Hydrologe/Hydrologin
Was ist Hydrologe/Hydrologin?
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Mathematik, Naturwissenschaften →Der Beruf Hydrologe/Hydrologin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Mathematik, Naturwissenschaften:
- Biodiversity Sciences
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Bioinformatik
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Life Science Innovation
Master · Hochschule Albstadt-Sigmaringen
- Medizinische Physik
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Physik
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Polymer Materials Science
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Detaillierte Informationen
▶ Medien
Geophysical Journal InternationalGeophysik.de - Geophysik - Ingenieurgeophysik - UmweltgeophysikHyWa - Hydrologie und WasserbewirtschaftungUmweltwirtschaftWASSERWIRTSCHAFTWater ResearchZDGG - Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften
▶ Trends
Digitales Katastrophen-ManagementWeltweit vernetzte digitale Plattformen helfen dabei, gut auf Katastrophen zu reagieren und ihnen vorzubeugen. Dabei kommen Künstliche Intelligenz (KI), Geografische Informationssysteme (GIS), Drohnentechnik und Big Data zum Einsatz. Satellitenbilder zeigen z.B. Brände, Überschwemmungen oder Erdrutsche, bewerten die Situation und geben mögliche Entwicklungsszenarien. Dadurch können Fachkräfte die Lage schnell und umfänglich einschätzen und über Gegenmaßnahmen entscheiden. Wissenschaftler bzw. Wissenschaftlerinnen, Entscheidungsträger bzw. -trägerinnen und Beschäftigte im Katastrophenschutz beschäftigen sich eingehend mit den technologischen Neuerungen und ihrer Anwendbarkeit.
▶ Interessen
Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um in diesem Studienberuf erfolgreich zu sein. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an organisatorisch-prüfenden Tätigkeitenz.B. Pflegen von Fachinformationssystemen und Grundwasserdatenbankenz.B. Kontrollieren von Fischeiern als Indikator der Wasserqualitätz.B. Überwachen der Sicherheit von Betriebsanlagen in Landwirtschaft und IndustrieInteresse an theoretisch-abstrakten Tätigkeitenz.B. Untersuchen der Wasserqualitätz.B. Auswerten der Ergebnisse einer WasseranalyseInteresse an praktisch-konkreten Tätigkeitenz.B. Warten und ggf. Reparieren von hydrologischen Messgeräten
▶ Arbeitsorte
Hydrologen und Hydrologinnen arbeiten in erster Liniein Laborsin Büro- und Besprechungsräumenim Freien, z.B. an Gewässern, Messstationen, auf BaustellenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobilin Hörsälen sowie Seminarräumen (bei Lehrtätigkeit)
▶ Kompetenzen
Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:ForschungGewässerentwicklungGewässerökologieGewässerschutzGewässer untersuchenHydrobiologieHydrogeologieHydrologieRegenwassermanagementWasseraufbereitungWassererschließung, -gewinnungWasserrechtWasserwirtschaftWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:Analytische ChemieBodenschutzDigitales WassermanagementErosionsschutzGefahren-Management-Systeme - GMSGeochemieGeoinformatikGeoradarGrundwassermonitoringGrundwasserschutzGutachter-, SachverständigentätigkeitKlimatologieKlimawandelanpassungLehrtätigkeit (Hochschule)MeeresschutzMesstechnikMeteorologieNaturschutzÖkologiePhysikProjektmanagementRenaturierungSiedlungswasserwirtschaftUmweltanalytikUmweltchemieWasserbauWasserproben untersuchenWasserversorgungsanlagen projektierenWasserversorgungsbetriebe leiten
▶ Digitalisierung
Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Hydrologen und Hydrologinnen ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:3-D-Simulation (z.B. Simulationen mit unterschiedlichen ökologischen und klimatischen Parametern durchführen und auswerten, um landschaftliche Entwicklungsprozesse abzuschätzen)Building Information Modeling - BIM (z.B. bei Bauvorhaben für Wassergewinnungs- und -aufbereitungsanlagen Planungsfehler, Probleme und räumliche Kollisionen im Vorfeld der Bauausführung erkennen und vermeiden)Digitale Topografische Karten - DTK (z.B. Wasserschutzgebiete mithilfe digitaler Karten planen)Dokumentenmanagementsysteme - DMS (z.B. Gutachten zur Wasserwirtschaft digital dokumentieren und verwalten)Gefahren-Management-Systeme - GMS (z.B. mithilfe von GMS Hochwasserrisiken einschätzen und Maßnahmen planen)Geoinformationssysteme - GIS (z.B. Gewässerstrukturgütekartierungen in Geoinformationssysteme eingeben)Laborinformationssysteme - LIS (z.B. Wasserproben auf Schadstoffe hin analysieren)Numerische Simulation (z.B. Prozesse des Wasserkreislaufs berechnen und analysieren)Open Data (z.B. Daten zur Wasserqualität für eigene Studien nutzen)Predictive Analytics (z.B. Hochwasserprognosen erstellen, um Schutzmaßnahmen zu entwickeln)Sensorik (z.B. Überwachung und Kontrolle von Gewässern hinsichtlich Schäden und Verschmutzung veranlassen; übermittelte Se...
