Feldwebel im Geoinformationsdienst
Feldwebel - Geoinformationsdienst
Was ist Feldwebel im Geoinformationsdienst?
Steckbrief
Berufstyp: SoldatenlaufbahnAusbildungsartAusbildung im Soldatenstatus bei der Bundeswehr (geregelt durch Soldatengesetz und Soldatenlaufbahnverordnung) Ausbildungsdauer: 3 Jahre LernorteAusbildungs- und Schulungseinrichtungen des Geoinformationsdienstes, Truppe
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Lernorte sindbei der allgemeinmilitärischen Ausbildung, z.B.: Kasernen der Bundeswehr, Übungsplätze (ggf. auch im Ausland)bei der militärfachlichen Ausbildung zudem, z.B.: Gelände (bei der Erhebung von Geodaten), ggf. Flughäfen, Ausbildungs- und Schulungseinrichtungen des Geoinformationsdienstes der Bundeswehr, Büroräume, Verwaltungs- und ÜbungsräumeAngehende Feldwebel ohne einen für die vorgesehene Verwendung verwertbaren zivilen Berufsabschluss absolvieren zudem eine Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf bei zivilen Bildungsträgern oder in Ausbildungseinrichtungen bzw. Schulen der Bundeswehr.
▶ Steckbrief
BerufstypSoldatenlaufbahnAusbildungsartAusbildung im Soldatenstatus bei der Bundeswehr (geregelt durch Soldatengesetz und Soldatenlaufbahnverordnung)Ausbildungsdauer 3 Jahre LernorteAusbildungs- und Schulungseinrichtungen des Geoinformationsdienstes, TruppeAufgaben und TätigkeitenFeldwebel im Geoinformationsdienst nehmen Fachaufgaben bei den Teilstreitkräften (Heer, Luftwaffe, Marine), im Zentrum für Geoinformationswesen als Teil des Cyber- und Informationsraumes oder bei der Streitkräftebasis wahr. Ihr Arbeitsfeld umfasst Aufgaben aus den Geowissenschaften und angrenzenden Gebieten, die für die Aufgabenerfüllung der Bundeswehr erforderlich sind, z.B. eine Tätigkeit als Geomatiker/in oder Vermessungstechniker/in. Die Feldwebel arbeiten in Bereichen wie Geodatengewinnung oder Geodatenmanagement, in der Produktion von Geoinformationen oder in der Geoinformationsberatung mit. Sie sind als Vermesser/in in Außenstellen tätig, beobachten das Wetter auf Flugplätzen der Bundeswehr oder werden bei Messzügen eingesetzt.Arbeitsbereiche und -orteArbeitsbereiche:Feldwebel im Geoinformationsdienst sind beschäftigtbei den Teilstreitkräften (Heer, Luftwaffe, Marine)im Zentrum für Geoinformationswesen als Teil des Cyber- und Informationsraumesin der Streitkräftebasis der BundeswehrArbeitsorte:Feldwebel im Geoinformationsdienst arbeiten z.B.:im Freienauf Flughäfen der Bundeswehrin Büroräumenin BesprechungszimmernDarüber hinaus arbeiten sie bei multinationalen Einsätzenim Ausland, ggf. in Krise...
▶ Ausbildungsdauer
3 Jahre (zivilberufliche und militärische Ausbildung)Bei Einstellung mit höherem Dienstgrad: als Unteroffizier 2 Jahre, als Stabsunteroffizier 1 Jahr.Die Verpflichtungszeit für Feldwebelanwärter/innen beträgt mindestens 8 Jahre.
▶ Ausbildungsaufbau
Gliederung der Ausbildung:Militärische Grundausbildung und erste fachliche Kenntnisse: 3 MonateAllgemeinmilitärische Ausbildung: 2 MonateMilitärfachliche Ausbildung: 3-4 MonateVertiefende Ausbildung zum Feldwebel (für den Einsatz auf dem Dienstposten): 6 Monate Zivilberufliche Ausbildung in einem verwertbaren anerkannten Ausbildungsberuf: 21 MonateNach 36 Monaten Beförderung zum Feldwebel
▶ Ausbildungskosten
Es können Fahrtkosten und ggf. Kosten für Lernmittel anfallen.
