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Helfer/Helferin im Bergbau, Tagebau

Helfer/in - Bergbau, Tagebau

Grundberuf Ingenieurwissenschaften KldB B 21111

Was ist Helfer/Helferin im Bergbau, Tagebau?

In Deutschland übernehmen Bergbau- und Tagebauhelfer in der Regel einfachere Aufgaben in Bergbau- und Steinbruchbetrieben oder in anderen Unternehmen, die mineralische Rohstoffe gewinnen. Dieser Beruf,

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Ingenieurwissenschaften →

Der Beruf Helfer/Helferin im Bergbau, Tagebau in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften:

Detaillierte Informationen

Medien

bergbauBG RCI.magazinGeoResourcesMINING.com - A Mine of Information

Trends

Automatisierung und Robotik im BergbauBergbau-Unternehmen verwenden zunehmend automatisierte Fahrzeuge und IoT-gestützte Geräte. In Bergwerken arbeiten bereits Roboterfahrzeuge und automatische Bohrmaschinen. Autonome Lastwagen navigieren mithilfe von GPS, Radar und Lasersensoren. Drohnen oder Tauchroboter vermessen schwer zugängliche Bereiche. Autonome Wartungsroboter reparieren Maschinen eigenständig. Beschäftigte in der Rohstoffförderung werden sich zukünftig mit dieser Entwicklung und ihren veränderten Arbeitsabläufen beschäftigen.

Arbeitsorte

Helfer und Helferinnen im Bereich Bergbau, Tagebau arbeiten meistunter Tageüber Tage im FreienSie arbeiten ggf. auchauf Baustellen

Kompetenzen

Kernkompetenzen:Abbau, Gewinnung (Bergbau)AbraumbeseitigungAbteufenAuf- und Abhaldung (Bergbau)BaustofftransportBeladen, EntladenBergwerksmaschinen einsetzenBewetternFührerschein Gabelstapler, FlurförderzeugeRaubenReinigenSchotter-, SplittherstellungSortierenSteine und Erden (Gewinnung, Aufbereitung)Strecken-, StollenausbauTorfgewinnungTransportVersatz (Bergbau)Vortrieb (Bergbau, Stollenbau)Zerkleinern, Brechen (Rohstoffgewinnung, -aufbereitung)Weitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:Kompetenzgruppe "Bergbaumaschinen"Kompetenzgruppe "Steine, Erden, Beton, Baustoffe"

Arbeitssituation

Helfer/innen im Bereich Bergbau, Tagebau arbeiten sowohl mit Maschinen und Geräten als auch mit Handwerkzeugen. Je nach Arbeitsbereich tragen sie Schutzkleidung, z.B. Sicherheitsschuhe, Arbeitsanzug, Schutzhelm mit Geleucht, Staubmaske und Gehörschutz. Sie sind unter Tage oder im Freien tätig. Im Bergwerk arbeiten sie unter beengten Verhältnissen und bei künstlichem Licht, es kann feucht und kühl oder auch warm und stickig sein. Im Tagebau sind sie der Witterung ausgesetzt. Beim Abbau von Kohle und Gestein entsteht Staub. Arbeit in Wechselschicht ist üblich.Die Arbeiten im Berg- und Tagebau erfordern eine gute körperliche Verfassung, z.B. wenn die Helfer/innen Fachkräfte dabei unterstützen, schwere Teile an Maschinen auszutauschen. Bei den Arbeiten beachten sie die Sicherheitsvorschriften. Vor allem im Bergbau ist Teamarbeit üblich. Die Helfer/innen folgen den Anweisungen der Fachkräfte und führen alle Tätigkeiten sorgfältig aus.

