Was ist Helfer/Helferin im Tiefbau?
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Ingenieurwissenschaften →Der Beruf Helfer/Helferin im Tiefbau in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften:
3D Printing
Bachelor · Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung
Acoustical Engineering
Master · Hochschule Mittweida
Additive Manufacturing
Master · Universität Paderborn
Additive Manufacturing - Materials, Development and Lightweight Construction
Bachelor · Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut
Advanced Computational Methods in Civil Engineering
Master · RWTH Aachen University
Advanced Hydraulic Engineering
Master · Hochschule Biberach
Detaillierte Informationen
▶ Medien
Allgemeine Bauzeitung ABZAusbildungs- und Fachkräftereport der BauwirtschaftBauhandwerk (bhw)Baunetz Wissenbauprofessor.deOffensive Gutes Bauen
▶ Arbeitsorte
Helfer und Helferinnen im Bereich Tiefbau arbeiten meist im Freien auf Baustellen.
▶ Kompetenzen
Kernkompetenzen:Abbruch- und Abräumarbeiten, RückbauAbdichten (Hoch- und Tiefbau)Baugeräteführung, BaumaschinenführungBaugruben, Gräben herstellenBaustellensicherungBeladen, EntladenBetonierenBrunnenbauErdbewegungsarbeitenGleisbauKabelleitungsbauKanalbauLagerarbeitPflasternReinigenRohrleitungsbauSchalungsarbeitenSpezialtiefbauStraßenbauTransportErdbauWeitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:Kompetenzgruppe "Baumaschinen - Tief-, Straßen- und Gleisbau"
▶ Arbeitssituation
Helfer/innen im Bereich Tiefbau arbeiten viel mit Baustoffen sowie Baumaschinen und -geräten. Sie tragen ggf. Schutzbekleidung, an lauten Baumaschinen beispielsweise einen Gehörschutz. Überwiegend sind sie im Freien bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen tätig. Bei der Arbeit auf den Baustellen ist die Luft oft mit Staub und den Gerüchen von chemischen Gasen und Dämpfen belastet. Auf manchen Baustellen ist Schichtarbeit üblich. Dann arbeiten Helfer/innen im Bereich Tiefbau auch am Wochenende oder in den Nachtstunden. Auch wenn moderne Maschinen die Arbeit auf der Baustelle erleichtern, müssen die Helfer/innen kräftig zupacken, etwa beim Tragen von Pflastersteinen oder Transportieren von Baumaterial mit der Schubkarre. Sie beachten die Sicherheitsvorschriften, folgen den Anweisungen der Fachkräfte und führen alle Tätigkeiten sorgfältig aus.
▶ Verdienst/Einkommen
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (in der Stunde): 15,86 € bis 18,73 €Quelle:Statistisches Bundesamt (Destatis), TarifdatenbankHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Branchen im Einzelnen
Tiefbau, Straßenbau, WasserbauBau von StraßenBrücken- und Tunnelbau, insbesondere Tunnelbau, Unternehmen des SpezialtiefbausBau von BahnverkehrsstreckenRohrleitungstiefbau, Brunnenbau und Kläranlagenbau, z.B. KanalbauBau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und Telekommunikation, z.B. KabelnetzleitungstiefbauWasserbauSonstiger Tiefbau a. n. g., z.B. SchachtbauAbbruch, Baustellenvorbereitung, GerüstbauVorbereitende Baustellenarbeiten, z.B. ErdbewegungsarbeitenTest- und SuchbohrungWasserversorgungWassergewinnung mit Fremdbezug zur Verteilung, z.B. Bau und Erhaltung von Brunnen für WasserwerkeAbwasserwirtschaftBetrieb der Sammelkanalisation, z.B. Wartung und Reinigung von AbwasserkanälenAuch denkbar:Straßen-, SchienenverkehrBetrieb von Verkehrswegen für StraßenfahrzeugeBetrieb von Verkehrswegen für Schienenfahrzeuge, z.B. Gleisunterhaltung bei Betreibern von SchienennetzenGartenbau, FloristikGarten- und Landschaftsbau, insbesondere Wegebau und PflasterarbeitenÖffentliche VerwaltungAllgemeine öffentliche Verwaltung, z.B. kommunale Bauämter
▶ Zugang zur Tätigkeit
Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist nicht vorausgesetzt. Helfer und Helferinnen im Bereich Tiefbau erhalten i.d.R. eine Einweisung am Arbeitsplatz. Praktische Erfahrungen sind ggf. vorteilhaft, z.B. im Herstellen von Pflasterdecken.
