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Dachdecker/Dachdeckerin

Dachdecker/in

Ausbildung Ingenieurwissenschaften KldB B 32142

Was ist Dachdecker/Dachdeckerin?

Was macht man in diesem Beruf?Dachdecker/innen stellen Holzkonstruktionen für Dachstühle her und decken und bekleiden Dach- und Wandflächen mit Dachplatten, -ziegeln, -steinen, Schindeln oder anderen Deckwerkstoffen. Sie führen Abdichtungen an Dach- und Wandflächen, Balkonen und Terrassen sowie an Bauwerken durch, stellen Unterkonstruktionen für Außenwandbekleidungen her, montieren diese und gestalten Gebäudeaußenwände mit vorgehängten Fassadenbekleidungen. Auch bauen sie Blitzschutzanlagen, Schneefangsysteme, Dachrinnen, Fallrohre, Dachflächenfenster oder Lichtkuppeln ein und installieren Solarthermie- und Fotovoltaikanlagen einschließlich elektrischer Komponenten und Anschlüsse auf Dächern und an Fassaden.Darüber hinaus unterstützen sie Besitzer und Eigentümer bei der energetischen Gebäudesanierung und führen entsprechende Maßnahmen, etwa den Einbau von Dämmschichten und Dampfsperrelementen, durch. Auch Dachbegrünungen sowie Wartung und Instandhaltung von Dach- und Wandflächen und ihren Komponenten können zu den Aufgaben der Dachdecker/innen gehören.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Dachdecker/innen finden Beschäftigung in Betrieben des Dachdecker-Handwerks und anderen Bedachungsunternehmen.Arbeitsorte:Dachdecker/innen arbeiten in erster Linie auf Baustellen im Freien.Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Werkstätten und in Lagerräumen.Welcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [7.0%]7Hauptschulabschluss* [43.0%]43mittlerer Bildungsabschluss [38.0%]38Hochschulreife [11.0%]11Sonstige [1.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen:Gute körperliche Konstitution (z.B. beim Heben und Tragen von Baumaterial) Handwerkliches Geschick und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Verarbeiten von Bedachungsmaterialien, beim Bedienen von Bauaufzügen) Umsicht, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit (z.B. bei der Arbeit auf Leitern und Gerüsten) Teamfähigkeit (z.B. beim Eindecken von Dächern)Schulfächer:Werken/Technik (z.B. um Dach- und Wandflächen zu decken)Mathematik (z.B. um Berechnungen durchzuführen)Physik (z.B. um bauphysikalische Gegebenheiten zu berücksichtigen)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.000 €2. Ausbildungsjahr: 1.150 €3. Ausbildungsjahr: 1.400 €

Steckbrief

Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 JahreLernorteAusbildungsbetrieb sowie überbetriebliche Ausbildungsstätte und Berufsschule (duale Ausbildung)

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Ingenieurwissenschaften →

Der Beruf Dachdecker/Dachdeckerin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Dachdecker/innen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe des Dachdecker-Handwerks): Baustellen, WerkstättenBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.

Steckbrief

BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer3 JahreLernorteAusbildungsbetrieb sowie überbetriebliche Ausbildungsstätte und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Dachdecker/innen stellen Holzkonstruktionen für Dachstühle her und decken und bekleiden Dach- und Wandflächen mit Dachplatten, -ziegeln, -steinen, Schindeln oder anderen Deckwerkstoffen. Sie führen Abdichtungen an Dach- und Wandflächen, Balkonen und Terrassen sowie an Bauwerken durch, stellen Unterkonstruktionen für Außenwandbekleidungen her, montieren diese und gestalten Gebäudeaußenwände mit vorgehängten Fassadenbekleidungen. Auch bauen sie Blitzschutzanlagen, Schneefangsysteme, Dachrinnen, Fallrohre, Dachflächenfenster oder Lichtkuppeln ein und installieren Solarthermie- und Fotovoltaikanlagen einschließlich elektrischer Komponenten und Anschlüsse auf Dächern und an Fassaden.Darüber hinaus unterstützen sie Besitzer und Eigentümer bei der energetischen Gebäudesanierung und führen entsprechende Maßnahmen, etwa den Einbau von Dämmschichten und Dampfsperrelementen, durch. Auch Dachbegrünungen sowie Wartung und Instandhaltung von Dach- und Wandflächen und ihren Komponenten können zu den Aufgaben der Dachdecker/innen gehören.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Dachdecker/innen finden Beschäftigung in Betrieben des Dachdecker-Handwerks und anderen Bedachungsunternehmen.Arbeitsorte:Dachdecker/innen arbeiten i...

