Fachpraktiker/Fachpraktikerin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft (§66 BBiG/§42r HwO)
Fachpraktiker/in für Kreislauf- und Abfallwirtschaft (§66BBiG/§42rHwO)
Was ist Fachpraktiker/Fachpraktikerin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft (§66 BBiG/§42r HwO)?
Steckbrief
Berufstyp: Ausbildungsberuf für besondere PersonengruppenAusbildungsartDuale Berufsausbildung, geregelt nach Kammerregelungen gemäß §66 Berufsbildungsgesetz (BBiG)/§42r Handwerksordnung (HwO) Ausbildungsdauer: 2 oder 3 Jahre LernorteBetrieb und Berufsschule oder Einrichtung der beruflichen Rehabilitation
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Ingenieurwissenschaften →Der Beruf Fachpraktiker/Fachpraktikerin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft (§66 BBiG/§42r HwO) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften:
3D Printing
Bachelor · Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung
Acoustical Engineering
Master · Hochschule Mittweida
Additive Manufacturing
Master · Universität Paderborn
Additive Manufacturing - Materials, Development and Lightweight Construction
Bachelor · Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut
Advanced Computational Methods in Civil Engineering
Master · RWTH Aachen University
Advanced Hydraulic Engineering
Master · Hochschule Biberach
Detaillierte Informationen
▶ Medien
Informationsangebote der Bundesagentur für ArbeitFilm Fachpraktiker/in für Kreislauf- und Abfallwirtschaft (§66 BBiG / §42m HwO)Weitere InformationsangeboteEnable Me. Leben mit Behinderung oder chronischer Krankheit.EUWID Recycling und EntsorgungKA - Korrespondenz Abwasser, AbfallMüll und AbfallRECYCLING magazinRECYCLINGPORTAL - Das Portal für Abfall, Entsorgung, Recycling, Kreislaufwirtschaft und MärkteREHADAT - Informationssystem zur beruflichen TeilhabeUmweltwirtschaftVerzeichnis anerkannter Werkstätten für behinderte Menschen
▶ Lernorte
Fachpraktiker/innen für Kreislauf- und Abfallwirtschaft werden in betrieblicher Form oder in Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation ausgebildet.Betriebliche Ausbildung:Ausbildungsbetrieb: im Freien, in Hallen, Verbrennungsanlagen, Maschinenhallen, LaborsBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Ausbildung in einer Einrichtung der beruflichen Rehabilitation:Ausbildungseinrichtung: Ausbildungswerkstatt, kooperierende EntsorgungsbetriebeBerufsschule (i.d.R. in die Einrichtung integriert): UnterrichtsräumePraktikumsbetrieb: im Freien, in Hallen, Verbrennungsanlagen, Maschinenhallen, Labors
▶ Interessen
Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um diesen Beruf erlernen und ausüben zu können. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an organisatorisch-prüfenden Tätigkeitenz.B. Vorsortieren von Abfällenz.B. Prüfen von Produkten auf Wiederverwertbarkeitz.B. Kontrollieren von AltreifenInteresse an praktisch-konkreten Tätigkeitenz.B. Zerlegen von Gerätenz.B. Steuern der Abfallsortieranlage
▶ Steckbrief
BerufstypAusbildungsberuf für besondere PersonengruppenAusbildungsartDuale Berufsausbildung, geregelt nach Kammerregelungen gemäß §66 Berufsbildungsgesetz (BBiG)/§42r Handwerksordnung (HwO)Ausbildungsdauer 2 oder 3 Jahre LernorteBetrieb und Berufsschule oder Einrichtung der beruflichen RehabilitationWas macht man in diesem Beruf?Fachpraktiker/innen für Kreislauf- und Abfallwirtschaft arbeiten z.B. bei Eingangskontrollen in Betrieben mit, die Abfall entsorgen. Sie nehmen Abfälle und nicht mehr benötigte Elektrogeräte, Maschinen und Fahrzeuge an und sortieren diese. Sie zerlegen auch Elektrogeräte, Maschinen und Fahrzeuge. Dabei bedienen sie zum Beispiel Anlagen, mit welchen man Lasten transportieren und heben kann. Fachpraktiker/innen für Kreislauf- und Abfallwirtschaft trennen die Materialien, die man wiederverwenden kann und die man entsorgen muss. Sie lagern diese auch.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Unternehmen, die Abfall entsorgenöffentliche Recyclingbetriebe wie Recyclinghöfe oder MüllsammelplätzeArbeitsorte: im Freienin HallenVerbrennungsanlagenMaschinenhallenLaborsWas ist wichtig?Anforderungen:Gute körperliche Konstitution (z.B. bei der Arbeit im Stehen, beim Heben von schweren Bauteilen)Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis (z.B. beim Ein- und Ausbauen von Anlagenteilen)Verantwortungsbewusstsein (z.B. bei der Abfalltrennung, beim Umgang mit Sondermüll und wertvollen Recyclingstoffen)Schulfächer:Werken/Technik (z.B. um mit Werkzeugen und Maschinen...