▶ Ausbildungsinhalte
Die Ausbildung zum Feldwebel im Geoinformationsdienst der Bundeswehr umfasst u.a. folgende Bereiche:Grundausbildung und geoinformatische AusbildungGrundausbildung: z.B. Rechte und Pflichten von Soldaten und Soldatinnen, politische Bildung, Gefechtsdienst, Waffen- und Schießausbildung, Sport, Wachausbildung, SanitätsausbildungGeoinformatische Ausbildung: z.B. Kenntnisse in Geoinformatik, Kartografie, Geophysik, Geodäsie, Fotogrammetrik, Fernerkundung, Meteorologie und ÖkologieAllgemeinmilitärische Ausbildungteilstreitkraftspezifische Kenntnisse (z.B. spezielle Anforderungen in Heer, Luftwaffe, Marine)Kenntnisse zum Führen als militärischer VorgesetzterDie Vermittlung von Theorie und deren Umsetzung in die Praxis des Truppenalltags wechseln sich ab.
▶ Ausbildungssituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Während der theoretischen Ausbildungsabschnitte:Lehrgangsgebundene Ausbildung an Ausbildungs- und Schulungseinrichtungen der BundeswehrWährend der praktischen Ausbildungsabschnitte:Praktische Ausbildung in der TruppeAnforderungen:technisches Verständnis (z.B. bei der Erhebung von Geodaten und Einsatz von Geoinformationssystemen)Führungsfähigkeit, Durchsetzungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit (bei der Führung von unterstellten Soldaten und Soldatinnen)körperliche und sportliche Leistungsfähigkeit (z.B. bei Übungen und Einsätzen)
▶ Ausbildungsvergütung
Die Anwärter erhalten ihrem Dienstgrad entsprechende Bruttogrundgehaltssätze nach dem Bundesbesoldungsgesetz.Quelle:Bundesbesoldungsgesetz (BBesG)Hinweis:Neben dem Bruttogrundgehalt umfassen die Bezüge ggf. den Familienzuschlag sowie weitere Zulagen, Vergütungen und Zuschläge.
▶ Wichtige Schulfächer
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung: Mathematik, Erdkunde/Geografie:Kenntnisse in Mathematik und Geografie benötigen angehende Feldwebel im Geoinformationsdienst in Bereichen wie Kartografie oder Geoinformatik.Deutsch:Um Anweisungen und Befehle klar und unmissverständlich weitergeben, Berichte erstellen und mit unterstellten Soldaten und Soldatinnen und Vorgesetzten reibungslos kommunizieren zu können, ist eine gute sprachliche Ausdrucksfähigkeit wichtig.Sport:Körperliche Fitness ist erforderlich, da in die Ausbildung eine Sportausbildung integriert ist.
▶ Ausbildungsalternativen
Folgende Alternative bietet sich für die Laufbahn Feldwebel im Geoinformationsdienst an:Bereich Schutz und SicherheitFeldwebel im allgemeinen FachdienstGemeinsamkeit:militärische Führungsaufgaben übernehmen
▶ Entwicklung der Ausbildung
2001:Frauen können seitdem in allen Laufbahnen der Bundeswehr ausgebildet werden. Vorher hatten Frauen nur zum Sanitäts- und Militärmusikdienst Zugang.2002:Neuordnung der Laufbahngruppen der Unteroffiziere: direkte Bewerbung für eine Einstellung in eine Feldwebellaufbahn möglich (zuvor war "Feldwebel" ausschließlich ein höherer Dienstgrad, in den Unteroffiziere aufsteigen konnten)2003:Aus der Zusammenführung des Militärgeographischen Dienstes der Bundeswehr und des Geophysikalischen Beratungsdienstes der Bundeswehr entsteht der Geoinformationsdienst der Bundeswehr.2021:Inkrafttreten einer neuen Soldatenlaufbahnverordnung: Erweiterung der Einstiegsmöglichkeiten in die Bundeswehr besonders für qualifizierte Bewerber/innen, Aufhebung der Höchstaltersgrenze für die Einstellung von Anwärtern und Anwärterinnen in die Laufbahnen.
