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Beamter/Beamtin im Vermessungswesen (gehobener technischer Dienst)

Beamter/Beamtin - Vermessungswesen (gehobener technischer Dienst)

Ausbildung Ingenieurwissenschaften KldB B 31213

Was ist Beamter/Beamtin im Vermessungswesen (gehobener technischer Dienst)?

Aufgaben und TätigkeitenBeamte und Beamtinnen im gehobenen vermessungstechnischen Verwaltungsdienst führen im Auftrag von Ländern und Kommunen Vermessungsarbeiten durch, z.B. für die Ausweisung von Verkehrswegen oder Bauland. Sie bilden mittels satelliten- und computergestützter Technik sowie klassischer Vermessungsgeräte Ausschnitte der Erdoberfläche ab. Sie dokumentieren die Messergebnisse mit kartografischen Methoden wie klassische Kartenwerke oder fachspezifische Software. Sie beachten bei planerischen und konzeptionellen Arbeiten u.a. rechtliche, technische, organisatorische und betriebswirtschaftliche Gesichtspunkte. Sie übernehmen auch Aufgaben in der Verwaltung, z.B. ermitteln sie den Wert von Grundstücken oder behandeln Kassenangelegenheiten der Kataster- und Vermessungsverwaltung. Die Beamten und Beamtinnen nehmen im Rahmen von Leitungs- und Führungsaufgaben auf der unteren Verwaltungsebene auch Funktionen als Sachgebiets- oder Gruppenleiter bzw. -leiterin sowie ggf. als Amtsleiter bzw. -leiterin oder Dienststellenleiter bzw. -leiterin wahr.Arbeitsbereiche und -orteArbeitsbereiche:Beamte und Beamtinnen im gehobenen vermessungstechnischen Verwaltungsdienst finden Beschäftigung bei Landes- und Kommunalbehörden, insbesondere bei Vermessungs- oder Katasterämtern und Behörden für Geoinformation.Arbeitsorte:Beamte und Beamtinnen im gehobenen vermessungstechnischen Verwaltungsdienst arbeiten in erster Liniein Büroräumenim Außendienst (bei Vermessungen)Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auchin Besprechungsräumenim Homeoffice bzw. mobilVoraussetzungenFür die Ausbildung wird i.d.R. ein abgeschlossenes Bachelorstudium oder ein als gleichwertig anerkannter Hochschulabschluss im Studienfach Vermessungstechnik oder in einem vergleichbaren Studienfach vorausgesetzt. Das Tragen der Berufsbezeichnung "Ingenieur" bzw. "Ingenieur/in" wird ggf. je nach Bundesland vorausgesetzt.Bewerber und Bewerberinnen müssen darüber hinaus die beamtenrechtlichen Voraussetzungen erfüllen und ein Auswahlverfahren absolvieren. Außerdem dürfen in einzelnen Bundesländern bestehende Höchstaltersgrenzen nicht überschritten werden.Inhalte des VorbereitungsdienstesTheoretische und praktische Ausbildungsinhalte, z.B.:Liegenschaftskataster: Aufgaben und Organisation des Liegenschaftskatasters, Katasterrecht, Liegenschaftskataster einrichten, führen und erneuern Ländliche Neuordnung: Maßnahmen zur Landentwicklung, Neuordnungsverfahren im ländlichen Raum, Flurbereinigungsverfahren und FlurneuordnungsverfahrenLandesvermessung: digitale geotopografische Informationssysteme, Herstellung und Fortführung sowie Nutzung und Anwendung der topografischen Kartenwerke in analoger und digitaler Form, GeodatenmanagementLandesplanung und Städtebau: Raumordnung, Bauleitplanung, Bodenordnung, Aufgaben der Stadtvermessung, Grundstückswertermittlung(Fachtechnische) Verwaltungs- und Rechtsgrundlagen: Geodatenmanagement in der Landesverwaltung, Baurecht, Datenschutz sowie Personalangelegenheiten, Organisation und HaushaltsplanungWas verdient man während des Vorbereitungsdienstes?Die Beamtenanwärter und -anwärterinnen erhalten als Beamte und Beamtinnen auf Widerruf Anwärterbezüge, die ggf. durch Zulagen ergänzt werden.Der monatliche Anwärtergrundbetrag beträgt in Laufbahnen des gehobenen Dienstes ca. 1.549 €.

