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Fachkraft für Lederverarbeitung

Fachkraft - Lederverarbeitung

Ausbildung Mathematik, Naturwissenschaften KldB B 28322

Was ist Fachkraft für Lederverarbeitung?

Was macht man in diesem Beruf?Fachkräfte für Lederverarbeitung stellen z.B. Schuhoberteile, Taschen, Kleinlederwaren, Polster- oder Autositzbezüge her. Dazu verwenden sie fertige Lederwarenhalbzeuge oder schneiden einzelne Lederteile zu. Die Einzelteile sowie Außen- und Futterteile fügen sie durch Naht-, Schweiß- oder Klebeverbindungen aneinander. Sie bringen Zier- und Spezialnähte sowie dekoratives und funktionelles Zubehör an den Lederwaren an. Zudem richten sie die zur Fertigung benötigten Maschinen und Anlagen ein, pflegen und warten sie.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Fachkräfte für Lederverarbeitung finden Beschäftigungin Betrieben der Schuhindustriein Betrieben der Lederwarenherstellungin Sattlereien, die sich auf die Herstellung von Polster- bzw. Autositzbezügen aus Leder spezialisiert habenArbeitsorte:Fachkräfte für Lederverarbeitung arbeiten in erster Linie in Produktionshallen oder Werkstätten.Welcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben.Worauf kommt es an?Anforderungen:Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. bei Näh- und Stepparbeiten bei der Fertigung von Schuhen und Lederwaren) Sorgfalt (z.B. beim Spalten und Egalisieren der Lederzuschnitte) Handwerkliches Geschick (z.B. beim Anbringen von Reißverschlüssen) Technisches Verständnis (z.B. beim Bedienen und Warten der Maschinen)Schulfächer:Werken (z.B. um Garnituren und Dekorationen abzusteppen)Mathematik (z.B. um Materialmengen und Vorzeichnungen zu erstellen)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.110 €2. Ausbildungsjahr: 1.150 €

Steckbrief

Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 2 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Mathematik, Naturwissenschaften →

Der Beruf Fachkraft für Lederverarbeitung in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Mathematik, Naturwissenschaften:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Fachkräfte für Lederverarbeitung werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe der Schuhindustrie, der Leder- und Kunstwarenherstellung, Sattlereien): Produktionshallen, WerkstättenBerufsschule: UnterrichtsräumeHinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Bayern, Brandenburg (Auszubildende aus dem Umkreis Berlin besuchen nach Absprachen zwischen Berlin und Brandenburg die Berufsschule Berlin), Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Pirmasens (Rheinland-Pfalz):Berufsbildende Schule PirmasensQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Steckbrief

BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer2 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Fachkräfte für Lederverarbeitung stellen z.B. Schuhoberteile, Taschen, Kleinlederwaren, Polster- oder Autositzbezüge her. Dazu verwenden sie fertige Lederwarenhalbzeuge oder schneiden einzelne Lederteile zu. Die Einzelteile sowie Außen- und Futterteile fügen sie durch Naht-, Schweiß- oder Klebeverbindungen aneinander. Sie bringen Zier- und Spezialnähte sowie dekoratives und funktionelles Zubehör an den Lederwaren an. Zudem richten sie die zur Fertigung benötigten Maschinen und Anlagen ein, pflegen und warten sie.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Fachkräfte für Lederverarbeitung finden Beschäftigungin Betrieben der Schuhindustriein Betrieben der Lederwarenherstellungin Sattlereien, die sich auf die Herstellung von Polster- bzw. Autositzbezügen aus Leder spezialisiert habenArbeitsorte:Fachkräfte für Lederverarbeitung arbeiten in erster Linie in Produktionshallen oder Werkstätten.Welcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben.Worauf kommt es an?Anforderungen:Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. bei Näh- und Stepparbeiten bei der Fertigung von Schuhen und Lederwaren) Sorgfalt (z.B. beim Spalten und Egalisieren der Lederzuschnitte) Handwerkliches Geschick (z.B. beim Anbringen von R...

