Was ist Baufachwirt/Baufachwirtin?
Steckbrief
Berufstyp: Weiterbildungsberuf: Fachwirt/in Weiterbildungsart: Weiterbildungsprüfung nach Regelungen der Industrie- und Handelskammern Teilnahme: an Vorbereitungslehrgängen nicht erforderlich Weiterbildungsdauer: 1,5 Jahre (Teilzeit)
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Ingenieurwissenschaften →Der Beruf Baufachwirt/Baufachwirtin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften:
3D Printing
Bachelor · Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung
Acoustical Engineering
Master · Hochschule Mittweida
Additive Manufacturing
Master · Universität Paderborn
Additive Manufacturing - Materials, Development and Lightweight Construction
Bachelor · Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut
Advanced Computational Methods in Civil Engineering
Master · RWTH Aachen University
Advanced Hydraulic Engineering
Master · Hochschule Biberach
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Vorbereitungslehrgänge auf die Prüfung finden z.B. an Bildungszentren von Industrie- und Handelskammern und anderen Bildungseinrichtungen statt.Lernorte sind zu Hauseggf. Schulungsräume bei Präsenzphasen
▶ Steckbrief
BerufstypWeiterbildungsberuf: Fachwirt/inWeiterbildungsartWeiterbildungsprüfung nach Regelungen der Industrie- und HandelskammernTeilnahme an Vorbereitungslehrgängen nicht erforderlichWeiterbildungsdauer 1,5 Jahre (Teilzeit)Aufgaben und TätigkeitenBaufachwirte und -fachwirtinnen steuern und kontrollieren kaufmännische Vorgänge in Bauunternehmen des Hoch-, Tief- und Straßenbaus. Sie kalkulieren Bauaufträge, erstellen Angebote und betreuen Kunden und Kundinnen. Zudem erstellen sie Aufmaße, rechnen Leistungen ab und überwachen laufend die Kosten. Sie organisieren die Buchführung und das Finanzwesen, z.B. Betriebsabschlüsse, Löhne und Gehälter, Mahnwesen sowie Steuererklärungen. Darüber hinaus kontrollieren sie das Material- und Lagerwesen sowie den Maschinen- und Fuhrpark. Gegebenenfalls koordinieren Baufachwirte und -fachwirtinnen außerdem die betriebliche Aus- und Weiterbildung.Arbeitsbereiche und -orteBeschäftigungsbetriebe:Baufachwirte und -fachwirtinnen sind beschäftigtin Betrieben des Bauwesensin Büros von Ingenieuren und Ingenieurinnen für bautechnische Gesamtplanungin Firmen der ImmobilienwirtschaftArbeitsorte:Baufachwirte und fachwirtinnen arbeiten meistin BüroräumenSie arbeiten ggf. auchbei Kunden/Kundinnenauf Baustellenim Homeoffice bzw. mobilVoraussetzungenVoraussetzung für die Zulassung zur Weiterbildungsprüfung ist i.d.R.:eine Abschlussprüfung in einem anerkannten kaufmännischen Ausbildungsberuf und danach eine mindestens 3-jährige Berufspraxis in einem Bauunterneh...
