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Feuerungs- und Schornsteinbauer/Feuerungs- und Schornsteinbauerin

Feuerungs- und Schornsteinbauer/in

Ausbildung Ingenieurwissenschaften KldB B 32132

Was ist Feuerungs- und Schornsteinbauer/Feuerungs- und Schornsteinbauerin?

Was macht man in diesem Beruf?Feuerungs- und Schornsteinbauer/innen bauen und sanieren industrielle Feuerungsanlagen für extrem hohe Temperaturen einschließlich der dafür erforderlichen Abgasleitungen. Sie mauern, verputzen und verfugen Mauerwerk für Feuerstellen, Kamine und Abgaskanäle und montieren Fertigteile. Beim Bau von Industrieschornsteinen errichten sie auch Wände aus Stahlbeton.Anschließend bringen sie Schornsteinbänder, Schornsteinkopfabdeckungen und Blitzschutzeinrichtungen an. Im Feuerungsbau verarbeiten sie feuerfeste und hitzebeständige Baustoffe, die hohen Beanspruchungen standhalten. Darüber hinaus übernehmen sie Überprüfungs-, Wartungs- und Reparaturarbeiten, stellen Bauschäden und deren Ursachen fest oder führen Instandsetzungsarbeiten durch.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Feuerungs- und Schornsteinbauer/innen finden Beschäftigungin Unternehmen des Feuerungs- und Industrieofenbausim Schornsteinbauin Betrieben der SchornsteinsanierungArbeitsorte:Feuerungs- und Schornsteinbauer/innen arbeiten in erster Linieauf Baustellen im Freienin Gebäuden (z.B. beim Bau und bei der Montage von Industrieöfen und Feuerungsanlagen)Welcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [22.0%]22mittlerer Bildungsabschluss [44.0%]44Hochschulreife [22.0%]22Sonstige [12.0%]12*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen:Gute körperliche Konstitution (z.B. beim Heben und Tragen von Baumaterial)Handwerkliches Geschick (z.B. beim Ausmauern von Schornsteinen)Körperbeherrschung und Schwindelfreiheit (z.B. bei der Arbeit auf Leitern und Gerüsten)Teamfähigkeit (z.B. beim Aufbauen von Fundamentschalungen)Schulfächer:Mathematik (z.B. für Baustoffbedarfsermittlungen, Flächenberechnungen und das Erstellen der Aufmaße)Werken/Technik (z.B. bei Tätigkeiten im Feuerungs- und Schornsteinbau; technisches Zeichnen)Physik (z.B. für das Beurteilen der Eigenschaften von Werkstoffen und der Wirkung von Kräften und Hebelarten)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.395 €3. Ausbildungsjahr: 1.719 €

Steckbrief

Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in Industrie und Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Ingenieurwissenschaften →

Der Beruf Feuerungs- und Schornsteinbauer/Feuerungs- und Schornsteinbauerin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften:

Detaillierte Informationen

▶ Lernorte

Feuerungs- und Schornsteinbauer/innen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Handwerks- und Industriebetriebe): Baustellen, RohbautenBerufsschule: UnterrichtsräumeDaneben sind Teile der Ausbildung in überbetrieblichen Ausbildungsstätten zu absolvieren.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für alle Länder in Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen):Hans-Schwier-BerufskollegQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

▶ Aktuelles

Ausbildung in der Bauwirtschaft wird modernisiertDie Ausbildung in den 19 anerkannten Ausbildungsberufen der Bauwirtschaft wird modernisiert und sowohl inhaltlich als auch strukturell angepasst. Der technische Fortschritt sowie insbesondere die gestiegenen Anforderungen des Umwelt- und Verbraucherschutzes, z.B. in Bezug auf Energieeinsparung und Vermeidung von CO2-Emissionen, machen eine Neuordnung der Ausbildung erforderlich. Sowohl beim Neubau als auch beim Bauen im Bestand haben sich die Anforderungen an die Berufe im Baugewerbe verändert: Beispielsweise werden Gebäude immer smarter und technische Anlagen, Werkzeuge und Maschinen sind immer mehr vernetzt. Die Auswirkungen neuer Technologien und Verfahren sowie der Digitalisierung auf die Tätigkeiten in der Bauwirtschaft werden in der neuen Ausbildungsordnung ebenso berücksichtigt wie das Thema Nachhaltigkeit. Aktuelle Rechtsgrundlage für alle 19 Bauberufe ist die "Verordnung über die Berufsausbildung in der Bauwirtschaft". Künftig werden die Berufe im Hochbau, im Ausbau und im Tiefbau in drei Verordnungen geregelt. Die modernisierte Ausbildungsordnung tritt am 01.08.2026 in Kraft.

