Was ist Geoökologe/Geoökologin?
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Mathematik, Naturwissenschaften →Der Beruf Geoökologe/Geoökologin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Mathematik, Naturwissenschaften:
- Biodiversity Sciences
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Bioinformatik
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Life Science Innovation
Master · Hochschule Albstadt-Sigmaringen
- Medizinische Physik
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Physik
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Polymer Materials Science
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Detaillierte Informationen
▶ Medien
Informationsangebote der Bundesagentur für ArbeitFilm GeoökologieWeitere InformationsangeboteBundesbericht Energieforschung 2025Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE): EnergiewendeEnvironmental Sciences EuropeGefahrstoffe. Reinhaltung der LuftGeochemistryGeological JournalGeoökologie studierenImmissionsschutz (ImS)Klimaschutz durch digitale Technologien - Chancen und RisikenNetzwerk Grüne ArbeitsweltWater ResearchZDGG - Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft für GeowissenschaftenZfU Zeitschrift für Umweltpolitik & Umweltrecht
▶ Trends
Digitales Katastrophen-ManagementWeltweit vernetzte digitale Plattformen helfen dabei, gut auf Katastrophen zu reagieren und ihnen vorzubeugen. Dabei kommen Künstliche Intelligenz (KI), Geografische Informationssysteme (GIS), Drohnentechnik und Big Data zum Einsatz. Satellitenbilder zeigen z.B. Brände, Überschwemmungen oder Erdrutsche, bewerten die Situation und geben mögliche Entwicklungsszenarien. Dadurch können Fachkräfte die Lage schnell und umfänglich einschätzen und über Gegenmaßnahmen entscheiden. Wissenschaftler bzw. Wissenschaftlerinnen, Entscheidungsträger bzw. -trägerinnen und Beschäftigte im Katastrophenschutz beschäftigen sich eingehend mit den technologischen Neuerungen und ihrer Anwendbarkeit.Umweltschutz durch Dach- und FassadenbegrünungDachbegrünungen unterstützen den Umweltschutz im Städtebau. Sie sorgen für vermehrte Luftfilterung und bessere Wasserspeicherung. Dadurch verbessern sie das Stadtklima und erhöhen die Lebensqualität. Fassadenbegrünungen hingegen beschatten Gebäude und schützen sie vor Witterungseinflüssen. Dach- und Fassadenbegrünungen steigern die Energieeffizienz von Gebäuden und sorgen dadurch für niedrigere Energiekosten. Für Tiere schaffen sie zudem einen neuen Lebensraum. Beschäftigte aus den Bereichen Gartenbau, Architektur, Ökologie, Stadtplanung sowie des Dachdeckerhandwerks werden sich mit diesem Trend auseinandersetzen.
▶ Interessen
Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um in diesem Studienberuf erfolgreich zu sein. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an theoretisch-abstrakten Tätigkeitenz.B. Analysieren von Bodenprobenz.B. Bestimmen der Zusammensetzung einer Wasserprobez.B. Erforschen der Einwirkungen des Menschen auf GeoökosystemeInteresse an organisatorisch-prüfenden Tätigkeitenz.B. Dokumentieren des Bodenprofilsz.B. Erfassen von Daten in GeoinformationssystemenInteresse an praktisch-konkreten Tätigkeitenz.B. Entnehmen von Bodenproben mittels Bohrung
▶ Arbeitsorte
Geoökologen und Geoökologinnen arbeiten in erster Liniein Büroräumenin Laborsim Freienin Besprechungs- und Schulungsräumenin Seminarräumen sowie HörsälenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil
▶ Kompetenzen
Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:ArtenschutzBodenkundeBodenschutzForschungGeobotanikGeochemieGeoökologieGeophysikGeotechnikGewässerschutzHydrologieKlimatologieNaturschutzÖkologieUmweltanalytikUmweltmonitoringUmweltrechtWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:BodensanierungBodenschutzrechtErosionsschutzGefahren-Management-Systeme - GMSGefahrstoffsanierungGeologieGewässerentwicklungGrundwassermonitoringGrundwasserschutzGutachter-, SachverständigentätigkeitHydrogeologieKlimawandelanpassungLuftbildauswertungNachbergbauRaumordnungsrechtRegenwassermanagementRegional- und RaumordnungsplanungRekultivierungRenaturierungUmweltberatungUmweltpädagogikUmweltverträglichkeitsprüfungUrban MiningWasserrechtWasserwirtschaftWeitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:Kompetenzgruppe "Geoinformationssysteme, Kartografie-, Vermessungssoftware"Kompetenzgruppe "Geowissenschaften"
▶ Digitalisierung
Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Geoökologen und -ökologinnen ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:3-D-Laserscanning (z.B. Geländevermessung mit einem 3-D-Laserscanner durchführen)3-D-Simulation (z.B. Auswirkungen der menschlichen Nutzung von Ressourcen mithilfe einer dreidimensionalen Simulation visualisieren)Blended Learning (z.B. Lehrmaterial für die Kombination von virtuellen Lernsettings und Präsenzveranstaltungen vorbereiten)Digitale Topografische Karten - DTK (z.B. digitale topografische Karten erstellen und aktualisieren)Dokumentenmanagementsysteme - DMS (z.B. Konzepte, Untersuchungsdokumentationen und Flächennutzungspläne digital archivieren und verwalten)Drohnentechnik (z.B. Drohnen einsetzen, um Emissionsmessungen durchzuführen)Gefahren-Management-Systeme - GMS (z.B. mithilfe von GMS geologische Risiken einschätzen und Maßnahmen planen)Geoinformationssysteme - GIS (z.B. Messdaten in Geoinformationssysteme eingeben und bearbeiten)Laborinformationssysteme - LIS (z.B. Proben mit vernetzten Labor- und Analysegeräten auswerten)Low Power Wide Area Network - LP-WAN (z.B. übermittelte Daten zu Hang- und Bodenerosion, Luft- und Wasserqualität analysieren)Massive Open Online Course - MOOC (z.B. Onlinekurse an einer Hochschule durchführen)Numerische Simulation (z.B. Auswirkungen von menschlichen Eingriffen auf Ökosysteme b...
▶ Arbeitssituation
Geoökologen und -ökologinnen benötigen analytischen Fähigkeiten, um die Einwirkungen des Menschen auf Ökosysteme und die Möglichkeiten für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur wissenschaftlich zu erforschen. Das setzt ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und eine sorgfältige Arbeitsweise voraus. Laboruntersuchungen sind Präzisionsarbeit und erfordern genaues Beobachten, hohe Konzentration und Durchhaltevermögen. Für die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Vertretern anderer Fachdisziplinen und für die Beratung von Bürgern und Betrieben in Umweltschutzfragen ist eine gute Kommunikationsfähigkeit unerlässlich. Wenn sie ein Forschungsprojekt leiten, nutzen sie ihre organisatorischen und planerischen Fähigkeiten sowie - bei internationalen Projekten - ihre Fremdsprachenkenntnisse. Dabei leiten sie Mitarbeiter/innen an und weisen ihnen Aufgaben zu. In der Lehre an Hochschulen wenden sie zudem pädagogische sowie fachdidaktische Kenntnisse an und tragen Verantwortung für ihre Studierenden.Geoökologen und -ökologinnen arbeiten im Labor häufig bei künstlicher Beleuchtung und tragen hier Schutzkleidung, z.B. Einweghandschuhe, Laborkittel und Schutzbrille. Im Büro erledigen sie am Computer Dokumentations- und Verwaltungsaufgaben, erstellen Publikationen oder bereiten Präsentationen vor. Bei der Probennahme halten sie sich oft im Freien auf, mitunter in unwegsamem Gelände, und sind dabei wechselnden Witterungsbedingungen ausgesetzt.
▶ Existenzgründung
Geoökologen und Geoökologinnen können sich selbstständig machen z.B. als:Gutachter/innenProjektleiter/innenBerater/innen Auftraggeber/innen können Unternehmen, Behörden, Verbände oder wissenschaftliche Einrichtungen sein.
