Fachkraft für Wasserwirtschaft
Fachkraft - Wasserwirtschaft
Was ist Fachkraft für Wasserwirtschaft?
Steckbrief
Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie und im öffentlichen Dienst (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Ingenieurwissenschaften →Der Beruf Fachkraft für Wasserwirtschaft in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften:
3D Printing
Bachelor · Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung
Acoustical Engineering
Master · Hochschule Mittweida
Additive Manufacturing
Master · Universität Paderborn
Additive Manufacturing - Materials, Development and Lightweight Construction
Bachelor · Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut
Advanced Computational Methods in Civil Engineering
Master · RWTH Aachen University
Advanced Hydraulic Engineering
Master · Hochschule Biberach
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Fachkräfte für Wasserwirtschaft werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. staatliche und kommunale Wasserwirtschafts- und Umweltverwaltungen sowie Ver- und Entsorgungsbetriebe): Werkstätten, Büroräume, BaustellenBerufsschule: UnterrichtsräumeHinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz in Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen):Hans-Schwier-BerufskollegQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)
▶ Steckbrief
BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie und im öffentlichen Dienst (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Fachkräfte für Wasserwirtschaft konzipieren in Zusammenarbeit mit Ingenieuren und Ingenieurinnen Anlagen zur Wasserver- und -entsorgung. Sie führen die erforderlichen Berechnungen und Messungen durch, bereiten Ausschreibungsunterlagen vor und überwachen die Baumaßnahmen. Auch an der Planung von Hochwasser- oder Küstenschutz- sowie Gewässerrenaturierungsmaßnahmen und Wasserschutzgebieten sind sie beteiligt, indem sie entsprechende Daten erheben. Die Messung und Bewertung von wasserwirtschaftlichen Daten gehören zu ihren Hauptaufgaben. Beispielsweise entnehmen sie Gewässerproben von Seen, Trinkwasserspeichern oder industriellen Abwässern und kontrollieren die Einhaltung von wasserrechtlichen Vorschriften und Auflagen. Mitunter wirken sie auch an der Durchführung von wasserrechtlichen Verfahren und Abläufen mit, z.B. prüfen sie Bauvorhaben.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Fachkräfte für Wasserwirtschaft finden Beschäftigung in erster Liniein der öffentlichen Verwaltung, z.B. in Wasserwirtschaftsämtern, Umweltämtern und Schifffahrtsverwaltungenin Unternehmen der Wasserver- und -entsorgung und Abwasseraufbereitungin Ingenieurbüros für bautechnische GesamtplanungArbeitsorte:Fachkräfte für Wasserwirtschaft arbeiten...
▶ BERUF AKTUELL
BerufsbezeichnungFachkraft für WasserwirtschaftBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer3 JahreWas macht man in diesem Beruf?Fachkräfte für Wasserwirtschaft konzipieren in Zusammenarbeit mit Ingenieuren und Ingenieurinnen Anlagen zur Wasserver- und -entsorgung. Sie führen die erforderlichen Berechnungen und Messungen durch, bereiten Ausschreibungsunterlagen vor und überwachen die Baumaßnahmen. Auch an der Planung von Hochwasser- oder Küstenschutz- sowie Gewässerrenaturierungsmaßnahmen und Wasserschutzgebieten sind sie beteiligt, indem sie entsprechende Daten erheben. Die Messung und Bewertung von wasserwirtschaftlichen Daten gehören zu ihren Hauptaufgaben. Beispielsweise entnehmen sie Gewässerproben von Seen, Trinkwasserspeichern oder industriellen Abwässern und kontrollieren die Einhaltung von wasserrechtlichen Vorschriften und Auflagen. Mitunter wirken sie auch an der Durchführung von wasserrechtlichen Verfahren und Abläufen mit, z.B. prüfen sie Bauvorhaben.Wo arbeitet man?Fachkräfte für Wasserwirtschaft finden Beschäftigung in erster Liniein der öffentlichen Verwaltung, z.B. in Wasserwirtschaftsämtern, Umweltämtern und Schifffahrtsverwaltungenin Unternehmen der Wasserver- und -entsorgung und Abwasseraufbereitungin Ingenieurbüros für bautechnische GesamtplanungWeitereBerufe im TiefbauBerufe im Umwelt- und NaturschutzBerufe rund um Entwicklung, Konstruktion und CAD