▶ Steckbrief

BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in Industrie und Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Feuerungs- und Schornsteinbauer/innen bauen und sanieren industrielle Feuerungsanlagen für extrem hohe Temperaturen einschließlich der dafür erforderlichen Abgasleitungen. Sie mauern, verputzen und verfugen Mauerwerk für Feuerstellen, Kamine und Abgaskanäle und montieren Fertigteile. Beim Bau von Industrieschornsteinen errichten sie auch Wände aus Stahlbeton.Anschließend bringen sie Schornsteinbänder, Schornsteinkopfabdeckungen und Blitzschutzeinrichtungen an. Im Feuerungsbau verarbeiten sie feuerfeste und hitzebeständige Baustoffe, die hohen Beanspruchungen standhalten. Darüber hinaus übernehmen sie Überprüfungs-, Wartungs- und Reparaturarbeiten, stellen Bauschäden und deren Ursachen fest oder führen Instandsetzungsarbeiten durch.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Feuerungs- und Schornsteinbauer/innen finden Beschäftigungin Unternehmen des Feuerungs- und Industrieofenbausim Schornsteinbauin Betrieben der SchornsteinsanierungArbeitsorte:Feuerungs- und Schornsteinbauer/innen arbeiten in erster Linieauf Baustellen im Freienin Gebäuden (z.B. beim Bau und bei der Montage von Industrieöfen und Feuerungsanlagen)Welcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubil...

▶ BERUF AKTUELL

BerufsbezeichnungFeuerungs- und Schornsteinbauer/inBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer3 JahreWas macht man in diesem Beruf?Feuerungs- und Schornsteinbauer/innen bauen und sanieren industrielle Feuerungsanlagen für extrem hohe Temperaturen einschließlich der dafür erforderlichen Abgasleitungen. Sie mauern, verputzen und verfugen Mauerwerk für Feuerstellen, Kamine und Abgaskanäle und montieren Fertigteile. Beim Bau von Industrieschornsteinen errichten sie auch Wände aus Stahlbeton.Anschließend bringen sie Schornsteinbänder, Schornsteinkopfabdeckungen und Blitzschutzeinrichtungen an. Im Feuerungsbau verarbeiten sie feuerfeste und hitzebeständige Baustoffe, die hohen Beanspruchungen standhalten. Darüber hinaus übernehmen sie Überprüfungs-, Wartungs- und Reparaturarbeiten, stellen Bauschäden und deren Ursachen fest oder führen Instandsetzungsarbeiten durch.Wo arbeitet man?Feuerungs- und Schornsteinbauer/innen finden Beschäftigungin Unternehmen des Feuerungs- und Industrieofenbausim Schornsteinbauin Betrieben der SchornsteinsanierungWeitereBerufe im Hochbau