Steckbrief

Berufstyp: Beamtenausbildung;abweichende Laufbahnbezeichnungen in den einzelnen BundesländernAusbildungsartVorbereitungsdienst, geregelt durch Verordnungen der BundesländerDauer des Vorbereitungsdienstes1-1,5 JahreMindestvoraussetzung für die Zulassung zum VorbereitungsdienstJe nach Bundesland unterschiedlich (z.B. abgeschlossenes Bachelorstudium)LernorteBildungseinrichtungen der öffentlichen Verwaltung, Kataster- und Vermessungsämter, Behörden für Geoinformation

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Ingenieurwissenschaften →

Der Beruf Beamter/Beamtin im Vermessungswesen (gehobener technischer Dienst) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Lernorte sind:Bildungseinrichtungen der öffentlichen Verwaltung: Seminarräume, Übungs- und GruppenräumeBehörden, z.B. Kataster- und Vermessungsämter, Behörden für Geoinformation: Büroräume, Außendienst (Vermessungsarbeiten im Freien)

Aktuelles

Novellierung der BundeslaufbahnverordnungAm 17.03.2026 trat die neue Bundeslaufbahnverordnung in Kraft. Sie eröffnet bedarfsorientierte Sonderzugänge, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Schwerpunkt der Reform ist u.a. die Gleichstellung von beruflicher und akademischer Bildung. Im gehobenen technischen Verwaltungsdienst sowie im gehobenen naturwissenschaftlichen Dienst ist nun z.B. auch der Zugang für Personen mit den beruflichen Fortbildungsabschlüssen Bachelor Professional oder Master Professional möglich.

Steckbrief

BerufstypBeamtenausbildung;abweichende Laufbahnbezeichnungen in den einzelnen BundesländernAusbildungsartVorbereitungsdienst, geregelt durch Verordnungen der BundesländerDauer des Vorbereitungsdienstes1-1,5 JahreMindestvoraussetzung für die Zulassung zum VorbereitungsdienstJe nach Bundesland unterschiedlich (z.B. abgeschlossenes Bachelorstudium)LernorteBildungseinrichtungen der öffentlichen Verwaltung, Kataster- und Vermessungsämter, Behörden für GeoinformationAufgaben und TätigkeitenBeamte und Beamtinnen im gehobenen vermessungstechnischen Verwaltungsdienst führen im Auftrag von Ländern und Kommunen Vermessungsarbeiten durch, z.B. für die Ausweisung von Verkehrswegen oder Bauland. Sie bilden mittels satelliten- und computergestützter Technik sowie klassischer Vermessungsgeräte Ausschnitte der Erdoberfläche ab. Sie dokumentieren die Messergebnisse mit kartografischen Methoden wie klassische Kartenwerke oder fachspezifische Software. Sie beachten bei planerischen und konzeptionellen Arbeiten u.a. rechtliche, technische, organisatorische und betriebswirtschaftliche Gesichtspunkte. Sie übernehmen auch Aufgaben in der Verwaltung, z.B. ermitteln sie den Wert von Grundstücken oder behandeln Kassenangelegenheiten der Kataster- und Vermessungsverwaltung. Die Beamten und Beamtinnen nehmen im Rahmen von Leitungs- und Führungsaufgaben auf der unteren Verwaltungsebene auch Funktionen als Sachgebiets- oder Gruppenleiter bzw. -leiterin sowie ggf. als Amtsleiter bzw. -leiterin oder Dienstst...