BERUF AKTUELL

BerufsbezeichnungFachkraft für LederverarbeitungBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer2 JahreWas macht man in diesem Beruf?Fachkräfte für Lederverarbeitung stellen z.B. Schuhoberteile, Taschen, Kleinlederwaren, Polster- oder Autositzbezüge her. Dazu verwenden sie fertige Lederwarenhalbzeuge oder schneiden einzelne Lederteile zu. Die Einzelteile sowie Außen- und Futterteile fügen sie durch Naht-, Schweiß- oder Klebeverbindungen aneinander. Sie bringen Zier- und Spezialnähte sowie dekoratives und funktionelles Zubehör an den Lederwaren an. Zudem richten sie die zur Fertigung benötigten Maschinen und Anlagen ein, pflegen und warten sie.Wo arbeitet man?Fachkräfte für Lederverarbeitung finden Beschäftigungin Betrieben der Schuhindustriein Betrieben der Lederwarenherstellungin Sattlereien, die sich auf die Herstellung von Polster- bzw. Autositzbezügen aus Leder spezialisiert habenWeitereBerufe mit BekleidungBerufe mit Leder

Ausbildungsdauer

2 Jahre

Ausbildungsaufbau

Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb:Beurteilen und Einsetzen von Werk- und HilfsstoffenZuschneiden und StanzenAusführen von VorrichtarbeitenFügen von EinzelteilenHerstellen und Anbringen von ZubehörAusbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:Zuschneiden von LederZuschneiden von TextilienVorrichten von EinzelteilenFügen von InnenteilenZwischenprüfung zu Beginn des 2. Ausbildungsjahres2. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb:Vertiefen der Kenntnisse aus dem 1. AusbildungsjahrAusführen von Zier- und SpezialnähtenZusammenfügen von Außen- und FutterteilenAusbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:Ausführen von Zier- und SpezialnähtenFügen von AußenteilenZusammenfügen von Außen- und FutterteilenHerstellen und Anbringen von ZubehörAbschlussprüfung am Ende des 2. Ausbildungsjahres

Ausbildungskosten

Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:wie man Werk- und Hilfsstoffe sowie Zubehör auf Qualität, Schäden und Fehler prüft und wie man sie sortiert und lagertwie man Fehler beim Legen und Schneiden bzw. deren Folgen für die Weiterverarbeitung erkennt und beurteiltwie Kanten gefärbt und eingeschlagen werdenwas beim Prägen und Perforieren von Teilen zu beachten istwelche Nähgarne und -zwirne, Nähnadeln und Nähfüße sowie Klebstoffe ausgewählt werdenwie Futterteile zusammengeklebt werdenwie Werk- und Hilfsstoffe zugeschnitten und ausgestanzt werdenwie man Spezialnähte nach Verwendungszweck zuordnet und auswähltwie funktionelles Zubehör hergestellt wird, insbesondere Schlaufen, Bügel und Riemenwie die Arbeitsergebnisse auf Aussehen, Funktion und Haltbarkeit geprüft werdenDarüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:in berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. Herstellen und Anbringen von Zubehör, Ausführen von Zier- und Spezialnähten, Zusammenfügen von Außen- und Futterteilen)in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde

Ausbildungssituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): z.B. Lederkanten schärfen oder verdünnen, Spezialnähte anbringen, Etuis und Beutel mit Schlaufen und Riemen versehenUmgebung: in Werkstätten und -hallen bei Maschinenlärm und unter GeruchseinflussKleidung: Schutzkleidung, z.B. Handschuhe, Atem- und GehörschutzArbeitszeit: in Industriebetrieben SchichtarbeitAnforderungen:Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. bei Näh- und Stepparbeiten bei der Fertigung von Schuhen und Lederwaren) Sorgfalt (z.B. beim Spalten und Egalisieren der Lederzuschnitte) Handwerkliches Geschick (z.B. beim Anbringen von Reißverschlüssen) Technisches Verständnis (z.B. beim Bedienen und Warten der Maschinen)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht

