Zum Inhalt springen

Fotograf/Fotografin

Fotograf/in

Ausbildung Ingenieurwissenschaften KldB B 23322

Was ist Fotograf/Fotografin?

Was macht man in diesem Beruf?Fotografen und Fotografinnen erstellen z.B. Porträt-, Produkt-, Architektur- sowie Industriefotografien und entwerfen hierfür entsprechende Bildkonzepte. Vor einer Aufnahme entscheiden sie, welches Aufnahmematerial und welche Kamera einschließlich Objektiv sich für die jeweiligen Aufnahmebedingungen am besten eignen. Sie wählen die Beleuchtungsart, richten die Beleuchtung ein und fotografieren ihr Motiv. Dabei fertigen sie oft Bilderserien an, z.B. mit verschiedenen Objektiven, aus unterschiedlichen Kamerawinkeln oder bei veränderten Lichtverhältnissen. Anschließend bearbeiten sie die Fotografien, retuschieren, vergrößern oder vervielfältigen diese. Darüber hinaus können sie auch softwaregestützt Bilder generieren und diese weiterverarbeiten oder Bewegtbilder produzieren.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Fotografen/Fotografinnen finden Beschäftigung in erster Liniein Fotostudiosbei Pressediensten, -agenturen und Bildarchivdienstenin Verlagenin Werbe- und MedienagenturenArbeitsorte:Fotografen/Fotografinnen arbeiten in erster Linie in Fotostudiosan wechselnden Aufnahmeorten, z.B. im Freien, in Firmengebäuden, in Büro- und Werksräumen, in Sport- und Festhallen, in VeranstaltungshallenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auch im Fotolabor bzw. in der Dunkelkammer, in Verkaufs- und Büroräumen oder im Homeoffice bzw. mobil.Welcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [6.0%]6mittlerer Bildungsabschluss [40.0%]40Hochschulreife [51.0%]51Sonstige [3.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen:Kreativität und Sinn für Ästhetik (z.B. für Bildkomposition, Layoutgestaltung, Bildbearbeitung)Sorgfalt und Beobachtungsgenauigkeit (z.B. beim Bearbeiten von Bilddaten, für das Erkennen von Veränderungen der Lichtverhältnisse)Technisches Verständnis und Lernbereitschaft (z.B. für das Warten von Geräten, Filtern und Linsen, bei neuen Trends in der Fotobranche)Kundenorientierung (z.B. beim Anfertigen von Aufnahmen nach Kundenwünschen)Schulfächer:Kunst (z.B. um Layoutgestaltungen umzusetzen)Physik (z.B. um Lichteigenschaften zu verstehen)Mathematik (z.B. Geometrie und Maßstabsberechnung)Deutsch (z.B. um Kunden/Kundinnen zu beraten)Chemie (z.B. um analoge Fotos zu entwickeln)Was verdient man in der Ausbildung?Zur Höhe der Ausbildungsvergütung liegen derzeit keine Informationen vor.

Steckbrief

Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Ingenieurwissenschaften →

Der Beruf Fotograf/Fotografin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Fotografen/Fotografinnen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Fotoateliers, Betriebe des grafischen Gewerbes): Fotostudios, im Freien, VeranstaltungshallenBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt in Berlin (Berlin):Ernst-Litfaß-Schule - OSZ Mediengestaltung und Medientechnologiefür die Länder Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein in Kiel (Schleswig-Holstein):Regionales Bildungszentrum Wirtschaft Kielfür die Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Gera (Thüringen):Staatliche Berufsbildende Schule Wirtschaft/Verwaltung - Dr. Eduard AmthorQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Steckbrief

BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Fotografen und Fotografinnen erstellen z.B. Porträt-, Produkt-, Architektur- sowie Industriefotografien und entwerfen hierfür entsprechende Bildkonzepte. Vor einer Aufnahme entscheiden sie, welches Aufnahmematerial und welche Kamera einschließlich Objektiv sich für die jeweiligen Aufnahmebedingungen am besten eignen. Sie wählen die Beleuchtungsart, richten die Beleuchtung ein und fotografieren ihr Motiv. Dabei fertigen sie oft Bilderserien an, z.B. mit verschiedenen Objektiven, aus unterschiedlichen Kamerawinkeln oder bei veränderten Lichtverhältnissen. Anschließend bearbeiten sie die Fotografien, retuschieren, vergrößern oder vervielfältigen diese. Darüber hinaus können sie auch softwaregestützt Bilder generieren und diese weiterverarbeiten oder Bewegtbilder produzieren.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Fotografen/Fotografinnen finden Beschäftigung in erster Liniein Fotostudiosbei Pressediensten, -agenturen und Bildarchivdienstenin Verlagenin Werbe- und MedienagenturenArbeitsorte:Fotografen/Fotografinnen arbeiten in erster Linie in Fotostudiosan wechselnden Aufnahmeorten, z.B. im Freien, in Firmengebäuden, in Büro- und Werksräumen, in Sport- und Festhallen, in VeranstaltungshallenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auch im Fotolabor bzw. in d...

BERUF AKTUELL

BerufsbezeichnungFotograf/inBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer3 JahreWas macht man in diesem Beruf?Fotografen und Fotografinnen erstellen z.B. Porträt-, Produkt-, Architektur- sowie Industriefotografien und entwerfen hierfür entsprechende Bildkonzepte. Vor einer Aufnahme entscheiden sie, welches Aufnahmematerial und welche Kamera einschließlich Objektiv sich für die jeweiligen Aufnahmebedingungen am besten eignen. Sie wählen die Beleuchtungsart, richten die Beleuchtung ein und fotografieren ihr Motiv. Dabei fertigen sie oft Bilderserien an, z.B. mit verschiedenen Objektiven, aus unterschiedlichen Kamerawinkeln oder bei veränderten Lichtverhältnissen. Anschließend bearbeiten sie die Fotografien, retuschieren, vergrößern oder vervielfältigen diese. Darüber hinaus können sie auch softwaregestützt Bilder generieren und diese weiterverarbeiten oder Bewegtbilder produzieren.Wo arbeitet man?Fotografen/Fotografinnen finden Beschäftigung in erster Liniein Fotostudiosbei Pressediensten, -agenturen und Bildarchivdienstenin Verlagenin Werbe- und MedienagenturenWeitereBerufe rund um Design und GestaltungBerufe rund ums Foto

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Ausbildungsaufbau

Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. bis 18. Ausbildungsmonat:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:Erstellen von Bildkonzeptionen und Entwickeln von erzählenden BildserienPlanen und Organisieren von Arbeitsprozessen und von ProjektenHandhaben von AufnahmegerätenEinsetzen von Beleuchtungkamerabasiertes Umsetzen von Bildkonzeptionensoftwaregestütztes Umsetzen von BildkonzeptionenBeurteilen sowie Bearbeiten von BilddatenAusgeben und Archivieren von Standbilddaten und Bewegtbilddaten1. und 2. Ausbildungsjahr:Ausbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:Beruf und Berufsumfeld präsentieren Bildideen entwickeln und Bildaufbau gestaltenkameratechnische Funktionen handhabenLicht nutzenBilder digital entwickeln und sichernKamerasysteme einsetzenLichtsysteme einsetzenBilder digital gestaltenBildkonzepte planen und umsetzenZwischenprüfung im vierten Ausbildungshalbjahr19. bis 36. Ausbildungsmonat:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:Vertiefen der Kenntnisse aus den ersten 18 MonatenAnalysieren von Kundenbedarfen und Beraten von Kunden und KundinnenAnwenden von Instrumenten der kaufmännischen Steuerung3. Ausbildungsjahr:Ausbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:Aufnahmesysteme einsetzenBilder für Ausgabemedien aufbere...