▶ Verdienst/Einkommen
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 4.599 € bis 5.874 €Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (monatlich): 4.299 € bis 4.739 €Quellen:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L)Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Branchen im Einzelnen
Natur-, Ingenieur-, Agrarwissenschaften und MedizinSonstige Forschung und Entwicklung im Bereich Natur-, Ingenieur-, Agrarwissenschaften und Medizin, z.B. Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Deutscher Wetterdienst, geologische Forschungsinstitute, interdisziplinäre ForschungseinrichtungenTechnische, physikalische, chemische UntersuchungTechnische, physikalische und chemische Untersuchung, z.B. Wasser- oder BodenanalysenIngenieurdienstleistungenIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen, z.B. für die Untersuchung von AltlastenÖffentliche VerwaltungAllgemeine öffentliche Verwaltung, z.B. geologische LandesämterÖffentliche Verwaltung des Umwelt- und Naturschutzes, z.B. Naturschutzbehörden, Landesanstalten für UmweltschutzWirtschaftsförderung, -ordnung und -aufsicht, z.B. Verkehrs- bzw. FremdenverkehrsämterHochschulen, Fachhochschulen, Berufs-, FachakademienUniversitätenFachhochschulen, Duale Hochschulen, VerwaltungsfachhochschulenEinrichtungen des tertiären Bildungsbereichs a. n. g.Politische Parteien, Verbände, OrganisationenOrganisationen der Bildung, Wissenschaft und Forschung, z.B. Deutsche Geologische Gesellschaft, Geologische VereinigungAlle anderen Interessenvertretungen und Vereinigungen a. n. g., z.B. Umweltschutzorganisationen, EntwicklungshilfeorganisationenAbfallwirtschaft, RecyclingVerwertung von Abfällen
▶ Zugang zur Tätigkeit
Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Geoökologie.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.
▶ Zugangsstudienfächer
Geoökologie (grundständig)Geoökologie (weiterführend)
▶ Arbeitsbereiche/Branchen
Geoökologen und Geoökologinnen finden Beschäftigungin Forschungsinstitutenin chemischen und physikalischen Untersuchungslaborsin Ingenieurbüros für technische Fachplanungin Umwelt- und Naturschutzbehördenan Hochschulenbei Umweltschutzorganisationenin Betrieben der Abfallwirtschaft
▶ Tätigkeitsbezeichnungen
Geoökologe/-ökologinBerufsbezeichnung in englischer SpracheGeoecologist (m/f)
▶ Arbeits- und Sozialverhalten
Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. Bereitschaft, bei Arbeitsengpässen zusätzliche, fachlich anspruchsvolle Labor- und Analysearbeiten tatkräftig und engagiert zu übernehmen)Sorgfalt (z.B. fehlerfreies Analysieren von Wasser-, Boden- und Luftproben)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Erstellen von Ökobilanzen, Stellungnahmen und Gutachten)
▶ Die Tätigkeit im Überblick
Geoökologen und Geoökologinnen untersuchen, wie Menschen auf Ökosysteme einwirken und erarbeiten daraus Konzepte für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur.
▶ Stellen- und Bewerberbörsen
BDG - Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler e.V.Earthworks-jobs.comEnvironmentjob.co.ukGEOjobs.degreenjobs.deJobbörse des Norddeutschen Wasserzentrums e.V.nature careersStellenmarkt-Umweltschutz.deWILA-Arbeitsmarkt
▶ Verbände und Organisationen
Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI)Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler e.V. (BDG)Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)European Federation of Geologists (EFG)Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU)Umweltbundesamt (UBA)Verband für Geoökologie in Deutschland e.V. (VGöD)
▶ Arbeitsbedingungen im Einzelnen
Verantwortung für Personen (z.B. Studierende unterrichten und betreuen)Verantwortung für Sachwerte (z.B. Umweltverträglichkeitsuntersuchungen bei Bauvorhaben durchführen)Kundenkontakt (Behörden, Unternehmen und Einzelpersonen in ökologischen Fragen beraten)Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. Mess- und Laborgeräte)Bildschirmarbeit (z.B. Daten mit Statistikprogrammen und Geoinformationssystemen am Computer auswerten)Präzisions-, Feinarbeit (bei Messungen und Analysen im Labor)Tragen von Schutzkleidung, -ausrüstung (beim Umgang mit gesundheitsgefährdenden Substanzen)Arbeit im Labor (z.B. Bodenproben analysieren)Arbeit in Büroräumen (z.B. Gutachten und Anträge auf Fördermittel schreiben)Arbeit in Unterrichts-/Schulungsräumen (z.B. Lehrveranstaltungen in Hörsälen oder Seminarräumen vor einer Gruppe durchführen)Arbeit im Freien (bei Geländeuntersuchungen)Arbeit bei Kälte, Hitze, Nässe, Feuchtigkeit, Zugluft (z.B. bei der Erfassung von Boden-, Luft- und Wasserproben)Arbeit bei künstlicher Beleuchtung (bei Labortätigkeiten)Umgang mit Chemikalien (z.B. zur Aufbereitung und Analyse der gewonnenen Proben)
