Gebäudeenergieberater/Gebäudeenergieberaterin
Gebäudeenergieberater/in
Was ist Gebäudeenergieberater/Gebäudeenergieberaterin?
Steckbrief
Berufstyp: Weiterbildungsberuf Weiterbildungsart: Weiterbildungsprüfung nach Regelungen der Handwerkskammern Teilnahme: an Vorbereitungslehrgängen nicht erforderlich Weiterbildungsdauer: Unterschiedlich, 2-15 Monate - je nach Bildungsangebot, Unterrichtszeit (Vollzeit/Teilzeit) und Lernform
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Mathematik, Naturwissenschaften →Der Beruf Gebäudeenergieberater/Gebäudeenergieberaterin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Mathematik, Naturwissenschaften:
- Biodiversity Sciences
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Bioinformatik
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Life Science Innovation
Master · Hochschule Albstadt-Sigmaringen
- Medizinische Physik
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Physik
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Polymer Materials Science
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Vorbereitungslehrgänge auf die Prüfung finden an Bildungsstätten der Handwerkskammern und sonstigen Bildungseinrichtungen statt.Lernorte sindbei Präsenzveranstaltungen: Schulungsräumebei kombinierten Lernformen (z.B. Blended Learning): Schulungsräume bei Präsenzveranstaltungen, zu Hause bei Online-Lerneinheitenbei Fernunterricht: zu Hause, ggf. Schulungsräume bei Präsenzphasen
▶ Steckbrief
BerufstypWeiterbildungsberufWeiterbildungsartWeiterbildungsprüfung nach Regelungen der HandwerkskammernTeilnahme an Vorbereitungslehrgängen nicht erforderlichWeiterbildungsdauerUnterschiedlich, 2-15 Monate - je nach Bildungsangebot, Unterrichtszeit (Vollzeit/Teilzeit) und LernformAufgaben und TätigkeitenGebäudeenergieberater und -beraterinnen analysieren die Energiebilanz von Wohn- und Betriebsgebäuden, zeigen Schwachstellen auf und beraten zu passenden Lösungen. Sie untersuchen Dächer, Fenster, Keller sowie Wände und stellen fest, ob und wo Gebäude Wärme verlieren und so zu viel Heizenergie verbrauchen. Anschließend empfehlen sie bautechnische Maßnahmen, etwa isolierende Fenster oder eine bessere Dämmung von Dach und Außenwänden. Außerdem prüfen sie, ob Heizanlagen den aktuellen Vorschriften entsprechen, und erklären, welches Heizsystem vor Ort am besten geeignet ist. Sie untersuchen den Stromverbrauch und raten ggf. zu stromsparenden Geräten oder Beleuchtungssystemen. Darüber hinaus informieren sie über staatliche Fördermöglichkeiten, erstellen Energieausweise oder unterstützen Bauverantwortliche, die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes einzuhalten.Arbeitsbereiche und -orteBeschäftigungsbetriebe:Gebäudeenergieberater und -beraterinnen sind beschäftigtin Energieberatungsunternehmenbei Ingenieur- und ArchitekturbürosArbeitsorte:Gebäudeenergieberater und -beraterinnen arbeiten meistin Büro- und Besprechungsräumen bei Kunden/KundinnenSie arbeiten ggf. auchim Homeoffice bzw...
▶ Weiterbildungsdauer
Unterschiedlich, je nach Bildungsangebot und Lernform: Vollzeit: ca. 2 MonateTeilzeit: 5-15 Monate
▶ Weiterbildungsaufbau
Stundenverteilung (beispielhaft):Bauwerk und Baukonstruktionen: 35 StundenBauphysik: 45 StundenTechnische Anlagen: 65 StundenModernisierungsplanung: 70 StundenLuftdichtheitsmessungen mit Blower-Door und Thermographie: 10 StundenGesetzliche Regelungen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz: 15 StundenGesamt: 240 Stunden
▶ Weiterbildungskosten
Für den Besuch von Vorbereitungslehrgängen fallen in der Regel Lehrgangsgebühren an, für die Prüfung selbst in der Regel Prüfungsgebühren. Ggf. entstehen weitere Kosten, z.B. für Arbeitsmaterialien, Fahrten zur Weiterbildungsstätte oder für auswärtige Unterbringung.
