben dabei stets die Optimierung der Verfahren im Blick.Wo arbeitet man?Industriekeramiker/innen Verfahrenstechnik finden Beschäftigungin Porzellanfabriken in Ziegeleienbei Herstellern von technischer Keramik, Sanitärkeramik, Rohren oder FliesenWeitereBerufe mit Keramik
▶ Ausbildungsdauer
3 Jahre
▶ Ausbildungsaufbau
Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. - 18. Ausbildungsmonat:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:betriebliche und technische KommunikationPlanen und Organisieren von Arbeitsabläufen, Bewerten von Arbeitsergebnissen, GeschäftsprozesseUnterscheiden, Zuordnen und Handhaben von Roh-, Hilfs- und Werkstoffen, keramisches RechnenFormgebung und VeredlungWarten und Pflegen von BetriebsmittelnTrocknen und BrennenDurchführen qualitätssichernder MaßnahmenVorbereiten keramischer Massen und Glasurenkeramische Massen formen1. und 2. Ausbildungsjahr:Ausbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:1. Ausbildungsjahr:Werkstoffinformationen auswertenRohstoffe für die Produktion auswählen und vorbereitenRoh-, Hilfsstoffe und Arbeitsmassen aufbereitenbildsame und unbildsame Arbeitsmassen formen 2. Ausbildungsjahr:Halbfabrikate und Fertigprodukte durch thermische Prozesse verändernkeramische Produkte veredeln und nachbearbeitenkeramische Arbeitsmassen vorbereitenkeramische Arbeitsmassen formenZwischenprüfung vor Ende des 2. Ausbildungsjahres19. - 36. Ausbildungsmonat:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:Vertiefen der Kenntnisse aus den ersten 18 MonatenHerstellen von EinrichtungenHerstellen von ArbeitsformenGlasieren und DekorierenSortie...
▶ Ausbildungskosten
Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)
▶ Ausbildungsinhalte
Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:wie man Rohlinge mit Hilfe von Formgebungsmaschinen oder von Hand herstelltwas man beim Aufbereiten keramischer Massen und Glasuren beachten muss und wie man ihre Verarbeitungseigenschaften einstellt und prüftwelche Roh- und Hilfsstoffe es gibt, wie man sie einsetzt und ihre Qualität prüftwelche Trocknungs- und Brennverfahren es gibt und wie man sie überwachtwie verfahrensbezogene Berechnungen durchgeführt werdenwie man Einrichtungen anfertigt, d.h. Gips- oder Kunstharzmodelle zur Herstellung keramischer Abformungen z.B. gießt, laminiert oder abträgtwie Garnier-Schlicker hergestellt werden und wie man Rohlinge vorbereitet und garniertwie man Rohlinge vor und nach dem Trocknen verarbeitetwelche Arten von Gips und Trennmitteln es gibt und wie man sie verarbeitetwie man Arbeitsformen herstellt, trocknet, lagert und prüftDarüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:in berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. Werkstoffinformationen auswerten, bildsame und unbildsame Arbeitsmassen formen)in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde
▶ Ausbildungssituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): z.B. Arbeitsformen gießen, Pressen bedienen, Rohlinge brennenUmgebung: Produktionshallen (Hitze, Gerüche, Staub, Maschinenlärm)Kleidung: Schutzkleidung (z.B. hitzebeständige Handschuhe, Schutzbrille, ggf. Staubschutzmaske)Arbeitszeit: SchichtarbeitAnforderungen: Sorgfalt (z.B. beim Herstellen von Arbeitsformen, beim Überwachen der Produktqualität)Entscheidungsfähigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit (z.B. schnelles Eingreifen bei Störungen an Produktionsanlagen)Technisches Verständnis (z.B. beim Warten der Maschinen und Anlagen)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht
▶ Ausbildung im Ausland
Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in
▶ Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel feinkeramische Industrie (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.200 €2. Ausbildungsjahr: 1.250 €3. Ausbildungsjahr: 1.350 €Quelle:Tarifregister Nordrhein-Westfalen, Stand Januar 2026Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Wichtige Schulfächer
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Kunst/Werken/Technik: z.B. um keramische Massen zu formenChemie/Physik: z.B. um Engoben zu untersuchenMathematik: z.B. um Mischungsverhältnisse zu berechnen
▶ Zusatzqualifikationen
Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/in
▶ Ausbildungsalternativen
Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Industriekeramiker/in Verfahrenstechnik an:Bereich KeramikIndustriekeramiker/Industriekeramikerin AnlagentechnikIndustriekeramiker/Industriekeramikerin DekorationstechnikIndustriekeramiker/Industriekeramikerin ModelltechnikFigurenkeramformer/FigurenkeramformerinPrüftechnologe/Prüftechnologin KeramikGemeinsamkeit:mit keramischen Werkstoffen arbeiten und Keramikprodukte herstellen bzw. keramische Rohstoffe und Produkte prüfenBereich Baustoffe und NatursteineAufbereitungsmechaniker/Aufbereitungsmechanikerin Fachrichtung feuerfeste und keramische RohstoffeVerfahrensmechaniker/Verfahrensmechanikerin in der Steine- und Erdenindustrie Fachrichtung BaustoffeGemeinsamkeit:keramische Roh-, Werk- und Hilfsstoffe verarbeiten, keramtechnische Maschinen und Produktionsanlagen bedienen
▶ Entwicklung der Ausbildung
1983:Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz für den Beruf Industriekeramiker/in mit den Fachrichtungen Formgebung und Mechanik1988:Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz für den Beruf Kerammodelleur/in2005:Neue, modernisierte Ausbildungsordnung für den Beruf Industriekeramiker/in mit den Fachrichtungen Anlagentechnik, Dekorationstechnik, Modelltechnik, VerfahrenstechnikDie Ausbildungsordnung berücksichtigt veränderte technische Anforderungen, u.a. Bedienung moderner Formgebungsmaschinen, Durchführung von Qualitätsprüfungen. Aufhebung der VorläuferberufeIndustriekeramiker/Industriekeramikerin Fachrichtung FormgebungKerammodelleinrichter/Kerammodelleinrichterin2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren.2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.