▶ Berufliche Einsatzmöglichkeiten
Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:Gutachter-, SachverständigentätigkeitUmwelt-Auditor/Umwelt-AuditorinLaboranalyseLaborleiter/LaborleiterinUmweltanalytiker/UmweltanalytikerinLehrtätigkeit an HochschulenDozent/Dozentin an Hochschulen und AkademienStudiengangkoordinator/StudiengangkoordinatorinVerfahrens-, ProduktentwicklungLeiter/Leiterin in der Forschung und EntwicklungWissenschaftliche ForschungForschungsreferent/ForschungsreferentinLeiter einer Forschungsgruppe/Leiterin einer ForschungsgruppeWissenschaftlicher Mitarbeiter/Wissenschaftliche Mitarbeiterin
▶ Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel
Untersuchungsobjekte, z.B.: Proben der Umweltmedien Boden, Wasser, Luft und Pflanzen sowie GesteinsprobenLaborausstattung, z.B.: Mikroskope, Spektrometer, IonenchromatografenGeräte, z.B.: Seismometer, Messsatelliten, Sonden, Höhenmesser, Geologenkompasse, Rammsondiergeräte, Hydraulikhämmer, RaupenbohrgeräteUnterlagen, z.B.: geologische und bodenökologische Karten, Raumordnungs-, Flächennutzungspläne, Untersuchungsdokumentationen, Sanierungskonzepte, Präsentations- und Beratungsunterlagen, Gutachten, Rechtsvorschriften (z.B. Emissions- und Immissionsschutzbestimmungen)Büroausstattung und Software, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon, Statistikprogramme, Geoinformationssysteme, Simulationsprogramme
▶ Aufgaben und Tätigkeiten kompakt
Geoökologen und Geoökologinnen arbeiten z.B. im Umweltschutz, in der Abfallwirtschaft, Agrar- und Forstwirtschaft oder in der Landesplanung. Sie untersuchen die Folgen menschlicher Eingriffe in Boden, Wasser und Atmosphäre. Dazu analysieren sie z.B. Wechselwirkungen der Energie- und Stoffkreisläufe zwischen verschiedenen Ökosystembestandteilen. Sie entwickeln Konzepte, um Umweltbelastungen zu vermeiden und Lebensräume wiederherzustellen. Sie nehmen Proben und analysieren sie im Labor und können so Auswirkungen chemischer Stoffe auf Tiere, Pflanzen und Menschen abschätzen. Außerdem sind sie in der Umweltberatung und -erziehung tätig, erstellen Gutachten und unterstützen z.B. Gesetzesentwürfe mit ihrem Fachwissen.
▶ Weiterbildung (berufliche Anpassung)
Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Geowissenschaften, Geoinformationssysteme, Gewässerschutz, Wasserwirtschaft, Analytische Chemie).
▶ Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)
Bachelorabsolventen können ihre Berufs- und Karrierechancen durch ein weiterführendes Studium ausbauen, z.B. im Studienfach Geoökologie, Geowissenschaften oder Umweltwissenschaft.Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.
▶ Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen
Analyse und Konzeptionuntersuchen, wie Geoökosysteme (Landschaften, Standorte) aufgebaut sind und als Teil des Ökosystems Erde funktionierendie Wechselwirkungen der Energie- und Stoffkreisläufe zwischen den Ökosystembestandteilen Atmosphäre, Boden (Pedosphäre), geologischer Untergrund (Lithosphäre), der Wasserhülle der Erde (Hydrosphäre) sowie der Biosphäre (Mensch, Tier und Pflanzenwelt) beschreiben, darstellen und modellierenerforschen, wie menschliches Handeln Natur und Umwelt verändert, z.B. durch Landwirtschaft, Industrie oder SchadstoffeLösungsmöglichkeiten erarbeiten, um die natürlichen Lebensgrundlagen des Menschen zu erhalten und geschädigte Ökosysteme zu sanierendie physikalischen, chemischen und biologischen Prozesse in Ökosystemen mithilfe von Labor- und Geländeversuchen analysierenErgebnisse aus Experimenten nutzen und in mathematische Modelle von Ökosystemen umsetzen, in der Natur ablaufende Prozesse simulierenaus Versuchsergebnissen neue Hypothesen entwickeln, Fragestellungen experimentell überprüfenTheorien und Konzepte mit ökologischen und ökonomischen Methoden überprüfennaturwissenschaftliche Ansätze mit wirtschafts-, sozial-, politik- und rechtswissenschaftlichen Konzeptionen kombinierenBeratung und GutachtenUmweltverträglichkeitsuntersuchungen z.B. bei Bauvorhaben durchführen, Gutachten und Stellungnahmen anfertigendie fachlichen Teile bei Gesetzentwürfen und Verordnungen erarbeitenBehörden, Unternehmen und Einzelpersonen in ökologischen Fragen beratenUmwe...