Ausbildungsdauer

1-1,5 Jahre

Ausbildungsaufbau

Gliederung eines Vorbereitungsdienstes im gehobenen vermessungstechnischen Verwaltungsdienst Abschnitt 1 bei unteren Vermessungs- und Geoinformationsbehörden, Landesämtern für innere Verwaltung, ggf. bei öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren/-ingenieurinnen: 17 WochenAbschnitt 2 bei einem Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, bei staatlichen Ämtern für Landwirtschaft und Umwelt: 11 WochenAbschnitt 3 bei einem Landesamt für innere Verwaltung: 11 WochenAbschnitt 4 u.a. bei unteren Vermessungs- und Geoinformationsbehörden, einem Wirtschaftsministerium: 11 WochenAbschnitt 5 an einer Fachhochschule/Hochschule für öffentliche Verwaltung: 6 WochenAbschnitt 6 bei einem Innenministerium, einem Landesamt für innere Verwaltung: 14 WochenLaufbahnprüfungDauer des Vorbereitungsdienstes insgesamt (einschließlich 8 Wochen Urlaub): 1,5 Jahre

Ausbildungskosten

Lehrgangsgebühren werden nicht erhoben. Es können Fahrtkosten oder Kosten für Lernmittel anfallen. Für die Unterbringung am Ausbildungsort können ebenfalls Kosten entstehen.

Ausbildungsinhalte

Theoretische und praktische Ausbildungsinhalte, z.B.:LiegenschaftskatasterAufgaben und Organisation des Liegenschaftskatasters, Katasterrecht, Liegenschaftskataster einrichten, führen und erneuern Anwendungs- und Auswerteverfahren bei Liegenschaftsvermessungen Ländliche Neuordnungrechtliche, wirtschaftliche, ökologische und technische Grundlagen der Landentwicklung, Verfahrensrecht einschließlich Rechtsbehelfe Maßnahmen zur Landentwicklung, Neuordnungsverfahren im ländlichen Raum, Flurbereinigungsverfahren und FlurneuordnungsverfahrenLandesvermessung Satellitenpositionierungsdienst, Fotogrammetrie, Landesluftbildstelle, internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Landesvermessungdigitale geotopografische Informationssysteme, Herstellung und Fortführung sowie Nutzung und Anwendung der topografischen Kartenwerke in analoger und digitaler Form, GeodatenmanagementLandesplanung und StädtebauRaumordnung, Bauleitplanung, Bodenordnung, Aufgaben der Stadtvermessung Grundstückswertermittlung(Fachtechnische) Verwaltungs- und RechtsgrundlagenGeodatenmanagement in der Landesverwaltung, Baurecht, DatenschutzVerwaltungsaufgaben einer oberen Landesbehörde, Personalangelegenheiten, Organisation, Haushaltsplanung und Haushaltsvollzug

Ausbildungssituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Während der theoretischen Ausbildungsabschnitte:Lehrveranstaltungen: Lehrgänge besuchenEigenständige Arbeit: z.B. Lehrveranstaltungen vor- und nachbereiten, in Bibliotheken recherchieren, Leistungsnachweise vorbereitenOrganisation: z.B. vorgegebene Abgabetermine für Referate und Hausarbeiten einhaltenWährend der praktischen Ausbildungsabschnitte:Praktische Mitarbeit (unter Anleitung): z.B. im Außendienst Vermessungen vornehmenSchlüsselqualifikationen: z.B. Problemlösungs-, Organisations- und Kommunikationskompetenzen erweitern

Ausbildungsvergütung

Beispielhafter monatlicher Anwärtergrundbetrag (brutto): 1.549 €Quelle:LandesbesoldungsgesetzeHinweis: Neben dem Anwärtergrundbetrag umfassen die Anwärterbezüge die vermögenswirksamen Leistungen, ggf. auch den Familienzuschlag und weitere Zulagen, Vergütungen und Zuschläge.

