Forschungs- und Entwicklungsingenieur/Forschungs- und Entwicklungsingenieurin
Forschungs- und Entwicklungsingenieur/in
Was ist Araştırma ve Geliştirme Mühendisi?
Um diesen Beruf in Deutschland ausüben zu können, ist in der Regel ein **Hochschulstudium** (Studium) erforderlich. Meistens wird ein Bachelor- oder Masterabschluss in Maschinenbau, Elektrotechnik, Informatik, Materialwissenschaften oder anderen verwandten Ingenieurwissenschaften erwartet. Für Studierende oder Fachkräfte aus der Türkei, die in diesem Bereich in Deutschland Karriere machen möchten, ist die Anerkennung ihrer Ingenieurdiplome aus der Türkei (**Denklik**) von großer Bedeutung. Darüber hinaus sind fortgeschrittene Deutschkenntnisse (in der Regel Niveau B2 oder C1) unerlässlich, um in Vorstellungsgesprächen und im täglichen Berufsleben erfolgreich zu sein. Praktika und der Aufbau beruflicher Netzwerke (Networking) in der Branche können auch erhebliche Vorteile bei der Jobsuche in Deutschland bieten.
Beschreibung (Deutsch)
In Deutschland ist ein Forschungs- und Entwicklungsingenieur (F&E-Ingenieur) eine Schlüsselposition, die für die Entwicklung neuer Produkte, Prozesse oder Technologien oder die Verbesserung bestehender verantwortlich ist. Dieser Beruf übernimmt typischerweise eine Rolle, die zukunftsweisende Innovationen gestaltet, kreative Lösungen für technische Probleme findet und wissenschaftliches Wissen in praktische Anwendungen umsetzt. Die Aufgabenbereiche sind sehr breit gefächert und reichen von der Marktforschung und Konzeptentwicklung über Prototyping, Testen, Analyse bis hin zur Optimierung des Endprodukts oder -prozesses. Die Arbeitsumgebungen umfassen in der Regel moderne Labore, F&E-Abteilungen, Büros und manchmal Produktionsstätten; diese Fachkräfte nutzen aktiv computergestützte Design-Software (CAD), Simulationswerkzeuge, fortschrittliche Messgeräte und verschiedene Programmiersprachen. Um diesen Beruf in Deutschland ausüben zu können, ist in der Regel ein **Hochschulstudium** (Studium) erforderlich. Meistens wird ein Bachelor- oder Masterabschluss in Maschinenbau, Elektrotechnik, Informatik, Materialwissenschaften oder anderen verwandten Ingenieurwissenschaften erwartet. Für Studierende oder Fachkräfte aus der Türkei, die in diesem Bereich in Deutschland Karriere machen möchten, ist die Anerkennung ihrer Ingenieurdiplome aus der Türkei (**Denklik**) von großer Bedeutung. Darüber hinaus sind fortgeschrittene Deutschkenntnisse (in der Regel Niveau B2 oder C1) unerlässlich, um in Vorstellungsgesprächen und im täglichen Berufsleben erfolgreich zu sein. Praktika und der Aufbau beruflicher Netzwerke (Networking) in der Branche können auch erhebliche Vorteile bei der Jobsuche in Deutschland bieten.