▶ Arbeitsbereiche/Branchen
Helfer und Helferinnen im Bereich Tiefbau finden Beschäftigung in erster Liniein Tiefbaubetrieben, z.B. im Tunnelbauin Unternehmen der Wasserversorgung oder der AbwasserwirtschaftDarüber hinaus finden sie auch Beschäftigung bei Betreibenden von Schienennetzen in Betrieben des Garten- und Landschaftsbausbei kommunalen Bauämtern
▶ Tätigkeitsbezeichnungen
Helfer/in - TiefbauAuch übliche Berufsbezeichnungen/SynonymeGleisbauhelfer/inPflastererhelfer/PflastererhelferinStraßenbauhelfer/StraßenbauhelferinTiefbauhelfer/in
▶ Sonstige Zugangsbedingungen
Ein Führerschein der Klasse B ist ggf. erforderlich, z.B. um Baustellen zu erreichen.
▶ Die Tätigkeit im Überblick
Helfer und Helferinnen im Bereich Tiefbau übernehmen meist einfachere Aufgaben in Betrieben des Tiefbaugewerbes.
▶ Stellen- und Bewerberbörsen
Bau.deBaujobs.chbau-stellen.de
▶ Verbände und Organisationen
BG BAU - Berufsgenossenschaft der BauwirtschaftHauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU)Straßen- und Tiefbaugewerbe im ZDBZDB: Bundesfachgruppe Brunnenbau, Spezialtiefbau und GeotechnikZentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V. (ZDB)
▶ Arbeitsbedingungen im Einzelnen
Handarbeit (z.B. Gräben trockenlegen, Böden verdichten)Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. Asphaltmischanlagen, Erdbewegungsmaschinen, Vibrationsstampfer und Rüttelplatten)Tragen von Schutzkleidung, -ausrüstung (z.B. je nach Tätigkeit Schutzhelm, -brille und Sicherheitsschuhe, Gehörschutz)Arbeit auf BaustellenArbeit im FreienArbeit bei Kälte, Hitze, Nässe, Feuchtigkeit, Zugluft (z.B. unterschiedliche Witterungsbedingungen bei Arbeiten auf der Baustelle)Arbeit unter Geruchseinfluss (z.B. Gussasphalt, Teer oder Bitumen)Arbeit bei Rauch, Staub, Gasen, Dämpfen (z.B. Baustaub, chemische Gase und Dämpfe beim Arbeiten mit Gussasphalt, Teer oder Bitumen)Arbeit mit Schmierstoffen (Öl, Fett) (z.B. Verwendung von Schmierölen bei der Durchführung von Wartungsarbeiten)Arbeit unter Lärm (z.B. Baumaschinenlärm)Arbeit mit starken Erschütterungen, Stößen, Schwingungen (Vibrationen) (z.B. beim Arbeiten mit Baumaschinen)Schmutzarbeit (z.B. Maschinen und Werkzeuge reinigen und pflegen)ständig wiederkehrende ArbeitsvorgängeUnfallgefahr (beim Umgang mit schweren Maschinen und Geräten)Schichtarbeitunregelmäßige Arbeitszeiten (jahreszeitliche Schwankungen des Arbeitsanfalls sind im Baubereich üblich)häufige Abwesenheit vom Wohnort (wechselnde Baustellen, teilweise auch bundesweit und im Ausland)Arbeit unter Zwangshaltungen (z.B. im Knien und Hocken Rohre oder Schienen verlegen)schweres Heben und Tragen (z.B. Pflastersteine tragen und heben oder Schotter mit Schubkarren transp...