▶ Weiterbildungsdauer
Teilzeit: 1,5 Jahre
▶ Weiterbildungskosten
Für den Besuch von Vorbereitungslehrgängen fallen Lehrgangsgebühren an, für die Prüfung selbst Prüfungsgebühren. Ggf. entstehen weitere Kosten, z.B. für Arbeitsmaterialien, Fahrten zur Weiterbildungsstätte oder für auswärtige Unterbringung.FörderungsmöglichkeitenVorbereitungslehrgänge auf die Fachwirtprüfung können gemäß Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz finanziell gefördert werden.Weitere Informationen: Aufstiegs-BAföG - Aufstieg mit FörderungFörderung besonders begabter junger Fachkräfte: Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) - Weiterbildungsstipendium
▶ Weiterbildungsinhalte
Bauunternehmensführung und -organisation, z.B. Unternehmensrecht in der BauwirtschaftFinanz- und Rechnungswesen der Bauunternehmung, z.B. Baubilanz und Erfolgsanalysebaubetriebliches Personalwesen, z.B. Personalplanung und -beschaffungAbsatzwirtschaft der Bauunternehmung, z.B. Baumarktanalyse und -beobachtungBauproduktionswirtschaft, z.B. Qualitäts-, Termin- und WirtschaftlichkeitskontrollenMaterialwirtschaft, Gerätewirtschaft, Nachunternehmer, z.B. Logistik im BaubetriebVolkswirtschaftliche und rechtliche Grundlagen in der Bauwirtschaft, z.B. Wirtschaftskreislauf
▶ Wichtige Vorkenntnisse
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Bereichen sind gute Voraussetzungen, um die Weiterbildungsprüfung erfolgreich zu bestehen:Wirtschaft/Recht: z.B. um Bauvergaben oder Marktanalysen durchzuführenMathematik: z.B. um Strategien zur Finanzierung von Bauunternehmen zu erstellen
▶ Weiterbildungssituation
Die Weiterbildung besteht aus theoretischem Unterricht und ggf. Übungen.Je nach Bildungsanbieter sollte man sich auf folgende Bedingungen einstellen:Unterrichtszeiti.d.R. berufsbegleitende Weiterbildung am Wochenende oder am AbendLernformi.d.R. Fernunterricht: individuelle Bearbeitung des Lernstoffs von zu Hause aus (hohe Anforderungen an Selbstdisziplin und Arbeitsorganisation); ggf. zusätzlich Präsenzphasen an der Bildungseinrichtung
▶ Weiterbildungsvergütung
Die Teilnahme an Vorbereitungslehrgängen wird nicht vergütet.
▶ Weiterbildungsalternativen
Folgende Weiterbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Baufachwirt/in an:Bereich Büro und SekretariatGeprüfter Industriefachwirt/Geprüfte IndustriefachwirtinGeprüfter Technischer Fachwirt/Geprüfte Technische FachwirtinGeprüfter Fachmann/Geprüfte Fachfrau für kaufmännische Betriebsführung nach der HandwerksordnungGemeinsamkeit:Kosten, Material- und Lagerbestände sowie Maschinen- und Fuhrpark kontrollieren
▶ Entwicklung der Weiterbildung
1970er-Jahre:Entwicklung der Fachwirt-Weiterbildung unter der Federführung des Deutschen Industrie- und Handelstags (DIHT)1987:erstes Inkrafttreten einer Rechtsvorschrift für die IHK-Weiterbildungsprüfung2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung der Weiterbildungsabschlüsse "Geprüfte/r Berufsspezialist/in", "Bachelor Professional" und "Master Professional", um die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung zu betonen. Das Führen der Berufsbezeichnungen ist abhängig vom Erlass entsprechender neuer Fortbildungsregelungen.
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
Abschlussbezeichnung Baufachwirt/Baufachwirtin
▶ Die Weiterbildung im Überblick
Baufachwirt bzw. Baufachwirtin ist eine berufliche Weiterbildung. Die Prüfung ist nach Rechtsvorschriften der jeweiligen Industrie- und Handelskammern geregelt. Für die Zulassung zur Prüfung ist es nicht erforderlich, an einem Lehrgang teilzunehmen.
▶ Perspektiven nach der Weiterbildung
Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Weiterbildung arbeiten Baufachwirte und -fachwirtinnen vor allem in Betrieben des Bauwesens.Die Beschäftigungsfähigkeit sichernDurch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Bauprojektmanagement bis hin zu Marketing, Vertrieb.Beruflich weiterkommenAufbauend auf bereits vorhandenen Qualifikationen können speziell für Weiterbildungsabsolventen konzipierte Aufstiegsweiterbildungen das Kompetenzprofil erweitern und ergänzen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Betriebswirt/in nach dem Berufsbildungsgesetz abzulegen.Mit ihrem Weiterbildungsabschluss können Baufachwirte und -fachwirtinnen auch ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung Zugang zu einem Studium erhalten und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Baubetriebswirtschaft, Baumanagement erwerben.Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. als freiberufliche/r Berater/in.