Verdienst/Einkommen

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 2.413 € bis 2.520 €Quelle:Statistisches Bundesamt (Destatis), TarifdatenbankHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Branchen im Einzelnen

BergbauErzbergbauKohlenbergbauSteine, ErdenGewinnung von Natursteinen, Kies, Sand, Ton und Kaolin, z.B. Marmor, Granit, Kalk oder SchieferBergbau auf chemische und Düngemittelminerale, z.B. Kali- oder FlussspatbergwerkeGewinnung von SalzGewinnung von Steinen und Erden a. n. g., z.B. QuarzgewinnungAuch denkbar:Tiefbau, Straßenbau, WasserbauSonstiger Tiefbau a. n. g. (ohne Bau von Industrieanlagen)

Zugang zur Tätigkeit

Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist nicht vorausgesetzt. Helfer und Helferinnen im Bereich Bergbau, Tagebau erhalten i.d.R. eine Einweisung am Arbeitsplatz. Praktische Erfahrungen sind ggf. vorteilhaft, z.B. in der Gewinnung von Steinen und Erden.

Arbeitsbereiche/Branchen

Helfer und Helferinnen im Bereich Bergbau, Tagebau finden Beschäftigung in erster Linieim Bergbau, z.B. im Salzbergbauin Betrieben, die Steine und Erden gewinnen, z.B. in KalksteinbrüchenSie finden darüber hinaus auch Beschäftigungbei Tief- und Straßenbauunternehmen

Sonstige Zugangsbedingungen

Die gesundheitliche Eignung ist vor Aufnahme der Tätgikeit durch eine ärztliche Untersuchung nachzuweisen.

Die Tätigkeit im Überblick

Helfer und Helferinnen im Bereich Bergbau, Tagebau übernehmen meist einfachere Aufgaben in Bergbau- und Steinbruchbetrieben oder anderen Unternehmen, die mineralische Rohstoffe gewinnen.

Stellen- und Bewerberbörsen

aktuelle-jobs.deCareerMine

Verbände und Organisationen

Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI)IGBCE - Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und EnergieVereinigung Rohstoffe und Bergbau e.V.VKS - Verband der Kali- und Salzindustrie e.V.

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. Transport- und Abbaueinrichtungen bedienen)Handarbeit (z.B. beim Montieren von Bohrgestängen oder Lade- und Fördereinrichtungen helfen)Tragen von Schutzkleidung, -ausrüstung (z.B. Schutzhelm mit Geleucht, Sicherheitsschuhe, Arbeitsanzug sowie Staubmaske, Gehörschutz)Arbeit im Freien (z.B. im Tagebau)Arbeit bei Kälte, Hitze, Nässe, Feuchtigkeit, Zugluft (z.B. unter Tage arbeiten)Arbeit bei künstlicher Beleuchtung (z.B. unter Tage arbeiten)Arbeit bei Rauch, Staub, Gasen, Dämpfen (z.B. Gesteinsstaub)Arbeit mit Schmierstoffen (Öl, Fett) (z.B. bei der Wartung Maschinen mit Ölen und Fetten schmieren)Arbeit unter Lärm (z.B. laute Maschinen)ständig wiederkehrende ArbeitsvorgängeSchmutzarbeit (z.B. durch Kohlestaub, der trotz Absauganlagen beim Abbau entsteht)Unfallgefahr (z.B. bei Sprengungen)SchichtarbeitGruppen-, Teamarbeit (z.B. Zusammenarbeiten mit anderen Fachkräften beim Sichern und Stützen von Schacht- und Streckenwänden)schweres Heben und Tragen (z.B. schwere Teile an Maschinen austauschen)Arbeit im Gehen und Stehen

Job- und Besetzungsalternativen

Job- und BesetzungsalternativenHelfer/Helferin in Naturstein- und Mineralaufbereitung, Baustoffherstellung