BERUF AKTUELL

BerufsbezeichnungDachdecker/inBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer3 JahreWas macht man in diesem Beruf?Dachdecker/innen stellen Holzkonstruktionen für Dachstühle her und decken und bekleiden Dach- und Wandflächen mit Dachplatten, -ziegeln, -steinen, Schindeln oder anderen Deckwerkstoffen. Sie führen Abdichtungen an Dach- und Wandflächen, Balkonen und Terrassen sowie an Bauwerken durch, stellen Unterkonstruktionen für Außenwandbekleidungen her, montieren diese und gestalten Gebäudeaußenwände mit vorgehängten Fassadenbekleidungen. Auch bauen sie Blitzschutzanlagen, Schneefangsysteme, Dachrinnen, Fallrohre, Dachflächenfenster oder Lichtkuppeln ein und installieren Solarthermie- und Fotovoltaikanlagen einschließlich elektrischer Komponenten und Anschlüsse auf Dächern und an Fassaden.Darüber hinaus unterstützen sie Besitzer und Eigentümer bei der energetischen Gebäudesanierung und führen entsprechende Maßnahmen, etwa den Einbau von Dämmschichten und Dampfsperrelementen, durch. Auch Dachbegrünungen sowie Wartung und Instandhaltung von Dach- und Wandflächen und ihren Komponenten können zu den Aufgaben der Dachdecker/innen gehören.Wo arbeitet man?Dachdecker/innen finden Beschäftigung in Betrieben des Dachdecker-Handwerks und anderen Bedachungsunternehmen.WeitereBerufe im AusbauBerufe im Hochbau

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Ausbildungsaufbau

Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. - 18. Monat:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:Herstellen von SchornsteinköpfenBe- und Verarbeiten von Holz und Holzwerkstoffen sowie Herstellen von HolzbauteilenDurchführen von zusätzlichen regensichernden Maßnahmen bei DachdeckungenDurchführen von energetischen Maßnahmen an Dach und WandDecken von Dach- und WandflächenBekleiden von WandflächenAbdichten von Dachflächen und BauwerkenMontieren und Einbauen von EinbauteilenEinbauen von elektrischen Komponenten und Herstellen von elektrischen Anschlüssen mittels SteckverbindungenHerstellen und Montieren von Unterkonstruktionen für hinterlüftete AußenwandbekleidungenAnfertigen und Einbauen von Anlagen zur Ableitung von NiederschlagswasserEinrichten, Sichern und Räumen von BaustellenAuswählen, Prüfen, Lagern und Bearbeiten von Bau- und BauhilfsstoffenDurchführen von Messungen und Anwenden von Ergebnissen1. und 2. Ausbildungsjahr:Ausbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:Baustelle einrichtenDachflächen mit Dachziegeln und Dachsteinen deckeneinschalige Baukörper mauernStahlbetonbauteile herstellenHolzkonstruktionen herstellenBauteile beschichten und bekleidenAnlagen zur Ableitung von Niederschlagswasser installierenDächer mit Dachziegel- und Dachsteineindeckung...

Ausbildungskosten

Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:wie man Dach- und Wandflächen z.B. mit Schiefer, Dachplatten und -ziegeln, Schindeln oder Dachsteinen decktwie man Wandflächen z.B. mit Faserzement, Verbundwerkstoffen, keramischen Platten oder Metallelementen bekleidetwie man Schichten des Dachaufbaus, insbesondere Dampfsperre, Wärmedämmung und Abdichtungslagen, festlegt und verlegtwie Abschlüsse bei Dachdeckungen bzw. -abdichtungen oder Anschlüsse bei Abdichtungen hergestellt werdenwie man Solarthermie- bzw. Fotovoltaikelemente und andere Energiegewinnungsflächen in Dach- und Wandflächen montiertwie man Bestandteile von äußeren Blitzschutzanlagen mechanisch prüft und instand setztwie Belichtungselemente eingebaut und an darunterliegende Schichten angeschlossen werdenwie man Bewegungsfugen herstellt und abdichtetwie man Trag- und Wandprofile an Halterungen ausrichtet und mit Schrauben, Nieten o.Ä. befestigtwie man die Montage von aufgeständerten Anlagen zur Energiesammlung und -umsetzung vorbereitet und diese einbautwie man unterschiedliche Formen von Dachflächen mit Reet deckt, insbesondere durch Binden, Schrauben und NähenDarüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:in berufsbezogenen Lernfeldern (z.B. Dächer mit Dachziegel- und Dachsteineindeckungen herstellen und Da...

Ausbildungssituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): z.B. Dachdeckungen durchführen, Bewegungsfugen abdichten, Daueranker für Gerüste montierenUmgebung: wechselnde Baustellen, Arbeit im Freien (Kälte, Hitze, Regen, Zugluft), Maschinenlärm, BaustaubKleidung: Schutzkleidung (z.B. Schutzhelm, Handschuhe, Sicherheitsschuhe)Anforderungen:Gute körperliche Konstitution (z.B. beim Heben und Tragen von Baumaterial) Handwerkliches Geschick und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Verarbeiten von Bedachungsmaterialien, beim Bedienen von Bauaufzügen) Umsicht, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit (z.B. bei der Arbeit auf Leitern und Gerüsten) Teamfähigkeit (z.B. beim Eindecken von Dächern)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht

Ausbildung im Ausland

Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum "Europäischer Handwerkeraustausch"Dauer: 3 Wochen bis mehrere MonateWeitere Informationen zum Auslandspraktikum Europäischer HandwerkeraustauschVerschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel Dachdeckerhandwerk (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.000 €2. Ausbildungsjahr: 1.150 €3. Ausbildungsjahr: 1.400 €Quelle:Tarifregister Mecklenburg-Vorpommern, Stand Oktober 2025Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Werken/Technik: z.B. um Dach- und Wandflächen zu deckenMathematik: z.B. um Berechnungen durchzuführenPhysik: z.B. um bauphysikalische Gegebenheiten zu berücksichtigen

Zusatzqualifikationen

Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/in

Ausbildungsalternativen

Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Dachdecker/in an:Bereich HochbauFassadenmonteur/FassadenmonteurinGemeinsamkeit:Fassaden verkleidenBereich AusbauZimmerer/ZimmerinBauwerksabdichter/BauwerksabdichterinTrockenbaumonteur/TrockenbaumonteurinWärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer/Wärme-, Kälte- und SchallschutzisoliererinGemeinsamkeit:Gebäude und Anlagen gegen Witterungseinflüsse abdichten

Entwicklung der Ausbildung

1934:Erstmals Eintrag im Verzeichnis der Gewerbe, die handwerksmäßig betrieben werden können1961:Anerkennung des Berufsbildes mit den Teilhandwerken Schiefer-, Schindel-, Stroh- und Ziegeldecker-Handwerk1981:Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz für den Beruf Dachdecker/in tritt in Kraft1998:Neue Ausbildungsordnung mit den beiden Fachrichtungen Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik sowie Reetdachtechnik2016:Neue modernisierte Ausbildungsordnung mit den fünf Schwerpunkten Dachdeckungstechnik, Abdichtungstechnik, Außenwandbekleidungstechnik, Energietechnik an Dach und Wand, Reetdachtechnik; Berücksichtigung aktueller technischer Entwicklungen in der AusbildungAufhebung der VorläuferberufeDachdecker/Dachdeckerin Fachrichtung Dach-, Wand- und AbdichtungstechnikDachdecker/Dachdeckerin Fachrichtung Reetdachtechnik2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren.2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabsch...

Die Ausbildung im Überblick

Dachdecker/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im Handwerk.

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

AbschlussbezeichnungDachdecker/Dachdeckerin

Perspektiven nach der Ausbildung

Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Dachdecker/innen verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in".Die passende Beschäftigung findenNach ihrer Ausbildung arbeiten Dachdecker/innen z.B. in Betrieben des Dachdecker-Handwerks.Die Beschäftigungsfähigkeit sichernDurch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Dachdeckerei bis hin zu Solarthermie.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Dachdeckermeister/in abzulegen.Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Bauingenieurwesen erwerben.Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einem Betrieb des Dachdecker-Handwerks oder des verwandten Klempner-Handwerks.

Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2024 gab es 3.792 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 43 Prozent verfügten über einen Hauptschulabschluss, 38 Prozent besaßen einen mittleren Bildungsabschluss. 11 Prozent verfügten über die Hochschulreife, 7 Prozent konnten keinen Hauptschulabschluss vorweisen. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [7.0%]7Hauptschulabschluss* [43.0%]43mittlerer Bildungsabschluss [38.0%]38Hochschulreife [11.0%]11Sonstige [1.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussQuelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Spezialisierung während der Ausbildung

Eine Spezialisierung ist in einem der fünf Schwerpunkte möglich:AbdichtungstechnikAußenwandbekleidungstechnikDachdeckungstechnikEnergietechnik an Dach und WandReetdachtechnik

Rechtliche Regelungen für die Ausbildung

Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung zum Dachdecker und zur Dachdeckerin (Dachdeckerausbildungsverordnung - DachAusbV) vom 28.04.2016 (BGBl. I S. 994)Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Dachdecker und Dachdeckerin (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 29.01.2016)

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Dachdecker/Dachdeckerin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Dachdecker/Dachdeckerin in Deutschland?

Was macht man in diesem Beruf?Dachdecker/innen stellen Holzkonstruktionen für Dachstühle her und decken und bekleiden Dach- und Wandflächen mit Dachplatten, -ziegeln, -steinen, Schindeln oder anderen Deckwerkstoffen. Sie führen Abdichtungen an Dach- und Wandflächen, Balkonen und Terrassen sowie an Bauwerken durch, stellen Unterkonstruktionen für Außenwandbekleidungen her, montieren diese und gestalten Gebäudeaußenwände mit vorgehängten Fassadenbekleidungen. Auch bauen sie Blitzschutzanlagen, Schneefangsysteme, Dachrinnen, Fallrohre, Dachflächenfenster oder Lichtkuppeln ein und installieren Solarthermie- und Fotovoltaikanlagen einschließlich elektrischer Komponenten und Anschlüsse auf Dächern und an Fassaden.Darüber hinaus unterstützen sie Besitzer und Eigentümer bei der energetischen Gebäudesanierung und führen entsprechende Maßnahmen, etwa den Einbau von Dämmschichten und Dampfsperrelementen, durch. Auch Dachbegrünungen sowie Wartung und Instandhaltung von Dach- und Wandflächen und ihren Komponenten können zu den Aufgaben der Dachdecker/innen gehören.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Dachdecker/innen finden Beschäftigung in Betrieben des Dachdecker-Handwerks und anderen Bedachungsunternehmen.Arbeitsorte:Dachdecker/innen arbeiten in erster Linie auf Baustellen im Freien.Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Werkstätten und in Lagerräumen.Welcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [7.0%]7Hauptschulabschluss* [43.0%]43mittlerer Bildungsabschluss [38.0%]38Hochschulreife [11.0%]11Sonstige [1.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen:Gute körperliche Konstitution (z.B. beim Heben und Tragen von Baumaterial) Handwerkliches Geschick und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Verarbeiten von Bedachungsmaterialien, beim Bedienen von Bauaufzügen) Umsicht, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit (z.B. bei der Arbeit auf Leitern und Gerüsten) Teamfähigkeit (z.B. beim Eindecken von Dächern)Schulfächer:Werken/Technik (z.B. um Dach- und Wandflächen zu decken)Mathematik (z.B. um Berechnungen durchzuführen)Physik (z.B. um bauphysikalische Gegebenheiten zu berücksichtigen)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.000 €2. Ausbildungsjahr: 1.150 €3. Ausbildungsjahr: 1.400 €

Ist Dachdecker/Dachdeckerin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Dachdecker/Dachdeckerin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.

Wie kann ich in Deutschland als Dachdecker/Dachdeckerin qualifiziert werden?

In Deutschland folgt "Dachdecker/Dachdeckerin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.

Wo arbeiten Dachdecker/Dachdeckerin in Deutschland typischerweise?

Dachdecker/innen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe des Dachdecker-Handwerks): Baustellen, WerkstättenBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.

Wie hoch ist das typische Gehalt für Dachdecker/Dachdeckerin in Deutschland?

Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.

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