▶ Die Ausbildung im Überblick
Die Laufbahn der Feldwebel im Geoinformationsdienst der Bundeswehr ist eine militärische Laufbahn bei der Bundeswehr mit bundesweit einheitlich geregelter Ausbildung.Die Ausbildung dauert insgesamt 3 Jahre bis zur Beförderung zum Feldwebel, bei Einstellung mit höherem Dienstgrad als Unteroffizier 2 Jahre, als Stabsunteroffizier 1 Jahr.
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
Aktuelle Abschluss-/BerufsbezeichnungFeldwebel - Geoinformationsdienst
▶ Perspektiven nach der Ausbildung
Den passenden Einsatzbereich findenNach ihrer Ausbildung sind Feldwebel im Geoinformationsdienst bei den Teilstreitkräften (Heer, Luftwaffe, Marine), im Zentrum für Geoinformationswesen als Teil des Cyber- und Informationsraumes oder bei der Streitkräftebasis der Bundeswehr beschäftigt.Auf dem Laufenden bleibenDurch Anpassungsweiterbildung hält man seine Fachkenntnisse sowohl im militärischen Aufgabenbereich als auch im Zivilberuf aktuell oder bringt sie auf den neuesten Stand. Das Themenspektrum reicht dabei von EDV bis hin zu technischem Englisch.Entsprechende Seminare erleichtern auch den Schritt in den zivilen Arbeitsmarkt.Beruflich weiterkommenWährend ihrer Dienstzeit bei den Streitkräften qualifizieren sich Feldwebel im Geoinformationsdienst entsprechend ihrer beruflichen Vorbildung zu einer Fachkraft bis auf Meisterebene weiter.Unter bestimmten Voraussetzungen können Feldwebel ihre Karriere bei der Bundeswehr als Offiziere fortsetzen.Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Vermessungstechnik erwerben.
▶ Rechtliche Regelungen für die Ausbildung
Gesetz über die Rechtsstellung der Soldaten (Soldatengesetz - SG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 30.05.2005 (BGBl. I S. 1482), zuletzt geändert durch Artikel 5 des Gesetzes vom 09.01.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 7)Verordnung über die Laufbahnen der Soldatinnen und Soldaten (Soldatenlaufbahnverordnung - SLV) in der Fassung vom 28.05.2021 (BGBl. I S. 1228, ber. S. 5240), zuletzt geändert durch Artikel 19 der Verordnung vom 22.12.2025 (BGBl. 2025 I Nr. 370)
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Vorausgesetzt werden für die Einstellung als Feldwebelanwärter/in in der Regel ein Hauptschulabschluss sowie eine abgeschlossene förderliche Berufsausbildung oder ein mittlerer Bildungsabschluss.Bei Einstellung mit höherem Dienstgrad als Unteroffizier werden z.B. ein Hauptschulabschluss sowie ein für die Verwendung verwertbarer Berufsabschluss gefordert, als Stabsunteroffizier zusätzlich 2 Jahre Berufserfahrung in einer vergleichbaren Berufstätigkeit.Hinweis: Personen ohne verwertbaren Berufsabschluss werden im Rahmen einer zivilberuflichen Aus- und Weiterbildung (ZAW) während der Dienstzeit in einem anerkannten Ausbildungsberuf (z.B. Geomatiker/in, Vermessungstechniker/in) qualifiziert.Darüber hinaus wird bei Einstellung als Feldwebelanwärter/in im niedrigsten Mannschaftsdienstgrad ein Mindestalter von 17 Jahren verlangt.Feldwebel im Geoinformationsdienst müssen sich für eine bestimmte Dienstzeit verpflichten.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Feldwebel im Geoinformationsdienst
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Feldwebel im Geoinformationsdienst in Deutschland? ▼
