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Studium in Deutschland

Tourismus & Hospitality ohne Deutsch: Englische Masterprogramme in Deutschland

Geht ein Tourismus- und Hospitality-Master in Deutschland ohne Deutsch? Englische Tourism-, Hospitality- und Event-Programme (IU International, Heilbronn, Bremen, Stralsund), öffentlich vs teuer privat, Voraussetzungen und die ehrliche Wahrheit ohne…

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· Aktualisiert · 6 Min Lesezeit · 20 Aufrufe
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Du willst einen Master in Tourismus- oder Hospitality-Management machen, sprichst aber kein Deutsch? Gute Nachricht: In Deutschland gibt es in diesem Bereich englischsprachige Masterprogramme — aber nicht so viele wie in Umwelt oder Ingenieurwesen, und ein großer Teil davon liegt an teuren privaten Hochschulen. Dieser Artikel zeigt dir den echten Fahrplan für einen Tourismus- und Hospitality-Master ohne Deutsch, den Unterschied zwischen öffentlich und privat und die ehrliche Wahrheit ohne Deutsch, die in keiner Broschüre steht.

Englische Programme gibt es — aber es ist selektiv, keine Flut

Tourismus und Hospitality sind internationale Branchen und damit natürlich offen für englischsprachige Lehre. Trotzdem teilt sich die Lage in Deutschland klar in zwei Hälften:

  • Private Hochschulen sind das Zentrum englischer Master. IU International University, SRH und die Cologne Business School bieten Tourism, Hospitality und Event Management komplett auf Englisch (MA/MSc/MBA); sie sind an internationale Studierende gewöhnt und flexibel bei der Bewerbung — verlangen aber Studiengebühren.
  • Auch einige öffentliche Hochschulen (FH/HAW) haben englische Programme, aber ihre Zahl ist begrenzt und die Konkurrenz hoch. Die Hochschule Heilbronn, Bremen und Stralsund sind im Tourismus bekannte staatliche Adressen mit englischen oder englischlastigen Masteroptionen.
  • Felder: International Tourism Management, Hospitality Management, International Hotel Management, Event/MICE-Management, teils Spezialisierungen Richtung Aviation.

Wenn du dieses Feld vom Bachelor her betrachtest, zeichnet unser Artikel über das Tourismus- und Hospitality-Studium in Deutschland die Bachelor-Seite und die Unterscheidung FH/private Hochschule ausführlich.

Programme: öffentlich (Heilbronn, Bremen, Stralsund) vs privat (IU) — und die Gebühren

Das ist der Kern der Sache. Auch wenn der Abschlussname ähnlich klingt, unterscheiden sich die Kosten enorm:

Hochschule Typ Wichtiges englisches/internationales Programm Gebühr (ungefähr, prüfen)
Hochschule Heilbronn öffentlich (FH) Tourism/Hospitality-Master, starke Marke im Tourismus ~150–350€/Semester
Hochschule Bremen öffentlich (FH) International Tourism Management (internationaler Fokus) ~150–350€/Semester
Hochschule Stralsund öffentlich (FH) Leisure & Tourism / internationales Management ~150–350€/Semester
IU International University privat International Hospitality / Tourism Management (Englisch, online+Campus) ~12.000–20.000€+ gesamt
SRH / Cologne Business School privat Hospitality / International Management (Englisch) teuer (Tausende €/Semester)

Entscheidende Wahrheit: An einer öffentlichen FH ist derselbe Master praktisch kostenlos, an einer privaten Hochschule zahlst du Zehntausende Euro. Dafür bieten private Hochschulen Englischfreundlichkeit, flexible Bewerbung, ein Career-Office und Praktikumsverbindungen zu Ketten — aber der Preis allein rechtfertigt kein "Prestige". Willst du in Richtung Management, bietet auch unser Artikel über englische BWL-/Management-Master ohne Deutsch einen nützlichen Vergleich.

Voraussetzungen: Bachelor + Englischnachweis + meist Praktikum/Erfahrung

Für die Zulassung zu einem englischen Tourismus-/Hospitality-Master brauchst du meist:

  • Einen passenden Bachelor — Tourismus, Hospitality, BWL, Event oder ein verwandtes Feld. Manche privaten Hochschulen akzeptieren auch andere Abschlüsse.
  • Englischnachweis: meist IELTS ~6.5 oder TOEFL iBT ~90 (je nach Programm, prüfen).
  • Praktikum / Branchenerfahrung: Da Hospitality praxisnah ist, erwarten viele Programme einschlägige Praktika oder Berufserfahrung oder werten sie stark. Manche MBA-artigen Programme verlangen einige Jahre Erfahrung.
  • Motivationsschreiben, CV, Empfehlungen, an manchen Hochschulen ein Interview.

Achtung: "Hospitality" ist eine praktische Branche; die Kommissionen schauen nicht nur auf die Note, sondern auf echtes Interesse an der Branche und Praxiserfahrung. Ein leerer Lebenslauf wird durch ein starkes Motivationsschreiben allein nicht gerettet.

Gebühren: öffentlich ~kostenlos, privat teuer

Das ist das Rückgrat jeder Planung:

  • Öffentliche FH/Universitäten: keine Studiengebühren; nur ~150–350€/Semester Verwaltungsbeitrag (Semesterbeitrag) (2025/2026, ungefähr; prüfen). In manchen Ländern wie Baden-Württemberg kann es für Nicht-EU-Studierende eine Ausnahme von ~1.500€/Semester geben — prüfen.
  • Private Hochschulen (IU, SRH, CBS): Hier liegt der Großteil der englischen Programme, aber die Gesamtkosten können ~12.000–20.000€ und mehr betragen (ungefähr; prüfen).
  • Lebenshaltung: der eigentliche große Kostenpunkt — je nach Stadt ~950–1.200€/Monat. Fürs Visum brauchst du ein Sperrkonto: 2026 ~992€/Monat = ~11.904€/Jahr (ungefähr; aus offizieller Quelle prüfen).