▶ Kompetenzen
Wichtige Fertigkeiten und Kenntnisse:Abfallbehandlungsanlagen montieren und wartenAbfallbehandlungsanlagen steuern und überwachenAbfallbehandlungsverfahrenAbfälle annehmen, kontrollieren und deklarierenAbfallentsorgungAbfälle sammelnAbfallrechtAbfalltrennungBatterierecyclingBauabfallElektrorecyclingFührerschein Gabelstapler, FlurförderzeugeGefährlicher AbfallGewerbe-, IndustrieabfallGlasrecyclingHebezeuge bedienenKompostierungKunststoffrecyclingLagerwirtschaftMetallrecyclingMüllverbrennungPapierrecyclingPharmazie-AbfälleRecyclingRecyclinganlagen montieren und wartenRecyclinganlagen steuern und überwachenSiedlungsabfall
▶ Ausbildungsdauer
2-3 Jahre
▶ Ausbildungsaufbau
Beispiel für den Ausbildungsaufbau einer 3-jährigen Berufsausbildung Fachpraktiker/in für Kreislauf- und AbfallwirtschaftAusbildung im Betrieb bzw. in der Einrichtung der beruflichen Rehabilitation:1. Ausbildungsjahr u.a.:Anwenden von UnterlagenErkennen, Kennzeichnen und Dokumentieren von StoffgemischenLagern, Bearbeiten und nachhaltiges Anwenden von Werk- und Hilfsstoffen sowie Erkennen von GefahrstoffenBetreiben von technischen SystemenZwischenprüfung am Anfang des 2. Ausbildungsjahres2. und 3. Ausbildungsjahr u.a.:Informieren von Kundinnen und KundenErkennen von und Arbeiten mit gefährlichen Gütern, Stoffen und AbfällenBedienen von AnlagenÜberwachen von Mess-, Steuer- und RegelprozessenAbwickeln logistischer ProzesseAbschlussprüfung nach dem 3. Ausbildungsjahr
▶ Ausbildungskosten
Die Kosten einer Ausbildung nach besonderen Regelungen für Menschen mit Behinderungen werden vom Rehabilitationsträger getragen.FörderungsmöglichkeitenNeben der Förderung der Ausbildung durch Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben erhalten die Auszubildenden auch unterhaltssichernde und andere ergänzende Leistungen nach dem Neunten Sozialgesetzbuch (SGB IX).