▶ Weiterbildungsinhalte
Bauwerk/BaukonstruktionBaustoffkunde, -ökologie, Baukonstruktion, BauteileEnergetische Bilanzierung von WohngebäudenMaßnahmen für die GebäudehülleBauphysikWärme-, Feuchte-, Schall-, BrandschutzLuftdichtheitskonzepte, Blower-Door, Thermografie, KfW-EnergieeffizienzhäuserWärmebrückenberechnungTechnische AnlagenEnergie- und Umwelttechnik Heizung, Raumluft-, Abgas-, Solartechnik, elektrische Anlagen, BeleuchtungstechnikWirtschaftlichkeit von EnergiesparmaßnahmenModernisierungsplanungBerechnung und Bewertung des Energiebedarfs, Konzepte zur Verbesserung der EnergiebilanzEnergieausweise Ausführung und BaubegleitungGebäudeenergieberatung in der Praxis Kosten-/Nutzungsrechnung, DokumentationGesetzliche Regelungen zur Energieeinsparung und EnergieeffizienzRechtliche Rahmenbedingungen, Energieeinsparverordnung Energiesystem Gebäude
▶ Wichtige Vorkenntnisse
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Bereichen sind gute Voraussetzungen, um die Weiterbildungsprüfung erfolgreich zu bestehen:Mathematik/Physik/Technik: z.B. um Modernisierungskonzepte und Energiebilanzen zu erstellenWirtschaft/Recht: z.B. um über Energiesparkonzepte und Förderungsmöglichkeiten zu beraten
▶ Weiterbildungssituation
Die Weiterbildung besteht aus theoretischem Unterricht und Übungen.Je nach Bildungsanbieter sollte man sich auf folgende Bedingungen einstellen:Unterrichtszeitbei Vollzeitunterricht: ganztägiger Unterricht an mindestens vier Wochentagenbei Teilzeitunterricht: i.d.R. berufsbegleitende Weiterbildung am Wochenende oder am AbendLernformbei Präsenzveranstaltungen: Unterricht im Klassenverband an der Bildungseinrichtung (ggf. nicht am Wohnort)bei kombinierten Lernformen (z.B. Blended Learning): Präsenzveranstaltungen im Klassenverband an der Bildungseinrichtung und selbstgestaltetes Lernen über elektronische Lernplattformen und -systeme von zu Hause ausbei Fernunterricht: individuelle Bearbeitung des Lernstoffs von zu Hause aus (hohe Anforderungen an Selbstdisziplin und Arbeitsorganisation); ggf. zusätzlich Präsenzphasen an der Bildungseinrichtung
▶ Weiterbildungsvergütung
Die Teilnahme an einer Weiterbildung wird nicht vergütet.
▶ Weiterbildungsalternativen
Folgende Weiterbildungsalternative bietet sich für den Beruf Gebäudeenergieberater/in an:Bereich GebäudetechnikFachplaner/Fachplanerin für Energie- und GebäudetechnikGemeinsamkeit:Kunden/Kundinnen zu technischer Gebäudeausrüstung, Energieverbrauch und Energieeffizienz beraten
▶ Entwicklung der Weiterbildung
2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung der Weiterbildungsabschlüsse "Geprüfte/r Berufsspezialist/in", "Bachelor Professional" und "Master Professional", um die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung zu betonen. Das Führen der Berufsbezeichnungen ist abhängig vom Erlass entsprechender neuer Fortbildungsregelungen.
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
AbschlussbezeichnungGebäudeenergieberater (HWK)/Gebäudeenergieberaterin (HWK)
▶ Die Weiterbildung im Überblick
Gebäudeenergieberater bzw. Gebäudeenergieberaterin ist eine berufliche Weiterbildung. Die Prüfung ist nach Rechtsvorschriften der jeweiligen Handwerkskammer geregelt.Zugangsvoraussetzungen, Dauer und Abschussbezeichnungen können je nach zuständiger Kammer unterschiedlich sein.Für die Zulassung zur Prüfung ist es nicht erforderlich, an einem Lehrgang teilzunehmen.
▶ Perspektiven nach der Weiterbildung
Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Weiterbildung arbeiten Gebäudeenergieberater/innen z.B. in Energieberatungsunternehmen oder in Ingenieur- und Architekturbüros.Die Beschäftigungsfähigkeit sichernDurch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Energieberatung bis hin zu Energie- und Anlagentechnik.Beruflich weiterkommenMit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Energie-, Ressourcenmanagement erwerben.Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. als freiberufliche/r Gebäudeenergieberater/in.