▶ Ausbildungsdauer

3 Jahre

▶ Ausbildungsaufbau

Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb (berufliche Grundbildung) und in überbetrieblichen Lehrgängen: Auftragsübernahme, Leistungserfassung, Arbeitsplan und AblaufplanEinrichten, Sichern und Räumen von Baustellen; Prüfen, Lagern und Auswählen von Bau- und BauhilfsstoffenLesen und Anwenden von Zeichnungen, Anfertigen von Skizzen; Durchführen von MessungenBearbeiten von Holz und Herstellen von Holzverbindungen Herstellen von Bauteilen aus Beton und Stahlbeton sowie von Baukörpern aus SteinenEinbauen von Dämmstoffen für den Wärme-, Kälte-, Schall- und BrandschutzHerstellen von Putzen, Estrichen sowie von Bauteilen im TrockenbauAnsetzen und Verlegen von Fliesen und PlattenHerstellen von Baugruben und Gräben, Verbauen und WasserhaltungHerstellen von VerkehrswegenVerlegen und Anschließen von Ver- und EntsorgungsleitungenAusbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern: Einrichten einer BaustelleErschließen und Gründen eines BauwerkesMauern eines einschaligen BaukörpersHerstellen eines StahlbetonbauteilesHerstellen einer HolzkonstruktionBeschichten und Bekleiden eines BauteilesZwischenprüfung am Ende des 1. Ausbildungsjahres2. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb (berufliche Fachbildung) und in überbetrieblichen Lehrgängen:Vertiefen der Kenntnisse aus...

▶ Ausbildungskosten

Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

▶ Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:welche Werkzeuge, Baugeräte und -maschinen es gibt und wie sie gehandhabt werdenwas beim Herstellen von Baukörpern aus Steinen, Mörtel- und Betonmischungen, Schalungen, Bewehrungen, Dämmungen, Wandputz und Estrich beachtet werden musswie Baugruben und Gräben hergestellt werdenwas beim Lesen und Anfertigen von Zeichnungen, Skizzen und Verlegeplänen berücksichtigt werden musswelche Bau- und Bauhilfsstoffe sowie Fertigteile gebraucht werdenwie man Dämmungen aus organischen und anorganischen Stoffen, Matten und Schüttungen herstellt und was beim Einbauen von Dämmstoffen für den Wärme-, Kälte-, Schall- und Brandschutz wichtig istwie man den Baustoffbedarf berechnet was man beim Herstellen von Mauerwerkskörpern aus Normal- und Formsteinen beachten muss, zum Beispiel beim Zubereiten von Feuerfest- und Isoliermörtel oder Herstellen von feuerfesten Formsteingewölbenwie Schaft und Futter für frei stehende Schornsteine gebaut und verfugt werdenwie Blitzschutzanlagen, Steigleitern oder Schornsteinkopfabdeckungen anzubringen sindDarüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:in berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. Einrichten einer Baustelle, Auskleiden einer Kesselanlage, Betonieren eines Schornsteinfundamentes)in allgemeinbildenden Fä...

▶ Ausbildungssituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): z.B. Mauern für Feuerstellen errichten und verputzen, Dämmstoffe einbauen, Blitzschutzanlagen im Außenbereich errichtenUmgebung: wechselnde Baustellen, Arbeit im Freien und in Rohbauten (Kälte, Hitze, Regen, Zugluft), Maschinenlärm, BaustaubKleidung: Schutzkleidung (z.B. Schutzhelm, Sicherheitsschuhe)Arbeitszeit: z.T. SchichtarbeitAnforderungen:Gute körperliche Konstitution (z.B. beim Heben und Tragen von Baumaterial)Handwerkliches Geschick (z.B. beim Ausmauern von Schornsteinen)Körperbeherrschung und Schwindelfreiheit (z.B. bei der Arbeit auf Leitern und Gerüsten)Teamfähigkeit (z.B. beim Aufbauen von Fundamentschalungen)An der BerufsschuleUnterricht als Blockunterricht

▶ Ausbildung im Ausland

Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in

▶ Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel feuerungstechnisches Gewerbe neue Bundesländer - ohne Berlin (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.395 €3. Ausbildungsjahr: 1.719 €Beispiel feuerungstechnisches Gewerbe alte Bundesländer - ohne Berlin (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.395 €3. Ausbildungsjahr: 1.719 €Beispiel feuerungstechnisches Gewerbe Berlin (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.395 €3. Ausbildungsjahr: 1.719 €Quelle:IG Bau, Stand April 2026Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

▶ Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Mathematik:Für Baustoffbedarfsermittlungen, Flächenberechnungen und das Erstellen der erforderlichen Aufmaße sind Kenntnisse in Mathematik unabdingbar.Werken/Technik:Handwerkliches Geschick ist für viele Tätigkeiten im Feuerungs- und Schornsteinbau erforderlich. Kenntnisse im technischen Zeichnen sind beispielsweise beim Erstellen von Skizzen oder beim Lesen von Werkszeichnungen von Vorteil.Physik:Angehende Feuerungs- und Schornsteinbauer/innen müssen die physikalischen Eigenschaften von Werkstoffen sowie die Wirkung von Kräften und Hebelarten verstehen und beurteilen können.