Ausbildungskosten

Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:wie man Kundengespräche führt und Kundenbedarfe feststelltwie man mit Kunden ein Briefing erarbeitet, z.B. hinsichtlich Zeitplan und Motivlistewie man Bildkonzeptionen erstellt und dabei Gestaltungsmittel wie Formate, Beleuchtung, Schärfe, Perspektive oder Kontraste auswählt und einsetztwie man Bildkonzepte präsentiert und dokumentiertwie man erzählende Bildserien entwickelt (Storytelling)was beim Organisieren, Durchführen und Dokumentieren von Projekten bzw. Aufnahmeprozessen zu beachten ist, z.B. Genehmigungen einholen, Termine planen, Geräte, Requisiten und Hilfsmittel vorbereitenwie man auftragsbezogen Kamera- und Bilderfassungssysteme, Objektive sowie Kamerazubehör und technische Hilfsmittel auswählt und einsetztwie man Lichtsituationen analysiert und unterschiedliche Beleuchtungsarten auswählt und einsetztwie man Aufnahmeverfahren auswählt, insbesondere Standbild und Bewegtbildwie man Aufnahmeprozesse für Standbild-, Bewegtbild- und Tonaufnahmen durchführt und dabei spezifische Merkmale von Porträt-, People-, Editorial-, Reportage-, Werbe-, Produkt-, Architektur- und Industrieaufnahmen beachtetwie man Kamera und Beleuchtungstechnik einrichtet, Personen und Objekte positioniert und Aufnahmestandpunkte festlegtwie man generative Möglichkeiten der Bilderstellung nutzt, softwaregestützt Stand- und Bewegtbilder erzeugt und diese zur Weiterverarbeitung vorbereitetwie man Bilddaten bearbeitet, diese z.B. in bestimm...

Ausbildungssituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): Aufträge mit Kunden besprechen, Requisiten für den Hintergrund von Fotos auswählen, fotografieren, Filme entwickeln bzw. Bilder digital bearbeiten Umgebung: wechselnde Arbeitsorte (Fotostudio, Verkaufsraum, Labor, im Freien, beim Kunden)Arbeitszeit: ggf. Arbeit an Wochenenden oder in den Abendstunden (z.B. bei Hochzeiten oder Bällen)Anforderungen:Kreativität und Sinn für Ästhetik (z.B. für Bildkomposition, Layoutgestaltung, Bildbearbeitung)Sorgfalt und Beobachtungsgenauigkeit (z.B. beim Bearbeiten von Bilddaten, für das Erkennen von Veränderungen der Lichtverhältnisse)Technisches Verständnis und Lernbereitschaft (z.B. für das Warten von Geräten, Filtern und Linsen, bei neuen Trends in der Fotobranche)Kundenorientierung (z.B. beim Anfertigen von Aufnahmen nach Kundenwünschen)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht

Ausbildung im Ausland

Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in

Ausbildungsvergütung

Derzeit liegen keine tarifvertraglichen Vereinbarungen vor.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Kunst: z.B. um Layoutgestaltungen umzusetzenPhysik: z.B. um Lichteigenschaften zu verstehenMathematik: z.B. Geometrie und MaßstabsberechnungDeutsch: z.B. um Kunden/Kundinnen zu beratenChemie: z.B. um analoge Fotos zu entwickeln

Zusatzqualifikationen

Die Ausbildungsordnung sieht vor, dass in der Ausbildung eine nicht gewählte Wahlqualifikation als Zusatzqualifikation erworben werden kann, z.B. "Editorialfotografie sowie Bildredaktion" oder "Softwaregestützte Bildgenerierung". Diese sogenannte kodifizierte Zusatzqualifikation ermöglicht es Auszubildenden, sich fachlich über die Erstausbildung hinaus zu bilden.Die Zusatzqualifikation "Betriebsassistent/in im Handwerk" richtet sich an Auszubildende mit Fachoberschul- oder Hochschulreife. Die Auszubildenden erwerben parallel zur handwerklichen Ausbildung kaufmännische Kenntnisse. Sie besuchen zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. in Rechnungswesen oder Wirtschaftslehre. Zudem legen sie die Prüfung zum Fachmann bzw. zur Fachfrau für kaufmännische Betriebsführung (HwO) ab und weisen den erfolgreichen Besuch des Fremdsprachenunterrichts nach. Die zuständige Handwerkskammer erteilt weitere Informationen, z.B.:HWK Düsseldorf – Betriebsassistent/in im HandwerkDie Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/in