▶ Job- und Besetzungsalternativen
Job- und BesetzungsalternativenHelfer/Helferin im Hochbau
▶ Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel
Helfer und Helferinnen im Bereich Tiefbau nutzen je nach Tätigkeit folgende Arbeitsmittel:Baumaterialien und Zubehör, z.B.: Asphalt, Zement, Schotter, Kies, Rohre, Kabel Baumaschinen, Geräte und Werkzeuge, z.B.: Asphaltmischanlagen, Erdbewegungsmaschinen, Bagger, Radlader, Planierraupen, Pflasterverlegemaschinen, Motorhämmer, Vibrationsstampfer, Rüttelplatten, Laser-NivelliergeräteHilfsmittel, z.B.: Schubkarren, Absperrungen, Verkehrszeichen, Warn- und HinweisschilderUnterlagen, z.B.: Bau- und Verlegepläne, Skizzen
▶ Aufgaben und Tätigkeiten kompakt
Helfer und Helferinnen im Bereich Tiefbau unterstützen Fachkräfte dabei, Warn- und Hinweisschilder aufzustellen, Absperrungen anzubringen sowie Arbeitsmittel zu bestellen und zu transportieren. Nach Anweisung stellen sie Baugruben, Gräben, Schächte und Böschungen her, legen Gräben und Flächen trocken oder verdichten Böden. Sie verlegen nach Vorgabe Rohre, Kabel oder Schienen und stellen Pflaster-, Platten- und Asphaltbeläge her. Bei Ausgrabungen helfen sie, das Grabungsgelände freizulegen, Böden zu lockern und das Erdreich abzutragen. Nach Einarbeitung bedienen, warten und pflegen Helfer und Helferinnen einzelne Baumaschinen auch selbstständig.
▶ Weiterbildung (berufliche Anpassung)
Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Straßen-, Pflaster- und Kanalbau oder Rohrleitungs-, Kabel- und Gleisbau).
▶ Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)
Mit einer Berufsausbildung kann man beruflich dauerhaft Fuß fassen, z.B. als Tiefbaufacharbeiter/in, Straßenbauer/in, Kanalbauer/in oder Baugeräteführer/in. Mit mehrjähriger Berufserfahrung kann man die Ausbildung ggf. in verkürzter Form absolvieren.Eine Externenprüfung ermöglicht den Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf auch ohne Absolvieren einer Ausbildung. Voraussetzung hierfür ist i.d.R. eine mehrjährige Berufserfahrung. In Kursen zur Vorbereitung auf eine Externenprüfung kann man fachtheoretische Kenntnisse und fachpraktische Fähigkeiten ergänzen und vertiefen. Auch berufsbegleitende Nachqualifizierungsmaßnahmen, bei denen einzelne Module zertifiziert werden, erlauben den Zugang zur Externenprüfung.Eine Aufstiegsweiterbildung bietet die Möglichkeit, beruflich voranzukommen. Für Helfer/innen im Bereich Tiefbau mit mehrjähriger Berufserfahrung besteht auch ohne Berufsabschluss die Möglichkeit, z.B. zur Prüfung zum/zur Gleisbaumeister/in oder zu einer Weiterbildung als staatlich geprüfte/r Techniker/in der Fachrichtung Bautechnik mit dem Schwerpunkt Tiefbau zugelassen zu werden.Für die Teilnahme an vielen Aus- und Weiterbildungsangeboten werden bestimmte Schulabschlüsse vorausgesetzt. In Seminaren und Lehrgängen kann man sich z.B. auf das Nachholen eines Hauptschulabschlusses oder mittleren Bildungsabschlusses vorbereiten.