▶ Die Ausbildung im Überblick
Industriekeramiker/in Verfahrenstechnik ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in der Industrie.
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
AbschlussbezeichnungIndustriekeramiker Verfahrenstechnik/Industriekeramikerin Verfahrenstechnik
▶ Perspektiven nach der Ausbildung
Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Industriekeramiker/innen Verfahrenstechnik verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in".Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Ausbildung arbeiten Industriekeramiker/innen Verfahrenstechnik in der Keramikindustrie, z.B. in Porzellanfabriken, Ziegeleien, bei Herstellern von Sanitärkeramik, Rohren oder Fliesen.Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Keramikverarbeitung bis hin zu Verfahrenstechnik.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Industriemeister/in der Fachrichtung Keramik abzulegen. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Keramik-, Glastechnik erwerben.
▶ Schulische Vorbildung in der Praxis
Im Jahr 2024 gab es 15 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 40 Prozent verfügten über einen Hauptschulabschluss bzw. die Hochschulreife. 20 Prozent besaßen einen mittleren Bildungsabschluss. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [40.0%]40mittlerer Bildungsabschluss [20.0%]20Hochschulreife [40.0%]40*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussQuelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).
▶ Rechtliche Regelungen für die Ausbildung
Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung in der keramischen Industrie vom 03.06.2005 (BGBl. I S. 1541)Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Industriekeramiker Verfahrenstechnik /Industriekeramikerin Verfahrenstechnik (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 28.04.2005)
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Industriekeramiker/Industriekeramikerin Verfahrenstechnik
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Industriekeramiker/Industriekeramikerin Verfahrenstechnik in Deutschland? ▼
Was macht man in diesem Beruf?Industriekeramiker/innen Verfahrenstechnik stellen keramische Massenartikel und - im Bereich der technischen Keramik - Hightech-Produkte her. Sie bereiten Rohstoffe wie Ton oder Kaolin zu keramischen Grundmassen auf, stellen Glasuren her und gießen Arbeitsformen aus Gips. Die keramischen Massen formen sie und stellen Rohlinge sowohl manuell als auch maschinell her, vor allem mithilfe von Formgebungsmaschinen wie Pressen, Gießmaschinen oder auch computergesteuerten Zerspanungsmaschinen. Diese richten die Industriekeramiker/innen ein, bedienen und überwachen sie. Sie bearbeiten und garnieren die Rohlinge, beispielsweise bringen sie Henkel an Tassen an. Anschließend überwachen sie das Trocknen und Brennen der Rohlinge. Nach dem Brennen glasieren und dekorieren sie die Oberflächen. Sie sortieren die Produkte und bearbeiten sie nach. Während des gesamten Herstellungsprozesses überwachen sie die Produktqualität, dokumentieren die Ergebnisse und haben dabei stets die Optimierung der Verfahren im Blick.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Industriekeramiker/innen Verfahrenstechnik finden Beschäftigungin Porzellanfabriken in Ziegeleienbei Herstellern von technischer Keramik, Sanitärkeramik, Rohren oder FliesenArbeitsorte:Industriekeramiker/innen Verfahrenstechnik arbeiten in erster Liniein Produktionshallenin Lagerräumenin WerkstättenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [40.0%]40mittlerer Bildungsabschluss [20.0%]20Hochschulreife [40.0%]40*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen: Sorgfalt (z.B. beim Herstellen von Arbeitsformen, beim Überwachen der Produktqualität)Entscheidungsfähigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit (z.B. schnelles Eingreifen bei Störungen an Produktionsanlagen)Technisches Verständnis (z.B. beim Warten der Maschinen und Anlagen)Schulfächer:Kunst/Werken/Technik (z.B. um keramische Massen zu formen)Chemie/Physik (z.B. um Engoben zu untersuchen)Mathematik (z.B. um Mischungsverhältnisse zu berechnen)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.200 €2. Ausbildungsjahr: 1.250 €3. Ausbildungsjahr: 1.350 €
Ist Industriekeramiker/Industriekeramikerin Verfahrenstechnik eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Industriekeramiker/Industriekeramikerin Verfahrenstechnik" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.
Wie kann ich in Deutschland als Industriekeramiker/Industriekeramikerin Verfahrenstechnik qualifiziert werden? ▼
In Deutschland folgt "Industriekeramiker/Industriekeramikerin Verfahrenstechnik" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.
Wo arbeiten Industriekeramiker/Industriekeramikerin Verfahrenstechnik in Deutschland typischerweise? ▼
Industriekeramiker/innen Verfahrenstechnik werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe der Keramik- und Porzellanindustrie): ProduktionshallenBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Saarland und Schleswig-Holstein in Selb (Bayern):Staatliches Berufliches Schulzentrum für Produktdesign und Prüftechnik Selbfür die Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Hermsdorf (Thüringen):Staatliches Berufsschulzentrum Hermsdorf-Schleiz-PößneckQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)
Wie hoch ist das typische Gehalt für Industriekeramiker/Industriekeramikerin Verfahrenstechnik in Deutschland? ▼
Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.