▶ Arbeitssituation
Hydrologen und Hydrologinnen erheben und analysieren Daten, z.B. zur Wasserverteilung in einer Region. Dazu benötigen sie eine sorgfältige Arbeitsweise und analytisches Denken. Bei der Suche nach Wasservorkommen führen sie mit großer Präzision Messungen aus. Interdisziplinäres Denken und Teamfähigkeit ermöglichen die Zusammenarbeit mit Spezialisten aus anderen Bereichen wie Umweltschutz, Vermessungswesen oder Mineralogie bzw. mit Bohrexperten. Wenn sie etwa Kunden aus Landwirtschaft oder Industrie über Wasserschutzauflagen informieren, ist Ausdrucksvermögen wichtig. In der Lehre an Hochschulen wenden sie zudem pädagogische sowie fachdidaktische Kenntnisse an und messen die Qualität ihrer Lehre an den Fortschritten und Rückmeldungen ihrer Studierenden. Wenn sie an internationalen Tagungen teilnehmen oder in internationalen Projektteams mitarbeiten, sind ihre interkulturelle Kompetenz und ihre Fremdsprachenkenntnisse, insbesondere Englisch, gefragt. Führen sie als Projektleiter/in ein Team, so gehören Organisation, Planung und Personalführung zu ihren Aufgaben. Im Büro recherchieren sie am Computer z.B. in Datenbanken, bereiten gesammelte Informationen auf, erarbeiten Konzepte oder erstellen Gutachten. Sie arbeiten mit Flockungsanlagen, Filteranlagen und Klärbecken. Bei der Feldforschung bzw. Geländearbeit halten sie sich im Freien auf, mitunter in unwegsamem Gelände, und sind dabei der Witterung ausgesetzt.
▶ Existenzgründung
Hydrologen und Hydrologinnen können z.B. in folgenden Bereichen freiberuflich arbeiten: als Gutachter/innenals Projektleiter/innenals Berater/innen Auftraggeber können Unternehmen, Behörden, Verbände oder wissenschaftliche Einrichtungen sein.
▶ Verdienst/Einkommen
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 4.489 € bis 6.765 €Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (monatlich): 4.299 € bis 4.739 €Quellen:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L)Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Branchen im Einzelnen
Natur-, Ingenieur-, Agrarwissenschaften und MedizinSonstige Forschung und Entwicklung im Bereich Natur-, Ingenieur-, Agrarwissenschaften und MedizinHochschulen, Fachhochschulen, Berufs-, FachakademienUniversitätenÖffentliche VerwaltungAllgemeine öffentliche Verwaltung, z.B. Wasserversorgungseinrichtungen von Städten und GemeindenWasserversorgungWassergewinnung mit Fremdbezug zur Verteilung, z.B. bei Unternehmen der Wasseraufbereitung, -speicherung und -verteilungWassergewinnung ohne Fremdbezug zur VerteilungWasserverteilung ohne GewinnungAbwasserwirtschaftBetrieb von KläranlagenBetrieb der Sammelkanalisation, z.B. in Kanalbau und -instandhaltungIngenieurdienstleistungenIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen, z.B. von Klärwerken, StaudämmenIngenieurbüros für Fachplanung von sonstigen technischen Anlagen, z.B. wasserwirtschaftliche AnlagenplanungArchitektur, BauplanungArchitekturbüros für Orts-, Regional- und LandesplanungArchitekturbüros für Garten- und LandschaftsgestaltungSonstige Dienstleistungen für Unternehmen und PrivathaushalteAlle anderen Tätigkeiten typischerweise freiberuflicher, wissenschaftlicher oder technischer Art a. n. g. (ohne Künstler- und Modelagenturen), z.B. Gutachtenerstellung für wasserwirtschaftliche NutzungsmöglichkeitenTiefbau, Straßenbau, WasserbauRohrleitungstiefbau, Brunnenbau und Kläranlagenbau, z.B. in der technischen Beratung bei TiefbauunternehmenWasserbauBau von Versorgungseinrichtungen für El...