▶ Ausbildungsdauer
3 Jahre
▶ Ausbildungsaufbau
Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. und 2. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb:WirtschaftlichkeitArbeitsorganisation, Kommunikation und Mitgestaltung von sozialen BeziehungenInformationstechnik und -verarbeitungbautechnisches Zeichnen und Konstruierenbautechnisches BerechnenLage- und HöhenvermessungBaustoffe und BödenMessen, Erfassen und Auswerten wasserwirtschaftlicher DatenPlanen, Entwerfen und Konstruieren von wasserwirtschaftlichen Bauwerken und Anlagentechnische und verwaltungsmäßige Bearbeitung wasserrechtlicher Verfahren und AbläufeAbwicklung wasserwirtschaftlicher MaßnahmenWasserschutz und ÜberschwemmungsgebieteÜberwachung von Gewässern, Anlagen und GebietenAusbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:Vorbereiten einer BaumaßnahmeErschließen und Gründen eines BauwerkesHerstellen eines StahlbetonbauteilesPlanen eines ErdbauwerkesAufmessen und Darstellen eines GeländesMessen, Erfassen und Auswerten wasserwirtschaftlicher DatenErstellen von wasserwirtschaftlichen Bauwerken und AnlagenDurchführen wasserrechtlicher VerfahrenZwischenprüfung vor Ende des 2. Ausbildungsjahres3. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb:Vertiefen der Kenntnisse aus dem 1. und 2. Ausbildungsjahrqualitätssichernde MaßnahmenAusbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:Planen von Schutz- und Übe...
▶ Ausbildungskosten
Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)
▶ Ausbildungsinhalte
Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:wie man Überprüfungen an Gewässern durchführtwelches die Grundlagen für bautechnische Berechnungen sind, z.B. Längen-, Flächen- und Volumenberechnungenwie man Baustoffe und Böden nach Eigenschaften bzw. Verwendung unterscheidetwie man mit Zeichengeräten umgeht und Zeichnungen manuell sowie am Computer erstelltwie beispielsweise Lagepläne von Gewässern oder Planungsunterlagen von wasserwirtschaftlichen Anlagen gezeichnet werdenwie man Präsentationsmöglichkeiten nutzt, den Schriftverkehr durchführt oder Ablagesysteme verwendetwie man Kontrollen bei gewerblichen und industriellen Abwasseranlagen und -einleitungen durchführt wie Datennetze zu nutzen sindwie Kalkulationsverfahren angewendet werdenwie Probenahmen durchgeführt und dokumentiert werden, z.B. an Gewässern oder bei Altlasten und GrundwasserverunreinigungenDarüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:in berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. Messen, Erfassen und Auswerten wasserwirtschaftlicher Daten, Durchführen wasserrechtlicher Verfahren)in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde
▶ Ausbildungssituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): z.B. wasserwirtschaftliche Daten messen, erfassen, auswerten und dokumentieren, Gelände und Gewässer vermessen, abwassertechnische Anlagen und Wasserschutzgebiete überwachenUmgebung: z.T. Arbeit im Freien bei Kälte, Hitze, Regen und ZugluftKleidung: z.B. Sicherheitsschuhe, Handschuhe, Warnwesten (im Verkehrsbereich) Anforderungen: Sorgfalt (z.B. beim Erstellen von Plänen und Unterlagen, beim Analysieren von Wasserproben) Technisches Verständnis (z.B. bei der Wartung von Wasserver- und -entsorgungsanlagen)Räumliches Vorstellungsvermögen (z.B. bei Gelände- und Gewässervermessungen) Zeichnerische Fähigkeiten (z.B. beim Anfertigen von Bauzeichnungen)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht
▶ Ausbildung im Ausland
Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in
▶ Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel Ingenieur-, Architektur- und Planungsbüros (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 857 € bis 903 €2. Ausbildungsjahr: 1.059 € bis 1.113 €3. Ausbildungsjahr: 1.259 € bis 1.325 €Die Empfehlung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Beispiel öffentlicher Dienst (Länder) (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.297 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €3. Ausbildungsjahr: 1.401 €Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Quellen:Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Wichtige Schulfächer
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Mathematik: z.B. um Material- und bautechnische Berechnungen durchzuführenWerken/Technik: z.B. um Pläne und Schaubilder zu erstellenInformatik: z.B. um CAD-Programme anzuwendenDeutsch: z.B. um planungs-, bau- und umweltrechtliche Unterlagen zu erstelltPhysik: z.B. um mit diversen Messgeräten zu arbeiten
▶ Zusatzqualifikationen
Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/in
▶ Ausbildungsalternativen
Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Fachkraft für Wasserwirtschaft an:Bereich TiefbauFachkraft für Straßen- und VerkehrstechnikWasserbauer/WasserbauerinGemeinsamkeit:bautechnische Unterlagen im Bereich Tief- bzw. Wasserbau bearbeitenBereich Entwicklung, Konstruktion und CADBauzeichner/BauzeichnerinBautechnischer Konstrukteur/Bautechnische Konstrukteurin Fachrichtung Tief-, Verkehrswege- und LandschaftsbauTechnischer Systemplaner/Technische Systemplanerin Fachrichtung Versorgungs- und AusrüstungstechnikTechnischer Systemplaner/Technische Systemplanerin Fachrichtung Stahl- und MetallbautechnikGemeinsamkeit:(bau-)technische Pläne und Zeichungen anfertigenBereich Vermessung und GeoinformationVermessungstechniker/Vermessungstechnikerin Fachrichtung VermessungVermessungstechniker/Vermessungstechnikerin Fachrichtung BergvermessungGeomatiker/GeomatikerinGemeinsamkeit:vermessungstechnische Daten erheben und verarbeiten
▶ Entwicklung der Ausbildung
2000:Neue Ausbildungsordnung Ausbildung im öffentlichen Dienst oder in der gewerblichen Wirtschaft Aufhebung der Vorläuferberufe Bautechniker/Bautechnikerin in der WasserwirtschaftsverwaltungKulturbautechniker/KulturbautechnikerinPlanungstechniker/Planungstechnikerin2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren.2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.
▶ Die Ausbildung im Überblick
Fachkraft für Wasserwirtschaft ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in der Industrie und im öffentlichen Dienst.
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
AbschlussbezeichnungFachkraft für Wasserwirtschaft
▶ Perspektiven nach der Ausbildung
Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Fachkräfte für Wasserwirtschaft verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in".Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Ausbildung arbeiten Fachkräfte für Wasserwirtschaft vor allem in der öffentlichen Verwaltung, z.B. in Wasserwirtschaftsämtern, Umweltämtern und Schifffahrtsverwaltungen, sowie in Unternehmen der Wasserversorgung und Abwasseraufbereitung.Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Wasserbau bis hin zu Vermessungstechnik.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, eine Weiterbildung als Techniker/in der Fachrichtung Umweltschutztechnik zu absolvieren. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Bauingenieurwesen erwerben. Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einem eigenen Planungsbüro.
▶ Schulische Vorbildung in der Praxis
Im Jahr 2024 gab es in diesem Beruf keine Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen.Quelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).