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Ingenieurwissenschaften →Der Beruf Forschungs- und Entwicklungsingenieur/Forschungs- und Entwicklungsingenieurin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften:
3D Printing
Bachelor · Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung
Acoustical Engineering
Master · Hochschule Mittweida
Additive Manufacturing
Master · Universität Paderborn
Additive Manufacturing - Materials, Development and Lightweight Construction
Bachelor · Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut
Advanced Computational Methods in Civil Engineering
Master · RWTH Aachen University
Advanced Hydraulic Engineering
Master · Hochschule Biberach
Detaillierte Informationen
▶ Medien
BNE Bildung für nachhaltige EntwicklungBundesbericht Forschung und Innovation 2024Denkfabrik Digitale ArbeitsgesellschaftDigital Engineering MagazinDigitalisierung in der WissenschaftDigital ManufacturingForschung im Ingenieurwesen. Engineering Researchforschungsfelder - Das Forschungsmagazin des BMLEHFraunhoferingenieur.deLeibniz-Forschungsverbund Open ScienceMade in Germany. Die nationale KI-Strategie der BundesregierungPlattform Lernende Systemethink ING. Netzwerk für Schüler und StudierendeVDI nachrichtenwissenschaftsmanagement.de - Entscheiden. Führen. Gestalten
▶ Trends
Grüner Stahl - Klimaneutrale StahlproduktionStahlproduzenten arbeiten zunehmend an klimaneutralen Verfahren der Stahlherstellung, um den CO2-Ausstoß zu verringern. Die Produktion von grünem Stahl ist z.B. durch den Einsatz von Wasserstoff anstatt von Kohle und mithilfe elektrischer Lichtbogenöfen möglich. Die Elektrolyse ist ein weiteres Verfahren der klimaneutralen Stahlherstellung. Dabei wird Eisenoxid mittels elektrischer Spannung in Eisen und Sauerstoff getrennt. Fach- und Führungskräfte der Stahlindustrie werden sich zukünftig verstärkt mit grünem Stahl beschäftigen.Innovation durch WasserstoffWasserstoff, der alternativ zu fossilen Brennstoffen und Energiequellen per Elektrolyse aus Sonnen- oder Windstrom erzeugt wird, dient als Schlüsselelement der deutschen Energiewende. Er hilft dabei, den CO2-Ausstoß in Industrie und Verkehr zu verringern. In Zukunft sollen Lastwägen, Schiffe, Flugzeuge und Züge mit Wasserstoffantrieb Güter und Menschen transportieren. Grüner Wasserstoff soll u.a. auch als Rohstoff in der Chemie- und Kosmetikindustrie dienen oder zum Betreiben von Anlagen im Maschinenbau. Fach- und Führungskräfte in den entsprechenden Bereichen werden sich mit diesen Entwicklungen vertraut machen.
▶ Arbeitsorte
Forschungs- und Entwicklungsingenieure und -ingenieurinnen arbeiten meistin Büroräumenin Prüf- und Messlabors bzw. -stationenSie arbeiten ggf. auchin Werk- und Produktionshallenim Homeoffice bzw. mobil
▶ Kompetenzen
Kernkompetenzen, die in diesem Beruf grundsätzlich erforderlich sind:ArbeitsvorbereitungAutomatisierungstechnik, ProzessautomatisierungBetriebstechnikElektrische EnergietechnikElektronikElektrotechnikEntwicklungFertigungstechnikForschungInformationstechnik, ComputertechnikKonstruktionMaschinentechnikMechatronikMess-, Steuer-, Regeltechnik (MSR)MethodenentwicklungMikrocomputer-, MikroprozessortechnikMikroelektronikModellbildung, Simulation (IT)ProjektmanagementTechnische MechanikWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:Autonome FahrsystemeBetriebsmitteleinsatz planenBrennstoffzellentechnikCAD (Computer Aided Design)-Systeme anwendenCIM-Systeme anwendenCNC-Kenntnisse, CNC-ProgrammierenDigital Mock-Up (DMU)EU-Ökodesign-VerordnungFinite-Elemente-Methode (FEM)QualitätsmanagementSoftwaretechnik, Software-EngineeringSPS-Programmierung, SPS-TechnikTechnische InformatikVirtual PrototypingWasserstofftechnikWeitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:Kompetenzgruppe "Betriebssysteme"Kompetenzgruppe "CNC-, NC-Programme"Kompetenzgruppe "Datenbanken, Datenverwaltungssysteme"Kompetenzgruppe "Netzprotokolle"Kompetenzgruppe "Netzwerkzertifizierungen"Kompetenzgruppe "Programmiersprachen, Programmbibliotheken, Entwicklungsumgebungen"
▶ Arbeitssituation
Forschungs- und Entwicklungsingenieure und -ingenieurinnen benötigen für die Entwicklung neuer Produkte oder Verfahren analytisches Denkvermögen, technisches Verständnis sowie eine vorausschauende und systematische Arbeitsweise. Meist sind sie in Projektteams eingebunden, ihre Arbeit erledigen sie jedoch eigenverantwortlich. In leitenden Positionen motivieren sie ihre Mitarbeiter/innen und koordinieren deren Arbeit. Präsentieren sie die von ihnen erarbeiteten Lösungen, treten sie sicher auf und setzen ihr Überzeugungsvermögen ein. In Forschungslabors arbeiten sie mit Mess-, Steuer- und Regeltechnik, im Büro simulieren sie an Computern mit spezieller Software z.B. geplante Konstruktionsveränderungen. Für das Konstruieren setzen sie CAD-Programme ein. Zudem sind sie auch in Prüf- und Messstationen und Produktionshallen tätig. Für Absprachen sind sie in anderen Fachabteilungen oder bei Kunden unterwegs. Auch Dienstreisen oder längere Aufenthalte im Ausland können zur Tätigkeit gehören.