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Helfer und Helferinnen im Bereich Bergbau, Tagebau nutzen je nach Tätigkeit folgende Arbeitsmittel:Fahrzeuge, Maschinen und Anlagen, z.B.: Transport- und Spezialfahrzeuge, Vortriebsmaschinen, Zerkleinerungsmaschinen, Transport-, Lade- und FörderanlagenGeräte und Werkzeuge, z.B.: Bohrgeräte, Messgeräte, HandwerkzeugeBauelemente, -materialien und Hilfsstoffe, z.B.: Rohre, Asphalt, Zement, Schotter, Filter- und FüllkieseUnterlagen, z.B.: technische Vorschriften, Arbeitssicherheitsvorschriften

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Helfer und Helferinnen im Bereich Bergbau, Tagebau helfen, Rohstoffe zu gewinnen und zu transportieren. Nach Anweisung bauen sie Strecken mit aus und führen dabei z.B. Bohrarbeiten durch. Außerdem helfen sie mit, Stollen mit Bewetterungseinrichtungen auszustatten. Im Tagebau fördern, sortieren und zerkleinern sie Gestein und Erze an automatischen Betriebsanlagen. Sie überwachen nach Einarbeitung ggf. auch den Maschinenlauf und melden Störungen. Ebenso helfen sie die Maschinen zu reinigen, zu warten und einzurichten.

Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Rohstoffgewinnung, Maschinen- und Anlagenüberwachung oder Messtechnik).Darüber hinaus kann sich der Trend, Arbeitsprozesse im Bergbau bzw. in der Rohstoffgewinnung verstärkt zu automatisieren, zu einem wichtigen Weiterbildungsthema für Helfer/innen im Bereich Bergbau, Tagebau entwickeln.

Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Mit einer Berufsausbildung kann man beruflich dauerhaft Fuß fassen, z.B. als Berg- und Maschinenmann/-frau oder als Bergbautechnologe/-technologin. Mit mehrjähriger Berufserfahrung kann man die Ausbildung ggf. in verkürzter Form absolvieren.Eine Externenprüfung ermöglicht den Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf auch ohne Absolvieren einer Ausbildung. Voraussetzung hierfür ist i.d.R. eine mehrjährige Berufserfahrung. In Kursen zur Vorbereitung auf eine Externenprüfung kann man fachtheoretische Kenntnisse und fachpraktische Fähigkeiten ergänzen und vertiefen. Auch berufsbegleitende Nachqualifizierungsmaßnahmen, bei denen einzelne Module zertifiziert werden, erlauben den Zugang zur Externenprüfung.Eine Aufstiegsweiterbildung bietet die Möglichkeit, beruflich voranzukommen. Für Helfer/innen im Bereich Bergbau, Tagebau mit mehrjähriger Berufserfahrung besteht auch ohne Berufsabschluss die Möglichkeit, z.B. zu einer Weiterbildung als staatlich geprüfte/r Techniker/in der Fachrichtung Bergbautechnik zugelassen zu werden.Für die Teilnahme an vielen Aus- und Weiterbildungsangeboten werden bestimmte Schulabschlüsse vorausgesetzt. In Seminaren und Lehrgängen kann man sich z.B. auf das Nachholen eines Hauptschulabschlusses oder mittleren Bildungsabschlusses vorbereiten.

Rechtliche Regelungen für die Tätigkeit

Bergverordnung zum gesundheitlichen Schutz der Beschäftigten (Gesundheitsschutz-Bergverordnung - GesBergV) vom 31.07.1991 (BGBl. I S. 1751), zuletzt geändert durch Artikel 11 der Verordnung vom 29.11.2018 (BGBl. I S. 2034)