▶ Rechtliche Regelungen für die Ausbildung
Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung zur Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik und zur Fachkraft für Wasserwirtschaft vom 21.07.2000 (BGBl. I S. 1148)Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Fachkraft für Wasserwirtschaft (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 07.06.2000)
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Fachkraft für Wasserwirtschaft
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Fachkraft für Wasserwirtschaft in Deutschland? ▼
Was macht man in diesem Beruf?Fachkräfte für Wasserwirtschaft konzipieren in Zusammenarbeit mit Ingenieuren und Ingenieurinnen Anlagen zur Wasserver- und -entsorgung. Sie führen die erforderlichen Berechnungen und Messungen durch, bereiten Ausschreibungsunterlagen vor und überwachen die Baumaßnahmen. Auch an der Planung von Hochwasser- oder Küstenschutz- sowie Gewässerrenaturierungsmaßnahmen und Wasserschutzgebieten sind sie beteiligt, indem sie entsprechende Daten erheben. Die Messung und Bewertung von wasserwirtschaftlichen Daten gehören zu ihren Hauptaufgaben. Beispielsweise entnehmen sie Gewässerproben von Seen, Trinkwasserspeichern oder industriellen Abwässern und kontrollieren die Einhaltung von wasserrechtlichen Vorschriften und Auflagen. Mitunter wirken sie auch an der Durchführung von wasserrechtlichen Verfahren und Abläufen mit, z.B. prüfen sie Bauvorhaben.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Fachkräfte für Wasserwirtschaft finden Beschäftigung in erster Liniein der öffentlichen Verwaltung, z.B. in Wasserwirtschaftsämtern, Umweltämtern und Schifffahrtsverwaltungenin Unternehmen der Wasserver- und -entsorgung und Abwasseraufbereitungin Ingenieurbüros für bautechnische GesamtplanungArbeitsorte:Fachkräfte für Wasserwirtschaft arbeiten in erster Linie in Betriebsanlagen (innen und außen)im Freien auf Gewässern, an Probenentnahmestellen und auf Baustellenin BüroräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobilWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben.Worauf kommt es an?Anforderungen: Sorgfalt (z.B. beim Erstellen von Plänen und Unterlagen, beim Analysieren von Wasserproben) Technisches Verständnis (z.B. bei der Wartung von Wasserver- und -entsorgungsanlagen)Räumliches Vorstellungsvermögen (z.B. bei Gelände- und Gewässervermessungen) Zeichnerische Fähigkeiten (z.B. beim Anfertigen von Bauzeichnungen)Schulfächer:Mathematik (z.B. um Material- und bautechnische Berechnungen durchzuführen)Werken/Technik (z.B. um Pläne und Schaubilder zu erstellen)Informatik (z.B. um CAD-Programme anzuwenden)Deutsch (z.B. um planungs-, bau- und umweltrechtliche Unterlagen zu erstellt)Physik (z.B. um mit diversen Messgeräten zu arbeiten)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 857 € bis 903 € (Ingenieurbüros), 1.297 € (öffentlicher Dienst)2. Ausbildungsjahr: 1.059 € bis 1.113 € (Ingenieurbüros), 1.351 € (öffentlicher Dienst)3. Ausbildungsjahr: 1.259 € bis 1.325 € (Ingenieurbüros), 1.401 € (öffentlicher Dienst)
Ist Fachkraft für Wasserwirtschaft eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Fachkraft für Wasserwirtschaft" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.
Wie kann ich in Deutschland als Fachkraft für Wasserwirtschaft qualifiziert werden? ▼
In Deutschland folgt "Fachkraft für Wasserwirtschaft" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.
Wo arbeiten Fachkraft für Wasserwirtschaft in Deutschland typischerweise? ▼
Fachkräfte für Wasserwirtschaft werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. staatliche und kommunale Wasserwirtschafts- und Umweltverwaltungen sowie Ver- und Entsorgungsbetriebe): Werkstätten, Büroräume, BaustellenBerufsschule: UnterrichtsräumeHinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz in Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen):Hans-Schwier-BerufskollegQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)
Wie hoch ist das typische Gehalt für Fachkraft für Wasserwirtschaft in Deutschland? ▼
Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.