▶ Charakteristische körperliche Anforderungen
Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Belastbarkeit der Wirbelsäule, Beine, Arme und Hände (z.B. im Knien und Hocken Pflastersteine und Bodenbeläge verlegen)Körperkraft (z.B. schwere Pflaster- und Plattenbeläge heben und tragen)Körperbeweglichkeit (z.B. in engen Schächten und Baugruben Hilfestellungen beim Verlegen von Rohren, Kabeln oder Schienen leisten)Körperliche Ausdauer (z.B. Kies oder Schotter mit Schubkarren transportieren)Robuste Gesundheit (z.B. bei Zugluft, Regen, Kälte oder sommerlicher Hitze im Freien arbeiten)Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Gräben trockenlegen, Böden verdichten; Maschinen und Werkzeuge reinigen und pflegen)Gesunde, widerstandsfähige Haut an Händen und Armen (z.B. mit Zement, Kalk und Bauchemikalien hantieren; bei starker Sonneneinstrahlung im Sommer arbeiten; Schutzhandschuhe und -kleidung tragen)Gesunde Atemwege und Lunge (z.B. unter Einwirkung von Staub oder Dämpfen von Gussasphalt, Teer, Bitumen oder Schweißrauch arbeiten)Belastbares Herz-Kreislaufsystem (z.B. körperlich sehr anstrengende Tätigkeiten ausführen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher an...
▶ Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen
Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Eingeschränkte Belastbarkeit der Wirbelsäule, Beine, Arme und Hände (z.B. im Knien und Hocken Pflastersteine und Bodenbeläge verlegen)Muskelschwäche, fehlende Muskelkraft (z.B. schwere Pflaster- und Plattenbeläge heben und tragen)Eingeschränkte Beweglichkeit (z.B. in engen Schächten und Baugruben Hilfestellungen beim Verlegen von Rohren, Kabeln oder Schienen leisten)Mangelnde körperliche Ausdauer (z.B. Kies oder Schotter mit Schubkarren transportieren)Infektanfälligkeit, chronische Infektionskrankheiten (z.B. bei Zugluft, Regen, Kälte oder sommerlicher Hitze im Freien arbeiten)Eingeschränkte Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Gräben trockenlegen, Böden verdichten; Maschinen und Werkzeuge reinigen und pflegen)Chronische oder allergische Hauterkrankungen oder mangelnde Widerstandsfähigkeit der Haut an Händen und Armen (z.B. mit Zement, Kalk und Bauchemikalien hantieren; bei starker Sonneneinstrahlung im Sommer arbeiten; Schutzhandschuhe und -kleidung tragen)Chronische oder allergische Atemwegs- und Lungenerkrankungen (z.B. unter Einwirkung von Staub oder Dämpfen von Gussasphalt, Teer, Bitumen oder Schweißrauch arbeiten)Leistungsvermindernde und c...
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Helfer/Helferin im Tiefbau
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Helfer/Helferin im Tiefbau in Deutschland? ▼
Bauhelfer im Infrastrukturbau sind eine wichtige Berufsgruppe in deutschen Infrastrukturbauunternehmen. Sie übernehmen typischerweise einfachere Aufgaben und unterstützen Fachkräfte. Diese Rolle umfasst verschiedene [Aufgaben] für den reibungslosen Fortschritt von Infrastrukturprojekten.
Ist Helfer/Helferin im Tiefbau eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Helfer/Helferin im Tiefbau" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.
Wie kann ich in Deutschland als Helfer/Helferin im Tiefbau qualifiziert werden? ▼
Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist nicht vorausgesetzt. Helfer und Helferinnen im Bereich Tiefbau erhalten i.d.R. eine Einweisung am Arbeitsplatz. Praktische Erfahrungen sind ggf. vorteilhaft, z.B. im Herstellen von Pflasterdecken.
Wo arbeiten Helfer/Helferin im Tiefbau in Deutschland typischerweise? ▼
Helfer und Helferinnen im Bereich Tiefbau arbeiten meist im Freien auf Baustellen.
Wie hoch ist das typische Gehalt für Helfer/Helferin im Tiefbau in Deutschland? ▼
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (in der Stunde): 15,86 € bis 18,73 €Quelle:Statistisches Bundesamt (Destatis), TarifdatenbankHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.