▶ Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)
Folgende weitere Beschäftigungsalternativen bieten sich für den Beruf Geoökologe/-ökologin an:Tätigkeitsfeld Verfahrens-, ProduktentwicklungGeophysiker/GeophysikerinIngenieur/Ingenieurin für Umweltschutz/UmwelttechnikHydrologe/HydrologinMineraloge/MineraloginSystemwissenschaftler/SystemwissenschaftlerinGemeinsamkeiten:geologische Prozesse mit naturwissenschaftlichen Methoden erfassen, analysieren und modellierenKonzepte zur Abwasser-, Boden- und Luftsanierung entwickelnInformationstechnik und mathematische Modelle nutzenHinweis: Die genannten Jobalternativen erfordern ggf. eine längere Einarbeitung oder eine Zusatzausbildung.
▶ Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)
Worum geht es?Geoökologen und -ökologinnen untersuchen die Einwirkung des Menschen auf Ökosysteme und erarbeiten daraus Konzepte für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur.Querschnittsorientierter UmweltschutzDie Arbeitsfelder der Geoökologen und -ökologinnen reichen von Umweltanalytik (Wasser, Luft, Boden, Lebensmittel) über Abfall- und Wasserwirtschaft sowie Altlastensanierung bis hin zu Landschaftsplanung, Öko-Audit und Umwelt- und Ressourcenmanagement. Sie verfügen über ein prozessorientiertes Verständnis von Ökosystemen samt ihren Wechselwirkungen zwischen Geo- und Biosphäre sowie Kenntnisse über die Methoden eines nachhaltigen Umweltmanagements wie Monitoring, Nutzung, Schutz und Sanierung. Aufgrund ihrer querschnittsorientierten Ausbildung sind Geoökologen und -ökologinnen oft in Schnittstellenfunktionen tätig.Analyse und PlanungGeoökologen und -ökologinnen analysieren Probleme, die durch menschliche Eingriffe in die Natur entstehen, sei es in Städten, auf land- oder forstwirtschaftlich genutzten Flächen, in Gewässern oder in der Luft. Sie untersuchen die Umweltmedien Boden, Wasser, Luft und Pflanze und wenden bei der Analyse ihr Wissen über das Zusammenwirken der darin enthaltenen natürlichen wie auch der von Menschen gemachten Stoffe an. Bei der Untersuchung von Stoff- und Energiekreisläufen erfassen sie zunächst den aktuellen Zustand, indem sie z.B. Landschaftsformen kartieren oder Boden- und Vegetationsmonitoring durchführen. Diese Daten werden meist mithi...
▶ Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten
Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt.Fähigkeitennumerisches (rechnerisches) Denken (z.B. Entwickeln mathematischer Modelle für die Simulation von Naturvorgängen)figural-räumliches Denken (z.B. Interpretieren von geologischen Karten und 3-D-Modellen)Auge-Hand-Koordination (z.B. Positionieren und Einstellen von Messinstrumenten bei der Geländearbeit)Technisches Verständnis (z.B. Einsatz komplexer Prüfgeräte und Laboreinrichtungen)Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Planen und Organisieren eines Boden- und Vegetationsmonitorings)Räumliche Orientierung (z.B. Orientieren im Gelände anhand geologischer und bodenökologischer Karten)Kenntnisse und FertigkeitenRechenfertigkeiten (z.B. Berechnen von Emissionswerten)
▶ Charakteristische körperliche Anforderungen
Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Robuste Gesundheit (z.B. Geländeuntersuchungen unter widrigen Witterungsbedingungen durchführen)Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Versuchsanordnungen im Labor aufbauen; Gewässerproben nehmen)Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. mit Pipetten und empfindlichen Laborgeräten hantieren)Sehvermögen für die Ferne - auch korrigiert (z.B. zur Gewinnung von Boden-, Luft- und Wasserproben Geländebegehungen durchführen)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. Daten mit Statistikprogrammen und Geoinformationssystemen am Bildschirm auswerten; mikroskopische Untersuchungen durchführen)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. telefonische Anfragen von Behörden, Unternehmen und Einzelpersonen zu ökologischen Themen verstehen)Gesunde, widerstandsfähige Haut an Händen und Armen (z.B. zur Aufbereitung und Analyse der gewonnenen Proben mit Chemikalien umgehen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.