▶ Ausbildungsinhalte
Während der Ausbildung lernen die Auszubildenden beispielsweise:wie man Werkstoffe auswählt, einsetzt und lagertwie man Umweltbelastungen erkennt und bei Gegenmaßnahmen mitwirktwelche betrieblichen Vorgaben es zu Hygienemaßnahmen gibtwie man Abfälle annimmt, trennt und den Kreislaufsystemen zuführtwie man Anlagen bedient und Technologien nachhaltig einsetztwie man Störungen an Messtechnik erkennt, Maßnahmen einleitet und dokumentiertwas man beim Transport von Abfällen beachtet und wie man den Einsatz von Fahrzeugen nachhaltig plantDarüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Ausbildungsvertrag, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:in berufsspezifischen Fächernin allgemeinbildenden Fächern wie Rechnen und Wirtschafts- und Sozialkunde
▶ Ausbildungssituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im Ausbildungs- bzw. Praktikumsbetrieb, in der AusbildungswerkstattPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): z.B. Abfälle annehmen, Wert- und Schadstoffe sortieren, Bauteile zerlegenUmgebung: Witterungseinflüsse im Freien, Gerüche auf Deponien, z.T. Lärm von Zerkleinerungsmaschinen, wechselnde ArbeitsorteKleidung: Schutzkleidung (z.B. Handschuhe, Helm, Schutzbrille, Arbeitsanzug)Anforderungen: Gute körperliche Konstitution (z.B. bei der Arbeit im Stehen, beim Heben von schweren Bauteilen)Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis (z.B. beim Ein- und Ausbauen von Anlagenteilen)Verantwortungsbewusstsein (z.B. bei der Abfalltrennung, beim Umgang mit Sondermüll und wertvollen Recyclingstoffen)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht
▶ Ausbildungsvergütung
Findet die Ausbildung in einem Betrieb statt, erhalten die Auszubildenden vom Betrieb eine Ausbildungsvergütung. Bei einer Ausbildung in einer Einrichtung der beruflichen Rehabilitation werden die Auszubildenden durch Leistungen vom Rehabilitationsträger unterstützt.
▶ Wichtige Schulfächer
Gute Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Werken/Technik: z.B. um mit Werkzeugen und Maschinen umzugehenMathematik: z.B. um den Materialbedarf und Entsorgungskosten zu ermittelnChemie/Biologie/Physik: z.B. um Gefahren für die Umwelt einzuschätzen
▶ Zusatzqualifikationen
Je nach Bildungsanbieter besteht ggf. die Möglichkeit, während der Ausbildung eine Zusatzqualifikation wie den Gabelstaplerführerschein oder Ladungssicherungsschein zu erwerben.
▶ Ausbildungsalternativen
Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Fachpraktiker/in für Kreislauf- und Abfallwirtschaft an:Bereich Transport, Lager und LogistikFachpraktiker/Fachpraktikerin für Lagerlogistik (§66 BBiG/§42r HwO)Gemeinsamkeit:Lager- und Transportarbeiten ausführenBereich Maschinen- und AnlagenbauIndustriefachhelfer/Industriefachhelferin (§66 BBiG/§42r HwO)Fachpraktiker/Fachpraktikerin für Metalltechnik (§66 BBiG/§42r HwO)Gemeinsamkeit:Metall bearbeiten, Bauteile montieren und demontieren
▶ Entwicklung der Ausbildung
1990er-Jahre:Erste Ausbildungsregelungen (z.B. 1996: Ausbildungsregelung für die Ausbildung als Recyclingwerker der IHK Erfurt)Seit 2015:Ausbildungsregelungen der Industrie- und Handelskammern für die Ausbildung zum/zur Fachpraktiker/in für Kreislauf- und Abfallwirtschaft.
▶ Arbeits- und Sozialverhalten
Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich sind die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale wichtig, um diesen Beruf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. Übernehmen körperlich anstrengender Arbeiten bei der Annahme von Abfällen)Sorgfalt (z.B. genaues, fehlerfreies Trennen von Abfällen)Verantwortungsbewusstsein und -bereitschaft (z.B. sorgfältiges Überwachen der Abfallentsorgung)Umsicht (z.B. Beachten der Sicherheit von Kollegen und Kolleginnen beim Bedienen von Abfallbeseitigungsanlagen und beim Führen von Fahrzeugen)
▶ Die Ausbildung im Überblick
Fachpraktiker/in für Kreislauf- und Abfallwirtschaft ist ein Ausbildungsberuf für Menschen mit Behinderungen. Die 2- bzw. 3-jährige Ausbildung wird in der Abfall- und Recyclingwirtschaft oder in Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation durchgeführt. Die Ausbildung orientiert sich am anerkannten Ausbildungsberuf Umwelttechnologe/-technologin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft. Je nach zuständiger Kammer können z.B. Dauer der Ausbildung und Abschlussbezeichnungen unterschiedlich sein. Die Beschreibung des Ausbildungsberufs Fachpraktiker/in für Kreislauf- und Abfallwirtschaft erfolgt auf Grundlage einer Kammerregelung.