▶ Zugang zur Tätigkeit
Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Wasser- und Bodenmanagement, Wassertechnologie.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.
▶ Zugangsstudienfächer
Wasser- und Bodenmanagement, Wassertechnologie (grundständig)Wasser- und Bodenmanagement, Wassertechnologie (weiterführend)
▶ Arbeitsbereiche/Branchen
Hydrologen und Hydrologinnen finden Beschäftigung z.B.an Hochschulen und in Forschungsinstitutenin der öffentlichen Verwaltung, z.B. in Wasserversorgungseinrichtungen der Gemeinden in Unternehmen der Wasserwirtschaftin Planungs- und Ingenieurbüros
▶ Tätigkeitsbezeichnungen
Hydrologe/HydrologinBerufsbezeichnung in englischer SpracheHydrologist (m/f)Berufsbezeichnung in französischer SpracheHydrologue (m/f)
▶ Arbeits- und Sozialverhalten
Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. Bereitschaft, bei Arbeitsengpässen zusätzliche, fachlich anspruchsvolle Labor- und Analysearbeiten tatkräftig und engagiert zu übernehmen)Sorgfalt (z.B. fehlerfreies Analysieren von Wasser- und Bodenproben)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Erstellen von Planungsgrundlagen, Stellungnahmen und Gutachten)
▶ Die Tätigkeit im Überblick
Hydrologen und Hydrologinnen erforschen den Wasserkreislauf sowie die Eigenschaften von ober- und unterirdischen Gewässern. Sie arbeiten z.B. in Wissenschaft und Lehre, in der Wassernutzung, im Gewässerschutz oder als Sachverständige.
▶ Stellen- und Bewerberbörsen
Alfred-Wegener-Institut für Polar- und MeeresforschungBDG - Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler e.V.Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen (BAV)Earthworks-jobs.comGEOjobs.degreenjobs.deJobbörse des Norddeutschen Wasserzentrums e.V.nature careersStellenmarkt-Umweltschutz.deWILA-Arbeitsmarkt
▶ Verbände und Organisationen
Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirts. und Kulturbau e.V. (BWK)Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA)European Federation of Geologists (EFG)Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)Johann Heinrich von Thünen-Institut
▶ Arbeitsbedingungen im Einzelnen
Verantwortung für Personen (z.B. Studierende unterrichten und betreuen)Verantwortung für Sachwerte (z.B. Überprüfungen und Gesamtanalysen von betrieblichen oder staatlichen (Trink-)Wasserversorgungsanlagen durchführen)Präzisions-, Feinarbeit (z.B. mikroskopische Untersuchungen durchführen)Kundenkontakt (z.B. Behörden, Dienststellen und Beteiligte in wasserrechtlichen und hydrologischen Fragen beraten)Bildschirmarbeit (bei der Aufbereitung der Untersuchungsergebnisse mit speziellen Anwendungs- und Datenbankprogrammen)Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. Flockungsanlagen, Filteranlagen und Klärbecken)Arbeit in Büroräumen (bei Planungs- und Verwaltungstätigkeiten)Arbeit in Unterrichts-/Schulungsräumen (z.B. Lehrveranstaltungen in Hörsälen oder Seminarräumen vor einer Gruppe durchführen)Arbeit im Labor (z.B. Wasserproben untersuchen)Arbeit im Freien (z.B. bei der Entnahme von Wasserproben an Gewässern und Messstationen)Arbeit im/am WasserArbeit bei Kälte, Hitze, Nässe, Feuchtigkeit, ZugluftUmgang mit Chemikalien (z.B. zur Aufbereitung der gewonnenen Proben)unregelmäßige Arbeitszeiten
▶ Berufliche Einsatzmöglichkeiten
Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:LaboranalyseLaborleiter/LaborleiterinLehrtätigkeit an HochschulenDozent/Dozentin an Hochschulen und AkademienStudiengangkoordinator/StudiengangkoordinatorinUmweltberatung, -managementGewässerschutzbeauftragter/GewässerschutzbeauftragteVerfahrens-, ProduktentwicklungLeiter/Leiterin in der Forschung und EntwicklungWissenschaftliche ForschungForschungsreferent/ForschungsreferentinLeiter einer Forschungsgruppe/Leiterin einer ForschungsgruppeWissenschaftlicher Mitarbeiter/Wissenschaftliche Mitarbeiterin