Ausbildung im Ausland

Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel Lederwaren- und Kofferindustrie (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.110 €2. Ausbildungsjahr: 1.150 €Quelle:IG Bergbau, Chemie, Energie, Stand August 2025Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Werken: z.B. um Garnituren und Dekorationen abzusteppenMathematik: z.B. um Materialmengen und Vorzeichnungen zu erstellen

Zusatzqualifikationen

Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/in

Ausbildungsalternativen

Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Fachkraft für Lederverarbeitung an:Bereich LederSattler/Sattlerin Fachrichtung FahrzeugsattlereiSattler/Sattlerin Fachrichtung FeintäschnereiSattler/Sattlerin Fachrichtung ReitsportsattlereiSchuhfertiger/SchuhfertigerinGemeinsamkeit:Produkte aus Leder anfertigenBereich TextilienÄnderungsschneider/ÄnderungsschneiderinPolster- und Dekorationsnäher/Polster- und DekorationsnäherinTextil- und Modenäher/Textil- und ModenäherinGemeinsamkeit:Einzelteile z.B. aus Leder oder textilem Material herstellenBereich Maschinen- und AnlagenbauMaschinen- und Anlagenführer/Maschinen- und Anlagenführerin Schwerpunkt TextiltechnikMaschinen- und Anlagenführer/Maschinen- und Anlagenführerin Schwerpunkt TextilveredelungGemeinsamkeit:Maschinen und Anlagen der Textilindustrie bedienen und überwachen

Entwicklung der Ausbildung

1938:Anerkennung des Berufs Schaftstepper/in1940:Anerkennung des Berufs Lederwarenstepper/in Aufhebung des Vorläuferberufs Schaftstepper/in 1964:Neuordnung des Berufs Schuh- und Lederwarenstepper/in Aufhebung des Vorläuferberufs Lederwarenstepper/in 2011:Erstmalige Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz für den Beruf Fachkraft für Lederverarbeitung tritt in KraftNeuordnung mit Anpassung der Ausbildungsinhalte an technische und wirtschaftliche Entwicklungen Ausbildung in allen Leder verarbeitenden Betrieben möglichAufhebung des Vorläuferberufs Schuh- und Lederwarenstepper/Schuh- und Lederwarenstepperin2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): Einführung einer Mindestausbildungsvergütung, Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren. Verbessert wird auch die Durchlässigkeit innerhalb der beruflichen Bildung. So können Ausbildungsordnungen vorsehen, dass Auszubildende bei erfolgreichem Abschluss eines zweijährigen Ausbildungsberufs vom ersten Teil der Abschluss-/Gesellen- bzw. Zwischenprüfung eines darauf aufbauenden Ausbildungsberufs befreit sind.2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähi...

Die Ausbildung im Überblick

Fachkraft für Lederverarbeitung ist ein 2-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in der Industrie.

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

AbschlussbezeichnungFachkraft für Lederverarbeitung

Perspektiven nach der Ausbildung

Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Fachkräfte für Lederverarbeitung verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in".Die passende Beschäftigung findenNach ihrer Ausbildung arbeiten Fachkräfte für Lederverarbeitung in Betrieben der Schuhindustrie, der Lederwarenherstellung sowie in Sattlereien (in Produktionshallen oder Werkstätten).Die Beschäftigungsfähigkeit sichernDurch Anpassungsweiterbildung, z.B. im Bereich Lederverarbeitung, kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Außerdem bieten sich Anpassungsweiterbildungen im Bereich Qualitätsprüfung, Qualitätstechnik an.Beruflich weiterkommenNach erfolgreicher Abschlussprüfung können Fachkräfte für Lederverarbeitung unter bestimmten Voraussetzungen ihre Ausbildung fortsetzen und nach einem Jahr die Prüfung als Schuhfertiger/in, Maßschuhmacher/in der Fachrichtung Schaftbau oder nach zwei Jahren die Prüfung als Sattler/in ablegen.Eine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Industriemeister/in der Fachrichtung Schuhfertigung abzulegen. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Textil-, Bekleidungstechnik erwerben.

Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2024 gab es 3 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. Alle konnten keinen Hauptschulabschluss vorweisen. Quelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Rechtliche Regelungen für die Ausbildung

Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung zur Fachkraft für Lederverarbeitung (LederVAusbV) vom 14.02.2011 (BGBl. I S. 255)Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Fachkraft für Lederverarbeitung (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 26.11.2010)

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Anrechnungs- und Fortsetzungsmöglichkeiten

Nach bestandener Abschlussprüfung im Beruf Fachkraft für Lederverarbeitung kann die Berufsausbildung ggf. in den darauf aufbauenden Ausbildungsberufen Schuhfertiger/in, Maßschuhmacher/in der Fachrichtung Schaftbau oder Sattler/in fortgesetzt werden.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Fachkraft für Lederverarbeitung

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Fachkraft für Lederverarbeitung in Deutschland?

Was macht man in diesem Beruf?Fachkräfte für Lederverarbeitung stellen z.B. Schuhoberteile, Taschen, Kleinlederwaren, Polster- oder Autositzbezüge her. Dazu verwenden sie fertige Lederwarenhalbzeuge oder schneiden einzelne Lederteile zu. Die Einzelteile sowie Außen- und Futterteile fügen sie durch Naht-, Schweiß- oder Klebeverbindungen aneinander. Sie bringen Zier- und Spezialnähte sowie dekoratives und funktionelles Zubehör an den Lederwaren an. Zudem richten sie die zur Fertigung benötigten Maschinen und Anlagen ein, pflegen und warten sie.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Fachkräfte für Lederverarbeitung finden Beschäftigungin Betrieben der Schuhindustriein Betrieben der Lederwarenherstellungin Sattlereien, die sich auf die Herstellung von Polster- bzw. Autositzbezügen aus Leder spezialisiert habenArbeitsorte:Fachkräfte für Lederverarbeitung arbeiten in erster Linie in Produktionshallen oder Werkstätten.Welcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben.Worauf kommt es an?Anforderungen:Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. bei Näh- und Stepparbeiten bei der Fertigung von Schuhen und Lederwaren) Sorgfalt (z.B. beim Spalten und Egalisieren der Lederzuschnitte) Handwerkliches Geschick (z.B. beim Anbringen von Reißverschlüssen) Technisches Verständnis (z.B. beim Bedienen und Warten der Maschinen)Schulfächer:Werken (z.B. um Garnituren und Dekorationen abzusteppen)Mathematik (z.B. um Materialmengen und Vorzeichnungen zu erstellen)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.110 €2. Ausbildungsjahr: 1.150 €

Ist Fachkraft für Lederverarbeitung eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Fachkraft für Lederverarbeitung" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.

Wie kann ich in Deutschland als Fachkraft für Lederverarbeitung qualifiziert werden?

In Deutschland folgt "Fachkraft für Lederverarbeitung" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.

Wo arbeiten Fachkraft für Lederverarbeitung in Deutschland typischerweise?

Fachkräfte für Lederverarbeitung werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe der Schuhindustrie, der Leder- und Kunstwarenherstellung, Sattlereien): Produktionshallen, WerkstättenBerufsschule: UnterrichtsräumeHinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Bayern, Brandenburg (Auszubildende aus dem Umkreis Berlin besuchen nach Absprachen zwischen Berlin und Brandenburg die Berufsschule Berlin), Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Pirmasens (Rheinland-Pfalz):Berufsbildende Schule PirmasensQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Fachkraft für Lederverarbeitung in Deutschland?

Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.

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