▶ Existenzgründung
Forschungs- und Entwicklungsingenieure und -ingenieurinnen können sich selbstständig machen, z.B. mit einem Ingenieurbüro für Forschungs- und Entwicklungsarbeiten.
▶ Verdienst/Einkommen
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 5.261 € bis 6.650 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Branchen im Einzelnen
Chemie, Pharmazie, KunststoffElektrotechnik, ElektronikFahrzeugbau, -instandhaltungGlas, Keramik, RohstoffverarbeitungHolz, MöbelIT, Software, TelekommunikationMetall, Maschinenbau, Feinmechanik, OptikNahrungs-, GenussmittelherstellungPapier, DruckTextil, Bekleidung, LederWeitere DienstleistungenWissenschaft, Forschung, Entwicklung
▶ Zugang zur Tätigkeit
Arbeitgebende erwarten häufig ein abgeschlossenes Studium in einem Fachgebiet der jeweiligen Branche.
▶ Zugangsstudienfächer
Abfall-, Entsorgungstechnik (grundständig)Abfall-, Entsorgungstechnik (weiterführend)Augenoptik, Optometrie (grundständig)Augenoptik, Optometrie (weiterführend)Automatisierungstechnik (grundständig)Automatisierungstechnik (weiterführend)Batterietechnik (grundständig)Batterietechnik (weiterführend)Bauingenieurwesen (grundständig)Bauingenieurwesen (weiterführend)Bauphysik (grundständig)Bauphysik (weiterführend)Baustoffingenieurwissenschaft (weiterführend)Biomechanik (grundständig)Biomechanik (weiterführend)Biotechnologie (grundständig)Biotechnologie (weiterführend)Brauerei-, Getränketechnologie (grundständig)Brauerei-, Getränketechnologie (weiterführend)Chemieingenieurwesen (grundständig)Chemieingenieurwesen (weiterführend)Druck-, Medientechnik (grundständig)Druck-, Medientechnik (weiterführend)Elektromobilität (grundständig)Elektromobilität (weiterführend)Elektrotechnik (grundständig)Elektrotechnik (weiterführend)Energietechnik (grundständig)Energietechnik (weiterführend)Erneuerbare Energien (grundständig)Erneuerbare Energien (weiterführend)Fahrzeuginformatik, -elektronik (grundständig)Fahrzeuginformatik, -elektronik (weiterführend)Fahrzeugtechnik (grundständig)Fahrzeugtechnik (weiterführend)Forstwissenschaft, -wirtschaft (grundständig)Forstwissenschaft, -wirtschaft (weiterführend)Gebäudetechnik, Gebäudeenergietechnik (grundständig)Gebäudetechnik, Gebäudeenergietechnik (weiterführend)Geoinformatik (grundständig)Geoinformatik (weiterführend)Geotechnologie (grundständig)Geotechn...
▶ Arbeitsbereiche/Branchen
Forschungs- und Entwicklungsingenieure und -ingenieurinnen finden Beschäftigung in Unternehmen aller Wirtschaftsbereiche sowie an wissenschaftlichen Instituten und Forschungseinrichtungen.
▶ Tätigkeitsbezeichnungen
Forschungs- und Entwicklungsingenieur/inAuch übliche Berufsbezeichnung/SynonymVersuchsingenieur/inBerufsbezeichnung in englischer SpracheResearch and development engineer (m/f)Berufsbezeichnung in französischer SpracheIngénieur/Ingénieure recherche et développement
▶ Sonstige Zugangsbedingungen
Hinweis zu Berufsbezeichnungen:Die Bezeichnung "Ingenieur" bzw. "Ingenieurin" ist geschützt. Der gesetzlich geschützte Titel "Beratender Ingenieur" bzw. "Beratende Ingenieurin" setzt Folgendes voraus:mehrjährige FachpraxisMitgliedschaft in einer LänderingenieurkammerEintragung in die dortige Liste der Beratenden Ingenieure und Ingenieurinnen
▶ Die Tätigkeit im Überblick
Forschungs- und Entwicklungsingenieure und -ingenieurinnen erarbeiten neue Produkte bzw. technische Verfahren und entwickeln diese weiter.
