Helfer/Helferin in der Ver- und Entsorgung
Helfer/in - Ver- und Entsorgung
Was ist Helfer/Helferin in der Ver- und Entsorgung?
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Ingenieurwissenschaften →Der Beruf Helfer/Helferin in der Ver- und Entsorgung in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften:
3D Printing
Bachelor · Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung
Acoustical Engineering
Master · Hochschule Mittweida
Additive Manufacturing
Master · Universität Paderborn
Additive Manufacturing - Materials, Development and Lightweight Construction
Bachelor · Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut
Advanced Computational Methods in Civil Engineering
Master · RWTH Aachen University
Advanced Hydraulic Engineering
Master · Hochschule Biberach
Detaillierte Informationen
▶ Medien
Müll und AbfallRECYCLING magazinRECYCLINGPORTAL - Das Portal für Abfall, Entsorgung, Recycling, Kreislaufwirtschaft und MärkteUmweltwirtschaft
▶ Arbeitsorte
Helfer und Helferinnen im Bereich Ver- und Entsorgung arbeiten meistim Freien, z.B. auf Deponien in geschlossenen oder halb offenen Räumen, z.B. an Förderbändern
▶ Kompetenzen
Kernkompetenzen:AbfallentsorgungAbfälle sammelnAbfalltrennungFahrerlaubnisklasse C (Schwere LKW)Fahrerlaubnisklasse CE (Schwere LKW mit Anhänger)Garten-, GrünflächenpflegeKehrmaschinenRecyclingSaug- und BlasfahrzeugeVerkehrseinrichtungen und -flächen reinigenWinterdienst
▶ Arbeitssituation
Helfer/innen im Bereich Ver- und Entsorgung arbeiten mit Kehrgeräten und -maschinen oder Müll- und Streufahrzeugen, aber auch von Hand mit Schaufeln, Besen oder Hochdruckreinigern. Sie sind viel im Freien tätig und der Witterung ausgesetzt. Bei der Arbeit in großen Hallen kann die Luft mit Staub und den Gerüchen von Abfällen und Recyclingmaterial belastet sein. Die Helfer/innen beachten die Sicherheitsvorschriften und tragen Schutzbekleidung, etwa an lauten Maschinen Gehörschutz. Mitunter arbeiten Helfer/innen im Bereich Ver- und Entsorgung am Wochenende oder in den Nacht- bzw. frühen Morgenstunden. Mit Geschick und Umsicht bedienen sie Kehr-, Streu- und Mähfahrzeuge. Sie folgen den Anweisungen der Fachkräfte und führen alle Tätigkeiten sorgfältig aus.
▶ Verdienst/Einkommen
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 3.164 € bis 3.458 €Quelle:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Branchen im Einzelnen
Abfallwirtschaft, RecyclingBeseitigung von anderen Umweltverschmutzungen und sonstige Tätigkeiten in der Abfallbewirtschaftung, z.B. kommunale Straßenreinigung, private StraßenreinigungsunternehmenSammlung von Abfällen, z.B. Müllabfuhrunternehmen, AbfallzentrenAbfallbeseitigung ohne Verwertung, z.B. Entsorgungsbetriebe, Müllverbrennungsanlagen, AbfalldeponienVerwertung von Abfällen, z.B. Recyclingfirmen und -höfe
▶ Zugang zur Tätigkeit
Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist nicht vorausgesetzt. Helfer und Helferinnen im Bereich Ver- und Entsorgung erhalten i.d.R. eine Einweisung am Arbeitsplatz. Praktische Erfahrungen sind ggf. vorteilhaft, z.B. in der Straßenreinigung.
▶ Arbeitsbereiche/Branchen
Helfer und Helferinnen im Bereich Ver- und Entsorgung finden Beschäftigungin privaten und öffentlichen Abfallbeseitigungsbetrieben und Straßenreinigungsunternehmenbei Betreibern von Müllverbrennungsanlagenin Recyclingfirmen und -höfen
▶ Tätigkeitsbezeichnungen
Helfer/in - Ver- und EntsorgungAuch übliche Berufsbezeichnungen/SynonymeEntsorgungshelfer/inHelfer/in - Abfallwirtschaft Straßenreiniger/Straßenreinigerin
▶ Die Tätigkeit im Überblick
Helfer und Helferinnen im Bereich Ver- und Entsorgung übernehmen meist einfachere Aufgaben in Entsorgungsunternehmen und Städtereinigungsbetrieben.
