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Geomatiker/Geomatikerin

Geomatiker/in

Ausbildung Ingenieurwissenschaften KldB B 31222

Was ist Geomatiker/Geomatikerin?

Was macht man in diesem Beruf?Geomatiker/innen beschaffen Geodaten, indem sie selbst Vermessungen durchführen oder vorhandene geografische Informationen von anderen Anbietern beziehen. Mithilfe spezieller Software verarbeiten sie die Daten zu Karten und Grafiken, dreidimensionalen Darstellungen und multimedialen Anwendungen. Sie heben besondere Eigenschaften räumlicher Gegebenheiten hervor, modellieren Veränderungsprozesse und visualisieren Pläne. Auch beraten sie Kunden hinsichtlich der benötigten Menge und Art der Daten, der optimalen Darstellung und der Schlussfolgerungen, die sich z.B. für die Standortplanung ergeben.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Geomatiker/innen finden Beschäftigungin Behörden des Vermessungswesensin Unternehmen der Geoinformationswirtschaftin Verlagen für KartografieArbeitsorte:Geomatiker/innen arbeiten in erster Linie in BüroräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Freienim Homeoffice bzw. mobilWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [1.0%]mittlerer Bildungsabschluss [35.0%]35Hochschulreife [62.0%]62Sonstige [2.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussAusbildungsbereich öffentlicher DienstAusbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)mittlerer Bildungsabschluss [55.0%]55Hochschulreife [45.0%]45Ausbildungsbereich Industrie und HandelWorauf kommt es an?Anforderungen:Sorgfalt (z.B. beim Übertragen von Daten in grafische Darstellungen, beim Zusammenführen von Daten aus verschiedenen Datenbanken und Auswerten von Geodaten)Räumliches Vorstellungsvermögen und zeichnerische Befähigung (z.B. beim Anfertigen von Skizzen und Zeichnungen zu Geländeaufnahmen)Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim exakten Positionieren und Bedienen von Vermessungsgeräten an wechselnden Messpunkten)Schulfächer:Mathematik (z.B. um statistische Unterlagen auszuwerten und visuell aufzubereiten)Erdkunde/Geografie (z.B. um geografische Darstellungen zu beschreiben)Informatik (z.B. um Daten mithilfe von Geoinformationssystemen zu erfassen)Deutsch (z.B. um Visualisierungen zu beschriften und textlich zu erläutern)Physik (z.B. um Merkmale des Lichts und des Farbsehens zu berücksichtigen)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 857 € bis 903 € (Ingenieurbüros), 1.297 € (öffentlicher Dienst)2. Ausbildungsjahr: 1.059 € bis 1.113 € (Ingenieurbüros), 1.351 € (öffentlicher Dienst)3. Ausbildungsjahr: 1.259 € bis 1.325 € (Ingenieurbüros), 1.401 € (öffentlicher Dienst)

Steckbrief

Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung im öffentlichen Dienst sowie in Industrie und Handel (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Ingenieurwissenschaften →

Der Beruf Geomatiker/Geomatikerin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Geomatiker/innen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe und Verlage der Kartografie, Betriebe und Behörden, in denen Geoinformationssysteme angewendet werden): Büroräume, im FreienBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Baden-Württemberg und Saarland in Stuttgart (Baden-Württemberg):Johannes-Gutenberg-Schule Stuttgart Zentrum für Druck und Kommunikationfür die Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein in Hamburg (Hamburg):Berufliche Schule Bautechnik (BS 08)für die Länder Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein in Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern):Regionales Berufliches Bildungszentrum Schwerin - Technikfür die Länder Bremen und Niedersachsen in Oldenburg (Niedersachsen):Bildungszentrum für Technik und Gestaltung der Stadt OldenburgQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Steckbrief

BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung im öffentlichen Dienst sowie in Industrie und Handel (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Geomatiker/innen beschaffen Geodaten, indem sie selbst Vermessungen durchführen oder vorhandene geografische Informationen von anderen Anbietern beziehen. Mithilfe spezieller Software verarbeiten sie die Daten zu Karten und Grafiken, dreidimensionalen Darstellungen und multimedialen Anwendungen. Sie heben besondere Eigenschaften räumlicher Gegebenheiten hervor, modellieren Veränderungsprozesse und visualisieren Pläne. Auch beraten sie Kunden hinsichtlich der benötigten Menge und Art der Daten, der optimalen Darstellung und der Schlussfolgerungen, die sich z.B. für die Standortplanung ergeben.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Geomatiker/innen finden Beschäftigungin Behörden des Vermessungswesensin Unternehmen der Geoinformationswirtschaftin Verlagen für KartografieArbeitsorte:Geomatiker/innen arbeiten in erster Linie in BüroräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Freienim Homeoffice bzw. mobilWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [1.0%]mittlerer Bildungsabschluss [35.0%]35Hochschulreife [62.0...