Ausbildungsalternativen

Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Fotograf/in an:Bereich Fotografie/BildStaatlich geprüfter Fotodesigner/Staatlich geprüfte FotodesignerinFotomedienfachmann/FotomedienfachfrauGemeinsamkeit:Fotoaufnahmen fertigen und bearbeiten, mit fototechnischen Geräten und Einrichtungen arbeitenBereich Design und GestaltungStaatlich geprüfter Grafikdesigner/Staatlich geprüfte GrafikdesignerinGestalter/Gestalterin für visuelles MarketingGemeinsamkeit:Gestaltungskonzeptionen entwickeln und umsetzenBereich Druck und MedienMediengestalter/Mediengestalterin - Bild und TonGemeinsamkeit:Bildaufnahmen erstellen und bearbeiten

Entwicklung der Ausbildung

1934:Erstmals Eintrag im Verzeichnis der Gewerbe, die als Handwerk betrieben werden können1957:Anerkennung des Berufsbildes für das Fotografen-/Fototechnikerhandwerk1981:Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz für den Beruf Fotograf/in tritt in KraftZwei Schwerpunkte (Fotografie, Fotolabortechnik)1997: Neuordnung der Ausbildung (ohne Schwerpunkte)2009: Neue Ausbildungsordnung mit vier Schwerpunkten tritt in Kraft, u.a. mit der Integration neuer Inhalte wie Beleuchtung, Bildrechte, Bilddatenhandling und Bildbearbeitung als eigene BerufsbildpositionenAufhebung des Vorläuferberufs Fotograf/Fotografin (ohne Schwerpunkte)2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren.2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.2025:Neue, modernisierte Ausbildungsordnung, die an den technologischen Fortschritt und an Marktveränderungen in der beruflichen Praxis angepasst wurde, z.B. Digitalisierung des fotografisch...

Die Ausbildung im Überblick

Fotograf/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im Handwerk.

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

AbschlussbezeichnungFotograf/Fotografin

Perspektiven nach der Ausbildung

Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Fotografen und Fotografinnen verschaffen, indem sie beispielsweise bereits während ihrer Ausbildung eine kodifizierte Zusatzqualifikation in einer nicht gewählten Wahlqualifikation erwerben, z.B. im Bereich softwaregestützte Bildgenerierung.Die passende Beschäftigung findenNach ihrer Ausbildung arbeiten Fotografen und Fotografinnen in Fotostudios, bei Zeitungen und Zeitschriften, Pressediensten oder bei Werbe- und Medienagenturen.Die Beschäftigungsfähigkeit sichernDurch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Fotografie bis hin zu Bildbearbeitung.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Fotografenmeister/in abzulegen.Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Fotografie erwerben.Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einem Fotostudio oder Fotolabor, einer Bildagentur, einem Handelsbetrieb für Foto- oder Multimediabedarf, einer Foto-, Video- oder Multimedia-Produktionsfirma oder einem Betrieb für Konferenz-, Tagungs- und Veranstaltungstechnik.

Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2024 gab es 168 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 51 Prozent verfügten über die Hochschulreife, 40 Prozent besaßen einen mittleren Bildungsabschluss. 6 Prozent verfügten über einen Hauptschulabschluss. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [6.0%]6mittlerer Bildungsabschluss [40.0%]40Hochschulreife [51.0%]51Sonstige [3.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussQuelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Spezialisierung während der Ausbildung

Die Ausbildung wird durch Wahlqualifikationen vertieft, je nach Ausbildungsbetrieb:PeoplefotografieProduktfotografieArchitekturfotografie sowie IndustriefotografieEditorialfotografie sowie Bildredaktionsoftwaregestützte Bildgenerierunganaloge Fotografie

Rechtliche Regelungen für die Ausbildung

Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung zum Fotografen und zur Fotografin (Fotografen-Ausbildungsverordnung - FotoAusbV) vom 31.01.2025 (BGBl. 2025 I Nr. 29)Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Fotograf und Fotografin (Beschluss der Bildungsministerkonferenz vom 27.02.2025 für die Kultusministerkonferenz)

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Fotograf/Fotografin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Fotograf/Fotografin in Deutschland?