▶ Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen
Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Geoökologe/-ökologin an:Job- und Besetzungsalternativenfür Teiltätigkeiten und berufliche Einsatzmöglichkeiten (mit/ohne Einarbeitung):Umweltanalytiker/Umweltanalytikerinin angrenzenden Berufen:Geologe/GeologinGeowissenschaftler/GeowissenschaftlerinLandschaftsökologe/LandschaftsökologinUmweltwissenschaftler/UmweltwissenschaftlerinEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen
▶ Anerkennung von ausländischen Qualifikationen
Die Tätigkeit als Geoökologe/-ökologin ist nicht reglementiert.Um mit einem im Ausland erworbenen Abschluss in diesem Beruf zu arbeiten, ist keine berufliche Anerkennung notwendig. Jedoch besteht die Möglichkeit, für ausländische Hochschulabschlüsse eine individuelle Zeugnisbewertung durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) zu beantragen. Diese kann für Bewerbungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt hilfreich sein.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte
▶ Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen
Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Infektanfälligkeit, chronische Infektionskrankheiten (z.B. Geländeuntersuchungen unter widrigen Witterungsbedingungen durchführen)Eingeschränkte Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Versuchsanordnungen im Labor aufbauen; Gewässerproben nehmen)Eingeschränkte Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. mit Pipetten und empfindlichen Laborgeräten hantieren)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Ferne (z.B. zur Gewinnung von Boden-, Luft- und Wasserproben Geländebegehungen durchführen)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. Daten mit Statistikprogrammen und Geoinformationssystemen am Bildschirm auswerten; mikroskopische Untersuchungen durchführen)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. telefonische Anfragen von Behörden, Unternehmen und Einzelpersonen zu ökologischen Themen verstehen)Chronische oder allergische Hauterkrankungen oder mangelnde Widerstandsfähigkeit der Haut an Händen und Armen (z.B. zur Aufbereitung und Analyse der gewonnenen Proben mit Chemikalien umgehen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfests...
▶ Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)
Folgende weitere Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Geoökologe/-ökologin an:Tätigkeitsfeld Verfahrens-, ProduktentwicklungGeophysiker/GeophysikerinIngenieur/Ingenieurin für Umweltschutz/UmwelttechnikGemeinsamkeiten:geologische Prozesse mit naturwissenschaftlichen Methoden erfassen, analysieren und modellierenKonzepte zur Abwasser-, Boden- und Luftsanierung entwickelnInformationstechnik und mathematische Modelle nutzenHinweis: Die genannten Besetzungsalternativen erfordern ggf. eine Einarbeitung, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Geoökologe/Geoökologin
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Geoökologe/Geoökologin in Deutschland? ▼
Ein Geoökologe/eine Geoökologin in Deutschland ist ein Experte, der mit einem interdisziplinären Ansatz Lösungen für Umweltprobleme entwickelt und die Wechselwirkungen zwischen natürlichen Systemen und dem Menschen untersucht. Dieser Grundberuf konzentriert sich insbesondere auf den Schutz des ökologischen Gleichgewichts, das nachhaltige Management natürlicher Ressourcen und die Vermeidung von Umweltverschmutzung. Geoökologen, spezialisiert auf Mathematik und Naturwissenschaften, streben danach, die ökologische Gesundheit unseres Planeten zu verbessern und eine lebenswerte Umwelt für zukünftige Generationen zu hinterlassen.
Ist Geoökologe/Geoökologin eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Geoökologe/Geoökologin" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.
Wie kann ich in Deutschland als Geoökologe/Geoökologin qualifiziert werden? ▼
Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Geoökologie.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.
Wo arbeiten Geoökologe/Geoökologin in Deutschland typischerweise? ▼
Geoökologen und Geoökologinnen arbeiten in erster Liniein Büroräumenin Laborsim Freienin Besprechungs- und Schulungsräumenin Seminarräumen sowie HörsälenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil
Wie hoch ist das typische Gehalt für Geoökologe/Geoökologin in Deutschland? ▼
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 4.599 € bis 5.874 €Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (monatlich): 4.299 € bis 4.739 €Quellen:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L)Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.