Zugangsstudienfächer

Eine Ausbildung ist z.B. mit folgenden Abschlüssen möglich:Vermessungstechnik (grundständig)Geoinformatik (grundständig)

Wichtige Vorkenntnisse

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Bereichen sind gute Voraussetzungen für einen erfolgreichen Vorbereitungsdienst: Management/Organisation: z.B. um in Unterrichtsbereichen, die Aufgaben und Organisation des Liegenschaftskatasters beinhalten, gute Ergebnisse zu erzielen und im Berufsleben Aufgaben der öffentlichen Verwaltung effizient zu organisierenMitarbeiterführung und -anleitung: z.B. da Kenntnisse von Führungsinstrumenten (z.B. Zielvereinbarung und Feedback) für eine erfolgreiche Abteilungs- oder Behördenleitung unverzichtbar sindRecht: z.B. um sich mit Rechtswissenschaften (z.B. Katasterrecht, Baurecht, Verfahrensrecht) zu beschäftigen

Ausbildungsalternativen

Folgende Alternativen bieten sich für den Beruf Beamter/Beamtin im gehobenen vermessungstechnischen Verwaltungsdienst an:Bereich Recht und VerwaltungBeamter/Beamtin im gehobenen bautechnischen DienstGemeinsamkeit:Prüfungs- und Überwachungsaufgaben wahrnehmenBereich Vermessung und GeoinformationVermessungstechnik (weiterführend)Geoinformatik (weiterführend)Kartografie (weiterführend)Gemeinsamkeit:Geodaten aufnehmen und digitale Kartenwerke aktualisieren

Die Ausbildung im Überblick

Die Ausbildung im gehobenen vermessungstechnischen Verwaltungsdienst erfolgt als Vorbereitungsdienst und dauert 1 bis 1,5 Jahre. Sie ist durch Verordnungen der Bundesländer geregelt und schließt mit der Laufbahnprüfung ab.Voraussetzung ist i.d.R. mindestens ein Bachelorstudium.

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

Die Ausbildung ist in dem genannten Bundesland rechtlich geregelt und führt dort zu folgender Abschluss-/Berufsbezeichnung:Rheinland-Pfalz:Ingenieur des amtlichen Vermessungswesens/Ingenieurin des amtlichen VermessungswesensDie Laufbahn ist darüber hinaus in folgenden Bundesländern eingerichtet, in denen keine Abschluss-/Berufsbezeichnungen vorliegen:Baden-WürttembergBayernBerlinBrandenburgHamburgHessenMecklenburg-VorpommernNiedersachsenNordrhein-WestfalenSaarlandSachsenSachsen-AnhaltSchleswig-HolsteinThüringenLaufbahnbezeichnungenBeamter/Beamtin - Geodäsie und Geoinformation (Laufbahngruppe 2, erstes Einstiegsamt)Beamter/Beamtin - Geoinformationstechnologie (Laufbahngruppe 2, erstes Einstiegsamt)Beamter/Beamtin - Geoinformations- und Vermessungswesen (Laufbahngruppe 2, erstes Einstiegsamt)Beamter/Beamtin - technischer Verwaltungsdienst für Aufgaben im Vermessungswesen und in der Geoinformation (Laufbahngruppe 2, erste Einstiegsebene)Beamter/Beamtin - vermessungstechnischer Dienst (Laufbahngruppe 2, erstes Einstiegsamt)Beamter/Beamtin - vermessungstechnischer Verwaltungsdienst (gehobener Dienst)Beamter/Beamtin - vermessungs- und geoinformationstechnischer Dienst (drittes Einstiegsamt)Beamter/Beamtin - Vermessung und Geoinformation (dritte Qualifikationsebene)Die Laufbahnbezeichnungen sind beispielhaft und können je nach Bundesland variieren.Hinweis: Die zuständigen Stellen in den einzelnen Bundesländern legen fest, ob die Laufbahn als Ausbildung angeboten wird.

Perspektiven nach der Ausbildung

Den passenden Einsatzbereich findenNach ihrer Ausbildung arbeiten Beamte und Beamtinnen im gehobenen vermessungstechnischen Verwaltungsdienst vor allem in Vermessungs- oder Katasterämtern.Auf dem Laufenden bleibenDurch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten oder auf den neuesten Stand bringen. Das Themenspektrum reicht dabei von Vermessungstechnik bis hin zu Baurecht.Beruflich weiterkommenBei entsprechender Eignung haben Beamte und Beamtinnen im gehobenen vermessungstechnischen Verwaltungsdienst die Möglichkeit, nach erfolgreichem Aufstiegsverfahren in die nächsthöhere Laufbahn zu wechseln.Auch ein weiterführendes Studium kann in Betracht gezogen werden. Naheliegend ist es z.B., einen Masterabschluss im Studienfach Vermessungstechnik zu erwerben.Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einem Ingenieurbüro für Vermessungsdienstleistungen und Geodatenerstellung.