BERUF AKTUELL

BerufsbezeichnungGeomatiker/inBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer3 JahreWas macht man in diesem Beruf?Geomatiker/innen beschaffen Geodaten, indem sie selbst Vermessungen durchführen oder vorhandene geografische Informationen von anderen Anbietern beziehen. Mithilfe spezieller Software verarbeiten sie die Daten zu Karten und Grafiken, dreidimensionalen Darstellungen und multimedialen Anwendungen. Sie heben besondere Eigenschaften räumlicher Gegebenheiten hervor, modellieren Veränderungsprozesse und visualisieren Pläne. Auch beraten sie Kunden hinsichtlich der benötigten Menge und Art der Daten, der optimalen Darstellung und der Schlussfolgerungen, die sich z.B. für die Standortplanung ergeben.Wo arbeitet man?Geomatiker/innen finden Beschäftigungin Behörden des Vermessungswesensin Unternehmen der Geoinformationswirtschaftin Verlagen für KartografieWeitereBerufe in der Vermessung und GeoinformationBerufe mit Geowissenschaften

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Ausbildungsaufbau

Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:Berufsbezogene Rechts- und Verwaltungsvorschriften, Normen und Standards Grundlagen der Geoinformationstechnologie Einzelprozesse des Geodatenmanagements Ausbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:Betriebe der Geoinformationstechnologie vorstellen Geodaten unterscheiden und bewerten Geodaten erfassen und bearbeitenGeodaten in Geoinformationssystemen verwenden und präsentierenZwischenprüfung zu Beginn des 2. Ausbildungsjahres2. und 3. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:Informations- und Kommunikationssysteme der GeoinformatikGanzheitliche Prozesse des GeodatenmanagementsAuftragsabwicklung und MarketingAusbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:Datenbanken erstellen, Geodaten pflegen und verwaltenGeodaten beziehen, modellieren und Geoprodukte gestaltenGeobasisdaten mit Fachdaten verknüpfen und visualisierenFernerkundungsdaten auswerten, interpretieren und in ein Geoinformationssystem einbindenGeodaten in multimedialen Produkten realisieren Geodaten für Print-Produkte aufbereitenMehrdimensionale Geoprodukte entwickelnGeoprodukte kundenorientiert konzipieren und umsetzenAbschlussprüfung nach dem 3. Aus...

Ausbildungskosten

Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:Grundlagen des Raumbezugs, Grundzüge der Fotogrammetrie und Fernerkundungsmethoden zu unterscheidenwelche vermessungstechnischen Methoden und Geräte es gibt und wie sie angewendet werdenGeodaten auf Aktualität, Genauigkeit, Korrektheit, Vollständigkeit und Plausibilität zu überprüfen wie sich Geodaten in Plänen, Karten und Datenmodellen konstruieren und darstellen lassen und wie man mehrdimensionale Objekte und Modelle daraus ableiten, darstellen und auswerten kannwie Metadateninformationssysteme unterschieden und genutzt werden und wie man Geodaten modelliert, harmonisiert, integriert und interpretiert sowie sie in andere Bezugssysteme transformiert, sie klassifiziert, generalisiert und aktualisiertwie man interne und externe Informations- und Kommunikationssysteme nutzt, z.B. internationale, nationale und regionale Geodateninfrastrukturen unterscheidet, Geodatendienste auswählt und Funktionalitäten von Geoinformationssystemen anwendetwelche Datenbankmodelle und Datenbankmanagementsysteme es gibt und wie Datenbanken eingesetzt werden Daten und Informationen zu recherchieren, zu bewerten, auszuwählen, zu dokumentieren und strukturiert zu speichernForm, Größe und Lage von Objekten aus optischen Bilddaten mittels fernerkundlicher Verfahren zu bestimmen und teilautomatische und automatische Prozesse zur Vektorisierung anzuwendenwie man Daten, Karten, Pläne sowie Skizzen oder Bilder zur Weiterbearbeitung in Bezugsyste...

Ausbildungssituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): am Bildschirm Pläne, Karten und Vorlagen bearbeiten, vermessungstechnische Daten übertragen, Vermessungsergebnisse dokumentieren; Lage- oder Höhenvermessungen durchführenUmgebung: Bildschirmarbeit in Büroräumen, Witterungseinflüsse im Freien (bei Vermessungen)Anforderungen:Sorgfalt (z.B. beim Übertragen von Daten in grafische Darstellungen, beim Zusammenführen von Daten aus verschiedenen Datenbanken und Auswerten von Geodaten)Räumliches Vorstellungsvermögen und zeichnerische Befähigung (z.B. beim Anfertigen von Skizzen und Zeichnungen zu Geländeaufnahmen)Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim exakten Positionieren und Bedienen von Vermessungsgeräten an wechselnden Messpunkten)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht

Ausbildung im Ausland

Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel Ingenieur-, Architektur- und Planungsbüros (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 857 € bis 903 €2. Ausbildungsjahr: 1.059 € bis 1.113 €3. Ausbildungsjahr: 1.259 € bis 1.325 €Die Empfehlung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Beispiel öffentlicher Dienst (Länder) (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.297 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €3. Ausbildungsjahr: 1.401 €Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Quellen:Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Mathematik: z.B. um statistische Unterlagen auszuwerten und visuell aufzubereitenErdkunde/Geografie: z.B. um geografische Darstellungen zu beschreibenInformatik: z.B. um Daten mithilfe von Geoinformationssystemen zu erfassenDeutsch: z.B. um Visualisierungen zu beschriften und textlich zu erläuternPhysik: z.B. um Merkmale des Lichts und des Farbsehens zu berücksichtigen

Zusatzqualifikationen

Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/in

Ausbildungsalternativen

Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Geomatiker/in an:Bereich Vermessung und GeoinformationVermessungstechniker/Vermessungstechnikerin Fachrichtung VermessungVermessungstechniker/Vermessungstechnikerin Fachrichtung BergvermessungGemeinsamkeit:Geo- bzw. Vermessungsdaten erfassen, verarbeiten, visualisieren und verwalten

Entwicklung der Ausbildung

1959:Staatliche Anerkennung des Berufs Kartograf/inAufhebung der ursprünglichen Lehrberufe Landkartenzeichner/in und Kartolithograf/in1975:Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz tritt in Kraft1982 und 1997:Änderungen der Ausbildungsordnung2010:Verordnung über die Berufsausbildung in der Geoinformationstechnologie tritt in KraftDem Einsatz in modernen Medien wird nun ein besonderer Stellenwert eingeräumt, z.B. Erstellung von Präsentationsgrafiken und 3-D-Modellen von ErdschichtenAufhebung des Vorläuferberufs Kartograf/Kartografin2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren.2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.

Die Ausbildung im Überblick

Geomatiker/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im Öffentlichen Dienst sowie in Industrie und Handel.

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

AbschlussbezeichnungGeomatiker/Geomatikerin

Perspektiven nach der Ausbildung

Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Geomatiker/innen verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in".Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Ausbildung arbeiten Geomatiker/innen in Behörden des Vermessungswesens oder in Betrieben, die Geoinformationssysteme einsetzen.Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Geowissenschaften bis hin zu Vermessungstechnik.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, eine Weiterbildung als Techniker/in der Fachrichtung Vermessungstechnik abzulegen.Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Vermessungstechnik erwerben.Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. als Dienstleister/in für Geodatenvisualisierung.

Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2024 gab es im Ausbildungsbereich öffentlicher Dienst 207 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 62 Prozent verfügten über die Hochschulreife, 35 Prozent besaßen einen mittleren Bildungsabschluss. 1 Prozent verfügte über einen Hauptschulabschluss. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [1.0%]mittlerer Bildungsabschluss [35.0%]35Hochschulreife [62.0%]62Sonstige [2.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussAusbildungsbereich öffentlicher DienstIm Ausbildungsbereich Industrie und Handel gab es 33 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 55 Prozent verfügten über einen mittleren Bildungsabschluss, 45 Prozent besaßen die Hochschulreife. 9 Prozent der Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen hatten vor Ausbildungsbeginn an einer betrieblichen Qualifizierungsmaßnahme teilgenommen. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)mittlerer Bildungsabschluss [55.0%]55Hochschulreife [45.0%]45Ausbildungsbereich Industrie und HandelQuelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Rechtliche Regelungen für die Ausbildung

Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung in der Geoinformationstechnologie vom 30.05.2010 (BGBl. I S. 694)Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Geomatiker/Geomatikerin (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 25.03.2010)

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Geomatiker/Geomatikerin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Geomatiker/Geomatikerin in Deutschland?