Die Entscheidung ist also finanziell: Willst du "Englisch und flexibel", ist die private Hochschule der einfache, aber teure Weg; willst du "kostenlos", musst du dich früh und im Wettbewerb um die begrenzten englischen Programme der öffentlichen FH bewerben. Finanzierung und die Balance Master-/Job-Seeker-Visum behandeln wir breiter im Artikel Master vs. Job-Seeker-Visum.

Die Wahrheit ohne Deutsch: internationale Ketten Englisch, deutscher Markt Deutsch

Hier die ehrliche Wahrheit, die keine Broschüre druckt. Englischer Master ist möglich — ja. Aber in Deutschland im Tourismus/Hospitality zu arbeiten sind zwei Welten:

  • Internationale Hotelketten und Corporate-Rollen sind englischfreundlich: Bei globalen Ketten wie Marriott, Accor, Hilton, in internationalen MICE-/Event-Projekten und in Corporate-Positionen kann Englisch reichen. Auf dieser Seite kommst du ohne Deutsch voran.
  • Der deutsche Binnenmarkt und der Betrieb verlangen Deutsch: lokale Hotels, Reiseveranstalter, Gästebetreuung und operativer Betrieb erwarten B2–C1 Deutsch. Hospitality ist Arbeit am Gast; Deutsch ist hier direkte Einstellungskraft.
  • Der Alltag ist deutsch: Miete, Krankenversicherung, Bürgeramt, Bank — alles auf Deutsch. Ein B1-Niveau macht dein Leben enorm leichter.

Die Karriere- und Gehaltslandkarte der Branche zeichnen wir im Artikel Arbeiten im Tourismus & Hospitality und den Arbeitsmarkt nach dem Abschluss im Artikel Was tun mit einem Tourismus-/Hospitality-Abschluss — und in beiden ist Sprache der größte Unterschiedsmacher.

Praktischer Rat: Komm mit einem englischen Master, aber fang ab Tag eins an, Deutsch zu lernen. Zwei Jahre reichen, um dich von A1 auf B2 zu bringen — und das öffnet dir Türen sowohl im Betrieb als auch im Corporate-Bereich.

Bewerbung & DAAD: Wo du anfängst

Schritt für Schritt:

  1. Programm finden: Die DAAD-Datenbank "International Programmes" ist der beste Weg, englische Tourismus-/Hospitality-/Event-Programme zu filtern. Prüfe auf der Website "language of instruction: English".
  2. Bewerbungsweg: Öffentliche FH laufen meist über uni-assist oder direkt über die Hochschule; private Hochschulen nutzen eigene Portale und sind meist flexibler/schneller.
  3. Fristen: fürs Wintersemester meist um den 15. Juli — aber wettbewerbsstarke öffentliche Programme und manche privaten Hochschulen arbeiten mit anderen Kalendern (private oft mit mehreren Semesterstarts pro Jahr). Prüfen.
  4. Unterlagen: Transcript, Diplom, Englischzertifikat, Motivationsschreiben, CV, Empfehlungen; oft ein Nachweis von Praktikum/Berufserfahrung.
  5. Stipendien: DAAD-Masterstipendien und das Deutschlandstipendium lohnen die Recherche; teils gibt es Programmstipendien, die private Gebühren teilweise decken.

Für die Blaue Karte nach dem Abschluss gelten 2026: allgemeine Schwelle ~50.700€/Jahr, Mangelberuf/Berufseinsteiger ~45.934€/Jahr (ungefähr, prüfen). Operative Gehälter im Tourismus/Hospitality können unter dieser Schwelle liegen; die Management-/Corporate-/Aviation-Seite ist stärker.

Fazit & ehrlicher Rat

Einen englischen Tourismus- und Hospitality-Master ohne Deutsch in Deutschland zu machen, ist möglich — aber sei realistisch: Der Großteil der englischen Programme liegt an teuren privaten Hochschulen (IU, SRH, CBS), an den kostenlosen öffentlichen FH (Heilbronn, Bremen, Stralsund) sind englische Optionen seltener und umkämpfter. Und ein englischer Master heißt nicht "kein Deutsch nötig": Internationale Ketten und Corporate-Rollen sind englischfreundlich; aber der deutsche Binnenmarkt, der Betrieb und der Alltag verlangen Deutsch. Der klügste Plan: entscheide je nach Budget früh zwischen öffentlich und privat, nimm deine Praxiserfahrung ernst, ziele auf die internationale/Corporate-Seite und lerne zwei Jahre lang Deutsch. So öffnest du die Tür in der Leidenschaftsbranche Tourismus mit Englisch — und dominierst den Markt mit Deutsch.

Hinweis: Die Gebühren, Schwellen, Englisch-Testwerte, der Sperrkonto-Betrag und die Bewerbungsfristen in diesem Artikel sind ungefähre Werte für 2025/2026 und ändern sich mit der Zeit. Prüfe vor der Bewerbung immer die aktuellen offiziellen Angaben der jeweiligen Hochschule, von uni-assist, des DAAD und der Ausländerbehörde.

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Über den Autor

Gamze E.

Gamze E.

Redakteurin Sozial- & Kreativwissenschaften

Schreibt über Psychologie, Soziologie, Soziale Arbeit, Kunst/Design, Musik, Architektur, Kommunikation und Tourismus.

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