▶ Zusatzqualifikationen

Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/in

▶ Ausbildungsalternativen

Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Feuerungs- und Schornsteinbauer/in an:Bereich HochbauBeton- und Stahlbetonbauer/Beton- und StahlbetonbauerinMaurer/MaurerinGemeinsamkeit:Betonbauteile und Mauerwerk herstellen

▶ Entwicklung der Ausbildung

1934:Erstmals Eintrag der Berufe Feuerungstechniker/in und Schornsteinbauer/in im Verzeichnis der Gewerbe, die als Handwerk betrieben werden können1958: Anerkennung des Berufsbilds für das Feuerungs- und Schornsteinbauer-Handwerk 1974:Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz für den Beruf Feuerungs- und Schornsteinbauer/in tritt in KraftAusbildung auch in der Bauindustrie 1998:Im Handwerk Zusammenfassung der Berufe Beton- und Stahlbetonbauer/in mit den Berufen Maurer/in sowie Feuerungs- und Schornsteinbauer/in zum Maurer- und Betonbauerhandwerk1999:Modernisierung der Ausbildungsinhalte, z.B. Verwendung neuer Bau- und Bauhilfsstoffe, Einsatz von Geräten und Maschinen, Arbeiten im Bereich des Sanierens und Instandsetzens 2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): z.B. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren. Verbessert wird auch die Durchlässigkeit innerhalb der beruflichen Bildung. So können Ausbildungsordnungen vorsehen, dass Auszubildende bei nicht bestandener Abschluss- bzw. Gesellenprüfung in einem Beruf, der auf einem zweijährigen Ausbildungsberuf aufbaut, den Abschluss der zweijährigen Ausbildung erwerben. 2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführu...

▶ Die Ausbildung im Überblick

Feuerungs- und Schornsteinbauer/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in Industrie und Handwerk.

▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen

AbschlussbezeichnungFeuerungs- und Schornsteinbauer/Feuerungs- und Schornsteinbauerin

▶ Perspektiven nach der Ausbildung

Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Feuerungs- und Schornsteinbauer/innen verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in".Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Ausbildung arbeiten Feuerungs- und Schornsteinbauer/innen in Betrieben des Baugewerbes, z.B. bei Unternehmen des Feuerungs- und Industrieofenbaus, des Schornsteinbaus und der Schornsteinsanierung.Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Feuerungs- und Schornsteinbau bis hin zu Isolierung.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Maurer- und Betonbauermeister/in abzulegen. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Bauingenieurwesen erwerben. Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einem Betrieb des Maurer- und Betonbauer-Handwerks.

▶ Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2024 gab es in den Ausbildungsbereichen Industrie und Handel sowie Handwerk insgesamt 27 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 44 Prozent verfügten über einen mittleren Bildungsabschluss, jeweils 22 Prozent besaßen einen Hauptschulabschluss bzw. die Hochschulreife. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [22.0%]22mittlerer Bildungsabschluss [44.0%]44Hochschulreife [22.0%]22Sonstige [12.0%]12*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussQuelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

▶ Rechtliche Regelungen für die Ausbildung

Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung in der Bauwirtschaft (BauWiAusbV) vom 02.06.1999 (BGBl. I S. 1102), zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 20.02.2009 (BGBl. I S. 399)Rahmenlehrplan für die Ausbildungsberufe in der Bauwirtschaft (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 05.02.1999)