▶ Stellen- und Bewerberbörsen
academics.deBIngK Bundesingenieurkammerduz wissenschaftskarriereget in (Engineering)Hollabrunner Technik LeistungszentrumIndustryArenaingenieur.deingenieur1.deingenieurwebJustEngineersNetProgrammierer-Jobboerse.deWILA-Arbeitsmarkt
▶ Verbände und Organisationen
acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften e.V.Bundesingenieurkammer (BIngK) Bundesgemeinschaft der Ingenieure e.V.Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik e.V. (GFaI)Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)VDI Verein Deutsscher Ingenieure e.V.Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI)
▶ Arbeitsbedingungen im Einzelnen
Kundenkontakt (Absprachen mit dem Kunden treffen)Gruppen-, Teamarbeit (meist in Projektteams arbeiten)Bildschirmarbeit (je nach Branche und Arbeitsaufgabe mit unterschiedlichster Software arbeiten)Arbeit im Labor (z.B. Prototypen erstellen)Arbeit in Büroräumen (z.B. organisatorische Tätigkeiten)Arbeit in Werkstätten, Werk-/Produktionshallen
▶ Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel
Unterlagen und Zubehör, z.B.: Konstruktions-, Fertigungs-, Marketing- und Vertriebsberichte, Entwicklungsreports, Materiallisten, Konstruktionsrichtlinien, DIN-Normen, Muster, Modelle, Prototypen Software, z.B.: CAE-Systeme, Simulationsprogramme, CAD-Programme, Mess- und Prüfsoftware, Projektplanungssoftware, ggf. Technologien der Künstlichen Intelligenz wie z.B. Machine-Learning-Anwendungen, VideokonferenztoolsBüroausstattung, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon
▶ Aufgaben und Tätigkeiten kompakt
Forschungs- und Entwicklungsingenieure und -ingenieurinnen konzipieren technische Produkte bzw. Verfahren. Sie steuern den gesamten Entwicklungsprozess bis hin zur Fertigung und Inbetriebnahme. Dafür prüfen sie u.a. ob Lösungsmöglichkeiten technisch und wirtschaftlich realisierbar sind. Forschungs- und Entwicklungsingenieure und -ingenieurinnen wählen die Werkstoffe aus, stellen Komponenten zusammen und fertigen Prototypen an. Zudem testen sie Neuentwicklungen und erstellen Dokumentationen für Konstruktion, Fertigung, Marketing und Vertrieb.
▶ Weiterbildung (berufliche Anpassung)
Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Konstruktion oder Werkstoffwissenschaften).Darüber hinaus kann sich der Trend, Stahl klimaneutral zu produzieren, zu einem wichtigen Weiterbildungsthema für Forschungs- und Entwicklungsingenieure und -ingenieurinnen entwickeln.
▶ Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)
Weitere Berufs- und Karrierechancen eröffnen sich durch ein weiterführendesStudium (z.B. im Studienfach Biotechnologie).Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.