Spezialisierung während der Ausbildung

Die Ausbildung wird je nach Bundesland z.B. in folgenden Fachgebieten bzw. Vertiefungsrichtungen angeboten:GeomatikKommunaler VermessungsdienstLandentwicklung und Ländliche BodenordnungLiegenschaftskataster und Geoinformation

Rechtliche Regelungen für die Ausbildung

Der Vorbereitungsdienst für die Beamtenlaufbahnen wird von den Bundesländern in eigenen Verordnungen geregelt. Die jeweiligen Bestimmungen können voneinander abweichen.Verordnung des Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen über die Einrichtung der Laufbahn und über die Ausbildung und Prüfung für den gehobenen vermessungstechnischen Verwaltungsdienst (Laufbahn-, Ausbildungs- und Prüfungsordnung für den gehobenen vermessungstechnischen Verwaltungsdienst - APrOVerm gD) vom 04.11.2014 (BW.GBl. S. 514), zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 08.02.2024 (BW.GBl. Nr. 10)Verordnung über den fachlichen Schwerpunkt Vermessung und Geoinformation (FachV-VermGeo) vom 28.09.2012 (Bay.GVBl. S. 493), zuletzt geändert durch Verordnung vom 22.12.2025 (Bay.GVBl. 2026 S. 2)Verordnung für den Einstieg in der zweiten und dritten Qualifikationsebene im fachlichen Schwerpunkt Ländliche Entwicklung (FachV-LE/QE2+3) vom 02.12.2012 (Bay.GVBl. S. 716), zuletzt geändert durch § 1 Abs. 24 der Verordnung vom 04.06.2024 (Bay.GVBl. S. 98)Verordnung über die Laufbahnen der Beamtinnen und Beamten der technischen Dienste (Laufbahnverordnung technische Dienste - LVO-TD) vom 21.01.2014 (Ber.GVBl. S. 23), zuletzt geändert durch Artikel 12 des Gesetzes vom 24.02.2025 (Ber.GVBl. S. 134)Verordnung über die Ausbildung und Prüfung für die Laufbahn des gehobenen vermessungstechnischen Verwaltungsdienstes im Land Brandenburg (Brandenburgische Ausbildungs- und Prüfungsordnung gehobener vermessungstechni...

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Voraussetzung ist i.d.R. ein erfolgreich abgeschlossenes Bachelorstudium oder ein als gleichwertig anerkannter Hochschulabschluss im Studienfach Vermessungstechnik oder in einem vergleichbaren Studienfach. Das Tragen der Berufsbezeichnung "Ingenieur" bzw. "Ingenieur/in" wird ggf. je nach Bundesland vorausgesetzt.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Beamter/Beamtin im Vermessungswesen (gehobener technischer Dienst)

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Beamter/Beamtin im Vermessungswesen (gehobener technischer Dienst) in Deutschland?