Was macht man in diesem Beruf?Fotografen und Fotografinnen erstellen z.B. Porträt-, Produkt-, Architektur- sowie Industriefotografien und entwerfen hierfür entsprechende Bildkonzepte. Vor einer Aufnahme entscheiden sie, welches Aufnahmematerial und welche Kamera einschließlich Objektiv sich für die jeweiligen Aufnahmebedingungen am besten eignen. Sie wählen die Beleuchtungsart, richten die Beleuchtung ein und fotografieren ihr Motiv. Dabei fertigen sie oft Bilderserien an, z.B. mit verschiedenen Objektiven, aus unterschiedlichen Kamerawinkeln oder bei veränderten Lichtverhältnissen. Anschließend bearbeiten sie die Fotografien, retuschieren, vergrößern oder vervielfältigen diese. Darüber hinaus können sie auch softwaregestützt Bilder generieren und diese weiterverarbeiten oder Bewegtbilder produzieren.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Fotografen/Fotografinnen finden Beschäftigung in erster Liniein Fotostudiosbei Pressediensten, -agenturen und Bildarchivdienstenin Verlagenin Werbe- und MedienagenturenArbeitsorte:Fotografen/Fotografinnen arbeiten in erster Linie in Fotostudiosan wechselnden Aufnahmeorten, z.B. im Freien, in Firmengebäuden, in Büro- und Werksräumen, in Sport- und Festhallen, in VeranstaltungshallenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auch im Fotolabor bzw. in der Dunkelkammer, in Verkaufs- und Büroräumen oder im Homeoffice bzw. mobil.Welcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [6.0%]6mittlerer Bildungsabschluss [40.0%]40Hochschulreife [51.0%]51Sonstige [3.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen:Kreativität und Sinn für Ästhetik (z.B. für Bildkomposition, Layoutgestaltung, Bildbearbeitung)Sorgfalt und Beobachtungsgenauigkeit (z.B. beim Bearbeiten von Bilddaten, für das Erkennen von Veränderungen der Lichtverhältnisse)Technisches Verständnis und Lernbereitschaft (z.B. für das Warten von Geräten, Filtern und Linsen, bei neuen Trends in der Fotobranche)Kundenorientierung (z.B. beim Anfertigen von Aufnahmen nach Kundenwünschen)Schulfächer:Kunst (z.B. um Layoutgestaltungen umzusetzen)Physik (z.B. um Lichteigenschaften zu verstehen)Mathematik (z.B. Geometrie und Maßstabsberechnung)Deutsch (z.B. um Kunden/Kundinnen zu beraten)Chemie (z.B. um analoge Fotos zu entwickeln)Was verdient man in der Ausbildung?Zur Höhe der Ausbildungsvergütung liegen derzeit keine Informationen vor.

Ist Fotograf/Fotografin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Fotograf/Fotografin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.

Wie kann ich in Deutschland als Fotograf/Fotografin qualifiziert werden?

In Deutschland folgt "Fotograf/Fotografin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.

Wo arbeiten Fotograf/Fotografin in Deutschland typischerweise?

Fotografen/Fotografinnen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Fotoateliers, Betriebe des grafischen Gewerbes): Fotostudios, im Freien, VeranstaltungshallenBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt in Berlin (Berlin):Ernst-Litfaß-Schule - OSZ Mediengestaltung und Medientechnologiefür die Länder Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein in Kiel (Schleswig-Holstein):Regionales Bildungszentrum Wirtschaft Kielfür die Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Gera (Thüringen):Staatliche Berufsbildende Schule Wirtschaft/Verwaltung - Dr. Eduard AmthorQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Fotograf/Fotografin in Deutschland?

Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.

Erhalte den wöchentlichen Deutschland-Guide in dein Postfach

Neue Blogbeiträge, Bewerbungsfristen, Stipendienankündigungen. Kein Spam, du kannst dich jederzeit abmelden.

Wöchentlicher Deutschland-Ratgeber — 1–2 E-Mails/Woche, kein Spam.

Wöchentlicher Deutschland-Leitfaden in deinem Posteingang

Kein Spam. Jederzeit abbestellen.