▶ Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen
in der Grundlagenforschung Problemlösungen theoretisch entwickelnin der angewandten Forschung prüfen, ob Lösungsmöglichkeiten realisierbar sindProdukte und technische Verfahren entwickeln, entwerfen und projektierenZeichnungen anfertigen, z.B. Rohteil-, WerkstattzeichnungenGesamtfunktionen und Funktionsablauf konzipieren und überprüfenVersuche, Simulationen und Berechnungen durchführenLösungen umsetzenWerkstoffe und Komponenten zusammenstellen, auf konstruktive und wirtschaftliche Kriterien achtenPrototypen, Muster und Modelle anfertigen und testenAufgaben in der Fertigung übernehmenArbeitsschritte planen, Arbeitsprozesse festlegenFertigung begleiten, Produkte in Betrieb nehmendie Einhaltung von Terminen sowie des Budgets überwachenMitarbeitende einteilen und anleitenKunden/Kundinnen und Auftraggebende betreuen
▶ Rechtliche Regelungen für die Tätigkeit
Ingenieurrecht der einzelnen Bundesländer Die Länderregelungen orientieren sich am Musteringenieur(kammer)gesetz (Stand: 18.11.2003, beschlossen von der Wirtschaftsministerkonferenz am 10./11.12.2003), geändert durch Beschluss der Wirtschaftsministerkonferenz vom 26./27.06.2018Gleichwertigkeit ausländischer BerufsqualifikationenRichtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen vom 30.09.2005 (ABl. EU L 255, S. 22), zuletzt geändert durch Delegierten Beschluss (EU) 2025/2187 vom 30.07.2025 (ABl. EU L 2187, S. 1)
▶ Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen
Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Kräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Forschungs- und Entwicklungsingenieur/in an:Job- und Besetzungsalternativenfür die Gesamttätigkeit (i.d.R. kurze Einarbeitung):Leiter/Leiterin in der Forschung und EntwicklungProduktentwickler/Produktentwicklerinin angrenzenden Berufen:ADAS/AD EngineerProduktingenieur/ProduktingenieurinTestingenieur/Testingenieurinmit niedrigerem Qualifikationsniveau:Entwicklungstechniker/EntwicklungstechnikerinStaatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Maschinentechnik Schwerpunkt Entwicklungstechnik/Bachelor Professional in TechnikEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Araştırma ve Geliştirme Mühendisi
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Forschungs- und Entwicklungsingenieur/Forschungs- und Entwicklungsingenieurin in Deutschland? ▼
In Deutschland ist ein Forschungs- und Entwicklungsingenieur (F&E-Ingenieur) eine Schlüsselposition, die für die Entwicklung neuer Produkte, Prozesse oder Technologien oder die Verbesserung bestehender verantwortlich ist. Dieser Beruf übernimmt typischerweise eine Rolle, die zukunftsweisende Innovationen gestaltet, kreative Lösungen für technische Probleme findet und wissenschaftliches Wissen in praktische Anwendungen umsetzt. Die Aufgabenbereiche sind sehr breit gefächert und reichen von der Marktforschung und Konzeptentwicklung über Prototyping, Testen, Analyse bis hin zur Optimierung des Endprodukts oder -prozesses. Die Arbeitsumgebungen umfassen in der Regel moderne Labore, F&E-Abteilungen, Büros und manchmal Produktionsstätten; diese Fachkräfte nutzen aktiv computergestützte Design-Software (CAD), Simulationswerkzeuge, fortschrittliche Messgeräte und verschiedene Programmiersprachen.
Um diesen Beruf in Deutschland ausüben zu können, ist in der Regel ein Hochschulstudium (Studium) erforderlich. Meistens wird ein Bachelor- oder Masterabschluss in Maschinenbau, Elektrotechnik, Informatik, Materialwissenschaften oder anderen verwandten Ingenieurwissenschaften erwartet. Für Studierende oder Fachkräfte aus der Türkei, die in diesem Bereich in Deutschland Karriere machen möchten, ist die Anerkennung ihrer Ingenieurdiplome aus der Türkei (Denklik) von großer Bedeutung. Darüber hinaus sind fortgeschrittene Deutschkenntnisse (in der Regel Niveau B2 oder C1) unerlässlich, um in Vorstellungsgesprächen und im täglichen Berufsleben erfolgreich zu sein. Praktika und der Aufbau beruflicher Netzwerke (Networking) in der Branche können auch erhebliche Vorteile bei der Jobsuche in Deutschland bieten.
Ist Forschungs- und Entwicklungsingenieur/Forschungs- und Entwicklungsingenieurin eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Forschungs- und Entwicklungsingenieur/Forschungs- und Entwicklungsingenieurin" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.
Wie kann ich in Deutschland als Forschungs- und Entwicklungsingenieur/Forschungs- und Entwicklungsingenieurin qualifiziert werden? ▼
Arbeitgebende erwarten häufig ein abgeschlossenes Studium in einem Fachgebiet der jeweiligen Branche.
Wo arbeiten Forschungs- und Entwicklungsingenieur/Forschungs- und Entwicklungsingenieurin in Deutschland typischerweise? ▼
Forschungs- und Entwicklungsingenieure und -ingenieurinnen arbeiten meistin Büroräumenin Prüf- und Messlabors bzw. -stationenSie arbeiten ggf. auchin Werk- und Produktionshallenim Homeoffice bzw. mobil
Wie hoch ist das typische Gehalt für Forschungs- und Entwicklungsingenieur/Forschungs- und Entwicklungsingenieurin in Deutschland? ▼
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 5.261 € bis 6.650 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.