Aufgaben und TätigkeitenFeldwebel im Geoinformationsdienst nehmen Fachaufgaben bei den Teilstreitkräften (Heer, Luftwaffe, Marine), im Zentrum für Geoinformationswesen als Teil des Cyber- und Informationsraumes oder bei der Streitkräftebasis wahr. Ihr Arbeitsfeld umfasst Aufgaben aus den Geowissenschaften und angrenzenden Gebieten, die für die Aufgabenerfüllung der Bundeswehr erforderlich sind, z.B. eine Tätigkeit als Geomatiker/in oder Vermessungstechniker/in. Die Feldwebel arbeiten in Bereichen wie Geodatengewinnung oder Geodatenmanagement, in der Produktion von Geoinformationen oder in der Geoinformationsberatung mit. Sie sind als Vermesser/in in Außenstellen tätig, beobachten das Wetter auf Flugplätzen der Bundeswehr oder werden bei Messzügen eingesetzt.Arbeitsbereiche und -orteArbeitsbereiche:Feldwebel im Geoinformationsdienst sind beschäftigtbei den Teilstreitkräften (Heer, Luftwaffe, Marine)im Zentrum für Geoinformationswesen als Teil des Cyber- und Informationsraumesin der Streitkräftebasis der BundeswehrArbeitsorte:Feldwebel im Geoinformationsdienst arbeiten z.B.:im Freienauf Flughäfen der Bundeswehrin Büroräumenin BesprechungszimmernDarüber hinaus arbeiten sie bei multinationalen Einsätzenim Ausland, ggf. in KrisenregionenVoraussetzungenVorausgesetzt werden für die Einstellung als Feldwebelanwärter/in im Geoinformationsdienst:i.d.R. ein Hauptschulabschluss (je nach Bundesland auch Berufsreife, Berufsbildungsreife, erster allgemeinbildender Schulabschluss, erfolgreicher Abschluss der Mittelschule) sowie eine abgeschlossene förderliche Berufsausbildung oder ein mittlerer Bildungsabschlussdeutsche Staatsangehörigkeit; Eintreten für die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes; charakterliche, geistige und körperliche Eignung für die LaufbahnMindestalter von 17 JahrenFeldwebel im Geoinformationsdienst müssen sich mindestens für eine Dienstzeit von 8 Jahren verpflichten.Anforderungentechnisches Verständnis (z.B. bei der Erhebung von Geodaten und Einsatz von Geoinformationssystemen)Führungsfähigkeit, Durchsetzungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit (bei der Führung von unterstellten Soldaten und Soldatinnen)körperliche und sportliche Leistungsfähigkeit (z.B. bei Übungen und Einsätzen)AusbildungsvergütungFeldwebelanwärter/innen erhalten ihrem Dienstgrad entsprechend Bezüge.
Ist Feldwebel im Geoinformationsdienst eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Feldwebel im Geoinformationsdienst" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.
Wie kann ich in Deutschland als Feldwebel im Geoinformationsdienst qualifiziert werden? ▼
In Deutschland folgt "Feldwebel im Geoinformationsdienst" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.
Wo arbeiten Feldwebel im Geoinformationsdienst in Deutschland typischerweise? ▼
Lernorte sindbei der allgemeinmilitärischen Ausbildung, z.B.: Kasernen der Bundeswehr, Übungsplätze (ggf. auch im Ausland)bei der militärfachlichen Ausbildung zudem, z.B.: Gelände (bei der Erhebung von Geodaten), ggf. Flughäfen, Ausbildungs- und Schulungseinrichtungen des Geoinformationsdienstes der Bundeswehr, Büroräume, Verwaltungs- und ÜbungsräumeAngehende Feldwebel ohne einen für die vorgesehene Verwendung verwertbaren zivilen Berufsabschluss absolvieren zudem eine Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf bei zivilen Bildungsträgern oder in Ausbildungseinrichtungen bzw. Schulen der Bundeswehr.
Wie hoch ist das typische Gehalt für Feldwebel im Geoinformationsdienst in Deutschland? ▼
Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.