▶ Verbände und Organisationen
BDSV B.-Vereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e.V.bvse - Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V.Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA)Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU)ver.di - Vereinte DienstleistungsgewerkschaftVereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA)Verwaltungs- Berufsgenossenschaft (VBG)
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
Abschlussbezeichnungen gemäß Ausbildungsregelungen der zuständigen Stellen, z.B.Fachpraktiker für Kreislauf- und Abfallwirtschaft/Fachpraktikerin für Kreislauf- und AbfallwirtschaftFachpraktiker für Recycling/Fachpraktikerin für RecyclingFachpraktiker Recycling/Fachpraktikerin RecyclingRecyclingwerker/Recyclingwerkerin
▶ Perspektiven nach der Ausbildung
Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Fachpraktiker/innen für Kreislauf- und Abfallwirtschaft verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. den Gabelstaplerführerschein oder Ladungssicherungsschein.Die passende Beschäftigung finden Fachpraktiker/innen für Kreislauf- und Abfallwirtschaft arbeiten in öffentlichen oder privaten Entsorgungsunternehmen oder in Entsorgungsabteilungen von Industriebetrieben. Dort sortieren sie Schad- und Wertstoffe und zerlegen Recyclinggüter wie z.B. Altfahrzeuge oder Elektrogeräte.Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Für Fachpraktiker/innen für Kreislauf- und Abfallwirtschaft gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich weiterzubilden. Im Laufe des Berufslebens muss man sein Fachwissen immer auf dem neuesten Stand halten und sich beispielsweise über Neuerungen im Bereich Recycling und Bodenschutz informieren.Beruflich weiterkommenWer als Fachpraktiker/in für Kreislauf- und Abfallwirtschaft weiterkommen möchte, kann sich unter bestimmten Voraussetzungen nach der Ausbildung beispielsweise im folgenden Beruf weiterqualifizieren:Umwelttechnologe/Umwelttechnologin für Kreislauf- und AbfallwirtschaftAuskünfte über Anrechnungsmöglichkeiten erteilen die für die jeweilige Berufsausbildung zuständigen Stellen. Informationen zu möglichen Weiterbildungen erteilt die zuständige Agentur für Arbeit.
▶ Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten
Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten sind wichtig, um den Beruf lernen und ausüben zu können.FähigkeitenReaktionsgeschwindigkeit (z.B. schnelles Eingreifen bei Störungen an Abfallbeseitigungsanlagen)Handwerkliches Geschick (z.B. Ein- und Ausbauen von Anlagenteilen)Technisches Verständnis (z.B. Warten von Abfallverwertungsanlagen und Beheben von Fehlern unter Anleitung)Kenntnisse und FertigkeitenRechenfertigkeiten (z.B. Berechnen von Entsorgungskosten)Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Informieren von Kunden/Kundinnen zur Trennung von Abfällen)
▶ Rechtliche Regelungen für die Ausbildung
Für die Berufsausbildung zum Fachpraktiker für Kreislauf- und Abfallwirtschaft bzw. zur Fachpraktikerin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft gibt es keine bundeseinheitliche rechtliche Regelung. Die zuständigen Kammern erlassen ihre Ausbildungsregelungen entsprechend den Hauptausschussempfehlungen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB): Empfehlung des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung vom 18. Juni 2025 für eine Ausbildungsregelung zur Fachpraktikerin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft und zum Fachpraktiker für Kreislauf- und Abfallwirtschaft gemäß § 66 des Berufsbildungsgesetzes/§ 42r der HandwerksordnungWeitere Regelungen der zuständigen Stellen:Verzeichnis der anerkannten Ausbildungsberufe, Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.Eine Eignungsuntersuchung ist i.d.R. notwendig. Die zuständige Agentur für Arbeit veranlasst diese.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Fachpraktiker/Fachpraktikerin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft (§66 BBiG/§42r HwO)