▶ Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel
Untersuchungsobjekte, hier: Wasser- und BodenprobenLaborausstattung und -zubehör, z.B.: Mikroskope, Messinstrumente, ChemikalienAnlagen, z.B.: Flockungsanlagen, Filteranlagen, KlärbeckenTechnische Systeme, Datenverwaltungssysteme und Software, z.B.: Geoinformationssysteme, Grundwasserdatenbanken, wissenschaftliche AnwendungsprogrammeUnterlagen, z.B.: Konzepte zum Schutz von Wasser und Boden, Kartenmaterial, Planungsunterlagen, Gutachten, Rechtsvorschriften (z.B. Umweltschutzbestimmungen)Büroausstattung, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon
▶ Aufgaben und Tätigkeiten kompakt
Hydrologen und Hydrologinnen analysieren und interpretieren Prozesse des Wasserkreislaufs und untersuchen das verfügbare Wasserdargebot hinsichtlich Qualität sowie räumlicher und zeitlicher Verteilung. Sie veröffentlichen ihre Forschungsergebnisse, unterrichten Studierende an Hochschulen, bereiten Lehrveranstaltungen vor, korrigieren Arbeiten und nehmen Prüfungen ab. Eigenständige wissenschaftliche Tätigkeiten sind i.d.R. erst nach einem Masterabschluss und einer Promotion möglich. Darüber hinaus prüfen sie Nutzungsmöglichkeiten und Risiken bei der Bewirtschaftung von Wasservorkommen, entwickeln Konzepte für den Wasserbau und die Wasserwirtschaft, erstellen Hochwasserprognosen und erarbeiten Schutzmaßnahmen für die öffentliche Verwaltung. Auch im Planungsbereich entwerfen sie Konzepte zur Erhaltung von Wasser und Boden.
▶ Weiterbildung (berufliche Anpassung)
Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Abwasser, Gewässerschutz und Wasserwirtschaft, Wasserversorgung oder Umwelt- und Naturschutz).
▶ Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)
Bachelorabsolventen können ihre Berufs- und Karrierechancen durch ein weiterführendes Studium ausbauen, z.B. im Studienfach Wasser- und Bodenmanagement, Wassertechnologie, Umweltwissenschaft oder Geoökologie.Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.
▶ Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen
Wasserdargebot in seiner räumlichen und zeitlichen Verteilung für die wasserwirtschaftliche Nutzung, die Verhinderung von hydrologischen Extremsituationen und die Projektierung sowie den Betrieb wasserwirtschaftlicher Anlagen ermittelnBeschaffenheit von Wasser feststellen (z.B. chemische Zusammensetzung, physikalische Zustände, hydrobiologische Analyse, anorganische Bestandteile, Reinheit bzw. Verschmutzungsgrad)Konzeptionen zum Schutz bzw. zur Sanierung von Wasser und Boden entwickeln, Empfehlungen für Wasserschutzgebiete abgebenForschung und LehreForschungsprojekte planen und konzipieren, Forschungsaufträge akquirieren, Forschungsmittel einwerbenModelle, Konzepte und Theorien im Bereich Hydrologie entwickeln, z.B. hydrologische Vorgänge simulieren und Prognosen hinsichtlich Wasserbilanzen und Umweltveränderungen erstellenForschungsergebnisse in Form von Publikationen und Vorträgen veröffentlichenLehrveranstaltungen (Vorlesungen, Seminare, Übungen, Praktika) konzipieren, vorbereiten und durchführenLehrmaterialien, Skripte, Übungs- und Praktikumsanleitungen erarbeitenStudien- und Prüfungsarbeiten vorbereiten, durchführen und korrigieren; Abschlussarbeiten und ggf. Promotionen betreuenWasserwirtschaftbei wasser- und bodenrelevanten Planungen fachlich mitwirkenFachinformationssysteme und Grundwasserdatenbanken pflegenbei der Planung und Inbetriebnahme von Wassergewinnungs- und -aufbereitungsanlagen für industrielle Zwecke mitwirkenbei der Planung im Bereich von Hoch- und Tiefba...