▶ Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

▶ Anrechnungs- und Fortsetzungsmöglichkeiten

Eine abgeschlossene Ausbildung als Hochbaufacharbeiter/in, z.B. mit dem Schwerpunkt Feuerungs- und Schornsteinbauarbeiten, kann auf die Ausbildung zum Feuerungs- und Schornsteinbauer/zur Feuerungs- und Schornsteinbauerin angerechnet werden.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Feuerungs- und Schornsteinbauer/Feuerungs- und Schornsteinbauerin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Feuerungs- und Schornsteinbauer/Feuerungs- und Schornsteinbauerin in Deutschland? ▼

Was macht man in diesem Beruf?Feuerungs- und Schornsteinbauer/innen bauen und sanieren industrielle Feuerungsanlagen für extrem hohe Temperaturen einschließlich der dafür erforderlichen Abgasleitungen. Sie mauern, verputzen und verfugen Mauerwerk für Feuerstellen, Kamine und Abgaskanäle und montieren Fertigteile. Beim Bau von Industrieschornsteinen errichten sie auch Wände aus Stahlbeton.Anschließend bringen sie Schornsteinbänder, Schornsteinkopfabdeckungen und Blitzschutzeinrichtungen an. Im Feuerungsbau verarbeiten sie feuerfeste und hitzebeständige Baustoffe, die hohen Beanspruchungen standhalten. Darüber hinaus übernehmen sie Überprüfungs-, Wartungs- und Reparaturarbeiten, stellen Bauschäden und deren Ursachen fest oder führen Instandsetzungsarbeiten durch.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Feuerungs- und Schornsteinbauer/innen finden Beschäftigungin Unternehmen des Feuerungs- und Industrieofenbausim Schornsteinbauin Betrieben der SchornsteinsanierungArbeitsorte:Feuerungs- und Schornsteinbauer/innen arbeiten in erster Linieauf Baustellen im Freienin Gebäuden (z.B. beim Bau und bei der Montage von Industrieöfen und Feuerungsanlagen)Welcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [22.0%]22mittlerer Bildungsabschluss [44.0%]44Hochschulreife [22.0%]22Sonstige [12.0%]12*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen:Gute körperliche Konstitution (z.B. beim Heben und Tragen von Baumaterial)Handwerkliches Geschick (z.B. beim Ausmauern von Schornsteinen)Körperbeherrschung und Schwindelfreiheit (z.B. bei der Arbeit auf Leitern und Gerüsten)Teamfähigkeit (z.B. beim Aufbauen von Fundamentschalungen)Schulfächer:Mathematik (z.B. für Baustoffbedarfsermittlungen, Flächenberechnungen und das Erstellen der Aufmaße)Werken/Technik (z.B. bei Tätigkeiten im Feuerungs- und Schornsteinbau; technisches Zeichnen)Physik (z.B. für das Beurteilen der Eigenschaften von Werkstoffen und der Wirkung von Kräften und Hebelarten)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.122 €2. Ausbildungsjahr: 1.395 €3. Ausbildungsjahr: 1.719 €

Ist Feuerungs- und Schornsteinbauer/Feuerungs- und Schornsteinbauerin eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼

In Deutschland folgt "Feuerungs- und Schornsteinbauer/Feuerungs- und Schornsteinbauerin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.

Wie kann ich in Deutschland als Feuerungs- und Schornsteinbauer/Feuerungs- und Schornsteinbauerin qualifiziert werden? ▼

In Deutschland folgt "Feuerungs- und Schornsteinbauer/Feuerungs- und Schornsteinbauerin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.

Wo arbeiten Feuerungs- und Schornsteinbauer/Feuerungs- und Schornsteinbauerin in Deutschland typischerweise? ▼

Feuerungs- und Schornsteinbauer/innen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Handwerks- und Industriebetriebe): Baustellen, RohbautenBerufsschule: UnterrichtsräumeDaneben sind Teile der Ausbildung in überbetrieblichen Ausbildungsstätten zu absolvieren.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für alle Länder in Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen):Hans-Schwier-BerufskollegQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Feuerungs- und Schornsteinbauer/Feuerungs- und Schornsteinbauerin in Deutschland? ▼

Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.

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