▶ Rechtliche Regelungen für die Weiterbildung
Zur PrüfungDie zuständigen Industrie- und Handelskammern erlassen Prüfungsvorschriften, z.B.:Besondere Rechtsvorschriften für die Fortbildungsprüfung zur/zum Baufachwirtin/Baufachwirt vom 30.06.1992 (IHK Dresden)Übersicht der zuständigen Industrie- und Handelskammern:Baufachwirt/Baufachwirtin, Regelungen der zuständigen Stellen für die berufliche Fortbildung
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Weiterbildung
Voraussetzung für die Zulassung zur Weiterbildungsprüfung ist i.d.R.:eine Abschlussprüfung in einem anerkannten kaufmännischen Ausbildungsberuf und danach eine mindestens 3-jährige Berufspraxis in einem Bauunternehmenodereine mindestens 6-jährige einschlägige Berufspraxis in einem Bauunternehmen
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Baufachwirt/Baufachwirtin
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Baufachwirt/Baufachwirtin in Deutschland? ▼
Aufgaben und TätigkeitenBaufachwirte und -fachwirtinnen steuern und kontrollieren kaufmännische Vorgänge in Bauunternehmen des Hoch-, Tief- und Straßenbaus. Sie kalkulieren Bauaufträge, erstellen Angebote und betreuen Kunden und Kundinnen. Zudem erstellen sie Aufmaße, rechnen Leistungen ab und überwachen laufend die Kosten. Sie organisieren die Buchführung und das Finanzwesen, z.B. Betriebsabschlüsse, Löhne und Gehälter, Mahnwesen sowie Steuererklärungen. Darüber hinaus kontrollieren sie das Material- und Lagerwesen sowie den Maschinen- und Fuhrpark. Gegebenenfalls koordinieren Baufachwirte und -fachwirtinnen außerdem die betriebliche Aus- und Weiterbildung.Arbeitsbereiche und -orteBeschäftigungsbetriebe:Baufachwirte und -fachwirtinnen sind beschäftigtin Betrieben des Bauwesensin Büros von Ingenieuren und Ingenieurinnen für bautechnische Gesamtplanungin Firmen der ImmobilienwirtschaftArbeitsorte:Baufachwirte und fachwirtinnen arbeiten meistin BüroräumenSie arbeiten ggf. auchbei Kunden/Kundinnenauf Baustellenim Homeoffice bzw. mobilVoraussetzungenVoraussetzung für die Zulassung zur Weiterbildungsprüfung ist i.d.R.:eine Abschlussprüfung in einem anerkannten kaufmännischen Ausbildungsberuf und danach eine mindestens 3-jährige Berufspraxis in einem Bauunternehmen odereine mindestens 6-jährige einschlägige Berufspraxis in einem BauunternehmenInhalte der WeiterbildungDie Inhalte können je nach Bildungsangebot variieren.Bauunternehmensführung und -organisation, z.B. Unternehmensrecht in der BauwirtschaftFinanz- und Rechnungswesen der Bauunternehmung, z.B. Baubilanz und Erfolgsanalysebaubetriebliches Personalwesen, z.B. Personalplanung und -beschaffungAbsatzwirtschaft der Bauunternehmung, z.B. Baumarktanalyse und -beobachtungBauproduktionswirtschaft, z.B. Qualitäts-, Termin- und WirtschaftlichkeitskontrollenMaterialwirtschaft, Gerätewirtschaft, Nachunternehmer, z.B. Logistik im BaubetriebVolkswirtschaftliche und rechtliche Grundlagen in der Bauwirtschaft, z.B. Wirtschaftskreislauf
Ist Baufachwirt/Baufachwirtin eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Baufachwirt/Baufachwirtin" einer Weiterbildung — fortgeschrittene Spezialisierung, die auf einer bestehenden Ausbildung oder einem Abschluss aufbaut (z. B. Meister, Fachwirt, zertifizierter Kurs).
Wie kann ich in Deutschland als Baufachwirt/Baufachwirtin qualifiziert werden? ▼
Voraussetzung für die Zulassung zur Weiterbildungsprüfung ist i.d.R.:eine Abschlussprüfung in einem anerkannten kaufmännischen Ausbildungsberuf und danach eine mindestens 3-jährige Berufspraxis in einem Bauunternehmenodereine mindestens 6-jährige einschlägige Berufspraxis in einem Bauunternehmen
Wo arbeiten Baufachwirt/Baufachwirtin in Deutschland typischerweise? ▼
Vorbereitungslehrgänge auf die Prüfung finden z.B. an Bildungszentren von Industrie- und Handelskammern und anderen Bildungseinrichtungen statt.Lernorte sind zu Hauseggf. Schulungsräume bei Präsenzphasen
Wie hoch ist das typische Gehalt für Baufachwirt/Baufachwirtin in Deutschland? ▼
Die Teilnahme an Vorbereitungslehrgängen wird nicht vergütet.