▶ Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)
Folgende weitere Beschäftigungsalternativen bieten sich für den Beruf Hydrologe/Hydrologin an:Tätigkeitsfeld Wissenschaftliche ForschungGeophysiker/GeophysikerinGeologe/GeologinIngenieur/Ingenieurin für GeotechnikGeowissenschaftler/GeowissenschaftlerinOzeanograf/OzeanografinGeoinformatiker/GeoinformatikerinGemeinsamkeiten:Physikalische Vorgänge der Erdoberfläche erforschenGeowissenschaftliche Daten erheben und auswertenGeologische Prozesse analysieren und modellierenHinweis: Die genannten Jobalternativen erfordern ggf. eine längere Einarbeitung oder eine Zusatzausbildung.
▶ Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)
Worum geht es?Hydrologen und Hydrologinnen beobachten und messen die Abläufe des Wasserkreislaufs und erforschen die physikalischen, chemischen und biologischen Verhältnisse von ober- und unterirdischen Gewässern. Außer in Wissenschaft und Lehre können sie z.B. im Bereich der Wassernutzung tätig werden, im Gewässerschutz oder im Sachverständigenwesen.Forschung und LehreAn Hochschulen bzw. in Forschungsinstituten befassen sich Hydrologen und Hydrologinnen z.B. mit der Ermittlung der - in einem speziellen Gebiet oder global - zur Verfügung stehenden Süßwassermenge, dem sogenannten Wasserdargebot. Dazu forschen sie nach dem Ursprung des jeweiligen Gewässers und der natürlichen Zu- und Abflussmenge. Ein weiterer Untersuchungsgegenstand ist das Wasser selbst, d.h. die Zusammensetzung, der Zustand und die Reinheit von Wasservorkommen. Hierfür analysieren Hydrologen und Hydrologinnen Wasserproben im Labor. Bei der Beobachtung von Wasserkreisläufen berücksichtigen sie auch meteorologische Faktoren wie Niederschlag und Verdunstung, die sie ggf. selbst messen. Sind sie in der Hochschullehre tätig, konzipieren sie Vorlesungen und bereiten Seminare, Exkursionen oder Praktika vor und erarbeiten Lehrmaterialien. Ferner haben sie Studien- und Prüfungsarbeiten zu entwerfen, durchzuführen und zu korrigieren. Sie werben Gelder für Forschungsprojekte bei staatlichen Institutionen und der Industrie ein, führen die Projekte durch und veröffentlichen die Ergebnisse. Auf Tagungen und Kongressen ref...
▶ Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten
Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt.Fähigkeitennumerisches (rechnerisches) Denken (z.B. Ermitteln der Ergiebigkeit von Grundwasservorkommen mit mathematisch-statistischen Berechnungen)figural-räumliches Denken (z.B. Interpretieren topografischer bzw. geologischer Karten)Technisches Verständnis (z.B. Erstellen von Konzepten für technische Anlagen des Wasserbaus und der Wasserwirtschaft)Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Planen von Projekten im Wasser- und Tiefbau)Räumliche Orientierung (z.B. Durchführen hydrologischer Untersuchungen in unwegsamem Gelände)
▶ Charakteristische körperliche Anforderungen
Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Robuste Gesundheit (z.B. Wasserproben an Gewässern und Messstationen unter widrigen Witterungsbedingungen entnehmen)Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Wasserproben an Gewässern und Messstationen entnehmen)Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. empfindliche Mess- und Laborgeräte justieren)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. Untersuchungsergebnisse mit speziellen Anwendungs- und Datenbankprogrammen am Bildschirm aufbereiten; Wasserproben mikroskopisch untersuchen)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. Rückfragen zu wasserrechtlichen und hydrologischen Sachverhalten verstehen)Gesunde, widerstandsfähige Haut an Händen und Armen (z.B. zur Aufbereitung der gewonnenen Proben mit Chemikalien umgehen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.