▶ Rechtliche Regelungen für die Weiterbildung
Zur PrüfungDie zuständigen Kammern erlassen Prüfungsvorschriften. Beispiel für die Regelung einer Handwerkskammer:Rechtsvorschriften für die Fortbildungsprüfung zum Gebäudeenergieberater (HWK)/zur Gebäudeenergieberaterin (HWK) vom 11.05.2014 (HWK München)Übersicht der zuständigen Kammern:Gebäudeenergieberater/ Gebäudeenergieberaterin im Handwerk, Regelungen der zuständigen Stellen für die berufliche Fortbildung
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Weiterbildung
Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung ist i.d.R. ein Meisterabschluss in einem einschlägigen Handwerk, z.B. als:Maurer- und Betonbauermeister/inZimmerermeister/inStuckateurmeister/inMaler- und Lackierermeister/inWärme-, Kälte- und Schallschutzisolierermeister/inInstallateur- und Heizungsbauermeister/inElektrotechnikermeister/inSchornsteinfegermeister/in
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Gebäudeenergieberater/Gebäudeenergieberaterin
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Gebäudeenergieberater/Gebäudeenergieberaterin in Deutschland? ▼
Aufgaben und TätigkeitenGebäudeenergieberater und -beraterinnen analysieren die Energiebilanz von Wohn- und Betriebsgebäuden, zeigen Schwachstellen auf und beraten zu passenden Lösungen. Sie untersuchen Dächer, Fenster, Keller sowie Wände und stellen fest, ob und wo Gebäude Wärme verlieren und so zu viel Heizenergie verbrauchen. Anschließend empfehlen sie bautechnische Maßnahmen, etwa isolierende Fenster oder eine bessere Dämmung von Dach und Außenwänden. Außerdem prüfen sie, ob Heizanlagen den aktuellen Vorschriften entsprechen, und erklären, welches Heizsystem vor Ort am besten geeignet ist. Sie untersuchen den Stromverbrauch und raten ggf. zu stromsparenden Geräten oder Beleuchtungssystemen. Darüber hinaus informieren sie über staatliche Fördermöglichkeiten, erstellen Energieausweise oder unterstützen Bauverantwortliche, die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes einzuhalten.Arbeitsbereiche und -orteBeschäftigungsbetriebe:Gebäudeenergieberater und -beraterinnen sind beschäftigtin Energieberatungsunternehmenbei Ingenieur- und ArchitekturbürosArbeitsorte:Gebäudeenergieberater und -beraterinnen arbeiten meistin Büro- und Besprechungsräumen bei Kunden/KundinnenSie arbeiten ggf. auchim Homeoffice bzw. mobilVoraussetzungenVoraussetzung für die Zulassung zur Prüfung ist i.d.R. ein Meisterabschluss in einem einschlägigen Handwerk, z.B. als:Maurer- und Betonbauermeister/inZimmerermeister/inStuckateurmeister/inMaler- und Lackierermeister/inWärme-, Kälte- und Schallschutzisolierermeister/inInstallateur- und Heizungsbauermeister/inElektrotechnikermeister/inSchornsteinfegermeister/inInhalte der WeiterbildungDie Inhalte können je nach Bildungsangebot variieren.Bauwerk/BaukonstruktionBaustoffkunde, -ökologie, Baukonstruktion, BauteileEnergetische Bilanzierung von WohngebäudenMaßnahmen für die GebäudehülleBauphysikWärme-, Feuchte-, Schall-, BrandschutzLuftdichtheitskonzepte, Blower-Door, Thermografie, KfW-EnergieeffizienzhäuserWärmebrückenberechnungTechnische AnlagenEnergie- und Umwelttechnik Heizung, Raumluft-, Abgas-, Solartechnik, elektrische Anlagen, BeleuchtungstechnikWirtschaftlichkeit von EnergiesparmaßnahmenModernisierungsplanungBerechnung und Bewertung des Energiebedarfs, Konzepte zur Verbesserung der EnergiebilanzEnergieausweise Ausführung und BaubegleitungGebäudeenergieberatung in der Praxis Kosten-/Nutzungsrechnung, DokumentationGesetzliche Regelungen zur Energieeinsparung und EnergieeffizienzRechtliche Rahmenbedingungen, Energieeinsparverordnung Energiesystem Gebäude
Ist Gebäudeenergieberater/Gebäudeenergieberaterin eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Gebäudeenergieberater/Gebäudeenergieberaterin" einer Weiterbildung — fortgeschrittene Spezialisierung, die auf einer bestehenden Ausbildung oder einem Abschluss aufbaut (z. B. Meister, Fachwirt, zertifizierter Kurs).
Wie kann ich in Deutschland als Gebäudeenergieberater/Gebäudeenergieberaterin qualifiziert werden? ▼
Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung ist i.d.R. ein Meisterabschluss in einem einschlägigen Handwerk, z.B. als:Maurer- und Betonbauermeister/inZimmerermeister/inStuckateurmeister/inMaler- und Lackierermeister/inWärme-, Kälte- und Schallschutzisolierermeister/inInstallateur- und Heizungsbauermeister/inElektrotechnikermeister/inSchornsteinfegermeister/in
Wo arbeiten Gebäudeenergieberater/Gebäudeenergieberaterin in Deutschland typischerweise? ▼
Vorbereitungslehrgänge auf die Prüfung finden an Bildungsstätten der Handwerkskammern und sonstigen Bildungseinrichtungen statt.Lernorte sindbei Präsenzveranstaltungen: Schulungsräumebei kombinierten Lernformen (z.B. Blended Learning): Schulungsräume bei Präsenzveranstaltungen, zu Hause bei Online-Lerneinheitenbei Fernunterricht: zu Hause, ggf. Schulungsräume bei Präsenzphasen
Wie hoch ist das typische Gehalt für Gebäudeenergieberater/Gebäudeenergieberaterin in Deutschland? ▼
Die Teilnahme an einer Weiterbildung wird nicht vergütet.