▶ Stellen- und Bewerberbörsen
Stellenblatt.de
▶ Verbände und Organisationen
BDSV B.-Vereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e.V.Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e.V. (BDE)bvse - Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V.ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
▶ Arbeitsbedingungen im Einzelnen
Handarbeit (z.B. Müll sortieren, mit Besen und Schaufel arbeiten)Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. Müllpressen, Kehrfahrzeuge, Räumgeräte)Tragen von Schutzkleidung, -ausrüstung (z.B. je nach Tätigkeit Handschuhe, Sicherheitsschuhe, Helm, Gehörschutz, Warnwesten)Arbeit im Freien (z.B. beim Winterdienst)Arbeit in Werkstätten, Werk-/Produktionshallen (z.B. in Müllverbrennungsanlagen, Abfallbeseitigungsbetrieben)Arbeit bei Kälte, Hitze, Nässe, Feuchtigkeit, Zugluft (z.B. unterschiedliche Witterungsbedingungen bei Arbeiten im Freien)Arbeit unter GeruchseinflussArbeit mit Schmierstoffen (Öl, Fett) (z.B. Verwendung von Schmierölen bei der Durchführung von Wartungsarbeiten)Arbeit bei Rauch, Staub, Gasen, Dämpfen (z.B. Autoabgase)Arbeit unter Lärm (z.B. Verkehrslärm, Lärm von Sortieranlagen)Arbeit mit starken Erschütterungen, Stößen, Schwingungen (Vibrationen) (z.B. beim Arbeiten mit Kehrgeräten, -maschinen, Mäh- oder Streufahrzeugen)Schmutzarbeit (z.B. Maschinen und Werkzeuge reinigen und pflegen)ständig wiederkehrende ArbeitsvorgängeUnfallgefahr (durch schnell laufende Maschinen)Arbeit im Gehen und Stehen
▶ Job- und Besetzungsalternativen
Job- und BesetzungsalternativenHelfer/Helferin für Reinigung
▶ Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel
Helfer und Helferinnen im Bereich Ver- und Entsorgung nutzen je nach Tätigkeit folgende Arbeitsmittel:Maschinen, Anlagen und Behälter, z.B.: Pressen, Förderbänder, Sortieranlagen, AbfallbehälterFahrzeuge, z.B.: Kehr-, Streu- und Mähfahrzeuge, Radlader, SaugwagenGeräte und Zubehör, z.B.: Hochdruckreiniger, Laubbläser, Besen, Schaufeln, Rechen, Greifer, HandwagenMaterialien und chemische Stoffe, z.B.: Glas, Papier, Sperrmüll, Gummi, Metall, Automobil- und Elektronikschrott, Sondermüll (Säuren, Laugen, Farben, Öle)Unterlagen, z.B.: gesetzliche Vorschriften, technische Anleitungen
▶ Aufgaben und Tätigkeiten kompakt
Helfer und Helferinnen im Bereich Ver- und Entsorgung unterstützen Fachkräfte bei der fachgerechten Abfallentsorgung. Nach Anweisung leeren sie Abfallbehälter, sortieren Abfälle und Wertstoffe an Transportbändern und bedienen Müllpressen. Im Metallrecycling trennen sie verwertbaren von unverwertbarem Metallschrott. In der Straßenreinigung bedienen sie nach Vorgabe Kehrmaschinen oder reinigen Treppen und Fußgängerunterführungen mit Besen und Schaufel. Je nach Jahreszeit räumen sie Schnee mit Räumfahrzeugen oder mähen Gras an Straßenrändern mit Mähgeräten. Mit entsprechender Berechtigung bedienen sie auch Spezialtechnik, z.B. Streufahrzeuge, und helfen beim Reinigen und Warten von Maschinen und Geräten.
▶ Weiterbildung (berufliche Anpassung)
Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Abfallwirtschaft, Abwasser oder Recycling).