Charakteristische körperliche Anforderungen

Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Belastbarkeit der Wirbelsäule, Beine, Arme und Hände (z.B. Arbeit bei starken Erschütterungen, Stößen und Vibrationen durch Tiefbohrmaschinen, Fräs- und Fangwerkzeuge)Körperkraft (z.B. handgeführte Maschinen bedienen)Körperbeweglichkeit (z.B. unter beengten Verhältnissen in Stollen und Schächten arbeiten)Körperliche Ausdauer (z.B. anstrengende körperliche Tätigkeiten, etwa beim Zementieren von Schächten)Robuste Gesundheit (z.B. im Freien bei Zugluft, Regen, Kälte oder Hitze arbeiten)Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. beim Montieren von Bohrgestängen oder Lade- und Fördereinrichtungen helfen)Ausreichende Bewegungskoordination (z.B. Transport- und Abbaueinrichtungen bedienen)Sehvermögen für die Ferne - auch korrigiert (z.B. Gelände und Warnzeichen erkennen)Räumliches Sehvermögen (z.B. Gelände und Warnzeichen erkennen)Sehvermögen im Dunkeln/in der Dämmerung - Dämmerungssehen (z.B. sich ggf. auch unter Tage bei geringer Beleuchtung orientieren)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. Warnzeichen erkennen)Gesunde, widerstandsfähige Haut an Händen und Armen (z.B. Schmierstoffe wie Öle und technische Fette oder Reinigungsmittel bei der Wartung von Maschinen und Anlagen verwenden; Schutzhandschuhe und Schutzkleidung tragen)Gesunde Atemwege und Lunge (z.B. unter Einwirkung von Staub, Gase...

Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen

Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Eingeschränkte Belastbarkeit der Wirbelsäule, Beine, Arme und Hände (z.B. Arbeit bei starken Erschütterungen, Stößen und Vibrationen durch Tiefbohrmaschinen, Fräs- und Fangwerkzeuge)Muskelschwäche, fehlende Muskelkraft (z.B. handgeführte Maschinen bedienen)Eingeschränkte Beweglichkeit (z.B. unter beengten Verhältnissen in Stollen und Schächten arbeiten)Mangelnde körperliche Ausdauer (z.B. anstrengende körperliche Tätigkeiten, etwa beim Zementieren von Schächten)Infektanfälligkeit, chronische Infektionskrankheiten (z.B. im Freien bei Zugluft, Regen, Kälte oder Hitze arbeiten)Eingeschränkte Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. beim Montieren von Bohrgestängen oder Lade- und Fördereinrichtungen helfen)Störungen der Bewegungskoordination, Gleichgewichtsstörungen (z.B. Transport- und Abbaueinrichtungen bedienen)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Ferne (z.B. Gelände und Warnzeichen erkennen)Fehlendes/gestörtes räumliches Sehvermögen (z.B. Gelände und Warnzeichen erkennen)Schlechtes Dämmerungssehen, Nachtblindheit (z.B. sich ggf. auch unter Tage bei geringer Beleuchtung orientieren)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohr...

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Helfer/Helferin im Bergbau, Tagebau

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Helfer/Helferin im Bergbau, Tagebau in Deutschland?

In Deutschland übernehmen Bergbau- und Tagebauhelfer in der Regel einfachere Aufgaben in Bergbau- und Steinbruchbetrieben oder in anderen Unternehmen, die mineralische Rohstoffe gewinnen. Dieser Beruf,

Ist Helfer/Helferin im Bergbau, Tagebau eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Helfer/Helferin im Bergbau, Tagebau" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Helfer/Helferin im Bergbau, Tagebau qualifiziert werden?

Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist nicht vorausgesetzt. Helfer und Helferinnen im Bereich Bergbau, Tagebau erhalten i.d.R. eine Einweisung am Arbeitsplatz. Praktische Erfahrungen sind ggf. vorteilhaft, z.B. in der Gewinnung von Steinen und Erden.

Wo arbeiten Helfer/Helferin im Bergbau, Tagebau in Deutschland typischerweise?

Helfer und Helferinnen im Bereich Bergbau, Tagebau arbeiten meistunter Tageüber Tage im FreienSie arbeiten ggf. auchauf Baustellen

Wie hoch ist das typische Gehalt für Helfer/Helferin im Bergbau, Tagebau in Deutschland?

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 2.413 € bis 2.520 €Quelle:Statistisches Bundesamt (Destatis), TarifdatenbankHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

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