Was macht man in diesem Beruf?Geomatiker/innen beschaffen Geodaten, indem sie selbst Vermessungen durchführen oder vorhandene geografische Informationen von anderen Anbietern beziehen. Mithilfe spezieller Software verarbeiten sie die Daten zu Karten und Grafiken, dreidimensionalen Darstellungen und multimedialen Anwendungen. Sie heben besondere Eigenschaften räumlicher Gegebenheiten hervor, modellieren Veränderungsprozesse und visualisieren Pläne. Auch beraten sie Kunden hinsichtlich der benötigten Menge und Art der Daten, der optimalen Darstellung und der Schlussfolgerungen, die sich z.B. für die Standortplanung ergeben.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Geomatiker/innen finden Beschäftigungin Behörden des Vermessungswesensin Unternehmen der Geoinformationswirtschaftin Verlagen für KartografieArbeitsorte:Geomatiker/innen arbeiten in erster Linie in BüroräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Freienim Homeoffice bzw. mobilWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [1.0%]mittlerer Bildungsabschluss [35.0%]35Hochschulreife [62.0%]62Sonstige [2.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussAusbildungsbereich öffentlicher DienstAusbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)mittlerer Bildungsabschluss [55.0%]55Hochschulreife [45.0%]45Ausbildungsbereich Industrie und HandelWorauf kommt es an?Anforderungen:Sorgfalt (z.B. beim Übertragen von Daten in grafische Darstellungen, beim Zusammenführen von Daten aus verschiedenen Datenbanken und Auswerten von Geodaten)Räumliches Vorstellungsvermögen und zeichnerische Befähigung (z.B. beim Anfertigen von Skizzen und Zeichnungen zu Geländeaufnahmen)Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim exakten Positionieren und Bedienen von Vermessungsgeräten an wechselnden Messpunkten)Schulfächer:Mathematik (z.B. um statistische Unterlagen auszuwerten und visuell aufzubereiten)Erdkunde/Geografie (z.B. um geografische Darstellungen zu beschreiben)Informatik (z.B. um Daten mithilfe von Geoinformationssystemen zu erfassen)Deutsch (z.B. um Visualisierungen zu beschriften und textlich zu erläutern)Physik (z.B. um Merkmale des Lichts und des Farbsehens zu berücksichtigen)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 857 € bis 903 € (Ingenieurbüros), 1.297 € (öffentlicher Dienst)2. Ausbildungsjahr: 1.059 € bis 1.113 € (Ingenieurbüros), 1.351 € (öffentlicher Dienst)3. Ausbildungsjahr: 1.259 € bis 1.325 € (Ingenieurbüros), 1.401 € (öffentlicher Dienst)

Ist Geomatiker/Geomatikerin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Geomatiker/Geomatikerin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.

Wie kann ich in Deutschland als Geomatiker/Geomatikerin qualifiziert werden?

In Deutschland folgt "Geomatiker/Geomatikerin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.

Wo arbeiten Geomatiker/Geomatikerin in Deutschland typischerweise?

Geomatiker/innen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe und Verlage der Kartografie, Betriebe und Behörden, in denen Geoinformationssysteme angewendet werden): Büroräume, im FreienBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Baden-Württemberg und Saarland in Stuttgart (Baden-Württemberg):Johannes-Gutenberg-Schule Stuttgart Zentrum für Druck und Kommunikationfür die Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein in Hamburg (Hamburg):Berufliche Schule Bautechnik (BS 08)für die Länder Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein in Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern):Regionales Berufliches Bildungszentrum Schwerin - Technikfür die Länder Bremen und Niedersachsen in Oldenburg (Niedersachsen):Bildungszentrum für Technik und Gestaltung der Stadt OldenburgQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Geomatiker/Geomatikerin in Deutschland?

Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.

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