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Fachpraktiker/Fachpraktikerin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft (§66 BBiG/§42r HwO) in Deutschland? ▼
Was macht man in diesem Beruf?Fachpraktiker/innen für Kreislauf- und Abfallwirtschaft arbeiten z.B. bei Eingangskontrollen in Betrieben mit, die Abfall entsorgen. Sie nehmen Abfälle und nicht mehr benötigte Elektrogeräte, Maschinen und Fahrzeuge an und sortieren diese. Sie zerlegen auch Elektrogeräte, Maschinen und Fahrzeuge. Dabei bedienen sie zum Beispiel Anlagen, mit welchen man Lasten transportieren und heben kann. Fachpraktiker/innen für Kreislauf- und Abfallwirtschaft trennen die Materialien, die man wiederverwenden kann und die man entsorgen muss. Sie lagern diese auch.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Unternehmen, die Abfall entsorgenöffentliche Recyclingbetriebe wie Recyclinghöfe oder MüllsammelplätzeArbeitsorte: im Freienin HallenVerbrennungsanlagenMaschinenhallenLaborsWas ist wichtig?Anforderungen:Gute körperliche Konstitution (z.B. bei der Arbeit im Stehen, beim Heben von schweren Bauteilen)Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis (z.B. beim Ein- und Ausbauen von Anlagenteilen)Verantwortungsbewusstsein (z.B. bei der Abfalltrennung, beim Umgang mit Sondermüll und wertvollen Recyclingstoffen)Schulfächer:Werken/Technik (z.B. um mit Werkzeugen und Maschinen umzugehen)Mathematik (z.B. um den Materialbedarf und Entsorgungskosten zu ermitteln)Chemie, Biologie, Physik (z.B. um Gefahren für die Umwelt einzuschätzen)Welche Voraussetzungen braucht man für die Ausbildung?Die Ausbildung zum Fachpraktiker bzw. zur Fachpraktikerin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft kann man auch ohne Schulabschluss beginnen.Die Agentur für Arbeit stellt fest, wer sich dafür eignet.Was lernt man in der Ausbildung?Die Auszubildenden lernen beispielsweise:wie man Werkstoffe auswählt, einsetzt und lagertwie man Umweltbelastungen erkennt und bei Gegenmaßnahmen mitwirktwelche betrieblichen Vorgaben es zu Hygienemaßnahmen gibtwie man Abfälle annimmt, trennt und den Kreislaufsystemen zuführtwie man Anlagen bedient und Technologien nachhaltig einsetztwie man Störungen an Messtechnik erkennt, Maßnahmen einleitet und dokumentiertwas man beim Transport von Abfällen beachtet und wie man den Einsatz von Fahrzeugen nachhaltig plant
Ist Fachpraktiker/Fachpraktikerin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft (§66 BBiG/§42r HwO) eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Fachpraktiker/Fachpraktikerin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft (§66 BBiG/§42r HwO)" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.
Wie kann ich in Deutschland als Fachpraktiker/Fachpraktikerin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft (§66 BBiG/§42r HwO) qualifiziert werden? ▼
In Deutschland folgt "Fachpraktiker/Fachpraktikerin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft (§66 BBiG/§42r HwO)" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.
Wo arbeiten Fachpraktiker/Fachpraktikerin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft (§66 BBiG/§42r HwO) in Deutschland typischerweise? ▼
Fachpraktiker/innen für Kreislauf- und Abfallwirtschaft werden in betrieblicher Form oder in Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation ausgebildet.Betriebliche Ausbildung:Ausbildungsbetrieb: im Freien, in Hallen, Verbrennungsanlagen, Maschinenhallen, LaborsBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Ausbildung in einer Einrichtung der beruflichen Rehabilitation:Ausbildungseinrichtung: Ausbildungswerkstatt, kooperierende EntsorgungsbetriebeBerufsschule (i.d.R. in die Einrichtung integriert): UnterrichtsräumePraktikumsbetrieb: im Freien, in Hallen, Verbrennungsanlagen, Maschinenhallen, Labors
Wie hoch ist das typische Gehalt für Fachpraktiker/Fachpraktikerin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft (§66 BBiG/§42r HwO) in Deutschland? ▼
Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.