▶ Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)
Mit einer Berufsausbildung kann man beruflich dauerhaft Fuß fassen, z.B. als Umwelttechnologe/-technologin für Abwasserbewirtschaftung oder Umwelttechnologe/-technologin für Wasserversorgung. Mit mehrjähriger Berufserfahrung kann man die Ausbildung ggf. in verkürzter Form absolvieren.Eine Externenprüfung ermöglicht den Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf auch ohne Absolvieren einer Ausbildung. Voraussetzung hierfür ist i.d.R. eine mehrjährige Berufserfahrung. In Kursen zur Vorbereitung auf eine Externenprüfung kann man fachtheoretische Kenntnisse und fachpraktische Fähigkeiten ergänzen und vertiefen. Auch berufsbegleitende Nachqualifizierungsmaßnahmen, bei denen einzelne Module zertifiziert werden, erlauben den Zugang zur Externenprüfung.Eine Aufstiegsweiterbildung bietet die Möglichkeit, beruflich voranzukommen. Für Helfer/innen im Bereich Ver- und Entsorgung mit mehrjähriger Berufserfahrung besteht auch ohne Berufsabschluss die Möglichkeit, z.B. zur Prüfung als Meister/in für Kreislauf- und Abfallwirtschaft und Städtereinigung oder Netzmeister/in zugelassen zu werden.Für die Teilnahme an vielen Aus- und Weiterbildungsangeboten werden bestimmte Schulabschlüsse vorausgesetzt. In Seminaren und Lehrgängen kann man sich z.B. auf das Nachholen eines Hauptschulabschlusses oder mittleren Bildungsabschlusses vorbereiten.
▶ Charakteristische körperliche Anforderungen
Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Robuste Gesundheit (z.B. in offenen Hallen sowie im Freien auf Deponien bei Kälte, Nässe und Zugluft arbeiten; Kontakt zu Infektionserregern)Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Müll sortieren; mit Besen und Schaufel arbeiten)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. Maschinen und Werkzeuge bedienen, reinigen und pflegen)Gesunde, widerstandsfähige Haut an Händen und Armen (z.B. mit Abfallstoffen, Säuren, Laugen, Farben, Lacken und Mineralölen hantieren; Schutzhandschuhe tragen)Gesunde Atemwege und Lunge (z.B. bei Kompoststaub arbeiten; Atemschutz tragen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.
▶ Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen
Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Infektanfälligkeit, chronische Infektionskrankheiten (z.B. in offenen Hallen sowie im Freien auf Deponien bei Kälte, Nässe und Zugluft arbeiten; Kontakt zu Infektionserregern)Eingeschränkte Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Müll sortieren; mit Besen und Schaufel arbeiten)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. Maschinen und Werkzeuge bedienen, reinigen und pflegen)Chronische oder allergische Hauterkrankungen oder mangelnde Widerstandsfähigkeit der Haut an Händen und Armen (z.B. mit Abfallstoffen, Säuren, Laugen, Farben, Lacken und Mineralölen hantieren; Schutzhandschuhe tragen)Chronische oder allergische Atemwegs- und Lungenerkrankungen (z.B. bei Kompoststaub arbeiten; Atemschutz tragen)Chronische Nieren-/Blasenleiden (z.B. draußen bei kalten Temperaturen arbeiten)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Helfer/Helferin in der Ver- und Entsorgung
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Helfer/Helferin in der Ver- und Entsorgung in Deutschland? ▼
In Deutschland übernehmen Helfer/Helferinnen in der Ver- und Entsorgung in der Regel einfachere Tätigkeiten in Entsorgungsbetrieben und bei der Stadtreinigung.
Ist Helfer/Helferin in der Ver- und Entsorgung eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Helfer/Helferin in der Ver- und Entsorgung" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.
Wie kann ich in Deutschland als Helfer/Helferin in der Ver- und Entsorgung qualifiziert werden? ▼
Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist nicht vorausgesetzt. Helfer und Helferinnen im Bereich Ver- und Entsorgung erhalten i.d.R. eine Einweisung am Arbeitsplatz. Praktische Erfahrungen sind ggf. vorteilhaft, z.B. in der Straßenreinigung.
Wo arbeiten Helfer/Helferin in der Ver- und Entsorgung in Deutschland typischerweise? ▼
Helfer und Helferinnen im Bereich Ver- und Entsorgung arbeiten meistim Freien, z.B. auf Deponien in geschlossenen oder halb offenen Räumen, z.B. an Förderbändern
Wie hoch ist das typische Gehalt für Helfer/Helferin in der Ver- und Entsorgung in Deutschland? ▼
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 3.164 € bis 3.458 €Quelle:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.