▶ Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen
Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Hydrologe/Hydrologin an:Job- und Besetzungsalternativenfür Teiltätigkeiten und berufliche Einsatzmöglichkeiten (mit/ohne Einarbeitung):Gewässerschutzbeauftragter/Gewässerschutzbeauftragtein angrenzenden Berufen:Geoökologe/GeoökologinIngenieur/Ingenieurin für WasserwirtschaftEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen
▶ Anerkennung von ausländischen Qualifikationen
Die Tätigkeit als Hydrologe/Hydrologin ist nicht reglementiert.Um mit einem im Ausland erworbenen Abschluss in diesem Beruf zu arbeiten, ist keine berufliche Anerkennung notwendig. Jedoch besteht die Möglichkeit, für ausländische Hochschulabschlüsse eine individuelle Zeugnisbewertung durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) zu beantragen. Diese kann für Bewerbungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt hilfreich sein.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte
▶ Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen
Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Infektanfälligkeit, chronische Infektionskrankheiten (z.B. Wasserproben an Gewässern und Messstationen unter widrigen Witterungsbedingungen entnehmen)Eingeschränkte Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Wasserproben an Gewässern und Messstationen entnehmen)Eingeschränkte Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. empfindliche Mess- und Laborgeräte justieren)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. Untersuchungsergebnisse mit speziellen Anwendungs- und Datenbankprogrammen am Bildschirm aufbereiten; Wasserproben mikroskopisch untersuchen)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. Rückfragen zu wasserrechtlichen und hydrologischen Sachverhalten verstehen)Chronische oder allergische Hauterkrankungen oder mangelnde Widerstandsfähigkeit der Haut an Händen und Armen (z.B. zur Aufbereitung der gewonnenen Proben mit Chemikalien umgehen)Schwere Anfallsleiden (z.B. Gefahr des Ertrinkens bei Stürzen in Ufernähe)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignu...
▶ Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)
Folgende weitere Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Hydrologe/Hydrologin an:Tätigkeitsfeld Wissenschaftliche ForschungGeophysiker/GeophysikerinGeologe/GeologinGeowissenschaftler/GeowissenschaftlerinGemeinsamkeiten:physikalische Vorgänge der Erdoberfläche erforschengeowissenschaftliche Daten erheben und auswertengeologische Prozesse analysieren und modellierenHinweis: Die genannten Besetzungsalternativen erfordern ggf. eine Einarbeitung, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Hydrologe/Hydrologin
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Hydrologe/Hydrologin in Deutschland? ▼
In Deutschland sind Hydrologen Wissenschaftler, die den Wasserkreislauf und die Eigenschaften von Oberflächen- und Grundwasser eingehend untersuchen. Dieser Beruf trägt zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Wasserressourcen bei, indem er kritische Aspekte wie die Wasserqualität sowie die räumliche und zeitliche Verteilung von Wasser analysiert. Hydrologe
Ist Hydrologe/Hydrologin eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Hydrologe/Hydrologin" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.
Wie kann ich in Deutschland als Hydrologe/Hydrologin qualifiziert werden? ▼
Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Wasser- und Bodenmanagement, Wassertechnologie.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.
Wo arbeiten Hydrologe/Hydrologin in Deutschland typischerweise? ▼
Hydrologen und Hydrologinnen arbeiten in erster Liniein Laborsin Büro- und Besprechungsräumenim Freien, z.B. an Gewässern, Messstationen, auf BaustellenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobilin Hörsälen sowie Seminarräumen (bei Lehrtätigkeit)
Wie hoch ist das typische Gehalt für Hydrologe/Hydrologin in Deutschland? ▼
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 4.489 € bis 6.765 €Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (monatlich): 4.299 € bis 4.739 €Quellen:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L)Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.