Aufgaben und TätigkeitenBeamte und Beamtinnen im gehobenen vermessungstechnischen Verwaltungsdienst führen im Auftrag von Ländern und Kommunen Vermessungsarbeiten durch, z.B. für die Ausweisung von Verkehrswegen oder Bauland. Sie bilden mittels satelliten- und computergestützter Technik sowie klassischer Vermessungsgeräte Ausschnitte der Erdoberfläche ab. Sie dokumentieren die Messergebnisse mit kartografischen Methoden wie klassische Kartenwerke oder fachspezifische Software. Sie beachten bei planerischen und konzeptionellen Arbeiten u.a. rechtliche, technische, organisatorische und betriebswirtschaftliche Gesichtspunkte. Sie übernehmen auch Aufgaben in der Verwaltung, z.B. ermitteln sie den Wert von Grundstücken oder behandeln Kassenangelegenheiten der Kataster- und Vermessungsverwaltung. Die Beamten und Beamtinnen nehmen im Rahmen von Leitungs- und Führungsaufgaben auf der unteren Verwaltungsebene auch Funktionen als Sachgebiets- oder Gruppenleiter bzw. -leiterin sowie ggf. als Amtsleiter bzw. -leiterin oder Dienststellenleiter bzw. -leiterin wahr.Arbeitsbereiche und -orteArbeitsbereiche:Beamte und Beamtinnen im gehobenen vermessungstechnischen Verwaltungsdienst finden Beschäftigung bei Landes- und Kommunalbehörden, insbesondere bei Vermessungs- oder Katasterämtern und Behörden für Geoinformation.Arbeitsorte:Beamte und Beamtinnen im gehobenen vermessungstechnischen Verwaltungsdienst arbeiten in erster Liniein Büroräumenim Außendienst (bei Vermessungen)Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auchin Besprechungsräumenim Homeoffice bzw. mobilVoraussetzungenFür die Ausbildung wird i.d.R. ein abgeschlossenes Bachelorstudium oder ein als gleichwertig anerkannter Hochschulabschluss im Studienfach Vermessungstechnik oder in einem vergleichbaren Studienfach vorausgesetzt. Das Tragen der Berufsbezeichnung "Ingenieur" bzw. "Ingenieur/in" wird ggf. je nach Bundesland vorausgesetzt.Bewerber und Bewerberinnen müssen darüber hinaus die beamtenrechtlichen Voraussetzungen erfüllen und ein Auswahlverfahren absolvieren. Außerdem dürfen in einzelnen Bundesländern bestehende Höchstaltersgrenzen nicht überschritten werden.Inhalte des VorbereitungsdienstesTheoretische und praktische Ausbildungsinhalte, z.B.:Liegenschaftskataster: Aufgaben und Organisation des Liegenschaftskatasters, Katasterrecht, Liegenschaftskataster einrichten, führen und erneuern Ländliche Neuordnung: Maßnahmen zur Landentwicklung, Neuordnungsverfahren im ländlichen Raum, Flurbereinigungsverfahren und FlurneuordnungsverfahrenLandesvermessung: digitale geotopografische Informationssysteme, Herstellung und Fortführung sowie Nutzung und Anwendung der topografischen Kartenwerke in analoger und digitaler Form, GeodatenmanagementLandesplanung und Städtebau: Raumordnung, Bauleitplanung, Bodenordnung, Aufgaben der Stadtvermessung, Grundstückswertermittlung(Fachtechnische) Verwaltungs- und Rechtsgrundlagen: Geodatenmanagement in der Landesverwaltung, Baurecht, Datenschutz sowie Personalangelegenheiten, Organisation und HaushaltsplanungWas verdient man während des Vorbereitungsdienstes?Die Beamtenanwärter und -anwärterinnen erhalten als Beamte und Beamtinnen auf Widerruf Anwärterbezüge, die ggf. durch Zulagen ergänzt werden.Der monatliche Anwärtergrundbetrag beträgt in Laufbahnen des gehobenen Dienstes ca. 1.549 €.

Ist Beamter/Beamtin im Vermessungswesen (gehobener technischer Dienst) eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Beamter/Beamtin im Vermessungswesen (gehobener technischer Dienst)" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.

Wie kann ich in Deutschland als Beamter/Beamtin im Vermessungswesen (gehobener technischer Dienst) qualifiziert werden?

In Deutschland folgt "Beamter/Beamtin im Vermessungswesen (gehobener technischer Dienst)" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.

Wo arbeiten Beamter/Beamtin im Vermessungswesen (gehobener technischer Dienst) in Deutschland typischerweise?

Lernorte sind:Bildungseinrichtungen der öffentlichen Verwaltung: Seminarräume, Übungs- und GruppenräumeBehörden, z.B. Kataster- und Vermessungsämter, Behörden für Geoinformation: Büroräume, Außendienst (Vermessungsarbeiten im Freien)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Beamter/Beamtin im Vermessungswesen (gehobener technischer Dienst) in Deutschland?

Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.

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